DE3824570B4 - Vorrichtung zur Herstellung einer Faserbahn - Google Patents

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Abstract

Vorrichtung zum Herstellen einer Faserbahn (22), mit wenigstens einem ersten und einem zweiten rotierenden Vorreißer (36A, 36B), deren Achsen parallel sind und die jeweils zugeführtes Fasermaterial (30A, 30B) aufschließen und in einzelne Fasern auflösen, die sich mit den Vorreißern (36A, 36B) bewegen; mit wenigstens einer ersten und einer zweiten Zuführvorrichtung (32A, 32B, 34A, 34B) zum Zuführen des Fasermaterials (30A, 30B) zu den Vorreißern; mit wenigstens einer ersten und einer zweiten Abnahmevorrichtung zum Abnehmen der einzelnen Fasern in Form jeweils eines Faserstroms (20A, 20B) vom jeweiligen Vorreißer (36A, 36B); und mit einer Fasersammelvorrichtung (12) zum Auffangen der Faserströme (20A, 20B) zur Bildung der Faserbahn (22); dadurch gekennzeichnet, daß jede der Abnahmevorrichtungen jeweils nur aus einer Ablenkplatte (40A; 40B) besteht, die sich parallel zur Achse des entsprechenden Vorreißers erstreckt, und daß die Abnahmevorrichtungen ohne Druckluftquelle ausgerüstet sind.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Herstellen von sog. Non-woven-Faserstrukturen und, insbesondere, die wirksame Herstellung von einheitlichen Bahnen aus kurzen Fasermaterialien, z. B. einem Vorrat aus einlagiger Zellstoffpappe.
  • Nicht gewebte Stoffe sind Strukturen, die aus einer Ansammlung von Fasern bestehen, typischerweise in Form einer Rahn. Derartige Stoffe werden in großem Umfang für wegwerfbare Gegenstände verwendet, z. B. Handtücher, Tischtücher, Vorhänge, Krankenhaushauben, Stoffe usw., weil sie weit weniger kostspielig herzustellen sind als übliche Textilstoffe, die mittels Web- und Wirkverfahren hergestellt werden.
  • Es sind zahlreiche unterschiedliche Verfahren zum Herstellen von Non-woven-Strukturen bekannt. Indessen sehen diese Verfahren, wenn sie zum Erzeigen von gleichförmigen Pulpefaserstrukturen aus einlagiger Zellstoffpappe angewandt werden, im allgemeinen das Einführen der vereinzelten, Pulpefasern in einen Luftstrom vor, so daß die Fasern mit hoher Geschwindigkeit und erheblicher Verringerung ihrer Dichte einem sich bewegenden Verdichtungssieb zugeführt werden, auf dem die Fasern in Form einer fortlaufenden Bahn angesammelt werden. Die vereinzelten Pulpefasern können durch Verwendung verschiedener Hammermühlen erzeugt werden. Alternativ können die Fasern durch Verwendung eines Vorreißers oder einer Kratzerwalze bzw. einer mit Draht bewickelten Rolle erzeugt werden, um die Zellstoffpappe zu zermahlen oder zu zerreißen. Ein Luftstrom wird tangential über den faserbeladenen Vorreißer hinweggeführt oder um die Mühle herum, um die Faser abzunehmen oder zu entfernen und sie in dem Luftstrom mitzureißen. Typischerweise ist der Luftstrom mit den Fasern innerhalb einer Leitung von der Zerreißstelle bis zur Ablagestelle auf dem Verdichtungssieb geführt. Um die Geschwindigkeiten der Luftströme in der Leitung hoch genug zu halten, um eine einheitliche Strämung und Ablage der Fasern auf dem Verdichtungssieb zu erreichen und zu gewährleisten, daß die Fasern nicht an den Leitungswänden haften bleiben, ist es notwendig, ein Gebläse oder eine andere Saugvorrichtung unterhalb des Verdichtungssiebes anzuordnen, um einen Druck von mindestens 50,8 cm Wassersäule und oft bis zu 254 cm Wassersäule hervorzurufen.
  • Die US-PS 3 512 218 beschreibt eine Vorrichtung zum Herstellen von Non-woven-Bahnen mit zwei Vorreißern. Die Fasern werden von den Vorreißern mittels eines einzigen Luftstromes abgenommen, der durch einen Saugkasten unter dem Verdichtungssieb gebildet wird. Die US-PS 3 535 187 beschreibt eine ähnliche Anordnung, bei der zwei Luftströme benutzt werden, um die Fasern von dem Vorreißer abzunehmen. Gemäß der US-PS 3 772 739 werden sowohl Pulpefasern als auch längere Textilfasern vereinzelt und in einer Vorrichtung gemischt, bei der Hochgeschwindigkeitsvorreißer benutzt werden, die mit verschiedenen Drehzahlen laufen. Wie bei den anderen Vorveröffentlichugen werden die vereinzelten Fasern von ihren entsprechenden Vorreißern durch getrennte Luftströme abgenommen, die durch ein Sauggebläse erzeugt werden, das in dem Verdichtungsabschnitt der Vorrichtung angeordnet ist. Eine Ablenkplatte ist in den US-PSen 3 768 118 und 3 740 797 beschrieben, die zwischen zwei Vorreißern Zur Steuerung des Mischungsgrades von Fasern eingesetzt ist, die durch Luftströme abgenommen werden, welche über getrennte Vorreißer geführt werden.
  • Die DE 25 30 693 B2 offenbart eine Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1. Bei der bekannten Vorrichtung werden die abgekämmten Fasern der Vorreißwalzen primär infolge der Fliehkraft der hohen Drehzahl unter Mitwirkung von Luftströmen abgeworfen.
