DE3523919C2 - - Google Patents
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B23—MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B23B—TURNING; BORING
- B23B41/00—Boring or drilling machines or devices specially adapted for particular work; Accessories specially adapted therefor
- B23B41/12—Boring or drilling machines or devices specially adapted for particular work; Accessories specially adapted therefor for forming working surfaces of cylinders, of bearings, e.g. in heads of driving rods, or of other engine parts
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B23—MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B23B—TURNING; BORING
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- B23B29/03—Boring heads
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Cutting Tools, Boring Holders, And Turrets (AREA)
Description
Die Erfindung bezieht sich auf den Stand der Technik, der
in der US-PS 30 73 185 offenbart ist. Durch diese US-PS
ist ein Aufbohrwerkzeug mit einem Werkzeugkörper, mit einem
Aufbohrkopf, der am Werkzeugkörper angeordnet ist und minde
stens ein Schneidmesser zum Aufbohren eine Bohrung aufweist,
mit einer Feinbearbeitungsvorrichtung, die am Werkzeugkörper
angeordnet ist und mindestens ein Schneidmesser zum Feinbear
beiten der vom Aufbohrkopf aufgebohrten Bohrung aufweist,
und mit einem Stellantrieb zum Verstellen der Schneidmesser.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren
und ein Aufbohrwerkzeug anzugeben, mittels deren beim Aufboh
ren von Bohrungen eine verbesserte Genauigkeit erzielbar
ist.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung durch ein Verfahren
gelöst, bei dem
- a) im Vorhub bei unwirksamer Einstellung der Feinbearbei tungsvorrichtung eine bereits bestehende Bohrung aufgebohrt und
- b) im Rückhub bei einer wirksamen Einstellung der Feinbe arbeitungsvorrichtung die Bohrung feinbearbeitet wird.
Bei dem bekannten Aufbohrkopf sind die Schneiden des Aufbohr
kopfes und die Schneide der Feinbearbeitungsvorrichtung
innerhalb der Bohrung gleichzeitig im Eingriff. Da die
Schneiden des Aufbohrkopfes auf Grund der Grobbearbeitung
einen großen Materialabtrag und damit eine hohe Zerspanungs
leistung erbringen, ist die Erwärmung der Bohrungswand
verhältnismäßig hoch. Die so in das Werkstück eingeleitete
Wärme bewirkt Dehnungen, die zu einer Vergrößerung des
Bohrungsdurchmessers führen. Die beim gleichen Hub des
Aufbohrkopfes nachfolgende Feinbearbeitungsvorrichtung
bearbeitet dann die durch die Wärmeeinwirkung aufgeweitete
Bohrungswand, so daß die hergestellte Bohrung nicht passungs
genau und formtreu ist.
Ein weiterer Nachteil des Aufbohrverfahrens mit dem bekannten
Aufbohrwerkzeug besteht darin, daß die Bearbeitung der
vorgebohrten Bohrung im Vorhub erfolgt. Dadurch wird
der das Aufbohrwerkzeug tragende Werkzeugkörper während
des Vorhubes auf Druck belastet. Wenn beim Vorhub die Schnei
den des Aufbohrkopfes und der Feinbearbeitungsvorrichtung
auf Inhomogenitäten, beispielsweise auf lokale härtere
Stellen in der Bohrungswand treffen, dann wird der Werkzeug
körper durch den unsymmetrischen Druck auf Biegung beansprucht,
was die Herstellung einer Bohrung mit höchster Geradlinigkeit
nicht gewährleistet.
Durch das erfinderische Verfahren wird erreicht, daß die
Schneiden des Aufbohrkopfes nur im Vorhub im Eingriff mit
der Bohrungswand sind.
Nachdem die Schneiden des Aufbohrkopfes die Bohrung verlassen
haben, fließt die in das Werkstück durch die Bearbeitung al
lein durch die Schneiden des Aufbohrkopfes hineingebrachte
Wärme rasch ab. Anschließend wird im Rückhub mittels der
Schneiden der Feinbearbeitungsvorrichtung eine Bohrung mit
exaktem Bohrungsdurchmesser feinbearbeitet. Auch wird durch
das Feinbearbeiten im Rückhub erreicht, daß im Falle von Inho
mogenitäten in der Bohrungswand der Werkzeugkörper auf Zug
und daher nicht auf Biegung beansprucht wird. Dadurch wird auch
hinsichtlich der Geradlinigkeit eine äußerst exakte Bohrung
erzielt.
