DE3715940C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft einen Infrarot-Lötofen zum Ver
löten von elektronischen Bauelementen auf Leiter
platten nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Bei dem Aufschmelzlöten werden elektronische Bauelemente
insbesondere sogenannte OMB mit Anschlußleitern, wie Quad
Packages und Chip Carriers auf Leiterplatten mittels Lot
pasten aufgelötet. Die Leiterplatten bestehen dabei ins
besondere aus Epoxydharz mit verzinnten Kupferbahnen.
Auf den Leiterplatten wird eine Lotpaste durch Siebdruck,
Maskendruck, Stempeldruck oder Dosierer aufgebracht. An
schließend werden die Bauelemente mit einem Kleber fixiert.
Um die Bauelemente mittels der Lotpaste zu fügen, gehört
das Infrarotlöten zum Stand der Technik. Um die temperatur
kritischen Bauelemente zuverlässig aufzulöten und gleich
zeitig die Prozeßzeiten niedrig zu halten, sind ver
schiedene Infrarotsysteme entwickelt worden. Diese wirken
üblicherweise als Durchlaufsysteme mit einem Wärmezonen
aufbau oder Heizprofil, welches - abgesehen von einem Vor
trocknen der Lotpaste - eine Aufheizphase, eine Schmelz
phase und eine Abkühlphase umfaßt. Für jede Schaltung wird
ein geeignetes Heizprofil durch Versuche ermittelt. Dazu
müssen der Schmelzpunkt des Lotes, die Wärmeleitfähigkeit
des Basismaterials (Leiterplatten) und die Temperatur
empfindlichkeit der Flußmittel sowie der Bauelemente be
rücksichtigt werden. Die Lotpaste erfordert in einer Auf
heizphase Temperaturen zwischen ca. 130-150°C. In der
sich daran anschließenden Schmelzphase soll eine Temperatur
von mindestens 20°C über der Schmelztemperatur des Lotes
erreicht werden. Die Schmelzphase soll lange genug an
dauern (ca. 10 Sekunden), um eine ausreichende Benetzung
und homogene Verteilung des Lotes zu ermöglichen. Üblich
ist es zum Erreichen dieser Temperaturen die Leiterplatten,
die für kurzwellige Infrarot-Strahlung durchlässig sind,
beidseitig zu bestrahlen. Anschließend sollen die heißen
Lötstellen schnell abgekühlt werden. Während des voran
gehenden Aufheizens soll eine ausreichende Absaugung vor
handen sein (Druckschrift der Firma DEMETRON "Lotpasten";
Prof. H. Müller "OMB/SMD Oberflächenmontierte Bauelemente
in der Leiterplattentechnik", Saulgau 1986).
In den bekannten als Durchlaufsysteme ausgebildeten Infrarot-
Lötöfen wird das Heizprofil mit der Aufheizphase und der
Schmelzphase dadurch erzeugt, daß die bestückten Leiter
platten oder Substrate durch verschiedene Heizzonen, die
in dem Infrarot-Lötofen vorgesehen sind, auf einem Träger
hindurchbewegt werden. Jede Zone, die durch Infrarot-
Strahler über und unter der Trägerbahn realisiert ist,
stellt dabei eine Zone einer zeitlich konstanten Temperatur
dar. Die bestückten Leiterplatten oder Substrate werden
somit während Zeitabschnitten mit den in den einzelnen
Zonen erzeugten Temperaturen beaufschlagt, welche sich aus
der Durchlaufgeschwindigkeit des Trägers und der Erstreckung
der Zonen in Durchlaufrichtung ergeben. Nachteilig ist
dabei, daß sich das Heizprofil nur beschränkt und in auf
wendiger Weise einstellen läßt, insbesondere da die Aus
dehnung der Heizzone nicht ohne weiteres variierbar ist
und da der Träger sämtliche Zonen mit gleicher Geschwindig
keit durchläuft. Da mehrere nebeneinanderliegende Heizzonen
gebildet werden, beansprucht der Infrarot-Lötofen ein großes
Bauvolumen.
