DE3817620C2 - Meßkluppe - Google Patents
MeßkluppeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Meßkluppe mit einem Stab und einem
auf dem Stab mittels formschlüssiger Führung längs verschiebbaren
Läufer, wobei der Stab und der Läufer mit je einem rechtwinklig
abstehenden Meßschnabel in zueinander paralleler Anordnung
versehen sind, wobei zwischen dem Stab und dem Läufer mindestens
eine Längsmarkierung in Wechselwirkung mit mindestens einem
Längensensor steht und der mindestens eine Längensensor an am
Läufer angeordnete elektronische Schaltmittel zur Auswertung
von Signalen des Sensors angeschlossen ist, und die Schaltmittel
als Kleinrechner mit Tastatur und Anzeigeelement ausgebildet
sind, wobei zwischen Läufer und Stab ein Positionssensor mit
einer Positionsmarke derart zusammenwirkt, daß der Positions
sensor bei aneinander anliegenden Meßschnäbeln ein Nullungssignal
für den Kleinrechner erzeugt, wobei die Positionsmarke dadurch
gebildet wird, daß die Längenmarkierung ferner mit dem Positions
sensor zusammenwirkt und in ihrer Längsausdehnung derart begrenzt
ist, daß bei Anlegen der Meßschnäbel aneinander der Positions
sensor außer Wechselwirkung mit der Längenmarkierung tritt,
und wobei ferner die Schaltmittel mittels lösbarer Verbindungs
mittel am Läufer befestigt sind, nach Anspruch 2 des deutschen
Teiles P 37 74 122.5-08 des europäischen Patentes mit der
Veröffentlichungs-Nummer 0294467.
Derartige Meßkluppen gemäß dem Gegenstand des Hauptpatentes
sind schieblehrenähnliche Meßgeräte zum Messen der Außenabmes
sungen verhältnismäßig großer Objekte, beispielsweise zum
Vermessen von Schlachtvieh, zum Messen des Durchmessers von
Baumstämmen oder von Käselaiben und dgl. mehr.
Mittels der bei dem Gegenstand des Anspruches 2 des Hauptpatentes
vorgesehenen lösbaren Verbindung zwischen Schaltmittel und Läufer
ist die Möglichkeit eröffnet, eine Vielzahl von Messungen
hintereinander durchzuführen und nacheinander die mit Meßwerten beschriebenen Speicher der Schaltmittel externen Auswerteeinheiten
zuzuführen.
Der Erfindung liegt als Aufgabe eine weitere Ausbildung des Gegenstandes
des Hauptpatentes zugrunde, derzufolge bei einfacher Handhabung
eine exakte Justage der abnehmbaren Schaltmittel sichergestellt
werden soll.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß Paßmittel
vorgesehen sind, die einen exakten Paßsitz der lösbaren Schalt
mittel am Läufer sicherstellen.
Die jetzt vorgeschlagenen Paßmittel sorgen dafür, daß beim
Anbringen von Schaltmitteln an den Läufer diese in einer exakt
vorbestimmten Position zum Liegen kommen. Dies hat zur Folge,
daß der zumindest eine Längensensor am Läufer auch bei unauf
merksamem Hantieren während des Auswechselvorgangs in eine genau
vorbestimmte Stellung im Hinblick auf die Längsmarkierung am
Stab kommt, so daß Meßfehler aufgrund eines Auswechselvorgangs
ausgeschlossen sind. Die Paßmittel können selbstverständlich
auch dazu dienen, um von der Meßkluppe abgenommene Schaltmittel
beispielsweise zum Zwecke einer Eichung oder Überprüfung in
einem Vergleichsgerät genau positionieren bzw. justieren zu
können.
In einer Ausgestaltung der Erfindung weisen die Paßmittel eine
Paßstiftanordnung auf.
Diese Maßnahme hat den Vorteil, daß konstruktiv einfache und
robuste Paßmittel vorgesehen sind, die sich insbesondere für
den Einsatz der erfindungsgemäßen Meßkluppe bei den rauhen
Arbeitsbedingungen in der Forstwirtschaft oder der Schlacht
viehwirtschaft eignen. Die Paßstifte müssen lediglich an
entsprechende Öffnungen angesetzt und in diese eingeschoben
werden, eine Maßnahme, die auch unter rauhen Arbeitsbedingungen
durchgeführt werden kann.