  • Aus der DE 33 25 669 C2 ergibt sich eine Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung einer Faservliesbahn, bei der zwischen dem Vorreißer und der Faserablage kein Faserstrom vorgesehen ist, sondern die vom Vorreißer erzeugten einzelnen Fasern durch einen von unten nach oben, das heißt gegen die Transportrichtung der Fasern, gerichteten Luftstrom verwirbelt werden. Die Fasern werden an einem oberen und einem unteren Siebboden gesammelt. Damit die sich an der Unterseite des oberen Siebbodens bildende Faserbahn auch kopfüber am Siebboden hängenbleibt, ist eine entsprechend starke Absaugung vorzusehen, womit der Nachteil einer erheblichen Verdichtung der Faserbahn verbunden ist.
  • Bei diesen Vorveröffentlichungen und allgemein in der vorbekannten Technik treiben die Hochgeschwindigkeitsluftströme die Fasern gegen das sich bewegende Verdichtungssieb mit einer solchen Geschwindigkeit, daß die resultierende Bahn zusammengedruckt wird. Zusätzlich werden die Teilchen, nachdem sie den Vorreißer verlassen haben, zu dem Verdichtungssieb durch eine Leitungskonstruktian geführt, die ihre Bewegungsbahn verengt und aufgrund des Luftdrucks ihre Bewegung beschleunigt. Um zu gewährleisten, daß der Luftdruck nicht reduziert wird, sind Dichtungsmittel vorgesehen, wo die Leitungskonstruktion mit dem sich bewegenden Verdichtungssieb in Berührung kommt. Dies kann in Form von schwimmenden oder sich drehenden Dichtungen der Fall sein, die außerdem die Faserbahn zusammenpressen, wenn sie von dem Verdichter auf das sich bewegende Sieb mitgeführt wird.
  • Aufgrund des erheblichen Drucks, der erzeugt werden muß, um die Hochgeschwindigkeitsluftströme hervorzurufen, erfordern die bekannten Verfahren zum Herstellen von Pulpebahnen einen erheblichen Energieaufwand. Außerdem wird die fertige Bahn sowohl durch den Luftstrom als auch durch die Abdichtungen komprimiert, die verwendet werden, um den Druck für den Luftstrom aufrechtzuerhalten. Es wäre daher ganz eindeutig für die Herstellung von flauschigen Faserstrukturen vorteilhaft, wenn sie mit einem wesentlich geringeren Energieaufwand und mit geringerer Rompression, d. h. wesentlich größerer Flauschigkeit, hergestellt werden könnten.
  • Die vorliegende Erfindung ist auf eine Vorrichtung gerichtet zum (1) Herstellen von äußerst flauschigen, aus kurzen Fasern bestehenden Strukturen ohne die Verwendung von Hochgeschwindigkeitsluftströmen und Leitungskonstruktionen, derart, daß viel weniger Energie benötigt wird und (2) zum Mischen anderer Fasern oder teilchenförmigen Materials in die Faserstruktur.
  • Bei einem dargestellten Ausführungsbeispiel der Erfindung wird ein Rahmen verwendet, der ein endloses Fördersieb in seinem unteren Abschnitt aufweist. Dieses Sieb tritt in die Rahmenstruktur an einem Ende ein und verläßt es an dem anderen Ende. An den Stellen, wo das Fördersieb in den Rahmen eintritt und diesen verläßt, ist der Rahmen zur Atmosphäre hin offen.
  • An einem oberen Teil des Rahmens sind mindestens zwei Zuführvorrichtungen zum Zuführen von Fasermaterial in Berührung mit mindestens zwei sich mit hoher Geschwindigkeit drehenden Vorreißern vorgesehen, die in Bewegungsrichtung des Fördersiebes im Abstand voneinander angeordnet sind und deren Achsen im allgemeinen senkrecht zur Bewegungsbahn des Födersie bes verlaufen. Jede Zuführvorrichtung besteht im wesentlichen aus einer Zuführrolle, die das Fasermaterial gegen den Vorreißer drückt, und einem Nasen-Querstück, das das Material an Ort und Stelle hält, wenn sein Ende durch die aus Draht bestehenden Vorsprünge des Vorreißers zerrissen wird.
  • Es wurde festgestellt, daß beim Fehlen eines Hochgeschwindigkeitsluftstroms die durch den Vorreißer erzeugten vereinzelten kurzen Fasern dazu neigen, der Umfangsrichtung des Vorreißers zu folgen. Wenn indessen eine Ablenkplatte paral-lel zur Vorreißerachse, jedoch in geringem Abstand von ihrer Umfangsfläche, angeordnet wird, werden die Fasern von dem Vorreißer in einen Strom in Richtung des Fördersiebes gelenkt, das in dem unteren Teil des Rahmens angeordnet ist.
  • Auf dem Fördersieb werden die einzelnen Teilchen in einer Non-woven-Faserstruktur angehäuft. Wenn das Sieb bewegt wird, wird eine kontinuierliche Faserstruktur gebildet, die sich aus dem offenen Ende des Rahmens heraus bis zu anderen Bearbeitungseinrichtungen erstreckt.
  • Der Vorreißer, der zum Eingangsende der Vorrichtung hin angeordnet ist, legt die Bodenschicht der Faserbahn ab, und der Vorreißer am Ausgangsende legt die obere Schicht ab. An der Berührungsfläche zwischen den beiden Schichten sind die Fasern so miteinander vermischt, daß eine einheitliche Bahn gebildet wird.
