DE3728087C2 - Verfahren und Schaltungsanordnung zur Überwachung eines Regelkreises - Google Patents
Verfahren und Schaltungsanordnung zur Überwachung eines RegelkreisesInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Schaltungsanordnung
zur Überwachung eines Regelkreises
gemäß den Merkmalen des Oberbegriffs der unabhängigen
Patentansprüche 1, 4 und 5.
Aus der DE 35 10 173 A1 ist ein entsprechendes Verfahren bzw. eine
derartige Schaltungsanordnung bekannt.
Insbesondere bei Anwendungen in Fahrzeugen kann das
Fehlverhalten eines Regelkreises zu gefährlichen
Situationen führen. So ist es beispielsweise erfor
derlich, bei der Lageregelung des Stellgliedes bei
einer E-Gas-Anlage in einem Kraftfahrzeug zu verhin
dern, daß durch einen Defekt des Reglers das Fahr
zeug angetrieben wird, obwohl der Fahrer ein Abbrem
sen bzw. ein Anhalten des Fahrzeuges wünscht.
Bei den eingangs genannten bekannten Verfahren bzw.
Schaltungsanordnungen ist eine Verzögerung der
Ausgangssignale des Fensterkomparators erforderlich,
damit kurzfristige Abweichungen zwischen Soll- und
Istwert nicht als Defekt des Regelkreises gedeutet
werden. Dabei kommt als Verzögerungszeit diejenige
Zeit in Frage, welche der Stellmotor zum Durchfahren
des gesamten Stellbereichs der Drosselklappe benö
tigt. Diese Verzögerung kann jedoch unter Umständen
zu sicherheitskritischen Fahrzuständen führen.
Aus der DE 35 10 173 A1 sind ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Überwachung
eines Regelkreises bekannt, wobei einem Regler ein Sollwertsignal
und ein Istwertsignal zugeführt werden, der Regler ein einziges Ausgangssignal
zur Steuerung eines Stellgliedes abgibt, ein mit dem Stellglied verbundener
Geber das Istwertsignal erzeugt und zur Überwachung eine Differenz
zwischen dem Sollwertsignal und dem Istwertsignal vorgesehen ist und
das Vergleichsergebnis über ein Filter einem Schwellenvergleicher zugeführt
wird, dessen Ausgangssignal eine Fehlergröße darstellt, die eine Fehleranzeige
in einem Kraftfahrzeug betätigt.
Weiterhin ist eine Logik als Überwachungseinrichtung dem Regelkreis beigeschaltet,
der als Signale das Istwertsignal, das Sollwertsignal sowie die
einzige Stellgröße von dem Ausgang des Reglers und weiterhin Fahrzeugdaten
(beispielsweise, ob die Bremse betätigt wird/wurde, ob die Fahrzeuggeschwindigkeit
über einer bestimmten Geschwindigkeit liegt und ob die
Motordrehzahl über einer bestimmten Drehzahl liegt) zugeführt werden. Wenn
diese Bedingungen erfüllt sind und ein weiteres mit der Überwachungseinrichtung
verbundener Schalter (Fahrpedal) geöffnet (geschlossen) ist, wird das Stellglied
abgeschaltet. Hierbei ist eine Verarbeitung von einer Vielzahl von Eingangsgrößen
erforderlich, so daß eine aufwendige Verkabelung
mit den einzelnen Gebern erforderlich ist und aufgrund der Vielzahl eine entsprechend
lange Berechnungs- und Auswertezeit benötigt wird, bis das
Stellglied abgeschaltet wird, so daß es bis dahin zu fahrkritischen oder fahrzeugkritischen
Situationen kommen kann.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Ver
fahren und eine Schaltungsanordnung zur Überwachung
eines Regelkreises anzugeben, so daß eine zuverlässige Überwachung bei einer mög
lichst geringen Verzögerung zwischen dem Auftreten
eines Fehlers und dem Ansprechen der Überwachung
gegeben ist.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist durch
die Merkmale des kennzeichnenden Teils des Anspruchs 1 gekenn
zeichnet.
