DE3607051A1 - Resonanzgedaempfte feder - Google Patents
Resonanzgedaempfte federInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16F—SPRINGS; SHOCK-ABSORBERS; MEANS FOR DAMPING VIBRATION
- F16F1/00—Springs
- F16F1/36—Springs made of rubber or other material having high internal friction, e.g. thermoplastic elastomers
- F16F1/373—Springs made of rubber or other material having high internal friction, e.g. thermoplastic elastomers characterised by having a particular shape
- F16F1/377—Springs made of rubber or other material having high internal friction, e.g. thermoplastic elastomers characterised by having a particular shape having holes or openings
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16F—SPRINGS; SHOCK-ABSORBERS; MEANS FOR DAMPING VIBRATION
- F16F13/00—Units comprising springs of the non-fluid type as well as vibration-dampers, shock-absorbers, or fluid springs
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- F16F13/06—Units comprising springs of the non-fluid type as well as vibration-dampers, shock-absorbers, or fluid springs comprising both a plastics spring and a damper, e.g. a friction damper the damper being a fluid damper, e.g. the plastics spring not forming a part of the wall of the fluid chamber of the damper
- F16F13/08—Units comprising springs of the non-fluid type as well as vibration-dampers, shock-absorbers, or fluid springs comprising both a plastics spring and a damper, e.g. a friction damper the damper being a fluid damper, e.g. the plastics spring not forming a part of the wall of the fluid chamber of the damper the plastics spring forming at least a part of the wall of the fluid chamber of the damper
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- Engineering & Computer Science (AREA)
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- Combined Devices Of Dampers And Springs (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft eine nach dem Tilgerprinzip reso
nanzgedämpfte Feder der im Oberbegriff des Anspruchs 1
genannten Art.
Eine solche Feder ist aus der deutschen Patentschrift
DE 29 47 018 C2 bekannt. Die bekannte Feder ist ein ela
stisches Auflager, insbesondere zur Lagerung einer
Brennkraftmaschine in einem Kraftfahrzeug, mit einem Lager
kern, einem Widerlager und einem zwischen Lagerkern und
Widerlager angeordneten Federelement, das an einen mit
einem Dämpfungsfluid gefüllten Raum angrenzt, der eine
Bewegungsübertragung zwischen dem Federelement und einer
Tilgermasse bildet, wobei die vorgesehene Tilgermasse an
einer Gummimembran befestigt ist, die unmittelbar an die
mit dem Dämpfungsfluid gefüllte Kammer angrenzt. Bei die
ser bekannten Feder handelt es sich also um ein tilger
gedämpftes oder resonanzgedämpftes Hydrolager, dessen
Tilgermasse, ein auf einer separaten Gummimembran befe
stigtes Massestück, über ein als Bewegungsüberträger
dienendes Dämpfungsfluid angeregt wird, auf das die zu
dämpfende Feder bzw. das zu dämpfende Federelement un
mittelbar einwirkt.
Hydrolager dieser Art weisen zwei wesentliche und prinzi
pielle Nachteile auf: (1) weil die zu dämpfende schwingen
de Auflast unmittelbar an das Dämpfungsmedium, d.h. die
Dämpfungsmasse, angekoppelt ist, wird oberhalb des Reso
nanzphasensprunges, der für die hier speziell interessie
rende Motorlagerung üblicherweise im Bereich um 10 Hz
eingestellt ist, eine gegenüber der statischen Feder
steifigkeit unerwünscht hohe dynamische Federsteifigkeit
erhalten; und (2) auch das tilgergedämpfte Hydrolager
zeigt eine unzureichende akustische Dämpfung bzw. eine
fehlende akustische Abkopplung zwischen Auflager und
Widerlager. Zudem zeigen die tilgergedämpften Hydrolager
aufgrund ihrer konstruktiven, aber auch wirtschaftlichen
praktischen Grenzen meist eine dem Betrag nach zu geringe
Dämpfung auf.
