DE37780C - Neuerungen in der Regulirung elektrischer Wechselströme - Google Patents
Neuerungen in der Regulirung elektrischer WechselströmeInfo
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- DE37780C DE37780C DENDAT37780D DE37780DA DE37780C DE 37780 C DE37780 C DE 37780C DE NDAT37780 D DENDAT37780 D DE NDAT37780D DE 37780D A DE37780D A DE 37780DA DE 37780 C DE37780 C DE 37780C
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- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02M—APPARATUS FOR CONVERSION BETWEEN AC AND AC, BETWEEN AC AND DC, OR BETWEEN DC AND DC, AND FOR USE WITH MAINS OR SIMILAR POWER SUPPLY SYSTEMS; CONVERSION OF DC OR AC INPUT POWER INTO SURGE OUTPUT POWER; CONTROL OR REGULATION THEREOF
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21: Elektrische Apparate.
in BUDAPEST.
Neuerungen in der Regulirung elektrischer Wechselströme.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 31. Januar 1886 ab.
Diese Erfindung hat den Zweck, die Intensität oder Spannung von elektrischen Wechselströmen
mit Hülfe von Inductionsrollen oder Transformatoren zu reguliren.
Die zunächst zu beschreibende Anordnung dient dazu, die Intensität mehrerer von einer
gemeinsamen Quelle stammenden Wechselströme in einem constanten Verhältnifs zu einander
zu erhalten, aber einen Wechselstrom von gegebener Intensität in mehrere Zweigströme
von bestimmter Stärke zu theilen. Das hierbei zur Anwendung kommende Princip ist
folgendes: Läfst man zwei von einer gemeinsamen Quelle herstammende Wechselströme in
entgegengesetzter Richtung durch die beiden Bewickelungen einer Inductionsrolle gehen, so
wird diese Rolle das Bestreben äufsern, die Intensitäten der beiden Ströme in ein Verhältnifs
zu bringen gleich dem umgekehrten Verhältnifs der Windungszahlen der beiden Bewickelungen
der Rolle, d. h. es wird in jener der beiden Bewickelungen, in welcher das Product aus Stromstärke und Windungszahl das
gröfsere ist, eine gegenelektromotorische Kraft wirken, den Strom schwächend, während in
der anderen Bewickelung eine mit dem Strom gleichgerichtete elektromotorische Kraft denselben
zu verstärken sucht. Je gröfser der gegenseitige Inductionscoefficient der beiden
Spulen der Rollen ist, desto geringer werden die Differenzen der Stromstärken gegen die
aus obigem Verhältnifs sich ergebenden Werthe sein.
Will man also die Intensitäten zweier Wechselströme in einem bestimmten Verhältnifs zu
einander erhalten, so schaltet man in den Verlauf der beiden Ströme die beiden Bewickelungen
einer Inductionsrolle ein, die in Windungszahlen sich umgekehrt wie die verlangten
Intensitäten verhalten.
Sollen mehrere Ströme bestimmte Intensitäten haben, so wird man zwischen je zwei
derselben eine nach dieser Regel dimensionirte Rolle einschalten. Man kann aber auch Rollen
mit mehreren Bewickelungen verwenden, deren Windungszahlen sich umgekehrt verhalten wie
die Intensitäten der betreifenden Ströme. Es wird aber eine solche Rolle nur die Summe
der Stromintensitäten der in gleicher Richtung um den Kern circulirenden Ströme constant
erhalten, d. h. in gegebenem Verhältnifs zur Summe der in entgegengesetzter Richtung kreisenden
Ströme.
In Fig. ι sind einige Anwendungen dieser Ausgleichsmethode veranschaulicht, ii'und K2
sind die Eintrittspunkte des Wechselstromes in. das Verteilungsnetz. Die gesammte Intensität
des von K1 und K2 kommenden Stromes sei
durch anderweitige Regulirung constant erhalten. Der gesammte Strom theilt sich in
drei Kreise I, II und III; das Verhältnifs der
Intensitäten der Ströme in diesen drei Kreisen
wird durch die Inductionsrollen A B und C
constant erhalten, auch wenn sich die Widerstände bezw.- gegenelektromotorischen Kräfte in
den drei Kreisen ändern. Der Kreis I theilt sich weiter in zwei Theile; in dem einen sind
Glühlampen hinter, einander geschaltet, in dem
anderen sind Transformatoren eingeschaltet, die je eine Lampe speisen; die Intensitäten der
Ströme in diesen beiden Zweigen des Kreises I werden durch die Spule D constant gehalten.