Eine Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens
besteht darin, daß ferner ein Fehler festgestellt
wird, wenn eines der Ausgangssignale des Fensterkom
parators länger als eine vorgegebene Zeit eine Abwei
chung zwischen Soll- und Istwert anzeigt. Hierdurch
wird außer einer Überwachung des Reglers auch eine
Überwachung der Funktion der Endstufe und des Stell
gliedes möglich.
Gemäß einer anderen Weiterbildung ist vorgesehen,
daß die Stromversorgung für das Stellglied abgeschal
tet wird, wenn ein Fehler festgestellt wird. Zweck
mäßigerweise wird die Stromversorgung der Endstufe
und damit das Stellglied abgeschaltet. Dabei ist
eine geeignete Vorrichtung zur Rückführung des Stell
gliedes in eine Sicherheitsstellung vorzusehen. Bei
einer E-Gas-Anlage umfaßt das Stellglied eine Dros
selklappe, die von einer Feder mit einer in Richtung
auf die Leerlaufstellung wirkenden Kraft beauf
schlagt ist.
Erfindungsgemäße Schaltungsanordnungen sind
durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils der Ansprüche 4 bzw. 5 gekennzeichnet.
Die erfindungsgemäßen Schaltungsanordnungen ermögli
chen die Durchführung des Verfahrens in einfacher
und zuverlässiger Weise unter Verwendung von nur
wenigen elektronischen Bauteilen.
Eine Weiterbildung der erfindungsgemäßen Schaltungs
anordnung besteht darin, daß vor der Abschalteinrich
tung eine Verzögerungsschaltung angeordnet ist.
Durch diese Weiterbildung wird ein fehlerhaftes
Ansprechen der Überwachungsschaltung durch kurzzei
tige Impulse ausgeschlossen. Diese Verzögerung ist
jedoch wesentlich geringer als bei den bekannten
Verfahren.
Eine vorteilhafte Ausgestaltung dieser Weiterbildung
sieht vor, daß die Verzögerungsschaltung aus einem
Zähler besteht, welcher bei Auftreten eines der Aus
gangssignale des Fensterkomparators,
rücksetzbar ist. Hierdurch ist eine einfache und
zuverlässige Realisierung einer Verzögerungszeit mög
lich.
Zur weiteren Erhöhung der Sicherheit trägt eine an
dere Weiterbildung der erfindungsgemäßen Schaltungs
anordnung dadurch bei, daß der Ausgang einer weite
ren Oder-Schaltung über eine weitere Verzögerungs
schaltung mit der Abschalteinrichtung verbunden ist.
Die Erfindung läßt zahlreiche Ausführungsformen zu.
Zwei davon sind schematisch in der Zeichnung an Hand
mehrerer Figuren dargestellt und nachfolgend be
schrieben. Es zeigt:
Fig. 1 ein Blockschaltbild eines Ausführungsbei
spiels,
Fig. 2 einen Teil des Ausführungsbeispiels in
detaillierterer Darstellung und
Fig. 3 ein Schaltbild eines weiteren Ausführungsbei
spiels.
Das Blockschaltbild gemäß Fig. 1 stellt eine E-Gas-
Anlage dar, welche mit einer erfindungsgemäßen Über
wachungsschaltung versehen ist. Dabei wird mit Hilfe
eines Sollwertgebers 1, der aus einem Gaspedal und
einem mit diesem gekoppelten Potentiometer besteht,
ein Stellglied 2 entsprechend der gewünschten Motor
leistung gesteuert. In an sich bekannter Weise
besteht das Stellglied 2 aus einem Motor, der über
ein Getriebe mit der Drosselklappe verbunden ist.
Das Stellglied 2 weist ferner einen Geber 3 auf, wel
chem eine der Stellung der Drosselklappe entsprechen
de Spannung als Istwertsignal für die Drosselklappen
stellung entnehmbar ist. Die vom Sollwertgeber 1 und
vom Geber 3 abgegebenen Spannungen werden jeweils
als Soll- bzw. Istwert einem Regler 4 zugeführt, der
im wesentlichen eine Subtraktionsschaltung 5 und
einen Pulsbreitenmodulator 6 enthält. Dabei wird in
der Subtraktionsschaltung 5 die Differenz zwischen
Soll- und Istwert gebildet. Diese Regelabweichung
wird dem Pulsbreitenmodulator 6 zugeführt, welchem
von einem Oszillator 7 ein Signal mit einer Frequenz
von etwa 150 Hz zugeführt wird. Der Pulsbreitenmodu
lator 6 umfaßt zwei Ausgänge H und R. Am Ausgang H steht ein
pulsbreitenmoduliertes Signal an, wenn die Regelab
weichung positiv ist, wenn also das Stellglied 2 im
Sinne einer Öffnung der Drosselklappe anzusteuern
ist. Die Pulsbreite dieses Signals hängt dabei von
der Größe der Regelabweichung ab.
