DE3423484C2 - Analysatoranordnung zur Verarbeitung eines Originalsignals und Anordnung zur Synthese von N+1 Mengen von Abtastwerten - Google Patents
Analysatoranordnung zur Verarbeitung eines Originalsignals und Anordnung zur Synthese von N+1 Mengen von AbtastwertenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Signalverarbeitungs
einrichtung zur Signalanalyse und/oder -synthese. Im ein
zelnen verwendet die erfindungsgemäße Signalverarbeitungs
einrichtung eine Pipeline-Struktur, um in verzögerter
Realzeit das Frequenzspektrum einer Informationskomponente
(die ein oder mehrere Dimensionen hat) eines gegebenen
zeitlichen Signals zu analysieren, dessen höchste interes
sierende Frequenz nicht größer als f₀ ist, und/oder in
verzögerter Realzeit ein solches zeitliches Signal aus
seinem analysierten Frequenzspektrum zu synthetisieren.
Die Erfindung eignet sich insbesondere, ohne jedoch hierauf
beschränkt zu sein, für die in verzögerter Realzeit erfol
gende Bildverarbeitung der zweidimensionalen Raumfrequenzen
von Fernsehbildern, die durch ein zeitliches Videosignal
definiert sind.
Es ist viel Arbeit in die Entwicklung eines Modells für
das menschliche Sehen gesteckt worden. Man hat herausge
funden, daß das optische Wahrnehmungssystem des Menschen
eine primitive Zerlegung leuchtender Bilder in Raumfre
quenzen vornimmt, indem die Raumfrequenzinformation in
einer Anzahl kontinuierlicher, sich überlappender Raum
frequenzbänder unterteilt wird. Jedes Band ist grob ge
rechnet eine Oktave breit, und die Mittenfrequenz jedes
Bandes unterscheidet sich von derjenigen des Nachbarbandes
in etwa um den Faktor 2. Forschungsergebnisse lassen
darauf schließen, daß es etwa sieben Bänder oder Kanäle
gibt, die den 0,5 bis 60 Perioden/Grad Raumfrequenzbereich
des menschlichen optischen Wahrnehmungssystems überdecken.
Die Bedeutung dieser Erkenntnis liegt darin, daß eine
Raumfrequenzinformation, die um mehr als den Faktor 2 von
der anderen Raumfrequenzinformation entfernt liegt, vom
optischen Wahrnehmungssystem des Menschen unabhängig ver
arbeitet wird.
Es hat sich ferner gezeigt, daß die im optischen Wahr
nehmungssystem des Menschen vorgenommene Raumfrequenzver
arbeitung räumlich lokalisiert ist. Die Signale innerhalb
jedes Raumfrequenzkanales werden daher über kleine Unter
bereiche des Bildes verarbeitet. Diese Unterbereiche über
lappen sich gegenseitig und sind grob gesehen zwei Perioden
- bei einer speziellen Frequenz - breit.
Benutzt man als Testmuster ein sinusförmiges Gitter, dann
zeigt sich, daß die Schwellwert-Kontrast/Empfindlichkeits
funktion für das Sinus-Gittermuster schnell abfällt, wenn
die Raumfrequenz des Sinus-Gitterbildes vergrößert wird.
Das bedeutet, daß man bei hohen Raumfrequenzen einen hohen
Kontrast sehen muß (≃20% bei 30 Perioden/Grad), daß jedoch
bei niedrigen Raumfrequenzen nur ein relativ geringer Kon
trast gesehen werden muß (≃0,2% bei 3 Perioden/Grad).
Es hat sich herausgestellt, daß die Fähigkeit des mensch
lichen optischen Wahrnehmungssystems, eine Änderung im
Kontrast eines Sinus-Gitterbildes wahrzunehmen, die ober
halb der Schwelle liegt, auch bei niedrigeren Raumfre
quenzen besser ist als bei höheren Raumfrequenzen. Um eine
Kontraständerung in 75% aller Fälle richtig zu unterschei
den, benötigt ein normaler Mensch bei einem Sinus-Gitter
von 3 Perioden/Grad eine Kontraständerung von 12%, bei
einem Gitter von 30 Perioden/Grad dagegen eine Kontrast
änderung von 30%.
Der mit den obengenannten Eigenschaften
des menschlichen optischen Wahrnehmungssystems vertraute Autor Dr. Peter J. Burt hat
einen Algorithmus entwickelt (nachfolgend als "Burt-
Pyramide" bezeichnet), den er mit Hilfe eines Computers,
ohne Realzeit, verwirklicht hat, um die zweidimensionalen
Raumfrequenzen in einem Bild in eine Mehrzahl getrennter
Raumfrequenzbänder zu analysieren. Jedes Raumfrequenz
band, mit Ausnahme des niedrigsten, ist vorzugsweise eine
Oktave breit. Wenn also die höchste interessierende Raum
frequenz des Bildes nicht größer als f₀ ist, dann über
deckt das höchste Frequenzband die Oktave von f₀/2 bis f₀
(mit einer Mittenfrequenz von 3f₀/4), das nächsthöhere
Frequenzband überdeckt die Oktave von f₀/4 bis f₀/2 (mit
einer Mittenfrequenz von 3f₀/8) usw.
Es sei an dieser Stelle auf einige Aufsätze hingewiesen,
deren Autor oder Mitautor Dr. Burt ist und in denen ver
schiedene Aspekte der Burt-Pyramide im einzelnen be
schrieben sind:
"Segmentation and Estimation of Image Region Properties Through Cooperative Hierarchial Computation", von Peter J. Burt u. a., IEEE Transactions on Systems, Man, and Cybernetics, Band SMC-11, Nr. 12, 802-809, Dezember 1981.
"Segmentation and Estimation of Image Region Properties Through Cooperative Hierarchial Computation", von Peter J. Burt u. a., IEEE Transactions on Systems, Man, and Cybernetics, Band SMC-11, Nr. 12, 802-809, Dezember 1981.
"The Laplacian Pyramid as a Compact Image Code" von
Peter J. Burt u. a., IEEE Transactions on Communications,
Band COM-31, Nr. 4, 532-540, April 1983.
"Fast Algorithms for Estimating Local Image Properties",
von Peter J. Burt, Computer Vision, Graphics, and Image
Processing 21, 368-382 (1983).
"Tree and Pyramid Structures for Coding Hexagonally Sampled
Binary Images" von Peter J. Burt, Computer Graphics and
Image Processing 14, 271-280 (1980).
"Pyramid-based Extraction of Local Image Features with
Applications to Motion and Texture Analysis" von Peter
J. Burt, SPIE, Band 360, 114-124.
"Fast Filter Transforms for Image Processing" von
Peter J. Burt, Computer Graphics and Image Processing
16, 20-51 (1981).
"A Multiresolution Spline with Applications to Image
Mosaics" von Peter J. Burt u. a., Image Processing
Laboratory, Electrical, Computer, and Systems Engineering
Department, Rensselaer Polytechnic Institute, Juni 1983.
"The Pyramid as a Structure for Efficient Computation"
von Peter J. Burt, Image Processing Laboratory, Electrical
and Systems Engineering Department, Rensselaer Polytechnic
Institute, Juli 1982.
Der Burt-Pyramiden-Algorithmus verwendet spezielle Abtast
techniken zum Analysieren eines Originalbildes mit relativ hoher Auf
lösung in eine Hierarchie von
N (wobei N eine ganze Zahl <1 ist = plural integer) ge
trennten Komponentenbilder (von denen jedes ein Laplacesches
Bild, das eine andere Oktave der Raumfrequenzen des Original
bildes umfaßt) plus ein restliches Gaußsches Bild ist (welches
aus sämtlichen Raumfrequenzen des Originalbildes unterhalb
des Laplaceschen Komponentenbildes der untersten Oktave
besteht). Der hier benutzte Ausdruck "Pyramide" be
zieht sich auf die sukzessive Reduzierung der Raumfrequenz
bandbreite und Abtastdichte jeder der Hierarchie der Kom
ponentenbilder beim Fortschreiten von dem Komponentenbild
der höchsten Oktave zu demjenigen der niedrigsten Oktave.
Ein erster Vorteil des Burt-Pyramiden-Algorithmus besteht
in der Möglichkeit, das ursprüngliche hoch aufgelöste Bild
aus Komponentenbildern und dem Restbild zu synthetisieren,
ohne daß durch Aliasing-Effekte Störraumfrequenzen einge
führt würden. Ein zweiter Vorteil des Burt-Pyramiden-
Algorithmus besteht darin, daß die Raumfrequenzbandbreite
einer Oktave jeder der Hierarchie der Komponentenbilder
zu den Eigenschaften des menschlichen optischen Wahrneh
mungssystems paßt, wie bereits oben erläutert wurde. Da
durch wird es möglich, die Raumfrequenzen einzelner Komponentenbilder der
Hierarchie auf verschiedene unab
hängige Weise selektiv zu verarbeiten oder zu verändern
(also ohne daß die Signalverarbeitung irgend eines Kompo
nentenbildes irgendein anderes Komponentenbild nennens
wert beeinflussen würde), um irgendeinen anderen gewünsch
ten Effekt in dem synthetisierten Bild, das aus den ver
arbeiteten Komponentenbildern gebildet wird, hervorzuheben
oder zu erzeugen. Ein Beispiel für einen solchen gewünsch
ten Effekt ist die Mehrfach-Auflösungs-Verzahnungstechnik,
die im einzelnen im obengenannten Aufsatz "A Multireso
lution Spline with Applications to Image Mosaics" beschrie
ben ist.
Bisher ist der Burt-Pyramiden-Algorithmus mit Hilfe eines
digitalen Allzweck-Computers verwirklicht worden, jedoch
nicht in Realzeit. Die Größe jedes Bildelementabtastwertes
eines Originalbildes wird durch eine Mehrbitzahl (bei
spielsweise 8 Bit) dargestellt, die an einem individuellen
Adressenplatz eines Computerspeichers gespeichert wird.
Beispielsweise benötigt ein relativ hochaufgelöstes zwei
dimensionales Originalbild aus 2⁹ (512) Bildelementabtast
werten in jeder seiner beiden Dimensionen einen großen
Speicher von 2¹⁸ (262144) Adressenspeicherplätzen zur
Speicherung jeder der Mehrbitzahlen, welche die Pegel der
jeweiligen Bildelementabtastwerte darstellen, aus denen
das Originalbild besteht. Das im Speicher gespeicherte
Originalbild kann von einem digitalen Computer nach dem
Burt-Pyramiden-Algorithmus verarbeitet werden. Dabei wer
den Mehrfachschritte ausgeführt wie Falten von Bildele
mentabtastwerten mit einer vorbestimmten Kern- oder Rumpf
gewichtsfunktion, Abtastwertdezimierung, Abtastwert
expansion durch Interpolation und Abtastwertsubtraktion.
