DE352575C - Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung von Salz aus heissen Loesungen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung von Salz aus heissen Loesungen

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DE352575C
DE352575C DE1920352575D DE352575DD DE352575C DE 352575 C DE352575 C DE 352575C DE 1920352575 D DE1920352575 D DE 1920352575D DE 352575D D DE352575D D DE 352575DD DE 352575 C DE352575 C DE 352575C
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air
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lye
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Maschinenbau-Akt-Ges Balcke
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Maschinenbau-Akt-Ges Balcke
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01DCOMPOUNDS OF ALKALI METALS, i.e. LITHIUM, SODIUM, POTASSIUM, RUBIDIUM, CAESIUM, OR FRANCIUM
    • C01D3/00Halides of sodium, potassium or alkali metals in general
    • C01D3/14Purification

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Tea And Coffee (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung von Salz aus heißen Lösungen. Gegenstand der Erfindung ist eine weitere Verbesserung der durch Patent 340022 geschützten Vorrichtung zur Gewinnung von Salz aus heißen Lösungen mittels umlaufender in die Lösung eintauchender Scheiben. Die Erfindung bezweckt insbesondere, den Betrieb dieser Vorrichtungen zu verbessern und besteht somit auch in einem neuen Verfahren zum Betriebe genannter Vorrichtung.
  • Wird die Vorrichtung zur Gewinnung heißer Laugen in der Weise betrieben, wie sie in Patentschrift 340022 beschrieben ist, so wird zwar eine sehr große Ausbeute an Salz erzielt, jedoch ist das gewonnene Salz nicht von absolut gleicher Beschaffenheit. Dies kann für manche Betriebe erwünscht sein, wenn es nämlich darauf ankommt, verschiedene Salzqualitäten zu gewinnen. Wird jedoch darauf Wert gelegt, daß das in sämtlichen Kühlzellen gewonnene Salz gleichmäßige, möglichst große Kristallbildung zeigt, so reicht das in dem Hauptpatent beschriebene Betriebsverfahren nicht aus. Hier setzt die Erfindung ein und ändert das Verfahren dahin ab, daß der Kühlvorgang in den der Laugeneintrittsstelle benachbarten Kühlzellen durch künstliche Mittel verzögert wird. Diese Verzögerung des Kühlvorganges bedingt, daß in allen Zellen das Salz sich gleichmäßig und überall in großen Kristallen abscheidet. Es wird also in den ersten Kühlzellen ein Salz von gleicher Kristallbildung erzeugt wie in den letzten Kühlzellen. Dieses Verfahren kann in verschiedener Weise durchgeführt werden, zunächst derart, daß die Verzögerung des Kühlvorganges von der Lufteintrittsöftnung her allmählich bis zur Laugeneintrittsöffnung hin wachsend fortschreitet, derart, daß die Verzögerung in der Nähe des Lufteintritts verhältnismäßig gering, in der Nähe des Laugeneintritts dagegen verhältnismäßig groß ist.
  • Die Verzögerung des Kühlvorganges selbst läßt sich ebenfalls in verschiedener Weise erreichen. Entweder dadurch, daß den dem Laugeneintritt benachbarten Zellen weniger Kühlluft zugeführt wird als den Zellen in der Nähe des Lufteintritts, oder derart, daß die die Flüssigkeit aus den Zellen emporhebenden Scheibensysteme in der Nähe des Laugeneintritts mitgeringerer Geschwindigkeit umlaufen als in der Nähe des Lufteintritts, oder daß in der Nähe des Laugeneintritts weniger Kühlscheiben angeordnet sind als in der Nähe des Lufteintritts. Schließlich läßt sich die Verzögerung auch noch dadurch bewirken, daß die Zellen mit Luftzuführungen und abführungen versehen sind, deren Durchgangsquerschnitte beliebig weit geöffnet werden können, woraus sich die Möglichkeit ergibt, nicht nur die Luftmenge in der Nähe des Laugeneintritts geringer zu halten als beim Lufteintritt, sondern auch in allen Zellen noch zusätzliche Frischluft einzuführen, aber diese Frischluftzuführung ebenfalls derart zu regeln, daß in der Nähe des Laugeneintritts stets weniger Kühlluft zur Verfügung steht als in der Nähe des Lufteintritts.