In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung weist der Klein
rechner eine Bodenplatte auf, von der sich zumindest ein Paßstift
wegerstreckt, der in eine entsprechende Ausnehmung am Läufer
einschiebbar bzw. aus diesem ausziehbar ist.
Diese Maßnahme hat den Vorteil, daß der Kleinrechner, ohne daß
die Tastatur beim Auswechselvorgang berührt werden muß,
ausgewechselt werden kann. Dazu kann der Kleinrechner an der
Seite ergriffen werden, der bodenseitig zumindest eine Paßstift
an die entsprechende Ausnehmung angesetzt werden und durch
eine einfache Drückbewegung eingesetzt werden. Umgekehrt kann
durch Packen und Abziehen von der Meßkluppe der Kleinrechner
einfach abgenommen werden. Das einfache und rasche Auswechseln
unter genauer Positionierung des Kleinrechners am Läufer fördert
den praktischen Einsatz erheblich. So können beispielsweise
in einem Schlachthof ankommende Tiere verschiedener Erzeuger
rasch nacheinander vermessen werden. Desgleichen können bei
spielsweise in einer Reifehalle einer Käserei liegende Käselaibe
verschiedener Produzenten rasch nach und nach erfaßt werden,
wobei jedem Produzent ein eigener Kleinrechner zugeordnet
ist. Eine Überprüfung durch Behörden ist ebenfalls einfach
dadurch möglich, daß ein geeichter Vergleichskleinrechner
zwischen zwei Messungen eingesetzt werden kann, um Eich- oder
Vergleichsmessungen durchführen zu können.
In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung weist der Läufer
ein im Querschnitt U-förmiges Schieberteil auf, in dem der
Stab formschlüssig geführt ist, wobei das Schieberteil in den
den Stab seitlich führenden Teilen zumindest eine Sacklochboh
rung zur Aufnahme des zumindest einen Paßstiftes aufweist.
Diese Maßnahme hat diesen Vorteil, daß ein besonders exakter
Paßsitz in dem Teil, nämlich dem Schieberteil, gewährleistet
ist, das sich bei einer Messung längs des Stabes bewegt.
In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung weist der Läufer
ein in einer Längsmittelebene in zwei Halbschalen geteiltes
Gehäuse zur Aufnahme des Kleinrechners auf, wobei die boden
seitige Schale mit dem Schieberteil verbunden ist und ent
sprechende Ausnehmungen zum Durchtritt der Paßstifte aufweist.
Diese Maßnahme hat den Vorteil, daß der abnehmbare Kleinrechner
in dem exakten Paßsitz fest und sicher gehalten ist und außerdem
durch das Gehäuse von äußeren Umwelteinflüssen, wie Feuchtigkeit
oder Schmutz geschützt ist. Die in zwei Halbschalen aufgeteilte
Anordnung des Gehäuses ermöglicht durch Abnehmen der obersten
Halbschale einen einfachen Zugriff zum Kleinrechner, falls
dieser ausgewechselt werden soll.
Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung
und der beigefügten Zeichnung.
Es versteht sich, daß die vorstehend genannten und die nach
stehend noch erläuternden Merkmale nicht nur in der jeweils
angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen
oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der
Erfindung zu verlassen.
Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der
Zeichnung dargestellt und wird in der nachfolgenden Beschreibung
näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen
Meßkluppe;
Fig. 2 eine perspektivische Ansicht eines von der Meßkluppe
abgenommenen Schaltmittels;
Fig. 3 eine Draufsicht eines unteren Gehäuseteils der
Meßkluppe, zur Aufnahme des in Fig. 2 dargestellten
Schaltmittels;
Fig. 4 eine Draufsicht eines weiteren Details der erfin
dungsgemäßen Meßkluppe, von dem das in Fig. 3
dargestellte Bauteil abgenommen ist, und
Fig. 5 einen Schnitt längs der Linie V-V von Fig. 4.
