DE3645293C2 - Auflöseeinrichtung an einer Mischeinrichtung für einem Mahlwerkzeug zuzuführendes körniges Gut - Google Patents
Auflöseeinrichtung an einer Mischeinrichtung für einem Mahlwerkzeug zuzuführendes körniges GutInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Auflöseeinrichtung an einer
Mischeinrichtung für einem Mahlwerkzeug zuzuführendes
körniges Gut.
Aus der DE-PS 3 00 412 ist bereits eine durch Schneckendruck
wirkende Mahl- und Auflösemaschine für Getreide mit mehre
ren, in den Mahlraum ragenden Bolzenreihen und durch diese
hindurchschlagenden, auf der Schneckenwelle sitzenden stab
förmigen Schläger bekannt, wobei die Schläger und die
festen Bolzen zu Rundkörpern ohne scharfe Kanten ausgebildet
und zu der Schneckenwelle in parallelen Reihen derart
angeordnet sind, daß die Bolzen der umlaufenden Bolzenreihen
gleichzeitig durch die Bolzen der feststehenden Bolzenreihen
hindurchschlagen. Durch diese Ausbildung sollen Mahl- und
Auflösemaschinen verbessert werden, bei denen die Schläger
und Bolzen scheibenförmig, prismatisch oder schraubenflächen
förmig ausgebildet und mit scharfen Schneid- oder Schlagkan
ten ausgerüstet sind. Nachteilig an dieser bekannten Auflöse
einrichtung ist der breite Querschnitt der Schläger und
Bolzen, welcher das Auflösen von Agglomeraten erschwert und
daher eine Vergleichmäßigung des zugeführten körnigen Gutes
behindert, sowie der die Körner des Getreides zerstörende
Mahleffekt.
Die Erfindung hat demgegenüber eine Auflöseeinrichtung
einer Mischeinrichtung zum Gegenstand, welche lediglich eine
Vorstufe für einen Mahlvorgang darstellt, selbst also keine
Mahlfunktion hat.
Das Ziel der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine
Auflöseeinrichtung der eingangs genannten Gattung zu
schaffen, mit der die Vergleichmäßigung des zugeführten
Gutes verbessert werden kann.
Zur Lösung dieser Aufgabe sieht die Erfindung eine
Auflöseeinrichtung an einer Mischeinrichtung für einem
Mahlwerkzeug zuzuführendes körniges Gut mit einem auf seinem
Umfang Mischarme tragenden Rotor und zwischen diese
eingreifenden gehäusefesten Statorwerkzeugen vor, bei der
die Mischarme mit Endkanten versehene Mischflügel aufweisen
und die Statorwerkzeuge als Messer ausgebildet sind, die
zwischen jeweils zwei Flügel eingreifen und von den Endkan
ten der Mischflügel einen so geringen Abstand besitzen, daß
sie im Sinne einer Auflösung von Zusammenballungen mit
diesen Kanten zusammenwirken.
Aufgrund der erfindungsgemäßen Ausbildung erfolgt ein
definiertes Zerschneiden der zugeführten Agglomerate,
wodurch bei geringem Widerstand eine besonders gute
Vergleichmäßigung des zugeführten körnigen Gutes erreicht
wird. Die Körner selbst werden dagegen nicht zerkleinert,
sondern lediglich im Sinne einer guten Vergleichmäßigung
miteinander vermischt.
Nach Anspruch 2 sind die Mischflügel vorteilhafterweise
durch unterbrochene Windungen einer Mischerschnecke
gebildet. Auf diese Weise ergibt sich der Effekt, daß das
langsam durch die Auflöseeinrichtung strömende Gut örtlich
von den Flügeln weggedrückt wird, wenn sich der Rotor dreht,
worauf Gut von anderen Stellen in den durch das weggedrückte
Gut freigemachten Raum nachrückt. Aufgrund der radialen
Unterbrechungen der Schneckengänge wird aber ein Teil des
Gutes unverschoben bleiben und sich mit dem so neu
hinzugekommenen Gut vermischen, bzw. kann das weggedrückte
Gut in den axialen Unterbrechungen ausweichen und vermischt
sich mit dem nachrückenden Gut.
Nach Anspruch 3 und 4 sind die Mischflügel an sich vom Rotor
radial nach außen erstreckenden Armen angeordnet bzw. die
Arme um ihre Längsachse verdrehbar und in ihrer jeweiligen
Lage feststellbar. Dies ermöglicht es, ihre Auflösewirkung
durch Verdrehen der Arme um ihre Längsachse zu beeinflussen.
