DE3731079A1 - Elektrohandwerkzeug mit einem universalmotor mit rechts- und linkslauf - Google Patents
Elektrohandwerkzeug mit einem universalmotor mit rechts- und linkslaufInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Elektrohandwerkzeug mit
einem Universalmotor für Rechts- und Linkslauf gemäß dem
Gattungsbegriff des Patentanspruchs 1.
Ein solches Elektrohandwerkzeug ist aus der EP-A2-02 08 137
bekannt. Dort ist jedoch der Trägerring mit einem zusätz
lichen Kontakthalter kombiniert, damit durch Verdrehen des
Trägerrings gegenüber dem Kontakthalter eine wechselnde Kon
taktgabe an der Verbindungsstelle zwischen diesen beiden
Teilen ermöglicht wird, um dadurch eine Drehrichtungsumkehr
des Rotors oder Ankers des Universalmotors zu bewirken. Mit
dem Verdrehen des Trägerringes wird zugleich eine Verschie
bung der Bürsten für die Stromversorgung des Ankers vorge
nommen, wodurch ein Leistungsverlust infolge drehrich
tungsbezogener Fehlstellung der Bürsten gegenüber dem Anker
kollektor vermieden wird. Sowohl die Anschlüsse für die
Netzzuleitung als auch die Anschlüsse zu der Feldwicklung
finden sich bei der bekannten Ausführung an dem Kon
takthalter, was eine komplizierte Anordnung und Ausbildung
der Kontakte sowohl am Kontakthalter als auch am Trägerring
erfordert, um in den beiden Schwenkendlagen des Trägerringes
eine unterschiedliche Polung der Feldwicklung gegenüber der
Ankerwicklung sicherzustellen. Zudem ist der Kontakthalter
ein zusätzliches Teil, das eine seperate Fertigung und eine
aufwendigere Montage zusammen mit dem Trägerring an der
Kollektorseite des Universalmotors erfordert.
Aus der US-A-34 40 465 ist ferner eine Reversiervorrichtung
für einen Elektromotor bekannt, die ebenfalls einen Träger
ring für die Bürstenhalter aufweist, der in Umfangsrichtung
verschwenkt werden kann, womit nicht nur eine Verstellung
der Bürsten, sondern auch eine wechselnde Polung für die bei
den Bürstenhalter verbunden ist. Auch hier ist ein zusätz
licher Kontaktring erforderlich, der durch wechselnde Kon
taktgabe die unterschiedliche Polung der beiden Bürsten
halter in den Schwenkendstellungen des Trägerrings sicher
stellt. Der Kontaktring und der Trägerring werden hierbei
zusammen mit einem Trägerkörper zu einer vormontierten
Unterbaugruppe zusammengesetzt, bei deren Montage an der
Kollektorseite des betreffenden Motors noch eine nicht näher
erläuterte Verschaltung mit der Feldwicklung vorgenommen
werden muß.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, ein Elektro
handwerkzeug der gattungsgemäßen Art vorzuschlagen, bei dem
der bauliche Aufwand für den Reversierschalter weiter ver
ringert und dessen elektrische Verbindung mit der Feldwick
lung und den Netzanschlüssen vereinfacht ist.
Diese Aufgabe wird bei einem Elektrohandwerkzeug der gat
tungsgemäßen Art nach der Erfindung durch die kennzeich
nenden Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst.
Der besondere Vorteil eines erfindungsgemäßen Elektro
handwerkzeugs liegt darin, daß die wechselnde Kontaktgabe
für die Drehrichtungsumkehr des Universalmotors nur durch
die spezielle Anordnung und Ausbildung der Kontaktfedern des
Trägerrings erfolgt, während zur Verbindung der Kontakte des
Trägerrings einerseits mit einem der beiden Netzanschlüsse
und andererseits mit der Feldwicklung jeweils nur eine
gestellfeste Kontaktzunge erforderlich ist. Im wesentlichen
dient daher nur der Trägerring als Kontaktträger, an dem
ohnehin schon mit den Bürstenhaltern wesentliche elektrisch
aktive Elemente angeordnet sind.
