DE3739373C2 - Spannvorrichtung für Treibriemen - Google Patents
Spannvorrichtung für TreibriemenInfo
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- F16H7/08—Means for varying tension of belts, ropes or chains
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- F16H7/1209—Means for varying tension of belts, ropes or chains by adjusting the axis of a pulley of an idle pulley with vibration damping means
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Description
Die Erfindung betrifft eine Spannvorrichtung nach dem Oberbegriff des Hauptanspruches.
Eine Spannvorrichtung dieser Art ist bereits durch die DE 3 59 041 bekannt. An dem
der Spannrolle abgewandten Ende des Schwenkarmes ist ein Schwenklager angeordnet.
Koaxial darüber ist an einer Seite eine Spiralfeder vorgesehen, die den Schwenkarm in
Schwenkrichtung über die Spannrolle gegen den Treibriemen vorspannt. An der anderen
Seite ist ein axial vorgespanntes und in Umfangsrichtung wirksames Dämpfungselement
vorgesehen, über das die Schwenkbewegung reibungsgedämpft ist. Durch diese
Anordnung ergibt sich eine geringe Bauhöhe der Spannvorrichtung im Bereich des
Schwenklagers. Die radiale Ausdehnung ist dadurch jedoch wesentlich größer, so daß bei
sehr beengten Verhältnissen an der Frontseite eines Motorblocks eine Anordnung des
Schwenklagers ohne Berührung mit dem Treibriemen nicht mehr möglich ist.
Aufgabe der Erfindung ist es, an der eingangs genannten Spannvorrichtung eine kompakte
Kombination aus Schwenklager, Dämpfungselementen und Federelementen vorzusehen,
die insbesondere bei beengten Platzverhältnissen eine möglichst nahe Anordnung an den
Treibriemen gestattet.
Die Aufgabe der Erfindung wird dadurch gelöst, daß die Dämpfungselemente durch
Teilabschnitte eines Dämpfungsringelements gebildet und nur in dem Umfangsabschnitt des
Schwenklagers angeordnet sind, der dem Treibriemen bezogen auf die Schwenkachse
diametral gegenüberliegt.
Das Schwenklager ist dabei beispielsweise als hülsenförmiges Gleitlager mit geringem
Durchmesser ausgeführt, so daß die Schwenkachse bei sehr naher Anordnung des
Schwenklagers neben dem Treibriemen ebenfalls einen insgesamt geringen Abstand dazu
aufweist. Die Dämpfungselemente sind bei der erfindungsgemäßen Ausführung lediglich
auf einem etwa halbkreisförmigen Umfangsabschnitt auf einer Seite des Treibriemens
angeordnet. Dies kann je nach zur Verfügung stehendem Platz außerhalb oder innerhalb
der Treibriemen-Umschlingung sein. Durch die nahe Anordnung der Schwenkachse am
Treibriemen benötigt die Spannvorrichtung vorteilhafterweise einen kleineren Raum und ist
deshalb bei gleich guten Spann- und Dämpfungseigenschaften besonders für kleinere
Motoren bzw. generell für Motoren, bei denen eine große Anzahl von Hilfsaggregaten das
Raumangebot reduziert, geeignet.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung sind die Dämpfungselemente sektorförmig
und axial wirkend angeordnet. Die Dämpfungselemente sind dabei als Teilabschnitt eines
Dämpfungsringes ausgebildet und laufen mit ihren teilringförmigen Seitenflächen unter
dem Axialdruck einer geeigneten Blattfeder oder dgl. an einer entsprechenden Radialfläche
des feststehenden Bauteiles, beispielsweise einer Tragplatte der Spannvorrichtung an.
Dadurch ergibt sich eine große Reibfläche mit ausreichender Umfangsgeschwindigkeit bei
Schwenkbewegung im Sinne einer guten Reibungsdämpfung. Die asymmetrische
Anordnung der Dämpfungselemente ergibt bei gleicher Reibfläche gegenüber einer
ringförmig geschlossenen Ausführung infolge höherer Umfangsgeschwindigkeit höhere
Dämpfungswerte. Die Größe der Sektoren in Umfangsrichtung kann zusammen mit dem
erforderlichen Schwenkwinkel dem jeweiligen durch den Treibriemen begrenzten
Teilumfang im Bereich des Schwenklagers angepaßt werden. In jedem Fall muß darauf
geachtet werden, daß in den beiden Extremstellungen der Schwenkbewegung eine
Berührung des Treibriemens zuverlässig unterbleibt.