Diese Nachteile gelten im wesentlichen auch für einen
anderen bekannten Infrarot-Lötofen, der nach einem variierten
Durchlaufprinzip arbeitet: In diesem Infrarot-Lötofen
werden zwei Heizzonen jeweils mittels Heizplatten unter
einem Träger und Strahlern über einem Träger gebildet, auf
dem die bestückten Substrate aufliegen. Die Substrate werden
zunächst auf dem Träger in eine erste derartige Heizzone
zum Aufheizen bzw. Aktivieren der Lotpaste eingeführt.
Wenn die Lotpaste genügend erwärmt ist, erfolgt ein Vor
schub des Trägers in eine zweite Temperaturzone, in der
die Lotpaste zum Schmelzen gebracht wird. Die Bedienung
dieses Infrarot-Lötofens erfordert eine verhältnismäßig
große Aufmerksamkeit.
Zum Stand der Technik gehört ein weiterer Infrarot-Lötofen
der eingangs genannten Gattung, der ähnlich wie der voranstehend
erörterte Infrarot-Lötofen nach dem Durchlaufprinzip
arbeitet (WO 85/03 248). Da sich in dem Infrarot-Lötofen
mehrere Temperaturzonen nebeneinanderliegend längs eines
Transportbands erstrecken, kann dieser Infrarot-Lötofen nicht
kompakt sein. Hinsichtlich der möglichen Temperaturprofile
ist der Infrarot-Lötofen nicht genügend variierbar, obwohl
z. B. sechs Temperaturzonen vorgesehen sind, da Leiterplatten
mit zu verlötenden Bauelementen mittels des Transportbands
zwangsläufig von einer Temperaturzone zur nächsten transportiert
werden. Durch die verwendeten Infrarot-Flächenstrahler
sollen große Temperaturdifferenzen zwischen den zu verlötenden
Bauteilen und ihrem Substrat, der Leiterplatte, vermieden
werden, es ist jedoch nicht offenbart, daß eine gleichmäßige
Temperaturverteilung über eine sich über den gesamten Träger,
das Förderband, erstreckende Fläche angestrebt und erreicht
wird. Die Temperaturen in den verschiedenen Temperaturzonen
sollen zeitlich konstant gehalten werden, nicht aber zeitabhängig
variieren.
Bekannt ist ferner ein Infrarot-Ofen mit einem zwangsbelüfteten
Abluftschacht (US-PS 42 70 260). Dieser Infrarot-Ofen
unterscheidet sich jedoch von dem gattungsgemäßen Infrarot-Lötofen.
Er dient nicht zum Aufschmelzlöten von Bauelementen
auf Leiterplatten, sondern zum Entlöten von Bauelementen, wie
IC's. Das Entlöten ist ein einfacherer, weniger kritischer
Vorgang als das Aufschmelzlöten, zu dessen stationärer Durchführung
mit bestimmten Temperaturprofilen hier keine Anregung
gegeben wird.
In einer bekannten Lötmaschine werden mit einem Pendelschlitten
Lötwerkstücke in ein Flammenfeld geschoben und herausgezogen
(DE-Buch: Grundlagen der Schweißtechnik - Löten, von M.
Beckert/A. Neumann, VEB Verlag Technik, Berlin, 2. unveränderte
Auflage, Seiten 94-97). Derartige Lötmaschinen liegen aber
technologisch von Infrarot-Lötöfen zum Aufschmelzlöten weit
ab.
Der vorliegenden Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde,
einen Infrarot-Lötofen der eingangs genannten Gattung so
weiterzubilden, daß er bei kompakter Bauweise einfach auf die
jeweils gewünschten Heizprofile eingestellt werden kann.
Diese Aufgabe wird durch die Ausbildung des Infrarot-Lötofens
mit den in dem kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 angegebenen
Merkmalen gelöst.
