DE3617032C2 - Lithotripsiegerät mit extrakorporalem Stoßwellengenerator - Google Patents
Lithotripsiegerät mit extrakorporalem StoßwellengeneratorInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Lithotripsiegerät nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Eines der vielen Leiden der Menschheit sind Steinbildungen, d. h. die Bildung von
Steinen oder Konkrementen innerhalb des Körpers. Die Entwicklung derartiger
Konkremente findet hauptsächlich im Nierensystem und in der Gallenblase statt.
Manche dieser Steine passieren das Nierensystem, ohne daß die Person, die die Steine
hat, nachteilige Einflüsse bemerkt. Andere Steine legen sich in der Niere, der
Gallenblase oder den Verbindungskanälen zwischen Niere, Gallenblase und dem
Körperausgang fest und verursachen Schmerzen oder beeinträchtigen das einwandfreie
Arbeiten der Organe, so daß das Entfernen dieser Steinbildungen notwendig wird.
Ursprünglich bestand der einzige Weg, derartige Steine zu entfernen, in einem
chirurgischen Eingriff. Mit der Entwicklung verbesserter Abbildungstechniken ist es
möglich gewesen, perkutane (durch die Haut hindurch wirkende) Techniken zum
Entfernen vieler dieser Steinbildungen zu verwenden. Die Perkutan-Techniken machen
ebenfalls einen Eingriff erforderlich, und es ist notwendig, Vorrichtungen, z. B.
Nephrotomie-Katheter einzuführen, um die Entfernung der Steine zu erreichen. Die
Katheder sind mit Vorrichtungen ausgerüstet, die die Steine erfassen, oder arbeiten mit
Ultraschallgeneratoren, um die Steine durch Vibrationseinwirkung zu zerbrechen.
In jüngerer Zeit ist die extrakorporale Stoßwellen-Lithotripsie zum Brechen und damit
zum Eliminieren von Nierensteinbildungen eingesetzt worden.
Lithotripsie-Systeme, wie sie heutzutage im Einsatz sind, weisen ein Paar von im
wesentlichen orthogonal positionierten Röntgenstrahlgeneratoren auf, die so ausgelegt
sind, daß sie den zu eliminierenden Stein exakt orten. Der Patient wird dreidimensional
in einem Bad so bewegt, daß Fadenkreuze auf jedem der beiden Bilder, die durch das
System zur Anzeige gebracht werden, an den Stein angrenzen. Die Fadenkreuze neh
men dabei jeweils eine Linienprojektion des Brennpunktes des Stoßwellengenerators
ein. Der Patient wird so lange bewegt, bis die Fadenkreuze auf dem Bild des Steines
übereinanderliegen; dann wird der Stoßwellengenerator getriggert und die Stoßwellen
werden so fokussiert, daß der Stein soweit zertrümmert wird, daß die Einzelteile durch
normale Körperfunktionen aus dem Körper ausgespült werden.
Aus der DE 27 22 252 B2 ist eine Einrichtung zum räumlichen Orten von Konkremen
ten in Verbindung mit einem Koppelgerät in Form eines Ellipsoids mit einer Stoßwellen
quelle im Brennpunkt bekannt, bei dem mehrere Ultraschallwandler im ellipsenför
migen Reflektor eingebaut sind, z. B. ein schwenkbarer Ultraschallschwinger zum Auf
bau eines B-Bildes. Das Koppelgerät und das Konkrement im Körper eines Lebewesens
sind in drei Ebenen relativ zueinander bewegbar.
Der DE 33 16 837 A1 ist ein Lithotripter mit einer Funkenstrecke in einem ellipsoidför
migen Reflektor zu entnehmen, bei dem die Funkenstrecke in der Längsachse des
Reflektors angeordnet ist, um den Wirkungsgrad im Vergleich zu quer angeordneten
Funkenstrecken zu verbessern. Hierbei sind Probleme der Ortung von Konkrementen
nicht angesprochen.
Die DE 31 46 628 A1 zeigt eine Auslösevorrichtung für Stoßwellen, bei der die
Stoßwellen in Korrelation mit Körperfunktionen ausgelöst werden.
Des weiteren ist aus EP 0 084 093 A1 eine Patientenliege bekannt, mit der ein Patient
zum Zweck einer Steinzertrümmerung in einer mit Wasser gefüllten Wanne gelagert
werden kann.
Die DE 31 46 626 A1 hat zum Gegenstand einen beweglichen Therapiekopf mit einer
Röntgenortungseinrichtung, bei der zwischen einer flüssigkeitsgefüllten Fokussierungs
kammer und der Einkoppelstelle in den Körper ein erstes, mit entgastem Wasser gefüll
tes Kissen für das gleichzeitige Einleiten von Röntgen- oder Ultraschallwellen zur
Ortung von Konkrementen und zur Überwachung des Erfolgs der Zerkleinerung, sowie
an der Auskoppelstelle aus dem Körper ein ähnliches zweites Wasserkissen vorgesehen
ist, das den Körper großflächig umfaßt.
Schließlich ist aus der DE 32 20 751 A1 eine Vorrichtung zum Zertrümmern von Kon
krementen im lebenden Körper bekannt, deren Positionierung unter Röntgenkontrolle
und ferner mit hochauflösenden, fernfokussierten Ultraschallsonden vorgenommen
werden kann.