Anschließend werden die Arme in ihrer jeweiligen Lage durch
Klemmschrauben oder andere an sich bekannte Einrichtungen
fixiert. Damit wird einerseits die Schräglage der
Mischflügel verändert, andererseits zwischen diesen mehr
oder weniger große Freiräume geschaffen.
Nach Anspruch 5 sind die Messer an einem oder mehreren
senkrecht zu dem Messer verlaufenden Klemmbalken fixierbar.
Diese Ausbildung verbessert die Auflösewirkung, wenn man
nach Anspruch 4 die Schräglage der Mischflügel durch
Verdrehen der Arme einstellbar gestalten will.
Nach Anspruch 6 weist die Mischerschnecke Schneckengänge
entgegengesetzter Förderrichtung auf. Da gerade die Seiten
der Walzen normalerweise eine geringere Abnützung erleiden
als der mittlere Bereich, ist es erwünscht, dort mehr Gut
zuzuführen. Aus diesem Grund ist es darum zweckmäßig, wenn
die Mischerschnecke mit Schneckengängen entgegengesetzter
Förderrichtung, d. h. nach außen gegen die Seiten zu
fördernden Schneckengängen, versehen ist.
Weitere Einzelheiten ergeben sich anhand der nachfolgenden
Beschreibung von in der Zeichnung schematisch dargestellten
Ausführungsbeispielen. Es zeigen:
Fig. 1 eine Auflöseeinrichtung an einer Mischeinrichtung an
einem Walzwerk mit einen Einfüllkasten, -trog oder
dgl. wobei die Walzen in Seitenansicht, der
Einfüllkasten in einem Schnitt etwa nach der Linie
I-I der Fig. 2 dargestellt ist, die
Fig. 2 eine Schnittansicht nach der Linie II-II der Fig. 1
und
Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie III-III der Fig. 1.
Nach Fig. 1 sind innerhalb eines Gehäuses 1 wenigstens zwei
Walzen 2 eines Quetschwalzenstuhles gelagert, denen das zu
verarbeitende körnige Gut über ein Zuführblech 3 nach dem
Auflösen von in diesem vorhandenen Zusammenballungen in
einer erfindungsgemäßen Auflösevorrichtung, die weiter unten
detailliert beschrieben wird, zu
führbar ist. Die beiden Walzen 2 sind in üblicher, nicht
dargestellter Weise gegeneinander gepreßt und wer
den mit unterschiedlichen Umfangsgeschwindigkeiten
angetrieben, wie dies durch Pfeile 4, 5 angedeutet ist.
Das Zuführblech 3 ist in einem Einfüllkasten 6 um
eine Achse 7 schwenkbar gelagert. Der Einfüllkasten 6
ist auf das Gehäuse 1 aufgesetzt. Mit dem Zuführblech 3
ist ein Schwenkarm 8 verbunden, der an einem Stift 9
angreift, der seinerseits an einem in verschiedenen La
gen fixierbaren Schieber 10 befestigt ist.
Oberhalb des Zuführbleches 3 ist eine Speisewalze 11
vorgesehen, der die untere Kante 12 eines um eine Achse
13 verschwenkbaren Dosiersektors 14 gegenüber
liegt. Am Dosiersektor 14 ist ein Kolben-Zylinder-Ag
gregat 15 gelenkig befestigt, dessen Kolbenstange 16 an
einem Punkt 17 des Einfüllkastens fixiert ist. Je nach der
Relativlage der Kolbenstange 16 wird sich daher eine
verschiedene Lage der Kante 12 relativ zur Speisewalze
11 und damit eine entsprechende Dosierung des zuge
führten Gutes ergeben. Hierzu mag das Aggregat 15,
das ein pneumatisches oder hydraulisches sein kann,
durch entsprechende Einstellung des ihm zugeführten
Fluids gesteuert oder auch durch die Stromaufnahme
des Antriebes für die Walzen 2 automatisch im Sinne
einer Konstanthaltung dieser Stromaufnahme geregelt
werden.