Die Erfindung beruht auf dem Prinzip, daß nach der Beschickung
des Infrarot-Lötofens mit dem als Schieblade ausgebildeten
Träger, auf dem die Leiterplatten liegen, diese in dem Infrarot-Lötofen
fixiert bleiben, während das Heizprofil mit der
Aufheizphase und der Schmelzphase durch zeitabhängige Steuerung
der eine geringe Wärmeträgheit aufweisenden Infrarot-Strahler
erfolgt. Die sich an die Schmelzphase zeitlich anschließende
Abkühlphase kann ebenfalls in dem Infrarot-Lötofen
erfolgen, in welchem die Substrate auf dem Träger in dem
Abluftschacht liegen, welcher zur Absaugung der während des
Aufheizens und Schmelzens der Lötpaste entstehenden Dämpfe
und Gase vorgesehen ist. Obwohl mit dem Abluftschacht in dem
Infrarot-Lötofen eine geeignete Wärmeisolierung zwischen dem
Ofeninneren und der Umgebung des Ofens erzielt werden kann,
besteht ein besonderer Vorteil des Infrarot-Lötofens darin,
daß die mittlere Erwärmung im Inneren des Ofens verhältnismäßig
niedrig ist, da die höchste Temperatur während der Schmelzphase
nur kurzzeitig eingeregelt wird, während sich daran
anschließend das Innere in der Abkühlphase abkühlen kann. Ein
wesentlicher Vorteil ist weiter darin zu sehen, daß sich
unterschiedliche Heizprofile lediglich durch Zeit- und Temperatureinstellung
der zeitgesteuerten Temperaturregeleinrichtung
erzeugen lassen. Beispielsweise kann die Temperaturregeleinrichtung
durch einen wenig aufwendigen Mikroprozessor und
dessen Programmierung erzeugt werden. Es sind jedoch auch
andere elektrische Temperaturregeleinrichtungen einsetzbar,
die von einem Zeitgeber gesteuert werden.
Die Temperaturregeleinrichtung, die den Strom durch die
Infrarot-Strahler steuert, kann in einer geschlossenen
Regelschleife liegen, in der annähernd die maßgebliche
Temperatur durch einen in der Nähe des Trägers angeord
neten Temperaturfühler erfaßt wird. Die Temperaturregel
einrichtung regelt dann in Abhängigkeit von einem zeit
abhängigen Temperatur-Sollwert den entsprechenden Tempera
tur-Istwert ein.
Als Infrarot-Flächenstrahler, die auf den Ausgangsstrom der
Temperaturregeleinrichtung rasch ansprechen, haben sich
insbesondere solche mit einer Aufheizzeit von 10 sek und
weniger als geeignet herausgestellt. Geeignete Hochleistungs-
Infrarot-Flächenstrahler sind beispielsweise solche der
Firma Thermal Quarz-Schmelze GmbH, die als mittelwellige
Infrarot-Strahler unter der Typenbezeichnung FS 400
angeboten werden.
Das Abkühlen der Substrate mit den aufgelöteten Bauelementen
kann durch die Zwangsbelüftung mit einem Lüfter erfolgen,
der in dieser Phase durch die Temperaturregeleinrichtung
eingeschaltet oder auf höhere Leistung umgeschaltet wird.
Zusätzlich kann die Temperatur in der Nähe des Trägers durch
den in dessen Nähe angeordneten Temperaturfühler und einer
Temperaturanzeigeeinrichtung, die auf der Frontseite des
Infrarot-Lötofens ablesbar ist, nach Anspruch 7 überwacht
werden.
Hervorzuheben sind weiter die einfache Beschickung des Lötofens
und die Entnahmemöglichkeit der verlöteten Leiterplatten
von einer Stelle aus.
Zum Beschicken des Infrarot-Lötofens und zur Entnahme der
Substrate mit den aufgelöteten Bauelementen ist der Infrarot-Lötofen
zweckmäßig nach Anspruch 3 ausgebildet. Die Beschickung
kann somit durch Betätigung des Elektromotors halb-automatisch
erfolgen. Sie kann aber auch rein manuell durchgeführt werden,
ohne die Antriebseinrichtung mit dem Elektromotor zu beschädigen,
da in diesem Fall der Elektromotor durch den Reibradantrieb
von der Schieblade im wesentlichen entkoppelt wird.
Eine Steuerung des Elektromotors zum Beschicken des Infrarot-Lötofens
und zur Entnahme der Substrate ist in Anspruch 4
angegeben.
Eine besonders zweckmäßige Ausbildung der Schieblade, welche
die Auflagefläche der Leiterplatten umfaßt, ist in Anspruch 2
dargestellt.