In vorteilhafter Weiterbildung nach der Erfindung können die
beiden Kontaktfedern des Trägerringes identisch ausgebildet
sein, wobei jede dieser Federn an ihrem einen Ende den Netz
kontaktpunkt und an ihrem anderen Ende den Feldkontaktpunkt
und im übrigen eine weitere Kontaktstelle für die elektrisch
leitende Verbindung mit dem betreffenden Bürstenhalter hat.
Zwei dieser Federn werden drehsymmetrisch zueinander ver
setzt vorteilhaft an der Innenseite des Trägerringes ange
ordnet, wobei dann die beiden Netzkontaktpunkte und die
beiden Feldkontaktpunkte der beiden verschiedenen Federn
benachbart zueinander liegen, jedoch jeweils um den Bogen
des Schwenkwinkels des Trägerringes in Abstand voneinander
angeordnet sind.
Ferner wird vorteilhaft eine Rastvorrichtung zwischen dem
Motorgehäuse und dem Trägerring vorgesehen, um eine Fixie
rung des Trägerringes in seinen beiden Schwenkendlagen zu
erzielen. Ferner kann in vorteilhafter Weise eine Sicherung
dagegen vorgesehen werden, daß der Trägerring als Betäti
gungsglied des Reversierschalters bei eingeschaltetem Motor
beabsichtigt oder unbeabsichtigt bedient wird. Dazu wird an
dem üblicherweise vorhandenen Schalterdrücker des Elektro
handwerkzeugs eine Sperrzunge vorgesehen, die mit ent
sprechenden Ausformungen am Trägerring so zusammenwirkt, daß
das Einrücken des Schalterdrückers dann nicht möglich ist,
wenn der Trägerring in Zwischenstellungen zwischen seinen
beiden Schwenkendlagen steht. Zudem kann die Sperrzunge am
Schalterdrücker mit einem vorstehenden Trägerarm am Träger
ring derart zusammenwirken, daß ein Verdrehen des Träger
rings im Betrieb aus der betreffenden Schwenkendlage heraus
blockiert ist. Der am Trägerring vorstehende Arm kann auch
zur Arretierung des Schalterdrückers in den Zwischenstel
lungen des Trägerringes zwischen seinen beiden Schwenk
endlagen benutzt werden.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungsmerkmale der Erfindung
ergeben sich aus dem Unteransprüchen.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung an einem
Ausführungsbeispiel noch näher erläutert. Dabei zeigen:
Fig. 1 eine schematische perspektivische Darstellung
eines Universalmotors ohne Anker für ein
Elektrowerkzeug mit abgesprengt dargestelltem
Trägerring und Sicherungsring,
Fig. 2 eine geschnittene Teil-Seitenansicht eines
Elektrohandwerkzeugs mit einem Universalmotor, der
einen der Fig. 1 im wesentlichen entsprechenden
Reversierschalter hat,
Fig. 3 eine Rückansicht gemäß der Richtung des Pfeiles
III in Fig. 2, wobei der Handgriff des Hand
werkzeugs entlang der Linie I-I geschnitten ist,
Fig. 4 einen Teilschnitt entlang der Linie IV-IV in Fig.
3,
Fig. 5 eine Ansicht des Trägerringes des Reversier
schalters,
Fig. 6 einen Teilschnitt durch den Grenzbereich zwischen
dem Trägerring des Reversierschalters und dessen
Sicherungsring entlang der Linie VI-VI in Fig. 2
in der Mittellage des Trägerringes und
Fig. 7 eine der Fig. 6 entsprechende Darstellung jedoch
in einer der Schwenkendlagen des Trägerringes.
Im einzelnen zeigt Fig. 1 ein aus Isolierstoff bestehendes
Motorgehäuse 1 für einen Universalmotor, von dem das Feld
paket 2, ein Feldwicklungskörper 3 und die Feldwicklung 4
dargestellt sind. Der Rotoranker des Universalmotors ist
hier nicht wiedergegeben, in der bestimmungsgemäßen Lage
steht der Rotoranker mit seinem Kollektor an der in Fig. 1
rechten Seite des Feldpaketes 2 in axialer Richtung vor. Der
vom Kollektor des Rotorankers eingenommene Raum wird von
einem Hals 5 umschlossen, der koaxial zur Motorachse an das
Motorgehäuse 1 angeformt ist. Der dem Gehäuse 1 benachbarte
Übergangsteil zum Hals 5 hin ist als Flansch 6 mit einem et
was größeren Durchmesser ausgebildet, der koaxial zur Mo
torachse angeordnet ist und als Lagerfläche für einen
Trägerring 7 dient, der über dem Hals 5 auf den Flansch 6 am
Gehäuse 1 axial aufgesteckt werden kann.