Bei den bekannten Versuchen mit der Anwendung von Ultraschall als Medium zum
Orten der Steinbildungen wurden unterschiedliche akustische Fenster von den Ultra
schallwandlern und von dem Stoßwellengenerator verwendet, ohne daß Korrekturen der
Verzerrungen der Ultraschallsignale und der Stoßwellen aufgrund von Refraktion,
und/oder der Unterschiede der Übertragungsgeschwindigkeiten der Ultraschallsignale
und der Stoßwellen in den unterschiedlichen, von diesen Signalen durchlaufenen
Medien vorgenommen wurden.
Aufgabe der Erfindung ist es, die Nachteile der bekannten Ultraschall-Abbildungs
systeme, die bei der Ortung von Steinbildungen verwendet werden, zu beheben und
die derzeit bekannten Abbildungssysteme zum Orten von Konkrementen, die in Verbin
dung mit extrakorporalen Stoßwellen-Lithotripsiegeräten verwendet werden, zu verbes
sern und dabei den Patienten so zu bewegen, daß eine exakte Positionierung des Kon
krements am Zielbrennpunkt erreicht wird.
Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe bei einem Lithotripsiegerät gemäß dem
Oberbegriff mit den Merkmalen, die im Kennzeichnungsteil des Anspruches
angegeben sind, gelöst. Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der
Unteransprüche.
Bei dem Lithotripsiegerät nach der Erfindung werden die Sichtanzeigevorrichtung, die
Korrekturvorrichtung und das Getriebe gemeinsam verwendet, um das Konkrement am
Zielbrennpunkt korrekt zu positionieren. Die Drehvorrichtung stellt dabei den gleichen
akustischen Pfad für die Ultraschallsignale, die Echosignale und die Stoßwellen sicher.
Die Ultraschallsignal-Wandlervorrichtung zum Abbilden und Kombinieren des Ultra
schallwandlers mit dem Stoßwellengenerator ist bei einer Ausführungsform der Erfin
dung in einer einzigen beweglichen Sonde vorgesehen, wobei die Brennpunkte des
Ultraschallwandlers und des Stoßwellengenerators zusammenfallen. Auch werden für
die Stoßwellen und für die Ultraschallsignale gleiche akustische Fenster verwendet,
damit eine Korrektur auf Positionsfehler, die durch die unterschiedlichen Geschwindig
keiten in den verschiedenen, durchlaufenen Medien auftreten, entfallen kann.
Mit der Erfindung wird ferner eine Vorrichtung zur Berechnung und Korrektur der Posi
tionsfehler vorgeschlagen, die sich aus den Unterschieden der Signalgeschwindigkeit
und der Stoßwellengeschwindigkeit ergeben.
Der Ultraschallwandler ist drehbar um seine eigene Achse ausgebildet, damit eine
Abtastung in einer Vielzahl von Ebenen sowie eine genauere Positionierung des Steines
an Fadenkreuzen auf dem den Zielpunkt anzeigenden Bild ermöglicht wird. In weiterer
Ausgestaltung wird der Ultraschallwandler drehbar um die Achse des Stoßwellen
generators angeordnet, um verschiedene Ansichten des Patienten und des Steines zu
erzielen, während gleichzeitig das Zusammentreffen des Zielbrennpunktes und des
Wandler-Bild-Fadenkreuzes aufrecht erhalten wird. Die Lage der Steine, die mit dem
Wandler in unterschiedlichen Positionen erhalten wird, wird zur Korrektur von Positi
onsfehlern gemittelt.
Um den Vorgang des Ortens der Steine zu beschleunigen, wird die Verwendung eines
Paares von Ultraschallwandlern vorgeschlagen. Die beiden Ultraschallwandler werden
so angeordnet, daß das Fadenkreuz eines jeden Wandlers der Zielbrennpunkt des Stoß
wellengenerators ist, wobei die von den Wandlern abgebildeten Ebenen senkrecht oder
im Winkel zueinander stehen. Ein Orten mit jedem einzelnen Wandler ermöglicht, daß
ein Computer die Lage mittelt, um Positionierfehler zu beheben, ohne daß es erforder
lich ist, den einzelnen Wandler relativ zum Stoßwellengenerator zu drehen.
Vorzugsweise werden Wandler mit einer großen Tiefenschärfe für die allgemeine
Lokalisierung und Wandler mit kleiner Tiefenschärfe für die exakte Positionierung der
Steinbildung am Brennpunkt verwendet.
Des weiteren wird mit der Erfindung vorgeschlagen, sowohl Röntgenstrahlen als auch
Ultraschall in Verbindung mit dem Stoßwellengenerator zu verwenden; ein derartiges
Hybridsystem ist in der Lage, Steine abzubilden, die sich normalerweise durch Röntgen
strahlen oder durch Ultraschall allein der Betrachtung entziehen.
