DE3524852C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine
Schaltungsvorrichtung zum Regulieren der Schärfe der
durch Abtasten einer zu reproduzierenden Vorlage
gewonnenen Bildsignale nach dem Oberbegriff des
Anspruchs 1 bzw. des Anspruchs 8.
Aus der DE-OS 34 02 251 und der DE-OS 28 05 237 ist es
bereits bekannt, die Schärfe einer durch Abtasten einer
zu reproduzierenden Vorlage gewonnenen Bildsignale
unter Verwendung eines durch Subtraktion eines unscharfen
Signals von einem scharfen Signal erzeugten Zwischensignals
zu erhöhen. Die Möglichkeiten zum Regulieren
der Schärfe der Bildsignale ist bei dem vorgenannten
Verfahren jedoch unzureichend.
Der Erfindung liegt damit die Aufgabe zugrunde, ein
Verfahren bzw. eine Schaltungsanordnung zu schaffen,
die es ermöglichen, die Schärfe der Bildsignale in einem
weiten Bereich wahlweise zu erhöhen oder aber
abzuschwächen.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die im
kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 bzw. des Anspruchs 8
angegebenen Merkmale gelöst. Die Ansprüche 2 bis 7
geben bevorzugte Ausgestaltungen des vorgeschlagenen
Verfahrens, die Ansprüche 10 und 11 bevorzugte Ausgestaltungen
der entsprechenden Schaltungsanordnung an.
Die Erfindung wird im folgenden anhand einer Zeichnung
erläutert. Dabei zeigt:
Fig. 1 eine schematische Darstellung der
Signalformen, an der das Grundprinzip der
Schärfenregulierung verdeutlicht wird;
Fig. 2 eine Fig. 1 entsprechende Darstellung,
in der die Besonderheiten des
erfindungsgemäß vorgeschlagenen Verfahrens
verdeutlicht werden;
Fig. 3 ein Schaltbild einer Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung;
Fig. 4 eine Darstellung der Signalformen, wie
sie bei Verwendung einer Schaltungsanordnung
nach Fig. 3 gegeben sind,
Fig. 5 (a) und (b) eine graphische Darstellung bzw.
ein vereinfachtes Diagramm eines
Tabellenspeichers als Alternative zu den in
Fig. 3 gezeigten Speicher-Flip-Flops,
Fig. 6 eine Darstellung der unter Verwendung
einer Schaltungsanordnung von Fig. 3
erzeugten Signale bei geänderten
Schwellenwerten;
Fig. 7 (a) ein vereinfachtes Schaltbild einer
Schaltungsanordnung zum Regulieren des
Ausmaßes der Verstärkung und Abschwächung
der Schärfe in Abhängigkeit von
einem unscharfen Signal;
Fig. 7 (b)-(e) Darstellungen der Charakteristika
der dabei verwendeten Einrichtungen, und
Fig. 8 eine Darstellung von durch eine Kombination
der in den Fig. 3 und 7 dargestellten
Schaltungsanordnungen gewonnenen
Signalformen.
Fig. 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines Verfahrens
zum Regulieren der Schärfe nach der vorliegenden
Erfindung, wobei ein Zwischensignal P zunächst durch
Subtraktion eines unscharfen Signals U von einem scharfen
Signal S gewonnen wird entsprechend der Gleichung:
P = S - U. (2)
Sodann wird ein Bildsignal R₁ gewonnen durch Subtraktion
eines Produktes des Zwischensignals P und eines
Koeffizienten k von dem scharfen Signal S entsprechend
der Gleichung:
R₁ = S - k * P. (3)
In diesem Fall kann das Ausmaß der Schärfeverstärkung
dem Wert des Koeffizienten k entsprechend variiert werden.