  • Es ist auch möglich, die Vorreißer in entgegengesetzten Richtungen zu drehen und die Ablenkplatten so zu positionieren, daß die Faserströme von den beiden Vorreißern sich am Förderer schneiden, so daß die Bahn als eine Zusammensetzung der von den beiden Vorreißern zugeführten Fasern gebildet wird.
  • Falls gewünscht, kann ein verhältnismäßig niedriger Luftdruck in einer Saugkammer unter dem Sieb erzeugt werden. Dadurch wird die Entwicklung von Staubteilchen auf einem Minimum ge halten und die seitliche Anordnung der Fasern beim Formen der Bahn verbessert. Indessen ist dieser niedrige Druck unzureichend, um die einzelnen Fasern von dem Vorreißer abzunehmen. Insbesondere können die Saugdrücke geringer als 12.7 cm Wassersäule sein und vorzugsweise im Bereich von 1,27 bis 2,54 cm Wassersäule im Gegensatz zu 50,8 bis 254 cm Wassersäu1e liegen, wie sie bei bekannten Verfahren angewandt werden.
  • Durch dieses Verfahren gebildete Bahnen sind typischerweise flauschiger als Bahnen, die unter Verwendung üblicher Verfahren gebildet sind, und zwar wegen der geringeren Kompressionswirkung, die sich daraus ergibt, daß der Hochgeschwindigkeitsablagerungsstrom eliminiert ist sowie durch die Vermeidung von Dichtungen, die am Ausgang des Fördersiebes an dem Rahmen angeordnet sind.
  • Andere Materialien können mit dem von dem Vorreißer abgelenkten Faserstrom vermischt werden. Dies wird durch die Anordnung eines Zuführtroges parallel zu dem Nasen-Querstuck erreicht. Die Drehung des Varreißers ruft einen Luftstrom hoher Geschwindigkeit in der Nähe der sich drehenden Oberfläche hervor, der teilchenförmige oder faserige Materialien in einen Trog zu dem Vorreißer zieht, wo er mit dem Faserstrom vermischt wird. Dies führt zur Erzeugung eines einzigartigen gemischten Non-woven-Fasererzeugnisses.
  • Wenn zwei Materialien unterschiedlicher Dichte durch Verwendung eines Zuführtroges kombiniert werden, ist es auch möglich, die relative Lage der beiden Bestandteile in der resultierenden Faserstruktur durch Änderung der Form der Entladekante der Ablenkplatte zu steuern. Eine scharfkantige, gerade Platte ergibt eine einheitlich gemischte Bahn. Eine Entladekante jedoch, die gegenüber der normalen Strömungsrichtung abgewinkelt oder weggekrümmt ist, ruft eine Haftwirkung hervor, die dazu führt, daß an Gewicht leichte Partikel der Kontur der Wand folgen, während schwere Partikel unter der Schwerkraftwirkung, einer geraden Linie folgen. Das Ergebnis ist ein überwiegen schwerer Partikel in den unteren Schichten der Faserstruktur und leichter Teilchen in den oberen Schichten.
  • Die Erfindung ist nachstehend anhand der schematischen. Zeichnung von Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen:
  • 1 eine schematische Darstellung der Vorrichtung zur Ausführung der vorliegenden Erfindung, jedoch mit entferntem Rahmen;
  • 2 eine schematische, teilweise weggebrochene Seitenansicht der Vorrichtung zur Durchführung der vorliegenden Erfindung, einschließlich des Rahmens derselben;
  • 3 eine schematische Darstellung der Vorrichtung zur Durchführung der vorliegenden Erfindung, bei der zwei Faserströme auf dem Fördersieb gemischt werden;
  • 4 bis 6 Querschnitte von verschiedenen Erzeugnissen, die mit den Ausführungsformen in 2 und 3 hergestellt sind;
  • 7 eine seitliche Schnittansicht der Vorrichtung in 2, ausgerüstet mit einem Zuführtrog;
  • 8 eine schematische Seitenansicht der Vorrichtung in 1, welche zwei Zuführtröge und die Wirkung der Abwinklung der Ablenkplatte zeigt; und
  • 9A und 9B Querschnitte der mit der Vorrichtung gemäß 8 hergestellten Erzeugnisse.
  • In 1 ist der untere Teil einer Rahmenkonstruktion zur Ausführung der vorliegenden Erfindung gezeigt, Diese Konstruktion umfaßt eine untere Vakuumkammer 10, die Vakuumkräfte auf ein Fördermaschensieb 12 ausübt, Dieses Sieb wird mittels eines nicht gezeigten Motors in 1 von rechts nach links bewegt, wie durch den Pfeil A gezeigt ist, Da das Sieb 12 endlos ist, wird es um eine Rolle 13, unter der Vakuumkammer 10, über eine Rolle 15 und zurück in den Vorrichtungsrahmen über die obere Seite der Vakuumkammer 10 geführt. Die Löcher in dem Fördersieb 12 ermöglichen die Ausübung einer Saugkraft, die geringer als 12,7 cm Wassersäule ist und vorzugsweise im Bereich von 1,27 bis 2,54 cm Wassersäule liegt und durch das Sieb hindurch dort wirksam ist, wo sich das Sieb über Öffnungen in der Vakuumkammer 10 befindet. Dieses geringe Vakuum wird in der Kammer 10 durch eine Saugleitung 19 hervorgerufen, die sich, wie ersichtlich, von einer Seite des Gehäuses erstreckt.
