DE3523919A1 - Aufbohrwerkzeug mit einem aufbohrkopf zum aufbohren einer bohrung - Google Patents
Aufbohrwerkzeug mit einem aufbohrkopf zum aufbohren einer bohrungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Aufbohrwerkzeug mit einem Aufbohrkopf,
der zum Aufbohren einer Bohrung eines Werkstückes am vorde
ren Ende eines Werkzeugkörpers angeordnet ist, der Stützlei
sten aufweist, die zur Führung des Werkzeugkörpers in einer
auf das Werkstück fest auszurichtenden Führungsbüchse vorgesehen
sind.
Aufbohrwerkzeuge dieser Art werden unter anderem zum Bearbeiten
der zylindrischen Innenfläche einer Bohrung, z. B. für das Aufboh
ren von Zylinderlaufbuchsen aus vorgegossenen Rohlingen, verwen
det, wobei höchste Anforderungen an die Bohrung hinsichtlich
Fassungsgenauigkeit, Formtreue und Geradlinigkeit gestellt
werden. Voraussetzung hierfür ist eine auf das Werkstück ausge
richtete Führungsbüchse, z. B. über eine konische Werkstückauf
nahme, so daß die Achse der Führungsbüchse mit der Achse der
aufzubohrenden Vorbohrung des Werkstückes eine Gerade bildet.
Durch die Stützleisten, die in der Führungsbüchse geführt
sind, ist ein exaktes Anbohren möglich. Mit zunehmender
Bohrtiefe aber verlassen die Stützleisten die Führungs
büchse, um dann nur noch an der Bohrungswandung geführt
zu werden. Es hat sich gezeigt, daß mit den bekannten
Werkzeugen dieser Art die vorgesehene geradlinige Vorschub
bahn nicht immer gewährleistet ist, so daß die Bohrung
nach dem Bearbeitungsvorgang eine Krümmung aufweisen kann.
Dieses Verhalten tritt besonders dann stark in Erscheinung,
wenn zusätzliche Einflüsse, wie sie in der Praxis fast
immer gegeben sind, z. B. durch innere Verspannungen des
Werkstückes auf Grund der beim Bohren entstehenden unter
schiedlichen Wärmeeinleitung oder durch im Werkstoff beste
hende Gefügeinhomogenitäten, auftreten.
Das erfindungsgemäße Aufbohrwerkzeug ist dadurch gekenn
zeichnet, daß die Stützleisten so lang sind, daß sie beim
Vollhub des Werkzeuges mit einem ausreichenden Teil ihrer
Länge in der Führungsbüchse geführt sind. Es hat sich
in überraschender Weise gezeigt, daß dies dazu ausreicht,
während des gesamten Bohrvorganges ein Verlaufen der Bohrung
auf jeden Fall zu verhindern.
Bei einer besonders günstigen Ausgestaltung des Aufbohr
werkzeuges ist hinter dem Aufbohrkopfteil eine Feinbearbei
tungsvorrichtung vorhanden. Mit dem so gestalteten Aufbohr
werkzeug ist es nun möglich, Aufbohr- und Endbearbeitung
in einem Arbeitsgang durchzuführen. Dies war mit den bekann
ten Werkzeugen dieser Art bisher nicht möglich. Vielmehr
mußte in einem ersten Arbeitsgang mit einem Werkzeug aufge
bohrt und in einem zweiten Arbeitsgang mit einem anderen
Werkzeug endbearbeitet werden. Diese Möglichkeit der Zusam
menfassung zweier unterschiedlicher Werkzeuge in einem
führt zu einer wesentlichen Verringerung der Fertigungs
hauptzeit.
Nach einer weiteren günstigen Ausgestaltung des Aufbohr
werkzeuges ist als Feinbearbeitungsvorrichtung mindestens
ein Schälwerkzeug vorgesehen, das z. B. mittels einer Druck
betätigungsvorrichtung aus einer unwirksamen Stellung
in eine wirksame Stellung ausfahrbar ist. Wird das Schäl
werkzeug in eine radial wirksame Stellung ausgefahren,
so daß der so entstehende Flugkreisdurchmesser größer
ist als der des Aufbohrkopfes, ist es möglich, in einem
Vorwärtshub die Auf- und Fertigbohroperation durchzuführen.