Die Größe der Kernfunktion (in jeder oder in mehreren
Richtungen) ist relativ klein (in der Anzahl der Bildele
mente ausgedrückt) im Vergleich zur Größe in jeder Dimen
sion des gesamten Bildes. Der Unterbereich oder das Fen
ster der Bildelemente (die hinsichtlich Größe gleich der
Kernfunktion sind und ihrerseits symmetrisch um jedes Bild
element liegen) wird mit der Kerngewichtsfunktion multipli
ziert und in einem Faltungsrechenvorgang summiert.
Die Kerngewichtsfunktion wird so gewählt, daß sie wie ein
Tiefpaßfilter für die mehrdimensionalen Raumfrequenzen des
gefalteten Bildes wirkt. Die nominelle Grenzfrequenz (in
der Filtertechnik auch als Eckfrequenz bezeichnet) der
Tiefpaßfilter-Kennlinie, die sich in jeder Dimension aus
der Kernfunktion ergibt, wird bei praktisch der Hälfte der
höchsten interessierenden Frequenz in dieser Dimension des
gefalteten Signals gewählt. Jedoch braucht diese Tiefpaß
filter-Kennlinie keinen steilen Abfall bei einer gegebenen
Grenzfrequenz zu haben, sondern der Abfall kann relativ
allmählich vor sich gehen, wobei dann die nominelle Grenz
frequenz all diejenige Frequenz definiert ist, bei welcher
eine vorbestimmte Dämpfung (beispielsweise 3 dB) auftritt.
Filter mit einem weniger steilen Abfall können benutzt wer
den, weil die Burt-Pyramide von Haus aus das Auftreten
störender Frequenzen infolge von Aliasing-Effekten kompen
siert, die bei einer graduell abfallenden Tiefpaßfilter-
Kennlinie auftreten. Das Faltungsbild wird dezimiert durch
effektives Unterdrücken jedes zweiten gefalteten Bildele
mentes in jeder der nacheinander betrachteten Dimensionen
des Bildes, wobei die Anzahl der Bildelemente im gefalte
ten Bild in jeder seiner Dimensionen um die Hälfte redu
ziert wird. Da ein Bild üblicherweise zweidimensional ist,
besteht das gefaltete dezimierte Bild aus nur einem Viertel
der Anzahl der Bildelemente, welche das Bild vor einer
solchen Dezimierung enthält. Die verringerte Anzahl der
Bildelementabtastwerte dieses gefaltet dezimierten Bildes
(welches als Gaußsches Bild bezeichnet wird) wird in einem
zweiten Speicher gespeichert.
Beginnend mit den gespeicherten Bildelement-Abtastwerten
des Originalbildes wird der erwähnte Faltungsdezimierungs
vorgang iterativ N mal durchgeführt (wobei N eine ganze
Zahl <1 ist), so daß man (N+1) Bilder erhält, die aus dem
hochaufgelösten Originalbild und einer hierarchischen
Pyramide von N zusätzlichen Gaußschen Bildern mit reduzier
ter Auflösung bestehen, wobei die Anzahl der Bildelement
abtastwerte (Abtastwertdichte) in jeder Dimension jedes zu
sätzlichen Bildes nur halb so groß wie die Anzahl der
Bildelemente in jeder Dimension des unmittelbar vorangehen
den Bildes ist. Wenn das hochaufgelöste gespeicherte Origi
nalbild mit G₀ bezeichnet wird, dann kann die Hierarchie
von N gespeicherten zusätzlichen Bildern mit G₁ bis GN be
zeichnet werden, wobei die zunehmend reduzierte Anzahl von
Bildelementabtastwerten jedes dieser N zusätzlichen Bilder
in einem getrennten von N Speichern abgespeichert wird.
Beim Zählen des gespeicherten Originalbildes kommt man also
auf eine Gesamtzahl von N+1 Speichern.
Gemäß einer nicht in Realzeit erfolgenden Realisierung des
Burt-Pyramiden-Algorithmus besteht die nächste Berechnungs
prozedur in der Erzeugung zusätzlicher Interpolationsabtast
werte zwischen jedem Paar gespeicherter Bildelemente G₁ in
jeder Dimension des Bildes, so daß die reduzierte Abtast
wertdichte des gespeicherten Bildes G₁ wieder zur Abtast
dichte des ursprünglichen gespeicherten Bildes G₀ expan
diert wird. Der Digitalwert jedes der Bildelementabtast
werte des expandierten Bildes G₁ wird dann von dem ge
speicherten Digitalwert des entsprechenden Bildelementab
tastwertes des Originalbildes G₀ subtrahiert zu einem
Differenzbild (das als Laplacesches Bild bezeichnet wird).
Dieses Laplacesche Bild (L₀), das dieselbe Abtastwert
dichte wie das Originalbild G₀ hat, besteht aus denjenigen
Raumfrequenzen, die im ursprünglichen Bild innerhalb der
Oktave f₀/2 bis f₀ plus häufig einer kleinen Fehlerkompen
sationskomponente für niedrigere Raumfrequenzen liegen,
die einem Informationsverlust entspricht, welcher durch den
Dezimierungsschritt bedingt ist, der bei der Ableitung des
Bildes G₁ reduzierter Abtastdichte vorgenommen worden ist
und bei der Einführung der Interpolations-Abtastwerte, die
bei der Expandierung der Abtastwertdichte wieder zu der
jenigen des Originalbildes G₀ auftritt. Dieses Laplacesche
Bild L₀ ersetzt dann das ursprüngliche Bild G₀ im Speicher
in den ersten der N+1 Pyramidenspeicher.
Durch Iteration dieses Verfahrens wird in gleicher Weise
wiederum eine Hierarchie abgeleitet, die aus N-1 zusätz
lichen Laplaceschen Bildern L₁ bis LN-1 besteht, und in
einen entsprechenden zusätzlicher N-1 Speicher einge
schrieben, in welchen die Gaußschen Bilder G₁ bis GN-1 ge
speichert sind (wobei im Speicher die Gaußschen Bilder G₁
bis GN-1 ersetzt werden). Das Gaußsche Bild GN (mit der
am stärksten reduzierten Abtastwertdichte) wird nicht in
seinem entsprechenden Speicher durch ein Laplacesches Bild
ersetzt, sondern bleibt in diesem gespeichert als Gaußscher
Rest, der aus den niedrigsten Raumfrequenzen des Original
bildes besteht (also aus denjenigen unterhalb der Oktave
LN-1).
Der Burt-Pyramiden-Algorithmus erlaubt eine Speicherung
des Originalbildes ohne Aliasing-Effekte durch ein itera
tives Rechenverfahren aus mehreren Schritten der Expandierung
des gespeicherten Restbildes GN auf die Abtastwertdichte des
Bildes LN-1 und anschließendes Addieren dieses Bildes zum ge
speicherten Laplaceschen Bild LN-1 für die Ableitung eines
Summenbildes. Dieses Summenbild wird in ähnlicher Weise expan
diert und zum Laplaceschen Bild LN-2 addiert usw., bis das ur
sprüngliche hochaufgelöste Bild synthetisiert ist durch Summa
tion aller Laplaceschen Bilder und des Restbildes. Nach der
Analyse eines oder mehrerer Originalbilder in N Laplacesche
Bilder und einen Gaußschen Rest kann man irgendeinen speziellen
gewünschten Bildverarbeitungs- oder -veränderungsschritt vor
nehmen (wie etwa eine Bildverzahnung), ehe ein komplettes hoch
auflösendes Bild daraus synthetisiert wird.
Die nicht in Realzeit erfolgende Realisierung des Burt-
Pyramiden-Algorithmus durch Computerverarbeitung ist wirkungs
voll bei der Verarbeitung fester Bildinformation. Sie ist
jedoch nicht anwendbar zur Analyse fortlaufend auftretender
Bilder, die sich zeitlich ständig ändern (also aufeinander
folgender Videobilder beim Fernsehen).
Aus dem Artikel von John Conover "Einführung in die Technik von
Abtastfiltern" in der Zeitschrift "nachrichten elektronik" Nr.
35, (1981) Heft 7, Seiten 270 bis 272, sind Abtastfilter be
kannt, welche analoge Kurvenzüge punktweise abtasten und in
Vermittlungssystemen, insbesondere im Zusammenhang mit Codec-
Schaltungen verwendet werden, wo eine Frequenzaufbereitung er
forderlich ist. Derartige Abtastfilter bestehen aus einer
Reihenschaltung von Laufzeitstufen, durch welche das Signal
schrittweise durchgetaktet wird. Nach jeder Laufzeitstufe wird
das dort ankommende Signal über eine Gewichtungsschaltung aus
gekoppelt, und die Ausgänge sämtlicher Gewichtungsschaltungen
werden in einer Summierungsschaltung zum gefilterten Signal
zusammengefaßt.
Die Aufgabe der Erfindung besteht in der Angabe von Maßnahmen,
welche auch eine Analysierung bzw. eine Synthetisierung eines
fortlaufenden Zeitsignals, insbesondere aufeinanderfolgend auf
tretender, sich zeitlich verändernder Bilder erlauben, also in
einer Realzeitrealisierung des Burt-Pyramiden-Algorithmus.
Ausgehend von Einrichtungen, wie sie durch den bereits erwähn
ten Aufsatz "The Laplacian Pyramid as a Compact Image Code" des
Autors Peter J. Burt bekanntgeworden und in den Oberbegriffen
der Ansprüche 1 und 7 vorausgesetzt sind, wird diese Aufgabe
durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 angegebenen
Merkmale gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung
sind in Unteransprüchen 2 bis 6 bzw. 8 und 9 beschrieben.
Die Erfindung verwendet in einer Reihenfolge angeordnete
Signalübertragungsschaltungen, die auf diese Weise eine
sog. Pipeline-Struktur bilden, um in verzögerter Real
zeit das Frequenzspektrum einer Informationskomponente
(die ein oder mehrere Dimensionen hat) eines gegebenen
zeitlichen Signals zu analysieren, dessen höchste interes
sierende Frequenz nicht größer als f₀ ist, und/oder in
verzögerter Realzeit ein solches zeitliches Signal aus
seinem analysierten Frequenzspektrum zu synthetisieren.
