DE3836005C2 - - Google Patents
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- G02B26/00—Optical devices or arrangements for the control of light using movable or deformable optical elements
- G02B26/08—Optical devices or arrangements for the control of light using movable or deformable optical elements for controlling the direction of light
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Description
Die Erfindung betrifft eine optische Abtasteinrichtung nach
dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
Eine derartige optische Abtasteinrichtung ist aus der
US-PS 42 09 223 bekannt. Diese bekannte optische Abtasteinrichtung
umfaßt eine Lichtquelle zum emittieren eines
Lichtstrahls, ferner eine um eine Drechachse rotierende Ablenkeinrichtung,
die aus einer Mehrzahl von aneinandergefügten
Zylinderlinsen mit negativer Brechkraft in Abtasteinrichtung
gebildet ist, wobei die Zylinderlinsen wenigstens
eine konkave Innenfläche besitzen und die von dem Lichtstrahl,
ausgehend von der Achse, durchdrungen wird.
Aus der US-PS 37 78 129 ist eine optische Abtasteinrichtung
mit einem Rotor bekannt, der eine Vielzahl von Linsen aufweist.
Die Linsenflächen der jeweiligen Linsen sind aus
Flächenelementen gebildet, die parallel zur Rotorachse verlaufen,
wobei die Anordnung der Linsen um eine zentrale
Achse verläuft. Bei einer Ausführungsform dieser bekannten
Konstruktion besteht die rotierende Abtasteinrichtung aus
einer inneren durchgehenden Zylinderwand und aus einer
Vielzahl von äußeren konvexen Linsenflächen. Bei einer weiteren
Ausführungsform dieser bekannten Konstruktion sind
dagegen zwei Ablenkeinrichtungen verschiedener Konstruktion
koaxial zueinander angeordnet. Die äußere Abtasteinrichtung
umfaßt dabei innere konvex gestaltete Linsenflächen und
eine äußere durchgehende bzw. umfangsmäßig verlaufende Zylinderfläche,
während die innere koaxial angeordnte Abtasteinrichtung
eine innere Zylinderfläche besitzt, die
alle Linsen gemeinsam zugeordnet ist und äußere konvexe
Flächenabschnitte aufweist, welche die Einzellinsen definieren.
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe besteht darin,
eine optische Abtasteinrichtung der angegebenen Gattung zu
schaffen, durch die ein verzerrungsfreies Bild wiedergegeben
werden kann und die in einer sehr kompakten gedrängten
Bauweise ausgeführt werden kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im Kennzeichnungsteil
des Patentanspruches 1 aufgeführten Merkmale gelöst.
Besonders vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen
der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Im folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen
unter Hinweis auf die Zeichnung näher erläutert. Es
zeigt:
Fig. 1 eine Seitenansicht eines Laserdruckers, bei welchem
die Erfindung angewendet werden kann;
Fig. 2 eine Schnittansicht durch eine optische Abtast
vorrichtung gemäß einer bevorzugten Ausführungs
form mit Merkmalen nach der Erfindung;
Fig. 3 eine perspektivische Darstellung einer weiteren
Ausführungsform mit einer longitudinalen Zylinder
linse und einer photoempfindlichen Trommel;
Fig. 4 eine Darstellung, anhand welcher das Ablenkprinzip
eines Lichtstrahls infolge der Funktion der
Polygonlinse erläutert wird;
Fig. 5A eine Draufsicht auf eine weitere Polygonlinse mit
Merkmalen nach der Erfindung;
Fig. 5B eine Draufsicht auf noch eine andere Polygon
linse mit Merkmalen nach der Erfindung, und
Fig. 6 eine Draufsicht auf eine weitere Ausführungsform
mit Merkmalen nach der Erfindung.
Die Erfindung wird nunmehr anhand einer bevorzugten Ausfüh
rungsform beschrieben. In Fig. 1 ist im Aufbau ein Laser
drucker dargestellt, bei welchem eine optische Abtastein
richtung mit Merkmalen nach der Erfindung verwendet ist.