Bei dieser Art der Bohrungsbearbeitung werden die Stütz
leisten während des gesamten Bearbeitungsvorganges in
der Führungsbüchse geführt. Ein Verlaufen der Bohrung
wird dadurch verhindert. Durch die so gewählte Werkzeug
anordnung können nun auch nicht durchgehende Bohrungen,
wie z. B. Sackbohrungen, bearbeitet werden, da das Aufschälen
nur für den zylindrischen Bereich der Bohrung erforderlich
ist.
Befindet sich das Schälwerkzeug in der radial unwirksamen
Stellung, wird in der Vorwärtsbewegung das Werkstück nur
mit dem Aufbohrkopf bearbeitet. Bei dieser Bohroperation
werden die Stützleisten sowohl von der Führungsbüchse
als auch von der Innenwandung der Bohrung geführt. Nach
Beendigung dieses Arbeitsganges wird für den Rückhub das
Schälwerkzeug radial auf den gewünschten Endbearbeitungs
durchmesser eingestellt. Wie beim Vorhub werden auch beim
Rückhub die Stützleisten sowohl von der Führungsbüchse
als auch von der Bohrwandung geführt. Die so im Rücklauf
vollendete Bohrung zeichnet sich durch eine überragende
Genauigkeit hinsichtlich Toleranz und Rundheit aus, die
im Mikronbereich liegt und die mit den bisher bekannten
Werkzeugen nicht erreicht wird.
Nach einer weiteren günstigen Ausgestaltung des Aufbohr
werkzeuges sind die Stützleisten radial auf einen bestimmten
benötigten Bohrungsdurchmesser einstellbar.
Dadurch wird erreicht, daß mit einem Werkzeug Bohrungen
mit unterschiedlichen Bohrungsdurchmessern aufgebohrt
werden können. Die Einsatzmöglichkeiten des Aufbohrwerk
zeuges nehmen damit gegenüber bisher bekannten Werkzeugen
stark zu.
Die Erfindung ist in der folgenden Beschreibung eines
Ausführungsbeispiels im einzelnen erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 einen teilweise in Ansicht dargestellten
Schnitt längs der gebrochenen Linie I-I
in Fig. 3 des mit dem Werkstück im Eingriff
befindlichen Aufbohrwerkzeuges in verklei
nerter Darstellung;
Fig. 2 einen Schnitt etwa längs der Linie II-II
in Fig. 3;
Fig. 3 einen Querschnitt nach der Linie III- III
in Fig. 2 durch den die Feinbearbeitungs
vorrichtung enthaltenden Teil des Aufbohr
werkzeuges.
Fig. 4 eine Explosionszeichnung der als Schälwerkzeug
ausgestalteten Feinbearbeitungsvorrichtung.
Fig. 1 zeigt das Aufbohrwerkzeug mit einem Aufbohrkopf
10, der zum Aufbohren einer bereits bestehenden Bohrung
eines rohrförmigen Werkstückes 13 am vorderen Ende eines
Werkzeugkörpers 20 angeordnet ist. Der Werkzeugkörper
20 weist weiterhin vier Stützleisten 16 auf, die zu seiner
Führung in einer auf das Werkstück 13 fest auszurichtenden
Führungsbüchse 17 vorgesehen sind. Hinter dem Aufbohrkopf
10 befindet sich eine Feinbearbeitungsvorrichtung 11 (Fig. 2),
die als Schälwerkzeug ausgestaltet ist. Zur Aufnahme
des Aufbohrwerkzeuges in der Führungsbüchse 17 dient
eine in bekannter Weise mit einer Bearbeitungseinheit,
z. B. einer Bohrmaschine, fest verbundene zweiteilige
Aufnahmevorrichtung 39. Die Aufnahmevorrichtung 39 weist
einen Kühlmittelzulaufkanal 40 a und einen Späneablaufka
nal 40 b und zwei Werkstückhalter 12 auf, die kegelstumpf
förmige Sitze 12′ für das Werkstück 13 bilden. Der Werk
zeugkörper 20, der über einen Werkzeugschaft 42 mit
einer Arbeitsspindel verbindbar ist, wird über diese
in bekannter Weise angetrieben.