Ist die Regelabweichung negativ, so gibt der Puls
breitenmodulator 6 am Ausgang R ein pulsbreitenmodu
liertes Signal ab, was eine Rückführung des Stell
gliedes 2 in Richtung auf die Schließ- bzw. Leerlauf
stellung zur Folge hat. Beide Signale werden einer
an sich bekannten Endstufe 8 zugeführt, an deren Aus
gang das Stellglied 2 angeschlossen ist. Die Strom
versorgung der Endstufe 8 erfolgt über den Arbeits
kontakt 9 eines Relais 10 vom positiven Pol 11 einer
im übrigen nicht dargestellten Betriebsspannungs
quelle. Durch Abschalten des Relais 10 können die
Endstufe 8 und somit das Stellglied 2 im Fehlerfall
abgeschaltet werden.
Zu Überwachungszwecken werden nun der Sollwert und der
Istwert sowie die Ausgangsspannungen des Reglers 4
bzw. des Pulsbreitenmodulators 6 einer Überwachungs
schaltung 12 zugeführt. Dabei werden - wie beim Reg
ler 4 - der Sollwert und der Istwert in einer weiteren Sub
traktionsschaltung 13 voneinander subtrahiert. An
die weitere Subtraktionsschaltung 13 schließt sich ein Fen
sterkomparator 14 an, an dessen Ausgängen Hf und Rf
jeweils dann ein Signal anliegt, wenn die Differenz
zwischen Soll- und Istwert einen vorgegeben positi
ven Wert überschreitet und einen weiteren vorgegebe
nen, negativen Wert unterschreitet. Dabei sind diese
Werte derart gewählt, daß bei intaktem Regler 4 ein
schließlich der Endstufe 8, des Stellgliedes 2 und
des Gebers 3 die statische Regelabweichung zwischen
diesen Schwellwerten liegt. Lediglich bei plötzli
chen Änderungen des Sollwertes, also bei plötzlichem
Gasgeben oder -wegnehmen sind vorübergehend größere
Abweichungen auch bei intaktem Regler 4 möglich -
nämlich solange, bis das Stellglied 2 der geänderten
Vorgabe gefolgt ist.
Bei der in Fig. 1 dargestellten Schaltung werden die
Ausgangssignale des Fensterkomparators 14 in zwei
facher Weise zur Überwachung ausgenutzt. Zum einen
wird in einer weiteren Oder-Schaltung 15 festgestellt, ob an
einem der Ausgänge Hf bzw. Rf ein Signal ansteht.
Ist dieses der Fall, wird in einer weiteren Verzögerungsschaltung 16 ge
prüft, ob dieser Zustand länger als eine vorgegebene
Zeit anhält. Die Zeitvorgabe richtet sich nach der
Dauer, welche zur Verstellung des Stellgliedes 2 von
einem Anschlag zum anderen erforderlich ist. Bei
einer praktisch ausgeführten erfindungsgemäßen Schal
tung hat sich ein Wert von 500 ms als günstig heraus
gestellt. Das Ausgangssignal der weiteren Verzögerungsschaltung 16 wird
einer Ansteuerschaltung 17 zur Abschaltung zugeführt, deren
Ausgang die Spule des Relais 10 angeschlossen ist.