Der aus einem Drehgitter be
stehende horizontale Teil der Schieblade kann dabei von
den unter der Schieblade angeordneten Infrarot-Strahlern
weitgehend ungehindert durchstrahlt werden. Die vordere
vertikale Schiebladenwand ist dagegen wärmeisolierend aus
gebildet, damit wenig Wärme nach außen dringt und die
Schieblade auch manuell ohne weiteres betätigt werden
kann. Zusätzlich dient eine hintere ebenfalls vertikale
Schiebladenwand dazu, das Innere des Infrarot-Lötofens nach
außen dann abzuschotten, wenn die Schieblade herausgezogen
ist, damit auch in diesem Fall ein Abluftstrom in dem Ab
luftschacht ungestört geführt wird und das Innere des
Infrarot-Lötofens weiter abgekühlt werden kann.
In der besonders zweckmäßigen Ausführungsform nach Anspruch
5 sind die Temperaturregeleinrichtung und die Steuerung
des mit der Schieblade gekuppelten Elektromotors ebenfalls
in dem kompakten Infrarot-Lötofen gegenüber den Infrarot-
Strahlern temperaturisoliert angeordnet. Zweckmäßig ist
weiter eine Kühlung der Temperaturregeleinrichtung und
der Steuerung des Elektromotors vorgesehen, die wirkungs
mäßig von dem Abluftschacht getrennt ist.
Im einzelnen weist der Aufbau des Infrarot-Lötofens zweck
mäßig die Merkmale nach Anspruch 6 auf. Danach erfolgt eine
thermische Trennung des Abluftschachts und der in dem Ab
luftschacht liegenden Infrarot-Strahler sowohl gegenüber
der verhältnismäßig wärmeempfindlichen Temperaturregel
einrichtung und der Steuerung des Elektromotors als auch
gegenüber der äußeren Umgebung des Infrarot-Lötofens.
Die Erfindung wird im folgenden anhand einer Zeichnung
mit fünf Figuren erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen Schnitt durch den Infrarot-Lötofen von der
Seite gesehen,
Fig. 2 einen Schnitt durch den Infrarot-Lötofen von
vorne gesehen entlang der Schnittlinie A-A in Fig. 1,
Fig. 3 eine Vorderansicht auf den Infrarot-Lötofen,
Fig. 4 eine Seitenansicht auf die Schieblade und deren
Antriebsorgane, und
Fig. 5 die Schieblade und deren Antriebsorgane in einer
Draufsicht.
Gemäß den Fig. 1 und 2 wird in einem Gehäuse 1 des
Infrarot-Lötofens ein inneres Gehäuse durch die Wände
3-8 seitlich begrenzt. Das innere Gehäuse stellt einen
Abluftschacht 2 dar, der in einen oberen Stutzen 9 zum
Abzug der Abluft übergeht. Der Abluftschacht wird durch
einen Querstromlüfter 10, der Luft aus der in der Zeichnung im
einzelnen nicht dargestellten Öffnung 11 ansaugt, zwangs
belüftet. Einige der Pfeile, welche die Luftströmung dar
stellen, sind mit 12-22 bezeichnet. Aus Fig. 2 ist ins
besondere ersichtlich, daß die Luftströmung nicht nur
innerhalb des inneren Gehäuses verläuft, sondern auch
außerhalb dieses Gehäuses, siehe Pfeile 21 und 22. Die
Zwangsbelüftung durch den Querstromlüfter 10 wird durch
die Kaminwirkung in dem inneren Gehäuse unterstützt. Die
Luftströmung zwischen dem inneren und dem äußeren Gehäuse
bildet im wesentlichen die Wärmeisolierung nach außen.
Gemäß Fig. 1 sind weiterhin Wärmeleitbleche 23, 24 vorge
sehen, welche das innere Gehäuse zusätzlich gegenüber
einer Temperaturregeleinrichtung 25 und Elektromotor-
Steuereinrichtung 26 thermisch abschotten.