Eine optische Schreibeinheit 20 weist eine optische Abtast
einrichtung 21, einen Spiegel 22 und eine longitudinale
Zylinderlinse 9 auf. Die optische Schreibeinheit 20 gibt
einen Laserstrahl ab, welcher durch ein Schreibsignal mo
duliert worden ist, und tastet dann eine Umfangsfläche der
photoempfindlichen Trommel 10 ab. Dadurch wird ein Abbild
eines Zeichens, ein Bild usw. auf der Umfangsfläche der
photoempfindlichen Trommel 10 geschrieben. Entsprechend
einem Drucksignal, welches von einer in dem Laserdrucker
untergebrachten Steuerschaltung geliefert wird, beginnt sich
dann die photoempfindliche Trommel 10 zu drehen. Die Trommel
10 wird durch einen Hauptmotor 23 in einer durch einen Pfeil
angezeigten Drehrichtung gedreht und anschließend während
der Drehbewegung durch einen Koronalader 24 geladen. Die
photoempfindliche Trommel 10 wird dann durch den von der op
tischen Schreibeinheit 20 abgegebenen Lichtstrahl belichtet,
und dadurch wird ein entsprechendes latentes Bild auf der
Umfangsfläche der Trommel 10 erzeugt. Das latente Bild wird
dann mittels eines Entwicklers 25 entwickelt, und das ent
wickelte Bild wird durch einen Transferlader 26 auf ein
Blatt Papier übertragen. Danach wird eine Restladung auf der
Umfangstrommel der photoempfindlichen Trommel 10 durch eine
Lampe 27 durch Lichtprojektion entfernt. Schließlich wird
Toner, welcher auf der Umfangsfläche der Trommel 10 zurück
geblieben ist, durch eine Reinigungseinheit 28 entfernt.
Eine Anzahl Papierblätter sind in Papierstapeleinrichtungen
(Kassetten) 30 und 30′ gestapelt. Eine Papierabzugsrolle 32
liegt mit Druck am vorderen Teil eines in der Papierstapel
einrichtung 30 untergebrachten, obersten Blattes an. Genauso
liegt eine Papierabzugsrolle 32 am vorderen Teil des
obersten Blattes der in der Stapeleinrichtung 30′ unterge
brachten Blätter an. Wenn eine der Stapeleinrichtungen 30
oder 30′ ausgewählt ist, beginnt sich die der ausgewählten
Stapeleinrichtung zugeordnete Papierabzugsrolle zu drehen.
Wenn beispielsweise gestapelte Blätter 31 ausgewählt werden
und dadurch die Papierabzugsrolle 32 sich zu drehen be
ginnt, wird ein Blatt Papier 31a, welches das oberste Blatt
der gestapelten Blätter ist, eingebracht und dann durch eine
Papierzuführrolle 34 weiter transportiert. Das Blatt 31a
durchläuft eine Führungsbahn, welche durch eine Anzahl Füh
rungsplatten 35 gebildet ist. Dann wird der vordere Teil des
Blattes 31a in Anlage mit einem Kontaktteil eines Rollen
paars 37′ gebracht und biegt sich dadurch durch; der Transport
des Blattes 31a ist dadurch vorübergehend gestoppt.
Wenn sich die photoempfindliche Trommel 10 entsprechend dem
Drucksignal zu drehen beginnt und dann auch die Belichtung
der Trommel 10 durch die optische Schreibeinheit 20 beginnt,
transportieren die Rollen 37 und 37′ das Blatt 31a mit einer
Geschwindigkeit weiter, welche gleich einer Drehgeschwindig
keit der photoempfindlichen Trommel 10 ist, so daß eine
erste Zeile an einer vorherbestimmten Stelle auf das Blatt
31a gedruckt wird.
Wenn das Blatt 31a in Kontakt mit der photoempfindlichen
Trommel 10 gebracht wird, wird das Blatt 31a von seiner Rück
seite her mittels des Transferladers 26 mit einer Polarität
geladen, welche der Polarität der photoempfindlichen Trommel
10 entgegengesetzt ist. Ein Tonerbild, das auf der Umfangs
fläche der Trommel 10 erzeugt worden ist, wird dann an das
Blatt 31a übertragen. Das Blatt 31a, auf welchem das Bild
erzeugt worden ist, wird dann durch eine Transporteinheit 40
zu einer Fixiereinheit 41 weiter befördert. Das Bild auf
dem Blatt 31a wird dann durch das Zusammenwirken einer
Heizrolle 42 und einer Fixierrolle 43 dauerhaft auf dem
Blatt fixiert. Das auf diese Weise erhaltene Blatt wird dann
durch Auswurfrollen 44 und 44′ in eine Ablage 45 ausgetra
gen.
