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Kreisförmige Zündholzplatte. Die Erfindung bezieht sich auf eine kreisförmige
Zündholzplatte, in deren Werkstück radiale Einschnitte derart angebracht sind, daß
die einzelnen, an ihren äußeren Spitzen mit Zündmasse zu versehenden Zündhölzer
an ihren inneren und äußeren Enden abtrennbar zusammenhängen.
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Diese kreisförmigen Zündholzplatten werden scheibenförmig oder sektorartig
zusammengefaltet und in Packungen entsprechender Form eingelegt.
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Eine solche Packung für die sektorförmig zusammengelegten Zündholzplatten
besteht aus einem Werkstück aus Pappe o. dgl. von der Form eines Rhombus, dessen
stumpfe Ecken derart abgeschnitten sind, daß ein den Rücken der Packung bildender,
die Reibmasse aufnehmender rechteckiger Teil stehen bleibt. Um die beiden Längsseiten
dieses rechteckigen Teiles werden dann die Dreieckflächen umgebogen und die der
Reibmasse gegenüberliegenden Ecken werden durch einen Zapfen miteinander verbunden,
der einer Anzahl in dem Hohlraum des als Hülle dienenden Werkstückes untergebrachter,
sektorförmiger, durch radiale, der Zündholzbreite entsprechend voneinander entfernte
Schnitte unterteilter und an ihrem äußeren Umfang die Zündköpfe tragender Zündholzplatten
als Drehachse dient.
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Zum Tunken dieser scheibenförmigen Werkstücke dient eine Vorrichtung,
welche aus einer Achse besteht, auf welche die einzelnen Scheiben unter Zwischenschaltung
von Abstandscheiben aufgereiht werden. Die Enden der Achse ruhen in den Naben zweier
Räder, mittels deren die .Scheiben über einen die Zündmasse enthaltenden Behälter
gerollt werden, wobei die Spitzen der Zündhölzer getunkt und mit Zündmasse versehen
werden, Die den Gegenstand der Erfindung bildende kreisförmige Zündholzplatte nebst
Packung für die sektorförmig zusammengelegten Zündhölzer und die Einrichtung zum
Tunken sind in der Zeichnung dargestellt, und zwar zeigt Abb. z eine kreisförmige,
gestanzte und geschlitzte Zündholzplatte aus Pappe; Abb. 2 die Ansicht einer zu
mehreren Lagen zusammengefalteten Platte; Abb. 3 die Ansicht eines Werkstückes,
aus welchem die Hülse für die Zündholzpackung hergestellt wird; Abb. q. , eine -
Seitenansicht der Hülse mit darin angeordneten Zündhölzern; Abb.5 eine schaubildliche
Ansicht, bei welcher die eigentliche Zündholzplatte aus der Hülse herausgedreht
und ein Zündholz im Augenblick des Abbrechens dargestellt ist; die Abb_ 6 und 7
in Seiten- und Vorderansicht eine Maschine zum Tränken der kreis- oder sektorförmigen
Zündholzplatten.
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Die Zündholzplatten werden aus geeignetem
Material,
insbesondere aus Pappe, in der aus Abb. i ersichtlichen Weise gestanzt, so daß sie
aus einer sternförmigen Scheibe S Lestehen, welche mit die einzelnen Zündhölzer
voneinander teilweise trennenden Schlitzen versehen ist und am äußeren Umfang die
durch Randeinschnitte gebildeten Kopfenden der Zündhölzer aufweist. Ferner sind,
wenn beispielsweise die Scheibe auf einen Sechstelsektor zusammengelegt werden soll,
Einkerbungen o, o vorgesehen. In der Mitte der Scheibe ist ein Stück p ausgestanzt.
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Abb. 2 läßt erkennen, daß die so hergestellte Scheibe, welche an einem
Radius o, o aufgeschnitten ist, so zusammengefaltet werden kann, daß Lage über Lage
kommt und die Gesamtpackung einen Sechstelsektor des Kreises ausmacht.
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Zum Zweck, die Enden der Scheibe nach Abb. i mit Zündmasse zu versehen,
wird die Tunkvorrichtung benutzt, welche in Abb.6 und 7 dargestellt ist. Auf einem
Gestell ruht ein flacher Trog in, der mit der Zündmasse I
gefüllt ist. Zu
beiden Seiten des Längstroges sind -Schienen ji angebracht. Die nach Abb. i hergestellten,
gestanzten Scheiben «-erden auf eine Achse g unter Zwischenschaltung von Abstandscheiben
li aufgereiht. Die Achse selbst ruht in den Naben zweier Räder oder Scheiben i,
die durch Splinte k festgehalten werden. Der Abstand der beiden Scheiben i ist derart,
daß sie auf den Schienen st sieb fortbewegen können. Nachdem eine entsprechende
Anzahl gestanzter Scheiben S unter Zwischenschaltung der Scheiben h auf die Achse
g aufgereiht und die Radscheiben i angebracht sind, wird nunmehr das Ganze in der
aus Abb. 7 ersichtlichen Weise über den Zündmassebehälter in hinweggerollt, wobei
die Spitzen der Zündhölzer in die Masse eintauchen und mit dieser versehen werden.
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Um die nach Abb.2 zusammengefalteten fertigen Zündholzsektoren zu
schützen, wird eine Packung verwendet, die aus den Abb. 3 bis 5 ersichtlich ist.
Von den dreieckigen Teilen c des Werkstückes von Rhombusform sind die Spitzen a
und b in der aus Abb. 3 ersichtlichen Weise abgeschnitten. Der mit c bezeichnete
Teil bildet den Rücken der Hülse, der gleichzeitig zur Aufnahme der Zündmasse dient.
Zum bequemeren Falten der Hülse ist das Werkstück nach den Linien A-B ein wenig
eingeschnitten. Die zusammengelegte Hülse ist aus Abb. 4. und 3 ersichtlich. Zum
Zweck, die Hülse mit der eigentlichen Zündholzpackung zu verbinden, dient eine Öse
f, die gleichzeitig als Drehachse für die Zündhölzersektoren r benutzt wird, deren
Zündhöher von dem inneren Mittelteil s abgetrennt werden.
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Die Vorteile des Erfindungsgegenstandes gegenüber den bisherigen Zündholzpackungen
u id deren Herstellung liegen in der handlichen Gebrauchsform der flachen, dreieckigen
Hülsen und dem leichten Abtrennen und Anzünden der einzelnen Zündhölzchen, weiter
in der außerordentlich einfachen Herstellungsweise und in der ebenso einfachen.
zur Durchführung des Verfahrens dienenden Vorrichtung; schließlich darin, daß zur
Herstellung der Zündhölzchen billige Papier- oder Pappciiäbfälle für die auszustanzenden
Zündhölzchensterne verwendet werden können.