DE3527697C2 - Verfahren zum Verbrennen von Kohle - Google Patents
Verfahren zum Verbrennen von KohleInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Verbrennen von Kohle
unter Erzeugung einer schmelzflüssigen Asche in einem
Feuerungszyklon, dem eine Brennkammer und ein Feuerraum
nachgeschaltet sind.
Bei den bekannten Anlagen (DE-AS 11 09 307) wird dem
Feuerungszyklon die gesamte Verbrennungsluft zugegeben. Diese
einstufige Luftzugabe, verbunden mit der zur Erreichung eines
flüssigen Ascheabzuges notwendigen hohen Gastemperatur,
begünstigt die Bildung von Stickoxiden.
Es ist bei Trockenfeuerungen für Kohle bekannt (DE-OS 28 55 766; if.
Die Industriefeuerung Nr. 20, 1981, S. 68-69), einen Teil der
Verbrennungsluft oberhalb der Brenner in die Brennkammer
einzublasen. Weiterhin ist es bekannt (DE-OS 27 38 722), mehrere
Primärbrennkammern einer Sekundärbrennkammer vorzuschalten und
die Verbrennungsluft auf die Brennkammern zu verteilen. Dabei
ist jeder Primärbrennkammer ein eigener Brenner zugeordnet, der
mit Staub betrieben werden kann. Dieser Brenner ist in der
Längsachse der Primärbrennkammer angeordnet. Offensichtlich kann
auch diese Feuerung nur als Trockenfeuerung betrieben werden,
bei der die Asche in trockener Form anfällt. Die für die
Trockenfeuerung bekannten Maßnahmen lassen sich nicht ohne
weiteres auf Schmelzfeuerungen, z. B. mit einem Feuerungszyklon,
übertragen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das gattungsgemäße
Verfahren so zu gestalten, daß die Bildung von Stickoxiden
herabgesetzt wird.
Diese Aufgabe wird bei einem gattungsgemäßen Verfahren
durch die Merkmale des Patentanspruches
gelöst. Durch diese Maßnahmen gelingt es, die Verbrennungs
luft zum Zwecke der Unterdrückung der Bildung von Stick
oxiden gestuft aufzugeben, und zwar derart, daß ein un
gehindertes Fließen der flüssigen Asche gewährleistet ist.
Die Erfindung sei anhand eines Ausführungsbeispieles und
des in der Zeichnung schematisch dargestellten Kessels
erläutert.
Der Kessel ist mit einer Schmelzfeuerung versehen, die
durch einen oder mehrere Feuerungszyklone gebildet ist.
Die Wandung des Zyklons 1 besteht aus einem zylindrischen
Mantel, der mit gekühlten Rohren belegt ist. Zum Inneren
des Zyklons 1 sind die Rohre mit einer feuerfesten Masse
bestampft. In den Zyklon 1 wird durch Düsen 2 Verbrennungs
luft tangential eingeblasen. Über Kohledüsen 3 tritt Hohle
entlang einer Sekante in den Zyklon 1 ein. Der Zyklon 1
wird so betrieben, daß die Asche in flüssiger Form anfällt.
Dem oder den Zyklonen 1 ist eine Brennkammer 4 nachgeschal
tet, in die die Rauchgase durch einen Kragen 5 des Zyklons 1
eintreten. Die Brennkammer 4 ist über einen Schlacken
fangrost 6 mit einem Feuerraum 7 verbunden, an den sich
ein nicht dargestellter Rauchgaszug mit Nachschaltheiz
flächen anschließt. Die Brennkammer 4 und der Feuerraum 7
sind durch Wände begrenzt, die aus gekühlten Rohren be
stehen.
Die Brennkammer 4 weist im unteren Teil einen Ascheschlitz
8 auf, über den die flüssige Asche, die aus einer Öffnung
des Zyklons 1 in die Brennkammer 4 abfließt, abgeführt wird.
Im Bereich des Ascheschlitzes 8 sind die Rohre der
Brennkammer 4 ebenfalls mit einer feuerfesten Masse
überzogen.
Die Verbrennungsluft wird den Düsen 2 des Zyklons 1
über eine Luftleitung 9 zugeführt. Von der Luftleitung
9 zweigt eine Zweigleitung 10 ab. Die Zweigleitung 10
ist zu Luftdüsen 11 geführt, die in der Brennkammer 4
angeordnet sind. In der Luftleitung 9 und der Zweig
leitung 10 ist je ein Regelorgan 12 angeordnet, über die
die gesamte Verbrennungsluft auf den Zyklon 1 und die
Brennkammer 4 verteilt wird. Dem Zyklon 1 wird nur soviel
Verbrennungsluft zugeführt, daß die Luftzahl etwa 0,8-
1,0 beträgt. Die restliche Luftmenge bis zu einer Luft
zahl von 1,1-1,15 wird über die Luftdüsen 11 in die
Brennkammer 4 eingebracht. Die Verbrennung des einge
brachten Brennstoffes findet damit sowohl in dem Zyklon
1 als auch in der Brennkammer 4 statt. Der hohe Turbulenz
grad in der Brennkammer 4 stellt eine gute Durchmischung
sicher, so daß ein partieller Luftmangel, entsprechend
dem Fortschritt der Verbrennung und damit eine unzulässige
Bildung von Kohlenmonoxid, vermieden wird. Je nach der
Schmelztemperatur der Asche sowie der Rauchgastemperatur,
insbesondere auch im Teillastzustand, reagiert der Zyklon
1 mit unterschiedlichen Ascheschichtdicken auf der feuer
festen Beschichtung der Rohre, die bei steigenden Lasten
und Rauchgastemperaturen durch Abschmelzen kleiner werden.
Die Aufteilung der Verbrennungsluft auf den Zyklon 1 und
die Brennkammer 4 wird in Abstimmung auf den Ausbrand im
Zyklon 1 und in der Brennkammer 4 so eingestellt, daß
im Zyklon 1 entsprechend dem Verbrennungsablauf kein
partieller Luftmangel eintritt und daß die Rauchgastempera
tur in dem Zyklon 1 und in der Brennkammer 4 oberhalb des
Ascheschmelzpunktes liegt. Auf diese Weise ist einerseits
eine gestufte Luftaufgabe zwecks Reduzierung der Stick
oxide möglich, und andererseits sind die Bedingungen
für einen flüssigen Ascheabzug eingehalten. Das erfin
dungsgemäße Verfahren läßt sich auch auf andere Schmelz
feuerungen übertragen.
Claims (1)
- Verfahren zum Verbrennen von Kohle unter Erzeugung einer schmelzflüssigen Asche in einem Feuerungszyklon, dem eine Brennkammer und ein Feuerraum nachgeschaltet sind, dadurch gekennzeichnet, daß dem Feuerungszyklon Luft in unterstöchiometrischer Menge zugeführt wird, daß die restliche, zur vollständigen Verbrennung notwendige Luftmenge der Brennkammer zugeführt wird und daß die Luft in Abstimmung auf den Ausbrand in dem Feuerungszyklon und der Brennkammer so aufgeteilt wird, daß in dem Feuerungszyklon entsprechend dem Verbrennungsablauf kein partieller Luftmangel eintritt und daß die Rauchgastemperatur in dem Feuerungszyklon und der Brennkammer oberhalb des Ascheschmelzpunktes liegt.
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