DE36368C - Verfahren und Apparat, um Oele, besonders Palmöl, in Firnifs überzuführen - Google Patents

Verfahren und Apparat, um Oele, besonders Palmöl, in Firnifs überzuführen

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DE36368C
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DENDAT36368D
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O. SAUER in Berlin, Weberstr. 40 a
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    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C09—DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09F—NATURAL RESINS; FRENCH POLISH; DRYING-OILS; OIL DRYING AGENTS, i.e. SICCATIVES; TURPENTINE
    • C09F7/00—Chemical modification of drying oils

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 22: Farbstoffe, Firnisse, Lacke.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 23. August 1885 ab.
Palmöl wird mit Paraffinöl, in welchem 5 pCt. Ozokerit in der Wärme gelöst sind, beim Erwärmen gemischt. Diese Mischung wird in einem Kessel A mittelst Rührwerkes B in lebhafter Durcheinanderbewegung erhalten. In dieses OeI wird durch das Rohr R ein Strom erwärmter Luft eingeführt und durch eine fein gelochte Platte C möglichst vertheilt. Dieser durch den Ventilator D erzeugte Luftstrom passirt ein" Gefäfs E. In dieses werden durch Zerstäuber in den Luftstrom eingeführt: auf der einen Seite ein Nebel von Wasserstoffsuperoxyd, auf der anderen ein Nebel von einer concentrirten wässerigen Chlorzinklösung. Erstere Substanz ist in dem Gefäfs H, die Chlorzinklösung in dem Gefäfs J enthalten; die Zuleitungsrohre K führen je einen Strom Dampf oder comprimirte Luft nach den Zerstäubern.
Die von E aus durch das Rohr R in das OeI eingeprefste Luft führt also beide Flüssigkeiten als Nebel fein zertheilt mit sich.
Was die Luft von- dem Nebel nicht aufnimmt, setzt sich am Boden des Gefäfses E ab und wird ab und zu durch die Hähne S entleert. Damit sich beide Bodensätze möglichst wenig mischen, ist die Scheidewand am Boden des Gefäfses E vorgesehen.
Das beschriebene Verfahren wird so lange fortgesetzt, bis auf 100 kg OeI 0,5 kg Wasserstoffsuperoxyd und 1,2 kg Chlorzinklösung verbraucht sind.
Durch die vorstehend beschriebene Manipulation werden dem OeI Chlorzink und Wasserstoffsuperoxyd in ganz fein zertheiltem Zustande zugeführt und durch das Rührwerk ganz innig beigemengt, wodurch beide Substanzen eine stark antiseptische und mit dem Sauerstoff der Luft zusammen eine zu Firnifs verdickende Wirkung auf das OeI ausüben.
Je nach dem Zweck des Anstriches kann das fertige OeI mit Theer verdünnt oder mit pulverigen Substanzen verdickt werden.

Claims (2)

P ate nt-An Sprüche:
1. Die Einführung eines Nebels von Wasserstoffsuperoxyd und eines Nebels von Chlorzinklösung (mittelst zweier Zerstäuber) in einen erwärmten Luftstrom, und die Einführung dieses Luftstromes in eine warme Mischung von Palmöl mit einer 5 procentigen Lösung, von Ozokerit in Paraffiriöl.
2. Für den beschriebenen Zweck ein Apparat, bestehend aus dem Ventilator D, dem Gefäfs E mit zwei in dasselbe einmündenden Zerstäubern, welche Nebel von Chlorzinklösung und Wasserstoffsuperoxyd in E einführen, sowie dem mit E durch das Rohr R verbundenen, mit Rührwerk B und Ver-.theilungsplatte C versehenen Kessel A.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
BERLIN. GEDRUCKT IN DER REICHSDRUCKEREI.
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