  • Eines der wünschenswerten Merkmale dieser Vorrichtung besteht darin, daß die zu bildende Non-woven-Struktur 22 auf einem porösen Substrat 26 hergestellt werden kann. Dieses Substrat 26 kann Seidenpapier oder ein ähnliches poröses, dünnes Bahnmaterial sein, Es kann von einer Rolle 27 zugeführt und in den Rahmen durch das Sieb 12 hineingetragen werden. Ein derartiges Substrat wird im allgemeinen eine gleichförmige Breite aufweisen, die dieselbe oder größer als diejenige der gebildeten Bahn 22 ist. In 1 ist jedoch das Substrat 26 teilweise weggebrochen dargestellt, um das Sieb 12 freizulegen.
  • Das Fördersieb mit dem Substrat 26 auf der Oberseite durchschneidet die Ströme 20A, 20B und 20C der vereinzelten Fasern von den Vorreißern 36A, 36B, 36C. Das Sieb und das Substrat sind im Sinne einer Ansammlung der Faserströme wirksam, um die zusammengesetzte Fasermaterialbahn 22 zu bilden. Infolgedessen hat die Bahn 22, wie in 4 gezeigt ist, eine untere Schicht A, z. B. aus textilen oder langen Fasern, wie z. B. solche mit guten Saugeigenschaften, die von dem Vorreißer 36A aufgenommen werden. Die mittlere Schicht B besteht z. B. aus Pulpefasern vom Vorreißer 36B, die gute Absorptionseigenschaften haben, Die Oberschicht C kann aus langen Fasern hergestellt werden, die von Natur aus hydrophob sind und vom Vorreißer 36C aufgenommen werden. An ihrer Berührungsflä che sind die Fasern vermischt, so daß sie eine einheitliche vielschichtige Faserbahn bilden.
  • Das Rohmaterial für die Erzeugung der Fasern wird typischerweise aus verschiedenen Fasermaterialien 30 gewonnen, wie einlagiger Zellstoffpappe 30B und kandierten Textilfaserschichten 30A und 30C. Derartige Zellstoffpappen sind in unterschiedlichen Dicken und Längen erhältlich. Es können aus ihnen unmittelbar kurze Fasern hergestellt werden. Die Bezeichnung "kurze Fasern" bezieht sich typischerweise aus Papierherstellungsfasern, wie z. B. Holzpulpefasern oder Baumwolllinters, mit einer Länge von weniger als etwa 6,35 cm. Diese Fasern sind im allgemeinen billig und haben absorbierende Eigenschaften, so daß sie in großem Umfang zur Herstel-lung von Non-woven-Erzeugnissen verwendet werden. Außer aus Zellstoffpappe können kurze Fasern aus zahlreichen Holz-, Asbest- oder Glasfaserarten und dergl. gewonnen werden.
  • Aus den textilen kardierten Schichten können sofort lange Fasern hergestellt werden, die im allgemeinen eine Länge zwischen 1,27 und 6,35 cm aufweisen. Diese Fasern sind typischerweise synthetische Fasern, wie z. B. Zelluloseazetatfasern, Vinylchlorid-Vinylazetatfasern, Viskosestapelrayonfasern und natürliche Fasern, wie z. B. Baumwolle, Wolle oder Seide.
  • Die Fasermaterialien werden aus die Vorreißer mittels getrennter Zuführrollen 32A, 32B, 32C und Nasen-Querstücke 34A, 34B, 34C gelenkt. Insbesondere werden die Zuführrollen 32 durch nicht gezeigte Motoren gedreht, um das Fasermaterial 30 gegen die aus Draht bestehenden Vorsprünge der einzelenen Vorreißer 36 zu treiben. Die Materialien 30 werden von den Zuführrollen und den Nasen-Querstücken 34 in üblicher Weise erfaßt, so daß die Vorsprünge der Vorreißer die zugeführten Fasern aufschließen oder trennen können.
  • Die Drehzahlen der Zuführrollen 32 steuern die Geschwindigkeit, mit der die Fasermaterialien gegen die Vorreißer ge führt werden und beeinflussen daher die Dicke der Faserhahn, die bei einer beliebigen bestimmten Geschwindigkeit des Fördersiebes 12 gebildet wird. Der Abstand der entsprechenden Nasen-Querstücke von den Zuführrollen und den Vorreißern wird für das bestimmte verwendete Fasermaterial 30 derart optimiert, daß gewährleistet werden kann, daß eine vollständige Abtrennung der Fasern erreicht wird, Außerdem werden die Drehzahlen der Vorreißer so eingestellt, daß der Zerfaserungsprozeß optimiert wird. Wenn z. R, die Vorreißer 36A, 36C einen Durchmesser von etwa 22,86 cm aufweisen, können sie mit einer Drehzahl von etwa 2.000 U/min., gedreht werden, was für lange Textilfasern optimal ist. Dagegen kann ein Vorreißer 36B mit einem Durchmesser von 22,86 cm mit 4.000 bis 6.000 U/min. gedreht werden, was ein Optimum für kurze Pulpefasern darstellt.
  • Wenn die Fasern von den Materialien 30 abgetrennt werden, werden sie unerwarteterweise in Luftströmen mitgeführt, die durch die hohe Drehgeschwindigkeit der Vorreißer 36 hervorgerufen werden. Infolgedessen neigen die Fasern dazu, dem Umriß des Umfangs jedes Vorreißern zu folgen. Um diese Fasern von den Vorreißern abzunehmen, sind Ablenkplatten 40A, 40B, 40C an besonderen Stellen längs der Umfangadrehrichtung der Vorreißer 36 angeordnet. Diese Ablenkplatten dienen dazu, die Ströme einzelner Fasern von den Vorreißern zu trennen und sie auf das Substrat 26 und das Fördersieb 12 zu richten. Die Ablenkplatten stehen nicht mit den Vorreißern in Berührung. Indessen wird angenommen, daß sie wirksam sind, um die Fasern von, den Vorreißern durch Ablenkung der durch die Vorreißerdrehung hervorgerufenen Luftströme in Richtung des Fördersiebes abzutrennen, so daß die Fasern, die in dienen Luftströmen mitgerissen werden, den Luftströmen in Richtung des Fördersiebes folgen.