Um jedoch im Falle eines Fehlers im Regler 4 eine
Abschaltung zu ermöglichen, welche nicht durch die weitere
Verzögerungsschaltung 16 verzögert wird, werden die Ausgänge des
Pulsbreitenmodulators 6 und die Ausgänge des Fenster
komparators 14 den Eingängen zweier Und-Schaltungen
18, 19 zugeführt. Dabei sind die Eingänge der Und-
Schaltung 18 mit dem Ausgang Rf des Fensterkompara
tors 14 und mit dem Ausgang H des Pulsbreitenmodula
tors 6 und die Eingänge der Und-Schaltung 19 mit
dem Ausgang R des Pulsbreitenmodulators 6 und dem
Ausgang Hf des Fensterkomparators 14 verbunden. Dem
entsprechend gibt die Und-Schaltung 18 ein Ausgangs
signal ab, wenn der Sollwert mindestens um den vom
Fensterkomparator 14 vorgegebenen Betrag kleiner als
der Sollwert ist und trotzdem am Ausgang H des Puls
breitenmodulators 6 ein Signal zum Öffnen der Dros
selklappe ansteht. Am Ausgang der Und-Schaltung 19
steht ein Signal an, wenn am Ausgang R ein Signal
zum Schließen der Drosselklappe ansteht, obwohl der
Sollwert mindestens um einen vom Fensterkomparator
14 vorgegebenen Betrag größer als der Istwert ist.
Über eine Oder-Schaltung 20 wird eine Verzögerungsschaltung (Zähler) 21 ge
startet, der Ausgangsimpulse eines weiteren Oszillators 22
zählt. Der Zähler 21 dient dazu, daß kurzzeitige
Signale von den Ausgängen der Und-Schaltungen 18, 19
nicht zu einer Fehlermeldung führen. Die mit Hilfe
des Zählers 21 und des weiteren Oszillators 22 vorgegebene
Zeit ist jedoch kleiner als die durch die weitere Verzögerungsschaltung
16 vorgegebene Zeit. Bei einer praktisch ausgeführ
ten Schaltung liegt die Zeitvorgabe durch den Zähler
21 und den weiteren Oszillator 22 bei etwa 100 ms. Diese Zeit
ist bei einem vorgegebenen Zählerstand erreicht, bei
dem von einem entsprechenden Ausgang des Zählers 21
ein Signal zur Abschaltung der Endstufe 8 und des
Stellgliedes 2 abgegeben wird.
Der Zähler 21 wird zu Beginn einer jeden Überschrei
tung der zulässigen Soll-Istwertdifferenz rückge
setzt. Dazu ist der Ausgang der weiteren Oder-Schaltung 15
mit einem Rücksetzeingang des Zählers 21 verbunden.
Da die Ausgangssignale des Pulsbreitenmodulators 6
und damit auch die Ausgangssignale der Oder-Schaltung
20 impulsförmig sind, könnten zur Ermittlung der
Zeitverzögerung auch die Impulse des Pulsbreiten
modulators 6 gezählt werden. In diesem Fall würde der weitere
Oszillator 22 entfallen. Je nach Ausführung des
Pulsbreitenmodulators 6 im einzelnen kann es entweder
bereits bei einem ordnungsgemäßen Betriebszustand
oder spätestens im Fehlerfall vorkommen, daß das
Tastverhältnis der Ausgangssignale des Pulsbreiten
modulators 6 100% wird, wobei keine Impulse, son
dern eine kontinuierliche Spannung abgegeben wird.
In diesem Fall enthält die Ausgangsspannung der
Oder-Schaltung 20 keine Flanken mehr, welche den
Zähler 21 takten könnten. Durch den weiteren Oszillator 22
ist jedoch gewährleistet, daß der Zähler 21 auch in
diesem Betriebszustand getaktet wird. Einzelheiten
hierüber werden im Zusammenhang mit Fig. 2 erläu
tert.
Die Schaltungsanordnung nach Fig. 2 stellt eine
praktisch ausgeführte Schaltung in detaillierterer
Form als das Blockschaltbild nach Fig. 1 dar. Dabei
entspricht die Schaltung derjenigen nach Fig. 1 im
wesentlichen, wobei jedoch durch Schaltungsdetails
bedingte geringfügige Abweichungen vorhanden sind.
So wird beispielsweise die weitere Subtraktionsschaltung 13
durch Widerstände 31, 32 gebildet, wobei voraus
gesetzt wird, daß ein dem Sollwert entsprechendes
Signal einem Eingang 33 und ein invertiertes dem Ist
wert entsprechendes Signal einem Eingang 34 zugeführt
wird. Ferner ist zur Anpassung an einen Differential
anteil des Reglers 4 (Fig. 1) eine Reihenschaltung
aus einem weiteren Widerstand 35 und einem Kondensa
tor 36 dem Widerstand 32 parallelgeschaltet.