Nachstehend wird die Erfindung in Verbindung mit der Zeichnung anhand von
Ausführungsbeispielen erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 eine Querschnittsansicht eines Lithotripsiegerätes mit Wandler und
Stoßwellengenerator, wobei für beide das gleiche akustische Fenster verwendet
wird,
Fig. 2 eine weitere Querschnittsansicht eines Lithotripsiegerätes, bei dem der
Ultraschallwandler von dem Stoßwellengeneratorfenster entfernt ist,
Fig. 3 eine andere Querschnittsansicht einer Ausführungsform des Lithotripsiegerätes,
wobei Ultraschallwandler und Stoßwellengenerator am Boden eines
Lithotripsie-Bades zusammen mit Röntgenstrahlröhren angeordnet sind, und
wobei ein Hybrid-Röntgenstrahl-Lithotripsiegerät vorgesehen ist,
Fig. 4 eine Ausführungsform (teilweise als Schnitt, teilweise als Blockschaltbild) eines
Lithotripsiegerätes in Verbindung mit einem beweglichen Stoßwellengenerator,
wobei die Kombination eine Sonde aufweist, die ein Bad nicht notwendig
macht,
Fig. 5A eine Liniendarstellung, die Positionsfehler angibt, welche durch
Geschwindigkeitsunterschiede in den Ultraschallsignalen bei den
unterschiedlichen, von den Signalen durchlaufenen Medien verursacht sind,
Fig. 5B ein Blockschaltbild,das eine Positionsfehler-Korrekturrechenvorrichtung zur
Verwendung mit dem Lithotripsiegerät darstellt.
Fig. 1 zeigt ein extrakorporales Lithotripsiesystem 11 teils im Querschnitt und teils als
Blockschaltbild. Das dargestellte System weist ein Bad 12 auf, in welches der Patient 13
während der Behandlung teilweise eintaucht. Eine hydraulische oder mechanische
Anordnung zum Tragen und Bewegen des Patienten in den X-, Y- und Z-Richtungen ist
durch ein Bett und die mit 16 bezeichneten Bewegungsachsen XYZ dargestellt. Im
Patienten 13 ist ein Stein 17 angedeutet, der in einem Organ des Körpers, z. B. der Blase,
der Niere oder der Gallenblase 18 vorhanden ist.
Das System weist einen Stoßwellengenerator 19 auf, der zwei mit 21 bezeichnete
Elektroden 21 besitzt. Die Elektroden sind an einen Quellenbrennpunkt in einem
ellipsoidförmigen Reflektor 22 angeschlossen. Der Zielbrennpunkt der Stoßwellen, die
am Quellenbrennpunkt erzeugt werden und die von den Wandungen des
ellipsoidförmigen Reflektors reflektiert werden, ist an die Stelle des Steines 17 gelegt.
Der Patient 13 wird solange bewegt, bis der Stein an der Zielbrennpunktstelle liegt,
indem die Tragvorrichtung 14 bewegt wird. Der Stein ist innerhalb des Körperorgans 18
angeordnet dargestellt.
Die Elektroden sind in einem ellipsoidförmigen Reflektor dargestellt; die grundsätzliche
Idee ist jedoch, daß Stoßwellen durch eine beliebige Vorrichtung erzeugt und durch
einen geeigneten Reflektor auf einen Zielbrennpunkt fokussiert werden, so daß der Stein
17 auf den Zielbrennpunkt eingestellt ist.
Zur Abbildung des Steines ist z. B. ein Ultraschallwandler 23 vorgesehen. Der Wandler
ist in einer Ausführungsform der Erfindung ein fokussierter Wandler mit Sektorabtastung,
und sein Brennpunkt fällt mit dem Zielbrennpunkt des Stoßwellengenerators 18 zum
Zeitpunkt der Abtastung zusammen. Die Echos, die von dem Stein und dem Körper
allgemein aufgenommen werden, werden in der für die Verarbeitung von Ultraschall-
Echosignalen üblichen Weise verarbeitet, so daß ein Bild entsteht, das auf der
Sichtanzeigevorrichtung 24 erscheint. Das Bild zeigt die Abbildung des Steines, der mit
17′ im Bild 18′ des Körperorgans dargestellt ist, an.
Es sind Vorkehrungen getroffen, um die Steinortungsfehler zu beheben, die
normalerweise bei Ultraschallwellen aufgrund der Refraktion und der Unterschiede in
der Geschwindigkeit sowohl der Ultraschallsignale als der Stoßwellen beim
Durchlaufen der unterschiedlichen Medien zwischen Wandler und Stein auftreten.
Derartige Vorkehrungen sind eine Rechenvorrichtung (Korrektur) 26 und/oder eine
Positioniervorrichtung zum Positionieren des Ultraschallwandlers, um das gleiche
akustische Fenster zu verwenden wie die Stoßwelle, die von dem Stoßwellengenerator
erzeugt wird. Die Rechenvorrichtung kann Berechnungen auf der Basis von Daten, die
durch die Echosignale erhalten werden, und/oder auf der Basis von Daten, die im
Abbildungssystem verwendeten Rechner gespeichert sind, zur Folge haben.
Bei der Darstellung nach Fig. 1 wie die Wandlerpositioniervorrichtung zur Behebung
von Steinlagefehlern durch ein bewegliches Bauteil (Drehvorrichtung) 27 unterstützt, das eine Öffnung 28
und einen elliptischen Abschnitt 29 aufweist. Die wechselweise Anordnung eines
elliptischen Abschnittes oder einer Öffnung kann z. B. durch Drehen des sich
bewegenden Bauteiles oder durch eine Hin- und Herbewegung des Bauteiles in linearer
Richtung erzielt werden.