  • In 2 ist ein Rahmen 50 für die Vorrichtung dargestellt. Der Rahmen hat keine Oberseite, ist aber mit Seitenwänden 52 versehen, die gebrochen gezeichnet sind, so daß das Innere der Konstruktion sichtbar ist. Diese Seitenwände 52 dienen zum Ab stützen der Zuführrollen 32, der Nasen-Querstücke 34 und Vorreißer 36.
  • Die Stirnwände 54 und 55 am Ausgang und Eingang der Vorrichtung enden in einem gewissen Abstand oberhalb des Fördersiebes 12. Infolgedessen ist das Innere des Rahmens zur Atmosphäre hin offen und kann nicht einem hohen Vakuum ausgesetzt werden. Ferner enthalten die Stirnwände 54, 55 keine Dichtungsrollen oder schwimmenden Dichtungen, um ein Vakuum aufrechtzuerhalten. Das Fehlen einer solchen Dichtung an der Stirnwand 54 gewährleistet, daß die natürliche Flauschigkeit der durch die vorliegende Erfindung erzeugten Bahn nicht durch Komprimieren nachteilig beeinflußt wird.
  • wie 2 zeigt, ist ein Motor 56 mit einem Riemen 57 verbunden und dreht den Vorreißer mit der Geschwindigkeit, die eine optimale Vereinzelung der Fasern gewährleistet. Ähnliche nicht gezeigte Anordnungen treiben die anderen Vorreißer an.
  • Eine Vorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung ermöglicht die Bildung von gleichförmigen Faserbahnen geringer Dichte mit Geschwindigkeiten von mehr als 91,4 m/min. Bei einer Geschwindigkeit von 91,4 m/min. können Bahngewichte von bis zu 67,81 g/m2 erreicht werden. Bei geringeren Geschwindigkeiten kann die Vorrichtung Bahnen von über 678,11 g/m2 erzeugen.
  • Bei einer bevorzugten Ausführungsform erstreckt sich eine Abdeckung 59 von der Ablenkplatte 40 zu der Zuführrolle 32 auf der von dem Faserstrom 20 abgekehrten Seite jedes Vorreißers. Dies trägt zusätzlich dazu bei zu verhindern, daß der Luftstrom vollständig die Vorreißer umströmt und einzelne Fasern über die Ablenkplatte 40 hinaus mit sich trägt.
  • Während typischerweise ein einziges Fasermaterial 30 jedem Vorreißer zugeführt werden würde, ist es auch möglich, gleichzeitig getrennte Materialien, z. B. einlagige Zell-stoffpappen 31 (Faserstruktur B), 33 (Faserstruktur B1 und 35 (Faserstruktur B11) demselben Vorreißer wie in 1 ge zeigt, zuzuführen. Ferner ist es möglich, einheitliche Pappen mit drei unterschiedlichen Segmenten zu bilden. Diese Segmente B, B1, B11 können sich in ihrer Zusammensetzung unterscheiden oder eine unterschiedliche Farbe aufweisen. Wenn eine derartige Anordnung benutzt wird, ist die Querschnittsform der erzeugten Bahn in 5 gezeigt. Insbesondere sind drei das Fasermaterial bildende getrennte seitliche Zonen mindestens in der mittleren Schicht vorgesehen, falls getrennte einlagige Zellstoffpappen dem Vorreißer 36B zugeführt werden.
  • Eine Vermischung unterschiedlicher Fasern kann erreicht werden, wenn die Faserbahn dadurch gebildet wird, daß zwei oder mehr der Faserströme 20 an derselben Stelle auf das Sieb 12 gerichtet werden. In 3 ist diese Mischung dargestellt durch den Schnittpunkt der Faserströme 20B und 20C auf dem Sieb. Der Strom 20C kann durch Umkehrung der Drehrichtung des Vorreißers 36C und Umkehrung der Lage der von der Zuführrolle 32C und dem Nasen-Querstück 34C gebildeten Zuführvorrichtung ebenso wie der Ablenkplatte 40C geformt werden. Da die Fasern dazu neigen, an dem Vorreißer haften zu bleiben, ist es auch möglich, den Vorreißer 36C in seiner üblichen Richtung zu drehen, jedoch die Ablenkplatte 40C bis zu einem Punkt zu bewegen, an dem der Faserstrom 20G noch von dem Vorreißer 36G auf dieselbe Stelle des Siebes 12 auftrifft, wie der Faserstrom 20B. Das durch diese Anordnung in 3 hervorgerufene Erzeugnis ist in 6 gezeigt, in der die untere Schicht aus Fasern A vom Vorreißer 36A besteht und die obere Schicht eine Mischung der Fasern B und C von den Vorreißern 36B und 36C ist.
  • Gemäß 3 kann wahlweise eine Düse 60 oberhalb des Siebes 12 vorgesehen sein, Diese Düse 60 kann verwendet werden, um nützliche Granulate, Pulver oder Flüssigkeiten, z. B. stark absorbierendes Material, auf die Faserbahn derart aufzusprühen, daß diese Materialien in die Faserbahn eingebettet werden. Diese Düse kann ein- und abgeschaltet werden, um diskrete Taschen dieses Materials entlang der Faserbahn hervor zurufen. Die Faserbahn kann später zwischen diesen Taschen getrennt werden, um die Erzeugnisse zu bilden. Wenn mittels der Diise eine hoch absorbierende monomere Flüssigkeit auf die Faserbahn aufgebracht wird, kann es notwendig sein, anschließend die Flüssigkeit durch Bestrahlung oder andere Mittel zu polymerisieren und querzuvernetzen.
