DE368277C - Kunstmasse fuer Bauelemente, UEberzuege, Belaege usw. und Verfahren zu ihrer Herstellung - Google Patents
Kunstmasse fuer Bauelemente, UEberzuege, Belaege usw. und Verfahren zu ihrer HerstellungInfo
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- C04B28/02—Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements containing hydraulic cements other than calcium sulfates
-
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Description
Gegenstand der vorliegenden Erfindung betrifft eine Kunstmasse für Bauelemente,
Überzüge, Beläge u. dgl. sowie ein Verfahren zu ihrer Herstellung.
Bauelemente, die aus einer Mischung von Zement, Metallteilen oder anderen ■hartkörnigen
Stoffen mit Wasser hergestellt werden, sind bekannt. Sie sind jedoch mit dem
Ubelstande behaftet, daß die Widerstandsfähigkeit gegen äußere, mechanische und
chemische Einflüsse nur eine geringe und zeitlich beschränkte ist. Man war seither der
Meinung, daß die Größe 'der zur Verwendung gelangenden Härtestoffteile von wesentlichem
Einfluß sei auf die mehr oder weniger große Haltbarkeit der Bauelemente. Insbesondere
war die bisherige Entwicklung der einschlägigen Forschung (s. z. B. Patent 338959) darauf
abgestellt, daß die Stoffe in einem foestimmten Raummischungstverhältnis stehen
müßten. Erst durch eine längere Reihe systematischer Versuche sowie durch geistige
Überlegungen hat der Erfinder formel- und diagrammäßig festgestellt, daß die Gewichte
der zur Verwendung gelangenden Stoffe in ein ganz bestimmtes Verhältnis zur Korngröße
der Metallteile gebracht werden müssen. Bei Zugrundelegung dieser Verhältnisse erhält das Bauelement einem ungleich
30' höheren Härtegrad, als dies bei sämtlichen bisher bekannten Bauelementen und Verfahren
der Fall ist; auch wird die Lebensdauer solcher Bauelemente ganz beträchtlich verlängert.
Auf diese Weise wird ferner eine Wasserdichtheit der so hergestellten Kunstmasse
erreicht, die auffallend weit über das seither bekannte Maß hinausgeht, so daß nach
durchgeführten Versuchen die Kunstmasse sogar einem Wasserdruck von ganz bedeutender
Größe widerstehen kann.
Die Gewichte der Stoffe werden nach einer vom Erfinder auf Grund von Versuchen
empirisch aufgestellten Formel berechnet, zu deren Erklärung folgendes, gesagt wird:
Die Grundlage der Formel ist die Korngröße von r mm. Mit dem Buchstaben χ
wird der Unterschied der jeweiligen Korngröße gegenüber 1 mm bezeichnet. Der Buchstabe
H bedeutet den Härtestoff (Eisenteile, Stahlteile usw.), der Buchstabe B bedeutet
das Bindemittel (Zement usw.).
Eine Korngröße von (1 jt x) mm erfordert
folgendes Gewidhtsverhältnis zwischen Härtestoff und Bindemittel: (ioo + ^x)
Gramm H : (54 T 3 x) Gramm B, wobei das obere Zeichen für Korngrößen über 1 mm,
das untere Zeichen für Korngrößen unter ι mm gilt.
Es werden gekörnte Eisenteile mit einer Korngröße von S mm verwendet. Dann ist
B68277
der Unterschied zwischen S und ι mm gleich
4, also χ = 4. Daraus ergibt sich folgendes Gewichtsverhältnis der zu mischenden Stoffe:
(100 + 7 ■ 4) g Eisenteüe: (54 — 3 · 4) g
Zement, somit 128 g Eisenteile: 42 g Zement.
Es werden Karborundumteile mit einer Korngröße von 2 mm verwendet. Dann ist
der Unterschied zwischen 2 und 1 mm gleich i, also x= 1. Daraus ergibt sich folgendes
Gewichtsverhältnis der zu mischenden Stoffe: (100 + 7 · 1) g !Carborundum : (54
— 3 · 1) g Hochofenzement, somit 107 g !Carborundum : 51 g Hochofenzement.
Es werden pulverisierte Stahlteile mit einer Korngröße von 0,3 mm verwendet. Dann ist
ao der Unterschied zwischen 0,3 und 1 mm gleich 0,7, also χ = 0,7. Daraus ergibt sich
folgendes Gewichtsverhältnis 'der zu mischenden Stoffe (untere Zeichen) : (100 — 7-0,7)
g Stahlteile : (54 -j- 3 · 0,7) g säurefester Zement,
somit 95,1 g Stahlteile : 56,1 g säurefester Zement.