Im Kreise II sind Bogenlampen hinter einander geschaltet, bei E zwei für die halbe Stromstärke
der übrigen, und.werden diese beiden halben Lampen durch die Ausgleichsrolle E
auf gleicher Stromstärke erhalten. In den Kreis III ist bei M ein Transformator eingeschaltet,
der im secundären Kreise zwei parallel geschaltete Serien Glühlampen speist; diese beiden Serien werden durch die Ausgleichrolle
F auf gleiche Stromstärke gebracht, auch wenn in einem der beiden Kreise eine
oder mehrere Lampen kurzgeschlossen werden sollten. Endlich theilt sich der Kreis III bei
G in zwei Theile, in denen je ein Transformator für eine Bogenlampe eingeschaltet ist,
und besorgt die Spule G die Regulirung der beiden Stromtheile.
Bei einer Vertheilung von Wechselströmen
mit constanter Spannung am Ende der Leitung werden Ausgleichsinductionsspulen verwendet,
um die durch die Leitungswiderstände bedingte Steigerung der Spannung an Verbrauchsstellen,
die nicht so entfernt von der Stromquelle liegen wie die Punkte constanter Spannung, zu compensiren und auch diese näher
gelegenen Punkte mit einer nahezu constanten Stromspannung,zu versorgen. Dieser Zweck wird
auf zwei etwas verschiedene Arten erreicht.
Bei der ersten, in Fig. 2 veranschaulichten Einrichtung sei bei A die Elektricitätsquelle, von
der die Hauptleitungen· M und N ausgehen, von denen die verschiedenen Verbrauchsstellen
parallel abgezweigt sind, als Glühlampen, Bogenlampen , Transformatoren etc. Die Stromerzeugung
sei so regulirt, dafs am Endpunkte der Leitung bei B die Spannung constant erhalten
werde, also mit steigender Stromentnahme die Spannung in A proportional zunehme.
Es wird also auch an allen Zwischenpunkten mit steigender Stromstärke die Spannung
zunehmen.
Um trotzdem die Consumstellen mit nahezu constanter Spannung zu bedienen, führt man
den zu einer Verbrauchsstelle gehenden Zweigstrom durch die eine Bewickelung einer Inductionsrolle
um den weitergehenden Strom der Hauptleitung durch die zweite Bewickelung
der Rolle in gleicher Richtung. Durch die in der Rolle auftretende Induction wird der
Zweigstrom geschwächt, und zwar um so mehr, je stärker der Hauptstrom ist; in demselben
Mafse steigt aber auch die Spannung an den betreffenden Abzweigungspunkten der Leitung.
Durch entsprechende Dimensionirung der Rolle kann man jene Gegenwirkung der Spannungssteigerung
gerade gleich machen, so dafs an den Verbrauchsstellen immer ziemlich dieselbe
Spannung herrscht. In der Fig. 2 sind mehrere verschiedene Anwendungen gezeigt. Bei I sind Glühlampen direct von der Hauptleitung
abgezweigt; α ist die compensirende Rolle. Bei ΙΓ ist das Analoge mit einer Bogenlampe
der Fall. Bei III und IV werden die Verbrauchsstellen durch Vermittelung eines
Transformators gespeist, mit dem Unterschied, dafs in III durch den Compensator c der
Primärstrom des Transformators R geführt ist, während in IV der Secundärstrom durch die
Ausgleichsrolle geht.