In Fig. 2 ist eine vergrößerte Schnittansicht der optischen
Abtasteinrichtung 21 dargestellt. In Fig. 3 ist eine aus
einandergezogene perspektivische Darstellung wiedergegeben,
aus welcher eine Beziehung zwischen der optischen Abtast
einrichtung 21, der longitudinalen Zylinderlinse 9 und der
photoempfindlichen Trommel 10 zu entnehmen.
Die optische Abtasteinrichtung 21 weist die Lichtquelle 1,
ein bilderzeugendes, optisches System 51, einen Spiegel
(ebenen Spiegel) 53 und einen optischen Scanner 57 auf,
welche alle in einem Gehäuse 50 untergebracht sind, wie
in Fig. 2 dargestellt ist. Die Lichtquelle 1 enthält den
lichtemittierenden Teil 2, welcher durch eine Laserdiode
gebildet ist, und die Kollimatorlinse 3. Das bilderzeugende
optische System 51 weist eine negative Zylinderlinse 54
und eine positive bilderzeugende Linse 52 auf, welche eine
gemeinsame optische Achse ℓ1 haben. Der optische Scanner
57 weist eine Polygon-Zylinderlinse (die nachstehend ein
fach als Polygonlinse bezeichnet wird) 56 auf, welche an
einem rotierenden Teil des Scannermotors 5 befestigt ist.
Die Polygonlinse 56, welche eine Drehachse ℓ2 hat, fun
giert als rotierendes Ablenkteil. Das abgelenkte Licht hat
Leistung in der Hauptabtastrichtung, welche orthogonal zu
der Drehachse ℓ2 verläuft. Die Drehachse ℓ2 der Polygonlinse
56 ist parallel zu der optischen Achse ℓ1 der Lichtquelle
1 und des bilderzeugenden optischen Systems 51 und weicht
etwas von der (damit beinahe koaxialen) optischen Achse ℓ1
ab. Ein Ende des Spiegels 33 ist an einem oberen Endteil
des Gehäuses 50 befestigt, welches dort einen hohlen Bereich
50a aufweist. Eine reflektierende Fläche des Spiegels 53
ist unter einem Winkel von 45° bezüglich der optischen
Achse ℓ1 geneigt.
Wie in Fig. 3 dargestellt, ist eine meridionale Bildfläche
8M als eine Bildfläche in der Hauptabtastrichtung festge
legt, während eine sagittale Bildfläche (S) als eine Bild
fläche in der Unterabtastrichtung festgelegt ist.
Ein Laserstrahl, welcher divergent von der Laserdiode 2
abgegeben wird, wird durch die Kollimatorlinse 3 in einen
parallelen Strahl umgewandelt. Der parallele Strahl tritt
dann in das bilderzeugende optische System 51 ein. Die Zy
linderlinse 54 hat eine negative Brechkraft (Divergenz) in
der saggitalen Richtung und hat keine Wirkung in der meri
dionalen Richtung. Die bilderzeugende Linse 52 hat eine
positive Brechkraft (Konvergenz). Der Lichtstrahl, welcher
von dem bilderzeugenden, optischen System 51 abgegeben wird,
hat eine große Konvergenzeigenschaft in der meridionalen
Richtung und eine schwache Konvergenzeigenschaft in der
saggitalen Richtung. Der Lichtstrahl, welcher von dem opti
schen System 51 abgegeben worden ist, welches die vorste
hend beschriebenen Eigenschaften hat, wird an dem Spiegel
53 unter rechtem Winkel reflektiert. Der reflektierte Licht
strahl geht durch die Polygonlinse 56 hindurch. Der von der
Polygonlinse 56 austretende Lichtstrahl fungiert als ein
Abtaststrahl, welcher durch die longitudinale Zylinderlinse
9 hindurchgeht, und tastet die Umfangsfläche der photoempfind
lichen Trommel 10 ab. Eine mit einem Bezugszeichen 11 ver
sehene, gestrichelte Linie ist eine Abtastzeile. Damit ein
Lichtpunkt des Laserstrahls von der Zylinderlinse 9 aus in
Richtung eines Pfeils B bewegt wird, muß sich die Polygonlin
se 56 in einer durch einen Pfeil A angezeigten Drehrichtung
drehen.