In dem Gehäuse ist eine allgemein mit 27 bezeichnete Schieb
lade verschiebbar gelagert. Hierzu umfaßt die Schieblade
zwei Schienen 28 und 29, zwischen denen eine Antriebsstange
30 in fester Verbindung mit der Schieblade steht. Die
Antriebsstange steht über ein Reibrad 31 und eine Andruck
rolle 32 mit einem Elektromotor 33 in Verbindung. Die
Schieblade weist eine vordere doppelwandige Schiebladen
wand 34 auf, die wärmeisolierend wirkt, sowie eine hintere
Schiebladenwand 35, die als Verschlußblech an der Öffnung
36 dient, wenn die Schieblade herausgezogen ist. Zwischen
der vorderen Schiebladenwand 34 und der hinteren Schieb
ladenwand 35 erstreckt sich ein Gitter als Auflagefläche
37 der bestückten Leiterplatten (Substrate), von denen
eine in Fig. 1 mit 38 bezeichnet ist.
Aus den Fig. 1 und 2 kann entnommen werden, wie parallel
zu der Auflagefläche 37 und im Abstand zu der Auflagefläche
oberhalb und unterhalb dieser Auflagefläche Infrarot-Flächen
strahler 39-42 angeordnet sind. Der Abstand der Flächen
strahler 39-42 zu der Auflagefläche 37 beträgt dabei
wenigstens 150 mm. Bei den Flächenstrahlern handelt es
sich um mittelwellige Infrarot-Strahler einer geringen
Wärmeträgheit. Aus Fig. 2 sind noch Anschlußkästen für
die Infrarot-Strahler ersichtlich, die mit 43 und 44 be
zeichnet sind.
Aus Fig. 2 kann ferner entnommen werden, wie im einzelnen
ein Temperaturfühler 45 in der Nähe der Auflagefläche 37
angeordnet ist, so daß die von den Infrarot-Strahlern in
diesem Flächenbereich hervorgerufene Temperatur erfaßt,
mit der Temperaturregeleinrichtung 25 zur Erzeugung eines
vorgegebenen Heizprofils zeitgesteuert geregelt und zu
sätzlich mit einer Temperaturanzeigeeinrichtung 46 auf
einer Frontseite 47 des Gehäuses angezeigt werden kann.
In der Frontseite sind ferner ein Schalter 48 zum Ein-
und Ausschalten des Infrarot-Lötofens, d. h. zur Herstellung
dessen Betriebsbereitschaft, sowie eine Starttaste 49
angeordnet. Durch Betätigen der Starttaste 49 wird der
zeitliche Ablauf eines Heizprofils einschließlich einer
anschließenden Abkühlphase initiiert. Zuvor wird die
Schieblade 27 vorzugsweise durch den Elektromotor 33
herausgefahren, damit die Auflagefläche mit den bestückten
Leiterplatten belegt werden kann. Nach
automatischem Einzug der Schieblade - die auch manuell
erfolgen kann - werden die Infrarot-Strahler 39-42 mit
Strömen zur Erzeugung des gewünschten Heizprofils beauf
schlagt. Die Kühlung erfolgt dabei durch den Querstrom
lüfter 10, der eingeschaltet bleibt, wenn in der Abkühlphase
die Infrarot-Strahler abgeschaltet sind. Anschließend wird
die Schieblade 27 vorzugsweise wiederum mit Hilfe des
Elektromotors 33 aus dem Gehäuse 1 herausgeschoben, so
daß die Leiterplatten mit den aufgelöteten Bauelementen
gegebenenfalls nach weiterer vorangehender Abkühlung
außerhalb des Gehäuses 1 bequem entnommen werden können.
Mit der zeitgesteuerten Temperaturregeleinrichtung 25 kann
insbesondere ein solches Heizprofil auf der Auflagefläche
37 erzeugt werden, daß zum Vortrocknen während etwa einer
Minute 80°C erreicht werden, daran anschließend bis etwa
150°C während einer Minute erreicht werden und schließ
lich während einer Lötphase von etwa 4,5 sek 220°C auf
treten, woran anschließend abgekühlt wird.