Eine etwas verschiedene Anordnung ist in Fig. 3 dargestellt. Durch die eine Spule des
Compensators ist ebenfalls der weitergehende Theil des Hauptstromes geleitet; die zweite
Bewickelung des Compensators ist aber durch einen Leiter von bestimmtem Widerstände geschlossen;
durch, diesen Leiter sendet man nun auch den Zweigstrom der betreffenden Verbrauchsstelle,
und zwar in gleicher Richtung mit dem durch Induction in der compensirenden
Rolle erzeugten Strome. Die Spannungsdifferenz an den Enden jenes Widerstandes
hängt ab von der Stärke des durch den Haupttheilungsstrom inducirten Secundärstromes,
also auch von der Intensität des Hauptstromes selbst. Jene Spannungsdifferenz
kommt aber beim Zweigstrom der Verbrauchsstelle in Abzug. Durch geeignete Wahl der
Dimensionen der Rolle und des Widerstandes ist auch in diesem Falle eine nahezu constante
Spannung an den Verbrauchsstellen zu erreichen. In der Fig. 3 sind mehrere Anwendungen
dieser Einrichtung vorgeführt. Es sei A die Electricitätsquelle,. von der die Hauptleitungen
M und N ausgehen, und es werde die Spannung in A so regulirt, dafs am Ende
der Leitung in B die Potentialdifferenz constant bleibt. Bei I sind Glühlampen von der
Leitung abgezweigt. Der Zweigstrom geht durch den Widerstand r, durch welchen auch
der in dem Compensator α durch den Hauptstrom inducirte Strom geleitet wird. In II
werden die Glühlampen durch Vermittelung des Transformators R gespeist; der Primärstrom
des Transformators geht durch den Widerstand s, durch den auch der in b erzeugte
compensirende Strom geleitet wird. Bei III sind ebenfalls Glühlampen durch einen
Transformator versorgt, doch geht hier der secundäre Strom desselben durch den Ausgleichswiderstand
t, durch den auch der Compensator c seinen Secundärstrom sendet.
Diese Methoden sind mit Vortheil anzuwenden, um an der Stromquelle selbst die an den
Verbrauchsstellen herrschende Spannung zu controliren. Man schalte einen Spannungsmesser
direct oder mittelst Transformators in die Leitung in der Nähe der Stromquelle ein
und compensire die Steigerungen der Span-
nnng, welche durch die Leitungswiderstände und die Veränderungen der Stromintensitäten
bedingt werden, durch eine Inductionsrolle nach einer der beschriebenen Methoden. Dann
wird durch den Compensator oder den Ausgleichswiderstand das betreifende Voltmeter
gleichsam an das Ende der Leitung versetzt, wo eine bestimmte Spannung herrschen soll,.
Claims (2)
1. Bei einer Vertheilung elektrischer Wechselströme mit constanter oder nahezu constanter
Stromstärke die Anordnung, dafs die von einer gemeinsamen Quelle abstammenden Zweigströme durch die Bewickelungen
von Inductionsspulen oder Wechselstromtransformatoren geleitet werden, in
solcher Art, dafs der Eisenkern jeder einzelnen der Inductionsspulen von zweien der
Zweigströme oder von zwei Gruppen von solchen Zweigströmen in entgegengesetzten Richtungen umkreist werde, zu dem Ende,
um durch die in den Inductionsspulen auftretenden Inductionswirkungen diese Zweigströme
zu reguliren, d. h. um das gegenseitige Verhältnifs der Intensitäten von zweien oder mehreren Zweigströmen derselben
Elektricitätsquelle constant oder doch nahezu constant zu erhalten, wie beschrieben
und in Fig. ι dargestellt.
2. Bei einer Vertheilung elektrischer Wechselströme mit constanter oder nahezu constanter
Stromspannung in dem Leitungssystem die Anordnung., dafs der an einer
Stelle von der Hauptleitung abzweigende Theilstrom oder der durch diesen Theilstrom
mit Intervention eines Transformators erzeugte Secundärstrom durch die eine Bewickelung
einer Inductionsrolle geleitet wird und durch die zweite Bewickelung dieser Rolle der an der Abzweigungsstelle in der
Hauptleitung selbst vorhandene Strom geleitet wird, in der Art, dafs die beiden Ströme den Eisenkern der Inductionsspule
in entgegengesetztem Sinne umkreisen, wobei auch die beiden Enden der von dem localen Zweig- oder Theilstrom oder von
dem durch diesen localen Zweigstrom durch einen Transformator erzeugten secundären
Strom durchflossenen Bewickelung der Inductionsspule aufserdem noch durch
einen Widerstand verbunden sein können, zu dem Ende, um die durch die Leitungswiderstände bedingten Aenderungen der
Stromspannung an den verschiedenen Stellen der Leitung bei veränderlicher Stromintensität
in derselben zu compensiren, d. h. die Verbrauchsstellen trotz veränderlicherStromentnahme
aus der Leitung mit Strömen constanter oder nahezu constanter Spannung zu versehen, wie beschrieben und in
den Fig. 2 und 3 dargestellt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE37780C true DE37780C (de) |
Family
ID=313518
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT37780D Expired - Lifetime DE37780C (de) | Neuerungen in der Regulirung elektrischer Wechselströme |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE37780C (de) |
-
0
- DE DENDAT37780D patent/DE37780C/de not_active Expired - Lifetime
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