Der Trägerring 7 ist das Betätigungsglied des Reversier
schalters, das in seiner Umfangsrichtung zwischen zwei
Schwenkendlagen verdreht werden kann. Dabei wird ein solcher
Kontaktwechsel in der elektrischen Versorgung des Rotor
ankers und der Feldwicklung 4 vorgenommen, daß in den beiden
Endlagen der Rotoranker und die Feldwicklung verschieden
gepolt sind, womit sich bei einem Universalmotor unter
schiedliche Drehrichtungen des Rotorankers ergeben.
Zugleich sind am Trägerring 7 die Bürstenhalter 8 angeord
net, in denen meist Kohlebürsten geführt sind, die auf dem
Kollektor des Rotorankers schleifen. Um die Kommutierung zu
verbessern, kann man die Bürsten aus der Neutralstellung
heraus je nach Drehrichtung verschieben, worauf der Schwenk
winkel α des Trägerringes 7 abgestimmt ist. Damit die in
den Kohlehaltern 8 geführten Kohlebürsten ungehindert bis
zum Kollektor des Rotorankers reichen können, besitzt der
Hals 5 am Motorgehäuse 1 entsprechende Ausnehmungen 9 in
radialer Richtung. Die Verschwenkung des Trägerringes 7
erfolgt über radial angeformte Flügel 10, auf die nachstehend
noch eingegangen wird.
Die Lagefixierung des Trägerringes 7, der in radialem Ab
stand von dem Hals 5 angeordnet ist, erfolgt in axialer
Richtung relativ zum Gehäuseflansch 6 über einen Siche
rungsring 11, der an der äußeren Stirnseite des Trägerringes
7 anliegen, in den Trägerring 7 eintauchen oder darüber
greifen kann.
An seiner Innenseite 12 hat der Trägerring 7 in Umfangs
richtung angeordnete Kontaktfedern 13, die zueinander dreh
symmetrisch um 180° versetzt sind. Die Kontaktfedern 13 sind
identisch ausgebildet, was im einzelnen aus Fig. 5 her
vorgeht. Die jeweils einander benachbart gegenüberliegenden
Enden der Kontaktfedern 13 haben einen Abstand, der im
wesentlichen dem Bogen des Schwenkwinkels α des
Trägerringes 7 entspricht. An den Enden der Kontaktfedern 13
sind Kontaktpunkte 14 und 15 ausgebildet, bei denen es sich
auch um Kontaktflächen oder -stellen handeln kann. Die bei
den in Fig. 1 unten im Trägerring 7 einander gegenüber
liegenden Kontaktpunkte sind Netzkontaktpunkte 14, die im
Abstand des Schwenkwinkels α auseinanderliegen. Um diesen
Winkel sind auch am anderen Ende der Kontaktfedern 13 die
beiden Feldkontaktpunkte 15 in Abstand voneinander angeord
net, wobei je nach Winkelstellung des Trägerringes 7 über
den einen der beiden Netzkontaktpunkte 14 die Verbindung mit
dem Netzanschluß und mit dem jeweiligen Kontaktpunkt 15 der
in derselben Schwenklage anderen Kontaktfeder 13 die elek
trische Verbindung mit der Feldwicklung 4 hergestellt wird.