Fig. 2 zeigt ein anderes Ausführungsbeispiel der
vorliegenden Erfindung, wobei das Zwischensignal P wiederum
zunächst durch Subtraktion eines unscharfen Signals
U von einem scharfen Signal S subtrahiert wird, wie
dies durch Gleichung (2) angegeben wird. Sodann wird
das Zwischensignal P entsprechend einem positiven
Schwellenwert L⁺ und einem negativen Schwellenwert L -
in ein schärfeschwächendes Signal P a und ein
schärfeverstärkendes Signal P b aufgeteilt. Das schärfeschwächende
Signal P a hat einen Bereich von dem positiven
Schwellenwert L⁺ bis zu dem negativen Schwellenwert L -,
während das schärfeverstärkende Signal P b außerhalb
dieses Bereiches liegt. Sodann wird ein schärfereguliertes
Bildsignal R 2 entsprechend der Gleichung
R 2 = S - m * P a + n * P b . (4)
gewonnen, wobei m ein Abschwächungskoeffizient und n
ein Verstärkungskoeffizient ist. In Gleichung (4) kann
das schärfeverstärkende Signal P b beseitigt werden
durch Wahl eines positiven Spitzenwertes P⁺ des
Zwischensignals P (L⁺ P⁺) und eines negativen Schwellenwertes
L - ausreichend unterhalb eines negativen
Spitzenwertes P - desselben Signals (L - P -), so daß die
Gleichung (4) ausgedrückt werden kann als:
R 2′ = S - m * P a = S - m * p. (5)
Unter der Annahme, daß m = k, kann die Gleichung (5)
ausgedrückt werden als R 2′ = S - k * p, was der
Gleichung (3) entspricht. Infolgedessen kann dasselbe
schärfeschwächende Signal gewonnen werden, wie es in
Fig. 1 gezeigt ist.
Andererseits wird durch Nullsetzen sowohl des positiven
Schwellenwertes L⁺ als auch des negativen Schwellenwertes
L - stattdessen das schärfeschwächende Signal P a
beseitigt, so daß die Gleichung (4) ausgedrückt werden
kann als:
R 3 = S + n * P b = S + n * p = S + n (S - U). (6)
Wird wieder angenommen, daß n = k ist, kann die
Gleichung (6) ausgedrückt werden als R 3 = S + k (S - U),
was der Gleichung (1) entspricht und bedeutet, daß
lediglich eine Schärfeverstärkung ausgeführt wird. Aus
diesen beiden zwei Extreme zeigenden Beispielen kann
geschlußfolgert werden, daß das Ausmaß der Verstärkung
oder Schwächung der Schärfe reguliert werden kann durch
Setzen der Schwellenwerte L⁺ und L - auf die gewünschten
Werte, wenn 0 < L⁺ < P⁺ und 0 < L - < P - sind (vergleiche
Gleichung [4]).
In diesem Zusammenhang ist zu beachten, daß das Ausmaß
der Verstärkung oder Schwächung der Schärfe auch
gesteuert werden kann durch eine Variation der Werte der
Koeffizienten m und n. In der Praxis kann das Ausmaß
einer bloßen Verstärkung gesteuert werden durch
Festlegen des Koeffizienten m auf Null und Variieren des
Wertes von n. Umgekehrt kann das Ausmaß einer bloßen
Schwächung gesteuert werden durch Festlegen des Wertes
von n auf Null und Variieren des Wertes m.
Es ist zu beachten, daß ein Bild von geringerer Dichte
aufgezeichnet wird durch grobe Halbtonpunkte, diese
Grobheit neigt dazu, ein Rauschen N zu verursachen,
wenn das Bild mit einem größeren Vergrößerungsverhältnis
reproduziert wird. In diesem Fall kann das Rauschen
N auf einen Pegel N′ reduziert werden, wie dies in
Fig. 2 gezeigt ist, durch Setzen des positiven
Schwellenwerts L⁺ und des negativen Schwellenwerts L - auf
Werte oberhalb bzw. unterhalb des entsprechenden
Spitzenwerts P N des Zwischensignals P.