  • Um verschiedenartige Erzeugnisse herzustellen, kann die Breite und die Dicke der zu den Vorreißern zugeführten Fasermaterialien verändert werden.
  • Nach der vorliegenden Erfindung hergestellte Erzeugnisse sind flauschiger als übliche Erzeugnisse. Es wird angenommen, daß dies daher rührt, daß ein größerer Anteil der einzelnen Fasern bei der vorliegenden Erfindung abgelegt wird, derart, daß ihre Achsen im allgemeinen senkrecht zum Fördersieb ver-laufen, als bei bekannten Systemen der Hochvakuum-Bauart, Dies führt zu einer größeren Elastizität der Faserbahn senkrecht zu dem Sieb (d. h. in der Z-Richtung in 4 und zu einem Erzeugnis, das eine bessere Flüssigkeitsaufnahmefähigkeit aufweist. Wenn eine starke Saugkraft unter dem Sieb angewandt wird, neigen die Fasern dazu, sich flach zu legen, wodurch die Elastizität senkrecht zu dem Sieb und die natürlichen Kanäle zum Leiten der Flüssigkeit quer durch die Faserbahn beseitigt werden.
  • Bei üblichen, zwei Rotaren aufweisenden Maschinen, wie z. B. derjenigen, die in US-PS 3 740 790 beschrieben ist, entsteht, wenn ein Vorreißer mit einer Länge von 101,6 cm verwendet wird, ein Verlust von zwischen 3,63 und 5,44 kg Fasern pro Stunde aufgrund der hohen Saugwirkung. Demgegenüber entsteht bei der vorliegenden Erfindung nur ein Verlust von 0,136 kg pro Stunde. Infolgedessen geht weniger Material verloren, und es ist in geringerem Umfang erforderlich, den der Maschine benachbarten Bereich zu reinigen.
  • Bei einer von Leitungen freien Vorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung weist der Materialstrom ein größeres Faser zu-Luft-Verhältnis auf als bei einer Maschine ähnlich derjenigen gemäß der vorstehend genannten US-PS. Die Fasern werden jedoch mit geringerer Geschwindigkeit aufgebracht. Diese beiden Wirkungen neigen dazu, sich gegenseitig auszuschließen, so daß die von Leitungen freie Vorrichtung zur Herstellung einer solchen Bahn dieselbe Durchlaufleistung hat wie eine übliche Vorrichtung. Außerdem besteht bei einer üblichen Vorrichtung zur Herstellung einer Faserbahn die Neigung einer Faserüberlappung, die eine Schindelwirkung in der Maschinen- oder Fördersiebrichtung hervorruft. Dies kann zu einer Durchtrennun der Bahn führen. Diese Schindelbildung tritt jedoch bei gemäß der vorliegenden Erfindung hergestellten Erzeunissen nicht auf.
  • Es kann erwünscht sein, andere Materialien in die Non-woven-Struktur einzumischen, die mit der Vorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung hergestellt wurde. Dies kann durch die Anordnung eines offenen Zuführtroges 60 unter dem Nasen-Querstück 34 erreicht werden, wie 7 zeigt.
  • Vereinzelte kurze Fasern, z. B. aus einer Hammermühle, oder andere feinteilige Materialien, z. B. hochabsorbierende Puder, werden in den Trog eingebracht oder in abgemessener Menge eingefüllt. Der Hochgeschwindigkeitsluftstrom, der in der Nähe der Oberfläche des Vorreißers aufgrund seiner Drehung hervorgerufen wird, reißt das feinteilige Material, (z. B. Fasern oder Granulate) in den Trog in Richtung des Vorreißers mit. Das Material wird zu dem Vorreißer hin mitgeführt, weil die Drehung des Vorreißers mit hoher Drehzahl einen Bereich niedrigen statischen Druckes an ihrem Umfang hervorruft.
  • An den Vorreißer werden die Teilchen aus dem Zuführtrog mit den dem Vorreißer folgenden Fasern vermischt und erzeugen eine im allgemeinen gleichförmige Faser- und Teilchenmischung. Diese Mischung wird von dem Vorreißer als gemischter Faserstrom von der Ablenkplatte 40 abgelenkt. Infolgedessen ergibt sich ein Mischungsprodukt, wie in 9A gezeigt.
  • Wie 7 zeigt, können im Trog längs verlaufende Teiler 61 vorgesehen sein. Unterschiedliches teilchenförmiges Material kann in jedem Abschnitt des von den Teilern gebildeten Troges angeordnet werden. Diese unterschiedlichen Materialien neigen dazu, zu demjenigen Teil des Vorreißers hin mitgerissen zu werden, sich unmittelbar vor demjenigen Teil des Troges liegt, wo sie sich befinden, und sie werden danach zu dem entsprechenden Teil der sich bildenden Bahn abgelenkt. Wenn Materialien A, B und C im gleichen Abstand voneinander in dem Trog vorgesehen sind, wird das Material dem Bahnerzeugnis beigemischt, wie durch die mittlere Schicht des Erzeugnisses in 5 gezeigt ist. In diesem Fall würde der in 7 gezeigte Vorreißer der Vorreißer 36B in 2 sein. Der unterschied gegenüber der vorherigen Beschreibung der 5 besteht jedoch darin, daß die Pulpefasern gleichförmig sind und die Materialveränderung in der Konzentration der mit den Fasern vermischten Teilchen vorliegt.