Der Aufbohrkopf 10 (Fig. 2) weist an seinem Umfang in
gleichen Winkelabständen voneinander vier Klemmhalter 43,
die als Halterungen für Wendeschneidplatten 44 dienen,
und diesen zugeordnet vier zweiteilige Führungsleisten 18
auf, die der Führung des Aufbohrkopfes 10 in der Innen
wandung der Bohrung 19 dienen.
Hinter dem Aufbohrkopf 10 hat der Werkzeugkörper 20
einen diametral durchgehenden Schlitz 14, in dem ein
Lagergehäuse für die Feinbearbeitungsvorrichtung 11
begrenzt verschiebbar gehalten ist. Dieses Lagergehäuse
(siehe Fig. 4) besteht aus zwei im wesentlichen gleichen,
rechteckigen Lagerplatten 50, die auf ihren einen Breit
seiten an den beiden Längsrändern über die Breitseiten
vorstehende, leistenförmige Ränder 47 aufweisen. Zur
Bildung des Lagergehäuses liegen beide Lagerplatten
50 mittels Zentrierstiften 55 genau fluchtend mit den
Rändern 47 aneinander und sind durch Schrauben 56 fest
miteinander verbunden, so daß die einander zugekehrten
Breitseiten der Lagerplatten zusammen mit den leistenförmigen
Rändern 47 einen im Querschnitt rechteckigen Raum begrenzen,
der an den beiden kurzen Rändern der Lagerplatten 50 offen
ist. In jedem leistenförmigen Rand 47 sind sich
quer über diesen erstreckend zwei muldenartige Ausspa
rungen 51′ und eine halbzylindrische Aussparung 52′
und an jedem Ende der Ränder 47 sich in der Längsrichtung
derselben erstreckende halbzylindrische Gewindegänge
57′ vorgesehen. Im aneinandergelegten Zustand bilden
die muldenartigen Aussparungen 51′ zwei Paare von je
koaxialen Langlöchern 51, die halbzylindrischen Aussparun
gen 52′ ein Paar Führungsbohrungen 52 und die halbzylin
drischen Gewindegänge 57′ vier Gewindebohrungen 57 für
Gewindebolzen 61.
Die Führungsbohrungen 52 dienen zur Führung von zwei
koaxialen Bolzen 52 a und 52 b, die in zwei einander gegen
überliegende Bohrungen des Keilkörpers 32 eingeschraubt
sind, der innerhalb des von den Lagerplatten 50 umschlos
senen Raumes in Axialrichtung der Bolzen 52 a und 52 b
hin und her bewegbar ist. Die den Öffnungen des von
den Lagerplatten 50 umschlossenen Hohlraumes zugekehrten
ebenen Seitenflächen 48 des Keilkörpers 32 verlaufen
senkrecht zur Ebene der Lagerplatten und bilden einen
spitzen Winkel miteinander, der durch die gemeinsame
Achse der Bolzen 52 a und 52 b halbiert wird. An diesen
Seitenflächen 48 liegen entsprechend geneigte Flächen 49
von Haltern 37 an, die von den durch die Ränder 47 gebil
deten Seitenwänden des von den Lagerplatten 50 umschlos
senen Raumes in Längsrichtung dieses Raumes hin und
her bewegbar geführt sind.
An jedem Halter 37 ist ein Schälmesser 30 mittels einer
Druckplatte 59 in bekannter Weise befestigt. Außerdem
ist jeder Halter 37 mit einer durchgehenden Bohrung
53 für eine querstange 33 versehen, die in dieser Bohrung
mittels eines Gewindebolzens 60 axial unverschiebbar
gehalten ist und deren beide an einer Seite abgeflachten
Enden in die Langlöcher 51 eingreifen. In den Gewindeboh
rungen 57 sind Schraubenfedern 38 angeordnet, die mit
einem Ende an den abgeflachten Enden der Querstangen 33
und mit ihren anderen Enden an in die Gewindebohrungen
eingeschraubten Gewindebolzen 61 anliegen. Dadurch werden
die Halter 37 durch die Kraft der Federn 38 federnd
nachgiebig an den Seitenflächen 48 des Keilkörpers 32
gehalten.