Die zu analysierende Informationskomponente des gegebenen
zeitlichen Signals entspricht einer Information mit einer
gegebenen Anzahl von Dimensionen. Die Einrichtung enthält
einen Satz von N nach einer Reihenfolge angeordneten Über
tragungseinrichtungen für abgetastete Signale (wobei N eine
ganze Zahl <1 ist). Jede der Übertragungseinrichtungen
hat einen ersten und einen zweiten Eingangsanschluß sowie
einen ersten und einen zweiten Ausgangsanschluß. Dem ersten
Eingangsanschluß der ersten Übertragungseinrichtung des
Satzes wird ein gegebenes zeitliches Eingangssignal zuge
führt. Der erste Eingangsanschluß jeder der zweiten bis
N-ten Übertragungseinrichtungen des Satzes ist mit dem
ersten Ausgangsanschluß der unmittelbar vorangehenden
Übertragungseinrichtung dieses Satzes gekoppelt, so daß
jede der zweiten bis N-ten Übertragungseinrichtungen ein
Signal zur unmittelbar folgenden Übertragungseinrichtung
des Satzes weiterleitet. Dem zweiten Eingangsanschluß jeder
der Übertragungseinrichtungen des Satzes wird ein getrenn
tes Abtast-Taktsignal zugeführt. Bei dieser Anordnung lie
fert jede der Übertragungseinrichtungen des Satzes an
ihrem ersten und zweiten Ausgangsanschluß Signale mit einer
Rate, die gleich der Abtastfrequenz des zugeführten Takt
signals ist.
Weiterhin weist jede der Übertragungseinrichtungen des
Satzes eine Tiefpaß-Übertragungsfunktion zwischen ihrem
ersten Eingangsanschluß und ihrem ersten Ausgangsanschluß
für die Informationskomponente des ihrem ersten Eingangs
anschluß zugeführten Signals auf. Die Tiefpaß-Übertragungs
funktion jeder Übertragungseinrichtung des Satzes hat eine
nominelle Grenzfrequenz, die eine direkte Funktion der
Abtastfrequenz des am zweiten Eingang dieser Übertragungs
einrichtung dem Satzes zugeführten Taktsignals ist. Das
dem zweiten Eingangsanschluß der ersten Übertragungsein
richtung des Satzes zugeführte Taktsignal hat weiterhin
eine Abtastfrequenz, die (a) doppelt so groß wie f₀ ist
und (b) für diese Informationskomponente eine nominelle
Grenzfrequenz dieser Tiefpaß-Übertragungsfunktion der
ersten Übertragungseinrichtung des Satzes ergibt, welche
kleiner als f₀ ist. Schließlich hat der dem zweiten Ein
gangsanschluß jeder der zweiten bis N-ten Übertragungs
einrichtungen des Satzes zugeführte Takt eine Abtastfre
quenz, die (a) kleiner als die Taktfrequenz ist, die dem
zweiten Eingangsanschluß der unmittelbar vorangehenden
Übertragungseinrichtung des Satzes zugeführt wird, (b) min
destens gleich dem doppelten der Maximalfrequenz der am
ersten Eingangsanschluß zugeführten Informationskomponente
ist und (c) eine nominelle Grenzfrequenz für ihre Tiefpaß-
Übertragungsfunktion ergibt, die unter derjenigen der un
mittelbar vorangehenden Übertragungseinrichtung des
Satzes liegt.
Das am zweiten Ausgangsanschluß jeder der Übertragungs
einrichtungen des Satzes gelieferte Signal entspricht der
Differenz zwischen der an ihrem ersten Eingangsanschluß
zugeführten Informationskomponente und einer direkten
Funktion der an ihrem ersten Ausgangsanschluß gelieferten
Informationskomponente.
Die Informationskomponente des gegebenen zeitlichen
Signals, welches durch die erfindungsgemäße Signalverar
beitungseinrichtung verarbeitet wird, kann beispielswei
se, ohne jedoch hierauf beschränkt zu sein, den zwei
dimensionalen Raumfrequenzkomponenten jedes der aufein
anderfolgenden Vollbilder eines Fernsehbildes entsprechen,
das seriell in jeder der beiden Dimensionen abgelenkt wird.
Generell ist die Erfindung nützlich beim Analysieren des
Frequenzspektrums eines Signals, das von einer Quelle
räumlicher oder nicht räumlicher Frequenzen in einer oder
mehreren Dimensionen abgeleitet wird, unabhängig von der
speziellen Art dieser Quelle. So eignet sich beispiels
weise die Erfindung zum Analysieren von ein-, zwei-, drei-
oder mehrdimensionalen komplexen Signalen, die von Ton
quellen, Radarquellen, seismographischen Quellen, Roboter
quellen etc. stammen, außer den zweidimensionalen sicht
baren Bildquellen, wie etwa Fernsehbilder. Weiterhin be
trifft die Erfindung eine Signalverarbeitungseinrichtung,
die eine Pipeline-Struktur benutzt und aus einem Satz
analysierter Signale in verzögerter Realzeit ein solches
komplexes Signal synthetisiert.
In den beiliegenden Zeichnungen zeigen:
Fig. 1 ein Funktionsblockschaltbild zur Veranschaulichung
der Erfindung in ihrer allgemeinsten Form;
Fig. 1a eine digitale Ausführungsform einer ersten Art
einer beliebigen des Satzes der Übertragungsein
richtungen für das abgetastete Signal gemäß Fig. 1;
Fig. 1b eine digitale Ausführungsform einer zweiten Art
einer beliebigen des Satzes der Signalübertra
gungseinrichtungen für das abgetastete Signal ge
mäß Fig. 1;
Fig. 1c eine alternative digitale Ausführungsform der
letzten Signalübertragungseinrichtung des Satzes
von Übertragungseinrichtungen für das abgetastete
Signal entweder der ersten oder der zweiten Art;
Fig. 2 ein Veranschaulichungsbeispiel einer Kerngewichts
funktion, die zur Realisierung der Erfindung be
nutzbar ist;
Fig. 3 ein Blockschaltbild eines eindimensionalen Systems
des Spektrumanalysators, der Spektrumveränderungs
schaltung und des Signalsynthetisierers gemäß Ge
sichtspunkten der Erfindung, wobei eine Legende
bestimmte der dargestellten Blöcke bezeichnet;
Fig. 4 ein Blockschaltbild einer der Analysierstufen,
die bei den iterativen Berechnungen der einen
Gesichtspunkt der Erfindung realisierenden Spektral
analyse nach Fig. 3 verwendet werden;
Fig. 5 ein Blockschaltbild einer Abwandlung, die sich bei
einem nachfolgenden Paar der Analysierstufen ge
mäß Fig. 4 bei einer anderen Ausführungsform der
Erfindung vornehmen läßt;
Fig. 6 ein Blockschaltbild einer der Synthetisierstufen,
die bei dem iterativen Verfahren der Signalanalyse
gemäß Fig. 3 aus den Spektralkomponenten verwendet
wird;
Fig. 7, 8, 9 und 10 Blockdiagramme repräsentativer Spek
trumsabwandlungsschaltungen gemäß Fig. 3 zur Ver
wendung bei der Erfindung;
Fig. 11 ein Blockschaltbild einer Abwandlung des in Fig. 3
dargestellten Systems, welche verwendet wird, wenn
die Spektrumsabtastwerte für die Verarbeitung
zeitlich ausgerichtet werden, gemäß einem Gesichts
punkt der Erfindung;
Fig. 12 ein Blockschaltbild eines zweidimensionalen Raum
frequenzspektrumsanalysators unter Verwendung
einer Pipeline-Struktur zur Durchführung der
Spektralanalyse mit verzögerter Realzeit und
Fig. 13 ein Blockschaltbild einer Schaltung zur Syntheti
sierung von Signalen, welche das Abtasthalbbild
beschreiben, das von dem Spektrumsanalysator nach
Fig. 12 analysiert worden ist, aus dessen Ausgangs
spektren.
Wie Fig. 1 zeigt, hat jede Signalübertragungsschaltung
eines Satzes von N reihenfolgemäßig angeordneter Über
tragungseinrichtungen 100-1 bis 100-N einschließlich für
abgetastete Signale zwei Eingangsanschlüsse und zwei Aus
gangsanschlüsse (N ist hier eine ganze Zahl <1). Einem
ersten der beiden Eingangsanschlüsse der ersten Übertra
gungseinrichtung 100-1 des Satzes wird als Eingangssignal
ein gegebenes zeitliches Signal G₀, welches eine Informa
tion definiert, zugeführt. Das zeitliche Signal G₀ kann
ein kontinuierliches analoges Signal (wie etwa ein Ton
signal oder ein Videosignal) sein, oder alternativ kann
das zeitliche Signal G₀ ein abgetastetes Analogsignal
sein; weiterhin kann im letztgenannten Fall jeder Abtast
wert direkt durch einen Amplitudenpegel oder indirekt
durch eine Digitalzahl dargestellt werden (indem man etwa
jeden Abtastamplitudenpegel durch einen Analog/Digital-
Konverter laufen läßt, der in Fig. 1 jedoch nicht darge
stellt ist, ehe das zeitliche Signal G₀ dem ersten Ein
gangsanschluß der Übertragungseinrichtung 100-1 zugeführt
wird). Das Frequenzspektrum von G₀ liegt in einem Bereich,
der zwischen 0 (also Gleichstrom) und der Frequenz f₀ ver
läuft (also einem Bereich, der alle interessierenden Fre
quenzen enthält, die einer Information mit einer gegebe
nen Anzahl von Dimensionen entsprechen). Speziell kann
G₀ ein vorgefiltertes Signal sein, das keine Frequenzen
enthält, die größer als f₀ sind. In diesem Fall erfüllt
die Taktfrequenz 2f₀ der Übertragungseinrichtung 100-1
das Nyquist-Kriterium für alle Frequenzkomponenten von
f₀. Bei der Alternative kann G₀ jedoch einige Frequenz
komponenten enthalten, die höher als f₀ sind und nicht
interessieren. In diesem letztgenannten Fall wird das
Nyquist-Kriterium nicht erfüllt, und es treten Aliasing-
Effekte auf. Aus praktischen Gesichtspunkten können sol
che Aliasing-Effekte (wenn sie nicht zu groß sind) häufig
toleriert werden, obgleich sie unerwünscht sind.
Gemäß Fig. 1 ist der erste Eingangsanschluß von je einer
der anderen Übertragungseinrichtungen 100-1. . .100-N des
Satzes mit dem ersten von zwei Ausgangsanschlüssen der
unmittelbar vorangehenden Übertragungseinrichtung des
Satzes gekoppelt. Speziell ist der erste Ausgangsanschluß
der Signalübertragungseinrichtung 100-1 mit dem ersten
Eingangsanschluß der Übertragungseinrichtung 100-2 gekop
pelt; der erste Ausgangsanschluß der Übertragungseinrich
tung 100-2 ist mit dem ersten Eingangsanschluß der Über
tragungseinrichtung 100-3 gekoppelt (welche nicht ge
zeichnet ist) . . . Und der erste Ausgangsanschluß der Über
tragungseinrichtung 100-(N-1), die ebenfalls nicht ge
zeichnet ist, ist mit dem ersten Eingangsanschluß der Über
tragungseinrichtung 100-N gekoppelt. Auf diese Weise ver
wendet die in Fig. 1 veranschaulichte Signalverarbeitungs-
Schaltung eine Pipeline-Struktur bei der Koppelung jeder
der einzelnen Übertragungseinrichtungen des Satzes mit
einer anderen.