Die Differenz zwischen Soll- und Istwert wird vom
Verbindungspunkt der Widerstände 31, 32 zum nichtin
vertierenden Eingang eines ersten Operationsverstär
kers 37 und zum invertierenden Eingang eines zweiten
Operationsverstärkers 38 geleitet, welche zusammen einen
Fensterkomparator bilden. Dazu werden den weiteren
Eingängen der Operationsverstärker 37, 38 über einen
Spannungsteiler 39, 40, 41 vom positiven Pol einer
nicht dargestellten Betriebsspannungsquelle entspre
chende Vorspannungen zugeführt. Die Ausgänge der
Operationsverstärker 37, 38 sind mit je einem Wider
stand 42, 43 ebenfalls mit dem positiven Pol der
Betriebsspannungsquelle verbunden und bilden die
Ausgänge Hf und Rf des Fensterkomparators 37 bis 41. Außerdem
ist an die Ausgänge der Operationsverstärker 37, 38
je eine Diode 44, 45 angeschlossen, welche zusammen
mit einem Widerstand 46 die weitere Oder-Schaltung 15 (Fig.
1) bildet.
Der nachgeschaltete Operationsverstärker 47, dessen
nichtinvertierendem Eingang ein bei etwa halber
Betriebsspannung liegendes Potential über einen Span
nungsteiler 48, 49 zugeführt wird, dient der Signal
invertierung. Der Ausgang des Operationsverstärkers
47 ist über einen Widerstand 50 mit dem positiven
Pol der Betriebsspannungsquelle verbunden. Über
einen weiteren Widerstand 51 ist die Basis eines
Transistors 52 angeschlossen, dessen Kollektor-Emit
ter-Strecke mit Hilfe eines Kondensators 53 über
brückt ist und dessen Kollektor über den Widerstand
54 mit dem positiven Pol der Betriebsspannungsquelle
und über einen Ausgang 55 mit der Ansteuerschaltung 17 (Fig.
1) verbunden ist. Außerdem ist der Emitter des Tran
sistors 52 an einen Ausgang des Zählers 21 ange
schlossen.
Für die folgenden Betrachtungen sei angenommen, daß
der Ausgang des Zählers 21 auf Massepotential liegt.
Befindet sich die Regelabweichung, also die Diffe
renz zwischen Soll- und Istwert, innerhalb einer
zulässigen Toleranz, so spricht der Fensterkompara
tor 37 bis 41 nicht an, so daß am invertierenden Eingang des
Operationsverstärkers 47 Massepotential anliegt. Der
Ausgang liegt dann auf positivem Potential, wodurch
der Transistor 52 leitend ist. Dieses wiederum
bewirkt, daß sein Kollektor Massepotential einnimmt.
Dieses hat keine Abschaltung der Endstufe 8 bzw. des
Stellgliedes 2 (Fig. 1) zur Folge. Wird nun einer
der Schwellwerte des Fensterkomparators 37 bis 41 überschrit
ten, so stellt sich am Ausgang des Operationsverstär
kers 47 Massepotential ein, worauf der Transistor 52
in den nichtleitenden Zustand geschaltet wird. Der
Kondensator 53 wird über den Widerstand 54 aufgela
den.
Ist die Regelabweichung jedoch vorübergehend, da das
Stellglied 2 innerhalb kurzer Zeit den Sollwert er
reicht, wird der Transistor 52 wieder leitend, bevor
die Spannung am Kollektor des Transistors 52 einen
zur Abschaltung erforderlichen Wert erreicht hat.
Der Kondensator 53 wird dann wiederum entladen.
Erreicht jedoch das Stellglied 2 infolge eines Fehlers
im Regler 4, in der Endstufe 8 oder im Stellglied 2 selbst
den Sollwert nicht, so steigt die Spannung am Konden
sator 53 weiter, bis eine zur Abschaltung erforder
liche Spannung erreicht ist.