Im Aufbohrkopf 10 ist eine zu den Bohrungen 52 des Lager
gehäuses für die Feinbearbeitungsvorrichtung 11 koaxiale,
durchgehende Bohrung 63 vorgesehen, in der ein Bolzen
34 axial verschiebbar gelagert ist, der durch die Kraft
einer Feder 36 an dem ihm zugekehrten Ende des Bolzens 52 b
anliegt. Die Feder 36 ist in einer Sackbohrung am anderen
Ende des Bolzens 34 angeordnet und liegt mit ihrem äußeren
Ende an einer Hutmutter 35 an, die auf einer mit dem
Aufbohrkopfteil 10 verbundenen Büchse 62 aufgeschraubt
und mittels einer Kontermutter 35′ festgelegt ist.
Wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, besteht der Werkzeugkörper
20 aus einem vorderen Teil 20 a und aus einem hinteren
Teil 20 b. Der vordere Teil 20 a bildet an seinem vorderen
Ende den Aufbohrkopfteil 10 und weist den Schlitz für
die Feinbearbeitungsvorrichtung 11 auf. Der hintere
Teil 20 b ist mit dem Werkzeugschaft 42 verbunden. Beide
diese Teile 20 a und 20 b sind durch eine Verschraubung 64
miteinander verbunden, deren Innengewinde in einer Zen
tralbohrung des Teils 20 a und deren Außengewinde an
einem Zapfen 65 des Teils 20 b eingeschnitten ist. In
dem Zapfen 65 ist ein Zylinderraum 66 angeordnet, in
dem ein Kolben 31 axial verschiebbar geführt ist. Koaxial
mit diesem Kolben ist im Teil 20 a eine Bohrung 67 vorge
sehen, in der ein Verbindungsbolzen 68 axial verschiebbar
gelagert ist, der mit seinem einen Ende an einer Kolben
stange 29 des Kolbens 31 und mit seinem anderen Ende
an dem zweiten Bolzen 52 a des Keilkörpers 32 anliegt.
In Fig. 2 ist die Stellung des Kolbens 31 dargestellt,
wenn dieser durch ein dem Druckraum 69 des Zylinderraumes 66
zugeführtes Druckmittel in seine unterste Stellung bewegt
ist, in der der Bolzen 34 mit seinem vorderen Ende an
der Hutmutter 35 anliegt und die Halter 37 sich in ihrer
durch die Hutmutter 35 eingestellten radial äußersten
Stellung befinden. In dieser in Fig. 2 gezeigten Stellung
wird die Feinbearbeitungsvorrichtung 11 von dem Verbindungs
bolzen 68, dessen vorderes Ende mit einem definierten,
radialen Spiel in die Führungsbohrung 52 eingreift,
in dem Schlitz des vorderen Teils 20 a des Werkzeugkörpers 20
gehalten. Dadurch wird erreicht, daß die Feinbearbeitungsvor
richtung 11 sich um den gleichen Betrag des Spiels, das
zwischen Verbindungsbolzen 68 und Führungsbohrung 52 besteht,
radial innerhalb des Schlitzes begrenzt verschieben kann.
Wird der Druckraum 69 drucklos gemacht, entspannt sich die
Feder 36 und verschiebt über die Bolzen 34 und 52 b den
Keilkörper 32 axial in Rückhubrichtung. Dabei kommt
der Bolzen 34, der zur Zentrierung der Führungsbohrung 52
an seinem dem Bolzen 52 b zugekehrten Ende konvex geformt
ist, spielfrei in Eingriff mit dieser Bohrung und zen
triert somit die Feinbearbeitungsvorrichtung 11 spielfrei
innerhalb des Schlitzes.
Die Stützleisten 16 sind in Nuten 21, die parallel zur
Achse 41 des Werkzeugkörpers 20 verlaufen, angeordnet.
Die Stützleisten 16 weisen mit zunehmendem Abstand von
ihrem vorderen Ende eine zunehmende radiale Dicke auf
und der Grund 22 der Nuten 21 bildet mit der Achse 41
des Werkzeugkörpers 20 einen entsprechenden spitzen
Winkel, so daß die Außenfläche der Stützleisten parallel
zur Achse 41 verläuft.