Dem zweiten der beiden Eingangsanschlüsse je einer
Übertragungseinrichtung 100-1. . .100-N des Satzes wird
ein separater Abtastfrequenztakt zugeführt. Speziell wird
der Übertragungseinrichtung 100-1 ein Abtastfrequenztakt
CL₁ an einem zweiten Eingang zugeführt, der Übertragungs
einrichtung 100-2 wird ein Abtastfrequenztakt CL₂ an
einem zweiten Eingang zugeführt . . . und der Übertragungs
einrichtung 100-N wird ein Abtastfrequenztakt CLN an
ihrem zweiten Eingang zugeführt. Die relativen Werte der
Takte CL₁. . .CLN mit Bezug aufeinander sind in der in Fig. 1
angedeuteten Weise eingeschränkt. Die Bedeutung dieser
Einschränkungen wird im einzelnen noch erläutert werden.
Ferner liefert die Übertragungseinrichtung 100-1 an ihrem
zweiten Ausgangsanschluß ein zweites Ausgangssignal L₀.
In ähnlicher Weise liefern die anderen Übertragungsein
richtungen 100-2. . .100-N des Satzes an ihren jeweiligen
zweiten Ausgangsanschlüssen entsprechende zweite Ausgangs
signale L₁. . .LN-1.
Jede einzelne der Übertragungseinrichtungen 100-1. . .100-N
des Satzes kann, unabhängig von ihrem speziellen inneren
Aufbau, als schwarzer Kasten betrachtet werden, der eine
Tiefpaß-Übertragungsfunktion zwischen seinem ersten Ein
gangsanschluß und seinem ersten Ausgangsanschluß für das
Frequenzspektrum der Informationskomponente des seinem
ersten Eingangsanschluß zugeführten Eingangssignals auf
weist. Diese Tiefpaß-Übertragungsfunktion jeder einzelnen
Übertragungseinrichtung 100-1, 100-2. . .100-N des Satzes
hat ferner einen Abfall mit einer nominellen Grenzfrequenz,
welche eine direkte Funktion der Abtastfrequenz des am
zweiten Eingangsanschluß zugeführten Taktes ist. Wie be
reits festgestellt wurde, kann der Abfall im Falle der
Burt-Pyramide allmählich anstatt steil verlaufen.
Im einzelnen wird dem ersten Eingang der Übertragungsein
richtung 100-1 das bereits erwähnte Eingangssignal G₀ zu
geführt. Die höchste interessierende Frequenz im Frequenz
spektrum von G₀ ist nicht größer als f₀. Ferner ist der
dem zweiten Eingangsanschluß der Übertragungseinrichtung
100-1 zugeführte Abtastfrequenztakt CL₁ gleich 2f₀ (er
hat also eine Frequenz, welche das Nyquist-Kriterium für
alle interessierenden Frequenzen innerhalb des Frequenz
spektrums von G₀ erfüllt). In diesem Fall verläuft die
Tiefpaßübertragungsfunktion zwischen dem ersten Eingangs
anschluß und dem ersten Ausgangsanschluß der Übertragungs
einrichtung 100-1 derart, daß nur solche Frequenzen inner
halb des Frequenzspektrums von G₀, die nicht größer als
f₁ sind (wobei f₁ kleiner als f₀ ist) zum ersten Ausgangs
anschluß der Übertragungseinrichtung 100-1 durchgelassen
werden. Auf diese Weise wird am ersten Ausgangsanschluß
der Übertragungseinrichtung 100-1 ein Ausgangssignal G₁
geliefert, dessen Frequenzspektrum (welches durch die
speziellen Eigenschaften der Tiefpaß-Übertragungsfunktion
bestimmt wird) hauptsächlich aus dem unteren Teil des Fre
quenzspektrums von G₀ besteht. Dieses Signal G₁ wird dann
als Eingangssignal dem ersten Eingangsanschluß der Über
tragungseinrichtung 100-2 zugeführt.
Wie Fig. 1 zeigt, ist der Abtastfrequenztakt CL₂ (welcher
dem zweiten Eingangsanschluß der Übertragungseinrichtung
100-2 zugeführt wird, niedriger als 2f₀ (der Abtastfre
quenz des Taktes CL₁), jedoch mindestens gleich 2f₁ (der
doppelten Maximalfrequenz f₁ im Frequenzspektrum von G₁).
Daher liegt die Abtastfrequenz des Taktes CL₂ noch genügend
hoch, um das Nyquist-Kriterium für das Frequenzspektrum
von G₁ zu erfüllen, welches dem ersten Eingangsanschluß
der Übertragungseinrichtung 100-2 zugeführt wird, jedoch
es ist nicht genügend hoch, um das Nyquist-Kriterium für
die höchste mögliche interessierende Frequenz f₀ im Fre
quenzspektrum von G₀ zu erfüllen, welches dem ersten Ein
gangsanschluß der unmittelbar vorangehenden Übertragungs
einrichtung 100-1 zugeführt ist. Diese Art von Beziehung
(in welcher die Abtastfrequenz des dem zweiten Eingangs
anschluß der Übertragungseinrichtung des Satzes zugeführ
ten Taktes niedriger wird, wenn die Reihenfolgenposition
dieser Übertragungseinrichtung des Satzes höher wird) gilt
generell. Speziell hat der dem zweiten Eingangsanschluß
jeder der Übertragungseinrichtungen 100-2. . .100-N des
Satzes zugeführte Takt eine Abtastfrequenz, die (a) niedri
ger als der dem zweiten Eingangsanschluß der unmittelbar
vorangehenden Übertragungseinrichtung des Satzes Zuge führ
te Takt ist, (b) mindestens gleich der doppelten Maximal
frequenz der Informationskomponente des ihrem ersten Ein
gangsanschluß Zuge führten Signals ist und (c) die nominel
le Grenzfrequenz für ihre Tiefpaßfilterfunktion auf einen
Wert herunterbringt, der unter demjenigen ihrer unmittel
bar vorangehenden Übertragungseinrichtung des Satzes ist.
Damit ist die maximale Frequenz f₂ des Signals G₁, die
am zweiten Ausgangsanschluß der Übertragungseinrichtung
100-2 auftritt, kleiner als fN. . . und schließlich ist die
Maximalfrequenz fN im Frequenzspektrum des Signals GN (das
am ersten Ausgangsanschluß der Übertragungseinrichtung
100-N auftritt) niedriger als die Frequenz fN-1 des Fre
quenzspektrums des Signals GN-1 (das am ersten Ausgangs
anschluß der nicht dargestellten Übertragungseinrichtung
des Satzes auftritt, die der Übertragungseinrichtung 100-N
unmittelbar vorangeht und das dem ersten Eingangsanschluß
der Übertragungseinrichtung 100-N zugeführt wird).
Sieht man wiederum jede einzelne der Übertragungseinrich
tungen 100-1. . .100-N als schwarzen Kasten an, dann ent
spricht jedes der einzelnen Ausgangssignale L₀. . .LN-1, die
jeweils am zweiten Ausgangsanschluß jeder einzelnen der
Übertragungseinrichtungen 100-1 bis 100-N des Satzes ge
liefert werden, der Differenz zwischen der Informations
komponente des dem ersten Eingangsanschluß dieser Über
tragungseinrichtung zugeführten Signals und einer direkten
Funktion der Informationskomponente des am ersten Ausgangs
anschluß dieser Übertragungseinrichtung gelieferten Signals.
Damit ist L₀ gleich der Differenz G₀-g(G₁) oder entspricht
dieser zumindest, wie in Fig. 1 angedeutet ist, wobei g(G₁)
entweder G₁ selbst oder eine in bestimmter Weise spezifi
zierte direkte Funktion von G₁ ist. In gleicher Weise ist
L₁ gleich (oder entspricht mindestens) G₁-g(G²);. . .LN-1
ist gleich (oder entspricht mindestens) GN-1-g(GN).
Die in Fig. 1 gezeigte Signalverarbeitungsschaltung
analysiert das ursprüngliche Signal G₀ in eine Mehrzahl
von parallelen Ausgangssignalen, die aus den Laplace
schen Ausgangssignalen L₀, L₁. . .LN-1 (welche jeweils am
zweiten Ausgangsanschluß jeder der entsprechenden Pipeline-
Struktur-Übertragungseinrichtungen 100-1. . .100-N des
Satzes entstehen) plus einem Rest-Gauß-Ausgangssignal
GN (das am ersten Ausgangsanschluß der letzten Über
tragungseinrichtung 100-N des Satzes entsteht) besteht.
Generell sind die einzigen Beschränkungen für die relati
ven Werte der jeweiligen Abtasttaktfrequenzen f₀. . .fN-1
die in Fig. 1 angedeuteten. Jedoch ist es gewöhnlich
vorteilhaft, Werte der Abtasttaktfrequenzen, die dem
zweiten Eingangsanschluß jeder der jeweiligen Übertra
gungseinrichtungen 100-1. . .100-N zugeführt werden, zu
spezifizieren, so daß die jeweiligen Verhältnisse CL₂/CL₁,
CL₃/CL₂. . .CLN/CLN-1 gleich 1/2 sind (oder sie können auch
eine ganzzahlige Potenz von 1/2 sein entsprechend der An
zahl von Dimensionen der Informationskomponente des zu
analysierenden Signals). Dies führt zu einer Aufteilung
des analysierten Ausgangs des Frequenzspektrums des
Originalsignals G₀ in getrennte parallele Frequenzbänder
der Laplaceschen Komponentensignale L₀. . .LN-1, die (unter
Vernachlässigung jeglicher Abtastfehler infolge von Ver
lusten der Signalinformation durch Reduzierung der Abtast
dichte oder infolge der Zufügung vorübergehender Aliasing-
Frequenzkomponenten) jeweils eine Bandbreite von einer
Oktave für jede Dimension der Informationskomponente
haben und nur diejenigen Frequenzen enthalten, die im
Frequenzspektrum des Originalsignals G₀ liegen und in
diese spezielle Oktave hineinfallen. Diese Frequenzen des
Frequenzspektrums des Originalsignals G₀, die unter das
Laplace-Komponentensignal LN-1 der tiefsten Oktave fallen,
sind dann im Rest-Gauß-Signal GN des analysierten Ausgangs
enthalten.
Allgemein ist N eine ganze Zahl mit irgendeinem gegebenen
Wert von 2 oder mehr. Es gibt jedoch Informationsarten,
bei denen ein relativ kleiner gegebener Wert von N aus
reichen kann, um alle interessierenden Frequenzen in jeder
Dimension des Frequenzspektrums des Originalsignals G₀ mit
genügend hoher Auflösung zu analysieren. Beispielsweise
findet man im Falle sichtbarer Bilder häufig einen Wert
von 7 für N ausreichend, so daß in diesem Falle die Fre
quenzen in jeder Dimension des Restsignals GN kleiner als
1/128stel (1/2⁷) der höchsten interessierenden Frequenz
f₀ des Frequenzspektrums G₀ des Originalsignals sind.