  • Anstelle eines einzigen Zuführtroges können auch ein oder mehrere zusätzliche Tröge verwendet werden. Wie 5 zeigt, ist ein zweiter Trog 64 oberhalb des ersten Troges 62 angeordnet und bildet eine zusätzliche Quelle teilchenförmigen Materials für den Faserstrom. Wie bei dem Trog 62 kann der Trog 64 eine Anzahl von Teilern unterschiedlicher Bauarten für teilchenförmiges Material in jedem Abschnitt des Troges aufweisen. Diese Materialien im Trog 64 werden nicht nur mit den kurzen Fasern vermischt, sondern sie werden auch mit dem teilchenförmigen Material im Trog 62 vermischt, das sich in der Nähe desselben Abschnitts des Vorreißers befindet, Daraus folgt, daß Streifen von einzigartig vermischten Kombinationen von zwei oder mehr Teilchen und kurzen Fasern entlang der kontinuierlichen Fertigungsstrecke für die Faserstruktur gebildet werden können.
  • Im allgemeinen ist die Ablenkplatte 40 gerade, und der Faserstrom wird auf den Förderer senkrecht nach unten gerichtet, wie die durchgehenden Pfeile in 8 zeigen. Dies führt zu einer gleichmäßigen Mischung kurzer Fasern und Teilchen, wie 9A zeigt. Wenn jedoch die Kante der Ablenkplatte in der Nähe des Faserstromes abgewinkelt ist, wie in gestrichelter Linie gezeigt, oder eine gekrümmte Fläche vorliegt, werden leichte Teilchen, z. B. Pulpefasern, dieser Krümmung oder diesem Winkel der Ablenkplatte aufgrund der Haftwirkung an der Wand oder dem sog. Coanda-Effekt folgen. Diese Fasern werden daher in einem unterschiedlichen Winkel abgelegt, wie durch die gestrichelten Linien in 8 gezeigt ist. Die schweren Teilchen, z. B. thermoplastisch gebundene Teilchen, werden der geraden Linie unter dem Einfluß der Schwerkraft folgen. Die abgewinkelte Ablenkplatte führt dazu, daß schwere Teilchen hauptsächlich am Boden der Faserbahnschicht und die leichten Teilchen an der Oberseite der von dem betreffenden Vorreißer erzeugten Faserbahnschicht abgelegt werden, wie 9B zeigt.
  • Bei einem Beispiel der vorliegenden Erfindung können einzelne Pulpfasern durch den Vorreißer mittels Anlage an der einlagigen Zellstoffpappe erzeugt werden. Stark absorbierendes Pulver und thermoplastisch gebundene Teilchen, z. B. Polyäthylengranulate, aus dem zweiten Trog können zu dem Vorreißer hin angesaugt werden. In Abhängigkeit von der Bauart der Ablenkvorrichtung können diese Teilchen gleichförmig gemischt oder in Unterschichten abgelegt werden, in denen eines dieser Materialien vorwiegend vorhanden ist. Anschließend können andere Schichten der Faserbahn von aufeinanderfolgenden Vorreißern zugefügt werden. Anschließend kann die Faserbahn erhitzt werden, so daß die Bahn und die hoch absorbierenden Teilchen in der ersten Schicht durch das in Wärme abbindende Material stabilisiert werden und ihre Lage in der Struktur beibehalten.

Claims (18)

  1. Vorrichtung zum Herstellen einer Faserbahn (22), mit wenigstens einem ersten und einem zweiten rotierenden Vorreißer (36A, 36B), deren Achsen parallel sind und die jeweils zugeführtes Fasermaterial (30A, 30B) aufschließen und in einzelne Fasern auflösen, die sich mit den Vorreißern (36A, 36B) bewegen; mit wenigstens einer ersten und einer zweiten Zuführvorrichtung (32A, 32B, 34A, 34B) zum Zuführen des Fasermaterials (30A, 30B) zu den Vorreißern; mit wenigstens einer ersten und einer zweiten Abnahmevorrichtung zum Abnehmen der einzelnen Fasern in Form jeweils eines Faserstroms (20A, 20B) vom jeweiligen Vorreißer (36A, 36B); und mit einer Fasersammelvorrichtung (12) zum Auffangen der Faserströme (20A, 20B) zur Bildung der Faserbahn (22); dadurch gekennzeichnet, daß jede der Abnahmevorrichtungen jeweils nur aus einer Ablenkplatte (40A; 40B) besteht, die sich parallel zur Achse des entsprechenden Vorreißers erstreckt, und daß die Abnahmevorrichtungen ohne Druckluftquelle ausgerüstet sind.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Fasersammelvorrichtung einen beweglichen Förderer (12) umfaßt, der so unter den Vorreißern (36A, 36B) angeordnet ist, daß er sich senkrecht zu den Achsen der Vorreißer (36A, 36B) bewegt.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Förderer aus einem endlosen Sieb (12) besteht, und daß unter dem Fördersieb (12) an der Stelle, an der die Faserströme (20A, 20B) aufgefangen werden, eine unter geringem Unterdruck stehende Kammer (10) vorgesehen ist, die durch das Fördersieb (12) hindurch eine Saugkraft von weniger als 12,7 cm Wassersäule ausübt.
  4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jede der Zuführvorrichtungen eine sich parallel zu dem entsprechenden Vorreißer (36A; 36B) erstreckende Zuführrolle (32A; 32B) und eine sich parallel zur Zuführrolle erstreckende Querleiste (34A; 34B) umfaßt, derart, daß das Fasermaterial (30A; 30B) zwischen der Zuführrolle (32A; 32B) und der Querleiste (34A; 34B) mit dem Vorreißer (36A; 36B) in Berührung kommen kann.
