DE3485871T2 - Verfahren zur erhoehung der durchflussgeschwindigkeit von querstromfiltrationsanlagen. - Google Patents

Verfahren zur erhoehung der durchflussgeschwindigkeit von querstromfiltrationsanlagen.

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Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erhöhung des zeitgemittelten Durchflusses einer Flüssigkeit bei der Querstromfiltration gemäß der Gattungsklausel von Anspruch 1.
  • Ein derartiges Verfahren ist aus FR-A-2 316 995 und FR-A-2 295 777 bekannt.
  • Bei der Wasser- und Abwasserbehandlung werden herkömmlicherweise Klärapparate und Durchflußfilter verwendet, um suspendierte und kolloide Festkörper zu entfernen. Derartige Anlagen weisen Nachteile auf. Ohne Vorklärung sind die meisten Filter nicht in der Lage, die entstehenden höheren Feststoffanteile zu bewältigen. Und selbst wenn ein Klärapparat in der Prozesskette vorhanden ist, sammeln sich ständig gefilterte Teilchen an und in den Durchfluß-Filtermedien. Die Filter-Durchflußgeschwindigkeit nimmt mit der Zeit ab (bzw. der Druckverlust nimmt zu) und häufiges Rückspülen ist erforderlich, um angesammelte Feststoffe vom Filtermedium zu entfernen. Wenn zum Rückspülen Reinwasser verwendet wird, kommt es zu einer erheblichen Netto-Verringerung der Gesamtwassererzeugung. Auch werden relativ große Volumen an Wasser mit geringem Feststoffanteil erzeugt, die auf bestimmte Weise weiterbehandelt werden müssen. Darüber hinaus besteht das Problem des Filterdurchbruchs. Weiterhin ist die Wasserqualität äußerst verfahrensabhängig.
  • Querstromfiltration unterscheidet sich erheblich von der Durchflußfiltration, da das Zuflußwasser parallel zur Filterfläche eingeleitet wird, und die Filtration senkrecht zur Zuflußrichtung stattfindet. Querstromfiltration ist erheblich variabler einsetzbar und hat wirtschaftliche Vorteile, die andere herkömmliche Verfahren nicht bieten. Querstromfiltrationsanlagen können in einem Verfahrensschritt klären, filtrieren und verdicken. Die Anlagenkosten sind annähernd so hoch wie bei direkter Filtration, jedoch können mit Querstromfiltration Ströme gefiltert werden, die eine Konzentration von suspendierten Feststoffen von 10.000 mg/l oder darüber aufweisen. Darüber hinaus erfordern Querstromfiltrationsanlagen weniger Platz als herkömmliche Anlagen. Zu Querstromfiltrationsanlagen gehören Membrananlagen, wie beispielsweise Mikrofiltration, Umkehrosmose und Ultrafiltration. Die Hauptnachteile der beiden letzteren Membranverfahren bei der Trennung von Flüssigkeiten und Feststoffen sind niedrige Durchflußgeschwindigkeiten und die Verschmutzungsanfälligkeit. Diese Anfälligkeiten führen letztendlich zu hohen Kosten bei der Errichtung und der Betreibung der Anlagen. Beide Probleme sind jedoch mit einem neuen Verfahren der Querstrom- Mikrofiltration praktisch gelöst worden, bei dem dickwandige, poröse, thermoplastische Röhren eingesetzt werden, die unter dem Warenzeichen HYPODERM" ' vertrieben werden. Die Filtrationseigenschaften dieser Röhren verbinden sowohl die "Tiefen"-Filtrationseigenschaften der multimedialen Filter und die "Dünnhaut"- Eigenschaften der Membran-Ultrafilter. Die Porosität der HYPO- DERM"-Röhren beruht auf der netzartigen, offenen Zellstruktur der Röhrenwand. HYPODERM"'-Röhren unterscheiden sich von herkömmlichen Membran-Ultrafiltern insofern, als sie Porengrößen in der Größenordnung von mehreren Mikrometern haben, wobei die Länge der Poren ein Vielfaches ihres Durchmesser beträgt. Die Röhren sind beispielsweise in "HYPODERM" ' CROSS FLOW MICROFILTRATION" von Daniel L. Comstock et al., Neptune Microfloc, Inc. Report No. KT 7303, Mai 1982 und in Report No. 77-ENAS-51 der American Society of Mechanical Engineers, mit dem Titel "Removal of Suspended and Colloidal Solids from Waste Streams by the use of Cross-Flow Microfiltration" näher beschrieben.
  • Der Zufluß findet durch die Mitte von HYPODERM" '-Röhren mit relativ niedrigem Druck, üblicherweise unter 2,07 x 10&sup5; N/m², statt. Das Filtrat wird üblicherweise in einer Ummantelung aufgefangen, die die äußere Röhrenwand umgibt, und von dort durch eine Reinwasserleitung abgezogen. Wenn der Zufluß durch die Röhre zirkuliert, werden Feststoffteilchen mit dem Reinwasserstrom langsam auf die Röhrenwand zu getrieben. Dadurch nimmt die Konzentration von Teilchen in wandnahen Bereichen allmählich zu.
  • Im allgemeinen wird bei Querstromfiltrationsanlagen die Ansammlung von gefilterten Feststoffen am Filtermedium durch die Scherwirkung des Flusses verringert, weil die Zuflußrichtung tangential zur Filterfläche liegt. Querstromfiltration ermöglicht somit quasi-stationären Betrieb mit nahezu gleichbleibendem Durchfluß, wenn das Antriebsdruckdifferential konstant gehalten wird. Leider ist diese theoretische Möglichkeit in der Praxis nicht erreicht worden. Damit besteht bei herkömmlichen Querstromfiltrationsanlagen das Problem abnehmenden Filtrationsdurchflusses.
  • Im allgemeinen enthält jede Flüssigkeit, aus der suspendierte Feststoffe entfernt werden sollen, ein breites Spektrum von Teilchengrößen, deren wirksamer Durchmesser von mehreren Mikrometern bis zu kolloidalen Ausmaßen reicht. Wegen der "Tiefen"- Filtrationseigenschaften von dickwandigen, thermoplastischen Röhren, wie beispielsweise der HYPODERM" '-Röhren, können unter bestimmten Umständen Partikel, die kleiner sind als die größte Porengröße der Röhre, in die Wandmatrix eindringen. Auf jeden Fall wird oberhalb einer bestimmten Feststoffkonzentration die Mehrzahl der suspendierten Feststoffe an der inneren Wand der Röhre zurückgehalten und bildet schnell eine dynamische Membran (auch als "Filterkuchen" oder " Schlammschicht" bezeichnet). Die dynamische Membran bewirkt unserer Auffassung nach die anschließend auftretende Filtration.
  • Die Teilchen, die anfänglich in die Wandmatrix eindringen, werden aufgrund der Unregelmäßigkeit und der Gewundenheit der Porenstruktur darin eingeschlossen. Bei fortschreitender Mikrofiltration wird das Eindringen weiterer kleiner Teilchen in die Wandmatrix durch das Vorhandensein der dynamischen Membran verhindert. Die Bildung der dynamischen Membran führt zusammen mit der möglichen Verstopfung der Porenstruktur der Röhre durch eingeschlossene Teilchen zu einer Verringerung des Filtrationsdurchflusses. Bei herkömmlichen Anlagen steht diese Verringerung in exponentiellem Verhältnis zur Filtrationszeit.