Fig. 1a zeigt in allgemeiner Form eine digitale Ausfüh
rung einer ersten Art der Übertragungseinrichtungen 100-1
. . .101-N des Pipeline-Satzes für abgetastete Signale ge
mäß Fig. 1. In Fig. 1a ist diese erste Ausführungsart jeder
einzelnen der Übertragungseinrichtungen 100-1. . .100(N-1)
des Satzes mit 100a-K und die erste Ausführungsart der
unmittelbar darauffolgenden Übertragungseinrichtung des
Satzes mit 100a-(K-1) bezeichnet.
Die Übertragungseinrichtung 100a-K besteht aus einem
digitalen Faltungsfilter 102 mit m-Abgriffen (wobei m
eine ganze Zahl 3, vorzugsweise ungerade, ist), ferner
einer Dezimierschaltung 104, einer Expandierschaltung 106,
einem digitalen Interpolationsfilter 108 mit n-Abgriffen
(wobei n eine ganze Zahl 3, vorzugsweise ungerade) ist,
einer Verzögerungsschaltung 109 und einer Subtrahier
schaltung 110. Der Abtastfrequenztakt CLK (der gemäß
Fig. 1 dem zweiten Eingangsanschluß jeder Übertragungsein
richtung des Satzes 100a-K zugeführt wird) wird jedem
der Elemente 102, 104, 106, 108, 109 und 110 als Steuer
signal zugeführt.
Das dem ersten Eingangsanschluß der Übertragungseinrich
tung 100a-K zugeführte Signal GK-1 wird dem Faltungsfil
ter 102 und über eine Verzögerungsschaltung 109 einem
Eingang der Subtrahierschaltung 110 zugeführt. Die in
Fig. 1a angegebenen Abtastwertdichten sind diejenigen
pro Dimension des Informationssignals. Speziell hat das
Signal GK-1 eine Abtastwertdichte in jeder Dimension des
Informationssignals, die in der Zeitebene als Abtastrate
des Taktes CLK der Übertragungseinrichtung 100a-K aufge
tragen ist. Auf diese Weise wird jeder der durch GK-1
gebildeten Abtastwerte vom Filter 102 verarbeitet. Der
Sinn des Faltungsfilters 102 besteht in der Reduzierung
der Maximalfrequenz seines Ausgangssignals GK bezüglich
der Maximalfrequenz seines Eingangssignals GK-1 (wie
oben im Zusammenhang mit Fig. 1 bereits erläutert wurde).
Die Abtastwertdichte am Ausgang des Filters 102 ist je
doch noch die Abtastrate CLK wie in Fig. 1 angegeben ist.
Das Ausgangssignal des Filters 102 wird der Dezimierschal
tung 104 als Eingangssignal zugeführt. Die Dezimierschal
tung läßt nur bestimmte (nicht alle) der ihrem Eingang
vom Filter 102 zugeführten aufeinanderfolgenden Abtast
werte in jeder Dimension zu ihrem Ausgang gelangen. Auf
diese Weise wird die Abtastwertdichte in jeder Dimension
am Ausgang der Dezimierschaltung 104 bezüglich der Abtast
wertdichte in dieser Dimension am Eingang zur Dezimier
schaltung 104 verringert. Wie Fig. 1a zeigt, ist die Ab
tastdichte CLK+1 in jeder Dimension am Ausgang der Dezi
mierschaltung 104 so, daß sie in der Zeitebene mit einer
reduzierten Rate aufgetragen werden kann, die durch den
reduzierten Abtastfrequenztakt CLK+1 bestimmt ist, welcher
am zweiten Eingangsanschluß der unmittelbar folgenden
Übertragungseinrichtung 100a-(K+1) zugeführt worden ist.
Weiterhin treten die Abtastwerte reduzierter Abtastwert
dichte in jeder Dimension des Signals GK am Ausgang der
Dezimierschaltung 104 bei Auftragung in der Zeitebene in
Phase mit dem Auftreten des Abtastfrequenztaktes CLK+1
auf, der dem zweiten Eingangsanschluß der unmittelbar
folgenden Übertragungseinrichtung 100a-(K+1) zugeführt
wird. In Fig. 1a wird das Ausgangssignal GK von der
Dezimierschaltung 104 (also das Signal am ersten Ausgangs
anschluß der Übertragungseinrichtung 100a-K) dem ersten
Eingangsanschluß der unmittelbar folgenden Übertragungs
einrichtung 100a-(K+1) zugeführt. Damit ist die isochrone
Beziehung zwischen den Abtastwerten reduzierter Abtast
wertdichte von GK am ersten Eingangsanschluß mit dem Takt
CLK+1 reduzierter Abtastfrequenz am zweiten Eingangsan
schluß der Übertragungseinrichtung 100a-(K+1) ähnlich der
isochronen Beziehung zwischen der höheren Abtastwertdichte
der Abtastwerte von GK-1 am ersten Eingangsanschluß und
dem höheren Abtastfrequenztakt CLK am zweiten Eingangsan
schluß der Übertragungseinrichtung 100a-K (wie oben er
läutert).
Eine bevorzugte Ausführungsform der Dezimierschaltung
104 ist, jedoch ohne darauf beschränkt zu sein, eine sol
che, die in jeder Dimension der Signalinformation die
Abtastwertdichte an ihrem Eingang in dieser Dimension um
die Hälfte reduziert. In diesem Falle leitet die Dezimier
schaltung 104 in jeder Dimension jeden zweiten Abtastwert
an ihrem Eingang zu ihrem Ausgang weiter. Für eine ein
dimensionale Signalinformation ist daher die Abtastwert
dichte CLK+1 gleich(1/2)¹ oder halb so groß wie die Ab
tastwertdichte CLK. Für eine zweidimensionale Signalinfor
mation ist die Abtastwertdichte CLK+1 in jeder der beiden
Dimensionen ein halb, so daß sich eine zweidimensionale
Abtastwertdichte von (1/2)² oder 1/4 ergibt.
Obgleich das Basisband-Frequenzspektrum von GK am Eingang
der Dezimierschaltung 104 und an ihrem Ausgang das gleiche
ist, ergibt das Signal GK verringerter Abtastwertdichte am
Ausgang der Dezimierschaltung 104 einen Verlust einer ge
wissen Menge der Phaseninformation, die im Signal GK
höherer Abtastwertdichte, das dem Eingang der Dezimier
schaltung 104 zugeführt wird, vorhanden ist.
Das Ausgangssignal von der Dezimierschaltung 104 wird außer
dem ersten Eingangsanschluß der unmittelbar folgenden
Übertragungseinrichtung auch einem Eingang der Expandier
schaltung 106 zugeführt. Diese setzt als zusätzlichen
Abtastwert eine Null (eine den Pegel 0 darstellende Digi
talzahl) an jede Abtastposition des Taktes CLK, wo ein
Abtastwert vom Ausgang der Dezimierschaltung 104 fehlt.
Auf diese Weise wird die Abtastdichte am Ausgang der Expan
dierschaltung 106 wieder auf die Abtastdichte am Eingang
zur Dezimierschaltung 104 gebracht. In dem bevorzugten
Fall, in welchem die Abtastdichte in jeder Dimension um
1/2 reduziert wurde, fügt die Expandierschaltung 106 in
jeder Dimension eine 0 zwischen jedes Paar benachbarter
Abtastwerte in dieser Dimension am Ausgang der Dezimier
schaltung 104.
Während die Expandierschaltung 106 die Abtastdichte an
ihrem Ausgang gegenüber ihrem Eingang vergrößert, verändert
sie in keiner Weise die Information des Signals GK an
ihrem Ausgang hinsichtlich ihrem Eingang. Jedoch hat das
Einsetzen von Nullen die Wirkung einer Hinzufügung von
Bildern oder wiederholt die Information des Basisband
signals GK, die als Oberwellen der Seitenbandfrequenz
spektren CL auftreten.
Das Signal GK am Ausgang der Expandierschaltung 106 ge
langt dann durch das Interpolationsfilter, welches ein
Tiefpaßfilter ist und das Basisbandsignal GK durchläßt,
jedoch die Oberwellen der Seitenbandfrequenzspektren CL
unterdrückt. Daher ersetzt das Filter 108 jeden der null
wertigen Nullabtastwerte durch Interpolationswert-Abtast
werte, von denen jeder einen Wert hat, der durch die je
weiligen Werte der ihn umgebenden informationsenthalten
den Abtastwerte bestimmt wird. Die Wirkung dieser Inter
polationswert-Abtastwerte besteht darin, die Hüllkurve der
informationsenthaltenden Abtastwerte mit höherer Auflösung
zu definieren. Auf diese Weise werden die hochfrequenten
Komponenten des Signals GK am Ausgang der Expandierschal
tung 106, die oberhalb des Basisbandes liegen, durch das
Interpolationsfilter 108 im wesentlichen entfernt. Jedoch
fügt das Interpolationsfilter 108 keinerlei Information
zum interpolierten Signal GK an seinem Ausgang hinzu, die
nicht bereits im Signal verringerter Abtastdichte GK am
Ausgang der Dezimierschaltung 104 vorhanden wäre, und kann
dies auch nicht. Mit anderen Worten dient die Expandier
schaltung 106 der Expandierung der verringerten Abtastdich
te in jeder Dimension des Signals GK wieder zur Abtast
dichte in jeder Dimension des Signals GK am Ausgang des
Faltungsfilters 102.
Die Subtrahierschaltung 110 subtrahiert das am Ausgang des
Interpolationsfilters 108 erscheinende Signal GK vom Signal
GK-1, das dem ersten Eingangsanschluß der Übertragungsein
richtung 100a-K zugeführt worden ist und als Eingangssignal
dem Faltungsfilter 102 und über die Verzögerungsschaltung
109 der Subtrahierschaltung 110 zugeführt worden ist. Die
Verzögerungsschaltung 109 ergibt eine Verzögerung, die
gleich der Gesamtverzögerung ist, welche durch das Faltungs
filter 102, die Dezimierschaltung 104, die Expandierschal
tung 106 und das Interpolationsfilter 108 bedingt ist. Da
beide der Subtrahierschaltung 110 als Eingänge zugeführte
Signale in jeder ihrer Dimension dieselbe Abtastdichte CLK
haben und gleich verzögert werden, subtrahiert somit die
Subtrahierschaltung 110 den durch die Digitalzahl jedes Ab
tastwertes des ihr zugeführten Eingangssignals GK darge
stellten Pegel von dem Pegel, der dargestellt wird durch
die Digitalzahl des entsprechenden Abtastwertes ihres Ein
gangssignals GK-1. Daher stellt das Ausgangssignal der Sub
trahierschaltung 110 das Laplacesche Signal LK-1 dar, wel
ches am zweiten Ausgangsanschluß der Übertragungseinrich
tung 100a-K abgeleitet wird.