Das Prinzip der Ablenkung des auf die Polygonlinse 56 proji
zierten Lichtstrahls wird anhand von Fig. 4 beschrieben.
Wenn in Fig. 4 die Außenfläche 56c so positioniert ist,
wie durch eine gestrichelte Linie dargestellt ist, oder
mit anderen Worten, wenn der Lichtstrahl durch einen Punkt
P an der Außenfläche 56c hindurchgeht, wird der Lichtstrahl
nicht abgelenkt. Die Position der
Polygonlinse 56 wird als eine Bezugsposition festgelegt.
Winkel i, j und R sind Winkel, die erhalten werden, wenn
sich die Polygonlinse 56 entgegen dem Uhrzeigersinn bezüg
lich der Bezugsposition dreht, oder mit anderen Worten, die
Außenfläche 56 wird eingestellt, wie durch eine ausgezogene
Linie angezeigt ist. Der Winkel i ist ein Einfallwinkel des
Lichtstrahls bezüglich der Außenfläche 56c; der Winkel j ist
ein Reflexionswinkel bezüglich der Außenfläche 56c, und R
ist ein Ablenkwinkel. Ferner wird angenommen, daß ein Ab
stand A der Abstand zwischen der Mitte der Polygonlinse 56
und einem Punkt P′ ist, welcher dem Punkt P entspricht. Der
Ablenkwinkel R kann dann mit Hilfe der folgenden Gleichung
berechnet werden:
(sin i)/(A + R) = (sin α)/R
∴ sin i = [(A +B)/R ] sin α
sin g · j = n sin i
R = j-i
∴ sin i = [(A +B)/R ] sin α
sin g · j = n sin i
R = j-i
wobei n ein Brechungsindex der transparenten Substanz ist,
welche die Polygonlinse 56 bildet, und α ein Drehwinkel der
Polygonlinse 56 bezüglich der Bezugsposition ist. In dem
Fall, daß (A + R)/R < 1 und n = 1,5 ist, ist j < i und
R < R. Daher hat der Ablenkwinkel R entgegengesetzte Rich
tung zu dem Drehwinkel α. Das heißt, die Abtastrichtung der
photoempfindlichen Trommel 10 in dieser Ausführungsform ist
der Abtastrichtung in dem Fall entgegengesetzt, wenn der
Polygonspiegel verwendet wird.
Wie vorstehend beschrieben, sind sowohl die Innen- als auch
die Außenflächen jeder der die Einheit bildenden Zylinder
linsenblöcke konkave Flächen. Folglich hat jeder der Zylin
derlinsenblöcke eine Brechkraft Null (keine Ablenkung) in
der sagittalen Richtung, und eine verhältnismäßig große
negative Brechkraft in der meridionalen Richtung.
Wie vorher bereits beschrieben, hat der Lichtstrahl, wel
cher von dem lichterzeugenden optischen System 51 abgege
ben worden ist, die starke Konvergenzeigenschaft (große
positive Brechkraft) in der meridionalen Richtung und eine
schwache Konvergenzeigenschaft (schwache positive Brech
kraft oder Wirkung) in der meridionalen Richtung und eine
schwache Konvergenzeigenschaft (schwache positive Brech
kraft oder Wirkung) in der sagittalen Richtung. Daher
hat der von dem Polygonspiegel 56 austretende Lichtstrahl
keine Brechkraftänderung in der sagittalen Richtung zur
Folge und hat eine schwache Konvergenzeigenschaft in der
meridionalen Richtung. Die positive starke Wirkung des Licht
strahls in der meridionalen Richtung wird infolge der Funk
tion der großen negativen Wirkung der Polygonlinse 56 ge
schwächt. Im Ergebnis bildet dann der Lichtstrahl einen
Lichtpunkt auf der Umfangsfläche der photoempfindlichen
Trommel 10.