Bei einem Ausführungsbeispiel der Erfindung ist mindestens an einem axialen Ende des
Schwenklagers eine sich an die Seitenfläche des Treibriemens anschließende Spiralfeder
vorgesehen. Wenn es das radiale Platzangebot nicht zuläßt, kann als Federelement zur
Erzeugung der Spannkraft eine Spiralfeder vorgesehen werden, die sich axial an die
Dämpfungselemente bzw. an das Schwenklager anschließt. Dabei ist jedoch ein
vergrößerter axialer Raum erforderlich, wobei auch der Zwischenraum zwischen dem
Treibriemen und dem Motorblock genutzt werden kann. Die erfindungsgemäß angestrebte
riemennahe Anordnung des Schwenklagers wird dadurch nicht gestört.
Bei einem anderen Ausführungsbeispiel der Erfindung ist als Federelement eine
Schraubenfeder vorgesehen mit radial innen angeordneten Dämpfungselementen und radial
innen angeordnetem Schwenklager, wobei dessen Schwenkachse zur Mittelachse der
Schraubenfeder versetzt ist. Die Schraubenfeder umschlingt dabei das Schwenklager und
die asymmetrisch angeordneten Dämpfungselemente. Ihre Federenden sind so angeordnet,
daß eine Verspannung des Schwenkarmes in Schwenkrichtung erfolgt. Die radiale
Ausdehnung der Federwindungen erfordert dabei einen nur geringfügig größeren Raum in
radialer Richtung des Schwenklagers.
Die Erfindung wird im folgenden an den in der Zeichnung dargestellten Beispielen
beschrieben.
Es zeigen:
Fig. 1 den Längsschnitt entlang der Linie B-B nach Fig. 2 einer
Spannvorrichtung im Bereich des Schwenklagers mit asymmetrisch
angeordneten Dämpfungselementen und zwei Spiralfedern,
Fig. 2 den Querschnitt entlang der Linie A-A der in Fig. 1 dargestellten
Spannvorrichtung und
Fig. 3 den Längsschnitt einer Spannvorrichtung im Bereich des Schwenklagers
mit einer Schraubenfeder.
Die in Fig. 1 und 2 dargestellte Spannvorrichtung besteht im wesentlichen aus einem
Schwenkarm 1, einer an dessen einem Ende drehbar angeordneten und gegen einen
Treibriemen 2 angestellten Spannrolle 3 und aus einem am anderen Ende des
Schwenkarmes 1 angeordneten Schwenklager 4. Diese Anordnung ist in Fig. 2
vereinfacht dargestellt. Wie aus dem Längsschnitt entlang der Linie B-B nach Fig. 2
besser in Fig. 1 hervorgeht, ist dieser Endabschnitt der Spannvorrichtung mit einer
Tragplatte 6 verbunden. Diese ist, wie nicht im einzelnen dargestellt ist, an einem
Motorblock oder dgl. befestigt. Das Schwenklager 4 ist mit seinem Innenring 7 über ein
Flanschteil 8 mittels eines Bolzens 5 an der Tragplatte 6 befestigt, wobei ein weiteres
Flanschteil 9 zusammen mit einer Distanzbüchse 10 und einer Deckscheibe 11 zwischen
dem Kopf des Bolzens 5 und dem Innenring 7 verdrehgesichert eingespannt ist. Die
Flanschabschnitte 12 der Flanschteile 8, 9 begrenzen einerseits Ringräume für zwei axial
außen angeordnete Spiralfedern 13 und bilden andererseits an sektorförmigen
Ringabschnitten Abstützflächen für Blattfedern 14 mit daraus ausgeklinkten und axial
abgebogenen, federnden Zungen 15. Die Zungen 15 liegen an ebenfalls sektorförmigen
Dämpfungselementen 16 an und pressen diese gegen teilringförmige Radialflächen 17 des
Schwenkarmes 1.