Weitere Eingänge 61, 62 der Schaltungsanordnung nach
Fig. 2 sind mit den Ausgängen H und R des Pulsbrei
tenmodulators 6 (Fig. 1) verbunden. Über einen je
weils als Eingangsstufe dienenden Operationsverstär
ker 63, 64 werden die Ausgangssignale des Pulsbrei
tenmodulators 6 je einem Eingang der Und-Schaltungen
18, 19 zugeführt. Zur Erzeugung einer geeigneten Vor
spannung für die invertierenden Eingänge der Operati
onsverstärker 63, 64 dient ein Spannungsteiler aus
einem Widerstand 65 und einer Diode 66. Ferner sind
die Operationsverstärker 63, 64 mit Arbeitswiderständen 67,
68 versehen. Die anderen Eingänge der Und-Schaltun
gen 18, 19 sind mit den Ausgängen der Operationsver
stärker 38, 37 verbunden.
Eine der Oder-Schaltung 20 (Fig. 1) entsprechende
Verknüpfung der Ausgangssignale der Und-Schaltungen
18, 19 erfolgt durch Verbindung der beiden Ausgänge
mit offenem Kollektor über Widerstände 69, 70 mit
dem Takteingang des Zählers 21.
Der Operationsverstärker 71 bildet zusammen mit
seiner Beschaltung den weiteren Oszillator 22. Dazu ist der
Ausgang mit dem nichtinvertierenden Eingang über ein
Widerstandsnetzwerk 72, 73, 74 verbunden, während
der Ausgang mit dem invertierenden Eingang über ein
Phasendrehglied aus einem Widerstand 75 und einem
Kondensator 76 verbunden ist. Dabei schwingt der weitere
Oszillator 22 solange nicht, wie an einem der Ausgänge
der Und-Schaltungen 18, 19 und somit am Schaltungs
punkt 77 Massepotential anliegt. Die Frequenz des weiteren
Oszillators 22 ist etwas niedriger als die Frequenz
des Oszillators 7 (Fig. 1) eingestellt. Bei einer
praktisch ausgeführten Schaltung wurden Frequenzen
von 153 Hz und 157 Hz gewählt.
Tritt nun der Fall ein, daß an einem der Ausgänge
des Pulsbreitenmodulators 6 ein Signal ansteht, das
auf eine andere Stellrichtung des Stellgliedes 2 als
eines der Ausgangssignale des Fensterkomparators 37 bis 41
hinweist, so wird der Schaltungspunkt 77 positiv.
Der zuvor zurückgesetzte Zähler 21 zählt um eins
weiter und der weitere Oszillator 22 schwingt an. Ist das
entsprechende Ausgangssignal des Pulsbreitenmodula
tors 6 impulsförmig, so wird bei der Rückflanke des
ersten Impulses der weitere Oszillator 22 bereits wieder
gestoppt. Beim nächsten Impuls wird der Zählerstand
um eins erhöht und der weitere Oszillator 22 wiederum gestartet
und gleich wieder gestoppt. Hat der Zählerstand sei
nen vorgegebenen Wert erreicht, wird der Ausgang des
Zählers 21 positiv, wodurch ohne weitere Verzögerung
auch der Kollektor des Transistors 52 und der Aus
gang 55 positiv wird. Dieses führt zu einer Abschal
tung der Endstufe 8 und des Stellgliedes 2.
Ist jedoch die betreffende Ausgangsspannung des Puls
breitenmodulators 6 nicht impulsförmig, so erreicht
die Amplitude der Ausgangsspannung des weiteren Oszillators 22
nach wenigen Perioden einen Wert, der zur Taktung
des Zählers 21 ausreicht. Da die Frequenzen der
Oszillatoren 22 und 7 nur einen geringen Unterschied
aufweisen, wird praktisch nach gleicher Zeit der vor
gegebene Zählerstand erreicht, was ein Abschalten
zur Folge hat, wie bereits beschrieben.
Die im Zusammenhang mit den Fig. 1 und 2 beschrie
bene Schaltungsanordnung erfüllt zwei Überwachungs
funktionen. Zum einen wird durch einen zusätzlichen
Vergleich von Soll- und Istwert das gesamte Regel
system, also der Regler 4, die Endstufe 8 und das Stell
glied 2 überwacht, wobei jedoch eine Verzögerung in
Kauf genommen wird. Zum anderen wird mit einer
wesentlich geringeren Verzögerung die Funktion des
Reglers 4 überwacht.