  • Selbstverständlich lassen sich die vorstehend erläuterten Betriebsarten auch miteinander vereinigen. In der Anlage sind die zur Durchführung der verschiedenen Betriebsarten geeigneten Vorrichtungen in einigen Ausführungsbeispielen dargestellt.
  • Die Abb. I und 2 zeigen einen Laugenkühler, bei welchem das neue Verfahren durch Verminderung der Luftmenge in der Nähe der Lauggieneintrittsstelle durchgeführt wird, und zwar zeigt Abb. I den Kühler im senkrechten Querschnitt, Abb. 2 im wagerechten Schnitt.
  • Abb. 3 ist ein Diagramm zur Veranschaulichung des Abkühlungsvorganges.
  • In dem Diagramm bezeichnet der Punkt A Laugeneintrittsstelle, der Punkt B Lufteintrittssstelle. Wird der Laugenkühler, der im vorliegenden Ausführungsbeispiel fünf hintereinander angeordnete Scheibensysteme besitzt, in der Weise betrieben, wie dies im Hauptpatent beschrieben ist, daß also die gesamte Kühlluft durch das ganze Kühlersystem hindurchstreicht, so wird die Abkühlung etwa nach der Schaulinie X verlaufen, nämlich derart, daß die Abkühlung der Lauge in der Nähe der Laugeneintrittsstelle A sehr schnell eintritt, während in der Nähe der Lufteintrittsöffnung B, wo die Lauge bereits erheblich abgekühlt ist, der- Abkühlungsvorgang selbst verhältnismäßig langsam vor sich geht. Wird dagegen der Laugenkühler nach dem neuen Verfahren gemäß vorliegender Erfindung betrieben, nämlich: derart, daß der Abkühlungsvorgang in der Nähe der Laugeneintrittsstelle durch künstliche Mittel verzögert wird, dann erfolgt die Abkühlung etwa nach der Schaulinie Z des Diagramms (Abb. 3), d. h. die Kristallbildung wird in allen Zellen annähernd gleich sein.
  • In dem Ausführungsbeispiel nach Abb. i und 2 wird die Verzögerung des Abkühlungsvorganges nun dadurch: erreicht, daß die bei B eintretende Luftmenge hinter der letzten Zelle b5 durch die Klappe a4 zum Teil schon wieder den Kühler verläßt. Die Kühlluft geht dann weiter durch die vierte Zelle b4, ein Teil verläßt diese durch die Klappeau. In derselben Weise erfolgt eine immer weiter fortschreitende Verringerung der .Luftmenge durch die Klappe az, d, so daß in der Zelle bl eine wesentlich geringere Luftmenge auf die Lauge kühlend einwirken kann als in der Zelle b5. In diesem Ausführungsbeispiel geht Hand in Hand mit der Verminderung der Luftmenge die Verminderung der kühlenden Fläche derart, daß die erste Zelle nur 7, die letzte Zelle b' dagegen 17 Kühlflächen besitzt.
  • In dem Ausführungsbeispiel nach Abb.4 und 5 bleibt der Luftstrom von der Eintrittsstelle B bis zur Luftaustrittsstelle bzw. Laugeneintrittsstelle A unvermindert. Hier wird jedoch die .Verzögerung _des Kühlvorggangss in der ersten Zelle b1 gegenüber den folgenden Zellen b2, b3, b4, b5 dadurch erreicht, daß der Antrieb auf die Scheibe c5 wirkt und nun durch eine Übersetzung d3, c4 bzw. d4, c3 usw. fortschreitend verlangsamt wird. Selbstverständlich kann dieser Antrieb auch umgekehrt werden, daß er an dem Rade c1 angreift und nun durch die gleiche Übersetzung bis zur Zelle c5 fortschreitend beschleunigt wird.