Fig. 3 zeigt ein Schaltdiagramm einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung, Fig. 4 ist eine entsprechende
zeitliche Darstellung. Bei diesem Ausführungsbeispiel
werden ein scharfes Signal S und ein unscharfes
Signal U dem Subtrahierer 1 eingegeben, der die
Berechnung der Gleichung (2) durchführt, um ein
Zwischensignal P dem Komparator 4 zuzuführen. Der Komparator
4 vergleicht das Zwischensignal P mit einem Signal,
das den positiven Schwellenwert L⁺ wiedergibt, der von
einer Steuereinheit bestimmt wird (etwa einem - nicht
gezeigten - Rechner), um über ein Speicher-Flip-Flop 2
synchron mit der Steuereinheit mittels eines von der
Steuereinheit erzeugten Taktimpulses t eingegeben zu
werden. Wenn der Vergleich zu einem Ergebnis P L⁺
führt, wird ein Auswahlsignal SEL 1 an dem Ausgang des
Komparators 4 erzeugt, das "H" (high) ist. Wenn der
Vergleich zu einem Ergebnis P L⁺ führt, ist das
Selektionssignal SEL 1 dagegen "L" (low). Das Signal SEL 1
wird einem Selektor 8 aufgegeben.
Zwischenzeitlich werden das Zwischensignal P und der
positive Schwellenwert L⁺ einem Subtrahierer 5 aufgegeben.
Der Subtrahierer 5 führt eine Subtraktion P - L⁺
aus, um ein Signal P′ b ⁺ einer Logikschaltung 8 auszugeben.
Weiter wird ein Nullpegelsignal an die Logikschaltung
8 zugeführt, die das Signal P′ b ⁺ ausgibt, wenn das
Selektionssignal SEL 1 "L" (P L⁺) ist. Ein positives
Zwischensignal P b ⁺ besteht aus diesen beiden Signalen
in Serie.
Andererseits wird das Zwischensignal P einem Komparator
6 zugeführt, der dieses mit einem Signal vergleicht,
das einem negativen Schwellenwert L - entspricht, das
von der Kontrolleinheit gesetzt worden ist und über ein
Speicher-Flip-Flop 3, das mit dem Taktimpuls t synchronisiert
ist, eingegeben wird. Wenn der Vergleich zu
einem Ergebnis P L - führt, ist ein Selektionssignal
SEL 2 an dem Ausgang des Komparators "H", während das
Selektionssignal SEL 2 "L" ist, wenn der Vergleich zu
einem Ergebnis P < L - führt. Das Selektionssignal SEL 2
wird einer Logikschaltung 9 zugeführt.
Weiter werden das Zwischensignal P und der negative
Schwellenwert L - einem Subtrahierer 7 zugeführt, der
eine Subtraktion P - L - durchführt, um ein Signal P′ b -
der Logikschaltung 9 auszugeben. Weiter wird ein Nullpegelsignal
der Logikschaltung 9 zugeführt, die wiederum
das Signal P′ b - ausgibt, wenn das Selektionssignal
SEL 2 "H" (P L -) ist, oder das Nullpegelsignal, wenn
das Selektionssignal SEL 2 "L" (P < L -) ist. Ein negatives
Zwischensignal P b - besteht aus diesen beiden
Signalen in Serie.
Die so erhaltenen positiven und negativen Zwischensignale
P b ⁺ und P b - werden einem Addierer 10 zugeführt,
der diese zu einem schärfeverstärkenden Signal P b
addiert.
Das sich ergebende schärfeverstärkende Signal P b wird
sodann gemeinsam mit dem Zwischensignal P einem Subtrahierer
11 zugeführt. Der Subtrahierer 11 führt eine
Berechnung P - P b aus, um ein weiteres schärfeschwächendes
Signal P a einer Multipliziereinheit 12 zuzuführen.
Die Multipliziereinheit 12 multipliziert das
schärfeverstärkende Signal P a mit einem Abschwächungskoeffizienten
m, der die in Fig. 7 (b) gezeigte
Charakteristik hat, um ein schärfeverstärkendes Signal
m * P a einem Subtrahierer 14 auszugeben.
Weiterhin wird das schärfeverstärkende Signal P b einer
Multipliziereinheit 13 zugeführt, die das schärfeverstärkende
Signal P b mit einem Verstärkungskoeffizienten
m multipliziert, um ein schärfeverstärkendes Signal
n * P b auszugeben.
Der Subtrahierer 14 subtrahiert sodann das schärfeverstärkende
Signal m * P a von dem scharfen Signal S,
das Ergebnis wird einem Addierer 15 zugeführt.
