DE3533901C2 - Vorrichtung zum Verschließen von Gastransportleitungen und Verfahren zu ihrer Herstellung - Google Patents
Vorrichtung zum Verschließen von Gastransportleitungen und Verfahren zu ihrer HerstellungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Verschließen von
Gastransportleitungen, bestehend aus einer über eine Schleuse
in das Innere der Gastransportleitung einführbaren, an einem
Rohr für die Zuführung eines Druckmittels angebrachten auf
blasbaren elastischen Körper, der von einer Textilschutzhülle
umgeben ist, sowie ein Verfahren zur Herstellung dieser Vor
richtung.
Derartige Vorrichtungen sind in verschiedenen Bauformen be
kannt geworden. Der aufblasbare elastische Körper wird meist
aus einem weichen Gummi hergestellt und ist daher von einer
Textilschutzhülle umgeben, die verhindern soll, daß beim Auf
blasen im Inneren der Gastransportleitung der elastische Körper
über ein gewisses Volumen hinaus wächst und dann eventuell
platzt. Eine solche Vorrichtung zum Verschließen von Gas
transportleitungen wird dort in eine Gastransportleitung einge
führt, wo deren Reparatur unter Absperrung des Gasflusses not
wendig ist, wenn in der Gastransportleitung keine Ventile oder
Schieber vorgesehen sind. Soll eine derartige Vorrichtung in
Einsatz gebracht werden, so wird die Gastransportleitung
neben der zu reparierenden Stelle mit einer Schelle um
geben, die einen Stutzen aufweist, der eine Schleuse
trägt. Durch diese Schleuse hindurch läßt sich ein Bohr
werkzeug einführen, mit dem das Gasrohr angebohrt wird.
Nach Entfernung des Bohrers durch die Schleuse wird der
elastische aufblasbare Körper in das Innere der Gastrans
portleitung eingebracht und dort aufgeblasen.
Das Arbeiten an mit derartigen Vorrichtungen abgesperrten
Gastransportleitungen ist nicht ungefährlich, da es sich
immer wieder gezeigt hat, daß trotz der eingesetzten Vor
richtung immer wieder Gas aus der Transportleitung
in den abgesperrten Teil der Transportleitung eindringt.
Ist für die Reparatur der Gastransportleitung ein Teil
der Leitung herausgeschnitten und wird dieses Teil durch
ein neues Teil, das eingeschweißt werden muß, ersetzt,
so ist es hin und wieder zu Unfällen gekommen, deren Ur
sache schwer erklärbar war und die man darauf zurückführte,
daß Schweißfunken den aufblasbaren elastischen Körper be
schädigten und zerstörten, obwohl oftmals die Entfernungen
zwischen der Schweißstelle und dem aufgeblasenen elastischen
Körper so groß waren, daß eine Zerstörung durch direkten
Funkenflug unwahrscheinlich war.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde,
daß Unfälle beim Arbeiten mit derartigen Vorrichtungen
auch dadurch entstehen können, daß Gas, insbesondere wenn
es unter höherem Druck steht, an dem aufblasbaren elasti
schen Körper vorbeiwandern kann, was in erster Linie darauf
zurückzuführen sein dürfte, daß die Textilschutzhülle
dem Gas die Möglichkeit gibt, zwischen den Textilfäden
ungehindert zu wandern. Eine derartige Textilschutzhülle
ist ein Gewebe, jedenfalls ein Textilgebilde, bei dem sich
zwei Lagen von Textilfäden kreuzen. An solchen Kreuzungs
punkten, aber auch dort, wo Textilfäden direkt an der
Innenwandung des Gasrohres anliegen, hat das Gas die
Möglichkeit, zu wandern.
Die vorliegende Erfindung vermeidet diese Nachteile. Es
ist die Aufgabe der Erfindung, die eingangs genannte Vor
richtung derart zu verbessern, daß Gas nicht mehr entlang
dieser Vorrichtung in einem Zwischenraum zwischen der
äußeren Umfangsfläche dieser Vorrichtung und der Innen
fläche der Gastransportleitung wandern kann.
Die Erfindung besteht darin, daß die Textilschutzhülle von
einem auf einer mittleren Umfangslinie angeordneten elasti
schen Ring umgeben und durchsetzt ist, der die Textilschutz
hülle durchdringt, deren Fäden in diesem Ring eingebettet
sind und der an der Oberfläche des elastischen Körpers
fest anliegt.
Die Aufbringung des elastischen Ringes auf die Textil
schutzhülle ist einfach. Unfälle durch ein sich entzünden
des Gas-Luft- oder Gas-Sauerstoff-Gemisch an der Reparatur
stelle der Gastransportleitung sind dann durch an dem
elastischen Körper vorbeiwanderndes Gas nicht mehr möglich,
weil diese Wanderung von Gas sicher unterbunden ist.