Am Feldkörper 3 sitzt dazu eine parallel zur Achse des
Trägerringes 7 vorstehende Feldkontaktzunge 16, die in das
Innere des Trägerringes 7 hineinragt und in dessen beiden
Schwenkendlagen mit einem der beiden Feldkontaktpunkte 15
der betreffenden Blattfeder 13 in Kontakt steht. Am Siche
rungsring 11 ist parallel zur Achse des Trägerringes 7 vor
stehend eine Netzkontaktzunge 18 angeordnet, die in umge
kehrter Axialrichtung in den Trägerring 7 hineinragt und in
den beiden Schwenkendlagen des Trägerringes 7 mit einem der
Netzkontaktpunkte 14 der Blattfedern 13 in elektrischer
Verbindung steht. Die Feldkontaktzunge und die Netzkon
taktzunge 18 sind in montierter Anordnung im Innern des
Trägerrings zueinander diametral angeordnet, entsprechend
liegen auch je ein Feldkontaktpunkt 14 der einen Blattfeder
13 und ein Netzkontaktpunkt 15 der anderen Blattfeder 13
einander diametral gegenüber. Daher können die
Netzkontaktzunge und die Feldkontaktzunge immer nur mit der
jeweils anderen Blattfeder 13 im Trägerring 7 gleichzeitig
in Kontakt sein, um bei Verdrehen des Trägerrings 7 von
seiner einen Schwenkendlage in die andere um den
Schwenkwinkel α den erforderlichen Kontaktwechsel für die
Drehrichtungsumkehr des Universalmotors zu bewirken. Die
Netzkontaktzunge 18 steht am Sicherungsring 11 in elek
trischer Verbindung mit einem ersten Netzanschluß 19,
während sich der zweite Netzanschluß 17 an dem zweiten Ende
der Feldwicklung 4 befindet. Es versteht sich, daß bei einem
Elektrohandwerkzeug die Netzanschlüsse 17 und 19 nicht un
mittelbar zum Netz führen, sondern mit einem Netzschalter
und gegebenenfalls Drehzahlregeleinrichtungen verbunden
sind.
Während sich für die Feldwicklung 4 die Polung in beiden
Schwenkendlagen des Trägerringes 7 nicht ändert, findet bei
Verdrehen des Trägerringes 7 von seiner einen Schwenkendlage
in die andere ein Polungswechsel am Rotoranker statt, weil
die Netzkontaktzunge 18 ihre Verbindung von der einen Kon
taktzunge 13 zu der anderen Kontaktzunge 13 und damit auch
ihre elektrische Verbindung zu den beiden Bürstenhaltern 8
wechselt. Damit ändert sich nicht nur die Polung am
Rotoranker, zugleich werden infolge Verdrehung des Trä
gerringes 7 die Bürstenhalter 8 so verschoben, daß die
Kommutierung am Kollektor des Rotorankers für die betref
fende Drehrichtung verbessert wird.
Fig. 2 zeigt eine Ausführungsform, bei der der Sicherungs
ring 11, der Trägerring 7 und die Lagerung des Trägerringes
7 am Motorgehäuse 1 nur schematisch wiedergegeben sind.
Entscheidend kommt es bei dieser Darstellung zum einen auf
eine Rastvorrichtung an, die zwischen dem Motorgehäuse 1 und
dem Trägerring 7 angeordnet ist, um ein unbeabsichtigtes
Verdrehen des Trägerringes 7 aus einer seiner beiden
Schwenkendlagen heraus zu verhindern. Im übrigen ist in Fig.
2 noch der Rotoranker 29 mit seinem Kollektor 30 darge
stellt, auf den die Bürstenhalter 8 am Trägerring 7 radial
ausgerichtet sind.
Die erwähnte Rastvorrichtung umfaßt ein Sackloch 22, das
achsparallel zum Trägerring 7 verläuft und sich zu diesem
hin öffnet. Darin ist eine Druckfeder 23 angeordnet, die
eine Kugel 24 beaufschlagt, die in zwei kalottenartige
Ausnehmungen 25 am Trägerring 7 einschnappt, die in den
Schwenkendstellungen des Trägerringes 7 mit der Verschie
berichtung der Kugel 24 fluchten. Folglich kann der Träger
ring 7 nur unter Überwindung des Rastwiderstandes der Kugel
24 aus seinen beiden Schwenkendlagen heraus verdreht werden.
