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Regelungseinrichtung für Kraftfahrzeugmotoren. Die Einrichtung zur
Leistungsregelung des Motors von Kraftfahrzeugen (der Akzelerator) wird bisher regelmäßig
so eingerichtet, daß sie vollständiges Abstellen des Motors, also Einstellung der
Leistung auf den Wert c), nicht zuläßt, sondern nur Einstellung auf 1xerlatifleistung,
obwohl es, schon mit Rücksicht auf Betriebsstoffersparnis und wegen der -Möglichkeit
rascheren Bremsens, er-@iinscht wäre, den Motor zeitweise ganz abstellen zu können.
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Einer der Gründe, weshalb man den Akzelerator bisher in der Ruhestellung
nicht den .Motor gailz abstellen läßt, liegt darin, weil der -Motor dann nicht angeworfen
werden könnte, ohne daß gleichzeitig der _akzelerator l,enutzt wird.
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Gemäß der Irfiildung ist es möglich gerl_@acht, den Akz°lerator bis
zur vollständigen Abstellun,- des -Motors zurückgehen zu lassen und Teichwohl (las
Anwerfen des -,Motors, sei e5 1_1it der Kurbel oder einer elektrischen Anl@:ßeiririclitting
oder sonst irgendwie, in gleich einfacher Weise sieh abspielen zu lassen wie bisher.
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Gemäß der Erfindung ist nämlich die Anwerfe-orrichtinig für den Motor
derart reit der Einrichtung zur Leistungsregelung des Motors (Akzelerator) in Verbindung
gesetzt, @laß jene iln Ruhe_@tand den Motor ganz abstellen(le Einrichtung (Akzelerator)
bei jedesmaliger Belitit7ting der Aniverfverrichtitng aus der Abstellstellung
in eine Stellung gebracht wird, welche deal I_eerlaufhetrieb des Motors zuläßt.
1n dieser Stellung bleibt der Akzelerator o. dgl. zweckmäßig verriegelt, bis er,
zwecks Erhöhung der -Motorleistung, weiterbewegt wird, worauf alsdann die Verriegelung
selbsttätig aufgehoben wird, so daß der Akzelerator in die Abstellstellung zurückkehren
kann, wenn er zu diesem Z@veck freigegeben wird.
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Ein Ausführungsbeispiel einer Einrichtung gemäß der Erfindung ist
in der Zeichnung schematisch dargestellt.
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11it a ist der um den Punkt 17 drehbare :M ;zelerat(-)rliellel
bezeichnet. Die Zahlen 1, 11. und 111 geben seine Ruhestellung, entsprechend völliger
Abstellung des Motors, an lizw. seine Leerlaufstellung oder die Stellung, in welcher
er die Leerlaufleistung des Motors zuläßt bzw. die Endstellung entsprechend dein
vollbelasteten -Motor.
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t'ber dein Hebel a, h ist bei c ein Winkelbebel drehbar gelagert,
dessen einer Arm d reit dein Hebel a, dessen anderer Arm e mit Gier Anwerfvorrichtung
für deal Motor zusaninienwirken kann.
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Von der Anwerfvorrichtung ist in der Zeichnung das Gehäuse f eines
Ftilschalters dargestellt mit Druckknopf g, bei dessen S iederdrücken (durch den
Fuß) eine elektrische Anlaßmaschine bekannter Art eingeschaltet und in Betrieb gesetzt
wird, die dann ihrerseits den .-'lntriebsinotor des Kraftfahrzeuges llilwirft, bis
er clie zum selbsttätigen Weiterlaufen erforderliche Umdrehungszahl angenommen hat.
Die Druclkknopfstange h ist durch <las Scbaltergehäuee hindurchgeführt und trifft
mit dieser Verlängerung auf den Arm e des Winkelhehels, wenn der Knopf ä niedergedrüclct
und die Anwerfvorrichtung in Tätigkeit gesetzt wird. Hierbei wird der l@Vinkclliebel
d entgegen der Wirkung der Feder i. in die durch gestrichelte Linien angedeuteteLagegebracht
und drückt dabei mittels des Armes d den Hebel ca in die Stellung 11, dabei
fängt sich der Arm d hinter einer
Nase k, die ihn nun verhindert,
unter dem Einfluß der Feder i in die ursprüngliche Lage zurückzukehren, auch dann,
wenn der Knopf g losgelassen ist und durch die im Schalter eingebaute Rückzugeinrichtung
in die ausgezogen gezeichnete Stellung zurückkehrt.