Diese Vorrichtung sperrt eine Gastransportleitung besonders
sicher ab, wenn der elastische Ring vor dem Aufblasen des
elastischen Körpers einen etwas geringeren Außendurchmesser
als den Innendurchmesser der Gastransportleitung aufweist.
Während des Aufblasens des elastischen Körpers wird auch
der elastische Ring geweitet. Er legt sich an die Innen
wandung der Gastransportleitung fest an und bildet eine gas
dichte Abdichtung, da die Fäden der Textilschutzhülle in
diesem elastischen Ring eingebettet sind. Dieses läßt
sich besonders einfach realisieren, wenn die Textilschutz
hülle aus einem Gestrick oder einer Webstrickware besteht,
dessen Maschenstäbchen in Längsrichtung (längsachsparallel
zur Gastransportleitung) verlaufen und das vorzugsweise
mit parallel zu den Naschenstäbchen verlaufenden Längs
fäden verstärkt ist. Ein derartiges Gestrick bzw. eine
derartige Wirk-Webware läßt radiale Dehnungen zu, ist aber
in Längsrichtung nicht oder wesentlich schlechter dehnbar.
Der Vorteil besteht hier in einer faltenlosen Anlage der
Textilschutzhülle an der Innenwand des abzusperrenden Rohres.
Zweckmäßig ist es, wenn der elastische Ring zweiteilig auf
gebaut ist, und zwar aus einem elastischen ungeteilten
Ring und einer elastischen Schicht zwischen diesem Ring
und der Oberfläche des elastischen Körpers, die nach Art
eines Klebstoffes beschaffen ist. In dieser Zwischenschicht
sind die Fäden der Textilschutzhülle angeordnet und in
dieser elastischen Klebstoffschicht eingebettet. Sie sorgt
für einen wirksamen Schutz gegen ein Hindurchtreten von Gas.
Ein Wandern von Gas entlang der Textilfäden ist damit
sicher unterbunden. Der elastische Ring bringt eine be
sonders gute Abdichtung gegenüber der Innenwandung der
Gastransportleitung, aber auch eine Geometrie, bei der
die elastische Zwischenschicht zusätzlich gepreßt wird
und somit besser dichtet.
Vorteilhaft ist es, wenn der endlose elastische Ring im
Querschnitt rechteckig oder trapezförmig ist.
Es besteht die Möglichkeit, nicht nur einen solchen Ring
vorzusehen, sondern noch mindestens einen weiteren elasti
schen Ring um den elastischen Körper parallel zum ersten
elastischen Ring. Die Herstellung dieser Vorrichtung ist
relativ einfach:
In der einfachsten Form geht man bei der Herstellung
dieser Vorrichtung so vor, daß man auf die Textilschutz
hülle allein oder auf den schwach aufgeblasenen, mit der
Textilschutzhülle umgebenen elastischen Körper Kleb
stoff, ein Kautschuk oder ein Kunststoff oder eine Gummi
lösung, in mehreren Schichten flüssig oder pastös in
Form eines Ringes aufträgt. Man läßt zweckmäßigerweise
Schicht nach Schicht erst trocknen, bevor man die nächste
Schicht aufträgt.
Als besonders vorteilhaft hat es sich erwiesen, wenn man
anschließend an den Auftrag der letzten Schicht Kleb
stoff oder Gummilösung einen Gummiring auf den
Klebstoff aufbringt und anpreßt, bis die Verbindung sich
verfestigt hat.
Eine noch günstigere Geometrie erhält man dann, wenn man
vor dem Klebstoffauftrag auf dem noch nicht von der
Textilschutzhülle umgebenen elastischen Körper einen
weiteren gummielastischen Ring aufklebt.
Das Wesen der Erfindung ist nachstehend anhand eines in
der Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsbei
spieles näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Ansicht des mit der Textilschutzhülle und
einem elastischen Ring umgebenen elastischen
aufblasbaren Körper mit dem Druckluftzuführungs
rohr,
Fig. 2 diesen Körper eingesetzt in eine Gastransport
leitung, im Schnitt,
Fig. 3 in starker Vergrößerung einen Ausschnitt aus dem
elastischen Körper am Ort der Anbringung des
elastischen Ringes.
Der aufblasbare elastische Körper 1 ist mittels der Arma
tur 2 an dem Druckluftrohr 3 befestigt und trägt auf seiner
Außenseite einen elastischen Ring 4, der mit der Textil
schutzhülle 5 und dem aufblasbaren elastischen Körper
mittels einer Gummilösung fest verklebt ist. Diese Gummi
lösung 6 ist in alle Hohlräume eingedrungen, die sich
zwischen den Textilfäden 7 im Bereich zwischen dem elasti
schen Ring 4 und dem aufblasbaren elastischen Körper 1
gebildet haben.