Eine in Fig. 1 bis 5 dargestellte erfindungsgemäße Meßkluppe
10 weist einen Stab 11 und einen darauf laufenden Läufer 12
auf. Ein erster Meßschnabel 13 ist starr am rechten Ende des
Stabes 11 angeordnet, während ein zweiter Meßschnabel 14
wiederum mit dem Läufer 12 verbunden ist.
Der Läufer 12 trägt einen Kleinrechner 15 (Fig. 2), der an
seiner in Fig. 1 und 2 erkennbaren Oberseite mit einer Folien
tastatur 16 verbunden ist.
Der Kleinrechner 15 ist an seiner Unterseite mit einer Boden
platte 22 versehen, von der zwei, sich diagonal gegenüber
liegende, senkrecht zur Bodenplatte 22 verlaufende Paßstifte
23, 24 weg erstrecken.
Der in Fig. 1 dargestellte Läufer 12 enthält ein Gehäuse,
das eine obere Halbschale 17 und eine untere Halbschale 18
(siehe Fig. 3) aufweist.
Die obere Halbschale 17 ist so ausgebildet, daß sie den Klein
rechner 15 randseitig übergreift, so daß der Kleinrechner
durch die obere Halbschale 17 vor Herausnehmen oder Herausfallen
vom Läufer 12 gesichert ist.
Die Halbschalen 17, 18 sind über eine hier nicht näher darge
stellte Klipsverbindung ineinander verrastbar, die für einen
festen und gleichzeitig dichten Abschluß des Gehäuses zwischen
den Halbschalen bzw. zwischen oberer Halbschale 17 und dem um
schlossenen Kleinrechner 15 sorgt.
Die untere Halbschale 18 (siehe Fig. 3) weist eine rechteck
förmige Mulde 34 auf, in die der Kleinrechner 15 passend
eingelegt werden kann.
Die Bodenplatte der Mulde 34 ist mit zwei diagonal angeordneten
Bohrungen 29, 30 versehen, durch die die Paßstifte 23, 24 des
Kleinrechners 15 durchtreten können.
Die untere Halbschale 18 weist ferner rechteckförmige Öffnungen
31, 32 und 33 auf, die so angeordnet sind, daß an der Unterseite
des Kleinrechners 15 angeordnete Sensoren in Wechselwirkung
mit einer Längsmarkierung 36 auf dem Stab 11 treten können.
Der Stab 11 der Meßkluppe 10 kommt unmittelbar unterhalb der
unteren Außenfläche der unteren Halbschale 18 im Innenraum 28
eines im Querschnitt U-förmigen Schieberteils 21 zum Liegen
(siehe Fig. 5).
Das Schieberteil 21 ist über vier hier nicht näher bezeichnete
Schrauben mit der Unterseite der unteren Halbschale 18 lösbar
verbunden. Der dadurch entstehende Kanal zwischen dem U-förmigen
Teil des Schieberteils 21 und der Unterseite der unteren
Halbschale 18 dient zur formschlüssigen Aufnahme bzw. Führung
des Stabes 11, wie dies in Fig. 4 durch die gestrichelte Linie
angedeutet ist.
Das Schieberteil 21 weist in den den Stab 11 seitlich um
schließenden Teilen zwei Sacklochbohrungen 25, 26 auf, die
zur Aufnahme der Paßstifte 23 bzw. 24 des Kleinrechners 15
dienen. Dadurch sitzt der Kleinrechner 15, falls er in die
untere Halbschale 18 eingeschoben ist, mit seinen beiden
Paßstiften 23, 24 in einer exakt vorbestimmten Stellung im
Hinblick auf den Läufer 12 bzw. dessen Längsmarkierung 36.
Die untere Halbschale 18 ist an zwei gegenüberliegenden oberen
äußeren Ecken mit je einer Schraubkappe 19, 20 versehen, die
den Abschluß eines etwa rohrförmigen, hier nicht näher darge
stellten Versorgungsraums, bilden. In diesen Versorgungsraum
können Batterien zur Stromversorgung eingeschoben werden.