Weiter zeigt Fig. 2 eine Sicherung, die ein Einschalten des
Universalmotors solange verhindert, wie nicht der Trägerring
7 in einer seiner beiden Schwenkendlagen ist. Dazu sitzt in
radialer Erstreckung am Trägerring 7 ein Arm 28, der mit
einer Sperrzunge 27 zusammenwirkt, die am Schalterdrücker 26
eines Netzschalters 31 für den Universalmotor angeordnet
ist. Der Arm 28 ist so breit in Umfangsrichtung ausgebildet,
daß er solange ein Einrücken des Schalterdrückers 26 durch
Anschlag der Sperrzunge 27 blockiert, wie der Trägerring 7
sich in einer Stellung zwischen seinen Schwenkendlagen
befindet. In diesen Zwischenlagen des Trägerringes 7 haben
die Feldkontaktpunkte 15 der Blattfedern 13 keine
elektrische Verbindung mit der Feldkontaktzunge 16, ebenso
steht die Netzkontaktzunge 18 nicht in Verbindung mit einem
der beiden Netzkontaktpunkte 14 an den Blattfedern 13.
Folglich könnte bei an den Netzkontaktpunkten 17 und 19
anliegender Netzspannung über das Verdrehen des Trägerrings
7 der Motor ein- und ausgeschaltet werden, außerdem könnte
während des Laufs die Drehrichtung geändert werden. Dies
wird zur Schonung der Kontaktfedern 13 und des Motors selbst
über die erwähnte Sperrvorrichtung verhindert, indem nur bei
geschlossener Verbindung zwischen der Netzkontaktzunge 18
und einer der beiden Blattfedern 13 sowie der Feldkontakt
zunge 16 mit der anderen der beiden Kontaktfedern 13 über
den Schalterdrücker 26 der Netzschalter 31 betätigt werden
kann.
Zugleich kann die Sperrzunge 27 im Zusammenwirken mit dem
Arm 28 am Trägerring 7 als Verdrehsicherung für den
Trägerring 7 dienen. Denn in eingerückter Stellung des
Schalterdrückers 26 liegt die Sperrzunge 27 in der Schwenk
ebene des Arms 28 am Trägerring 7 und kann in dessen
Drehrichtung als Anschlag für den Arm 28 genutzt werden.
Dieser Arm 28 ist in axialer Richtung vor einem der beiden
Bürstenhalter 8 angeordnet, wie die Fig. 1 und 3 veran
schaulichen.
Fig. 3 entnimmt man, wie der Trägerring 7 betätigt, also von
seiner einen Schwenkendlage in die andere verdreht werden
kann. In radialer Richtung zu den Flügeln 10 des Trägerrin
ges 7 sind in dem umgebenden Maschinengehäuse 20 Längs
schlitze 21 vorgesehen, durch die Flügel 10 des Trägerringes
7 nach außen hindurchtreten. Wie Fig. 2 zu entnehmen ist,
kann es sich bei dem Elektrohandwerkzeug um eine Bohrma
schine mit Pistolengriff handeln, in diesem Fall liegen die
beiden Enden der Flügel 10 des Trägerringes 7 so griffgün
stig, daß sie mit Daumen und Zeigefinger der Bedienungshand
leicht erreicht werden können. Damit ist es möglich, den
Reversierschalter zu betätigen, ohne die Maschine loslassen
zu müssen.
Aus den Fig. 3 und 4 wird ferner deutlich, daß die Netzkon
taktzunge 18 am Sicherungsring 11 mit dem Netzanschluß 19
verbunden ist. Außen am Trägerring ist ein Leiterbleich 32
entlang geführt, das durch eine der Befestigungsschrauben 33
für den Sicherungsring 11 fixiert ist. An diesem Leiterblech
32 ist der Netzanschluß 19 durch einen Steckkontakt gebil
det, zugleich läuft dieses Leiterblech 32 einstückig in die
vorstehende Netzkontaktzunge 18 aus.