Der vorstehend angeführte Mechanismus wird nunmehr anhand
der Fig. 3 und 4 weiter beschrieben, anhand welcher je
weils die sagittalen und meridionalen Richtungen gesondert
betrachtet werden. Die Konvergenzeigenschaft eines sagitta
len Lichtstroms, welcher eine Komponente des Lichtstrahls
in der sagittalen Richtung ist, wird infolge der Wirkungen
der negativen Zylinderlinse 54 und der positiven bilderzeu
genden Linse 52 geschwächt. Der vorstehend erwähnte, sa
gittale Lichtstrom konvergiert und erzeugt infolge der Wir
kung, welche durch die schwache, positive longitudinale Zy
linderlinse 9 geschaffen worden ist, ein Bild an der Um
fangsfläche der photoempfindlichen Trommel 10. Die Polygon
linse 56 hat keinen Einfluß auf den sagittalen Lichtstrom.
Daher hat die Bilderzeugung durch den sagittalen Lichtstrom
keine Beziehung mit dem Ablenkwinkel. Mit anderen Worten,
der sagittale Lichtstrom trägt nicht zum Festlegen der
Position des Lichtpunktes auf der Abtastzeile 11 bei.
Andererseits ist der meridionale Lichtstrom durch die posi
tive bilderzeugende Linse 52 stark konvergierend und wird
dann auf die Polygonlinse 56 projiziert. Wenn die Polygon
linse 56 an der Bezugsposition festgelegt ist, oder mit an
deren Worten, wenn der Ablenkwinkel R Null ist und der Licht
strahl auf die Mitte C der Umfangsfläche der photoempfind
lichen Trommel 10 projiziert wird, wird die starke Konver
genzeigenschaft des meridionalen Lichtflusses infolge der
Wirkung der negativen Brechkraft in der meridionalen Rich
tung der Polygonallinse 56 in die schwache Konvergenzeigen
schaft geändert. Dann konvergiert der meridionale Lichtstrom
und erzeugt ein Bild in der Mitte C.
Wenn sich die Polygonlinse 56 dreht und dann in durch die
ausgezogene Linie in Fig. 4 angezeigten Position festge
legt wird, tritt der Lichtstrahl schräg in die Außenfläche
56c ein, welche den Radius R hat. In diesem Zustand wird
dann die negative Wirkung (Brechkraft) der Polygonlinse 56
wesentlich größer, und daher wird die Konvergenzeigenschaft
weiter geschwächt. Im Ergebnis wird dann der Bilderzeugungs
abstand des Lichtstrahls mit der weiter geschwächten Konver
genzeigenschaft verlängert. Der Bilderzeugungsabstand wird
in Abhängigkeit von einem Absolutwert des Drehwinkel | α |
bestimmt. Das heißt, ein verlängerter Bilderzeugungsabstand
für den Drehwinkel + α ist identisch mit demjenigen für den
Drehwinkel - α.
Wenn der Drehwinkel α (dessen Absolutwert) zunimmt, wird
der Ablenkwinkel R größer, und daher geht eine Position
des Abtastlichtstrahls weg von der Mitte C. Wenn während
dieses Vorgangs der Bilderzeugungsabstand größer wird,
kommt die Position des Lichtpunkts Q des Abtastlichtstrahls
näher zu der Umfangsfläche der photoempfindlichen Trommel
10. Das heißt, es wird möglich, eine Krümmung der meridio
nalen Bildfläche zu korrigieren und den Lichtpunkt Q auf
der Abtastzeile 11 unterzubringen, welche auf der Umfangs
fläche der photoempfindlichen Trommel 10 ausgebildet ist,
indem ein entsprechender Krümmungsradius R der Außenfläche
56c der Polygonlinse 56 gewählt wird.
In der nach dem Objektiv vorgesehenen optischen Abtastein
richtung, bei welcher ein Polygonspiegel verwendet ist,
ist die bilderzeugende Fläche in
Form eines Kreisbogens gekrümmt. Es ist auch ein anderer
Polygonspiegel bekannt, der entsprechend ausgerichtet ist,
um eine Krümmung der bilderzeugenden Fläche zu verringern.