Der Addierer 15 addiert das schärfeverstärkende Signal
n * P b und das Ausgangssignal des Subtrahierers 14, das
das Signal ist, das durch Subtraktion des schärfeverstärkenden
Signals P a von dem scharfen Signal S gewonnen
ist, um schließlich ein schärfereguliertes Bildsignal
R 2 zu erhalten, wie dies durch die Gleichung (4)
ausgedrückt wird.
Es ist zu beachten, daß in Fig. 3 verschiedene
Verzögerungseinheiten verwendet werden, um die beiden
Eingänge der Rechenkreise 4 bis 15 miteinander zu synchronisieren.
Das Ausmaß der Verstärkung oder Schwächung der Schärfe
kann durch Veränderung der Schwellenwerte L⁺ und L -
gesteuert werden. In dem in Fig. 3 gezeigten Schaltbild
werden die Schwellenwerte L⁺ und L - in Speicher-
Flip-Flops 2 und 3 mittels des Rechners verriegelt. In
diesem Zusammenhang können die Schwellenwerte L⁺ und L -
derart gewählt werden, daß sie der Größe des scharfen
Signals S entsprechen oder so bestimmt werden, um den
gewünschten Effekt zu bewirken.
Es ist zu beachten, daß die Schwellenwerte L⁺ und L -
während des Vorgangs nicht konstant gehalten zu werden
brauchen, sie werden vielmehr vorzugsweise entsprechend
der Größe des scharfen Signals S variiert. Dies wird
durch Ersetzen der Speicher-Flip-Flops 2 und 3 durch
ein Tabellenspeicher 16 bewirkt.
Die Speicher-Flip-Flops 2 und 3 werden durch einen
Tabellenspeicher 16 ersetzt, in dem die Daten von L⁺ =
f⁺(s) und L - = f - (s) gespeichert werden, wie dies in
Fig. 5 (a) gezeigt ist. Schwellenwert L⁺ und L - von
höheren absoluten Werten werden dadurch ausgegeben,
wenn ein scharfes Signal S mit einem höheren Pegel
(heller) darin eingegeben wird. Schwellenwert L⁺ und L -
von geringerem absoluten Werten werden ausgegeben, wenn
ein scharfes Signal S mit einem geringeren Pegel (dunkler)
eingegeben wird, wie dies durch die gebrochenen
Linien des Signals P in Fig. 6 dargestellt wird.
Infolgedessen können die Schwellenwerte L⁺ und L -
entsprechend der Dichtevariation eines Bildsignals erhalten
werden zur Erzeugung eines Bildes, bezüglich dessen
Verstärkungs- und Schwächungsverfahren angewendet werden.
Ein Beispiel von ausgegebenen Wellenformen ist in
Fig. 6 gezeigt.
Es ist zu beachten, daß eine Bildmodifikation verwirklicht
werden kann, bei der die Umrisse von helleren
Abschnitten weniger verstärkt oder geschwächt werden,
während solche von dunkleren Abschnitten mehr verstärkt
oder geschwächt werden.
Um dies zu verwirklichen, müssen die Multiplikationstabellen
12 und 13 durch Schaltkreise ersetzt werden, wie
sie in Fig. 7 (a) gezeigt sind. In Fig. 7 (a) geben
die Tabellenspeicher 12 -1 bzw. 13 -1 Koeffizienten α und β
aus, die jeweils entsprechend dem unscharfen Signal U
variieren, wie dies in den Fig. 7 (d) und (e)
gezeigt ist. In dem besonderen Fall von Fig. 7 (d) und
(e) sind die Koeffizienten α und β um so geringer, um so
höher (heller) der Pegel des unscharfen Signals (U)
ist. Diese Koeffizienten α bzw. β werden sodann mit den
Ausgangssignalen m * P a und n * P b der Multipliziereinheiten
12 und 13 multipliziert durch die Multiplizierer
12 -2 bzw. 13 -2. Durch diese Vorgänge werden ein
schärfeschwächendes Signal α * m * P a und ein schärfeverstärkendes
Signal β * n * P b zu Signalen, die von dem
umscharfen Signal U abhängen. Entsprechend den durch die
Tabellen 12 -1 und 13 -1 erzeugten Signalen (Fig. 7) sind
die schärfeschwächenden und schärfeverstärkenden
Signale um so geringer, um so höher der Pegel des unscharfen
Signals U ist. Dies bedeutet, daß die Wirksamkeit der
Schwächung (für Abschnitte, deren Dichtepegel geringer
ist als ein vorgegebener Schwellenwert und die Verstärkung
(für Abschnitte, deren Dichtepegel höher sind als
der Schwellenwert) um so weniger wirksam ist, um so
heller der Dichtepegel eines zu verarbeitenden Bildes ist.