Nur diejenigen Signalkomponenten von GK-1, die nicht auch
im der Subtrahierschaltung 110 zugeführten Signal GK vor
handen sind, sind am Ausgang der Subtrahierschaltung 110
im Laplaceschen Signal LK-1 enthalten. Eine erste solche
Komponente besteht aus dem hochfrequenten Teil des Fre
quenzspektrums des Signals GK-1, das oberhalb des Durch
laßbandes des Faltungsfilters 102 liegt. Wenn beispiels
weise die Übertragungseinrichtung 100a-K der Übertragungs
einrichtung 100-1 aus Fig. 1 entspricht, dann enthält also
die erste Komponente von LK-1 (L₀) diejenigen Frequenzen
des Frequenzspektrums von GK-1 (G₀), die innerhalb des
Durchlaßbandes von f₁ bis f₀ liegen. Außer dieser Komponen
te enthält das Laplacesche Ausgangssignal LK-1 von der
Subtrahierschaltung 110 auch eine zweite Fehlerkompensa
tionskomponente aus Frequenzen innerhalb des Durchlaßban
des des Faltungsfilters 102, die im wesentlichen der Pha
seninformation entsprechen, die im Signal GK höherer Ab
tastdichte am Ausgang des Faltungsfilters 102 enthalten
ist und bei dem (oben erläuterten) Dezimierungsprozeß ver
lorengegangen war. Somit wird die verlorene Phaseninforma
tion im (dezimierten) Signal GK verringerter Abtastdichte,
das zum ersten Eingangsanschluß der unmittelbar folgenden
Übertragungseinrichtung 100a-(K+1) weitergeleitet wird,
im wesentlichen im Laplaceschen Signal LK-1 beibehalten,
welches am zweiten Ausgangsanschluß der Übertragungsein
richtung 100a-K entsteht.
Jede der Übertragungseinrichtungen 100-1. . .100-N kann den
Aufbau der Übertragungseinrichtung 100a-K gemäß Fig. 1a
haben. In diesem Falle hat das Restsignal GN am Analysator
ausgang, welches am ersten Ausgangsanschluß der letzten
Übertragungseinrichtung 100-N des Satzes geliefert wird,
eine Abtastdichte in jeder seiner Dimensionen, die kleiner
(vorzugsweise die Hälfte) als die Abtastdichte in jeder
Dimension des Signals GN-1 ist, welches ihrem ersten Ein
gang zugeführt wird. Da jedoch definitionsgemäß keine
Übertragungseinrichtung des Satzes der Übertragungseinrich
tung 100-N mehr folgt, ist es für die meisten Anwendungen
unwichtig (jedoch mit Ausnahme von Anwendungsfällen bei
komprimierter Datenübertragung), daß die Abtastdichte des
Restsignals GN kleiner als die Abtastdichte des Signals
GN-1 ist, welches dem ersten Eingangsanschluß der Über
tragungseinrichtung 100-N zugeführt ist. Daher kann in die
sem Falle die letzte Übertragungseinrichtung 100-N des
Satzes anstelle des gesamten Aufbaus der Übertragungsein
richtungen 100a-K alternativ gemäß Fig. 1c aufgebaut sein
(obwohl jede der anderen Übertragungseinrichtungen (100-1
. . .100(N-1) des Satzes der ersten Art noch in der Weise
wie die Übertragungseinrichtung 100a-K aufgebaut ist). In
Fig. 1c wird das Ausgangssignal GN des Faltungsfilters 102
(welches dieselbe Abtastdichte in jeder seiner Dimensionen
hat wie das dem Eingang des Faltungsfilters 102 zugeführte
Signal GN-1) nicht durch eine Dezimierschaltung hindurch
geleitet, sondern es wird direkt als Restausgangssignal
GN von der letzten Übertragungseinrichtung 100a-N des
Satzes der ersten Art weitergeleitet. Da in diesem Falle
keine Dezimierung erfolgt ist, braucht auch keine Expan
sion und Interpolation vorgenommen zu werden. Daher wird
das Signal GN am Ausgang des Faltungsfilters 102 direkt als
Eingangssignal GN der Subtrahierschaltung 110 zugeführt.
Mit anderen Worten unterscheidet sich der Aufbau der Über
tragungseinrichtung 100a-N nach Fig. 1c von demjenigen der
Übertragungseinrichtung 100a-K nach Fig. 1a durch Weglas
sen der Dezimierschaltung 104, der Expandierschaltung 106
und des Interpolationsfilters 108. In diesem Falle sorgt
die Verzögerungsschaltung 109 für eine Verzögerung, die
nur gleich derjenigen infolge des Faltungsfilters 102 ist.
Die in Fig. 1a gezeigte erste Art (oder alternativ die
nach den Fig. 1a und 1c) stellt eine Realzeit-Realisierung
des Burt-Pyramiden-Algorithmus dar. In ihrer nützlichsten
Form hat natürlich jede der Laplaceschen Komponenten am
Analysatorausgangssignal, das nach dem Burt-Pyramiden-
Algorithmus abgeleitet worden ist, eine Bandbreite von
einer Oktave in jeder seiner Richtungen. Diese nützlich
ste Form des Burt-Pyramiden-Algorithmus wird bei der Real
zeit-Realisierung gemäß Fig. 1a dadurch erreicht, daß man
den Abtastfrequenztakt CLK+1 in jeder Dimension halb so
groß wie den Abtastfrequenztakt CLK in dieser Dimension
macht.
Es sei nun ein anderer Typ einer Hierarchie-Pyramide be
schrieben, die eine Alternative zur Burt-Pyramide dar
stellt. Diese alternative Pyramide wird als Filter-Sub
trahier-Dezimier-Pyramide (FSD-Pyramide) bezeichnet. Zwar
besitzt diese FSD-Pyramide bestimmte gewünschte Eigen
schaften der Burt-Pyramide nicht, doch besitzt sie be
stimmte andere erwünschte Eigenschaften, welche die Burt-
Pyramide ihrerseits nicht hat. Eine erwünschte Eigen
schaft der Burt-Pyramide (welche die FSD-Pyramide nicht
hat) ist beispielsweise ihre inhärente Kompensation zu
fälliger Aliasing-Frequenzen bei der Synthese des rekon
struierten Originalsignals, die in jeder der jeweiligen
Laplaceschen Komponenten und Restkomponenten in den analy
sierten Ausgangssignalen auftreten. Bei bestimmten Anwen
dungen erfordert dagegen die FSD-Pyramide einen geringeren
apparativen Aufwand und läßt sich daher billiger als die
Burt-Pyramide realisieren.
Die erfindungsgemäße Signalübertragungseinrichtung mit der
Pipeline-Struktur ist auch nützlich für die Realzeit-
Realisierung der FSD-Pyramide. Die FSD-Pyramide umfaßt
eine zweite Art oder Spezies des strukturellen Aufbaus
für die einzelnen Abtastsignal-Übertragungseinrichtungen
100-a. . .100-N des Satzes, welche in Fig. 1 gezeigt sind,
unter Verwendung von Übertragungseinrichtungen oder
-stufen wie die Stufen 100b-K gemäß Fig. 1b (anstelle der
bei der Burt-Pyramide verwendeten oben beschriebenen Über
tragungseinrichtungen 100a-K).
Die Übertragungseinrichtung 110b-K gemäß Fig. 1b zeigt eine
digitale Ausführung der oben erwähnten zweiten Art, bei
welcher jede einzelne Übertragungseinrichtung 100-1. . .
100(N-1) des Satzes nach Fig. 1 die in Fig. 1b gezeigte
Übertragungseinrichtung wie 100b-K und 100b-(K+1) ver
wendet. Weiterhin stellt die Übertragungseinrichtung
100b-(K+1) nach Fig. 1b diejenige der Übertragungseinrich
tungen 100-1. . .100-N des Satzes dar, welche unmittelbar
auf die Übertragungseinrichtung 100b-K folgt.
Wie in Fig. 1b gezeigt ist, weist die Übertragungseinrich
tung 100b-K nur ein digitales Faltungsfilter 102 mit
Abgriffen eine Dezimierschaltung 104, eine Verzögerungsschal
tung 109 und eine Subtrahierschaltung 110 auf. Der struk
turelle Aufbau der Übertragungseinrichtung 100b-K der zwei
ten Art gemäß Fig. 1b ist ähnlich demjenigen der Übertra
gungseinrichtung 100a-K (Fig. 1a) der ersten Art, außer
daß das Signal GK-1 (mit einer Abtastdichte CLK) dem Fil
ter 102 als ein Eingangssignal und über die Verzögerungsschal
tung 109 der Subtrahierschaltung 110 als Eingangssignal
zugeführt wird und daß das Ausgangssignal GK (ebenfalls mit
der Abtastdichte CLK) durch die Dezimierschaltung 104 ge
schickt wird, um jede Dimension der Abtastdichte des
Signals GK auf CLK+1 zu reduzieren, ehe das Signal GK
reduzierter Abtastdichte dem ersten Eingangsanschluß der
unmittelbar folgenden Übertragungseinrichtung 100b-(K+1)
zugeführt wird.
Die Übertragungseinrichtung 100b-K der zweiten Art unter
scheidet sich von der Übertragungseinrichtung 100a-K der
ersten Art dadurch, daß dem GK-Eingang der Subtrahierschal
tung 110 das Signal GK der Abtastdichte CLL (in jeder
Dimension), welches vom Ausgang des Filters 102 auf den
Eingang der Dezimierschaltung 104 gegeben wird, unmittel
bar zugeführt wird. Genauer ausgedrückt unterscheidet sich
dies von der Übertragungseinrichtung 100a-K der ersten Art,
welche das Signal GK verringerter Abtastdichte CLK+1 (in
jeder Dimension) am Ausgang der Dezimierschaltung 104 ver
wendet. Die erste Art benötigt also die Expandierschaltung
106 und das Interpolationsfilter 108 zur Wiederherstellung
des Signals GK auf seine Abtastdichte CLK (in jeder Dimen
sion) ehe es dem GK-Eingang der Subtrahierschaltung 110
zugeführt wird. Da das Eingangssignal GK der Subtrahier
schaltung 110 der Übertragungseinrichtung 100b-K der zwei
ten Art nicht von einer Quelle dezimierter Abtastdichte
abgeleitet wird, wird keine Expandierschaltung 106 und
kein Interpolationsfilter 108 in der Übertragungseinrich
tung 100b-K benötigt. Somit liefert gemäß Fig. 1 die Ver
zögerungsschaltung 109 eine Verzögerung, die nur gleich
der durch das Faltungsfilter 102 bedingten Verzögerung ist.
Weiterhin besteht das Ausgangssignal LK-1 der Subtrahier
schaltung 110 aus nur denjenigen relativ hochfrequenten
Komponenten des Frequenzspektrums des Signals GK-1, die
nicht auch im Signal GK am Ausgang des Faltungsfilters 102
vorhanden sind.
