DE348331C - Verfahren zur Behandlung von den Koksofen verlassendem Koks - Google Patents

Verfahren zur Behandlung von den Koksofen verlassendem Koks

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B39/00Cooling or quenching coke
    • C10B39/04Wet quenching

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  • Materials Engineering (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coke Industry (AREA)

Description

  • Verfahren zur Behandlung von den Koksofen verlassendem Koks. Es ist wiederholt versucht worden, den aus den Öfen in eine geschlossene Löschkammer gedrückten Kokskuchen in dieser Kammer stehend abzulöschen. Eine gute Löschung kennte aber dabei bisher nicht erzielt werden, da es nicht möglich war, den Koks vollkommen zu löschen, ohne ihn dabei zu übernässen. Bei diesen Versuchen hat man den Kokskuchen stets mit Wasser abgebraust, und da dieses Abbrausen so lange fortgesetzt werden mußte, bis der letzte Rest des Feuers vernichtet war, nahm das Löschen eine lange Zeit in Anspruch und erzeugte zu nassen Koks.
  • Es ist nun festgestellt worden, daß entgegen den bisherigen Annahmen das Ablöschen eines in einer Kammer stehenden Kokskuchens doch möglich ist, wenn man den Kuchen ganz in Wasser eintaucht. Dann läßt sich eine schnelle und sichere Ablöschung erzielen, und man kann das Übernässen des Koks vermeiden.
  • An sich ist es wohl bekannt, glühenden Koks durch Eintauchen in ein Wasserbad abzulöschen; aber dabei wurden bisher Kokshaufen in großer Schutthöhe in einem Löschgefäß in das Wasser eingetaucht, und es entstanden dabei starke, zu schädlicher Zerkleinerung der Koksstücke führende Erschütterungen sowie Explosionen, weil die beim Eintauchen sich sehr schnell entwickelnden Dampftnengen aus dem Koksharfen nicht schnell genug entweichen konnten und sich außerdem an dem urbenetzten glühenden Koks teilweise zersetzten. Bei dem Eintauchen des stehenden Kokskuchens tritt dieser 'Übelstand nicht ein, weil die Löschdämpfe seitlich sowie durch die Garungsnaht schnell genug abziehen können. Zweckmäßig gibt man, um dieses Abziehen zu erleichtern, der Löschkammer eine größere Breite als der Ofenkammer, so daß an den Längsseiten zwischen Kokskuchen und Löschkammerwänden ein verhältnismäßig großer Raum zum Abführen der Löschdämpfe frei bleibt. Man kann den Kuchen in der Löschkammer dabei durch einzelne Führungsleisten stützen.
  • Wenn es sich um sehr hohe Kokskuchen handelt, so wird zweckmäßig das Löschwasser von oben durch Überfluten des Kokskuchens zugeführt, weil dann das Ablöschen schneller erfolgt und die Entwicklung von Wassergas sicher verhindert wird. In der Zeichnung ist eine Ausführungsform einer Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens dargestellt. Es zeigen: Abb. t einen Längsschnitt durch den Koksplatz mit darauf befindlicher Löschkammer.
  • Abb.2 einen Ouerschnitt der Löschkammer.
  • Auf dem Koksplatz a ist vor den Öfen b quer verfahrbar in bekannter Weise die Löschkammer c angeordnet, welche den gesamtenKokskuchen d stehend aufnimmt. An beiden Stirnseiten kann die Kammer durch Türen e und f abgeschlossen werden. Nach dem Einschieben des Kokskuchens -werden die Türen geschlossen, und es wird dann die Löschkammer mit Wasser gefüllt, so daß der Kuchen vollkommen eintaucht und schnell gelöscht wird. Sodann-wird das Wasser, beispielsweise durch Öffnen der Verschlußtüren, abgelassen und in beliebiger bekannter Weise der Kokskuchen über ein Sieb g in den Eisenbahnwagen lt befördert. Die Kammer c hat eine größere Breite als die Kokskammer b, so daß zwischen dem Kuchen d und den Seitenwänden Zwischenräume i, k frei bleiben, durch welche der Löschdampf schnell entweichen kann. An den Längswänden können Führungsleisten angebracht sein.
  • Es ist eine Kokslöschvorrichtung bekannt, bei welcher der Kokskuchen stehend in einer geschlossenen, mit Dampfableitungsrohr versehenen Kammer dadurch gelöscht werden soll, daß zunächst die äußeren Schichten des Kuchens mit darüberfließendem Wasser und dann die inneren Teile mit Dampf gelöscht werden. Dieser Löschweise gegenüber hat das neue Verfahren den Vorzug, daß bei ihm Explosionen ausgeschlossen sind und mit Sicherheit eine vollkommene Ablöschung auch der inneren Teile des Kokskuchens erzielt und damit das Verladen noch glühender Koksteile vermieden wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Behandlung von den Koksofen verlassendem Koks, dadurch gekennzeichnet, daß der Kokskuchen zum Ablöschen in einer oben offenen Kammer aufrechtstehend in Wasser ersäuft wird.
DENDAT348331D Verfahren zur Behandlung von den Koksofen verlassendem Koks Expired DE348331C (de)

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