DE368277C - Kunstmasse fuer Bauelemente, UEberzuege, Belaege usw. und Verfahren zu ihrer Herstellung - Google Patents

Kunstmasse fuer Bauelemente, UEberzuege, Belaege usw. und Verfahren zu ihrer Herstellung

Info

Publication number
DE368277C
DE368277C DEK79513D DEK0079513D DE368277C DE 368277 C DE368277 C DE 368277C DE K79513 D DEK79513 D DE K79513D DE K0079513 D DEK0079513 D DE K0079513D DE 368277 C DE368277 C DE 368277C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
cement
grain size
parts
binder
substances
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEK79513D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
ADOLF KLEINLOGEL DR ING
Original Assignee
ADOLF KLEINLOGEL DR ING
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by ADOLF KLEINLOGEL DR ING filed Critical ADOLF KLEINLOGEL DR ING
Priority to DEK79513D priority Critical patent/DE368277C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE368277C publication Critical patent/DE368277C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B28/00Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements
    • C04B28/02Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements containing hydraulic cements other than calcium sulfates
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B2111/00Mortars, concrete or artificial stone or mixtures to prepare them, characterised by specific function, property or use
    • C04B2111/00474Uses not provided for elsewhere in C04B2111/00
    • C04B2111/00482Coating or impregnation materials

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Soil Conditioners And Soil-Stabilizing Materials (AREA)