Gemäß der zweiten Art kann die letzte Übertragungseinrich
tung 100-N des Satzes auch den strukturellen Aufbau der
Übertragungseinrichtung 100b-K haben oder alternativ den
strukturellen Aufbau gemäß Fig. 1c.
Die jeweiligen Ausführungen der ersten und zweiten Art ge
mäß den Fig. 1a und 1b sind digitale Ausführungen. Bei
solchen digitalen Ausführungsformen wird ein Analog/Digital-
Konverter anfangs benutzt, um ein analoges Signal in
Digitalpegel-Abtastwerte umzuwandeln, wobei der Pegel jedes
Abtastwertes normalerweise durch eine Mehrbit-Binärzahl
dargestellt wird. Es ist jedoch nicht wesentlich, daß die
erste oder zweite Art oder Spezies der erfindungsgemäßen
Anordnung in digitaler Form realisiert wird. Abtastsignal-
Übertragungseinrichtungen mit ladungsgekoppelten Elementen
(CCD-Schaltungen) sind im Stande der Technik bekannt. Bei
spielsweise können CCD-Transversalfilter, etwa Split-Gate-
Filter, als Faltungsfilter oder Interpolationsfilter ent
worfen werden. CCD-Signale bestehen aus einer Serie diskre
ter Abtastwerte, jedoch hat jeder Abtastwert einen analogen
Amplitudenpegel. Somit läßt sich die Erfindung entweder in
digitaler oder in analoger Form ausführen.
Die Filtercharakteristika eines Filters mit Abgriffen
hängt von Faktoren ab, wie der Anzahl der Abgriffe, der
effektiven Zeitverzögerung zwischen den Abgriffen und den
spezifizierten Amplitudenpegeln und der Polarität der je
weiligen Gewichtsfaktoren, die den einzelnen Abgriffen
zugeordnet sind. Zu Veranschaulichungszwecken sei angenom
men, daß das Faltungsfilter 102 ein eindimensionales Fil
ter mit fünf Abgriffen ist. Fig. 2 zeigt ein Beispiel
für die spezifizierten Größenpegel der Gewichtsfaktoren,
die alle dieselbe Polarität haben (in Fig. 2 positiv) und
jeweils den fünf einzelnen Abgriffen zugeordnet sind.
Sie zeigt auch die effektive Zeitverzögerung zwischen
jedem Paar benachbarter Abgriffe. Genauer gesagt ist, wie
Fig. 2 andeutet, die effektive Zeitverzögerung zwischen
jedem Paar benachbarter Abgriffe 1/CLK, also der Abtast
periode, welche durch den Abtastfrequenztakt CLK definiert
ist, welcher dem Faltungsfilter 102 jeder einzelnen der
Übertragungseinrichtungen 100-1. . .100-N der ersten oder
zweiten Spezies (wie in den Fig. 1a, 1b und 1c gezeigt)
individuell zugeführt wird. Somit ist der Absolutwert der
Zeitverzögerung CLK des Faltungsfilters 102 jeder Über
tragungseinrichtung 100-1. . .100-N größer als diejenige der
unmittelbar vorangehenden Übertragungseinrichtung des
Satzes.
Gemäß Fig. 2 haben die zu den fünf Abgriffen gehörigen Ge
wichtsfaktoren alle positive Polarität und spezifizierte
Größenpegel (spezielle Werte), welche um den dritten Ab
griff symmetrisch verteilt sind. Genauer gesagt, haben die
im Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 dem dritten Abgriff
zugeordneten Gewichtsfaktoren spezifizierte Werte von 6,
die jeweiligen Gewichtsfaktoren des zweiten und vierten Ab
griffs haben denselben spezifizierten niedrigeren Wert 4,
und die Gewichtsfaktoren jeweils am ersten und fünften Ab
griff haben denselben noch niedrigeren spezifizierten Wert
1. Die Hüllkurve 202 der Gewichtsfaktoren 200 definiert
die Kern- oder Rumpffunktion (und damit die Form der
Filterkennlinie in der Frequenzebene) des Faltungsfilters
102 jeder der Übertragungseinrichtungen 100-1. . .100-N des
Satzes. Weil alle Abtastwerte 200 erstens dieselbe Polari
tät (gemäß Fig. 2 positiv) haben, zweitens symmetrisch um
den Mittelabgriff (dritter Abgriff) liegen und drittens
der Abtastwert um so kleiner wird, je weiter er vom Mittel
abtastwert wegliegt, hat das Faltungsfilter 102 eine Tief
paßfilterkennlinie in jeder der jeweiligen Übertragungs
einrichtungen 100-1. . .100-N des Satzes. Während in Fig. 2
alle Gewichtsfaktoren die gleiche (positive) Polarität
haben, muß dies bei einem Tiefpaßfilter nicht so sein.
Einige der Gewichtsfaktoren können die entgegengesetzte
(negative) Polarität haben, solange die algebraische Sum
me der Gewichtsfaktoren verschieden von Null ist. Die
Kernfunktionsform (beispielsweise etwa die Einhüllende
202 nach Fig. 2) dann für alle Faltungsfilter 102 der je
weiligen Übertragungseinrichtungen des Satzes die glei
che sein, so daß die relativen Tiefpaßfrequenzcharakteri
stika (die Form der Filterkennlinien in der Frequenzebene)
für alle Filter 102 gleich ist (obwohl dies nicht notwen
dig ist). Der Absolutwert der nominellen Tiefpaßgrenz
frequenz des Filters hat jedoch eine Bemessung für jede
einzelne der Übertragungseinrichtungen, die von der Abtast
frequenzperiode 1/CLK für dieses Filter abhängt. Durch ge
eignete Wahl der Pegel oder Größe der Gewichtsfaktoren
200 (welche nicht die speziellen Werte 1, 4 und 6 gemäß
Fig. 2 haben), kann man eine nominelle Tiefpaßgrenzfre
quenz für das Signal GK am Ausgang des Faltungsfilters
102 erreichen (welches in jeder Dimension eine Abtast
dichte CLK hat), die im wesentlichen die Hälfte der Maxi
malfrequenz (oder im Falle von G₀ die höchstmögliche
interessierende Frequenz f₀) des Eingangssignals GK-1 für
das Faltungsfilter ist. In diesem Falle reduziert die
Dezimierschaltung 104 in jeder Dimension die eindimensiona
le Abtastdichte des Signals GK auf CLK/2 durch Unterdrückung
jedes zweiten Abtastwertes in dieser Dimension. Jedoch
bleibt das Signal GK (welches durch die Abtasthüllkurve
202 bestimmt ist) am Ausgang der Dezimierschaltung 104
im wesentlichen dasselbe wie an ihrem Eingang (obwohl ein
gewisser Verlust an Phaseninformation wegen der niedrige
ren Abtastdichte am Ausgang der Dezimierschaltung 104 auf
tritt).
Es seien nun bestimmte bevorzugte Ausführungen der Real
zeit-Realisierung der Burt-Pyramide beschrieben, welche
die erste Spezies (Fig. 1a) der Art nach Fig. 1 bilden.
Hierbei wird auf Fig. 3 Bezug genommen, welche ein System
blockschaltbild eines Spektralanalysators, einer Spektrums
änderungsschaltung und einer Signalsynthetisierschaltung
zeigt, die ein elektrisches Signal verarbeiten, welches
eine eindimensionale Information darstellt (wie beispiels
weise etwa irgendein sich zeitlich verändernde Information
enthaltender Signaltyp).
Gemäß Fig. 3 wird das elektrische Originalsignal, dessen
Spektrum analysiert werden soll, in analoger Form einem
A/D-Konverter 305 zur Digitalisierung zugeführt. Das auf
grund der Abtastung erhaltene digitale Ausgangssignal des
A/D-Konverters 305 ist mit G₀ bezeichnet. Das höherfre
quente Ausgangssignal aufgrund von G₀, ein Hochpaßspektrum
Lob wird in einer Analysatorstufe 310 nullter Ordnung
extrahiert, wobei G₁ übrig bleibt, ein tiefpaßgefiltertes
Ausgangssignal aufgrund von G₀. Der höherfrequente Anteil
von G₁, ein Bandpaßspektrum L₁, wird in einer Analysator
stufe 315 erster Ordnung extrahiert, so daß G₂ verbleibt,
ein tiefpaßgefiltertes Ausgangssignal aufgrund von G₁.
Der höherfrequente Anteil von G₂, ein Bandpaßspektrum L₂
unterhalb des Bandpaßspektrums L₁ wird in einer Analysator
stufe 320 zweiter Ordnung extrahiert, wobei G₃ übrig
bleibt, ein tiefpaßgefiltertes Ausgangssignal aufgrund
von G₂. Der höherfrequente Anteil von G₃, ein Bandpaß
spektrum L₃ unterhalb der Bandpaßspektren L₁ und L₂ wird
in einer Analysatorstufe 325 dritter Ordnung extrahiert,
wobei G₄ übrig bleibt, ein tiefpaßgefiltertes Ausgangs
signal aufgrund von G₃. Der höherfrequente Anteil von
G₄, ein Bandpaßspektrum L₄ unterhalb des Bandpaßspektrums
L₃, wird in einer Analysatorstufe 330 vierter Ordnung
extrahiert, wobei G₅ übrig bleibt, ein tiefpaßgefilter
tes Ausgangssignal aufgrund von G₄. Der höherfrequente
Anteil von G₅, ein Bandpaßspektrum unterhalb der anderen
Bandpaßspektren wird in einer Analysatorstufe 335 fünf
ter Ordnung extrahiert, wobei G₄ übrig bleibt, ein tief
paßgefiltertes Restausgangssignal aufgrund von G₅. Das
Ausgangssignal G₆ ist praktisch ein sechsmal tiefpaßge
filtertes Ausgangssignal aufgrund des Originalsignals
G₀.
Die Analysatorstufen 310, 315, 320, 325, 330 und 335 ent
halten Eingangstiefpaßfilterstufen 311, 316, 321, 326,
331 bzw. 336 mit zunehmend schmaleren Durchlaßbandbreiten.
Die tiefpaßgefilterten Ausgangssignale dieser Filter 311
bis 336 sind genügend schmaler als ihre Eingangssignale,
so daß sie mit reduzierter Rate neu abgetastet werden
können, ehe sie zur nächsten Analysatorstufe weitergegeben
werden. Die Reduzierung der Abtastwerte erfolgt durch
Selektion auf einer regelmäßigen Basis (etwa durch Dezi
mierung) in Dezimierungsschaltungen 312, 317, 322, 327,
332, 337, welche auf die Filter 311, 316, 321, 326, 331
bzw. 336 folgen. Bei der oktavenweisen Spektralanalyse,
die besonders zweckmäßig ist, wird durch den Dezimierungs
prozeß jeder zweite Abtastwert unterdrückt.