  • Angesichts der Tatsache, daß eine Erhöhung des Filtrationsdurchflusses eine bei weitem wirtschaftlichere Behandlung feststoffbelasteter Flüssigkeiten ermöglicht, ist in der Technik nach Verfahren gesucht worden, die oben beschriebene Verringerung des Filtrationsdurchflusses bei Querstromfiltrationsanlagen einzuschränken und/oder den Filtrationsdurchfluß in derartigen Anlagen nach der Verringerung auf höherem Niveau wiederherzustellen.
  • Es sind verschiedene Reinigungsverfahren zur Wiederherstellung des Wertes des Filtrationsdurchflusses untersucht worden. Zu derartigen Reinigungsverfahren gehört das chemische und/oder physikalische Reinigen der Oberfläche des Filtermediums. So sind beispielsweise chemische Lösungsmittel eingesetzt worden, um die schichtbildenden, gefilterten Teilchen zu lösen, um eine saubere, schichtfreie Filteroberfläche zu erreichen. Salzsäure und andere Säuren sind Beispiele für häufig verwendete Lösungsmittel. Ein einfaches physikalisches Reinigungsverfahren ist das Rückspülen des Filtermediums, d.h. die zeitweilige Umkehrung der Flußrichtung des Filtrats. Dieses Reinigungsverfahren wird häufig zusammen mit Querstromfilterverfahren verwendet, bei denen hohle, röhrenförmige Filter eingesetzt werden. Ein weiteres physikalisches Reinigungsverfahren, das in der Technik angewendet wird, ist die periodische Erhöhung der Zirkulationsgeschwindigkeit längs durch die porösen Röhren. (Siehe z.B. EP-A-79040) Durch höhere Zirkulationsgeschwindigkeiten werden angesammelte Ablagerungen weggerissen, wodurch die Anlagerung des Filterkuchens in den Röhren minimiert wird.
  • Trotz des Erfolges der obenerwähnten Reinigungsverfahren ist man in der Querstromfiltrationstechnik weiter auf der Suche nach neuen Verfahren zur Erhöhung von zeitgemittelten Filtrationsdurchflüssen, um Querstromfiltrationsverfahren wirtschaftlicher zu gestalten.
  • Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die zeitgemittelten Querstromfiltrationsdurchflüsse erheblich zu erhöhen, um die Probleme der herkömmlichen Technik zu lösen und deren Nachteil zu überwinden, und um Querstromfiltrationsverfahren wirtschaftlicher zu gestalten.
  • Die Aufgabe wird mit dem Verfahren nach Anspruch 1 gelöst.
  • Eine bevorzugte Ausführung wird im abhängigen Anspruch 2 offengelegt.
  • Mit dem Verfahren der vorliegenden Erfindung ist es möglich, den zeitgemittelten Querstromfiltrationsdurchfluß feststoffbelasteter Flüssigkeiten durch eine Filterröhre zu erhöhen, indem der Fluß von Filtrat in der Reinwasserleitung gedrosselt wird, so daß eine konstante Durchflußgeschwindigkeit auf einem Stand aufrechterhalten wird, der unter der normalen Anfangsdurchflußgeschwindigkeit (d.h. zur Zeit Null) bei nichtvorhandener Drosselung liegt.
  • Durchgeführte Experimente, die weiter unten ausführlich beschrieben werden, zeigen, daß, obwohl die gewählte konstante Durchflußgeschwindigkeit niedriger ist als die normale Anfangsdurchflußgeschwindigkeit, die am Ende jeder Versuchsperiode erreichten Durchflußgeschwindigkeiten und damit der zeitgemittelte Durchfluß während des gesamten Filtrationdurchlaufs oder -Zyklus, d.h. von der Zeit Null bis zum Ende der Versuchsperiode, nichtsdestsotrotz höher waren als die mit gleichen oder im wesentlichen ähnlichen Querstromfiltrationsanlagen erreichten, bei denen die vorliegende Erfindung nicht eingesetzt wurde.
  • Der Grad der Erhöhung des Durchflusses, der mit dem oben beschriebenen Verfahren und der oben beschriebenen Vorrichtung erreicht wurde, hängt in unterschiedlichem Maß von den Eigenschaften der jeweils behandelten Flüssigkeit ab, und insbesondere von den Chemikalien, die, wenn überhaupt, als Vorbehandlung zugesetzt wurden, sowie von den Eigenschaften der suspendierten Feststoffe und von verschiedenen Betriebsparametern des gesamten Querstromfiltrationsverfahrens, einschließlich der zur Reinigung der Filterröhre eingesetzten Verfahren, wie beispielsweise Rückspülung, periodische Erhöhung der Zirkulationsgeschwindigkeit durch die Röhren und Säurereinigung, indem man die Säurelösung, die Salzsäure enthalten kann, längs über die Oberfläche des Filtermediums fließen läßt, während gleichzeitig zeitweilig das Druckdifferential über dem Filtermedium abgestellt wird.
  • Normalerweise umfaßt das Filtermedium eine Filterröhre, und das Filtrat, das durch die Filterröhrenwand permeiert wird, wird in einer geschlossenen Ummantelung, die die Filterröhre umgibt, aufgefangen, und der veränderlichen Drosseldruck wirkt auf eine Reinwasserleitung, die aus der Ummantelung austritt.
  • Die vorliegende Erfindung kann mit herkömmlichen Verfahren zur Erhöhung des Durchflusses kombiniert werden, so beispielweise mit Rückspülung und der periodischen Erhöhung der Zirkulationsgeschwindigkeit.
  • Die beigefügten Zeichnungen, die zur vorliegenden Beschreibung gehören und einen Teil von ihr bilden, veranschaulichen verschiedene Merkmale der Erfindung und dienen zusammen mit der Beschreibung der Erklärung der Grundsätze der Erfindung.
  • Fig. 1 ist eine schematische Schnittansicht einer Querstrom- Mikrofiltrationsröhre, die die Richtung des Zuflusses (Zirkulation) und die Richtung des Filtratflusses (Permeation) zeigt;
  • Fig. 2 ist ein Diagramm, das eine charakteristische Kurve der Durchflußgeschwindigkeit als Funktion der Zeit bei herkömmlichen Querstromvorrichtungen zeigt;
  • Fig. 3 ist ein schematisches Fließbild, das eine Ausführung eines Filtrationsröhrenmoduls gemäß der vorliegenden Erfindung zeigt, bei dem die Reinwasserleitung gedrosselt wird;
  • Fig. 4 ist ein schematisches Fließbild, das eine weitere Ausführung der vorliegenden Erfindung darstellt, und weitere Einzelheiten des Verfahrens zeigt;
  • Fig. 5 ist ein schematisches Fließbild, das eine einzelne Querstromfiltrationsröhren-Versuchsvorrichtung zur praktischen Anwendung der vorliegenden Erfindung darstellt; und
  • Fig. 6 - 10 sind Diagramme, die Versuchsergebnisse aus den weiter unten erläuterten Beispielen darstellen.