Fig. 5 zeigt schließlich Einzelheiten des Trägerringes 7 und
der beiden darin eingesetzten Kontaktfedern 13, die - wie
schon erwähnt - identisch und in Umfangsrichtung um 180°
drehsymmetrisch zueinander versetzt angeordnet sind. Die
Kontaktfedern 13 sind derart im Trägerring 7 aufgehängt, daß
sie im Bereich der Netzkontaktpunkte 14 und der Feldkontakt
punkte 15 wie federnde Schleifkontakte ausgebildet sind,
damit die Kontaktpunkte 14, 15 beim Verdrehen des Trägerrin
ges 7 leicht auf die Feldkontaktzunge 16 bzw. die Netzkon
taktzunge 18 auflaufen können, um danach eine sichere elek
trische Verbindung zu den genannten Kontaktzungen 16, 18
herzustellen. Um die Kontaktfedern 13 insbesondere in Um
fangsrichtung verdrehsicher am Trägerring zu fixieren, haben
sie ein oder mehrfach gewinkelte Befestigungsstege 34, mit
denen sie in achsparalleler Richtung zum Trägerring 7 in
entsprechende Aufnahmeschlitze darin eingesteckt werden. Zum
Teil werden die Kontaktfedern 13 durch axial vorstehende
Laschen 35 an der Innenseite des Trägerringes 7 gehalten,
denen im radialen Abstand nach außen hin entsprechende Ge
genlaschen 36 gegenüberliegen, wobei diese Laschen 35 und 36
einen Aufnahmeschlitz für die betreffende Kontaktfeder 13
einschließen, der zu einer der beiden Stirnseiten des
Trägerringes 7 offen ist. Es kann eine Mehrzahl solcher
Laschen 35 und 36 entlang des Innenumfanges des Trägerringes
7 vorgesehen werden, deren innen angeordnete Laschen 35 mit
ihren zylindrisch gewölbten Innenseiten mit die Führungs
fläche des Trägerringes 7 bilden, über die der Trägerring 7
auf dem in Fig. 1 dargestellten Gehäuseflansch 6 aufgela
gert ist.
Die Fig. 6 und 7 veranschaulichen eine spielfreie axiale
Abstützung des Trägerringes 7 am Sicherungsring 11. Der
Trägerring 7 hat dazu an seiner rückwärtigen Stirnseite
einen oder mehrere axial vorstehende Höcker 37, während der
Sicherungsring 11 an der gegenüberliegenden, vorderen Stirn
seite entsprechende Aussparungen 38 hat, in die die Höcker
37 des Trägerringes 7 eintauchen können. Dieses Eintauchen
der Höcker 37 ist in Fig. 6 dargestellt, in dieser Lage be
findet sich der Trägerring 7 in einer Mittelstellung
zwischen seinen beiden Schwenkendlagen. Fig. 7 zeigt die
relative Position des Trägerringes gegenüber dem Sicherungs
ring 11 in eine der beiden Schwenkendlagen des Trägerringes
7, wobei durch Aufschieben des bzw. der Höcker 37 auf die
endseitige Stirnfläche des Sicherungsrings 11 ein axiales
Verspannen des Trägerrings 7 bewirkt wird, der an der in den
Fig. 6 und 7 nicht dargestellten, gegenüberliegenden Stirn
seite am Motorgehäuse 1 abstützt. Damit ist an und für sich
das unvermeidbare Axialspiel des Trägerringes in den beiden
Schwenkendlagen beseitigt, wodurch der Trägerring 7 beim Be
trieb der Maschine nicht in Vibrationen geraten kann, was
sich hinsichtlich der Verringerung eines Bürstenfeuers und
bezüglich der Standzeit der Kohlebürsten positiv auswirkt.
Die Klemmung des Trägerringes 7 in seinen beiden Schwenk
endlagen ist derart gewählt, daß sie beim Betätigen des
Reversierschalters leicht überwunden werden kann.
Claims (12)
1. Elektrohandwerkzeug mit einem Universalmotor für Rechts-
und Linkslauf, der einen den Kollektor umgebenden Träger
ring mit Kontakten und damit elektrisch verbundene, dia
metral angeordnete Bürstenhalter aufweist, wobei der Trä
gerring um die Kollektorachse um einen begrenzten Winkel
schwenkbar ist und seine Kontakte mit gestellfesten Ge
genkontakten, die mit der Feldwicklung und Netzanschlüs
sen elektrisch verbunden sind, derart zusammenwirken, daß
in den beiden Schwenkendlagen des Trägerringes die Feld
wicklung und die Ankerwicklung unterschiedlich gepolt
sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Trägerring (7) zwei in Umfangsrichtung angeord
nete, je mit einem der Bürstenhalter (8) elektrisch
verbundene Kontaktfedern (13) hat, die an ihren jeweils
zueinander benachbarten, im Abstand des Schwenkbogens
voneinander getrennten Enden einerseits je einen Netzkon
taktpunkt (14) und andererseits je einen Feldkontaktpunkt
(15) haben, daß weiter am Feldwicklungskörper (3) eine
mit dem ersten Ende der Feldwicklung (4) verbundene Feld
kontaktzunge (16) bis in den Schwenkbereich der Feldkon
taktpunkte (15) der Kontaktfedern (13) am Trägerring (7)
vorstehend angeordnet ist und in dessen Schwenkendlagen
mit einem der beiden Feldkontaktpunkte (15) Kontakt hat
und daß ferner eine mit einem ersten Netzanschluß (19)
leitend verbundene, gestellfeste Netzkontaktzunge (18) in
den Schwenkbereich der Netzkontaktpunkte (14) der Kon
taktfedern (13) am Trägerring (7) hineinreicht und in
dessen Schwenkendlage mit dem Netzkontaktpunkt (14) der
jenigen Kontaktfeder (13) Kontakt hat, die nicht in der
selben Schwenkendlage mit der Feldkontaktzunge (16) in
Kontakt steht, wobei der zweite Netzanschluß (17) am
zweiten Ende der Feldwicklung (4) liegt.