Die Erfindung betrifft auch einen Aufbohrkopf mit den eingangs
genannten Merkmalen des bekannten Aufbohrkopfes. Gemäß der Er
findung ist vorgesehen, daß mittels des Stellantriebes das
Schneidmesser der Feinbearbeitungsvorrichtung unabhängig von
der Stellung des Schneidmessers des Aufbohrkopfes einstellbar
ist. Dadurch wird ein Aufbohrkopf geschaffen, mittels dessen
das erfindungsgemäße Verfahren durchführbar ist.
Bei einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist
vorgesehen, daß für die Führung des Werkzeugkörpers in einer
auf ein Werkstück fest ausgerichteten Führungsbüchse dieser
Stützleisten aufweist, die bei einem Aufbohrwerkzeug, das an
seinem Aufbohrkopf nur mit Schneidmessern zum Aufbohren verse
hen ist, durch die US-PS 21 95 026 bekannt sind.
Beim Anwenden des erfinderischen Verfahrens wird dadurch
erreicht, daß der Werkzeugkörper sowohl beim Vorhub als auch
beim Rückhub durch die Stützleisten nicht nur von der Füh
rungsbüchse, sondern auch von der Bohrungswand geführt
und dadurch eine Bohrung erreicht wird, die sich durch
eine überragende Genauigkeit hinsichtlich Toleranz, Rundheit
und Geradlinigkeit auszeichnet, die im Mikronbereich liegt
und die mit den bekannten Werkzeugen nicht erreichbar ist.
Die Erfindung ist in der folgenden Beschreibung eines
Ausführungsbeispiels im einzelnen erläutert.
Es zeigt
Fig. 1 einen teilweisen in Ansicht dargestellten
Schnitt längs der gebrochenen Linie I-I
in Fig. 3 des mit dem Werkstück im Eingriff
befindlichen Aufbohrwerkzeuges in verklei
nerter Darstellung;
Fig. 2 einen Schnitt etwa längs der Linie II-II
in Fig. 3;
Fig. 3 einen Querschnitt nach der Linie III-III
in Fig. 2 durch den die Feinbearbeitungs
vorrichtungen enthaltenden Teil des Aufbohr
werkzeuges;
Fig. 4 eine Explosionszeichnung der als Schälwerkzeug
ausgestalteten Feinbearbeitungsvorrichtung.
Fig. 1 zeigt das Aufborhwerkzeug mit einem Aufbohrkopf
10, der zum Aufbohren einer bereits bestehenden Bohrung
eines rohrförmigen Werkstückes 13 am vorderen Ende eines
Werkzeugkörpers 20 angeordnet ist. Der Werkzeugkörper
20 weist weiterhin vier Stützleisten 16 auf, die zu seiner
Führung in einer auf das Werkstück 13 fest auszurichtenden
Führungsbüchse 17 vorgesehen sind. Hinter dem Aufbohrkopf
10 befindet sich eine Feinbearbeitungsvorrichtung 11 (Fig. 2).
Zur Aufnahme
des Aufbohrwerkzeuges in der Führungsbüchse 17 dient
eine in bekannter Weise mit einer Bearbeitungseinheit,
z. B. einer Bohrmaschine, fest verbundene zweiteilige
Aufnahmevorrichtung 39. Die Aufnahmevorrichtung 39 weist
einen Kühlmittelzulaufkanal 40 a und einen Späneablaufka
nal 40 b und zwei Werkstückhalter 12 auf, die kegelstumpf
förmige Stitfte 12′ für das Werkstück 13 bilden. Der Werk
zeugkörper 20, der über einen Werkzeugschaft 42 mit
einer Arbeitsspindel verbindbar ist, wird über diese
in bekannter Weise angetrieben.
Der Aufbohrkopf 10 (Fig. 2) weist an seinem Umfang in
gleichen Winkelabständen voneinander vier Klemmhalter 43,
die als Halterungen für Wendeschneidplatten 44 dienen,
und diesen zugeordnet vier zweiteilige Führungsleisten 18
auf, die der Führung des Aufbohrkopfes 10 in der Innen
wandung der Bohrung 19 dienen.
