DE3537840C2 - Lüftungsklappe für den Innenraum von Kühlfahrzeugen - Google Patents
Lüftungsklappe für den Innenraum von KühlfahrzeugenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Lüftungs
klappe für den Innenraum von Kühlfahrzeugen
nach dem Oberbegriff des Hauptanspruchs 1.
Derartige Bauteile werden beispielsweise in Kühlfahrzeuge
für Frischfleischtransport eingebaut und müssen neben spe
ziellen funktionsbedingten Erfordernissen wie Stabilität,
leichte Bedienbarkeit, einfacher Aufbau usw., auch noch
einer ganzen Reihe zollrechtlicher Vorschriften Rechnung
tragen, so beispielsweise der Forderung nach garantierter
Sicherheit gegen Zugänglichkeit von außen her zu dem
Waren- bzw. Laderaum.
Hierzu bietet sich fertigungstechnisch daher eine Sandwich
bauweise an, die jedoch bislang mit dem großen Nachteil
behaftet ist, daß die Voraberstellung von zwei Halbschalen
als Außenhaut, deren Verklebung und vor allem die danach
folgende Ausschäumung des so entstandenen Hohlraumes
nicht nur zu Lunkerbildung mit allen ihren bekannten
Folgen führt, sondern verklebte Halbschalen auch nicht
auf Torsion beansprucht werden können; zudem ist mit
dem bekannten Verfahren auch kein optimaler Verbund
zwischen GFP-Schalen und dem nachträglich eingebrachten
PUR-Kern zu erzielen.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine
neuartige Lüftungsklappe der hier zur Rede stehenden
Bauteile zu schaffen und somit für das spezielle Form
teil selbst auch eine rationelle Serienfertigung bei
höchster
Festigkeit zu ermöglichen. Die Lüftungsklappe soll
zugleich von ihrem äußeren Aufbau her leicht in Fahrzeug
wände nachträglich einbaubar sein und sich möglichst glatt
in das äußere Bild einfügen.
Gelöst wird diese mit der Erfindung gestellte Aufgabe
durch die in den Patentansprüchen aufgezeigten baulichen
Mittel und Maßnahmen.
Die Zeichnungen geben ein Ausführungsbeispiel der Erfin
dung in verschiedenen Ansichten wieder; es zeigen:
Fig. 1 den Längsschnitt durch eine erfin
dungsgemäße Lüftungsklappe,
Fig. 2 einen Querschnitt zu Fig. 1 und
Fig. 3 eine Draufsicht zu Fig. 1.
Die drei Zeichnungsansichten zeigen im Grundaufbau
eine Lüftungsklappe 1 für den Innenraum 14 von Kühlfahr
zeugen, gebildet aus einem von außen in die jeweilige
Fahrzeugwand 16 eingesetzten Rahmen 2, einer an diesem
Rahmen 2 mittels Scharnieren 7 schwenkbar befestigten
Klappe 1 mit Dichtung 3 sowie einem den Rahmen 2 an
der Unterseite begrenzenden Gitter 4, 5.
In spezieller erfindungsgemäßer Ausgestaltung weist
hierbei der Rahmen 2 in seinem oberen Bereich eine
kragenförmige Umbördelung 2a auf, deren Oberfläche auf
gleicher bzw. annähernd gleicher Ebene liegt, wie die
Oberfläche 1a der Klappe 1; letztere liegt dabei mit
allseits vorzugsweise gleichem räumlichen Spaltabstand
15, 15a innerhalb des Rahmens 2 und weist in dessen zum
Fahrzeuginnenraum 14 hin weisenden Bereich 15a eine um
laufende Dichtung 3 auf. Als weiterhin neu ragen zudem
die Befestigungsplatten 7a der Schwenkscharniere 7, 7a
soweit in den oberen Spaltbereich 15 zwischen Rahmen
2 und Klappe 1, daß die Scharnierachsen 7 ebenfalls an
nähernd zur Klappenoberseite 1a und zur Rahmenumbördelung
2a liegen.
Zudem ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß Klappe 1 und
Rahmen 2 je eine miteinander korrespondierende und dabei
eine Art Türfalz bildende, annähernd gekröpfte Abstufung
1b, 2b aufweisen, die Dichtung 3 in diesem Bereich an
der Klappe 1 befestigt und mit unterschiedlich langen
Dichtlippen 3a bzw. 3b versehen ist, wobei sich die längere
sowie äußere Dichtlippe 3a an der durch die Klappenab
stufung gebildeten Schulter 1b abstützt, wobei vorteil
hafterweise die eigentliche Klappe 1 aus einem geschäumten
bzw. ähnlich auf einer Platte 8 aufgebauten Kern 1a′
besteht, der von einer nachträglich aufgebrachten, allseits
geschlossenen, einstückigen
Ummantelung 1a umschlossen und an der die Dichtung 3,
3a, 3b als endloser Ring ausgebildet und mittels Klebung,
Nietung 12, Schraubung o. ä. an der Klappe 1 befestigt
ist.