Ein derartiger Polygonspiegel hat Reflexionsflächen, welche
nicht eben sind, sondern etwas gekrümmt sind, um etwas kon
kave Reflexionsflächen auszubilden. Jedoch hat ein derarti
ger Polygonspiegel einen Nachteil, der nachstehend im ein
zelnen beschrieben wird. Wenn sich der Polygonspiegel um
einen Winkel β bezüglich einer Bezugsposition entgegen oder
im Uhrzeigersinn dreht, in welcher einfallendes Licht unter
einem Winkel von 45° auf die konkave Reflexionsfläche auf
trifft, wird ein Einfallwinkel des Lichtstrahls bezüglich
der konkaven Reflexionsfläche gleich 45° -β. Folglich ist
eine Größe, welche erforderlich ist, um eine Krümmung der
bilderzeugenden Fläche für ein Einfallswinkel von 45° +β
zu korrigieren, nicht identisch mit einer Größe, welche er
forderlich ist, um eine Krümmung der bilderzeugenden Fläche
bei einem Einfallwinkel von 45° -β zu korrigieren. Aus die
sem Grund kann der Polygonspiegel mit konkaven Reflexions
flächen eine Krümmung der bilderzeugenden Fläche nicht
wirksam korrigieren.
Ferner erfordert die Erfindung im Vergleich mit einem her
kömmlichen Polygonspiegel keine hohe Profil- bzw. Quer
schnittsunregelmäßigkeit der Polygonlinse 56. Im allgemei
nen kann ein Verhältnis der Profilunregelmäßigkeit einer
Reflexionsfläche zu der Profilunregelmäßigkeit einer Bre
chungsfläche, welche die Brechkraft eines Lichtstrahls be
einflußt, als 2 : (n -1) beschrieben werden. Das Verhältnis
ist gleich 4 : 1, wenn n annähernd gleich 1,5 ist. Das
heißt, die Profilunregelmäßigkeit der Brechungsfläche einer
Linse kann ein Viertel der Profilunregelmäßigkeit der Re
flexionsfläche sein. Die Polygonlinse 56 hat Innen- und
Außenflächen, und daher kann die Profilunregelmäßigkeit der
Polygonlinse 56 die Hälfte derjenigen des Polygonspiegels
sein. Folglich kann die Polygonlinse 56 leicht herge
stellt werden, und die Herstellungskosten können im Ver
gleich zu denjenigen des Polygonspiegels verringert
werden.
Ferner können die Lichtquelle 1 und das bilderzeugende op
tische System 51 so angeordnet werden, daß die optische
Achse des bilderzeugenden optischen Systems 51 annähernd
mit der Drehachse ℓ2 zusammenfällt. Daher kann die opti
sche Abtasteinrichtung außerordentlich kompakt ausgeführt
werden. Folglich kann auch die optische Schreibeinheit 20
kompakt gemacht werden.
Es ist jedoch schwierig, daß der Lichtpunkt Q einwandfrei
mit der Abtastezeile 11 in dem Fall zusammenfällt, wo die
Außenfläche 56c der Polygonlinse 56 die Kreisbogenfläche
(zylindrische Oberfläche) ist, welche denselben Krümmungs
radius über der Kreisbogenfläche hat. Andererseits kann
die vorstehend beschriebene Schwierigkeit mit Hilfe einer
gekrümmten Fläche ausgeschaltet werden, bei welcher der
Krümmungsradius in der Mitte der gekrümmten Fläche gleich
R ist und an anderen Teilen der gekrümmten Fläche etwas
variiert. Eine derart gekrümmte (nichtzylindrische) Fläche
entspricht einer aspherischen Fläche einer gewöhnlichen
Linse. Mit Hilfe der nicht-zylindrischen Oberfläche der
Polygonlinse wird es möglich, daß die meridionale Bildflä
che vollständig mit einer Fläche zusammenfällt, welche die
Abtastzeile auf der Umfangsfläche der photoempfindlichen
Trommel 10 einschließt.