Hinter dem Aufbohrkopf 10 hat der Werkzeugkörper 20
einen diametral durchgehenden Schlitz 14, in dem ein
Lagergehäuse für die Feinbearbeitungsvorrichtung 11
begrenzt verschiebbar gehalten ist. Dieses Lagergehäuse
(siehe Fig. 4) besteht aus zwei im wesentlichen gleichen,
rechteckigen Lagerplatten 50, die auf ihren einen Breit
seiten an den beiden Längsrändern über die Breitseiten
vorstehende, leistenförmige Ränder 47 aufweisen. Zur
Bildung des Lagergehäuses liegen beide Lagerplatten
50 mittels Zentrierstiften 55 genau fluchtend mit den
Rändern 47 aneinander und sind durch Schrauben 56 fest
miteinander verbunden, so daß die einander zugekehrten
Rändern 47 einen im Querschnitt rechteckigen Raum begrenzen,
der an den beiden kurzen Rändern der Lagerplatten 50 offen
ist. In jedem leistenförmigen Rand 47 sind sich
quer über diesen erstreckend zwei muldenartige Ausspa
rungen 51′ und eine halbzylindrische Aussparung 52′
und an jedem Ende der Ränder 47 sich in der Längsrichtung
derselben erstreckende halbzylindrische Gewindegänge
57′ vorgesehen. Im aneinandergelegten Zustand bilden
die muldenartigen Aussparungen 51′ zwei Paare von je
koaxialen Langlöchern 51, die halbzylindrischen Aussparun
gen 52′ ein Paar Führungsbohrungen 52 und die halbzylin
drischen Gewindegänge 57′ vier Gewindebohrungen 57 für
Gewindebolzen 61.
Die Führungsbohrungen 52 dienen zur Führung von zwei
koaxialen Bolzen 52 a und 52 b, die in zwei einander gegen
überliegende Bohrungen des Keilkörpers 32 eingeschraubt
sind, der innerhalb des von den Lagerplatten 50 umschlos
senen Raumes in Axialrichtung der Bolzen 52 a und 52 b
hin und her bewegbar ist. Die den Öffnungen des von
den Lagerplatten 50 umschlossenen Hohlraumes zugekehrten
ebenen Seitenflächen 48 des Keilkörpers 32 verlaufen
senkrecht zur Ebene der Lagerplatten und bilden einen
spitzen Winkel miteinander, der durch die gemeinsame
Achse der Bolzen 52 a und 52 b halbiert wird. An diesen
Seitenflächen 48 liegen entsprechend geneigte Flächen 49
von Haltern 37 an, die von den durch die Ränder 47 gebil
deten Seitenwänden des von den Lagerplatten 50 umschlos
senen Raumes in Längsrichtung dieses Raumes hin und
her bewegbar geführt sind.
An jedem Halter 37 ist ein Schneidmesser 30 mittels einer
Druckplatte 59 in bekannter Weise befestigt. Außerdem
ist jeder Halter 37 mit einer durchgehenden Bohrung
53 für eine Querstange 33 versehen, die in dieser Bohrung
mittels eines Gewindebolzens 60 axial unverschiebbar
gehalten ist und deren beide an einer Seite abgeflachten
Enden in die Langlöcher 51 eingreifen. In den Gewindeboh
rungen 57 sind Schraubenfedern 38 angeordnet, die mit
einem Ende an den abgeflachten Enden der Querstangen 33
und mit ihren anderen Enden an in die Gewindebohrungen
eingeschraubten Gewindebolzen 61 anliegen. Dadurch werden
die Halter 37 durch die Kraft der Federn 38 federnd
nachgiebig an den Seitenflächen 48 des Keilkörpers 32
gehalten.
Im Aufbohrkopf 10 ist eine zu den Bohrungen 52 des Lager
gehäuses für die Feinbearbeitunsvorrichtung 11 koaxiale,
durchgehende Bohrung 63 vorgesehen, in der ein Bolzen
34 axial verschiebbar gelagert ist, der durch die Kraft
einer Feder 36 an dem ihm zugekehrten Ende des Bolzens 52 b
anliegt. Die Feder 36 ist in einer Sackbohrung am anderen
Ende des Bolzens 34 angeordnet und liegt mit ihrem äußeren
Ende an einer Hutmutter 35 an, die auf einer mit dem
Aufbohrkopfteil 10 verbundenen Büchse 62 aufgeschraubt
und mittels einer Kontermutter 35′ festgelegt ist.
Wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, besteht der Werkzeugkörper
20 aus einem vorderen Teil 20 a und aus einem hinteren
Teil 12 b. Der vordere Teil 20 a bildet an seinem vorderen
Ende den Aufbohrkopfteil 10 und weist den Schlitz für
die Feinbearbeitungsvorrichtung 11 auf. Der hintere
Teil 20 b ist mit dem Werkzeugschaft 42 verbunden. Beide
diese Teile 20 a und 20 b sind durch eine Verschraubung 64
miteinander verbunden, deren Innengewinde in einer Zen
tralbohrung des Teils 20 a und deren Außengewinde an
einem Zapfen 65 des Teils 20 b eingeschnitten ist. In
dem Zapfen 65 ist ein Zylinderraum 66 angeordnet, in
dem ein Kolben 31 koaxial verschiebbar geführt ist. Koaxial
mit diesem Kolben ist im Teil 20 a eine Bohrung 67 vorge
sehen, in der ein Verbindungsbolzen 68 axial verschiebbar
gelagert ist, der mit seinem einen Ende an einer Kolben
stange 29 des Kolbens 31 und mit seinem anderen Ende
an dem zweiten Bolzen 52 a des Keilkörpers 32 anliegt.
In Fig. 2 ist die Stellung des Kolbens 31 dargestellt,
wenn dieser durch ein dem Druckraum 69 des Zylinderraumes 66
zugeführtes Druckmittel in seine unterste Stellung bewegt
ist, in der der Bolzen 34 mit seinem vorderen Ende an
der Hutmutter 35 anliegt und die Halter 37 sich in ihrer
durch die Hutmutter 35 eingestellten radial äußersten
Stellung befinden. In dieser in Fig. 2 gezeigten Stellung
wird die Feinbearbeitungsvorrichtung 11 von dem Verbindungs
bolzen 68, dessen vorderes Ende mit einem definierten,
radialen Spiel in die Führungsbohrung 52 eingreift,
in dem Schlitz des vorderen Teils 20 a des Werkzeugkörpers 20
gehalten. Dadurch wird erreicht, daß die Feinbearbeitungsvor
richtung 11 sich um den gleichen Betrag des Spiels, das
zwischen den Verbindungsbolzen 68 und Führungsbohrung 52 besteht,
radial innerhalb des Schlitzes begrenzt verschieben kann.
Wird der Druckraum 68 drucklos gemacht, entspannt sich die
Feder 38 und verschiebt über die Bolzen 34 und 52 b den
Keilkörper 32 axial in Rückhubrichtung. Dabei kommt
der Bolzen 34, der zur Zentrierung der Führungsbohrung 52
an seinem dem Bolzen 52 b zugekehrten Ende konvex geformt
ist, spielfrei in Eingriff mit dieser Bohrung und zen
triert somit die Feinbearbeitungsvorrichtung 11 spielfrei
innerhalb des Schlitzes.
Die Stützleisten 16 sind in Nuten 21, die parallel zur
Achse 41 des Werkzeugkörpers 20 verlaufen, angeordnet.
Die Stützleisten 16 weisen mit zunehmendem Abstand von
ihrem vorderen Ende eine zunehmende radiale Dicke auf
und der Grund 22 der Nuten 21 bildet mit der Achse 41
des Werkzeugkörpers 20 einen entsprechenden spitzen
Winkel, so daß die Außenfläche der Stützleisten parallel
zur Achse 41 verläuft.
Die Stützleisten 16 werden zwischen einer Gewindemutter 26
und einem Abstandhalterring 24 kraftsschlüssig verspannt,
der in eine Ringnut 25 am vorderen Ende der Nuten 21 ein
gelegt ist. Zum Einsetzen des Ringes 24 in die Ringnut 25
ist dieser zweiteilig ausgebildet.