Die Stützleisten 16 werden zwischen einer Gewindemutter 26
und einem Abstandhalterring 24 kraftschlüssig verspannt,
der in eine Ringnut 25 am vorderen Ende der Nuten 21 ein
gelegt ist. Zum Einsetzen des Ringes 24 in die Ringnut 25
ist dieser zweiteilig ausgebildet.
Bei der gängigsten Bearbeitungsart wird das zwischen Werk
stückhaltern 12 aufgenommene Werkstück 13 zuerst im Vorhub
und dann im Rückhub bearbeitet. Dabei wird der Druckraum 69
des Zylinderraumes 66 drucklos gehalten, so daß die Kraft
der Feder 36 den Keilkörper 32 und den Kolben 31 aus der
in Fig. 2 dargestellten Stellung nach oben bewegt, wodurch
sich im Vorhub nur die Wendeschneidplatten 44 des Aufbohr
kopfes 10 im Eingriff befinden, während die Halter 37
mit den Schälmessern 30 der Feinbearbeitungsvorrichtung 11
durch die Rückstellkräfte der vier Federn 38, die auf
die beiden Querstangen 33 wirken, eingefahren sind. Während
des gesamten Vorhubes wird das Aufbohrwerkzeug sowohl
von den Stützleisten 16 in der Führungsbüchse 17 und in
der Innenwandung der Bohrung 19 als auch von den Führungs
leisten 18 des Aufbohrkopfes 10 geführt. Im nachfolgenden
Rückhub werden dann die Halter 37 mit den Schälmessern 30
durch pneumatische oder hydraulische Beaufschlagung des
Kolbens 31, der über die Kolbenstange 29, den Verbindungs
bolzen 68 und den Keilbolzen 52 a den Keilkörper 32 axial
in Vorhubrichtung bis zum Anschlag des Bolzens 34 an die
Hutmutter 35 verschiebt, auf den durch die Hutmutter 35
eingestellten Feinbearbeitungsdurchmesser, der schon vor
der Bearbeitung im Vorhub voreingestellt werden muß, ge
bracht.
Während diesem Bearbeitungsvorgang im Rückhub wird der
Teil der Stützleisten 16, der in Vorhubrichtung hinter
den Schälmessern 30 liegt, sowohl von der Innenwandung
der Bohrung 19 als auch von der Führungsbüchse 17 geführt.
Da der Flugkreisdurchmesser der Schälmesser 30 aber nun
größer ist als der des Aufbohrkopfes 10, liegen die Füh
rungsleisten 18 nicht mehr an der Innenwandung der Bohrung
19 an.
Bei einer anderen Bearbeitungsart, bei der im Vorhub sowohl
aufgebohrt als auch feinbearbeitet wird, wird der Teil
der Stützleisten 16, der in Vorhubrichtung hinter den
Schälmessern 30 liegt, allein von der Führungsbüchse 17
geführt. Nur die Führungsleisten 18 des Aufbohrkopfes
und der Teil der Stützleisten 16, der in Vorhubrichtung
vor den Schälmessern 30 liegt, werden von der Innenwandung
der Bohrung 19 geführt.
Neben dem bevorzugten Anwendungsgebiet der Bearbeitung
einer durchgehenden Bohrung, bei der das Aufbohrwerkzeug
beim Vorhub so weit vorgeschoben wird, daß es am anderen
Ende der Bohrung aus dieser in den Späneabführkanal 40 b
heraustritt, besteht bei dieser zuletzt genannten Bearbei
tungsart weiterhin auch die Möglichkeit der Bearbeitung
einer Sackbohrung, wenn das Aufschälen nur für den äußeren
Bereich der Bohrung erforderlich ist.
Um eine noch höhere Variabilität hinsichtlich der Einsatz
möglichkeiten des Aufbohrwerkzeuges zu schaffen, ist es
vorgesehen, die Stützleisten 16 auf einen bestimmten,
benötigten Radialdurchmesser des Aufbohrwerkzeuges einzu
stellen. Zum Einstellen des definierten Durchmessers wird
ein entsprechend dicker Abstandhalterring 24 in die Ring
nut 25 eingelegt. Je kleiner oder größer dabei die axiale
Dicke des Abstandhalterringes 24 ist, desto größer bzw.
kleiner ist der eingestellte Radialdurchmesser.