Description

Gegenstand der vorliegenden Erfindung betrifft eine Kunstmasse für Bauelemente, Überzüge, Beläge u. dgl. sowie ein Verfahren zu ihrer Herstellung.
Bauelemente, die aus einer Mischung von Zement, Metallteilen oder anderen ■hartkörnigen Stoffen mit Wasser hergestellt werden, sind bekannt. Sie sind jedoch mit dem Ubelstande behaftet, daß die Widerstandsfähigkeit gegen äußere, mechanische und chemische Einflüsse nur eine geringe und zeitlich beschränkte ist. Man war seither der Meinung, daß die Größe 'der zur Verwendung gelangenden Härtestoffteile von wesentlichem Einfluß sei auf die mehr oder weniger große Haltbarkeit der Bauelemente. Insbesondere war die bisherige Entwicklung der einschlägigen Forschung (s. z. B. Patent 338959) darauf abgestellt, daß die Stoffe in einem foestimmten Raummischungstverhältnis stehen müßten. Erst durch eine längere Reihe systematischer Versuche sowie durch geistige Überlegungen hat der Erfinder formel- und diagrammäßig festgestellt, daß die Gewichte der zur Verwendung gelangenden Stoffe in ein ganz bestimmtes Verhältnis zur Korngröße der Metallteile gebracht werden müssen. Bei Zugrundelegung dieser Verhältnisse erhält das Bauelement einem ungleich
30' höheren Härtegrad, als dies bei sämtlichen bisher bekannten Bauelementen und Verfahren der Fall ist; auch wird die Lebensdauer solcher Bauelemente ganz beträchtlich verlängert. Auf diese Weise wird ferner eine Wasserdichtheit der so hergestellten Kunstmasse erreicht, die auffallend weit über das seither bekannte Maß hinausgeht, so daß nach durchgeführten Versuchen die Kunstmasse sogar einem Wasserdruck von ganz bedeutender Größe widerstehen kann.
Die Gewichte der Stoffe werden nach einer vom Erfinder auf Grund von Versuchen empirisch aufgestellten Formel berechnet, zu deren Erklärung folgendes, gesagt wird:
Die Grundlage der Formel ist die Korngröße von r mm. Mit dem Buchstaben χ wird der Unterschied der jeweiligen Korngröße gegenüber 1 mm bezeichnet. Der Buchstabe H bedeutet den Härtestoff (Eisenteile, Stahlteile usw.), der Buchstabe B bedeutet das Bindemittel (Zement usw.).
Eine Korngröße von (1 jt x) mm erfordert folgendes Gewidhtsverhältnis zwischen Härtestoff und Bindemittel: (ioo + ^x) Gramm H : (54 T 3 x) Gramm B, wobei das obere Zeichen für Korngrößen über 1 mm, das untere Zeichen für Korngrößen unter ι mm gilt.
Beispiel i.
Es werden gekörnte Eisenteile mit einer Korngröße von S mm verwendet. Dann ist
B68277
der Unterschied zwischen S und ι mm gleich 4, also χ = 4. Daraus ergibt sich folgendes Gewichtsverhältnis der zu mischenden Stoffe: (100 + 7 ■ 4) g Eisenteüe: (54 — 3 · 4) g Zement, somit 128 g Eisenteile: 42 g Zement.
Beispiel 2.
Es werden Karborundumteile mit einer Korngröße von 2 mm verwendet. Dann ist der Unterschied zwischen 2 und 1 mm gleich i, also x= 1. Daraus ergibt sich folgendes Gewichtsverhältnis der zu mischenden Stoffe: (100 + 7 · 1) g !Carborundum : (54 — 3 · 1) g Hochofenzement, somit 107 g !Carborundum : 51 g Hochofenzement.
Beispiel 3.
Es werden pulverisierte Stahlteile mit einer Korngröße von 0,3 mm verwendet. Dann ist
ao der Unterschied zwischen 0,3 und 1 mm gleich 0,7, also χ = 0,7. Daraus ergibt sich folgendes Gewichtsverhältnis 'der zu mischenden Stoffe (untere Zeichen) : (100 — 7-0,7) g Stahlteile : (54 -j- 3 · 0,7) g säurefester Zement, somit 95,1 g Stahlteile : 56,1 g säurefester Zement.
Beispiel 4.
Es werden einerseits Siliziumkarbidteile in einer Korngröße von. o,i mm und andererseits gekörnte Hartgußteile mit einer Korngröße von 4 mm verwendet, und zwar soll das Raumverhältnis dieser Stoffe wie 1 : 3 sein. Dann ist für 'das Siliziumkarbid der Unterschied 0,1 und 1 mm gleich 0,9, also χ = 0,9. Daraus ergibt sich für das Siliziumkarbid folgendes Gewichtsverhältnis zwischen Siliziumkarbid und Bindemittel: (100 — 7 · 0,9) g Siliziumkarbid : (54 + 3 · 0,9) g Eisenportlandzement, 93,7 g Siliziumkarbid : 56,7 g Eisenportlandzement.
Ferner ist für die Hartgußteile der Unterschied zwischen 4 und 1 mm gleich 3, also χ = 3. Daraus ergibt sich für die Hartgußteile folgendes Gewichtsverhältnis zwischen Hartgußteilen und Bindemitteln: (100 + 7 · 3) g Hartgußteile : (54 — 3 · 3) g Eisenportlandzement, 121 g Hartguß teile : 45 g, Eisenporlandzement.
So Diese beiden Mischungen werden nunmehr im Raumverhältnis 1 : 3, d. h. es werden z. B. ι 1 Siliziumkarbidmischung mit 3 1 Hartgußteilmischung miteinander vermengt, bei welcher Vermengung das notwendige Wasser zugegeben wird.
Zur besseren Übersichtlichkeit ist das neu gefundene und in der vorstehenden Formel niedergelegte Gesetz für eine gewisse Anzahl von Korngrößen in dem anliegenden Diagramm dargestellt, in welchem auf der Abszisse K die Korngrößen der Härtestoffe in Millimeter und auf den beiderseitigen Ordinaten M und Z die verhältnismäßigen Grammengen des Härtestoffs H und des Bindemittels B aufgetragen sind, Selbstverständ-Hch kann das Diagramm für weitere (größere) Korngrößen in beliebiger Weise erweitert werden. Die beiden Linien ermöglichen die Ablesung der für eine bestimmte Korngröße K des Härtestoffs H jeweils benötigten verhältnismäßigen Grammengen des Härtestoffs H und des Bindemittels B.
In dem Diagramm ist mit strichpunktierten Linien ein Beispiel eingetragen, bei welchem die Korngröße des Härtestoffs gleich 2 mm ist und dem 2. Beispiel entspricht.
Die Versuche haben ferner ergeben, daß alle Zementarten für den vorliegenden Zweck brauchbar sind, insbesondere hat sich gezeigt, daß sogenannter säurefester Zement, d. h. Zement, der sehr fein gemahlen ist, einerseits den Härtegrad, andererseits die Wasserdichtheit und namentlich die Widerstandsfähigkeit gegen chemische Einflüsse weiterhin wesentlich erhöht.