Obwohl diese Art der Speisung bevorzugt ist, wäre es
auch denkbar, an Stelle des dem Speisespalt 18 zwischen
der Walze 11 und der Kante 12 begrenzenden Sektors
14 eine weitere, mit der Speisewalze 11 zusammenwir
kende Walze vorzusehen, die entsprechend verstellbar
ist, um den jeweils gewünschten Spalt 18 einzustellen. Es
versteht sich aber, daß die dargestelle Konstruktion
weniger aufwendig ist. Zweckmäßig ist aber in jedem
Falle im Anschluß an die Speiseeinrichtung 11-18 ein
Magnet 19 vorgesehen, um etwaige Eisenteile aus dem
vorbeilaufenden Gut anzuziehen. Der Speisewalze 11
wird das Gut, das üblicherweise den ganzen Bereich
oberhalb der Speiseeinrichtung 11 bis 18 ausfüllt, über
ein geneigtes Trichterblech 20 zugeführt.
Gemäß der hier vorgeschlagenen Lösung ist ober
halb des Trichterbleches 20 eine Mischkammer 21 vor
gesehen. Diese Mischkammer 21 wird durch eine weite
res Trichterblech 22 größerer Neigung als das Blech 20
und anderseits durch eine vertikale Wand 23 von beiden
Längsseiten begrenzt. Nach unten zu ist die Kammer 21
durch eine trogförmige Trennwand 24 abgeschlossen, die
das über eine Einfüllöffnung 25 und ein daran ange
schlossenes Zufuhrrohr 26 rechteckigen Querschnittes
(vgl. Fig. 1, 2) hereinströmende körnige Gut daran hin
dert, unmittelbar der durch den Spalt 18 gebildeten Zu
fuhröffnung zu den Walzen 2 zuzufließen. Im wesentli
chen die einzige Verbindung zwischen der Mischkam
mer 21 zur Zufuhröffnung 18 ist über eine verhältnis
mäßig breite, schlitzförmige Verbindungsöffnung 27
gegeben. Diese Schlitzöffnung kann gewünschtenfalls
noch dadurch erweitert werden, indem eine mit der ver
tikalen Wand 23 verbundene Schiebewand 28 hochge
schoben und in der jeweiligen Stellung fixiert wird. Die
Schiebewand 28 kann dann mit Hilfe von Klemmschrau
ben 29 in jeder beliebigen Lage fixiert werden.
Innerhalb der Mischkammer 21 ist eine Mischeinrich
tung 30, zweckmäßig im Bereiche des von der Trenn
wand gebildeten Troges, vorgesehen, der auch die Ver
bindungsöffnung 27 größtenteils abdeckt und so ver
hindert, daß von der Einfüllöffnung 25 kommendes Gut
unvermischt direkt in die Verbindungsöffnung und von
da in den Speiseapparat 11-18 gelangt. Diese Misch
einrichtung 30 weist vorzugsweise einen Rotor 31 mit
frei endigenden Mischarmen 32 auf, an deren Enden
Mischflügel 33 befestigt sind. Diese Mischflügel 33 bil
den bevorzugt die Windungen einer Mischerschnecke,
wie dies aus den Fig. 2 und 3 ersichtlich ist. Zweckmäßig
wird diese Mischerschnecke in der dargestellten
Weise unterbrochene Schneckengänge aufweisen, um
dadurch den Mischeffekt zu verbessern. Derartige Un
terbrechungen der Schneckengänge sind sowohl in ra
dialer Richtung zwischen dem Rotor 31 und den Flügeln
33 vorgesehen, als auch in axialer Richtung zwischen
einzelnen an jeweils einem Arm 32 befestigten Flügeln
33.
Auf diese Weise ergibt sich der Effekt, daß das lang
sam durch die Mischerkammer 21 strömende Gut ört
lich von den Flügeln 33 weggedrückt wird, wenn sich
der Rotor 31 im Sinne des Pfeiles 34 (Fig. 1, 2), dreht,
worauf Gut von anderen Stellen in den durch das weg
gedrückte Gut freigemachten Raum nachrückt. Auf
Grund der radialen Unterbrechungen der Schnecken
gänge wird aber ein Teil des Gutes unverschoben blei
ben und sich mit dem so neu hinzugekommenen Gut
vermischen, bzw. kann das weggedrückte Gut in den
axialen Unterbrechungen ausweichen und vermischt
sich mit dem nachrückenden Gut. Es sei hier darauf
hingewiesen, daß in diesem Falle für das Mischen ganz
andere Verhältnisse herrschen als in den meisten Mi
schern für körniges Gut, bei denen dasselbe innerhalb
eines freien Raumes verwirbelt wird. Dagegen ist ja, wie
schon erwähnt, praktisch der ganze Einfüllkasten 6 von
der Eingangsöffnung 25 bis zur Zufuhröffnung 18 mit
körnigem Gut angefüllt, so daß ein solcher Verwirbe
lungseffekt gar nicht in Frage kommt.