Zur Überwindung dieser Probleme sind eine Reihe von Ver
suchen bekannt geworden, so beispielsweise aus den Euro
päischen Offenlegungsschriften EP 1 63 844 A2 und EP
1 63 949 A2, die mit einem Dämpfungsfluid arbeitende Lager
offenbaren, bei denen der zur Dämpfung verwendete Tilger
gesteuert geregelt bzw. angekoppelt oder abgekoppelt wer
den kann. Die vorstehend erläuterten Probleme, die prin
zipieller Natur sind, lassen sich dadurch zwar zum Teil
in ihrer Auswirkung mildern, nicht jedoch beseitigen.
Angesichts dieses Standes der Technik liegt der Erfindung
die Aufgabe zugrunde, eine resonanzgedämpfte Feder zu
schaffen, die eine gute akustische Dämpfung bzw. eine weit
gehende akustische Abkopplung zwischen Auflager und Wider
lager gewährleistet, die außerhalb des Resonanzfrequenz
bereiches eine zumindest im wesentlichen und praktisch
von der Frequenz unabhängige Federsteifigkeit aufweist
und auch bei kleinem Bauvolumen eine quantitativ wirksame
Dämpfung aufweist.
Zur Lösung dieser Aufgabe weist eine resonanzgedämpfte
Feder der eingangs genannten Art erfindungsgemäß die im
kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 genannten Merkmale
auf.
Mit anderen Worten, die resonanzgedämpfte Feder gemäß der
Erfindung ist kein Hydrolager, sondern eine Gummifeder
nach Art eines Gummiauflagers bzw. eines Gummipuffers,
in dem jeweils mindestens ein Kanal mit kommunizierender
Federkammer unmittelbar ausgeformt ist. Kanal und Feder
kammer sind mit einem Dämpfungsfluid oder einem anderen
nicht fluiden schwingungsfähigen Dämpfungsmittel gefüllt,
das die Funktion einer Tilgermasse erfüllt. Die mindestens
eine federnde Wand der mit dem Kanal verbundenen Feder
kammer wirkt als Tilgerfeder auf die die Federkammer und
den Kanal füllende Tilgermasse ein. Entscheidend ist dabei,
daß während und durch den Schwingvorgang im Federelement,
speziell also durch die Verformung des Elastomerblocks unter
Einwirkung der Auflast die Federkonstante der federnden Wand
der Federkammer nicht verändert wird. Um diese Voraussetzung
für eine federnde Wand der Federkammer zu schaffen, die aus
dem Elastomerblock selbst ausgeformt ist, ist es ein erfin
dungswesentliches Merkmal, daß die federnde Wand der Feder
kammer in einer Ebene liegt, die zumindest im wesentlichen
quer zum Vektor der auf die Feder einwirkenden Auflast
liegt, die also im Fall von aufgeprägten Schwingungen
quer zur Schwingungsrichtung liegt.
Bei zumindest im wesentlichen zentraler Lagerung der Auf
last auf der Feder sind die Federkammern im Elastomer
block nach einer Ausgestaltung der Erfindung vorzugsweise
zumindest im wesentlichen außerhalb des Zentrums bzw. des
Zentralbereichs der quer zum Auflastvektor liegenden
Querschnittfläche des Elastomerblocks ausgebildet, während
der mit der Federkammer jeweils verbundene Kanal durch
dieses Zentrum oder zumindest durch den Bereich dieses
Zentrums verläuft, d.h. durch den Bereich der unter Auf
lasteinwirkung größten im Elastomerblock wirksamen Ver
formungsspannung.