Claims (8)
1. Infrarot-Lötofen zum Verlöten von elektronischen Bauelementen
auf Leiterplatten mittels einer Lötpaste mit einem
Gehäuse, in dem mindestens eine Öffnung zum Einfahren der
bestückten Leiterplatten auf einem Träger, der für Infrarotstrahlung
durchlässig ist, in das Gehäuse sowie zum
Herausfahren der verlöteten Leiterplatten aus dem Gehäuse
vorgesehen ist, wobei in dem Gehäuse oberhalb und unterhalb
einer Trägerebene zu dieser parallel Infrarot-Flächenstrahler
angeordnet sind, die mit einer Temperaturregeleinrichtung
zusammenwirken, die unterschiedliche Temperaturprofile
auf den eingefahrenen Leiterplatten bewirken,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Auflagefläche (37) der Schieblade (27) in eingeschobenem
Zustand und die Infrarot-Flächenstrahler (39-42)
in einem zwangsbelüftbaren Abluftschacht (2) in dem Gehäuse
(1) angeordnet sind, daß der Träger als Schieblade (27)
mit einer Auflagefläche (37) für die bestückten Leiterplatten
ausgebildet ist, die durch die Öffnung (36) in das
Gehäuse (1) einschiebbar und aus diesem herausschiebbar
ist und in eingeschobenem Zustand das Gehäuse abschließt,
und daß die Temperaturregeleinrichtung (25) zur Bildung
des Temperaturprofils zeitgesteuert ist.
2. Infrarot-Lötofen nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Auflagefläche (37) aus einem Drahtgitter besteht
und zwischen einer vorderen wärmeisolierenden Schiebladenwand
(34) und einer hinteren Schiebladenwand (35) liegt.
3. Infrarot-Lötofen nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schieblade (27) gegebenenfalls über einen Reibradantrieb
(31, 32) durch einen Elektromotor (33) in das Gehäuse
(1) einschiebbar und aus diesem herausschiebbar ist.
4. Infrarot-Lötofen nach Anspruch 3,
gekennzeichnet durch
eine derartige Steuerung des Elektromotors (33), daß
dieser die Schieblade (27) mit den Leiterplatten (38) nach
Beendigung der Aufheizphase aus dem Gehäuse (1) herausschiebt.
5. Infrarot-Lötofen nach dem Anspruch 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Temperaturregeleinrichtung (25) und die Steuerung
des mit der Schieblade (27) gekuppelten Elektromotors (33)
ebenfalls in dem Gehäuse (1) angeordnet sind und zwangsbelüftbar
sind.
6. Infrarot-Lötofen mit einem Gehäuse nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß in dem Gehäuse (1) der Abluftschacht (2) zumindest von
der Temperaturregeleinrichtung (25) (und der Steuerung
(26) des Elektromotors (33)) durch mindestens ein Wärmeleitblech
(23, 24) getrennt ist und daß weitere Wärmeleitbleche
(Wände 3-8) den Abluftschacht innen von dem Gehäuse
(1) abschirmen.
7. Infrarot-Lötofen nach einem der Ansprüche 1-6,
dadurch gekennzeichnet,
daß in dem Gehäuse (1) ein Temperaturfühler (45) in der
Nähe der Auflagefläche (37) in eingeschobenem Zustand der
Schieblade (27) angeordnet ist und daß der Temperaturfühler
(35) mit einer Temperaturanzeigeeinrichtung (25) auf
der Frontseite (47) des Infrarot-Lötofens verbunden ist.
8. Infrarot-Lötofen nach einem der vorangehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch
Infrarot-Flächenstrahler (39-42) mit einer Aufheizzeit
von höchstens 10 sek.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873715940 DE3715940A1 (de) | 1987-05-13 | 1987-05-13 | Infrarot-loetofen zum aufschmelzloeten von elektronischen bauelementen auf leiterplatten |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE19873715940 DE3715940A1 (de) | 1987-05-13 | 1987-05-13 | Infrarot-loetofen zum aufschmelzloeten von elektronischen bauelementen auf leiterplatten |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3715940A1 DE3715940A1 (de) | 1988-12-01 |
| DE3715940C2 true DE3715940C2 (de) | 1992-09-10 |
Family
ID=6327435
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19873715940 Granted DE3715940A1 (de) | 1987-05-13 | 1987-05-13 | Infrarot-loetofen zum aufschmelzloeten von elektronischen bauelementen auf leiterplatten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3715940A1 (de) |
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