So kann das Bauteil 27 um die Achse 31 gedreht oder hin- und herbewegt werden, um
wechselweise einen ellipsoidförmigen Abschnitt zu erzielen, der dem ellipsoidförmigen
Reflektor 22 zugeteilt ist. Der ellipsoidförmige Abschnitt gewährleistet, daß die
Stoßwellen, die von den Elektroden 21 erzeugt werden, eine größere reflektierende
Spiegelfläche zur Verfügung haben. Andererseits ermöglicht die Öffnung 28 die
Übertragung der Ultraschallsignale und den Empfang der Echos. Die
Korrekturvorrichtung 26 steuert und taktet die Drehung oder Hin- und Herbewegung
des Bauteiles 27, so daß die Stoßwellen und die Ultraschallsignale nicht gleichzeitig
erzeugt werden. Auf diese Weise benutzen die Ultraschallwellen und die Stoßwellen im
wesentlichen das gleiche akustische Fenster zum Patienten 13. Wenn somit eine
Refraktion auf die Ultraschallwellen einwirkt, wirkt nahezu die gleiche Refraktion auf
die Stoßwellen ein, und es wird ein Positionierfehler aufgrund der Refraktion der
Ultraschallwellen durch den Positionierfehler der Stoßwellen aufgehoben.
Eine Vorrichtung dreht den Ultraschallwandler um seine eigene Achse, die mit der
Sichtlinie zwischen dem Wandler und dem Zielbrennpunkt zusammenfällt, damit mehr
als eine Ebene abgebildet werden kann. Diese Vorrichtung ist in Fig. 1 durch das
Zahnrad 32 dargestellt, das zum Drehen des Wandlers um seine eigene Achse 33
verwendet wird. Die Möglichkeit, den Wandler drehen zu können, kann dazu benutzt
werden, die korrekte Positionierung des Steines zu verbessern und sicherzustellen, daß
der Stein tatsächlich die richtige Position einnimmt. Wenn der Stein einwandfrei
positioniert ist, beeinflußt die Drehung des Wandlers die Position des Fadenkreuzes am
Bild des Steines nicht.
Fig. 1A zeigt die Vorderansicht eines einzigen Wandlers 23, der zwei verschiedene
Betriebsarten ermöglicht, die zweckmäßigerweise in Verbindung mit einem
Lithotropsiegerät benutzt werden, nämlich (1) einen Suchvorgang und (2) einen exakten
Positioniervorgang. Eine Betriebsart (die Scheibe mit kleinerem Durchmesser) ergibt
einen Wandler mit einer verhältnismäßig großen Tiefenschärfe und einer mittleren
Fokussierung zum Lokalisieren des beeinflußten Organs und des darin befindlichen
Steines. Die andere Betriebsart (die Scheibe mit größerem Durchmesser) ergibt einen
Wandler mit einem scharfen Brennpunkt und einer kurzen Tiefenschärfe zum exakten
Positionieren des Steines an dem Zielbrennpunkt.
Der Wandler ist kreisförmig dargestellt. Vorzugsweise ist er ein Wandler mit
piezoelektrischen Kristallen, der auf etwa 200 mm fokussiert ist und zwei aktive
Bereiche besitzt, nämlich einen inneren kreisförmigen Bereich 25 (bei einer
bevorzugten Ausführungsform eine Scheibe mit 30 mm Durchmesser), die von einem
Ring 30 umgeben ist. Für den Suchvorgang bzw. den Suchbetrieb wird nur die
Innenfläche verwendet. Zum Positionieren werden die Kombinationen der Innenfläche
und des Ringes in einer bevorzugten Ausführungsform verwendet. Die Kombination ist
eine Scheibe von 50 mm Durchmesser. Andererseits können auch zwei getrennte
Wandler verwendet werden.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 2 ist der Wandler 23 von der exakten Fensterlage der
über die Elektroden 21 erzeugten Stoßwellen entfernt dargestellt. Für die Fig. 2 sind die
gleichen Bezugszeichen wie für Fig. 1 verwendet. Eine Korrekturvorrichtung 26′ ist in
Fig. 2 anstelle der Korrekturvorrichtung 26 dargestellt, weil in Fig. 2 kein bewegliches
Bauteil 27 vorhanden ist. Statt dessen wird eine numerische oder rechnerische Korrektur
vorgenommen, um die Steinlagefehler zu beheben. Die Korrektur, die von der
Vorrichtung 26′ durchgeführt wird, wird weiter unten näher erläutert.
Ein weiteres Merkmal und eine weitere Methode, die Steinlagefehler zu beheben, ist in
Fig. 2 dargestellt, den Wandler 23 um die Achse des Stoßwellengenerators 19 zu
drehen. Insbesondere ist eine Vorrichtung vorgesehen, um den Wandler um die
Längsachse des ellipsoidförmigen Reflektors des Stoßwellengenerators 19 zu drehen.