Die Kühlung und Schmierung des Aufbohrwerkzeuges und des
Werkstücks 13 sowie der Abtransport der Späne werden über
einen Kühlmittelstrom erreicht. Der Kühlmittelstrom fließt
dabei über die Kühlmittelzuführung 27 der Aufnahmevor
richtung 39, den Kühlmittelzuführkanal 40 a und durch den
Zwischenraum 46 zwischen der Führungsbüchse 17 und dem
Werkstück 13 einerseits und dem Werkzeugkörper 20 anderer
seits zu den Schneiden. Durch den Späneabführkanal 40 b
kann das verbrauchte Kühlmittel mit den Spänen abgeführt
werden.
Alle in der vorstehenden Beschreibung erwähnten sowie
auch die nur allein aus der Zeichnung entnehmbaren Merkmale
sind als weitere Ausgestaltungen Bestandteile der Erfindung,
auch wenn sie nicht besonders hervorgehoben und insbesondere
nicht in den Ansprüchen erwähnt sind.
Claims (12)
1. Aufbohrwerkzeug mit einem Aufbohrkopf (10), der zum
Aufbohren einer Bohrung eines Werkstückes am vorderen
Ende eines Werkzeugkörpers (20) angeordnet ist, der
Stützleisten (16) aufweist, die zur Führung des Werkzeug
körpers (20) in einer auf das Werkstück (13) fest auszu
richtenden Führungsbüchse (17) vorgesehen sind, dadurch
gekennzeichnet, daß die Stützleisten (16) so lang sind,
daß sie beim Vollhub des Aufbohrwerkzeuges mit einem
ausreichenden Teil ihrer Länge in der Führungsbüch
se (17) geführt sind.
2. Werkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
hinter dem Aufbohrkopf (10) eine Feinbearbeitungsvorrich
tung (11) vorhanden ist.
3. Werkzeug nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
als Feinbearbeitungsvorrichtung (11) mindestens ein
Schälwerkzeug vorgesehen ist.
4. Werkzeug nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
das Schälwerkzeug aus einer unwirksamen Stellung radial
in eine wirksame Stellung ausfahrbar ist.
5. Werkzeug nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
der Werkzeugkörper (20) mindestens einen radialen Schlitz
für einen Halter (37) des Schälwerkzeuges aufweist,
der durch die Kraft mindestens einer Feder (38) den
Halter (37) mit dem Schälwerkzeug in der unwirksamen
Stellung desselben hält, und daß ein axial bewegbarer
Keilkörper (32) vorhanden ist, mittels dessen der Halter
(37) mit dem Schälwerkzeug in die wirksame Stellung
desselben ausfahrbar ist.
6. Werkzeug nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß als Antrieb für den Keilkörper (32) ein druckmit
telbetätigter Kolben (31) vorhanden ist.
7. Werkzeug nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß für die Rückstellung des Keilkörpers (32) eine
Feder (36) vorhanden ist.
8. Werkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß die Stützleisten (16) radial
auf einen bestimmten benötigten Bohrungsdurchmesser
einstellbar sind.
9. Werkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß die Stützleisten (16) in Nuten
(21) des Werkzeugkörpers (20) angeordnet sind, die
parallel zur Vorschubrichtung verlaufen.
10. Werkzeug nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
daß die Stützleisten (16) mit zunehmendem Abstand
von ihrem vorderen Ende eine zunehmende radiale Dicke
aufweisen.
11. Werkzeug nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
daß der Grund (22) der Nuten (21) mit der Achse (41)
des Werkzeugkörpers (20) einen spitzen Winkel bildet.
12. Werkzeug nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
daß für die Radialeinstellung die Stützleisten (16)
an ihrem vorderen Ende mindestens einen Abstandhal
terring (24) für den Eingriff in die Nut (21) vorgese
hen ist.
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Publications (2)
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| DE3523919A1 true DE3523919A1 (de) | 1987-01-15 |
| DE3523919C2 DE3523919C2 (de) | 1989-03-16 |
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ID=6274939
Family Applications (1)
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1985
- 1985-07-04 DE DE19853523919 patent/DE3523919A1/de active Granted
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3523919C2 (de) | 1989-03-16 |
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