Auf der anderen Seite jedoch sind sie für dunkle
Abschnitte um so wirksamer.
Fig. 8 verdeutlicht, wie das schärfeverstärkende Signal
β * n * P b entsprechend dem unscharfen Signal U
schwankt, wobei zur Vereinfachung sowohl der Schwellenwert
L⁺ als auch der Schwellenwert L - auf Null gesetzt
sind. In diesem besonderen Fall ist, da die Verstärkung
der Schärfe der helleren Abschnitte reduziert ist, der
wellige Teil der positiven Seite des Signals n * P b
fast ausgeglichen, wenn es in das Signal R 1 verändert
wird. Durch Verwendung des in Fig. 7 gezeigten Schaltkreises
wird eine Verstärkungs-/Schwächungscharakteristik
entsprechend dem gewünschten Dichtepegel eines
Bildsignales erzeugt.
Diesbezüglich ist der Grund, daß das unscharfe Signal
als Eingangsbilddaten der Tabellenspeicher 12 -1 und 13 -1
verwendet wird, die volle Anwendung der Wirkung des
Koeffizienten α oder β auf der negativen Seite des
Zwischensignals P. Das scharfe Signal S kann, natürlich,
statt dessen als Eingangssignal für die Tabellenspeicher
12 -1 und 13 -1 verwendet werden, wenn fast
keine Wirkung auf die negative Seite des Zwischensignals
P gegeben ist.
Obwohl die obige Beschreibung anhand des schärfeverstärkenden
Signals β * n * P b durchgeführt worden ist,
kann dieselbe Aussage für das schärfeschwächende Signal
α * m * P a gemacht werden. Beide Komponenten können
entsprechend der Gleichung (4) nebeneinander bestehen
unter der Voraussetzung, daß die Werte m * P a bzw. n * P b
durch die Werte α * m * P a und β * n * P b ersetzt
werden, wodurch die Gleichung (4) in folgende Form
geändert wird:
R 1 = S -α * m * P a + β * n * P b . (7)
Es ist zu beachten, daß die Multipliziereinheit 13 so
aufgebaut sein kann, wie dies in Fig. 7 (b) gezeigt
ist, wobei das positive Zwischensignal P a ⁺ und negative
Zwischensignal P a - jeweils mit den Schwächungskoeffizienten m⁺ bzw. m - multipliziert werden.
Auf dieselbe Weise kann die Multipliziereinheit 13 in
Fig. 3 aufgebaut werden, wie dies in Fig. 7 (c)
gezeigt ist, wobei das positive Zwischensignal P a ⁺ und
das negative Zwischensignal P a - jeweils mit den
Schwächungskoeffizienten n⁺ bzw. n- multipliziert werden.
Es ist zu beachten, daß durch Vorsehung der Speicher-
Flip-Flops 2 oder ihrer Ersatzmittel, die als
Tabellenspeicher 16 (Fig. 5) konstruiert sind, und der
Multipliziereinheiten 12 und 13 (oder ihrer Substituten,
die wie die in Fig. 7 gezeigten Schaltkreis
konstruiert sind) und durch deren Umschalten für jeden
Farbauszug eines Bildes, die Verstärkung oder Schwächung
der Schärfe unabhängig nur bei bestimmten Farben
angewendet werden kann. Beispielsweise können durch
Extrahieren der fleischfarbigen Abschnitte der Darstellungen
von Menschen und eine Anwendung einer Abschwächung
darauf, diese Abschnitte bei der Reproduktion
abgeschwächt werden.