Beim Einwirken einer schwingenden Masse auf die Feder, wo
bei die Richtung dieser Schwingung bei bestimmungsgemäßem
Einsatz der Feder zumindest im wesentlichen senkrecht zum
Kanal verläuft, wird das die Tilgermasse bildende im Kanal
eingeschlossene Dämpfungsmaterial unmittelbar und direkt
gegen die federnde Wand der kommunizierenden Federkammer
verdrängt. Durch die Rückstellung der federnden Wand der
Federkammer wird dann dem Dämpfungsmaterial eine tilgende
Schwingung aufgeprägt. Die Frequenz dieser Schwingung,
genauer gesagt, das Quadrat der Frequenz dieser Schwingung,
ist dem Querschnitt des Kanals und der Federsteifigkeit
der federnd schwingenden Wand der Federkammer direkt und der
Länge des Kanals sowie der Dichte des Dämpfungsmediums
umgekehrt proportional. Die Abstimmung dieses Systems auf
die jeweils gewünschte Tilger-Resonanzfrequenz erfolgt vor
zugsweise durch eine abstimmende Veränderung der Feder
konstante der federnd schwingenden Wand der Federkammer, und
zwar in einfachster Weise durch eine abstimmende Verände
rung der Dicke dieser Federkammerwand.
Für die meisten Anwendungsfälle ist der Elastomerblock der
Feder in Richtung des Auflastvektors so hoch ausgebildet,
daß mehrere Kanäle mit Federkammern in diesem Elastomer
block übereinanderliegend und sich in der Projektion auf
die zum Auflastvektor senkrechte Ebene überkreuzend so
angeordnet und ausgebildet werden können, daß sich weder
die Federkammern noch die Kanäle schneiden. Bei dieser
Ausbildung des Federelements der Feder sind die Kanäle
und Federkammern möglichst gleichmäßig über die Projek
tionsfläche verteilt, haben also vorzugsweise gleichen
Winkelabstand voneinander. Auf diese Weise können im Feder
block mehrere solcher Tilgersysteme in Schwingungsrichtung
bzw. in Richtung des Auflastvektors übereinanderliegend
angeordnet werden. Bei gleicher Abstimmung kann so die
Dämpfungswirkung effektiv verstärkt werden, was bei den
bekannten Hydrolagern nicht möglich ist. Darüber hinaus
können die einzelnen Tilgersysteme aber auch unterschied
lich abgestimmt sein und dadurch für die Feder eine Breit
bandtilgung erzeugt werden.
Durch die homogene Verteilung der Kanäle und Federkammern,
bezogen auf die senkrecht zum Auflastvektor liegende Pro
jektionsfläche, wird weiterhin der für eine Schallausbrei
tung bzw. Schallfortpflanzung vom Auflager zum Widerlager
verfügbare Querschnitt des Elastomerblocks so weitgehend
verringert, daß auf diese Weise praktisch eine akustische
Abkopplung zwischen Auflager und Widerlager erzielt werden
kann. Außerdem kann das zur Herstellung des Blocks des
Federelements verwendete Elastomer wesentlich weicher ein
gestellt werden als der meist kegelmantelförmig gestaltete
Gummimantel eines Hydrolagers, so daß bereits das zur Her
stellung der Feder gemäß der Erfindung verwendete Elasto
mer im Gegensatz zu dem zur Herstellung der Hydrolager
zu verwendenden härter eingestellten und zusätzlich durch
Formbleche oder Gewebeeinlagen verstärkten Elastomer von
vornherein eine wesentlich bessere akustische Dämpfung auf
weist.
Der mit den Kanälen und Federkammern durchsetzte Elasto
merblock der Feder gemäß der Erfindung zeigt im trockenen,
ungefüllten Zustand eine ausgesprochen weiche Federkenn
linie mit weitem Proportionalbereich. Beim Füllen der Ka
näle und Federkammern mit dem schwingfähigen Dämpfungs
material tritt gegenüber diesem Trockenzustand eine
Volumenversteifung des Federverhaltens ein. Dieser an und
für sich unerwünschte Effekt kann jedoch problemlos durch
eine entsprechende Dimensionierung von Ausweichkammern
kompensiert werden, die zumindest einseitig, vorzugsweise
zu Seiten beider Hauptoberflächen der federnden Wand bzw.
der federnden Wände der Federkammern ausgebildet sind.