Eine Polygonlinse, welche gemäß der Erfindung
vorgesehen ist, ist in Fig. 5A dargestellt. Eine Polygon
linse 156 hat Innen- und Außenflächen 156b und 156c. Die
Innenfläche 156b hat einen eingeschriebenen Kreis, welcher
durch eine strichpunktierte Linie dargestellt ist, und
einen Radius D/2. Der Krümmungsradius R der Innenfläche
156b ist größer als der Radius D/2. Der Krümmungsradius R 3
der Außenfläche 156c kann gleich oder verschieden von dem
Krümmungsradius R 1 der Polygonlinse 56 sein.
Noch eine weitere Polygonlinse, die gemäß der Erfindung
vorgesehen ist, ist in Fig. 5B dargestellt. Eine Polygon
linse 256 hat Innen- und Außenflächen 256b und 256c. Die
Innenfläche 256b hat einen durch eine strichpunktierte Linie
wiedergegebenen, umschriebenen Kreis, mit einem Radius D/2.
Der Krümmungsradius R 2 der Innenfläche ist kleiner als der
Radius D/2. Der Krümmungsradius R 4 der Außenfläche 256c
kann gleich oder verschieden von dem Krümmungsradius R 1
der Polygonlinse 56 sein. Die in Fig. 5A und 5B darge
stellten Polygonlinsen 156 und 256 vergrößern den Flexibi
litätsgrad bei der Krümmungskorrektur der bilderzeugenden
Fläche.
Die vorstehend beschriebenen Polygonlinsen sind durch je
weils sechs Zylinderlinsenblöcke gebildet. Jedoch ist die
gemäß der Erfindung vorgesehene Polygonlinse nicht auf
derartige Ausführungsformen beschränkt. Eine Anzahl Zylin
derlinsenblöcke können um die Drehachse in gleichen Win
kelintervallen angeordnet sein. Darüber hinaus kann ein
einziger Zylinderlinsenblock in dem Fall verwendet werden,
wenn eine Abtastung intermittierend durchgeführt wird.
Nunmehr wird noch eine weitere Ausführungsform der opti
schen Abtasteinrichtung mit Merkmalen nach der Erfindung anhand der
Fig. 6 beschrieben, wobei die Teile, welche dieselben sind
wie in den vorherigen Figuren auch mit denselben Bezugs
zeichen bezeichnet sind. In Fig. 6 sind die Lichtquelle 1
und ein bilderzeugendes optisches System 51′ in dem hohlen
Teil 56a der Polygonlinse 56 untergebracht, so daß die opti
sche Achse der Lichtquelle 1 mit der optischen Achse des
bilderzeugenden optischen Systems 51 zusammenfällt, und
daß diese Achsen senkrecht zur Drehachse der Polygonlinse
56 verlaufen. Die Lichtquelle 1 weist den durch die Laser
diode gebildeten lichtemittierenden Teil 2 und die Kollima
torlinse 3 auf. Das bilderzeugende optische System 51′
weist eine schwache positive, bilderzeugende Linse 52′ und
eine zylindrische Linse 54′ mit einer großen positiven
Brechkraft auf. Die Zylinderlinse 54′ ist so positioniert,
daß die positive Brechkraft der Zylinderlinse 54′ in meri
dionaler Richtung ausgerichtet ist. Folglich hat die Zy
linderlinse 64′ die Aufgabe, die negative Brechkraft der
Polygonlinse 56 in meridionaler Richtung auszugleichen. Im
Ergebnis kann dann ein optisches System durch Elemente mit
kleinerer Brechkraft aufgebaut werden, so daß Ausführung
und Herstellung der optischen Abtasteinrichtung erleichtert
ist. Außerdem ermöglicht die Anordnung der Fig. 6, daß die
optische Abtasteinrichtung in der Dicke verringert werden
kann.