Bei der gängigsten Bearbeitungsart wird das zwischen Werk
stückhaltern 12 aufgenommene Werkstück 13 zuerst im Vorhub
und dann im Rückhub bearbeitet. Dabei wird der Druckraum 69
des Zylinderraumes 66 drucklos gehalten, so daß die Kraft
der Feder 36 den Keilkörper 32 und den Kolben 31 aus der
in Fig. 2 dargestellten Stellung nach oben bewegt, wodurch
sich im Vorhub nur die Wendeschneidplatten 44 des Aufbohr
kopfes 10 im Eingriff befinden, während die Halter 37
mit den Schneidmessern 30 der Feinbearbeitungsvorrichtung 11
durch die Rückstellkräfte der vier Federn 38, die auf
die beiden Querstangen 33 wirken, eingefahren sind. Während
des gesamten Vorhubes wird das Aufbohrwerkzeug sowohl
von den Stützleisten 16 in der Führungsbüchse 17 und in
der Innenwandung der Bohrung 19 als auch von den Führungs
leisten 18 des Aufbohrkopfes 10 geführt. Im nachfolgenden
Rückhub werden dann die Halter 37 mit den Schälmessern 30
durch pneumatische oder hydraulische Beaufschlagung des
Kolbens 31, der über die Kolbenstange 29, den Verbindungs
bolzen 68 und den Keilbolzen 52 a den Keilkörper 32 axial
in Vorhubrichtung bis zum Anschlag des Bolzens 34 an die
Hutmutter 35 verschiebt, auf den durch die Hutmutter 35
eingestellten Feinbearbeitungsdurchmesser, der schon vor
der Bearbeitung im Vorhub voreingestellt werden muß, ge
bracht.
Während diesem Bearbeitungsvorgang im Rückhub wird der
Teil der Stützleisten 16, der in Vorhubrichtung hinter
den Schneidmessern 30 liegt, sowohl von der Innenwandung
der Bohrung 19 als auch von der Führungsbüchse 17 geführt.
Da der Flugkreisdurchmesser der Schneidmesser 30 aber nun
größer ist als der des Aufbohrkopfes 10, liegen die Füh
rungsleisten 18 nicht mehr an der Innenwandung der Bohrung
19 an.
Bei einer anderen Bearbeitungsart, bei der im Vorhub sowohl
aufgebohrt als auch feinbearbeitet wird, wird der Teil
der Stützleisten 16, der in Vorhubrichtung hinter den
Schneidmessern 30 liegt, allein von der Führungsbüchse 17
geführt. Nur die Führungsleisten 18 des Aufbohrkopfes
und der Teil der Stützleisten 16, der in Vorhubrichtung
vor den Schneidmessern 30 liegt, werden von der Innenwandung
der Bohrung 19 geführt.
Neben dem bevorzugten Anwendungsgebiet der Bearbeitung
einer durchgehenden Bohrung, bei der das Aufbohrwerkzeug
beim Vorhub so weit vorgeschoben wird, daß es am anderen
Ende der Bohrung aus dieser in den Späneabführkanal 40 b
heraustritt, besteht bei dieser zuletzt genannten Bearbei
tungsart weiterhin auch die Möglichkeit der Bearbeitung
einer Sackbohrung, wenn das Aufschälen nur für den äußeren
Bereich der Bohrung erforderlich ist.
Um eine noch höhere Variabilität hinsichtlich der Einsatz
möglichkeiten des Aufbohrwerkzeuges zu schaffen, ist es
vorgesehen, die Stützleisten 16 auf einen bestimmten,
benötigten Radialdurchmesser des Aufbohrwerkzeuges einzu
stellen. Zum Einstellen des definierten Durchmessers wird
ein entsprechend dicker Abstandhalterring 24 in die Ring
nut 25 eingelegt. Je kleiner oder größer dabei die axiale
Dicke des Abstandshalterringes 24 ist, desto größer bzw.
kleiner ist der eingestellte Radialdurchmesser.
Die Kühlung und Schmierung des Aufbohrwerkzeuges und des
Werkstücks 13 sowie der Abtransport der Späne werden über
einen Kühlmittelstrom erreicht. Der Kühlmittelstrom fließt
dabei über die Kühlmittelzuführung 27 der Aufnahmevor
richtung 39, den Kühlmittelzuführkanal 40 a und durch den
Zwischenraum 46 zwischen der Führungsbüchse 17 und dem
Werkstück 13 einerseits und dem Werkzeugkörper 20 anderer
seits zu den Schneiden. Durch den Späneabführkanal 40 b
kann das verbrauchte Kühlmittel mit den Spänen abgeführt
werden.