  • Im folgenden wird auf die gegenwärtig bevorzugten Ausführungen der Erfindung Bezug genommen, für die Beispiele in den beigefügten Zeichnungen dargestellt sind.
  • Erfindungsgemäße Querstromfiltration kann beispielsweise unter Verwendung von dickwandigen, mikroporösen, thermoplastischen Röhren ausgeführt werden. Diese Röhren können aus einer großen Anzahl von extrudierbaren Thermoplasten hergestellt werden, wie beispielsweise Nylon oder Polyäthylen, und haben normalerweise Wände mit einer Dicke von ca. 1 Millimeter. Obwohl Abweichungen auftreten, können derartige Röhren beispielweise eine vorherrschende Porengröße in der Größenordnung von etwa ein bis zehn Mikrometern haben und eine Porosität in der Größenordnung von etwa 65%, d.h. die Poren bedecken 65% der Oberfläche der Röhren. Die bevorzugten, wenn bestimmt auch nicht die einzigen, porösen, thermoplastischen Röhren, die bei der Umsetzung der vorliegenden Erfindung verwendbar sind, sind die obenerwähnten HYPODERM" '- Röhren, die die oben beschriebenen Eigenschaften haben, wobei diese Röhren derzeit über Neptune Microfloc, Inc. aus Corvallis, Oregon zu beziehen sind.
  • Eine schematische Ansicht der Querstrom-Mikrofiltration durch eine derartige dickwandige, mikroporöse, thermoplastische Röhre wird in Fig. 1 dargestellt. Eine Flüssigkeit fließt bei relativ geringen Drücken, beispielsweise (1,4 bis 34,5) x 10&sup4; N/m², durch das Innere der Röhre und Filtrat permeiert durch die Röhrenwand, die relativ dick ist, beispielsweise in der Größenordnung von ca. einem Millimeter.
  • Während der Anfangsstadien der Mikrofiltration wird die Mehrzahl der suspendierten Feststoffe im Zufluß als die dynamische Membran (Schlammschicht) an der Wand angelagert. Das Wachstum dieser dynamischen Membran wird durch die aufgrund der Zirkulationsgeschwindigkeit der längs entlang der Röhre fließenden Flüssigkeit darauf wirkenden Scherkräfte begrenzt. Diese Scherwirkung tritt in Form von Erosion auf. Durch das Gleichgewicht zwischen der Anlagerungsgeschwindigkeit und der Erosionsgeschwindigkeit der dynamischen Membran bildet sich eine Gleichgewichtsdicke der Schlammschicht und somit die Gleichgewichts- (Plateau-)Durchflüsse des Zuflusses, der gefiltert wird. Dieser Gleichgewichtszustand hängt kritisch von den Eigenschaften der suspendierten Feststoffe in der Zuflußflüssigkeit ab. Zwei Arten von suspendierten Feststoffen können als Grenzfälle eingestuft werden, nämlich die, die kohäsionslos sind, und die, die kohäsiv sind. Bei kohäsiven Feststoffen ist die Bindungsfestigkeit zwischen den Teilchen relativ groß, so daß, wenn sie miteinander in Kontakt gebracht worden sind, größere Scherkraft erforderlich ist, um ihre Bindung zu brechen. Diese Art Feststoffe erfordern mit anderen Worten eine relativ starke Erosionswirkung. Kohäsionslose Feststoffe weisen schwache Bindung untereinander auf und werden so leichter erodiert. Selbst bei einem kohäsionslosen Feststoff kann es jedoch zur Bindung an die Innenseite der Filterröhre kommen, so daß eine dünne, anhaftende Schicht direkt an der Wand erzeugt wird, deren Entfernung eine starke Erosionwirkung erfordert.
  • Andere Parameter, die das Verhalten der Feststoffe beeinflussen, sind der wirksame Teilchendurchmesser und die Teilchengrößeverteilung im Zufluß. Die Eigenschaften der Zuflußflüssigkeit selbst, wie beispielsweise pH-Wert, Viskosität usw. können ebenfalls einen bestimmten Einfluß auf das Verhalten der suspendierten Feststoffe im Zufluß haben. Bei der Abwasserbehandlung werden gewöhnlich chemische Zusätze verwendet, und ihre Zugabe zum Abwasser verändert gleichfalls die Eigenschaften der suspendierten Feststoffe und somit die Durchflußgeschwindigkeit.
  • Da es wünschenswert ist, die dynamische Membran an der Filterröhrenwand kohäsionslos zu gestalten, kann chemische Vorbehandlung des Zuflusses vor der Querstromfiltration bei der Umsetzung der Erfindung bei der Filtration von vielen Flüssigkeiten von Vorteil sein. Im allgemeinen sollte es Aufgabe dieser Vorbehandlung sein, einen Zufluß zu erhalten, der lockere oder lose Flokken umfaßt. Zu den Beispielen typischer herkömmlicher Vorbehandlungszusätze, die für den Einsatz bei der vorliegenden Erfindung unbeschränkt geeignet sind, gehören herkömmliche Flockungsmittel (beispielsweise Calciumhydroxid, Alaun, Calciumsulfat, Eisen (III)-hydroxid usw.), polyelektrolytische Flockungsmittel und Zusätze, wie sie in U.S.Patent No. 4,313,830 beschrieben sind.
  • Wie bereits angemerkt, kommt es bei herkömmlichen Querstromfiltrationsvorrichtungen, einschließlich Mikrofiltern, Ultrafiltern und Umkehrosmosezellen, während der Filtrationdurchläufe zur Verringerung der Durchflußgeschwindigkeit, bis eine Gleichgewichts-(Plateau-)Durchflußgeschwindigkeit erreicht ist. Normalerweise haben herkömmliche Vorrichtungen Durchflußgeschwindigkeits-Zeit-Kurven, die der in Fig. 2 dargestellten ähneln. Eine solche Kurve umfaßt, wie in Fig. 2 dargestellt, zwei einzelne Phasen, und zwar (1) eine Nicht-Gleichgewichtsphase unmittelbar nach dem Anfahren (Zeit Null), die durch hohe, aber schnell abnehmende Durchflußgeschwindigkeiten gekennzeichnet ist, und (2) eine Gleichgewichtsphase, die auf die Nicht-Gleichgewichtsphase folgt und durch niedrigere Durchflußgeschwindigkeiten gekennzeichnet ist, die in der Zeit erheblich langsamer abnehmen. Die Nicht-Gleichgewichtsphase erstreckt sich gewöhnlich über die ersten Stunden einer Filtration.
  • Die während der Nicht-Gleichgewichtsphase beobachteten Durchflußgeschwindigkeiten (F) derartiger Durchflußgeschwindigkeit- Zeit-Kurven sind zur Zuflußgeschwindigkeit (V), dem Druckdifferential (ΔP) und der Zeit (t) entsprechend der folgenden allgemeinen Beziehung
  • FαVa ΔPb t-c proportional.
  • Die erwähnten Parameter sind in Fig. 1 definiert.