Die Tatsache, daß die Mischflügel 33 an je einem
Arm 32 befestigt sind, wie dies einer bevorzugten Aus
führung entspricht, ermöglicht es, ihre Mischwirkung
durch Verdrehen der Arme 32 um ihre Längsachse zu
beeinflussen. Anschließend werden die Arme 32 in ihrer
jeweiligen Lage durch Klemmschrauben oder andere an
sich bekannte Einrichtungen fixiert. Damit wird einer
seits die Schräglage der Mischflügel 33 verändert, an
derseits zwischen diesen mehr oder weniger große
Freiräume geschaffen.
Unter den genannten erschwerten Bedingungen für
den Mischvorgang ist es wichtig, daß die Mischeinrich
tung 30 nicht dem vollen Druck des von oben durch die
Eingangsöffnung 25 nachrückenden Gutes ausgesetzt
ist, weil sich sonst die Körner so stark unter der Pres
sung agglomerieren, daß die Unterbrechungen der von
den Flügeln 33 gebildeten Schnecke nicht mehr ausrei
chen, um den Mischeffekt zu erzielen, weil das so agglo
merierte Gut auch in den radialen Unterbrechungen
von den Flügeln mitgeschoben wird, da es reibungs
schlüssig an den übrigen Körnern anhaftet. Da die Rei
bung aber u. a. vom Druck abhängig ist, kann die Misch
wirkung dadurch verbessert werden, daß die Misch
kammer 21 einen gegenüber dem Querschnitt der Ein
gangsöffnung 25 erweiterten Querschnitt besitzt. Eine
derartige Erweiterung ergibt sich in Axialrichtung des
Rotors 31 (bzw. parallel zu den Achsen der Walzen 2)
dadurch, daß das im Querschnitt rechteckige Zufuhr
rohr 26 eine Länge l (Fig. 2) aufweist, die Mischkammer
21 im Bereich des Rotors 31 hingegen eine große Länge
L. Dadurch ergibt sich eine Entlastung vor allem auf
den Seiten. Um diese Entlastung durch sich innerhalb
der Mischkammer 21 oberhalb der Mischeinrichtung 30
wieder zusammenballendes Gut nicht verloren gehen zu
lassen, ist es vorteilhaft, wenn fluchtend mit dem Zufuhr
rohr 26 bis zu einer gewissen Höhe der Mischkammer
21 Seitenwände 35 (Fig. 3) vorgesehen sind. Unterhalb
dieser Seitenwände 35 erfolgt dann eine plötzliche
Druckentlastung an den Seiten, die dort den Misch
effekt der Mischeinrichtung 30 begünstigt.
Um nun aber eine Druckentlastung über die gesamte
Länge der Mischeinrichtung 30 zu erhalten, ist auch die
Breite b des Zufuhrrohres 26 geringer als die Breite B
der Mischkammer 21 im Anschluß an die Eingangsöff
nung 25. Darum ist auch der Winkel des Trichterbleches
22 relativ steil bemessen, vorzugsweise größer als 60°,
damit sich das Gut gegen die Mischeinrichtung 30 nicht
neuerlich allzu stark verdichtet. Auch hier wiederum
kann durch Verschieben der Schiebewand 28 mit ihren
Seitenwänden 135 eine gewisse Einstellbarkeit geschaf
fen werden, wobei es gegebenenfalls zweckmäßig sein
mag, die Seitenwände 135 gesondert von der vorderen
Wand 28 verstellen zu können.
Die Erweiterung der Mischkammer 21 in Längsrich
tung auf Grund der Unterschiede der Bemessungen l und
L bringt es allerdings mit sich, daß an sich an den Seiten,
gegen die Stirnflächen zu, der Walzen 2 weniger Gut
zugeführt würde, als in der Mitte. Da aber gerade die
Seiten der Walzen 2 normalerweise eine geringere Ab
nützung erleiden als der mittlere Bereich ist es sogar
eher erwünscht, dort mehr Gut zuzuführen. Aus jedem
dieser beiden Gründe für sich, ist es darum zweckmäßig,
wenn die Mischerschnecke 30 mit Schneckengängen
entgegengesetzter Förderrichtung, d. h. nach außen ge
gen die Seiten zu fördernden Schneckengängen, verse
hen ist, wie dies die Fig. 2 und 3 deutlich zeigen. Darüber
hinaus mag zusätzlich oder alternativ eine weitere
Maßnahme getroffen sein, die darin besteht, daß die
Trennwand 24 an den Seiten Ausnehmungen besitzt, die
am deutlichsten aus Fig. 3 ersichtlich sind. Die Größe
dieser Ausnehmungen mag mit Hilfe von Schiebeble
chen 37 (Fig. 2) einstellbar sein, die mit Hilfe von Fixier
schrauben 38 in jeder beliebigen Lage feststellbar sind.