Ferner sind in dem rohrförmigen Raum elektrische Anschlußmittel
vorgesehen, die mit entsprechenden Kontakten des Kleinrech
ners 15 in Verbindung treten können.
Die in dem dargestellten Ausführungsbeispiel vorgesehenen
Paßstifte 23, 24 weisen ein rundes Querschnittsprofil auf und
sind in Sacklochbohrungen aufgenommen.
Die Sacklochbohrungen können jedoch auch als durchgehende
Bohrungen ausgebildet sein.
Das Schieberteil 21 weist einen rechtwinklig vorstehenden
zweiteiligen Schnabel 27 auf, zwischen dessen Schnabelhälften
der zweite Meßschnabel 14 aufgenommen wird, der über nicht
näher dargestellte Befestigungsmittel unverrückbar mit dem
Schieberteil 21 verbunden ist.
Claims (5)
1. Meßkluppe mit einem Stab (11) und einem auf dem Stab (11)
mittels formschlüssiger Führung längs verschiebbaren Läufer
(12), wobei der Stab (11) und der Läufer (12) mit je einem
rechtwinklig abstehenden Meßschnabel (13, 14) in zueinander
paralleler Anordnung versehen sind, wobei zwischen dem
Stab (11) und dem Läufer (12) mindestens eine Längsmarkie
rung (36) in Wechselwirkung mit mindestens einem Längen
sensor steht und der mindestens eine Längensensor an am
Läufer (12) angeordnete elektronische Schaltmittel zur
Auswertung von Signalen des Sensors angeschlossen ist
und die Schaltmittel als Kleinrechner (15) mit Tastatur
(16) und Anzeigeelementen ausgebildet sind, wobei zwischen
Läufer (12) und Stab (11) ein Positionssensor mit einer
Positionsmarke derart zusammenwirkt, daß der Positionssensor
bei aneinanderliegenden Meßschnäbeln (13, 14) ein Nullungs
signal für den Kleinrechner (15) erzeugt, wobei die
Positionsmarke dadurch gebildet wird, daß die Längenmarkie
rung (36) ferner mit dem Positionssensor zusammenwirkt und in
ihrer Längsausdehnung derart begrenzt ist, daß bei Anlegen
der Meßschnäbel (13, 14) aneinander der Positionssensor
außer Wechselwirkung mit der Längenmarkierung (36) tritt, wobei
die Schaltmittel mittels lösbarer Verbindungsmittel am
Läufer (12) befestigt sind, nach Anspruch 2 des deutschen
Teiles P 37 74 122.5-08 des europäischen Patentes mit der
Veröffentlichungs-Nummer 0294467, dadurch gekennzeichnet,
daß Paßmittel (23, 24, 25, 26) vorgesehen sind, die einen
exakten Paßsitz der lösbaren Schaltmittel (15) am Läufer
(12) sicherstellen.
2. Meßkluppe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Paßmittel eine Paßstiftanordnung (23, 24, 25, 26)
aufweisen.
3. Meßkluppe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der Kleinrechner (15) eine Bodenplatte (22) aufweist,
von der sich zumindest ein Paßstift (23, 24) weg erstreckt,
der in eine entsprechende Ausnehmung (25, 26) am Läufer
(12) einschiebbar oder aus diesem ausziehbar ist.
4. Meßkluppe nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet,
daß der Läufer (12) ein im Querschnitt U-förmiges Schieber
teil (21) aufweist, in dem der Stab (11) formschlüssig
aufgenommen und geführt ist, wobei das Schieberteil (21) in
den, den Stab (11) seitlich führenden Teilen zumindest
eine Sacklochbohrung (25, 26) zur Aufnahme des zumindest
einen Paßstiftes (23, 24) aufweist.
5. Meßkluppe nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
der Läufer (12) ein in einer Längsmittelebene in zwei
Halbschalen (17, 18) geteiltes Gehäuse zur Aufnahme
des Kleinrechners (15) aufweist, wobei die bodenseitige
Halbschale (18) mit dem Schieberteil (21) verbunden ist
und entsprechende Ausnehmungen (29, 30) zum Durchtritt
der Paßstifte (23, 24) aufweist.
Priority Applications (2)
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