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Durch die beschriebene Einrichtung wird der Akzeleratorhebel a aus
der Abstellstellung in die dem Leerlauf des Motors entsprechende Stellung II selbsttätig
gebracht, sobald der Motor angeworfen wird. Der Motor erhält somit während des Anwerfens
so viel Gemisch, als er zum Leerlauf benötigt, und zwar so lange, bis der Akzeleratorhebel
a - für die Fahrt - in Richtung auf die Stellung III weiterbewegt wird. Dann gibt
die Nase k den Arm d frei und der Winkelhebel d kann in seine Ruhestellung
zurückkehren, so daß es nun möglich ist, den Akzeleratorhebel a, z. B. bei Talfahrten
in die Ruhestellung I zurückkehren zu lassen, so daß der Motor ganz abgestellt ist.
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Ebenso wie dies für die elektrische Anwerfvorrichtung im vorstehenden
beschrieben ist, kann bei einer Handandrehvorrichtung sinngemäß ein Stift vorgesehen
sein, der durch die bekannte achsiale Bewegung der Andrehkurbel beim Ineingriffbringen
mit der Andrehklaue von der Andrehkurbel aus bewegt wird und die gleiche Wirkung
ausübt wie der Stift la gemäß der vorstehenden Beschreibung. Dies ist durch die
in der Abbildung eingezeichnete Stange r angedeutet. Sofern sowohl eine elektrische
als auch eine Handanwerfvorrichtung angeordnet sind, können beide Einrichtungen
gleichzeitig, wie im vorstehenden beschrieben, vorgesehen werden.
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Um zu vermeiden, daß der Motor zum Stillstand kommt, wenn man behufs
Wechselns der übersetzung den Kupplungsfußhebel niederdrückt und dabei den Akzeleratorhebel
a losläßt, kann eine ergänzende Einrichtung vorgesehen sein, welche bei jedesmaligem
Niederdrücken des Kupplungshebels den Akzeleratorhebel verhindert, in die Abstellstellung
zurückzukehren bzw. ihn aus dieser Stellung in die' dem Leerlauf entsprechende Stellung
II bewegt. Diese zusätzliche Einrichtung benutzt zweckmäßig, mindestens teilweise,
die vorher beschriebene Einrichtung, welche die' Verbindung der Anlaßvorrichtung
mit dem Akzelerator bewirkt.
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Gezeichnet ist eine mit dem Kupplungshebel m fest verbundene Nockenscheibe
n, deren N ocken o beim Niederdrücken des Kupplungshebels mit Hilfe der Stange p
den ! Arm e des Winkelhebels e, d niederdrückt und dabei die oben beschriebene Wirkung
veranlaßt.
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Es ist natürlich auch möglich, durch irgendeine andere Einrichtung
den Kupplungshebel auf den Akzeleratorhebel einwirken zu lassen. Dabei ist es nicht
nötig, daß der Akzeleratorhebel in der Stellung II (entsprechend dem Leerlauf des
Motors) verbleibt, wenn der Kupplungshebel m wieder losgelassen wird.
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Die zusätzliche Einrichtung zur Verbindung des Kupplungshebels m mit
dem Akzeleratorhebel a o. dgl. soll nicht für sich den Gegenstand der Erfindung
bilden, sondern nur deren Anwendung zusammen mit der Einrichtung zur Beeinflussung
der Vorrichtung zur Leistungsregelung des Motors (Akzelerator) von der Anwerfvorrichtung
aus.
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Auch die den Hauptgegenstand der Erfindung bildende Einrichtung läßt
sich natürlich in vielerlei anderer Weise verwirklichen als in dem absichtlich möglichst
einfach und schematisch gehaltenen Ausführungsbeispiel, das oben beschrieben und
in der Zeichnung dargestellt ist.