Diese Vorrichtung ist als Zahnrad 36 am oberen Ende der Säule 37 dargestellt, die mit
dem Stoßwellengenerator 19 starr befestigt ist. Der Stoßwellengenerator rotiert um die
Achse 38 abhängig von und unter Steuerung der zentralen Steuereinheit des
Lithotripsiesystems. Die Drehung des Stoßwellengenerators 19 bewirkt, daß der
Wandler 23 um die Drehachse 38 dreht, jedoch der Brennpunkt mit dem Brennpunkt
des Stoßwellengenerators weiterhin zusammenfällt, d. h. die Fadenkreuze an dem Stein
aufrecht erhalten werden. Tatsächlich auftretende Unterschiede in der Position des
abgebildeten Steines werden gemittelt, um Steinlagefehler zu beheben oder zu
reduzieren.
Die Fig. 1 und 2 zeigen die Anordnung aus Stoßwellengenerator und
Ultraschallwandler über den Patienten befestigt, wenn der Patient in das Bad eintaucht.
Diese Wandleranordnung kann jedoch ohne weiteres auch am Boden des Bades
vorgesehen sein, wie in Fig. 3 angedeutet ist. Während Fig. 3 zeigt, daß der Wandler
das gleiche akustische Fenster wie der Stoßwellengenerator verwendet, kann das Fenster
des Wandlers auch von dem des Stoßwellengenerators unabhängig angeordnet sein,
indem eine Rechenvorrichtung verwendet wird, wie dies in Fig. 2 der Fall ist, mit der
Ausnahme, daß die Anordnung am Boden des Bades befestigt ist.
Bei dem am Boden des Bades befestigten System ist während des Drehens des Wandlers
und/oder des Stoßwellengenerators zur Verwendung eines Leckens größere Sorgfalt
anzuwenden. Die Schritte, die hierzu erforderlich sind, sind in der Technik bekannt.
Die Bezugsziffern nach Fig. 3 entsprechen denen nach Fig. 2.
Ein Merkmal vorliegender Erfindung betrifft die Verwendung einer Röntgenstrahl
einrichtung zusätzlich zu der Ultraschalleinrichtung zum Orten der Steinbildungen. Das
Hybrid-System ist in der Lage, eine Steinbildung aufzufinden und trigonometrisch zu
berechnen, die möglicherweise sonst der Anzeige entgehen könnte, wenn nur eine
Strahlungsart verwendet wird. Zusätzlich dient das Röntgenstrahlgerät dazu, die
Steinlagefehler aufzuheben, die auftreten können, wenn das Ultraschallgerät verwendet
wird. Somit kann das Röntgenstrahlgerät als Feineinstellvorrichtung verwendet werden,
nachdem der Stein durch das Ultraschallgerät festgestellt worden ist.
Das Röntgenstrahlgerät weist zwei Röntgenstrahlröhren auf, die so positioniert sind, daß
sie Röntgenstrahlen gegen den Zielbrennpunkt des Stoßwellengenerators richten. Die
Röhren 41 und 42 sind so positioniert, daß ihre Strahlen im Winkel zueinander
verlaufen; vorzugsweise ist der Winkel ein rechter Winkel. Die Röhren werden durch
Hochspannungsgeneratoren 43 und 44 unter Steuerung einer zentralen Steuereinheit 45
betrieben.
Jeder Röhre sind auf den entgegengesetzten Seiten des Patienten 13 Datenerfassungs-
und -abbildungssysteme 46 und 46a zugeordnet. Das Datenerfassungssystem 46 weist
eine Anzeigevorrichtung, z. B. einen Bildverstärker 47 auf, der die Röntgenstrahlen, die
den Patienten passiert haben, in positionisbezogene Lichtintensitätssignale umwandelt.
Eine Videokamera 48 oder dergl. wird verwendet, um das positionsbezogene
Lichtintensitätssignal in pixelbezogene elektrische Signale umzuwandeln. Der
Videoprozessor 49 wandelt die pixelbezogenen elektrischen Signale in ein Bild um, das
auf den Monitor 50 dargestellt wird. Auf dem Monitor ist ein Fadenkreuz 51 dargestellt,
das die Projektion der Sichtlinie des Zielbrennpunktes darstellt, wie er durch das System
46 angezeigt wird. Das System 46a ist ein Duplikat des Gerätes des Systems 46. Beide
Systeme werden über die Einheit 45 gesteuert. Das Hybrid-System nach Fig. 3 ist so
ausgelegt, daß es die Steine lokalisiert und am Zielbrennpunkt unter Verwendung von
Ultraschall- oder Röntgenstrahlen oder der Kombination beider positioniert.
Um die Bewegung des Patienten oder der Organe so gering wie möglich zu halten, ist
eine Trigger-Vorrichtung 45a vorgesehen, die bewirkt, daß das System nur
beispielsweise während eines vorgeschriebenen physikalischen Vorgangs durch
Triggern eines ECG-Signales betrieben wird.