Claims (3)

P ATENT-Ansprüche:
1. Kunstmasse für Bauelemente, Überzüge, Beläge usw., bestehend aus Zement oder zementähnlichen Bindemitteln, Metallteilen oder anderen hartkörnigen Stoffen und Wasser, dadurch gekennzeichnet, daß die Bindemittel und Hartteile in Gewichtsverhältnissen zur Anwendung gelangen, die von der jeweiligen Korngröße der Hartteile in der Weise abhängig sind, daß die Bindemittelmenge mit zunehmender Korngröße bzw. Durchschnittsgröße abnimmt.
2. Ein Verfahren zur Herstellung der Kunstmasse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Verwendung
- gelangenden Stoffe in einem Gewichtsverhältnis nach der Formel: Hartteile : Bindemittel = (100 +. 7 x) : (54 -+ 3 x) gemischt werden, wobei χ den Unterschied der jeweiligen Korngröße gegenüber imm bezeichnet.
3. Ein Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Bindemittel ein säurefester Zement zur^Anwendung gelangt, der sehr fein gemahlen ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DEK79513D 1921-10-19 1921-10-19 Kunstmasse fuer Bauelemente, UEberzuege, Belaege usw. und Verfahren zu ihrer Herstellung Expired DE368277C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEK79513D DE368277C (de) 1921-10-19 1921-10-19 Kunstmasse fuer Bauelemente, UEberzuege, Belaege usw. und Verfahren zu ihrer Herstellung

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEK79513D DE368277C (de) 1921-10-19 1921-10-19 Kunstmasse fuer Bauelemente, UEberzuege, Belaege usw. und Verfahren zu ihrer Herstellung

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE368277C true DE368277C (de) 1923-02-02

Family

ID=7233583

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEK79513D Expired DE368277C (de) 1921-10-19 1921-10-19 Kunstmasse fuer Bauelemente, UEberzuege, Belaege usw. und Verfahren zu ihrer Herstellung

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE368277C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1037354B (de) * 1953-02-16 1958-08-21 Ingrid Vogt Verschleissfester Strassenbeton

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1037354B (de) * 1953-02-16 1958-08-21 Ingrid Vogt Verschleissfester Strassenbeton

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2930602C2 (de)
AT392654B (de) Nichtrostender, ausscheidungshaertbarer martensitstahl
CH690400A5 (de) Verfestigung von metallhaltigen Abfallschlämmen mittels Tonerdeschmelzzement enthaltende Zementmischungen
DE2228791A1 (de) Verfahren zur Verbesserung der mechanischen Eigenschaften von hydraulischen Bindemitteln auf der Basis von Hochofenschlacke
DE368277C (de) Kunstmasse fuer Bauelemente, UEberzuege, Belaege usw. und Verfahren zu ihrer Herstellung
DE3604108A1 (de) Verfahren zur verfestigung von boeden
DE2401185A1 (de) Bindemittel
DE3238961C2 (de) Verfahren zur Volumenreduktion wäßriger, nitrathaltiger radioaktiver Abfallösungen
DE914951C (de) Masse zum Beschleunigen des Abbindens von zementhaltigen Moerteln oder Betonmischungen
DE561037C (de) Verfahren zur Verbesserung von Schlackenzementen
AT44641B (de) Verfahren zur Zementierung von Stahlgegenständen durch Kohlenoxyd.
AT229212B (de) Verfahren zur Oberflächenbehandlung von Materialien aus Gips oder Kalziumkarbonatsteinen
DE1809700B1 (de) Metallurgisches Flussmittel und Verfahren zu dessen Herstellung
DE2711052A1 (de) Kalthaertender formstoff zur herstellung von giessformen und kernen
DE849904C (de) Verfahren zur Entschwefelung von Metallen und Legierungen
CH99224A (de) Verfahren zur Herstellung einer Kunstmasse für Bauelemente, Überzüge, Beläge u.a.m.
AT47776B (de) Verfahren zur Herstellung eines konservierenden Anstriches für Metall und Holz.
DE1257440B (de) Hochverschleissfeste, bearbeitbare und haertbare Sinterstahllegierung und Verfahren zur Herstellung dieser Legierung
DE259181C (de)
AT262619B (de) Verfahren zur Herstellung einer Masse auf Basis von Butadien enthaltenden Polymerisaten, Epoxyharzen und Polyaminen
AT34133B (de) Magnesiazement und Verfahren zu seiner Herstellung.
AT344578B (de) Verfahren zur herstellung von leichtbeton
DE406667C (de) Verwertung saurer reaktionstraeger Hochofenschlacke
CH431459A (de) Verfahren zum Trennen von Flüssigkeiten, insbesondere Emulsionen, bzw. Abwässern, in flüssige und schlammartige Bestandteile
DE408580C (de) Verfahren zur Herstellung von Mauersteinen u. dgl. aus poroesem Material