Bezogen auf den Elastomerblock und auf die Schwingungs
richtung bzw. die Richtung des Auflastvektors als
"axiale Richtung" des Elastomerblocks sind die Ausweich
kammern vorzugsweise, nicht aber notwendigerweise, so aus
gestaltet, daß sie sich ungedrosselt nach radial außen öff
nen. Durch die Art, Anordnung, Dimensionierung und Ausge
staltung dieser Ausweichkammern kann also die Volumen
steifigkeit der Feder verändert und angepaßt werden, ohne
zu diesem Zweck die Steifigkeit der Tragfeder selbst, also
ohne die Steifigkeit des Elastomerblocks, ändern zu müssen.
Zur besseren Kraftaufnahme sind sowohl die Federkammern als
auch die Kanäle der Feder gemäß der Erfindung im Elastomer
block vorzugsweise im Axialschnitt flach rechteckig ausge
bildet, um für ein vorgegebenes Volumen eine möglichst
große Wirkfläche zur Anregungsaufnahme anzubieten. Da die
Federkammer ein Volumen aufweisen muß, das zumindest gleich
dem bei maximaler Schwingungsbelastung aus dem Kanal ver
drängten Volumen des Dämpfungsmaterials ist und aus diesem
Grunde und zu Sicherheitszwecken vorzugsweise ein Volumen
aufweist, das mindestens gleich dem Volumen des Kanals ist,
wobei die Federkammer jedoch kürzer als der Kanal ist,
weist die Federkammer notgedrungen eine größere Querschnitts
fläche als der Kanal auf. Um bei dieser Ausgestalung die
Ausbildung von Hinterschnitten beim Übergang vom Kanal in
die Federkammer aus Gründen der Entformbarkeit des Körpers
bei der Herstellung im Spritzgießverfahren zu vermeiden,
wird die Federkammer insbesondere im Übergangsbereich vom
Kanal zur Federkammer im Axialschnitt kaum ideal flach
rechteckig verlaufen können, sondern mit entsprechenden
entformungstechnisch bedingten Abrundungen und Verschlei
fungen versehen und ausgebildet sein.
Die Füllung des Kanals und der Federkammer mit dem Dämp
fungsmaterial, in der Regel einem Dämpfungsfluid, kann
prinzipiell auf beliebige Weise und unter Ausbildung von
Ausweichkammern für das verdrängte Fluid erfolgen. Nach
einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist die hydrau
lisch resonanzgedämpfte Feder vorzugsweise in der Art auf
gebaut, daß der mit den Kanälen und Federkammern und Aus
weichöffnungen versehene Elastomerblock in einen mit dem
Fluid gefüllten Behälter eingesetzt ist, und zwar unter
sorgfältiger Innenbelüftung, der gleichzeitig als Wider
lager dient bzw. ein Teil des Widerlagers bildet. Dabei
ist es unschädlich, daß auch die Ausweichkammern mit dem
Fluid gefüllt sind, da diese sich bei der hier besproche
nen Ausbildung der Erfindung vorzugsweise ohne Bildung
einer Drosselöffnung frei, unmittelbar und mit weitem,
möglichst trichterförmigem Querschnitt nach radial außen
öffnen.
Weitere Merkmale von Ausgestaltungen der Erfindung sind
Gegenstand der Unteransprüche.
Die Erfindung ist im folgenden anhand von Ausführungsbei
spielen in Verbindung mit den Zeichnungen näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 im Axialschnitt ein erstes Aus
führungsbeispiel der Feder;
Fig. 2 einen Schnitt nach II-II in
Fig. 1;
Fig. 3 ein zweites Ausführungsbeispiel
der Feder; und
Fig. 4 einen Schnitt nach IV-IV in
Fig. 3.