Vorteilhaft ist es, wenn zwischen dem aufblasbaren elasti
schen Körper einerseits und dem elastischen Ring 4 und der
Textilschutzhülle 5 andererseits ein weiterer elastischer
Ring 8 befindet, welcher ebenfalls mit einer Gummilösung
auf den aufblasbaren elastischen Körper 1 aufgeklebt ist.
- Man kann die Abdichtung noch weiter verbessern, wenn
man weiteres elastisches Dichtungsmaterial 9 seitlich
des elastischen Ringes 4 derart anordnet, daß dieses
elastische Dichtungsmaterial durch die Textilschutzhülle
bis auf den aufblasbaren elastischen Körper 1 sich
streckt und dabei die Textilfäden 7 der Textilschutzhülle
5 einbettet.
Ist die in dieser Weise ausgebildete Vorrichtung in die
Gastransportleitung 10 durch die Schleuse 11 und das Loch
12 eingeführt, so wird der aufblasbare elastische Körper
unter hohem Druck aufgeblasen, so daß er sich soweit
dehnt, wie es die Textilschutzhülle 5 zuläßt. Er nimmt
dann eine längliche Form an, mittig um ihn herum verläuft
der elastische Ring 4, der die zwischen den Textilfäden
der Textilschutzhülle 5 angeordnete getrocknete Gummi
lösung, in der die Textilfäden 7 eingebettet sind, um
schließt und dabei eine Abdichtung innerhalb der Gastrans
portleitung 10 bildet. Das Gas kann nunmehr weder entlang
der Innenwand der Gastransportleitung 10 noch entlang der
Textilfäden 7 wandern, so daß eine hervorragende Gasdicht
heit erzielt ist.
Claims (9)
1. Vorrichtung zum Verschließen von Gastransport
leitungen,
bestehend aus einer über eine Schleuse in das Innere
der Gastransportleitung einführbaren, an einem Rohr
für die Zuführung eines Druckmittels angebrachten
aufblasbaren elastischen Körper, der von einer Tex
tilschutzhülle umgeben ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Textilschutzhülle (5) von einem auf einer
mittleren Umfangslinie angeordneten elastischen
Ring (4, 6) umgeben ist, der die Textilschutzhülle
(5) durchdringt, deren Fäden (7) einbettet und an
der Oberfläche des elastischen Körpers (1) fest anliegt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet
daß der elastische Ring als einer die Textilschutzhülle
durchdringenden Kautschuk und/oder elastischen
Kunststoffschicht besteht.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der elastische Ring (4, 6) zweiteilig aufgebaut
ist, und zwar aus einem elastischen ungeteilten
Ring (4) und einer elastischen Schicht (6) zwischen
diesem Ring (4) und der Oberfläche des elastischen
Körpers (1), wobei die Schicht nach Art eines Kleb
stoffes beschaffen ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der elastische Ring (4) im Querschnitt rechteckig
oder trapezförmig ausgebildet ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens ein weiterer elastischer Ring (8) um
den elastischen Körper (1) parallel zum ersten Ring (4)
angeordnet ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Textilschutzhülle aus einem Gestrick oder einer
Webstrickware besteht, dessen Maschenstäbchen in Längs
richtung (längsachsparallel zur Gastransportleitung)
verlaufen und das vorzugsweise mit parallel zu den
Maschenstäbchen verlaufenden Längsfäden verstärkt ist.
7. Verfahren zur Herstellung der Vorrichtung nach
Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß auf die Textilschutzhülle oder den aufgebla
senen, mit der Textilschutzhülle umgebenen elastischen
Körper Klebstoff oder eine Kautschuk-, Kunststoff-
oder Gummilösung in mehreren Schichten in Form eines
Ringes aufgetragen wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß anschließend an den Auftrag der letzten
Schicht Klebstoff oder Gummilösung ein
Gummiring auf den Klebstoff aufgebracht und angepreßt wird,
bis die Verbindung sich verfestigt hat.
9. Verfahren nach Anspruch 7 und 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß vor dem Klebstoffauftrag auf dem noch nicht
von der Textilschutzhülle umgebenen elastischen
Körper ein gummielastischer Ring aufklebt wird.
Priority Applications (1)
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Publications (2)
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| DE7810001U1 (de) * | 1978-04-04 | 1978-07-20 | Staedtler & Beck Ohg, 6720 Speyer | Vorrichtung zum absperren von gasleitungen |
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1985
- 1985-09-23 DE DE19853533901 patent/DE3533901C2/de not_active Expired - Fee Related
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