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Drucklufthammer mit Luftverdichter. Die Erfindung betrifft einen Drucklufthammer
mit Luftverdichter, der sich von den bereits bekannten Hämmern dieser Art dadurch
unterscheidet, da,ß der Schlagkolben seinen Antrieb durch den umlaufenden Kolben
einer Kapselluftpumpe empfängt, der in zwangläufiger Verbindung mit einem Steuerschieber
steht.
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" DieZeichnun@gen veranschaulichen beispielsweise eine Ausführungsform
der Erfindung. Abb. i ist ein Längsmittelschnitt des Hammers in Ruhestellung.
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Abb. 2 ist ein Schnitt nach' der Linie 2-2 der Abb. i mit dem Hammerkolben
in der Anfangsstellung seines Hubes.
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Abb. 3 ist ein der Abb. 2 ähnlicher Schnitt mit dem Hammerkolben,
am Hubende.
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Abb. 4 ist ein Schnitt nach der Linie 4-4 der Abb. 3.
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Abb. 5 ist ein Querschnitt nach der Linie 5-5 der Abb. 4.
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Abb. 6 ist eine der Abb. i ähnliche Ansicht mit dem Hammerkolben in
der Habmitte. Abb. 7 ist eigne Ansicht des Hammers in verjüngtem Maßstabe. Abb.
8 ist ein Schnitt nach der Linie 8-8 der Abb. r.
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Abb. 9 ist ein Schnitt nach der Linie 9-9 der Abb. r.
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Das Gehäuse io des Hammers ist an einer Stelle abgesetzt und bildet
eine Schulter, gegen: welche sich der Endbund 13 einer Muffe 14 anlegt, die ortsfest
in dem Gehäuse ro sitzt. Die Muffe 14 ist im wesentlichen zylindrisch, aber inLängsrichtung
an verschiedenen Stellen i5 abgeflacht (s. Abb. 5), wodurch Spielräume zwischen
der inneren Gehäusefläche und der äußeren Muffenfläche geschaffen werden, welche
als Luftwege dienen. In der Muffenwandung sind in bestimmten Abständen eine Anzahl
Öffnungen 16, 17 und 18 vorgesehen, deren Durchmesser von dem hinter-en Ende nach
dem vorderen Ende des Werkzewggtes zunehmen. Ein Zylinder 2o ist in der Muffe 14
hin und her beweglich angebracht. Dieser Zylinder ist bedeutend länger als die Muffe
14. Ein an seinem vorderen Ende aufgeschraubter Werkzeughalter 22 hat eine Mittelbohrung
zur Aufnahme des Werkzeugschaftes 23. Der Zylinder 2o ist in bestimmten
Abständen
ringsum mit einer Anzahl Öffnungen 26, 27, 28 versehen, welche alle von gleicher
Größe sind, und in Deckung mit den Öffnungen 16,17 und 18 der Muffe 14 gebracht
werden können. In dem Zylinder 2o bewegt sich ein Schlagkolben 30. Zwischen dem
Halter 22 und der Hülse 14 ist in dem Gehäuse eine Schraubenfeder 31 eingeschaltet.
Das Gehäuse io ist mit einer Führung 32 ausgebildet, vermöge welcher der Werkzeughalter
22 frei gleitbar am Gehäuse sitzt.
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Ein an dem Gehäuse io befestigtes zweites Gehäuse i i bildet den einen
Teil einer Kapselluftpumpe. Es umschließt eine exzentrisch gelagerte, von einer
nicht gezeigten KraLtquelle angetriebene Walze 35. Diese ist mit einerKurvennut36
und mit einem quergerichteten Flügel 37 versehen. Letzterer ist radial beweglich
und trägt an jedem Ende Dichtungen, die in Berührung mit der Innenwandung des Gehäuses
i i stehen. Bei Drehung des Flügels 37 wird Luft abwechselnd zusammengepxeßt und
dann angesaugt. Das Gehäuse i i hat Öffnungen 40 und 41, welche mit einem Raum 42
unmittelbar hinter der Hülse 14 in Verbindung stehen. Dieser Raum 42 ist seinerseits
mit den durch, Ablachun b der Hülse entstandenen; Luft-,vegen 15 verbunden. Die
Öffnung 40 bildet den Luftaustritt der Pumpe und die Öffnung 41 ihre Ansaugeöffnung,
wenn sich der Flügel 37 in Richtung des Uhrzeigers dreht.