Die lineare Geschwindigkeit, die gemessen wird, wenn der
Lichtpunkt Q die Abtastzeile 11 abtastet, ist proportional
einem Produkt aus einem Winkel von tan R und einer Ablenk
winkelgeschwindigkeit. Die Polygonlinse 56 dreht sich mit
konstanter Geschwindigkeit. Folglich ist die Abtastzeilen
geschwindigkeit des Lichtpunktes Q nicht konstant und ist
in einem Endteil der Abtastzeile 11 schneller als die Ab
tastzeilengeschwindigkeit in der Nähe der Mitte C. Die Un
gleichmäßigkeit der Abtastzeilengeschwindigkeit bewirkt
eine Ungleichmäßigkeit eines Punktintervalls (Bildelements)
auf der Abtastzeile 11 oder eine Verformung eines Bildes
sowie eine Ungleichmäßigkeit der Belichtungsmenge oder
eine Ungleichmäßigkeit im Ton. Im Ergebnis ist dadurch
die Qualität eines Bildes verschlechtert. Diese Wahrschein
lichkeit kann gemindert werden. Die Abtastzeilengeschwin
digkeit und der Winkel, unter welchem der Lichtstrahl auf
die Umfangsfläche der photoempfindlichen Trommel 10 proji
ziert wird, werden durch Rechnung erhalten. Daher kann die
Verformung des Bildes in Abhängigkeit von der Lage eines
Punktes auf der Abtastzeile durch Ändern einer Bildelement-
Taktfrequenz so kompensiert werden, daß jedes Punktinter
vall gleich wird. Die Ungleichmäßigkeit im Ton kann durch
Steuern der Lichtemissionsqualität einer lichtemittierenden
Einrichtung, wie einer Laserdiode, in Abhängigkeit von der
Lage eines Punktes so ausgeglichen werden, daß eine gleich
förmige Tönung über der gesamten Abtastzeile erhalten wird.
Claims (9)
1. Optische Abtasteinrichtung, mit einer Lichtquelle zum
Emittieren eines Lichtstrahls, mit einer um eine Drehachse
rotierende Ablenkeinrichtung, die aus einer Mehrzahl von
aneinandergefügten Zylinderlinsen mit negativer Brechkraft
in Abtastrichtung gebildet ist, wobei die Zylinderlinsen
wenigstens eine konkave Innenfläche besitzen und die von
dem Lichtstrahl ausgehend von der Achse durchdrungen wird,
dadurch gekennzeichnet, daß
- a) die Innenfläche (156b; 256b) der Zylinderlinsen (156; 256) jeweils einen Krümmungsradius (R1; R2) haben, welcher verschieden von einem Radius (D/2) eines gedachten eingeschriebenen Kreises der Innenfläche der Ablenkeinrichtung (156; 256) ist, und
- b) die Außenfläche (156c; 256c) der Zylinderlinsen konkav ausgebildet ist.
2. Optische Abtasteinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß der Krümmungsradius
(R1) größer ist als der Radius (D/2) des gedachten
eingeschriebenen Kreises.
3. Optische Abtasteinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß der Krümmungsradius
(R2) kleiner ist als der Radius (D/2) des gedachten
eingeschriebenen Kreises.
4. Optische Abtasteinrichtung, nach einem der Ansprüche 1
bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die konkaven
Innen- und Außenflächen (156b; 256b) der Zylinderlinsen
jeweils konstante Krümmungsradien (D/2) haben.
5. Optische Abtasteinrichtung nach einem der Ansprüche 1
bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die konkaven
Außenflächen unterschiedliche Krümmungsradien an verschiedenen
Stellen der jeweiligen konkaven Außenfläche haben.
6. Optische Abtasteinrichtung nach einem der Ansprüche 1
bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die konkaven
Außenflächen (156c; 256c) denselben Krümmungsradius
(R) haben.
7. Optische Abtasteinrichtung nach einem der Ansprüche 1
bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die
Lichtquelle (1, 51) in dem hohlen Bereich (156a; 256a) der
Ablenkeinrichtung (56) untergebracht ist, welcher durch die
Innenflächen der Zylinderlinse begrenzt ist.
8. Optische Abtasteinrichtung nach einem der Ansprüche 1
bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß sie Teil
eines abbildenden optischen Systems (51) ist, das eine Zylinderlinse
(54) und eine Linse (52) mit positiver Brechkraft
aufweist.
9. Optische Abtasteinrichtung nach einem der Ansprüche 1
bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung
ferner ein Gehäuse (50) aufweist, in welchem die
Lichtquelle und die rotierende Ablenkeinrichtung (5, 56)
untergebracht sind.
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