  5. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine zylindrische Abdeckung (59) an den Vorreißern (36A; 36B), die sich auf der vom Faserstrom (20A; 20B) abgewandten Seite von der Ablenkplatte (40A; 40B) zur Zuführvorrichtung (32A, 34A; 32B, 34B) erstreckt.
  6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die erste und die zweite Ablenkvorrichtung die Faserströme (20A, 20B) derart vom ersten bzw. zweiten Vorreißer (36A, 36B) ablenken, daß die beiden Faserströme (20A, 20B) im gleichen Bereich der Fasersammelvorrichtung auftreffen und sich die Fasern vom ersten Vorreißer (36A) mit den Fasern vom zweiten Vorreißer (36B) vermischen.
  7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Förderer (12) poröses Sübstrat (26) derart angeordnet und mit diesem bewegt wird, daß die Faserbahn (22) auf dem Substrat (26) ausgebildet wird.
  8. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein erster Zuführtrog (60) mit einer offenen Oberseite und einer offenen Vorderseite vorgesehen ist, wobei die offene Vorderseite einem der Vorreißer (36A; 36B) zwischen der Zuführvorrichtung (32A, 34A; 32B, 34B) und der Ablenkplatte (40A; 40B) gegenüberliegt, und wobei der Zuführtrog (60) so ausgebildet ist, daß er aufgrund des durch die Vorreißerdrehung induzierten Luftstroms dem Vorreißer (36A; 36B) teilchenförmiges Material zuführt.
  9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß übereinander ein erster und ein zweiter Zuführtrog (60, 64) vorgesehen sind, wobei ihre offenen Vorderseiten einem der Vorreißer (36A; 36B) zwischen der Zuführvorrichtung (32A, 34A; 32B, 34B)) und der Ablenkplatte (40A; 40B) gegenüberliegen, und wobei beide Zuführtröge (60, 64) teilchenförmiges Material enthalten.
  10. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Ablenkplatte (40A; 40B) an dem vom Vorreißer (36A; 36B) abgewandten Ende verjüngt, wobei der Faserstrom (20A; 20B) an der sich verjüngenden Seite entlanggeführt wird.
  11. Verfahren zum Herstellen einer nichtgewebten Faserbahn (22), mit den Schritten des Zuführens von Fasermaterial (30A, 30B) zu wenigstens einem ersten und einem zweiten ro tierenden Vorreißer (36A, 36B), deren Achsen parallel sind und die jeweils das zugeführte Fasermaterial (30A, 30B) aufschließen und in einzelne Fasern auflösen, die sich mit den Vorreißern (36A, 36B) bewegen; des Abnehmens der einzelnen Fasern in Form jeweils eines Faserstromes (20A, 20B) vom jeweiligen Vorreißer (36A, 36B) mittels jeweils einer Ablenkplatte (40A; 40B), die sich parallel zur Achse des entsprechenden Vorreißers erstreckt; und des Auffangens der Faserströme (20A, 20B) zur Bildung der Faserbahn (22) mittels eines sich bewegenden Förderers (12); dadurch gekennzeichnet, daß die Abnahme der Fasern von den Vorreißern (36A, 36B) nur mittels der Ablenkplatten (40A, 40B) erfolgt, und daß die von den Fasermaterialien (30A, 30B) abgetrennten Fasern jeweils nur in dem Luftstrom mitgeführt werden, der durch die Drehung des entsprechenden Vorreißers (36A, 36B) entsteht.
  12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß das dem ersten Vorreißer (36A) durch die erste Zuführvorrichtung (32A, 34A) zugeführte Fasermaterial (30A) Zellstoffpappe zur Herstellung von kurzen Fasern ist, und daß das dem zweiten Vorreißer (36B) durch die zweite Zuführvorrichtung (32B, 34B) zugeführte Fasermaterial (30B) aus einer aus textilem Faser bestehenden Schicht zur Herstellung von langen Fasern besteht.
  13. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Zuführschritt das gleichzeitige Zuführen von zwei verschiedenen, seitlich nebeneinander vorgesehenen Fasermaterialien einschließt.
  14. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß durch den mit Öffnungen versehenen Förderer (12) hindurch ein Unterdruck von weniger als 12,7 cm Wassersäule wirksam ist.
  15. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem sich bewegenden Förderer (12) vor dem Auffangen der Faserströme (20A, 20B) ein poröses Substrat (26) angeordnet wird, derart, daß die Faserbahn (22) auf dem Substrat (26) ausgebildet wird.
  16. Verfahren nach Anspruch 11, gekennzeichnet durch die Anordnung mindestens eines offenen Troges (60) mit teilchenförmigen Material in der Nähe mindestens eines der Vorreißer (36A; 36B), derart, daß das Material aufgrund der Drehung des Vorreißers (36A; 36B) mitgerissen und mit den Fasern vermischt wird.
  17. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Fasern und das teilchenförmige Material mittels einer sich verjüngenden Ablenkplatte (40A; 40B) unter verschiedenen Winkeln abgelenkt werden.
  18. Verfahren nach Anspruch 11 dadurch gekennzeichnet, daß der Abnahmeschritt das Ablenken der Faserströme (20A, 20B) derart umfaßt, daß die Faserströme (20A, 20B) auf den gleichen Bereich des Förderers (12) auftreffen, so daß die gebildete Faserbahn (22) aus einer Mischung von Fasern von beiden Vorreißern (36A, 36B) besteht.
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