Des weiteren sind Vorrichtungen vorgesehen, um eine Anordnung eines
Stoßwellengenerators und eines Ultraschallwandlers in einen beweglichen Therapiekopf zu
erreichen. Insbesondere ist ein Therapiekopf 61 in Fig. 4 dargestellt. Der Therapiekopf ist an einem
Portal 62 befestigt. Ein Handgriff 63 dient zum Bewegen der Sonde, die die Elektroden
aufweist, welche am Brennpunkt 64 einer Stoßwellenquelle in einem reflektierenden
und fokussierenden Spiegel, z. B. einem ellipsoidförmigen Spiegel 65 befestigt sind. Der
ellipsoidförmige Reflektor hat einen zweiten oder Zielbrennpunkt 66, der im Abstand
von dem Quellenbrennpunkt 64 an einer fest vorgegebenen Stelle versetzt ist. Ein
Ultraschallwandler 67 ist ferner am Zielbrennpunkt 66 fokussiert. Der
Ultraschallwandler ist so dargestellt, daß er das gleiche akustische Fenster wie der
Stoßwellengenerator hat, d. h. daß der Wandler direkt hinter den Elektroden befestigt ist.
In Fig. 4 ist ein Teil des Spiegels entfernt und durch den Wandlerabtastteil ersetzt.
Alternativ kann das System nach Fig. 1 verwendet werden, d. h. ein ellipsoidförmiger
Teil und eine Öffnung können alternativ vor den Wandler gesetzt werden. Ferner kann
der Wandler alternativ seitlich befestigt sein und ein vom Stoßwellengenerator sich
geringfügig unterscheidendes Fenster haben. Eine Lagefehlerkorrektureinheit 68 arbeitet
in Verbindung mit dem Echo des Ultraschallsystems 69, um Bilder für die
Sichtanzeigevorrichtung 71 unter Steuerung des Prozessors 70 vorzusehen.
Ein Teil des Körpers des Patienten ist mit 72 dargestellt, wobei der Körper auf einem
Bett oder Tisch 73 liegt. Das System, bei dem der Therapiekopf 61 die Anordnung aus
Stoßwellengenerator und Wandler aufweist, vermeidet, daß der Patient in ein
Wasserbad gesetzt werden muß. Statt dessen enthält die Anordnung 61 in ihrem Inneren
Wasser, das innerhalb der Probe über eine Membran 74 aufrecht erhalten wird.
Zwischen dem Patienten 72 und der Membran 74 werden gallertartige Materialien
eingesetzt, um die Übertragung der Stoßwelle und des Ultraschallsignals mit geringstem
Widerstand von der Sonde in den Patienten zu unterstützen. Die Sonde kann jedoch
auch in einem Wasserbad verwendet werden.
Fig. 5 dient zur Erläuterung der Korrekturberechnungen, die verwendet werden, um die
Steinlagefehler zu beheben, die aufgrund der Unterschiede in der Geschwindigkeit der
Ultraschallsignale in den unterschiedlichen Medien, die zwischen dem Wandler und
dem Stein im Patienten durchlaufen werden, auftreten.
In Fig. 5A projiziert der Ultraschallwandler 81 Strahlenbündel, wenn er in einem Bogen
abtastet. Die Strahlenbündel sind durch den zentralen Strahl 82 dargestellt; sie
bewirken, daß Echos, z. B. durch Gewebegrenzschichten erzeugt werden. Der Stein
erzeugt ein solches Echo.
Das System behandelt normalerweise das Strahlenbündel bzw. den Strahl und das Echo
so, als ob sie längs einer geraden Linie gewandert wären. In Wirklichkeit erscheint
wegen der Unterschiede in der Geschwindigkeit der Schallwellen in Wasser und in
Gewebe der Stein 83, der eigentlich an der Stelle 83r liegt, an der Stelle 83i. Somit tritt
ein Winkelfehler α2-α1 und ein Distanzfehler d1-d2 auf, wobei
α1 der Winkel zwischen dem Strahl 82 und der Senkrechten 84 auf der Hautfläche 86 der Stelle p ist, wenn der Strahl auf der Hautfläche auftrifft,
α2 der Winkel zwischen dem gebrochenen Strahl 82′ und der Senkrechten auf die Hautfläche an der Stelle p ist,
d1 der Abstand von der Stelle p zu der scheinbaren Stelle von 83i des Steines ist, und
d2 der Abstand von der Stelle p zur tatsächlichen Position 83r des Steines ist.
α1 der Winkel zwischen dem Strahl 82 und der Senkrechten 84 auf der Hautfläche 86 der Stelle p ist, wenn der Strahl auf der Hautfläche auftrifft,
α2 der Winkel zwischen dem gebrochenen Strahl 82′ und der Senkrechten auf die Hautfläche an der Stelle p ist,
d1 der Abstand von der Stelle p zu der scheinbaren Stelle von 83i des Steines ist, und
d2 der Abstand von der Stelle p zur tatsächlichen Position 83r des Steines ist.
Die Winkel und die Geschwindigkeiten sind durch das Snell′sche Gesetz wie folgt
voneinander abhängig:
wobei V1 die Schallgeschwindigkeit in Wasser, 1500 m/sec. und
V2 die mittlere Schallgeschwindigkeit in Gewebe, 1540 m/sec.
V2 die mittlere Schallgeschwindigkeit in Gewebe, 1540 m/sec.
Der Abstand d2 läßt sich einfach bestimmen. Die Zeitdauer t1, die das Echo benötigt,
um vom Stein zurückzukehren, ist bekannt. Die Zeit, multipliziert mit der
Schallgeschwindigkeit im Gewebe, ergibt den Abstand zum Stein längs des Strahles 82′.