Die in Fig. 1 in schematischer Darstellung im Axialschnitt,
d.h. in einem Schnitt in Richtung des Auflastvektors 1 ge
zeigte resonanzgedämpfte Feder 2 besteht aus einem lastauf
nehmenden Auflager 3, einem Widerlager 4 und einem zwischen
dem Auflager 3 und dem Widerlager 4 angeordneten und als
Federelement dienenden Block 5 aus einem elastomeren Werk
stoff, hier Gummi, in dem ein quer zum Auflastvektor 1
verlaufender nach radial außen einseitig offener Kanal 6
ausgebildet ist, der an seinem dem offenen Ende 7 gegen
überliegenden Ende 8 mit einer ebenfalls im Elastomer
block 5 ausgebildeten, nur zum Kanal 6 hin offenen Feder
kammer 7 in Verbindung steht, die ihrerseits zwei quer
zum Auflastvektor 1 liegende dünne membranartige federnde
Wände 9, 9′ aufweist, die als Tilgerfeder dienen. Der
Kanal 6 und die Federkammer 7 sind in dem hier gezeigten
Ausführungsbeispiel mit Luft gefüllt, deren Masse als Til
germasse dient. Im Axialschnitt sind sowohl der Kanal 6
als auch die Federkammer 7 zumindest im wesentlichen mit
einem flach rechteckigen Profil ausgebildet. "Zumindest
im wesentlichen" heißt dabei, daß die im Radialschnitt
kreisrunde Federkammer 7 eine zum Kanal 6 hin abgeflacht
oder angephast ausgebildete Fläche aufweist, die bei der
Herstellung des Elastomerblocks 5 durch Spritzgießen oder
Transferpressen ein Ziehen des Formkerns erleichtert.
Die Federkammer 7 ist zumindest im wesentlichen außerhalb
des Zentrums der quer zum Auflastvektor 1 liegenden Quer
schnittfläche des Elastomerblocks 5 angeordnet, während der
mit der Federkammer 7 verbundene Kanal 6 durch diesen Zen
tralbereich verläuft.
Zu beiden axialen Seiten der Federkammer 7 sind je eine
nach radial außen weit offene flache Ausweichkammer 11, 11′
im Elastomerblock 5 ausgebildet, wodurch die federnden Wän
de 9, 9′ der Federkammer 7 als dünne gummielastische Mem
branen ausgebildet sind und wirken können. Diese federn
den Wände 9, 9′ der Federkammer 7 können sich bei Anregung
über den Kanal 6, d.h. durch ein Verdrängen der im Kanal 6
enthaltenen Dämpfungsmaterie, hier also der Luft, in die
Ausweichkammern 11 bzw. 11′ hinein verformen. Ohne weite
res ist ersichtlich, daß die Dicke dieser membranartigen
federnden Wand die Federkonstante der Wand verändert und
auf diese Weise ein einfaches Abstimmen des Tilgers mög
lich ist.
Selbstverständlich brauchen dabei die Ausweichkammern 11
nicht in der in den Fig. 1 und 2 gezeigten Weise nach ra
dial außen offen zu sein, sondern können auch in der in
den Fig. 3 und 4 angedeuteten Weise als geschlossene Luft
kammern mit Unterdruck, Überdruck oder Normaldruck ausge
bildet sein, wobei solche Kammern beispielsweise in der
Art hergestellt werden können, daß ein beim Herstellen
des Elastomerblocks 5 umspritzter wiederverwendbarer Form
kern durch einen Schlitz nach radial außen gezogen und der
Gummikörper anschließend nachvulkanisiert wird.
Während in dem in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel
im Elastomerblock 5 lediglich ein Kanal 6 und eine Feder
kammer 7 ausgebildet sind, sind in dem in den Fig. 3 und
4 gezeigten Ausführungsbeispiel mehrere Kanäle in Rich
tung des Auflastvektors 1 übereinanderliegend und einan
der ohne zu schneiden kreuzend so ausgebildet, daß die
Kanäle zueinander in der insbesondere aus Fig. 4 ersicht
lichen Weise in der Projektion auf eine senkrecht zum
Auflastvektor 1 liegenden Ebene insgesamt gleiche Winkel
abstände, hier rechte Winkel, zueinander aufweisen. Dies
führt zu einer wirkungsvollen Symmetrierung der Feder
eigenschaften des Elastomerblocks 5.
