DE385053C - Vorrichtung zum lithographischen Druck von Glasplatten, gewoelbten Emailleschildern u. dgl. - Google Patents

Vorrichtung zum lithographischen Druck von Glasplatten, gewoelbten Emailleschildern u. dgl.

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DE385053C
DE385053C DEH87443D DEH0087443D DE385053C DE 385053 C DE385053 C DE 385053C DE H87443 D DEH87443 D DE H87443D DE H0087443 D DEH0087443 D DE H0087443D DE 385053 C DE385053 C DE 385053C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41FPRINTING MACHINES OR PRESSES
    • B41F13/00Common details of rotary presses or machines
    • B41F13/08Cylinders

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Printing Methods (AREA)

Description

Glasplatten und auch gewölbte Emailleschilder können infolge ihrer erheblichen Unebenheiten nicht mit der gewöhnlichen Flachdruckpresse (Gummidruckpresse) bedruckt werden. Ihr Bedrucken erfolgte bisher auf umständlichem Wege von Hand, indem der Ein- oder Mehrfarbendruck von dem lithographischen Steine auf Seidenpapier übertragen und dieses auf die zu bedruckende Fläche gelegt wurde, ίο um dann mittels einer elastischen Handwalze gleichmäßig aufgedrückt zu werden, so daß der auf dem Seidenpapier befindliche ein- oder mehrfarbige Druck auf die zu bedruckende unebene Fläche übertragen wurde. Dieses Verfahren war nicht nur umständlich und zeitraubend, sondern auch infolge des Verbrauches an Seidenpapier als Zwischenmittel für die Übertragung kostspielig. Alle Nachteile des Handdruckverfahrens soll vorliegende Erfindung dadurch beseitigen, daß zum lithographischen Bedrucken von Glasplatten und gewölbten Emailleschildern eine Zylindergummidruckpresse mit elastischer Anlegeplatte und elastischer Arbeitsfläche des Zylinders benutzt wird, wobei
885053
der Gegenstand selbst registergemäß auf die Anlegeplatte gelegt und unmittelbar von dem den Druck vom lithographischen Steine aufnehmenden Zylinder bedruckt wird. Eine Ausführungsform der zur Ausübung des neuen Verfahrens abgeänderten Zylindergummidruckpresse ist in der Zeichnung dargestellt und unterscheidet sich von der gewöhnlichen Zylindergummidruckpresse dadurch, daß die Arbeitsfläche des Druckzylinders aus sie überdeckenden Luftschläuchen mit einem Drucktuchüberzug besteht, wobei die zwischen diesem und den Schläuchen vorhandenen Zwischenräume mit elastischer Masse ausgefüllt sein können.
Zweckmäßig sind die Luftschläuche sämtlich auf einer gemeinsamen Unterlage aus Gummileinen oder Gummituch befestigt. Sie können einzeln oder gemeinsam aufblasbar sein, und der jeweils in ihnen herrschende Druck kann an einem Manometer ablesbar gemacht werden.
In Abb. ι der Zeichnung ist eine gewöhnliche Zylindergummidruckpresse mit den Abänderungen gemäß der Erfindung im Längsschnitt teilweise dargestellt, während Abb. 2 einen Querschnitt und Abb. 3 einen Längsschnitt durch den Druckzylinder zeigt.
Das Bett α der Maschine trägt in bekannter Weise den Lithographiestein b und die Anlegeplatte c einstellbar hintereinander und seitliche Zahnstangen d für den Zahnkranz c des Druckzylinders/, so daß dieser in der bekannten Weise mit Hilfe der Zahngetriebe über den lithographischen Stein und die Anlegeplatte bewegt werden kann. Die Einrichtung für diese Bewegung des Druckzylinders und seine übrigen notwendigen Bewegungen ist die bekannte. Gemäß der Erfindung ist der Druckzylinder mit einer elastischen Arbeitsfläche versehen. Diese besteht aus nebeneinander angeordneten Luftschläuchen h, die zweckmäßig auf einer gemeinsamen Unterlage i aus Gummileinen oder Gummituch mittels Gummilösung befestigt und mit einem Gummituche k als Druckfläche überzogen sind. Die Zwischenräume zwischen den einzelnen Schläuchen und dem Überzuge k können, wie Abb. 3 zeigt, mit elastischer Masse / ausgegössen sein, um sie auszugleichen. Die Befestigung der Längsränder, des Überzuges und der Unterlagen kann in beliebiger, geeigneter Weise erfolgen, zweckmäßig derart, daß ein Nachspannen möglich ist. Die Luftschläuche können einzeln oder durch Anschluß an eine gemeinsame Preßluftleitung gemeinsam aufblasbar sein, wobei noch ' ein in der Zeichnung nicht ersichtliches Manometer zur Kontrolle des Überdrucke.« am Druckzylinder vorgesehen sein kann.
Der auf dem Lithographiestein b befindliche Druck wird mittels des Zylinders unmittelbar auf den auf die elastische Schicht g- der Anlegeplatte registerrecht angelegten Gegenstand übertragen. Infolge der Elastizität von Auflagefläche und Druckzylinderarbeitsfläche erfolgt die Übertragung in solcher Weise, daß alle Unebenheiten des Gegenstandes vollkommen gleichmäßig ausgedruckt werden, ohne daß dabei der Gegenstand, insbesondere die Glasplatte, in bruchgefährlicher Weise beansprucht werden könnte. Außerdem ist infolge der elastischen Arbeitsfläche des Druckzylinders auch der Lithographiestein selbst gegen Bruch gesichert. Bei Mehrfarbendruck ist entsprechend mehrfacher Druck erforderlich.
Verzerren des Druckes, wie beim Aufrollen des Druckes von Seidenpapier, ist infolge der unmittelbaren Übertragung des Druckes vom Druckzylinder auf den Gegenstand unmöglich. Die Arbeitsfläche des Druckzylinders schmiegt sich allen Unebenheiten der Oberfläche des zu bedruckenden Gegenstandes an, wie Abb. 3 es unten zeigt, wo beispielsweise ein gewölbtes Emailleschild angelegt gedacht ist.
Der mechanische Druck gemäß dem neuen Verfahren ergibt somit außer der Ersparnis an Seidenpapier, Zeit- und Arbeitskräften noch nahezu vollkommene Bruchsicherheit, so daß auch Ausschuß infolge Bruches ausgeschlossen ist, welcher bisher beim Handdruck einen sehr erheblichen Verlust bedeutete. Es kann ein einzelner Mann die Presse bedienen, während bisher zum sauberen und genauen Auflegen des Abzuges auf Seidenpapier auf den zu bedruckenden Gegenstand in der Regel ein Mann und vier Mädchen erforderlich waren. Um einen genauen Aufdruck zu erzielen, wird eine besondere, auf den Drucktisch aufschraubbare Platte verwendet, welche in bekannter Weise mit Anlegemarken tür den zu bedruckenden Bogen zu versehen ist.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Vorrichtung zum lithographischen Druck von Glasplatten, gewölbten Emailleschildern u. dgl. mittels der Blechdruckhandpresse unter Verwendung elastischer Unteroder Auflagen zwischen dem Druckzylinder oder dem Drucktisch, dadurch gekenn- no zeichnet, daß der elastische Zylinderüberzug aus an ein Manometer angeschlossenen, eng aneinanderliegenden Gummischläuchen gebildet ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DEH87443D 1921-10-21 1921-10-21 Vorrichtung zum lithographischen Druck von Glasplatten, gewoelbten Emailleschildern u. dgl. Expired DE385053C (de)

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