  • Im Unterschied dazu sind die während der Gleichgewichtsphase (d.h. Plateau-Durchflüsse) beobachteten Durchflußgeschwindigkeiten derartiger Durchfluß-Zeit-Kurven im wesentlichen lediglich zur Zuflußgeschwindigkeit proportional.
  • Obwohl es im Zusammenhang mit dem Betrieb von Querstromfiltrationsanlagen in der Nicht-Gleichgewichtsphase viele Probleme gibt, ist ein entscheidendes Merkmal, daß die Nicht-Gleichgewichts-Durchflußgeschwindigkeiten (d.h. Durchflüsse während der Nicht-Gleichgewichtsphase) höher sind als die Gleichgewichts- Durchflußgeschwindigkeiten (d.h. Durchflußgeschwindigkeiten in der Gleichgewichtsphase). Obwohl es also wünschenswert wäre, Querstromfiltrationsanlagen im Nicht-Gleichgewichtsbetrieb zu betreiben, ist dies bis heute aufgrund der äußerst schnellen (annähernd exponentialen) Verringerung des Durchflusses während der Nicht-Gleichgewichtsphase unmöglich gewesen. Das heißt, die hohen Durchflußgeschwindigkeiten während der Nicht-Gleichgewichtsphase dauern nicht lang genug an, um von praktischem Wert zu sein.
  • Es hat sich jedoch erwiesen, daß der Betrieb von Querstromfiltrationsanlagen im Nicht-Gleichgewichtsbetrieb über längere Zeiträume möglich ist, wobei Durchflußgeschwindigkeiten beibehalten werden können, die über den herkömmlichen Gleichgewichts- (Plateau-)Durchflußgeschwindigkeiten liegen. Das wird durch das relativ einfache Hilfsmittel der Drosselung der Reinwasser- (d.h. Filtrat-)Leitung ermöglicht. Es hat sich insbesondere herausgestellt, daß es, wenn die Durchflußgeschwindigkeit des gefilterten Reinwassers gedrosselt wird, um eine gleichbleibende Durchflußgeschwindigkeit unter der normalen anfänglichen Durchflußgeschwindigkeit (d.h. der Durchflußgeschwindigkeit zum Beginn eines neuen Filtrationdurchlaufes unmittelbar nach der Reinigung der Röhre und ohne jegliche Drosselung; im folgenden auch als "Nullzeit"- oder "reine" Durchflußgeschwindigkeit bezeichnet) beizubehalten, möglich ist, eine gleichbleibende Durchflußgeschwindigkeit über relativ lange Zeiträume, d.h. Durchläufe, die Stunden bis Tage dauern, beizubehalten, die über der Gleichgewichts-(Plateau-)Durchflußgeschwindigkeit liegt. Bei dieser Betriebsart erhöht sich das Druckdifferential (ΔP) mit der Zeit während der gesamten Laufzeit so, wie es für die Aufrechterhaltung der gewählten gleichbleibenden Durchflußgeschwindigkeit erforderlich ist.
  • Zu den Vorteilen der Reinwasserdrosselung bei Querstromfilteranlagen gehören: (1) die Möglichkeit, Durchflußgeschwindigkeiten mit höheren Werten als die Gleichgewichts-(Plateau-)Werte aufrechtzuerhalten; (2) Verminderung der Kompressionskräfte, die auf die an der Innenfläche der Röhre gebildete dynamische Membran wirken (derartige Kräfte führen zu verringerten Durchflußgeschwindigkeiten und möglicher Verstopfung der Röhrenmatrix); (3) Verringerung der Anlagerungsgeschwindigkeit (d.h. Wachstum) der dynamischen Membran; und (4) die Möglichkeit, eine gleichbleibende Fließgeschwindigkeit zu nachgeordneten Geräten aufrechtzuerhalten, die eine solche erfordern, wie beispielsweise Umkehrosmosezellen.
  • Fig. 3 ist ein schematisches, teilweise als Schnitt ausgeführtes, Fließbild, das eine vereinfachte Ausführung eines Filtrationsröhrenmoduls darstellt, das gemäß der vorliegenden Erfindung gebaut ist, und bei dem Leitungsdrosselung eingesetzt wird. Die mit suspendierten Feststoffen (und/oder emulgierten Ölen) belastete Flüssigkeit, die gefiltert werden soll, fließt durch ein Filterröhrenmodul 10 in die durch die Pfeile dargestellte Richtung. Zu Röhrenmodul 10 gehört, wie dargestellt, eine einzelne mikroporöse Filterröhre 11 (z.B. eine HYPODERM" '-Röhre), die von einer geschlossenen Filtratauffang-Ummantelung 12 umgeben ist. Vorzugsweise gehören zu Röhrenmodulen 10 industrieller Größe eine Vielzahl (bis zu hunderten) Filterröhren 11, die in einem parallelen Röhrenbündel (nicht abgebildet) in einer einzelnen Ummantelung 12 angeordnet sind. Eine herkömmliche Einlaß- (Zirkulations-)Pumpe (nicht abgebildet) erzeugt den notwendigen Einlaßdruck (P&sub1;) und die Flüssigkeitsfließgeschwindigkeit (V&sub1;) in der Zuflußleitung 13.
  • Ein Teil der Flüssigkeit wird seitlich durch die Wand der Filterröhre 11 in die durch die Pfeile dargestellte Richtung permeiert, wodurch, wie bereits erläutert, wenigstens ein Teil der Feststoffe/emulgierten Öle an der Innenseite der Röhre 11 als eine dynamische Membran (nicht abgebildet) angelagert wird. Die durch die Filterröhre 11 permeierte Flüssigkeit (d.h. das Filtrat) wird in der geschlossenen Ummantelung 12, die die Filterröhre 11 umgibt, aufgefangen, und die aufgefangene Flüssigkeit wird aus der Ummantelung 12 durch eine Öffnung 14 entnommen, die durch die Ummantelung verläuft, und mit der Reinwasser-(Filtrat)Leitung 15 verbunden ist. Der Filtrataustrittsdruck in der Reinwasserleitung 15, der mit (P&sub3;) bezeichnet wird, ist bei herkömmlichen Querstromfilteranlagen im wesentlichen Null.
  • Der Teil der Flüssigkeit, der nicht durch die Wand der Filterröhre 11 permeiert wird, tritt, wie abgebildet, über Öffnung 16 in der Ummantelung 12 und über die Austrittsleitung 17, die damit verbunden ist, mit einer mit V&sub2; bezeichneten Geschwindigkeit und einem mit P&sub2; bezeichneten Druck aus dem Modul 10 aus. Ein herkömmliches Gegendruckventil 18, das sich in der Austrittsleitung 17 befindet, erzeugt, wie in der Technik bekannt, einen Netto-Überdruck in der Filterröhre 11.