Weiterhin haben die Federkammern 7 zur besseren Einfügung
in den Peripheriebereich des zylindrischen Blocks 5 im
Radialschnitt nicht in der in Fig. 2 gezeigten Weise einen
kreisförmigen Querschnitt, sondern bohnenförmigen oder
nierenförmigen Querschnitt, wie dies der Fig. 4 zu ent
nehmen ist. Dies ermöglicht eine effektivere Einwirkung
der Auflastanregung auf die Kanäle 6 und damit ein effek
tiveres Ansprechen der Resonanz-Tilgerschwingungen.
Als Widerlager 4 dient in der in Fig. 3 ersichtlichen
Weise der Boden eines topfartigen Behälters oder Gehäuses
13, dessen lichter Innendurchmesser größer als der Außen
durchmesser des Elastomerblocks 5 ist. Der Behälter sowie
die Kanäle 6 und die Federkammern 7 sind mit einem Dämp
fungsfluid 12, hier einem Diethylenglykol-Wasser-Gemisch,
gefüllt. Der obere Rand des Federgehäuses 13 ist nach
radial einwärts und axial einwärts umgebördelt und dient
der Fixierung und gewünschtenfalls axialen Vorspannung
des als Federelement dienenden Elastomerblocks 5 im Ge
häuse 13. Das durch Anvulkanisieren fest mit dem Elasto
merblock 5 verbundene Auflager 3 ist über eine weiche,
schwingungsneutrale und akustisch abkoppelnde dünne Gummi
membran 14 flüssigkeitsdicht mit dem oberen Rand des Ge
häuses 13 verbunden.
Die dieser Beschreibung beigefügte Zusammenfassung ist Be
standteil der relevanten ursprünglichen Offenbarung.
Claims (10)
1. Resonanzgedämpfte Feder (2) mit einem lastaufnehmen
den Auflager (3), einem Widerlager (4) und einem
zwischen Auflager und Widerlager angeordneten Feder
element, das mittels einer Tilgermasse und einer
Tilgerfeder resonanzgedämpft ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Federelement ein Block (5) aus einem elasto
meren Werkstoff ist, in dem mindestens ein quer zum
Auflastvektor (1) verlaufender, nach außen höchstens
nur einseitig offener Kanal (6) ausgebildet ist, der
an einem seiner Enden mit einer ebenfalls im Elasto
merblock (5) ausgebildeten, nur zum Kanal hin offe
nen Federkammer (7) in Verbindung steht, die zumin
dest eine quer zum Auflastvektor (1) liegende federnde
Wand (9, 9′) aufweist, und daß der Kanal (6) und die
Federkammer (7) mit einem Dämpfungsfluid oder einem
anderen schwingfähigen Dämpfungsmittel gefüllt sind.
2. Feder nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Federkammer (7) und/oder der Kanal (6) in
einem Schnitt, der in der Ebene des Auflastvektors
(1) liegt, ein zumindest im wesentlichen flach recht
eckiges Profil aufweisen.
3. Feder nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Federkammer (7) zumindest im wesentlichen
außerhalb des Zentrums der quer zum Auflastvektor
(1) liegenden Querschnittfläche des Elastomerblocks
(5) liegt, während der mit der Federkammer (7) verbun
dene Kanal (6) durch dieses Zentrum oder zumindest
durch den Bereich dieses Zentrums verläuft.