Es ist daher natürlich möglich, eine Vielzahl von
Schwellenwerten L⁺ und L- und Koeffizienten m, n, α und β
für jeden Abschnitt oder Farbe einer Vorlage anzuwenden.
Die vorliegende Erfindung ist, wie oben erwähnt, insbesondere
wirksam bei der Schwächung des Umrisses eines
Gegenstandes gegen seinen Hintergrund, es ist jedoch
anwendbar zur Gewinnung eines Reproduktionsbildes, in
dem gewünschte Abschnitte in ihrer Schärfe abgeschwächt
werden entsprechend einem durch die Verarbeitung eines
scharfen Signales und eines unscharfen Signales gewonnenen
Umrißsignales. Weiter kann das Ausmaß der
Schärfeverstärkung und -abschwächung reguliert werden durch
Teilen eines Zwischensignals anhand positiver und negativer
Schwellenwerte in innerhalb und außerhalb liegende
Signale zu deren Verrechnung. Die Größen der
Verstärkungs- und Abschwächungssignale können variiert werden
durch Multiplikation mit geeigneten Koeffizienten.
Weiter können auf die Form der Bildpunkte zurückzuführende
Rauschkomponenten durch Vergrößerung des
Bereiches zwischen den Teilungspegeln des Umrißsignals
derart, daß diese den Peaks der Eingangsdichtepegel erfassen,
reduziert werden.
Claims (12)
1. Verfahren zum Regulieren der Schärfe der durch
Abtasten einer zu reproduzierenden Vorlage gewonnenen
Bildsignale unter Erzeugung eines durch Subtraktion
eines unscharfen Signals U von einem scharfen Signal S
erzeugten Zwischensignals P, gekennzeichnet durch
- a) Bilden eines durch Abschneiden der einen positiven Schwellenwert L⁺ überschreitenden und der einen negativen Schwellenwert L - unterschreitenden Komponenten des Zwischensignals P erzeugten schärfeschwächenden Signals P a ,
- b) Bilden eines aus den bei der Bildung des schärfeschwächenden Signals P a abgeschnittenen Komponenten des Zwischensignals P bestehenden schärfeverstärkenden Signals P b ,
- c) Multiplizieren des schärfeschwächenden Signals P a mit einem Abschwächungskoeffizienten f,
- d) Multiplizieren des schärfeverstärkenden Signals P b mit einem Verstärkungskoeffizienten g, und
- e) Bilden eines schärferegulierten Bildsignals R₂ durch Subtraktion der Summe des mit dem Koeffizienten f multiplizierten schärfeabschwächenden Signals P a mit dem mit dem Koeffizienten g multiplizierten schärfeverstärkenden Signals P b von dem scharfen Signal S.
2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch
Setzen des positiven Schwellenwerts L⁺ und des negativen
Schwellenwerts L - in Abhängigkeit von der Größe des
scharfen Signals S.
3. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch
Setzen des positiven Schwellenwerts L⁺ und des negativen
Schwellenwerts L - in Abhängigkeit von der Größe des
unscharfen Signals U.
4. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch Setzen des Abschwächungskoeffizienten
f in Abhängigkeit von der Größe des scharfen
Signals S.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
gekennzeichnet durch Setzen des Abschwächungskoeffizienten
f in Abhängigkeit von der Größe des unscharfen
Signals U.
6. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch Setzen des Verstärkungskoeffizienten
g in Abhängigkeit von der Größe des scharfen
Signals S.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
gekennzeichnet durch Setzen des Verstärkungskoeffizienten
g in Abhängigkeit von der Größe des unscharfen Signals
U.