  • In dem Ausführungsbeispiel nach Abb. 6 und 7 wird der Kühler durch einen Hauptluftstrom betrieben, der bei B eintritt und bei A abgesaugt wird. An dem Kühler entlang jedoch führt eine zusätzliche Luftleitung e, die mit Stutzen e4, e3, e2, e1 in die einzelnen Zellen mündet. Die Öffnungen e können durch Schieber f4, f3, f2, f1 beliebig weit geöffnet werden, und zwar derart, daß z. B. der Zelle b4 wesentlich mehr Luft zugeführt wird als der Zelle b3, dieser wiederum mehr als der Zelle b2 und schließlich der Zelle b1 am wenigsten.
  • Diese Einrichtung läßt sich jedoch noch weiter beeinflussen durch eine Luftabteilung g, die mit verschiedenen Stutzen g4, g3, g2, g1 an die verschiedenen Zellen anschließt, und deren Öffnungen ebenfalls durch Schieber h4, h3, h2, h1 verstellt werden können, so zwar, daß vor der Zelle b1 wesentlich mehr Luft abgesaugt wird als etwa vor der Zelle b4. Auch diese Einrichtung läßt sich mit den Einrichtungen nach den Abb. I und 2 bzw. 4. und 5 wieder in beliebiger zweckentsprechender Weise verbinden, sofern auf den Grundzug des Betriebsverfahrens geachtet wird, daß in der Nähe der Laugeneintrittsstelle der Abkühlungsvorgang wesentlich verzögert wird.

Claims (7)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE: I. Verfahren zum Betriebe von Vorrichtungen zum Gewinnen von Salz aus heißen Lösungen nach Patent 340022, dadurch gekennzeichnet, daß der Abkühlungsvorgang in der bzw. den der Laugeneintrittsstelle (a) benachbarten Kühlzelle bzw. Kühlzellen mit künstlichen Mitteln verzögert wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Verzögerung des Abkühlungsvorganges von der Lufteintrittsstelle (B) her bis zur Laugeneintrittsstelle (A) hin fortschreitend ständig wächst.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die durch den Kühler hindurchstreichende Kühlluft in der Nähe der Laugeneintrittsstelle bzw. nach dieser hin fortschreitend vermindert wird.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die durch die umlaufenden Scheibensysteme dem durch den Kühler hindurchstreichenden Luftstrom ausgesetzte Flüssigkeitslaugenmenge in der Nähe der Laugeneintrittsstelle bzw. nach dieser hin fortschreitend vermindert wird.
  5. 5. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß in der der Laugeneintrittsstelle benachbarten Zelle (b1) eine geringere Anzahl Kühlscheiben angeordnet ist als in der der Lufteintrittsstelle benachbarten Zelle.
  6. 6. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die in der der Laugeneintrittsstelle benachbarten Zelle angeordneten Kühlscheiben langsamer umlaufen als die Kühlscheiben in der dem Lufteintritt benachbarten Zelle.
  7. 7. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i, gekennzeichnet durch am Kühlergehäuse angeordnete Luftaustrittsöffnungen, durch: welche hindurch von der an der Lufteintrittsstelle eintretenden Kühlluft beliebige Luftmengen abgelassen werden können. B. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß am Kühlergehäuse Frischlufteinlaßöffnungen (e1, e2, es, e4) angeordnet sind., deren Querschnitt derart eingestellt werden kann, daß der dem Laugeneintritt benachbarten Zelle (b') weniger Luft zugeführt -wird als der dem Lufteintritt benachbarten Zelle (b¢). g. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß am Kühlergehäuse Lufteintrittsöffnungen und Luftaustrittsöffnungen angeordnet sind, deren Querschnitte beliebig derart geregelt werden, daß die dem Laugeneintritt benachbarte Zelle (b1) -weniger Kühlluft erhält als die dem Lufteintritt benachbarte Zelle (b4).
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