4. Feder nach Anspruch 3,
gekennzeichnet durch
mehrere, räumlich in Richtung des Auflastvektors
(1) übereinanderliegende, sich kreuzende, aber nicht
schneidende Kanäle (6, 6′, 6′′, 6′′′) und zugeordnete
Federkammern (7, 7′, 7′′, 7′′′), die in der Projektion
auf die senkrecht zum Auflastvektor (1) liegende
Ebene alle gleichen Winkelabstand voneinander haben.
5. Feder nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Volumen der Federkammer (7) zumindest gleich,
insbesondere größer als das Volumen des Kanals (6)
ist.
6. Feder nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
gekennzeichnet durch
mindestens eine im Elastomerblock (5) angrenzend an
mindestens eine federnde Wand (9, 9′) der Federkam
mer (7) ausgebildete Ausweichkammer (11), in die
hinein die federnde Wand (9) der Federkammer (7)
verformbar ist.
7. Feder nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Ausweichkammer (11) nach radial außen unge
drosselt offen ist.
8. Feder nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kanäle (6) und gegebenenfalls Ausweichkam
mern (11) nach radial außen, also senkrecht zum
Außenvektor (1) offen sind, und daß der Elastomer
block (5) in einem mit dem Dämpfungsfluid (12) ge
füllten Behälter (13) steht.
9. Feder nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die jeweils benötigte Resonanzfrequenz des
Tilgersystems durch eine Änderung und Anpassung
der Dicke der federnden Wand (9, 9′) der Feder
kammer (7) eingestellt ist.
10. Verwendung der Feder nach einem der Ansprüche 1
bis 9 zur resonanzgedämpften federnden Lagerung
bzw. Aufhängung des Motorblocks eines Kraftfahr
zeugs.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19863607051 DE3607051A1 (de) | 1986-03-04 | 1986-03-04 | Resonanzgedaempfte feder |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19863607051 DE3607051A1 (de) | 1986-03-04 | 1986-03-04 | Resonanzgedaempfte feder |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3607051A1 true DE3607051A1 (de) | 1987-09-10 |
Family
ID=6295458
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19863607051 Withdrawn DE3607051A1 (de) | 1986-03-04 | 1986-03-04 | Resonanzgedaempfte feder |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3607051A1 (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2630175A1 (fr) * | 1988-04-18 | 1989-10-20 | Michon Pierre | Dispositif amovible d'absorption de vibrations |
| EP0379689A1 (de) * | 1989-01-23 | 1990-08-01 | WOCO Franz-Josef Wolf & Co. | Flächenlager und Verfahren zu seiner Herstellung |
| FR2658886A1 (fr) * | 1990-02-26 | 1991-08-30 | Paulstra Gmbh | Bloc elastique alveole pour le filtrage des vibrations, destine notamment a supporter un ensemble moteur-boite de vitesses dans un vehicule. |
| FR2660382A1 (fr) * | 1990-03-30 | 1991-10-04 | Lepierres Gildas | Supports amortisseurs de vibrations. |
-
1986
- 1986-03-04 DE DE19863607051 patent/DE3607051A1/de not_active Withdrawn
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2630175A1 (fr) * | 1988-04-18 | 1989-10-20 | Michon Pierre | Dispositif amovible d'absorption de vibrations |
| EP0379689A1 (de) * | 1989-01-23 | 1990-08-01 | WOCO Franz-Josef Wolf & Co. | Flächenlager und Verfahren zu seiner Herstellung |
| FR2658886A1 (fr) * | 1990-02-26 | 1991-08-30 | Paulstra Gmbh | Bloc elastique alveole pour le filtrage des vibrations, destine notamment a supporter un ensemble moteur-boite de vitesses dans un vehicule. |
| EP0445012A1 (de) * | 1990-02-26 | 1991-09-04 | Paulstra Gmbh | Zellenförmiger Gummiblock zur Schwingungsdämpfung, insbesondere zur Motorgetriebeeinheitslagerung in einem Kraftfahrzeug |
| FR2660382A1 (fr) * | 1990-03-30 | 1991-10-04 | Lepierres Gildas | Supports amortisseurs de vibrations. |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |