DE3837481C2 - Getriebe zum Verschwenken eines Spiegels - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein Getriebe zum spielfreien Verschwenken eines
Richtspiegels einer Zieleinrichtung eines Waffensystems.
Getriebe- bzw. Verschwenkeinrichtungen von Spiegeln in oder für op
tische(n) Geräte(n) zählen in den verschiedensten Ausführungsformen zum
Stand der Technik, sowohl als mechanische wie auch als elektronische
Konzeptionen. Alle diese Verschwenkeinrichtungen sind jedoch mehr oder
weniger mit Nachteilen behaftet. So treten bei Vibrationen Drehschwin
gungen um die Spiegeldrehachse durch zu geringe Getriebesteifigkeit auf
und durch ungenügende Spielfreiheit ist keine präzise Spiegelbewegung
gewährleistet. Weiterhin treten durch Selbsthemmung bei hoher Getriebe
übersetzung die sog. "Stick-Slip-Effekte" auf, die auch durch eine
Spielbeseitigung mittels gegen die Struktur federvorgespannter Spiegel
gegeben sind. Hier treten außerdem noch unterschiedliche Antriebsmomente
in den beiden Getriebedrehrichtungen auf. Fast alle der vorgenannten
Ausführungsformen des Standes der Technik sind mit einer ungeeigneten
Getriebeübertragungskennlinie behaftet. Ausführungsformen mit elektro
nischen Spiegelantrieben weisen einen relativ hohen Aufwand und eine
hohe Störanfälligkeit auf.
In der EP 276 867 A2 ist eine Ruderstelleinrichtung für Lenkmunition beschrieben, bei der
mittels einer Spindel das Ruderblatt winkelmäßig eingestellt wird und bei der sich ohne
Hebelübersetzung große Kräfte übertragen lassen. Ferner ist die Verwendung von Spindeln in
Verbindung mit Spindelmuttern zum linearen Bewegen von Objekten aus verschiedenen
Bereichen der Technik bekannt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Getriebe der eingangs ge
nannten Art zu schaffen, das die vorstehend aufgeführten Nachteile nicht
mehr aufweist und außerdem eine große Übersetzung sowie eine beliebige,
auch lineare Übertragungskennlinie besitzt.
Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 aufgeführten Maßnahmen ge
löst. In den Unteransprüchen sind Maßnahmen zur Weiterbildung und Aus
gestaltung angegeben und in der nachfolgenden Beschreibung ist ein Aus
führungsbeispiel erläutert sowie in den Figuren der Zeichnung skizziert.
Es zeigt
Fig. 1 eine Schemaskizze des nachfolgend beschriebenen Ausführungsbei
spiels ohne Getriebegehäuse und Spindelantrieb;
Fig. 2 einen Schnitt entlang der Linie A-A gemäß Fig. 1.
Das nachstehend beschriebene in Fig. 1 skizzierte Ausführungsbeispiel
des vorgeschlagenen Getriebes zum spielfreien Verschwenken eines Spie
gels in einem optischen Gerät ist so konzipiert, daß die Drehbewegung
der Hand eines sich in einem Panzerfahrzeug befindlichen Schützen auf
den Richtspiegel eines Nachtsichtzielgerätes übertragen wird, wobei sich
der Richtspiegel in einem Gehäuse auf dem Fahrzeug befindet. Hierfür war
die Grundbedingung einer linearen Übertragungskennlinie bei hoher Ge
triebesteifigkeit zwingend zu erfüllen und dadurch gelöst worden, daß
einmal die Drehachse des Schwenkgetriebes 10 senkrecht zur Drehachse des
zu verschwenkenden Spiegels 19 angeordnet ist und sowohl das Schwenkge
triebe 10 als auch der Spiegel 19 über ein starres Kurvenstück 15, das
eine schablonenähnliche Ablaufkurve 15a aufweist und fest mit dem Spie
gel 19 verbunden ist, miteinander in Wirkverbindung stehen. Die An
triebswelle 11 des Schwenkgetriebes 10 ist direkt mit einer Spindel 12
versehen bzw. verbunden und in die Rollenlager 14 im Getriebegehäuse
(nicht gezeichnet) reibungsarm drehbar eingebettet. Auf der Spindel 12
ist nun eine Spindelmutter 13 angeordnet, die mit einer Verdrehsicherung
versehen ist und dadurch aufgrund der Spindeldrehungen nach oben oder
unten verschoben wird, also eine lineare Auf- oder Abwärtsbewegung er
hält.
Auf der Spindelmutter 13 ist ein sogenanntes Mitnehmerelement 16 ange
ordnet, das als Ablaufrolle an der Ablaufkurve 15a des am Spiegel 19
starr befestigten Kurvenstückes 15 dient und gleichzeitig den Spiegel um
seine Lagerung 18 entsprechend verschwenkt. Nun ist es zur Optimierung
des Schwenkgetriebes 10 erforderlich, daß der gesamte Funktionsablauf
spielfrei erfolgt. Hierzu ist über dem Kurvenstück 15 ein Andrückelement
17 angeordnet, das durch die Kraft einer Feder 17a, die sich gegen ein
an der Spindelmutter 13 befindliches Widerlager 17b abstützt, das Kur
venstück 15 während des gesamten Funktionsablaufes spielfrei an das Mit
nehmerelement 16 andrückt.
Zur Erlangung der Linearbewegung der Spindelmutter 13 ist diese mit
einer Verdrehsicherung 20 versehen. Diese kann beispielsweise aus einem
fest mit der Spindelmutter 13 verbundenen Zapfen 20a und einer auf die
sem drehbar gelagerten Führungsrolle 20 bestehen und auf einer Führungs
ebene eines Schlitzes 30a, einer Nut oder ähnlicher Ausbildung im Ge
häuse 30 ablaufen. Auch hier wird die Spielfreiheit durch eine Andrück
vorrichtung 17′ sichergestellt. Ein Ausführungsbeispiel ist in der Fig. 2
skizziert.
Nun kann es vorteilhaft sein, die Spindel 12 mit zugehöriger Spindel
mutter 13 als spielfreien Rollengewindetrieb auszuführen. Weiterhin ist
es vorteilhaft, wenn die Drehlager von Spindel 12 und Spiegel 19 spiel
frei ausgebildet sind. Es sind hierzu verschiedene Lösungen denkbar,
wesentlich ist, daß die lineare Auf- und Abwärtsbewegung der Spindel
mutter in eine spielfreie exakte Schwenkbewegung des Richtspiegels umge
setzt wird.
Claims (3)
1. Getriebe zum spielfreien Verschwenken eines Richtspiegels
einer Zieleinrichtung
eines Waffensystems, dadurch gekennzeichnet, daß die Dreh
achse des Schwenkgetriebes (10) senkrecht zur Drehachse des zu ver
schwenkenden Spiegels (19) angeordnet ist und Schwenkgetriebe (10) und
Spiegel (19) über ein an letzterem (19) befindlichen starren Kurvenstück
(15) in Wirkverbindung stehen und daß die Getriebeantriebswelle (11)
fest mit einer drehbar gelagerten Spindel (12) verbunden ist, welche
eine verdrehungssicher ausgebildete Spindelmutter (13) in eine lineare
Auf- und Abwärtsbewegung versetzt und hierbei über ein Mitnehmerelement
(16) diese Bewegung mittels des Kurvenstückes (15) in eine Schwenkbewe
gung des Spiegels (19) umsetzt,
daß als Mitnehmerelement (16) eine reibungsarm gelagerte und ausgebildete Rolle
vorgesehen ist, die an dem Kurvenstück (15) des Spiegels (19) anliegt
und abläuft,
daß das Kurvenstück (15) durch ein federbelastetes Andrückelement (17) an
das Mitnehmerelement (16) spielfrei zur ständigen Anlage gebracht wird, und
daß die Spindelmutter (13) mit einem rechtwinklig zu ihrer Achse angeordneten
Zapfen (20a) fest verbunden ist und eine auf diesem drehbar ge
lagerte Führungsrolle (20) auf einer Führungsebene (33) eines Schlitzes
(30a), einer Nut oder ähnlicher Ausbildung im Gehäuse (30) abläuft.
2. Getriebe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Zapfen (20a) und die Führungsrolle (20) durch eine federbe
lastete Andruckvorrichtung (17′) an die Führungsebene (33) spielfrei zur
ständigen Anlage gebracht wird.
3. Getriebe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß das oder die Drehlager (14) der Spindel (12) spielfrei ausgeführt
sind.
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Publications (2)
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|---|---|
| DE3837481C1 DE3837481C1 (de) | 1989-10-19 |
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