Neben diesen zuvorgenannten Merkmalen, die insbesondere
eine rationelle Fertigung erlauben und die mit der
Erfindung gestellten Aufgaben bereits weitestgehend
erfüllen, sind eine universelle Anwendung mit leichter
Montage und die Erfüllung der speziellen Zollvorschriften
bei Fahrzeugen unterschiedlichster Art noch dadurch
gegeben, daß die Dicke "h" der Klappe 1 geringer als
die Höhe "H" des Rahmens 2 ist und die Befestigungs
stellen 12 für die den Rahmen 2 nach unten begrenzenden
Gitter 4, 5, außerhalb der seitlichen Rahmenbegrenzungen
"a und b" liegen.
Ein weiterer Vorteil tritt hinzu, wenn bei dem als
Beispiel zuvor beschriebenen Gegenstand zunächst der
jeweilige PUR-Kern 1a′ als sogenannter Vorformling
mit ggf. notwendigen Einlegeteilen hergestellt und
dieser 1a′ anschließend mit der GFP-Außenhaut 1a in
nassem Zustand überpreßt wird.
Durch den erfindungsgemäßen Aufbau erhalten die Teile
eine besonders hohe Formsteifigkeit, die man mit üblichen
Kunststoff-Fertigungsverfahren nicht annähernd erreicht.
Dies bedeutet neue Möglichkeiten für den Einsatz groß
flächiger Kunststoff-Formteile.
Der Schaumkern garantiert eine ausgezeichnete Wärme
isolierung sowie eine gute Schalldämmung. Zur Einlei
tung der Kräfte werden an den Befestigungsstellen Metall-
oder Holzeinlagen angebracht, die mit der tragenden
GFP-Schale fest verbunden sind.
Ein wesentlichen Vorteil dieser erfindungsgemäßen Sand
wichbauweise besteht noch darin, daß die Außenschale
gegenüber der Innenschale eine völlig andere Oberflächen
kontur aufweisen kann, d,h. , es sind große Wanddicken
unterschiede möglich und eventuell im Schaumkern vorhan
dene Unebenheiten werden durch das "nasse" überpressen
ausgeglichen.
Claims (6)
1. Luftungsklappe (1) für den Innenraum (14) von
Kühlfahrzeugen, gebildet durch einen von außen
in die jeweilige Fahrzeugwand (16) eingesetzten
Rahmen (2), einer an diesem Rahmen (2) mittels
Scharnieren (7) schwenkbar befestigten Klappe
(1) mit Dichtung (3) sowie einem den Rahmen
(2) an der Unterseite begrenzenden Gitter (4, 5),
gekennzeichnet durch
die Kombination folgender Merkmale:
- a. Der Rahmen (2) weist in seinem oberen Bereich eine kragenförmige Umbördelung (2a) auf, deren Oberfläche zumindest auf annähernd gleicher Ebene liegt, wie die Oberfläche (1a) der Klappe (1).
- b. Die Klappe (1) liegt mit allseits räumlichem Spaltab stand (15, 15a) innerhalb des Rahmens (2) und weist in dessen zum Fahrzeuginnenraum (14) hin weisenden Bereich (15a) eine um laufende Dichtung (3) auf.
- c. Die Befestigungsplatten (7a) der Schwenk scharniere (7, 7a) ragen so weit in den oberen Spaltbereich (15) zwischen Rahmen (2) und Klappe (1), daß die Scharnierachsen (7) ebenfalls annähernd in gleicher Ebene wie die Klappenoberseite (1a) und wie die Rahmenumbördelung (2a) liegen.
2. Lüftungsklappe nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Klappe (1) und Rahmen (2) je eine mit
einander korrespondierende und dabei eine Art
Türfalz bildende Abstufung (1b, 2b) aufweisen,
die Dichtung (3) in diesem Bereich an der Klappe
(1) befestigt und mit unterschiedlich langen
Dichtlippen (3a bzw. 3b) versehen ist, wobei
sich die längere sowie äußere Dichtlippe (3a) an
der durch die Klappenabstufung gebildeten Schulter
(1b) abstützt und zudem, daß die Dichtung (3, 3a,
3b) als endloser Ring ausgebildet und mittels
Klebung, Nietung (12), Schraubung oder Klemmung
an der Klappe (1) befestigt ist.
3. Lüftungsklappe nach den Ansprüchen 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Dicke (h) der Klappe (1) geringer als
die Höhe (H) des Rahmens (2) ist und die Be
festigungsstellen (12) für die den Rahmen (2)
nach unten begrenzenden Gitter (4, 5), außerhalb
der seitlichen Rahmenbegrenzungen (a und b)
liegen.
4. Lüftungsklappe nach den Ansprüchen 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die eigentliche Klappe (1) aus einem auf
einer Platte (8) aufgebauten Kern (1a′) besteht,
der von einer allseits geschlossenen, einstückigen
Ummantelung (1a) umschlossen ist.
5. Lüftungsklappe nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Kern (1a′) aus einem geschäumten Material
besteht.
6. Lüftungsklappe nach den Ansprüchen 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß zumindest die Lüftungsklappe (1) als form
steifes, selbsttragendes sowie schall- und wärme
isolierendes Formteil mit einer, über einen
Polyurethan-Reaktionsguß (PUR)-Kern (1a′) über
preßten, glasfaserverstärkten Polyesterharz
(GFP)-Außenhaut (1a) ausgebildet ist.
Priority Applications (1)
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