8. Schaltungsanordnung zum Regulieren der Schärfe der
durch Abtasten einer zu reproduzierenden Vorlage gewonnenen
Bildsignale, mit Mitteln zur Erzeugung eines
scharfen Signals S und eines unscharfen Signals U,
eines Subtrahierers (1) zur Bildung eines Zwischensignals
P = S - U und eines Addierers (15) zum Addieren
eines Korrektursignals auf das scharfe Signal S,
gekennzeichnet durch
- a) eine Fensterschaltung (4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11) zur Bildung eines aus den den oberen Schwellenwert L⁺ überschreitenden und den unteren Schwellenwert L - unterschreitenden Komponenten des Zwischensignals L - unterschreitenden Komponenten des Zwischensignals P bestehenden schärfeschwächenden Signals P a und eines innerhalb des Bereiches zwischen den Schwellenwerten L⁺ und L - liegenden schärfeverstärkenden Signals P b ,
- b) eine erste Multipliziereinheit (12) zum Bilden des Produkts aus dem schärfeabschwächenden Signals P a mit einem Abschwächungskoeffizienten f,
- c) einer Multipliziereinheit (13) zum Bilden des Produkts aus dem schärfeverstärkenden Signal P b mit einem Verstärkungskoeffizienten g, und
- d) einem aus einem Subtrahierer (14) und dem Addierer (15) bestehende Rechenschaltung zur Bildung eines korrigierten Bildsignals R₂ durch Subtraktion der Summe der Ausgangssignale der ersten Multipliziereinheit (12) und der zweiten Multipliziereinheit (13) von dem scharfen Signal S.
9. Schaltungsanordnung nach Anspruch 8, dadurch
gekennzeichnet, daß die Fensterschaltung
- a) einen ersten Komparator (4) zum Aufteilen der oberhalb des Schwellenwerts L⁺ liegenden Signalkomponente des Zwischensignals P,
- b) einen ersten Subtrahierer (5) zum Subtrahieren des positiven Schwellenwertes L⁺ von dem Zwischensignal P,
- c) einen zweiten Komparator (6) zum Aufteilen der Komponente des Zwischensignals P,
- d) einen zweiten Subtrahierer (7) zum Subtrahieren des negativen Schwellenwertes L - von dem Zwischenwert P,
- e) eine mit dem ersten Komparator (4) und dem ersten Subtrahierer (5) verbundene erste Logikschaltung (8) zur Ausgabe eines Signals P b ⁺ nur dann, wenn das Zwischensignal P den positiven Schwellenwert L⁺ übersteigt,
- f) eine mit dem zweiten Komparator (6) und dem zweiten Subtrahierer (7) verbundene zweite Logikschaltung (9) zur Ausgabe eines Signals P b - nur dann, wenn das Zwischensignal P den negativen Schwellenwert L - überschreitet,
- g) einen Addierer (10) zum Addieren der Signale P b ⁺ und P b - unter Bildung des Signals P b , und
- h) einen Subtrahierer (11) zum Subtrahieren des Signals P b von dem Signal P unter Bildung des Signals P a ,
aufweist.
10. Schaltungsanordnung nach Anspruch 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Multipliziereinheiten
(12, 13) erste Tabellenspeicher (12′, 13′) zur
Ausgabe eines Wertes m * P a bzw. n * P b aufweisen,
wobei m und n von der Größe der Signale P a bzw. P b
abhängig sind.
11. Schaltungsanordnung nach Anspruch 10, dadurch
gekennzeichnet, daß die beiden Multipliziereinheiten
(12, 13) weiter zweite Tabellenspeicher (12 -1, 13 -1)
zur Ausgabe von Koeffizienten α bzw. β in Abhängigkeit
von dem jeweiligen unscharfen Signal U und Multiplikatoren
(12 -1, 13 -2) zur Bildung der Produkte α * m P a
bzw. β * n P b aufweisen.
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| GB (1) | GB2165717B (de) |
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- 1984-10-16 JP JP59217577A patent/JPS6195669A/ja active Pending
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- 1985-07-12 DE DE19853524852 patent/DE3524852A1/de active Granted
- 1985-07-19 GB GB08518279A patent/GB2165717B/en not_active Expired
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| DE4012364A1 (de) * | 1989-04-18 | 1990-11-22 | Fuji Photo Film Co Ltd | Verfahren und vorrichtung zur bearbeitung von bildsignalen |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| JPS6195669A (ja) | 1986-05-14 |
| GB2165717A (en) | 1986-04-16 |
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| GB2165717B (en) | 1988-05-05 |
| DE3524852A1 (de) | 1986-04-24 |
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