Der Schwenkarm 1 weist in diesem Bereich eine Sitzfläche für den Außenring 18 des
Schwenklagers 1 auf, die im Bereich der Dämpfungselemente 16 massiv ausgeführt und
außerhalb der Dämpfungselemente 16 an einem dünnwandigen, ergänzenden Teilring 19
angeordnet ist. Dieser auch in Fig. 2 dargestellte Teilring 19 begrenzt zusammen mit den
Flanschabschnitten 12 der Flanschteile 8, 9 einen im Längsschnitt U-förmig profilierten
Freiraum, durch den der Treibriemen 2 führt. Dadurch ist der Treibriemen 2 sehr nahe an
der Schwenkachse 20 des Schwenklagers 4 angeordnet. Die freien Enden 21 der
Spiralfedern sind einerseits feststehend formschlüssig mit der Tragplatte 6 bzw. dem
verdrehgesichert befestigten Flanschteil 9 verbunden und greifen andererseits in einen
teilhülsenförmigen Abschnitt 22 des Schwenkarmes 1 formschlüssig ein. Dadurch ergibt
sich eine Federvorspannung in einer Schwenkrichtung gegen den Treibriemen 2.
In Fig. 3 ist der Längsschnitt eines anders aufgebauten Endabschnittes des Schwenkarmes
1 dargestellt, der jedoch mindestens bezüglich der Schnittrichtung mit der Schnittebene
entlang der Linie B-B nach Fig. 2 vergleichbar ist. Das Schwenklager besteht bei diesem
Beispiel aus einem hülsenförmigen Gleitlager 23 geringer radialer Bauhöhe. Radial dazu
schließt sich eine Kombination von sektorförmigen Dämpfungselementen 16 an, die in ihrer
Ausführung und Funktion mit dem Beispiel nach Fig. 1 vergleichbar sind. Bei dem
Beispiel nach Fig. 3 folgen die Dämpfungselemente 16 jedoch der Schwenkbewegung
und laufen an entsprechenden Radialflächen der feststehenden Tragplatte 6 und einer
Stützscheibe 24 an. Gleitlager 23 und Dämpfungselemente 16 sind von einer
Schraubenfeder 25 umgeben, deren Enden 21 formschlüssig mit der Tragplatte 6 bzw. mit
einem teilhülsenförmigen Abschnitt 22 des Schwenklagers verbunden sind und eine
Federkraft in Schwenkrichtung gegen den Treibriemen 2 auf dem Schwenkarm 1 und die
nicht dargestellte, jedoch mit Fig. 2 vergleichbare Spannrolle 3 ausübt. Die
Schwenkachse 20 des Gleitlagers 23 ist gegenüber der Mittelachse 26 der Schraubenfeder
25 und der geometrischen Mitte des gesamten Endabschnittes des Schwenkarmes 1 radial
stark versetzt angeordnet, so daß der Treibriemen 2 auch bei diesem Beispiel platzsparend
sehr nahe am Gleitlager 23 bzw. dessen Schwenkachse 20 vorbeiführt.
Claims (4)
1. Spannvorrichtung für Treibriemen, bestehend aus einem Schwenkarm, einer an
dessen einem Ende drehbar gelagerten, gegen den Treibriemen angestellten
Spannrolle, einem am anderen Ende angeordneten Schwenklager mit in
Schwenkrichtung wirkenden Dämpfungs- und Federelementen, wobei die Dämpfungs- und
Federelemente innerhalb des Umfangsbereichs des Schwenklagers
angeordnet sind und der Treibriemen in einer Ebene verläuft, die im Bereich der
axialen Erstreckung des Schwenklagers liegt, dadurch gekennzeichnet, daß die
Dämpfungselemente (16) durch Teilabschnitte eines Dämpfungsringelements
gebildet und nur in dem Umfangsabschnitt des Schwenklagers (4, 23) angeordnet
sind, der dem Treibriemen (2) bezogen auf die Schwenkachse (20) diametral
gegenüberliegt.
2. Spannvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Dämpfungselemente (16) sektorförmig und axial wirkend angeordnet sind.
3. Spannvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2 dadurch gekennzeichnet, daß
mindestens an einem axialen Ende des Schwenklagers (4) eine sich an die
Seitenfläche des Treibriemens (2) anschließende Spiralfeder (13) vorgesehen ist.
4. Spannvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß als
Federelement eine Schraubenfeder (25) vorgesehen ist mit radial innen
angeordneten Dämpfungselementen (16) und radial innen angeordnetem
Schwenklager (23), wobei dessen Schwenkachse (20) zur Mittelachse (26) der
Schraubenfeder (25) versetzt ist.
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