  • Die Drosselung der Reinwasserleitung wird erreicht, indem ein Durchflußregler (z.B. ein Griswald-Durchflußregler - nicht abgebildet -) oder ein Druckregler 20 und ein Ventil 19, wie abgebildet, hintereinander in der Reinwasserleitung 15 angeordnet werden, und Ventil 19 teilweise geschlossen wird. Die Drosselung der Reinwasserleitung kann eingesetzt werden, um eine gleichbleibende Durchflußgeschwindigkeit über die gesamte Dauer eines Filtrationsdurchlaufes beizubehalten, indem das Druckdifferential
  • (d. h., ΔP = P&sub1; + P&sub2;/2 - P&sub3; = der Antriebsdruck)
  • während des gesamten Durchlaufes kontinuierlich erhöht wird. Das Druckdifferential kann erhöht werden, indem der Wert von P&sub3; durch Drosselung des auf die Reinwasserleitung 15 wirkenden Drucks verringert wird (unter Verwendung von Ventil 19 und Druckregler 20).
  • Wenn, beispielsweise der Druck P&sub1; des Filterröhreneinlasses anfänglich 2,07 x 10&sup5; N/m² beträgt, ist der anfängliche Reinwasserleitungsdruck P&sub3; bei herkömmlichen Querstromfiltrationsvorrichtungen 0 psi, so daß das anfängliche Druckdifferential ΔP (Antriebsdruck) annähernd 2,07 x 10&sup5; N/m² beträgt. Bei derartigen herkömmlichen Vorrichtungen bleibt das Druckdifferential über die Zeit im wesentlichen gleich, so daß das Druckdifferential am Ende des Filtrationsdurchlaufes weiterhin in der Größenordnung 2,07 x 10&sup5; N/m² liegt. Die Durchflußgeschwindigkeit nimmt, wie bereits angemerkt, im Verlauf von herkömmlichen Filtrationsdurchläufen schnell ab, bis der Plateau-Durchfluß erreicht ist.
  • Die Erhöhung des Durchflusses wird erreicht, indem der Druck der Reinwasserleitung gedrosselt wird, wozu Druckregler 20 und Ventil 19 verwendet werden. Wenn, bezugnehmend auf das obenerwähnte hypothetische Beispiel, der Druck P&sub1; des Filterröhreneinlasses zu Beginn des Filtrationdurchlaufes 2,07 x 10&sup5; N/m² beträgt, kann der anfängliche Druck P&sub3; der Reinwasserleitung bei der vorliegenden Erfindung gedrosselt werden, so daß das Anfangs-Druckdifferential erzeugt wird, das für die Erzeugung einer gleichbleibenden Durchflußgeschwindigkeit beim Anfahren erforderlich ist. P&sub3; kann beispielsweise auf anfänglich 20 psi gedrosselt werden, so daß ein Anfangs-Druckdifferential von 3,4 x 10&sup4; N/m² entsteht. Die Durchflußgeschwindigkeit wird auf der Grundlage praktischer wirtschaftlicher Erwägungen ausgewählt, die sich aus der jeweiligen speziellen Filtrationsanwendung ergeben; in jedem Fall ist sie jedoch höher als der Plateau-Durchfluß, der erreicht wird, wenn keine Reinwasserdrosselung erfolgt. So ist, trotz der Tatsache, daß die Anfangs-Durchflußgeschwindigkeit bei der vorliegenden Erfindung aufgrund der Drosselung der Reinwasserleitung niedriger ist, die zeitgemittelte Durchflußgeschwindigkeit über den gesamten Durchlauf höher als bei herkömmlichen Anlagen.
  • Bei fortschreitendem Filtrationsdurchlauf kann der Reinwasserleitungs-(Drosselungs-)Druck P&sub3; kontinuierlich verringert werden, wodurch das Druckdifferential (ΔP) verringert wird, um die Durchflußgeschwindigkeit auf dem gewünschten gleichbleibenden Wert zu halten. Bei weiter fortschreitendem Durchlauf erhöht sich schließlich der Antriebsdruck ΔP auf den Wert des Durchschnitts des Einlaßdrucks P&sub1; und des Auslaßdrucks P&sub2;, wobei P&sub3; zum Ende des Filtrationsdurchlaufes auf Null verringert wird. Zu diesem Zeitpunkt ähnelt die Anlage einer herkömmlichen Anlage und es kommt zur Verringerung des Durchflusses auf die Gleichgewichts-(Plateau-)Durchflußgeschwindigkeit. Somit hängt die Auswahl der Werte des Anfangs-Einlaßdrucks P&sub1;, des Anfangs-Reinwasserleitungsdrucks P&sub3; (d.h. des anfänglich wirkenden Drosselungsdrucks) und die gleichbleibende Durchflußgeschwindigkeit von solchen praktischen Aspekten wie der gewünschten Dauer des Filtrationsdurchlaufes (d.h. der Anzahl der Stunden, die die Filtrationsvorrichtung regelmäßig laufen muß, bevor sie zur Reinigung abgestellt wird), dem während derartiger Durchläufe zu reinigenden Flüssigkeitsvolumen und den Kosten für die Einrichtungen zur Erzeugung des Einlaß- und des Drosseldrucks ab.
  • Vorzugsweise liegt bei Röhren-Mikrofiltrationsanlagen, die mit einer Vorrichtung, wie sie oben beschrieben worden ist, hergestellt werden, der Anfangs-Einlaßdruck P&sub1; im Bereich von ca. 1,7 x 10&sup5; N/m² bis ca. 2,8 x 10&sup5; N/m², der Wert des Anfangs-Reinwasser-(Drosselungs-)Drucks P&sub3; im Bereich von ca. 1,38 x 10&sup5; bis ca. 2,4 x 10&sup5; N/m², die untere Grenze von ΔP (Druckdifferential) im Bereich von ca. 1,4 x 10&sup4; bis ca. 4,1 x 10&sup4; N/m² , vorzugsweise jedoch in der Größenordnung von ca. 3,4 x 10&sup4; N/m² , und die obere Grenze von ΔP liegt bei ca. 2,8 x 10&sup5; N/m².
  • Die Drosselung der Reinwasserleitung kann, wie oben beschrieben, vorzugsweise zusammen mit einem anderen neuartigen Durchflußerhöhungsverfahren ausgeführt werden, das wir entwickelt haben, nämlich des langsamen Anfahrens des Fließens der Flüssigkeit quer durch das Filtermedium zu Beginn des Filtrationsdurchlaufes.
  • Das Verfahren der vorliegenden Erfindung umfaßt insbesondere den Schritt des Beginns des Filtrationsdurchlaufes, indem die Fließgeschwindigkeit des Filtrats über einen ausreichend langen Zeitraum von im wesentlichen Null (beim Anfahren) allmählich auf die gewünschte Betriebsfließgeschwindigkeit erhöht wird, um im wesentlichen das unerwünschte Eindringen von aus der Flüssigkeit gefilterten Stoffteilchen in die Filterröhrenmatrix zu verhindern. Wie weiter unten ausführlich erläutert wird, hat sich herausgestellt, daß ein solcher langer Zeitraum vorzugsweise im Bereich von ca. 15 Sekunden bis ca. 60 Sekunden liegt, und noch günstiger im Bereich von ca. 30 Sekunden bis ca. 45 Sekunden. Ein derart langsames Anfahren des Fließens der Flüssigkeit durch das Filtermedium bringt längere Filtrationsdurchläufe (niedrigere Druckdifferentiale ΔP), sowohl zusammen mit der Drosselung der Reinwasserleitung gemäß der vorliegenden Erfindung als auch wenn es allein ausgeführt wird.