Es werden einerseits Siliziumkarbidteile in einer Korngröße von. o,i mm und andererseits
gekörnte Hartgußteile mit einer Korngröße von 4 mm verwendet, und zwar soll das Raumverhältnis dieser Stoffe wie 1 : 3
sein. Dann ist für 'das Siliziumkarbid der Unterschied 0,1 und 1 mm gleich 0,9, also
χ = 0,9. Daraus ergibt sich für das Siliziumkarbid folgendes Gewichtsverhältnis zwischen
Siliziumkarbid und Bindemittel: (100 — 7 · 0,9) g Siliziumkarbid : (54 +
3 · 0,9) g Eisenportlandzement, 93,7 g Siliziumkarbid : 56,7 g Eisenportlandzement.
Ferner ist für die Hartgußteile der Unterschied zwischen 4 und 1 mm gleich 3, also
χ = 3. Daraus ergibt sich für die Hartgußteile folgendes Gewichtsverhältnis zwischen
Hartgußteilen und Bindemitteln: (100 + 7 · 3) g Hartgußteile : (54 — 3 · 3) g
Eisenportlandzement, 121 g Hartguß teile : 45 g, Eisenporlandzement.
So Diese beiden Mischungen werden nunmehr im Raumverhältnis 1 : 3, d. h. es werden z. B.
ι 1 Siliziumkarbidmischung mit 3 1 Hartgußteilmischung miteinander vermengt, bei welcher
Vermengung das notwendige Wasser zugegeben wird.
Zur besseren Übersichtlichkeit ist das neu gefundene und in der vorstehenden Formel
niedergelegte Gesetz für eine gewisse Anzahl von Korngrößen in dem anliegenden Diagramm
dargestellt, in welchem auf der Abszisse K die Korngrößen der Härtestoffe in
Millimeter und auf den beiderseitigen Ordinaten M und Z die verhältnismäßigen
Grammengen des Härtestoffs H und des Bindemittels B aufgetragen sind, Selbstverständ-Hch
kann das Diagramm für weitere (größere) Korngrößen in beliebiger Weise erweitert
werden. Die beiden Linien ermöglichen die Ablesung der für eine bestimmte Korngröße
K des Härtestoffs H jeweils benötigten verhältnismäßigen Grammengen des Härtestoffs
H und des Bindemittels B.
In dem Diagramm ist mit strichpunktierten Linien ein Beispiel eingetragen, bei welchem
die Korngröße des Härtestoffs gleich 2 mm ist und dem 2. Beispiel entspricht.
Die Versuche haben ferner ergeben, daß alle Zementarten für den vorliegenden Zweck
brauchbar sind, insbesondere hat sich gezeigt, daß sogenannter säurefester Zement, d. h. Zement,
der sehr fein gemahlen ist, einerseits den Härtegrad, andererseits die Wasserdichtheit
und namentlich die Widerstandsfähigkeit gegen chemische Einflüsse weiterhin wesentlich
erhöht.
Claims (3)
1. Kunstmasse für Bauelemente, Überzüge, Beläge usw., bestehend aus Zement
oder zementähnlichen Bindemitteln, Metallteilen oder anderen hartkörnigen Stoffen
und Wasser, dadurch gekennzeichnet, daß die Bindemittel und Hartteile in Gewichtsverhältnissen
zur Anwendung gelangen, die von der jeweiligen Korngröße der Hartteile in der Weise abhängig sind,
daß die Bindemittelmenge mit zunehmender Korngröße bzw. Durchschnittsgröße abnimmt.
2. Ein Verfahren zur Herstellung der Kunstmasse nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die zur Verwendung
- gelangenden Stoffe in einem Gewichtsverhältnis nach der Formel: Hartteile : Bindemittel
= (100 +. 7 x) : (54 -+ 3 x) gemischt
werden, wobei χ den Unterschied der jeweiligen Korngröße gegenüber imm
bezeichnet.
3. Ein Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Bindemittel
ein säurefester Zement zur^Anwendung gelangt, der sehr fein gemahlen ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK79513D DE368277C (de) | 1921-10-19 | 1921-10-19 | Kunstmasse fuer Bauelemente, UEberzuege, Belaege usw. und Verfahren zu ihrer Herstellung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK79513D DE368277C (de) | 1921-10-19 | 1921-10-19 | Kunstmasse fuer Bauelemente, UEberzuege, Belaege usw. und Verfahren zu ihrer Herstellung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE368277C true DE368277C (de) | 1923-02-02 |
Family
ID=7233583
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEK79513D Expired DE368277C (de) | 1921-10-19 | 1921-10-19 | Kunstmasse fuer Bauelemente, UEberzuege, Belaege usw. und Verfahren zu ihrer Herstellung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE368277C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1037354B (de) * | 1953-02-16 | 1958-08-21 | Ingrid Vogt | Verschleissfester Strassenbeton |
-
1921
- 1921-10-19 DE DEK79513D patent/DE368277C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1037354B (de) * | 1953-02-16 | 1958-08-21 | Ingrid Vogt | Verschleissfester Strassenbeton |
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