An Stelle der bogenförmigen Ausnehmungen 36 wäre
es selbstverständlich auch denkbar, die Trennwand 24
im seitlichen Bereich mit Durchbrechungen bzw. Öffnun
gen zu versehen. Jedenfalls bilden die Ausnehmun
gen 36 gewissermaßen Erweiterungen der seitlichen
Verbindungsöffnung 27 von der Mischkammer 21 zur
Zufuhröffnung 18.
Die Zufuhr des körnigen Gutes über das Rohr 26
kann von einem Silo aus und/oder über eine Transport
einrichtung, insbesondere über einen Kettentranspor
teur, erfolgen. Dabei mag es unter mancherlei Einflüs
sen (Druck, Feuchtigkeit usw.) zur Bildung von Agglo
meraten kommen, die einerseits für das Mischen durch
die Mischeinrichtung 33, anderseits aber auch für die
Speisung über die Speiseeinrichtung 11-18 nachteilig
ist. Dies gilt, ganz gleichgültig, ob, wie dargestellt, eine
Speiseeinrichtung mit einer Walze verwendet wird oder
ob die Speisung lediglich über ein vibrierendes Blech
erfolgt, dem der Sektor 14 gegenüberliegt. Noch ungün
stiger wären solche Agglomerate, wenn unterhalb der
Mischkammer 21 überhaupt keine gesonderte Speise
einrichtung vorhanden wäre, wie dies verschiedentlich
schon vorgeschlagen worden ist. Zwar wirkt schon die
Tätigkeit der Mischeinrichtung 30 teilweise im Sinne
einer Auflösung solcher Zusammenballungen, doch ist
es günstig, wenn eine zusätzliche Auflöseeinrichtung
vorgesehen ist.
Eine derartige Auflöseeinrichtung ist gemäß der
Darstellung der Fig. 1 und 2 durch als Statorwerkzeuge
wirkende Messer 39 gegeben, die an Vorsprüngen 40
(Fig. 2) einer Schrägwand 41 mittels Langlöcher 42
(Fig. 1) dieser Messer 39 durchsetzender Klemmschrau
ben 43 (Fig. 2) einstellbar befestigt sind. Will man aber
die Schräglage der Mischflügel 33 durch Verdrehen der
Arme 32 einstellbar gestalten, so ist es zweckmäßig,
wenn die Statorwerkzeuge 39 an einem (oder mehreren
kürzeren) quer über die Schrägwand 41 und senkrecht
zu den Messern 39 verlaufenden Klemmbalken in belie
biger Lage fixierbar sind. Gegebenenfalls können auch
zwei solcher Messer 39 jeweils zwischen zwei Mischflü
geln 33 angeordnet sein.
Wie ersichtlich, erstrecken sich die Messer 39 bis
knapp an die Oberfläche des Rotors 31 und sind jeweils
zwischen zwei Schneckenflügel 33 eingesetzt (vgl.
Fig. 2), von deren Endkanten sie zweckmäßig einen so
geringen Abstand besitzen, daß sie im Sinne einer Auf
lösung von Zusammenballungen mit diesen Kanten zu
sammenwirken. Eine alternative Lösung sei später an
Hand der Fig. 4 beschrieben.
Der Antrieb der Mischeinrichtung 30 kann entweder
von einer gemeinsamen Antriebsquelle erfolgen, die
auch die Walzen 2 und/oder die Speisewalze 11 an
treibt. Hierfür ist ein Antriebsrad 43 (Fig. 2, 3) vorgese
hen. Gewünschtenfalls kann aber auch ein eigener Mo
tor für die Mischheinrichtung 30 vorgesehen sein.
Die Statorarme bzw. -messer 39 wirken in Achsrichtung durch
Zusammenwirken mit den Endkanten der Flügel 33 im Sinne
eines Auflösens.