  • Vorzugsweise wird ein derartiges langsames Anfahren erreicht, indem der Filtrationsdurchlauf bei voll geschlossenem Drosselventil 19 (Fig. 3) begonnen wird und dann allmählich (und vorzugsweise gleichmäßig) das Ventil 19 über die oben erwähnten Zeiträume geöffnet wird.
  • Drosselung der Reinwasserleitung und/oder langsames Anfahren werden, wie oben beschrieben, vorzugsweise zusammen mit einem weiteren Verfahren zur Erhöhung der Durchflußgeschwindigkeit ausgeführt, nämlich dem Schließen des Reinwasseranschlusses während der Reinigung.
  • Dieses Verfahren umfaßt im einzelnen die Schritte des Reinigens der Oberfläche des Filtermediums vor Beginn des Filtrationsdurchlaufes, indem eine Reinigungslösung seitlich über die Oberfläche des Filtermediums laufen gelassen wird, während gleichzeitig das Druckdifferential ΔP über dem Filtermedium abgestellt wird, vorzugweise, indem jeglicher Fluß von Ummantelung 12 (Fig. 3) abgestellt wird, z.B. indem die Reinwasserleitung 14 geschlossen wird (indem beispielsweise ein nicht abgebildetes herkömmliches Ventil eingesetzt wird), oder indem Ventil 19 in der Reinwasserleitung 15 völlig geschlossen wird. Die Reinigungslösung kann beispielsweise Salzsäure enthalten.
  • Es hat sich herausgestellt, daß die Reinigung mikroporöser HYPO- DERM"'-Filterröhren mit einer Reinigungslösung, die Säure enthält, während die Reinwasseröffnung 14 (Fig. 3) der Auffangummantelung 12 offen gehalten wird, zu Durchflußgeschwindigkeiten führt, die obwohl sie anfangs recht hoch sind, sich mit der Zeit schnell (annähernd exponential) auf unannehmbar niedrige Pegel verringern. Indem die Reinwasseröffnung 14 während der Säurereinigung geschlossen wird, lassen sich erheblich niedrigere Druckdifferentiale erreichen, was zu erhöhten Durchflußgeschwindigkeiten führt. Dieses Verfahren kann, wie bereits beschrieben, allein oder zusammen mit der Drosselung der Reinwasserleitung und/oder langsamem Anfahren ausgeführt werden.
  • Alle der oben beschriebenen Verfahren zur Erhöhung des Durchflusses werden, entweder allein oder kombiniert, vorzugsweise zusammen mit einer herkömmlichen Form der physikalischen Reinigung des Filtermediums durchgeführt. Die Drosselung der Reinwasserleitung, langsames Anfahren und/oder Schließen der Reinwasseröffnung werden z.B. vorzugsweise zusammen mit solchen bekannten physikalischen Reinigungsverfahren wie periodischem Rückspülen oder periodischer Erhöhung der Kreislauf-(Zirkulations-) Geschwindigkeit durchgeführt.
  • Auch periodisches Rückspülen einer Flüssigkeit (vorzugsweise das Filtrat aus der Filtration einschließend) quer durch das Filtermedium, indem die Richtung des Druckdifferentials umgekehrt wird, ist möglich. Die Dauer jedes dieser Rückspülimpulse liegt vorzugsweise bei ca. 2 Sekunden, und das Intervall zwischen Rückspülungen liegt vorzugsweise im Bereich von ca. 1 Minute bis ca. 2 Minuten. Der Rückspüldruck liegt vorzugsweise in der Größenordnung von ca. 3,4 x 10&sup5; N/m².
  • Als Alternative zum Rückspülen, insbesondere in Verbindung mit Mikrofiltration ist es auch möglich, die Zirkulationsgeschwindigkeit der Flüssigkeit seitlich entlang der Oberfläche des Filtermediums periodisch zu erhöhen, wobei die Dauer jeder dieser periodischen Erhöhungen im Bereich von ca. 5 bis ca. 60 Sekunden liegt, und das Intervall zwischen derartigen periodischen Erhöhungen der Geschwindigkeit 20 Minuten nicht überschreitet. Die Zirkulationsgeschwindigkeit wird vorzugsweise auf einen Wert erhöht, der im Bereich von ca. 3,5 bis ca. 7 m/s liegt, wobei Verfahren angewendet werden, wie sie in EP-A-79040 offengelegt werden.
  • Mit einer Anlage in Versuchsgröße 21, die zwei identische 1,4 m lange, in Reihe angeordnete Versuchsfiltrationsmodule 25 mit jeweils 0,258 m² HYPODERM"'-Röhrenfläche (siehe Fig. 4) enthielt, wurden Querstromfiltrationsversuche durchgeführt. Wasser aus einem kleinen Kunststoff-Vorratsbehälter 26 wurden mit ungefähr 1,7 x 10&sup5; N/m² von einer herkömmlichen Zusatzpumpe 27 in die Anlage gepumpt. Der Zusatzstrom 28 wurde mit einem Zirkulationsstrom 29 vom zweiten Modul 25 gemischt, bevor er in einen herkömmlichen Feststoffklassierer/-abscheider 30 eintrat. Die in dem gemischten Strom 31 enthaltenen suspendierten Feststoffe wurden teilweise durch Zentrifugalkraft entfernt und periodisch vom Boden des Abscheiders durch Ventil 32 abgeblasen. Das oben aus dem Abscheider über Leitung 33 austretende Wasser wurde mit einer herkömmlichen Zentrifugal-Umlaufpumpe 34 auf einen durchschnittlichen Einlaßdruck von 1,9 x 10&sup5; N/m² gedrückt, bevor es, wie durch die Pfeile dargestellt, in das Zuleitungsmodul 25 eintrat. Durch die Wände (nicht abgebildet) der HYPODERM"'-Röhren wurde es filtriert und das Filtrat wurde auf Mantelraumseite jedes Moduls 25 aufgefangen und trat durch die Auslaßöffnungen 35, die mit der Reinwasserleitung 36 flüssigkeitsleitend verbunden waren, aus den Modulen aus.
  • Alle Versuche wurden mit einer künstlichen Verunreinigung durchgeführt, nämlich 50 mg Eisen(III)-sulfat in handelsüblicher Qualität pro 1, das dem Leitungswasser im Vorratsbehälter 26 zugesetzt wurde. Das Eisen(III)-sulfat wurde sofort hydrolisiert und bildete eine Suspension von Eisen(III)-hydroxid, das für die Versuche als filterbares Material diente. Derartiges filterbares Material wurde ausgewählt, da es Metallbeschichtungsabfällen ähnelt.
  • Rückspülen wurde durchgeführt, indem einmal pro Minute die Ventile 37 und 32 zwei Sekunden lang geöffnet wurden und das Reinwasserleitungsventil 38 genauso lang geschlossen wurde, wobei Reinwasser als Rückspülflüssigkeit verwendet wurde und ein Antriebsdruck von 3,1 x 10&sup5; N/m² auf die bereits erläuterte Art und Weise verwendet wurde.