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In dem vorderen Ende des Gehäuses i i ist ein Schieber angeordnet,
welcher vermittels eines Stiftes q.4, der in die Kurvennut 36 der Walze 35 greift,
seitlich hin und her bewegt wird. Durch diese Hin- und Herbewegung schließt und
öffnet der Schieber abwechselnd die Austritt- und die Ansaugeöffnungen 40, 41. Er
regelt somit die Verbindung zwischen den Öffnungen 40 und 41 und anderen Offnun.gen4oa
und41a (Abb.7 und 8), welche mit dem Innenraum des Gehäuses i i in Verbindung stehen.
Ein an dem Gehäuse i i befestigter Handgriff 45, ermöglicht die leichte Handhabung
des Hammers.
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Wenn sich der Hammer in seiner Ruhestellung befindet (Abb. i), so
findet, selbst wenn sich die Walze 35 und der Flügel 37 drehen und infolgedessen
bei entsprechend arbeitendem Schieber 43, die Luft in dem Gehäuse i i abwechselnd
zusammengepreßt wird, und sich ausdehnt, doch keine Kolbenbewegung des Hammers
30 statt, obgleich durch die Öffnung 4o die Luft in die Kanäle 15 zu dringen
vermag. Denn da sich die Öffnungen in, der Muffe 14 nicht mit den Öffnungen des
Zylinders 2o decken, kann auch keine Luft in den Zylinder einströmen oder aus dem
Zylinder entweichen.
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Wenn man jedoch vermittels des Griffes 45 das Werkzeug 23 gegen das
Werkstück drückt, wird der Werkzeughlalter 22 samt dem Zylinder 2o in die in Abb.
2 gezeigte Stellung im Gehäuse io geschoben, so daß sich alsdann die Öffnungen 16,17
und 18 der Hülse 14 mit den Öffnungen 26,27 und 28 des Zylinders 2o decken. Es wird
also nun bei sich drehendem Flügel die Preßluft diesen Öffnungen zugeführt und aus
ihnenwieder angesaugt. Durch die Änderung der Luftdichte in dem Raum hinter dem
Schlagkolben 30 wird dieser schnell in dem Zylinder hin und her bewegt und
gegen den Werkzeugschaft in Wirkung gebracht.
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Wenn der Werkzeughalter zurückgedrückt wird, so daß sein hinteres
ende mit dem vorderen Ende des Gehäuses i i in Berührung tritt, wird dem Schlagkolben,
da sich dann alle Öffnungen in der Hülse mit allen Öffnungen in dem Zylinder 2o
decken, ein voller Hub erteilt. Wird jedoch der Werkzeughalter nur teilweise zurückgepreßt
(Abb. 6), so -,verden die Öffnungen der Hülse 14 nur teilweise mit den Öffnungen
des Zylinders 2o in Deckung kommen, so daß nur eine geringe Luftmenge hin und her
schwingt. Dem Hammerkolben wird alsdann auch nur eine geringe Schlagkraft erteilt.
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Der Raum in dem Zylinder 20 ist nahezu luftdicht, und die Drehung
des. Flügels 37 bewirkt lediglich rasche Änderungen der Luftdichte in dies,= Zylinder.
Aus diesem Grunde wird der Zylinder nur sehr schwer heiß, und der Hammer kann ohne
besondere Kühlungsmittel benutzt werden.