Im Rahmen der Erfindung sind zahlreiche weitere Varianten
denkbar; beispielsweise wurde oben erwähnt, daß die
Mischwirkung der bevorzugt verwendeten Mischerschnecken
aufgrund der Tatsache, daß die Mischkammer jeweils völlig
gefüllt ist, nicht auf einem Verwirbelungseffekt beruht, wie
bei den meisten Mischern für körniges Gut. Viel eher ist der
Effekt der dargestellten Mischerschnecken mit denjenigen
vergleichbar, wie sie zum Vermischen von Kunststoffen
verwendet werden. Dennoch ist es denkbar, am Eingang 25 der
Mischkammer eine zusätzliche Speiseeinrichtung anzuordnen,
die praktisch die Mischkammer von der Zufuhr und damit vom
Druck des zu verarbeitenden Gutes entlastet, was der
Bildung von Agglomeraten entgegenwirkt und so die
Auflöseeinrichtung entlastet.
Abweichend von der Darstellung der Fig. 1 können auch zwei
identisch ausgebildete Rotoren vorgesehen sein, die an Armen
Schneckenflügel tragen. Dabei kann die Drehrichtung der
beiden Rotoren einander entgegengesetzt sein, wobei es
gewünschtenfalls möglich ist, auch eine unterschiedliche
Drehzahl vorzusehen. Dies hat seinen Grund darin, daß der
Auflösungseffekt bei entgegengesetzter Drehrichtung größer
ist. Es versteht sich, daß auch hier die Arme um ihre
Längsachse verdrehbar ausgebildet sein können. Bei einer
derartigen Ausbildung mit zwei Rotoren können Statorarme
gewünschtenfalls für jeden der beiden Mischeinrichtungen
vorgesehen werden.
Claims (6)
1. Auflöseeinrichtung an einer Mischeinrichtung für einem
Mahlwerkzeug zuzuführendes körniges Gut mit einem auf
seinem Umfang Mischarme (32, 33) tragenden Rotor (31)
und zwischen diese eingreifenden gehäusefesten Stator
werkzeugen (39), bei
der die Mischarme mit Endkanten versehene Mischflügel
(33) aufweisen und die Statorwerkzeuge als Messer (39)
ausgebildet sind, die zwischen jeweils zwei Flügel (33)
eingreifen und von den Endkanten der Mischflügel (33)
einen so geringen Abstand besitzen, daß sie im Sinne
einer Auflösung von Zusammenballungen mit diesen Kanten
Zusammenwirken.
2. Auflöseeinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Mischflügel (33) durch unterbrochene Windungen
einer Mischerschnecke (30) gebildet sind.
3. Auflöseeinrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Mischflügel (33) an sich vom Rotor (31) radial
nach außen erstreckenden Armen (32) angeordnet sind.
4. Auflöseeinrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Arme (32) um ihre Längsachse verdrehbar und in
ihrer jeweiligen Lage feststellbar sind.
5. Auflöseeinrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Messer (39) an einem oder mehreren senkrecht zu
dem Messer (39) verlaufenden Klemmbalken fixierbar sind.
6. Auflöseeinrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Mischerschnecke (30) Schneckengänge entgegen
gesetzter Förderrichtung aufweist.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE3645293A DE3645293C2 (de) | 1985-09-20 | 1986-09-12 | Auflöseeinrichtung an einer Mischeinrichtung für einem Mahlwerkzeug zuzuführendes körniges Gut |
Applications Claiming Priority (3)
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| DE3645293A DE3645293C2 (de) | 1985-09-20 | 1986-09-12 | Auflöseeinrichtung an einer Mischeinrichtung für einem Mahlwerkzeug zuzuführendes körniges Gut |
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Publications (1)
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE3645293A Expired - Lifetime DE3645293C2 (de) | 1985-09-20 | 1986-09-12 | Auflöseeinrichtung an einer Mischeinrichtung für einem Mahlwerkzeug zuzuführendes körniges Gut |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3645293C2 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN119054627A (zh) * | 2024-11-04 | 2024-12-03 | 山东睿高农牧机械有限公司 | 一种适应于断奶幼畜的喂料装置及方法 |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE300412C (de) * |
-
1986
- 1986-09-12 DE DE3645293A patent/DE3645293C2/de not_active Expired - Lifetime
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE300412C (de) * |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN119054627A (zh) * | 2024-11-04 | 2024-12-03 | 山东睿高农牧机械有限公司 | 一种适应于断奶幼畜的喂料装置及方法 |
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