  • Die Reinwasserleitung wurde gedrosselt, indem Ventil 39 teilweise geschlossen wurde und Druckregler 40 auf die bereits beschriebene Weise betätigt wurde.
  • Nach jedem Versuch (d.h. nach dem Ende jedes Filtrationsdurchlaufes) wurde die Reinigung vorgenommen, indem eine 1%-ige Säurelösung, die Salzsäure enthielt, von Reinigungstank 41 durch die Module 25 gepumpt wurde.
  • Fig. 6 ist ein Diagramm, das die Versuchsergebnisse darstellt.
  • Wie aus Fig. 6 zu ersehen ist, begann der Nicht-Gleichgewichtsabschnitt des Filterdurchlaufes bei 3297 Litern pro Stunde pro Quadratmeter aktiver Filtermediumoberfläche (l/h/m²) und endete, stabilisiert bei einer Durchflußgeschwindigkeit von 85 l/h/m², nach 2,5 Stunden.
  • Bei ausschließlichem Rückspülen war ein Gleichgewichtsdurchfluß von 2199 l/h/m² zu verzeichnen. Rückspülen zusammen mit Drosselung der Reinwasserleitung ergab, bei einer Zunahme von 6,2%, eine Durchflußgeschwindigkeit von 2329 l/h/m². (Der Grund für das Nachlassen des gedrosselten Ventils mit der Zeit liegt vermutlich darin, daß der Reinwasserdruck nicht ausreichte, um den Durchflußregler 40 ordnungsgemäß funktionieren zu lassen, d.h. der Druckregler benötigte 6,89 x 10&sup4; N/m² stromauf, und die meiste Zeit des Filtrationsdurchlaufes erzeugte unsere Anlage einen Reinwasserleitungsdruck von weniger als 6,89 x 10&sup4; N/m²). Es ist anzumerken, daß sich unterschiedliche absolute Werte der Durchflußgeschwindigkeit ergeben, wenn unterschiedliche Rückspülungshäufrequenzen und -zeiten verwendet werden.
  • Die Erhöhung des Durchflusses, die mit der Drosselung der Reinwasserleitung erreicht wurde, war völlig unerwartet und im Gegensatz zu bisherigen Auffassungen der Fachleute. Hersteller herkömmlicher Querstromfilter unternehmen alle möglichen Anstrengungen, um die Drosselung der Reinwasserleitung zu verhindern. In Fachkreisen wird behauptet, daß Drosselung den Durchfluß verringert, was zutrifft, jedoch nur zu Beginn des Durchlaufes. Was von den Fachleuten nicht erkannt worden ist, ist, daß im gesamten Verlauf eines Filtrationsdurchlaufes (Filtrationszyklus) die zeitgemittelte Durchflußgeschwindigkeit durch Drosselung eigentlich zunimmt. Wir sind der Auffassung, daß der Grund dafür darin liegt, daß die Drosselung den Nicht-Gleichgewichts-Anteil des Filtrationsdurchlaufes aufrechterhält, indem das Druckdifferential (Antriebsdruck) nur so dosiert wird, wie es zur Beibehaltung einer gleichbleibenden Durchflußgeschwindigkeit erforderlich ist. Die Anlagerung von Feststoffen wird, wie auch die auf die dynamische Membran wirkenden Kompressionskräfte, erheblich verringert.
  • Verschiedene zusätzliche Versuchsreihen wurden mit der in Fig. 5 dargestellten Einröhren-Versuchsvorrichtung 44 durchgeführt.
  • Wasser aus einem kleinen Kunststoff-Umlaufbehälter 45 wurde mit ca. 1,35 x 10&sup5; N/m² von einer herkömmlichen Speisepumpe 46 in eine einzelne HYPODERM"'-Röhre 47 mit einem Innendurchmesser von 6 mm und einer Länge von 0,91 m gepumpt, die von einer Filtratauffang-Ummantelung 48 umgeben war und so ein Modul 49 bildete. Das Filtrat wurde auf der Ummantelungsseite 50 des Moduls 49 entnommen und trat über die Austrittsöffnungen 51 in der Ummantelung 48 aus, die flüssigkeitsleitend mit der Reinwasserleitung 52 verbunden waren. Zu Versuchszwecken wurde auch Reinwasser (d.h. Filtrat) zum Vorratsbehälter 45 zurückgeführt, um einen geschlossenen Kreis zu bilden.
  • Wenn nicht anderweitig angemerkt, wurden die Versuche mit 50 mg Eisen(III)-Sulfat in handelsüblicher Qualität pro Liter und 0,2 mg eines kationischen Polymers (Allied 776) durchgeführt, das dem Leitungswasser im Vorratsbehälter 45 zugesetzt wurde. Das Eisen(III)-sulfat wurde sofort hydrolisiert und bildete eine Suspension von Eisen(III)-hydroxid, das für die Versuche als filterbares Material diente. Das Polymer wurde zugesetzt, um das Fließverhalten der Feststoffe zu verbessern.
  • Physikalische Reinigung durch periodische Erhöhung der Zirkulationsgeschwindigkeit (im folgenden als "Perma-Impuls" bezeichnet) wurde durch periodische Erhöhung des Zirkulationsflusses 53 mittels Öffnung des herkömmlichen Ventils 54 erreicht. Die Zirkulationsgeschwindigkeit bewegt sich zwischen 1,34 m/s während der Filtration und 3,8 m/s während des Perma-Impuls-Betriebes. Für diese Versuche wurde die Frequenz zwischen Erhöhungen der Zirkulationsgeschwindigkeit auf 2 Minuten festgelegt und die Dauer jedes Impulses betrug 15 Sekunden.
  • Versuche zum langsamen Anfahren wurden durchgeführt, indem Ventil 55, wie unten beschrieben, nach der Reinigung langsam und gleichmäßig geöffnet wurde.
  • Die Auswirkungen des Schließens der Reinwasseröffnung gegen die Öffnung während der Reinigung wurden untersucht, indem Ventil 55 während des Reinigungszyklus geöffnet bzw. geschlossen wurde.
  • Die Reinigung wurde vor dem Beginn jedes Filtrationsdurchlaufes vorgenommen (d.h. nach jedem Versuch) indem eine säure-enthaltende Reinigungslösung durch den Filterkreis gepumpt wurde. (Der reine Durchfluß wurde von jedem Versuch überprüft, indem man Deionat durch das Modul fließen ließ).
  • Die Ergebnisse einer Versuchsreihe sind in Fig. 7 grafisch dargestellt. Diese Versuche stellen Perma-Impuls zusammen mit Drosselung der Reinwasserleitung und ausschließliche Drosselung der Reinwasserleitung gegenüber. Durch die Drosselung der Reinwasserleitung wurde die Durchflußgeschwindigkeit auf 1,78 x 10³ l/h/m² aktiver Filterröhrenfläche begrenzt. Bei ausschließlicher Drosselung der Reinwasserleitung begann der Durchfluß nach 30 Minuten unter den festgesetzten Punkt zu sinken. Perma-Impuls zusammen mit Reinwasserdrosselung war etwas wirkungsvoller als ausschließliche Drosselung.
  • Die Ergebnisse einer weiteren Versuchsreihe unter Verwendung der Vorrichtung in Fig. 5 sind in Fig. 8 grafisch dargestellt. Bei diesen Versuchen wurden ein Durchlauf mit Perma-Impuls und langsamem Anfahren und ein Durchlauf mit ausschließlich langsamem Anfahren einem Durchlauf ohne jegliche Verfahren zur Erhöhung des Durchflusses gegenübergestellt. Die Perma-Impuls-Versuche wurden, wie hier beschrieben, im langsamen Anfahrbetrieb durchgeführt, bei dem die Reinwasserleitung 52 über den Zeitraum von 1 Minute allmählich geöffnet wurde, wobei Ventil 55 verwendet wurde. Die Perma-Impuls-Frequenz betrug 2 Minuten bei einer Dauer von 15 Sekunden. Durchflüsse aller Durchläufe verringerten sich in ungefähr 90 Minuten auf einen Gleichgewichtswert. Der Gleichgewichtsdurchfluß bei Perma-Impuls und langsamem Anfahren lag ungefähr 30% über dem des Durchlaufes ohne Erhöhung des Durchflusses. Der Gleichgewichts-Durchfluß bei Perma-Impuls lag ungefähr 17% höher als der Gleichgewichtswert des Durchlaufes, der lediglich langsames Anfahren beinhaltete.
  • Fig. 9 ist ein Diagramm, das das Druckdifferential (ΔP) als Funktion der Zeit grafisch darstellt und die Ergebnisse einer weiteren Versuchsreihe unter Verwendung der Versuchsvorrichtung in Fig. 5 zeigt. Bei diesen Versuchen wurde das langsame Anfahren durch allmähliches Öffnen des Reinwasseleitungsventils 55 über verschiedene Zeiträume untersucht. Die Durchflußgeschwindigkeit wurde, wie hier beschrieben, durch Drosselung der Reinwasserleitung konstant gehalten. Wie zu sehen ist, werden die positiven Auswirkungen langsamen Anfahrens hinsichtlich eines niedrigeren Antriebsdrucks (ΔP) bei Anfahrzeiten erreicht, die im Bereich von ca. 15 Sekunden bis ca. 45 Sekunden lagen, wobei die besten Ergebnisse erzielt wurden, wenn das Reinwasserleitungsventil 55 über einen Zeitraum von 45 Sekunden allmählich und gleichmäßig geöffnet wurde. Diese Versuche wurden mit Meerwasser plus 50 ppm Aluminiumsulfat als filterbares Material durchgeführt, und es wurde (wie bereits beschrieben) Rückspülen bei einer Frequenz von 60 Sekunden und einer Dauer von 2 Sekunden angewendet (Rückspülpumpe nicht abgebildet).
  • Es hat sich, wie bereits erläutert, ein überraschender Effekt ergeben, der daraus resultiert, daß die Reinwasseröffnung 51 oder das Reinwasserleitungsventil 55 während der Säurereinigung der Filtrationsröhren geschlossen gelassen werden. Es hat sich herausgestellt, daß, wenn die Reinwasserleitung 51 während der Reinigung offen ist, das Anfangs- (Zeit Null) Druckdifferential bei weitem höher ist als das Anfangs-ΔP, das bei geschlossener Reinwasseröffnung erreicht wurde. Das Druckdifferential erhöht sich mit der Zeit auch schneller, wenn die Reinwasseröffnung 51 während der Reinigung offen gelassen wird. Ohne dieses Durchflußerhöhungsverfahren hat es sich oft erwiesen, daß das Grenz- Druckdifferential (ΔP) in nur 3 oder 4 Stunden (bei gleichbleibender Durchflußgeschwindigkeit) erreicht wird. Dagegen stehen 12 oder mehr Stunden, die normalerweise mit diesem speziellen erfindungsgemäßen Verfahren zur Erhöhung Durchflußgeschwindigkeit erreicht werden.
  • Fig. 10 ist ein Diagramm, das das Druckdifferential (ΔP) als Funktion der Zeit grafisch darstellt und die Ergebnisse einer zusätzlichen Versuchsreihe unter Verwendung der Versuchsvorrichtung in Fig. 5 zeigt. Bei diesen Versuchen wurde ein Filtrationsdurchlauf nach der Säurereinigung, bei der Reinwasserleitungsventil 55 geöffnet war, einem Filtrationsdurchlauf nach der Säurereinigung gegenübergestellt, bei der Reinwasserleitungsventil 55 geschlossen war. Die positiven Ergebnisse beim Schließen der Reinwasseröffnung während der Säurereinigung sind leicht zu erkennen, insofern als ein niedrigerer Antriebsdruck (ΔP) zu verzeichnen ist. Die Versuchsbedingungen stimmten, einschließlich der Verwendung von Rückspülung, im wesentlichen mit den oben im Zusammenhang mit Fig. 9 beschriebenen überein.
  • Damit Querstromfilter möglichst wirkungsvoll arbeiten, muß eine bestimmte minimale Konzentration an suspendierten Feststoffen vorhanden sein. Unterhalb dieses Minimums werden einzelne Poren der Röhre von einzelnen Teilchen versperrt (Sperrfiltration). Das führt zur schneller Durchflußverringerung. Oberhalb dieses Minimums werden die Teilchen selbsttragend und bilden einen Filterkuchen über den Poren der Röhre. Bei Kuchenfiltration wird die Röhrenmatrix nicht versperrt. Das ist der erwünschte Filtrationsmechanismus, da der Widerstand durch den Kuchen minimal ist, durch eine teilweise versperrte Röhrenmatrix hingegen maximal. Diese Theorie liegt der Schließung der Reinwasseröffnung während der Reinigung gemäß der vorliegenden Erfindung zugrunde. Die Reinigungslösung löst die Masse der Feststoffe im Umlaufstrom und kann zu einer Feststoffkonzentration unterhalb der für die Auslösung der Kuchenfiltration erforderlichen führen. Wenn die Reinwasserleitung offen ist und Säure durch die Röhrenwände fließt, kann die Matrix verstopft werden.
  • Diese Anmeldung ist aus der Anmeldung 84102529.9 ausgegliedert.

Claims (2)

1. Verfahren zur Erhöhung des zeitgemittelten Durchflusses einer Flüssigkeit durch ein poröses Filtermedium (11, 47) bei der Querstromfiltration über die Dauer eines Filtrationslaufs, das einen Schritt umfaßt, bei dem Flüssigkeit quer durch das Filtermedium (11, 47) fließt, indem eine Druckdifferenz über dem Filtermedium (11, 47) erzeugt wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Verfahren den weiteren Schritt umfaßt, daß man den Filtrationslauf beginnt, indem man die Fließgeschwindigkeit des Filtrats von iin wesentlichen Null auf die gewünschte Betriebsfließgeschwindigkeit über eine Zeitdauer von wenigstens 15 Sekunden ansteigen läßt, um so im wesentlichen das Eindringen von Partikeln des zu filternden Materials aus der Flüssigkeit in das Filtermediuin (11, 47) als solches zu verhindern.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zeitdauer zwischen 15 bis 45 Sekunden beträgt.
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