Die in Fig. 3 dargestellte Schaltung ist gegenüber
der Schaltung nach Fig. 2 vereinfacht, erfüllt je
doch bezüglich der Überwachung des gesamten Regelsy
stems die gleiche Funktion. Bei der Überwachung des
Reglers 4 wird jedoch lediglich überprüft, ob der Reg
ler 4 ein zur Öffnung der Drosselklappe vorgesehenes
Signal abgibt, obwohl der Sollwert kleiner als der
Istwert ist.
Bei der Schaltungsanordnung nach Fig. 3 sind die Sub
traktions- bzw. Additionsschaltung, der Fensterkompa
rator 37 bis 41, der Zähler 21, die weitere Verzögerungsschaltung 16 (Fig. 1) sowie
der weitere Oszillator 22 entsprechend der Schaltungsanord
nung nach Fig. 2 aufgebaut.
Als weitere Oder-Schaltung 15
sind bei der Schaltungsanordnung nach Fig. 3 ledig
lich zwei Widerstände 79, 80 und ein Transistor 81
vorgesehen, der zusammen mit dem Widerstand 82 in
Emitter-Schaltung betrieben wird. Da dadurch eine
Invertierung des Eingangssignals stattfindet, kann
eine dem Operationsverstärker 47 (Fig. 2) entspre
chende Schaltung entfallen.
Der Ausgang Rf des Fensterkomparators 37 bis 41 ist mit dem
nichtinvertierenden Eingang eines Operationsverstär
kers 83 verbunden, dessen invertierender Eingang mit
Hilfe eines Spannungsteilers 84, 85 auf etwa halber
Betriebsspannung liegt. Ein Eingang 86 ist mit dem
Ausgang H des Pulsbreitenmodulators 6 (Fig. 1) ver
bunden, so daß das entsprechende Ausgangssignal dem
nichtinvertierenden Eingang eines Operationsverstär
kers 87 zugeführt wird, dessen invertierender Ein
gang über einen aus einem Widerstand 88 und einer
Diode 89 bestehenden Spannungsteiler mit einer Vor
spannung versorgt wird. Die Ausgänge der Operations
verstärker 83, 87 sind miteinander und über einen
Widerstand 90 mit dem positiven Pol der Betriebsspan
nungsquelle verbunden. Dadurch entsteht eine soge
nannte verdrahtete Und-Verknüpfung, so daß am Schal
tungspunkt 91 nur dann positives Potential ansteht,
wenn sowohl Rf als auch H positiv sind. Wie bereits
im Zusammenhang mit Fig. 2 beschrieben, wird der Zäh
ler 21 getaktet und bei Erreichen eines vorgegebenen
Zählerstandes über den Ausgang 55 die Endstufe und
das Stellglied abgeschaltet.
Claims (9)
1. Verfahren zur Überwachung eines Regelkreises, wobei einem Regler ein Sollwertsignal
und ein Istwertsignal zugeführt werden, der Regler je ein Ausgangssignal
zur Steuerung eines Stellgliedes in jeweils eine Richtung abgibt, ein mit
dem Stellglied verbundener Geber das Istwertsignal erzeugt und zur Überwachung
eine Differenzbildung zwischen dem Sollwertsignal und dem Istwertsignal
durchgeführt wird und dieses Ergebnis einem Fensterkomparator zugeführt wird,
welcher bei einer vorgegebenen Über- und Unterschreitung des Vergleichsergebnisses
je ein entsprechendes Ausgangssignal abgibt, dadurch gekennzeichnet,
daß ein Fehler festgestellt wird, wenn das Ausgangssignal des Reglers und das
des Fensterkomparators gegenüber der Differenz zwischen dem Soll- und Istwertsignal
verschiedene Vorzeichen aufweisen,
wobei im Fehlerfall die weitere
Steuerung des Stellgliedes unterbleibt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ferner ein Fehler
festgestellt wird, wenn eines der Ausgangssignale des Fensterkomparators länger
als eine vorgegebene Zeit eine Abweichung zwischen Soll- und Istwertsignal anzeigt,
wobei die vorgegebene Zeit mindestens der Zeit zur Gesamtverstellung
des Stellgliedes entspricht.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß im
Fehlerfall die Stromversorgung für das Stellglied abgeschaltet wird.
4. Schaltungsanordnung zur Überwachung eines Regelkreises, wobei einem Regler (4) ein
Sollwertsignal und ein Istwertsignal zugeführt werden, der Regler (4) je ein Ausgangssignal
zur Steuerung eines Stellgliedes (2) in jeweils eine Richtung abgibt,
ein mit dem Stellglied (2) verbundener Geber (3) das Istwertsignal erzeugt und zur
Überwachung eine Differenzbildung zwischen dem Sollwertsignal und dem Istwertsignal
durchgeführt und dieses Ergebnis einem Fensterkomparator (14)
zugeführt wird, welcher bei einer vorgegebenen Über- und Unterschreitung des
Vergleichsergebnisses je ein entsprechendes Ausgangssignal abgibt, dadurch
gekennzeichnet, daß der Regler (4) und der Fensterkomparator (14) je einen
ersten und einen zweiten Ausgang aufweisen, daß der erste Ausgang (H) des
Reglers (4) und der zweite Ausgang (Rf) des Fensterkomparators (14) mit Eingängen
einer ersten Und-Schaltung (18) verbunden sind, daß der zweite Ausgang
(R)
des Reglers (4) und der erste Ausgang (Hf) des Fensterkomparators (14)
an Eingänge einer zweiten Und-Schaltung (19) angeschlossen sind, daß die
Ausgänge bei den Und-Schaltungen (18, 19) über eine Oder-Schaltung (20) mit einer Abschalteinrichtung
(17, 9, 10) für das Stellglied (2) verbunden sind.
5. Schaltungsanordnung zur Überwachung eines Regelkreises, wobei einem Regler (4) ein
Sollwertsignal und ein Istwertsignal zugeführt werden, der Regler (4) je ein Ausgangssignal
zur Steuerung eines Stellgliedes (2) in jeweils eine Richtung abgibt,
ein mit dem Stellglied (2) verbundener Geber (3) das Istwertsignal erzeugt und zur
Überwachung eine Differenzbildung zwischen dem Sollwertsignal und dem Istwertsignal
durchgeführt und dieses Ergebnis einem Fensterkomparator (37 bis 41)
zugeführt wird, welcher bei einer vorgegebenen Über- und Unterschreitung des
Vergleichsergebnisses je ein entsprechendes Ausgangssignal abgibt, dadurch
gekennzeichnet, daß der Ausgang (H) des Reglers (4), welcher ein Signal führt,
das eine Steuerung des Stellgliedes (2) in eine Richtung zur Folge hat, bei welcher
ein Gefahrenzustand möglich ist, und der Ausgang (Rf) des Fensterkomparators
(37 bis 41), welcher ein Signal führt, wenn eine Regelabweichung vorliegt, deren
Betrag größer als ein vorgegebener Wert ist und deren Richtung bei intaktem
Regelkreis eine Steuerung des Stellgliedes (2) in entgegengesetzter Richtung
zur Folge hat, über eine Und-Schaltung (83, 87, 90) mit einer Abschalteinrichtung
(17, 9, 10) für das Stellglied (2) verbunden sind.
6. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet,
daß der Abschalteinrichtung (17, 9, 10) eine Verzögerungsschaltung
(21) vorgeschaltet ist.
7. Schaltungsanordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Verzögerungsschaltung
(21) aus einem Zähler besteht, welcher bei Auftreten eines
der Ausgangssignale des Fensterkomparators (14; 37 bis 41) rücksetzbar ist.
8. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß dem Ausgang des Fensterkomparators (14; 37 bis 41)
eine weitere Oder-Schaltung
(15; 79 bis 82) nachgeschaltet ist, deren Ausgang
über eine weitere Verzögerungsschaltung
(16) mit der Abschalteinrichtung (17, 9, 10) verbunden ist.
9. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß das Stellglied (2) eine Drosselklappe einer E-Gas-Anlage zur Steuerung
der gewünschten Motorleistung umfaßt, die von einer Feder mit einer in Richtung
auf die Leerlaufstellung wirkenden Kraft beaufschlagt ist.
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|---|---|---|---|
| DE19873728087 DE3728087C2 (de) | 1987-08-22 | 1987-08-22 | Verfahren und Schaltungsanordnung zur Überwachung eines Regelkreises |
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