Claims (12)
1. Verfahren zum Herstellen einer Bohrung mittels eines Aufbohr
werkzeuges, das einen Aufbohrkopf (10) und eine Feinbear
beitungsvorrichtung (11) aufweist, dadurch gekennzeichnet,
- a) daß im Vorhub bei unwirksamer Einstellung der Feinbear beitungsvorrichtung (11) eine bereits bestehende Bohrung aufgebohrt und
- b) daß im Rückhub bei einer wirksamen Einstellung der Fein bearbeitungsvorrichtung (11) die Bohrung feinbearbeitet wird.
2. Aufbohrwerkzeug mit
- a) einem Werkzeugkörper (20),
- b) einem Aufbohrkopf (10), der am Werkzeugkörper (20) angeord net ist und mindestens ein Schneidmesser zum Aufbohren einer Bohrung aufweist,
- c) einer Feinbearbeitungsvorrichtung (11), die am Werkzeug körper angeordnet ist und mindestens ein Schneidmesser zum Feinbearbeiten der vom Aufbohrkopf aufgebohrten Boh rung aufweist und
- d) mit einem Stellantrieb zum Verstellen der Schneidmesser,
dadurch gekennzeichnet,
- d) daß mittels des Stellantriebes das Schneidmesser der Feinbearbeitungsvorrichtung (11) unabhängig von der Stel lung des Schneidmessers des Aufbohrkopfes einstellbar ist.
3. Werkzeug nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß für
die Führung des Werkzeugkörpers (20) in einer auf ein Werk
stück (13) fest ausgerichteten Führungsbüchse (17) dieser
Stützleisten (16) aufweist.
4. Werkzeug nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet,
- a) daß der Werkzeugkörper (20) mindestens einen radialen Schlitz für einen Halter (37) des Schneidmessers der Feinbearbeitungsvorrichtung (11) aufweist,
- b) daß eine Feder vorhanden ist, die das Messer der Feinbe arbeitungsvorrichtung in einer unwirksamen Stellung hält und
- c) daß ein axial bewegbarer Keilkörper (32) vorhanden ist, mittels dessen das Messer der Feinstbearbeitungsvorrichtung (11) in eine wirksame Stellung ausfahrbar ist.
5. Werkzeug nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
als Antrieb für den Keilkörper (32) ein druckmittel
betätigter Kolben (31) vorhanden ist.
6. Werkzeug nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
für die Rückstellung des Keilkörpers (32) eine Feder
(36) vorhanden ist.
7. Werkzeug nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Stützleisten (16) radial auf einen
bestimmten benötigten Bohrungsdurchmesser einstellbar
sind.
8. Werkzeug nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Stützleisten (16) in Nuten (21) des
Werkzeugkörpers (20) angeordnet sind, die parallel zur
Vorschubrichtung verlaufen.
9. Werkzeug nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß
die Stützleisten (16) mit zunehmendem Abstand von ihrem
vorderen Ende eine zunehmende radiale Dicke aufweisen.
10. Werkzeug nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß
der Grund (22) der Nuten (21) mit der Achse (41) des
Werkzeugkörpers (20) einen spitzen Winkel bildet.
11. Werkzeug nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß
für die Radialeinstellung die Stützleisten (16) an ihrem
vorderen Ende mindestens einen Abstandhalterring (24)
für den Eingriff in die Nut (21) aufweisen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19853523919 DE3523919A1 (de) | 1985-07-04 | 1985-07-04 | Aufbohrwerkzeug mit einem aufbohrkopf zum aufbohren einer bohrung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19853523919 DE3523919A1 (de) | 1985-07-04 | 1985-07-04 | Aufbohrwerkzeug mit einem aufbohrkopf zum aufbohren einer bohrung |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3523919A1 DE3523919A1 (de) | 1987-01-15 |
| DE3523919C2 true DE3523919C2 (de) | 1989-03-16 |
Family
ID=6274939
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19853523919 Granted DE3523919A1 (de) | 1985-07-04 | 1985-07-04 | Aufbohrwerkzeug mit einem aufbohrkopf zum aufbohren einer bohrung |
Country Status (1)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE3523919A1 (de) |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
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| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
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