2. Elektrohandwerkzeug nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kontaktfedern (13) an der Innenseite (12) des
Trägerringes (7) angeordnet sind und die Feldkontakt
zunge (16) sowie die Netztkontaktzunge (18) in den
Trägerring (7) hineinragen.
3. Elektrohandwerkzeug nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kontaktfedern (13) identisch ausgebildet und
drehsymmetrisch zueinander am Trägerring (7) angeordnet
sind.
4. Elektrohandwerkzeug nach einem der Ansprüche 1-3,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Trägerring (7) auf einem koaxial zur Ankerachse
vorstehenden Flansch (6) am Motorgehäuse (1) gelagert
ist.
5. Elektrohandwerkzeug nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß an der Innenseite (12) des Trägerringes (7) in radia
lem Abstand dazu Laschen (35) angeordnet sind, die auf
dem Gehäuseflansch (6) aufliegen und hinter denen die
Kontaktfedern (13) eingesteckt sind.
6. Elektrohandwerkzeug nach Anspruch 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß durch den Trägerring (7) ein mit dem Motorgehäuse (1)
fester Hals (5) hindurchragt und am Ende des Halses (5)
ein Sicherungsring (11) für den Trägerring (7) angesetzt
ist, an dem die Netzkontaktzunge (18) und der erste
Netzanschluß (19) angeordnet sind.
7. Elektrohandwerkzeug nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß am Trägerring (7) und/oder am Sicherungsring (11)
axiale, den Trägerring (7) zumindest in den Schwenkendla
gen gegenüber dem Sicherungsring (11) spielfrei verspan
nende Stützelemente (37, 38) angeordnet sind.
8. Elektrohandwerkzeug nach einem der Ansprüche 4-7,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Teil (20) des Maschinengehäuses (1) den Träger
ring (7) umgibt und in radialer Richtung zum Trägerring
(7) Durchtrittsschlitze (21) für Betätigungsflügel (10)
aufweist, die am Trägerring (7) radial vorstehend ange
ordnet sind.
9. Elektrohandwerkzeug nach einem der Ansprüche 1-8,
dadurch gekennzeichnet,
daß am Motorgehäuse (1) ein den Trägerring (7) in seinen
beiden Schwenkendlagen fixierende Rastvorrichtung (22-
24) angeordnet ist.
10. Elektrohandwerkzeug nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Rastvorrichtung (22-24) zumindest eine feder
belastete Kugel (24) aufweist, die in kalottenförmige
Ausnehmungen (25) am Trägerring (7) jeweils in den
Schwenkendlagen eingreift.
11. Elektrohandwerkzeug nach einem der Ansprüche 1-10,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Trägerring (7) in der Nachbarschaft des Schal
terdrückers (26) angeordnet ist, an dem eine mit dem
Trägerring (7) formschlüssig zusammenwirkende Sperrzun
ge (27) vorsteht, die in der Einschaltstellung den Trä
gerarm (7) blockiert.
12. Elektrohandwerkzeug nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Trägerring (7) einen vorstehenden Arm (28) hat,
der bei einer Stellung des Trägerrings (7) zwischen den
beiden Schwenkendlagen in der Verschieberichtung der
Sperrzunge (27) liegt und ein Einrücken des Schalter
drückers (26) blockiert.
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