Normalerweise ergibt der Abstand zwischen der Quelle und dem Objekt unter
Verwendung einer einzigen Geschwindigkeit einen Fehler in Richtung des Vektors wie
auch eine Winkelabweichung aufgrund des Snell′schen Gesetzes. Während der ersten
wenigen Bildwechsel zeigt das Ultraschallsystem die Position 86 der Hautfläche an. Die
Position der Hautfläche ist deshalb wichtig, weil es sich hier um das erste starke,
empfangene Echo handelt.
Fig. 5B zeigt eine Ausführungsform eines Gerätes zur Berechnung des Winkels
zwischen dem Ultraschallstrahl und der Senkrechten auf die Hautfläche für jeden
Abbildungsvektor. Eine Kurve wird den aufgenommenen Daten angepaßt, um die
Hautfläche 86 anzuzeigen. Somit zeigt Fig. 5B eine Kurvenanpassungsvorrichtung 91,
die eine an sich bekannte Vorrichtung zur Kurvenanpassung sein kann, z. B. ein mittlerer
quadratischer Operator, der die Daten verwendet, die an der Haut erhalten werden.
Nachdem eine Kurve angepaßt ist, wird der Winkel α1 zwischen der Senkrechten auf
die Haut und den Strahlen, die vom Wandler zum Patienten gehen, in der Vorrichtung
92 erhalten. Der Winkel wird für jeden auf die Haut fallenden Strahl erhalten. Der Sinus
des Winkels α1 wird bei 93 berechnet und durch Wert V1 bei 94 dividiert. Der
Quotient wird mit V2 bei 96 multipliziert, was einen Wert von sin α2 ergibt. Der
Winkel α2 wird aus diesem Wert bei 97 erhalten. Der Wert von α2 ermöglicht das
Auffinden der tatsächlichen Linie, d. h. der Linie 82′ für jeden der Strahlen, auf denen
der echte Stein geortet wird.
Ähnliche Berechnungen können auch zum Korrigieren des Stoßwellengenerator-
Zielbrennpunktes für Positionsfehler aufgrund von Geschwindigkeitsdifferenzen und
Refraktion vorgenommen werden. Der korrigierte Wandlerbrennpunkt wird so
eingestellt, daß er mit dem korrigierten Zielbrennpunkt zusammenfällt.
In der Praxis wird die Sonde, die die Anordnung aus Ultraschallwandler und
Stoßwellengenerator umfaßt, verwendet, um die Lage der Steine zu bestimmen und die
Steine durch Lithotripsie mit Hilfe von Stoßwellen, die extrakorporal erzeugt werden, zu
zerstören. Die tatsächliche Lage der Steine wird entweder dadurch erhalten, daß das
gleiche Fenster für die Stoßwellen und für den Ultraschallwandler verwendet wird, der
Wandler um die Achse des Stoßwellengenerators gedreht und die erhaltenen
Steinstellen gemittelt werden, ein Wandler um seine eigene Achse gedreht wird und die
Steinstellen unter Verwendung zweier Wandler gemittelt werden, oder dadurch, daß die
echte Position aus den Daten, die während der Verwendung des Ultraschallwandlers
und des Röntgenstrahlgerätes erhalten werden, berechnet werden, oder durch eine
Kombination beider. Die tatsächliche Stelle ist auf dem Bild dargestellt und der Patient
oder die Sonde wird soweit bewegt, bis die Fadenkreuze auf dem Bild mit dem
abgebildeten Stein zusammenfallen. Zu diesem Zeitpunkt wird der Stoßwellengenerator
getriggert. Nachdem eine Reihe von Stoßwellen erzeugt und übertragen worden sind,
um den Stein zu brechen, wird das Bild wieder erstellt, um zu prüfen, ob der Stein
tatsächlich zerstört worden ist, und ferner weiter zu prüfen, ob die Bruchteile des Steines
eine weitere Zertrümmerung erfahren müssen.
Claims (15)
1. Lithotripsiegerät mit einem zum Zertrümmern von Konkrementen in Organen eines
Patienten vorgesehenen extrakorporalen Stoßwellengenerator, der Elektroden (21)
aufweist, welche an einem Quellenbrennpunkt eines ellipsoidförmigen Reflektors (22) zur
Erzeugung von Stoßwellen angeordnet sind, die auf einen Ziel-Brennpunkt im Abstand
von den Elektroden (21) reflektierend fokussiert sind, mit einer Ultraschallwandler-
Abtasteinrichtung (23) zum Übertragen von Ultraschallsignalen und zum Empfangen von
Ultraschallechosignalen, und mit einer Sichtanzeigevorrichtung (24), die die Echosignale
benutzt, um ein Bild des Konkrements im Patienten zu erhalten, damit eine Positionierung
des Konkrements am Zielbrennpunkt erreicht wird, indem der Patient solange bewegt
wird, bis das Konkrementbild am Bild des Zielbrennpunkts ist,
dadurch gekennzeichnet, daß eine Korrekturvorrichtung (26) das Echosignal auf
Brechungsfehler korrigiert, die durch Geschwindigkeitsunterschiede in den verschiedenen
von den Ultraschallsignalen durchlaufenen Medien beim Orten der Konkremente und
durch die Geschwindigkeitsunterschiede in den von der Stoßwelle beim Zertrümmern der
Konkremente durchlaufenen Medien verursacht werden, um auf der Sichtanzeigevor
richtung (24) eine Koinzidenz des abgebildeten Konkrements mit dem Bildpunkt des
Zielbrennpunktes herzustellen, wenn sich das Konkrement tatsächlich im Zielbrennpunkt
befindet.
2. Lithotripsiegerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ultraschallwandler-
Abtasteinrichtung (23) außerhalb des ellipsoidförmigen Reflektors (22) in der Längs
achse des Reflektors auf der vom Patienten abgewandten Seite der Elektroden (21)
positioniert ist.
3. Lithotripsiegerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil (29) des
ellipsoidförmigen Reflektors (22), der zwischen der Ultraschallwandler-Abtasteinrichtung
(23) und den Elektroden (21) liegt, um eine Achse (31) drehbar angeordnet ist, wobei die
Achse (31) parallel zur Längsachse des ellipsoidförmigen Reflektors (22) verläuft.
4. Lithotripsiegerät nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, daß dem
ellipsoidförmigen Reflektor (22) eine Drehvorrichtung (27) mit einer Öffnung (28)
zugeordnet ist, und entweder die Öffnung (28) oder der bewegliche Teil des ellipsoid
förmigen Reflektors (22) in der Längsachse zwischen Wandler und Elektroden (21)
angeordnet ist, um beim Senden und Empfangen Interferenzen auf einem Minimum zu
halten, wenn die Ultraschallwandler-Abtasteinrichtung (23) arbeitet, oder um am
Zielbrennpunkt ankommende Stoßwellen auf ein Maximum zu bringen, wenn der
Stoßwellengenerator arbeitet.
5. Lithotripsiegerät nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Korrekturvorrichtung (26) eine Vorrichtung zum Befestigen der Ultraschallwandler-
Abtasteinrichtung (23) auf dem ellipsoidförmigen Reflektor (22) zur Erzielung unter
schiedlicher Ansichten des Konkrements an unterschiedlichen Stellen der Wandlervor
richtung um die Längsachse des ellipsoidförmigen Reflektors herum und eine Vorrich
tung zum Korrigieren der Brechung der Wellen durch Änderung der Position des Patien
ten zur Aufrechterhaltung der Position der Konkremente am Zielbrennpunkt in den unter
schiedlichen Ansichten aufweist.
6. Gerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Ultraschallwandler-Abtast
einrichtung (23) eine Vielzahl von Wandlereinheiten aufweist, die fokussiert sind, wobei
der Brennpunkt der Ultraschallwandler-Abtasteinrichtung mit dem Zielbrennpunkt des
Stoßwellengenerators zusammenfällt.
7. Gerät nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch eine Vorrichtung (36, 37) zum Drehen der
Ultraschallwandler-Abtasteinrichtung (23) um die Längsachse des ellipsoidförmigen
Stoßwellengenerators, um die Koinzidenz sicherzustellen.
8. Gerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die mittlere Position des Konkre
ments nach dem Orten an verschiedenen Punkten während der Drehung um die Längs
achse des ellipsoidförmigen Stoßwellengenerators bestimmt wird.
9. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ultraschallwandler-Abtast
einrichtung (23) ein Sektorabtastwandler ist.
10. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ultraschallwandler-Abtast
einrichtung (23) ein fokussierter phasenabhängiger Gruppenwandler ist.
11. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ultraschallwandler-Abtast
einrichtung (23) eine Vorrichtung zur Veränderung der Tiefenschärfe aufweist, um
sowohl einen Suchvorgang als auch einen exakten Positioniervorgang zu ermöglichen.
12. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die die Koinzidenz sicherstellende
Vorrichtung eine Röntgenstrahlvorrichtung (41, 42) zum Orten des Konkremens und
damit zum Eichen die Ultraschallwandler-Abtasteinrichtung (23) aufweist.
13. Gerät nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Vorrichtung (45a) zum Triggern der
Ultraschallwandler-Abtasteinrichtung (23), um einen Betrieb mit physiologischen
Signalen zu erzielen.
14. Gerät nach Anspruch 13, gekennzeichnet durch eine Vorrichtung (45a) zum Triggern der
Röntgenstrahlvorrichtung, um synchron mit physiologischen Signalen zu arbeiten.
15. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ortungsvorrichtung einen
beweglichen Therapiekopf (61) aufweist, der auf einem Gestell (62) befestigt und von
diesem abgestützt ist, damit er längs des Körpers des Patienten bewegbar ist und die
Konkremente im Organ des Patienten geortet werden können, daß eine
Handhabungsvorrichtung (63) zur Steuerung der Bewegung des Therapiekopfes
vorgesehen ist, daß der Therapiekopf im Inneren Wasser aufweist, und daß eine
akustische, transparente Membran (74) zum Aufrechterhalten des Wassers im
Therapiekopf vorgesehen ist, so daß der Therapiekopf verwendet werden kann, während
der Patient sich außerhalb einer Badewanne befindet.
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