DE348669C - Ofen fuer hohe Druecke - Google Patents
Ofen fuer hohe DrueckeInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
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- B01J3/00—Processes of utilising sub-atmospheric or super-atmospheric pressure to effect chemical or physical change of matter; Apparatus therefor
- B01J3/06—Processes using ultra-high pressure, e.g. for the formation of diamonds; Apparatus therefor, e.g. moulds or dies
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Description
- Ofen für hohe Drücke.
- Bei Öfen, wie sie in Laboratorien und bestimmten Industriezweigen für hohe und höchste Drücke und Temperaturen, wie z. B. bei der Herstellung künstlicher Diamanten verwendet werden, wird die Wandung durch ein Stahlrohr gebildet, dessen Wandungen stark genug sind, um die Drücke, die mehrere Tausende von Atmosphären betragen können, aufzunehmen. Die Wandung dieses Rohres darf den hohen Temperaturen im Innern nicht ausgesetzt werden, da eine starke Erhitzung der Wandung die ungünstige mechanische Beanspruchung in bedenklicher Weise vergrößern würde. Man hat aus diesem Grunde künstliche Kühlung der Ofenwandung eingerichtet, die aber in den bisher bekannten Ausführungen entweder eine konstruktive Schwächung der Rohrwandung zur Folge hat oder die Aufrechterhaltung einer hohen Temperatur im Innern erschwert.
- Gemäß der Erfindung wird die aus dem Ofeninnern seitwärts abfließende Wärme in der Längsrichtung des Rohres abgeleitet, und zwar durch die Verschluß spindeln, mit denen der Druckraum abgeschlossen ist.
- Ein Ausführungsbeispiel ist in der Zeichrinug im Längsschnitt dargestellt. Ein starkes Stahlrohr bildet die Ofenwandung. Der Ofenraum wird durch zwei Verschlußspindeln 2 beiderseits abgeschlossen, die an ihren inneren Enden Kupfermanschetten 3 tragen.
- Diese umgeben fast den ganzen Ofenraum und fangen die seitlich abfließende Wärme ab, ehe sie an die Wandung des Rohres I gelangt. Sie leiten die Wärme in der Längsrichtung des Ofens den Verschluß spindeln 2 zu, von wo sie durch eine lebhafte Wasserkühfung abgeführt wird, die in den Längskanälen 4 vorgesehen ist. Die Kupfermanschetten 3 sind am inneren Ende schwächer als am äußeren Ende, da hier die abzuleitende Wärmemenge größer ist. Der Zwischenraum zwischen den Kupfermanschetten und dem Rohr I ist durch Wärmeisolationsmaterial ausgefüllt. Der an den inneren Enden geschwächte Querschnitt der Kupfermanschetten gibt Raum für eine stärkere Wärmeisolation 5. Das ist von Wert, da in der Mitte des Ofens die höchste Temperatur herrscht.
- Die zur Heizung erforderliche Wärmemenge kann durch die chemischen Reaktionen der Ofenfüllung selbst, aber auch durch den elektrischen Strom erzeugt werden. In diesem Falle wird gemäß der Erfindung der Strom durch die Verschlußspindeln 2 zur und abgeleitet, sei es, daß die Füllung selbst als Heizwiderstand dient, sei es, daß zwischen den inneren Enden der Verschluß spindeln 2 ein Widerstandsdraht oder Gliihstab angeordnet ist. Um die Verschlußspindeln als Stromführung benutzen zu rinnen, sind sie mit einer widerstandsfähigen Tsolierschicht6, beispielsweise Tlulkanisiertem Hartgummi, beklddet. Dieses Isoliermaterial wird an der Spurfläche 7 durch die Muttern 8 so fest zusammengepreßt, daß es auch für die höchsten Drücke undurchlässig wird. g sind Paßringe. Da die Schrauben 8 nicht immer in der Lage sind, die hohen Drücke aufzunehmen, ist auf die äußeren Enden der Verschluß spindeln 2 je ein Querhaupt IO aufgesetzt. Dieses ist durch eine Isolationsschicht II von je einem Stege 12 getrennt. Die beiden Stege 12 werden durch kräftige Schraubenbolzen I3, von denen in der Zeichnung nur zwei zu sehen sind, so fest zusammengepreßt, wie es der beabsichtigte Druck erfordert. Den Verschluß spindeln 2 wird der Strom durch Kont1tschellen 14 zugeführt.
- Durch die Erfindung werden jegliche Durchbohrungen oder sonstige Schwächungen der Ofenwand vermieden. Außerdem ermöglicht sie die Erzeugung einer höheren Temperatur im Innern als bei Abführung der Wärme durch das Rohr 1. Denn die wärmeabführenden Manschetten 3 können eine viel höhere Temperatur ertragen, als das Rohr, da sie keiner mechanischen Beanspruchung Widerstand zu leisten haben.
- PATRNT-ANSPRECHE : I. Ofen für hohe Drücke, dessen Wandung durch ein starkwandiges Rohr gebildet wird, dadurch gekennzeichnet, daß die aus dem Ofenraum seitwärts abfließende Wärme durch die Verschlußspindeln (2) abgeleitet wird.
Claims (1)
- 2. Ausführungsform des Ofens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Ofen raum durch Manschetten (3) von guter Wärmeleitfähigkeit umgeben ist, welche die seitwärts abfließende Wärme an die Verschlußspindeln (2) weiterleiten.3. Ausführungsform des Ofens nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Manschetten (3) von der Mitte des Ofenraumes nach den Spindeln (2) zu an Querschnitt zunehmen.4. Ausführungsform des Ofens nach Anspruch I, gekennzeichnet durch eine in den Spindeln (2) angeordnete Wasserkühlung (4).5. Ausführungsform des Ofens nach Anspruch I für elektrische Beheizung, dadurch gekennzeichnet, daß die Verschlußspindeln (2) als Stromleiter dienen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE348669T | 1920-11-13 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE348669C true DE348669C (de) | 1922-02-22 |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1920348669D Expired DE348669C (de) | 1920-11-13 | 1920-11-13 | Ofen fuer hohe Druecke |
Country Status (1)
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|---|---|
| DE (1) | DE348669C (de) |
-
1920
- 1920-11-13 DE DE1920348669D patent/DE348669C/de not_active Expired
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