Die höherfrequenten Anteile des jeder Analysatorstufe zu
geführten Eingangssignals werden extrahiert, indem vom
Eingangssignal die niedrigfrequenten Anteile weggenommen
werden. Der dezimierte niedrigerfrequente Anteil des Ein
gangssignals führt auf die Probleme, unerwünschterweise in
einer Abtastmatrix geringerer Auflösung als das Eingangs
signal vorzuliegen und unerwünschterweise gegenüber dem
Eingangssignal verzögert zu sein. Das erste dieser Proble
me wird in Expansionsschaltungen 313, 318, 323, 328, 333,
338 gelöst durch Einsetzen von Nullen an die fehlenden
Abtastpunkte in der Abtastmatrix des Tiefpaßfilter-Aus
gangssignals und anschließende Eliminierung der gleich
zeitig eingeführten zufälligen Oberwellenspektren durch
Tiefpaßfilterung. Das zweite Problem wird gelöst durch Ver
zögerung der Eingangssignale der Analysatorstufen, ehe von
ihnen die expandierten Tiefpaßfilter-Ausgangssignale sub
trahiert werden, welche von den Expansionsschaltungen 313,
318, 323, 328, 333, 338 geliefert werden.
Der Verzögerungs- und Subtraktionsvorgang erfolgt in
Schaltungen 314, 319, 324, 329, 334, 339, die jeweils in
den Analysatorstufen 310, 315, 320, 325, 330, 335 enthal
ten sind. (In bestimmten Fällen können Bauteile vorteil
hafterweise von den Eingangstiefpaßfiltern und der Ver
zögerungs- und Subtraktionsschaltung jeder Analysator
stufe gemeinsam benutzt werden, wie noch beschrieben wer
den wird.)
Die soeben beschriebene Spektralanalyse hat eine Pipeline-
Natur, und es erfolgt eine zunehmend längere Zeitverschie
bung der Abtastwerte L₁, L₂, L₃, L₄ und L₅ gegenüber den
Abtastwerten L ¢. Der hier benutzte Ausdruck "Zeitverschie
bung" bezieht sich auf differentielle Zeitverzögerungen
vorbestimmter bekannter Beträge, die zwischen den ent
sprechenden Abtastwerten der informationsmäßig zusammen
hängenden parallelen Signale auftreten, etwa zwischen ent
sprechenden Abtastwerten der analysierten Ausgangssignale
L₀, b₁, L₂, L₃, L₄, L₅ und G₆ des in Fig. 3 gezeigten
Spektralanalysators. Die noch zu beschreibende Signal
synthese aus den Spektrumsverfahren erfordert eine ent
gegengesetzte Zeitverschiebung entsprechender Sätze von
Abtastwerten. Dies kann mit Hilfe von Verzögerungsleitungen
340, 341, 342, 343 und 344 (typischerweise in Form von
Schieberegistern oder anderen Arten von Speichern, welche
die äquivalente Funktion ausführen, also ein serienweise
einzuschreibender und auszulesender Speicher) für die Ab
tastwerte L₀, L₁, L₂, L₃ und L₄ erfolgen, ehe diese in
den Schaltungen 345, 346, 347, 348 bzw. 349 verändert wer
den, wie dies Fig. 3 zeigt. Alternativ können die Spektren
verändert und der zum veränderten Spektrum gehörige Ab
tastwert zunehmend verzögert werden. Oder die Verzögerung
kann in verschiedener Weise aufgeteilt und vor sowie nach
der Veränderung erfolgen, um beispielsweise Spektrumsver
änderungen zeitlich parallel durchzuführen. Verständli
cherweise können innerhalb der Veränderungsschaltungen
345, 346, 347, 348 und 349 selbst unterschiedliche Verzöge
rungen als Teile der insgesamt unterschiedlichen Verzöge
rungserfordernisse in manchen Beispielen verwendet werden.
Die Spektren L₅ und G₆ werden in Veränderungsschaltungen
350 und 351 verändert. Bei einigen Signalverarbeitungs
anwendungen mögen die Veränderungsschaltungen 345 bis 351
nicht benötigt werden und durch jeweils unmittelbare Ver
bindungen ersetzt werden. Die soweit beschriebenen Spek
tralanalyseverfahren können durch Verwendung zusätzlicher
Analysatorstufen erweitert oder bei Benutzung von weniger
Analysatorstufen beschnitten werden. In solchen Fällen
ist das restliche Tiefpaßspektrum GΩ am Ende der Spektral
analyse nicht G₆.
Bei der Signalsynthese durch Rekombination der Spektral
analysekomponenten, möglicherweise in veränderter Form,
muß die Dezimierung der Abtastmatrix von Analysatorstufe
zu Analysatorstufe rückgängig gemacht werden, damit die
Spektralabtastwerte mit Hilfe der Addierer 353, 355, 357,
359, 361, 363 summiert werden können. Dies erfolgt zusätz
lich zur Korrektur der Zeitverschiebung in den Verzöge
rungsschaltungen 340 bis 344. Die Dezimierung wird rück
gängig gemacht mit Hilfe von Expansionsschaltungen 352, 354,
356, 358, 360 und 362, welche im wesentlichen gleich den
Expansionsschaltungen 338, 333, 328, 323, 318 bzw. 313
sind. Durch Multiplexbetrieb kann eine einzige Schaltung
eine doppelte Aufgabe erfüllen. Das restliche Tiefpaß
spektrum GΩ wird zeitlich gegenüber dem benachbarten Band
paßspektrum LΩ-1 vorverschoben, so daß seine Expandierung
seinen Abtastwert zeitlich mit demjenigen des Signals
LΩ-1 ausrichtet. GΩ ist in Fig. 3 G₆, welches in der Ex
pansionsschaltung 352 verändert (neu G6′) und expandiert
und dann in der Addierschaltung 353 zum geänderten Signal
LΩ-1 (L₅ in Fig. 3) hinzuaddiert ist, so daß ein synthe
tisiertes neues Signal GΩ-1 (neu G5′) entsteht. Das Aus
gangssignal der Addierschaltung 353 wird in der Expansions
schaltung 354 expandiert und in der Additionsschaltung
355 zum verzögerten und geänderten Signal L₄ hinzuaddiert,
so daß das neue Signal G4′ synthetisiert wird. Das Aus
gangssignal der Addierschaltung 355 wird in der Expan
sionsschaltung 354 expandiert und in der Addierschaltung
357 zum verzögerten veränderten Signal L₃ hinzuaddiert,
so daß das neue Signal G3′ synthetisiert wird. Das Aus
gangssignal der Addierschaltung 357 wird in der Expansions
schaltung 358 expandiert und in der Addierschaltung 359
zum verzögerten und veränderten Signal L₂ zum synthetisier
ten neuen Signal G2′ hinzuaddiert. Das Ausgangssignal der
Addierschaltung 359 wird in der Expansionsschaltung 60
expandiert und in der Additionsschaltung 361 zum verzöger
ten und veränderten Signal L₂ zum synthetisierten neuen
Signal G1′ hinzuaddiert. Schließlich wird das Ausgangs
signal der Addierschaltung 361 in der Expansionsschaltung
362 expandiert und in der Addierschaltung 363 zum synthe
tisierten neuen Signal G0′ addiert. Die neuen Signale G0′,
G1′, G2′, G3′, G4′, G5′ und G6′ sind in der Signalsynthe
tisierungsschaltung gemäß Fig. 3 durch Striche gekenn
zeichnet. Das neue Signal G0′ kann gewünschtenfalls mit
Hilfe eines (nicht dargestellten) Digital/Analog-Konverters
in analoge Form umgewandelt werden.
Die Expandierungen in den Schaltungen 352, 354, 356, 358,
360, 362 ergeben bei jedem Schritt des Syntheseverfahrens
eine Unterdrückung oberhalb des Bandes. Wenn die Bandpaß
spektren nicht breiter als eine Oktave sind, dann ergibt
dies eine Unterdrückung sämtlicher Harmonischer, die von
den Veränderungsschaltungen 345 bis 351 erzeugt worden
sind, welche andernfalls die Signalsynthese durch Einfüh
rung zufälliger "alias"-Frequenzen (Fremdfrequenzen) be
einträchtigen würden.
Fig. 4 zeigt den Aufbau der Spektralanalysatorstufe für
eine eindimensionale Information genauer, etwa die für die
oktavenweise Spektralanalyse verwendeten Stufen 310, 315,
320, 325, 330 oder 335. Die Stufe ist die Spektralanalysa
torstufe K-ter Ordnung, wobei K Null oder eine positive
ganze Zahl ist. Im Fall einer Spektralanalysestufe nullter
Ordnung hat die Taktfrequenz für diese Stufe eine Rate R
für die Abtastung des Originaleingangssignals G₀, dessen
Spektrum zu analysieren ist. Ist K eine positive ganze
Zahl, dann verringert sich die Taktfrequenz um 2K.
Das Eingangssignal GK wird der Spektralanalysatorstufe
nach Fig. 4 als Eingangssignal eines Schieberegisters 470
mit M Stufen zugeführt, das mit einer Taktfrequenz von
R/2K getaktet wird. Die (M+1) Abtastwerte mit zunehmend
längerer Verzögerung, die am Eingang und den Ausgängen des
Schieberegisters 470 vorhanden sind, bilden jede seiner
Ausgangsfunktionen als Mehrabgriffs-Verzögerungsleitung
eines Tiefpaß-Verzögerungsleitungsfilters. Die Abtastwerte
werden in der Schaltung 471 gewichtet und summiert, um Ab
tastwerte eines linearphasigen Tiefpaßfilter-Ausgangs
signals G(K+1) zu werden. Mit Ausnahme der Eingangsstufe
dezimiert in allen Analysatorstufen, in denen K größer als
0 ist, die halbierte Taktrate (verglichen mit der Taktrate
der vorangehenden Stufe), die im anfänglichen Schieberegi
ster 470 und den Addierern der Gewichtungs- und Summierungs
schaltung 471 verwendet wird, das Signal G(K+1) gegenüber
dem Signal GK. Das Ausgangssignal G(K+1) wird als ein
Eingangssignal einem Multiplexer 472 zugeführt, der mit
einer Umschaltrate von R/2K abwechselnd sein Eingangs
signal GK+1 bzw. ein Nullsignal auswählt und ein Signal
G(K+1) * erzeugt.
Das Signal G(K+1) * hat ein Basisbandfrequenzspektrum,
welches doppelt so groß wie das Spektrum von G(K+1) ist
und mit einem harmonischen Doppelseitenbandspektrum mit
unterdrücktem Träger mit einer Spitzenamplitude G(K+1)
vermischt ist. Nebenbei sei bemerkt, daß die nachfolgende
Spektralanalysatorstufe als Eingangssignal ein zeitlich
geeignet liegendes Signal G(K+1) * anstatt des Signals
G(K+1) erhalten kann. Das Signal G(K+1) * wird als Ein
gangssignal einem anderen Schieberegister 473 mit mehreren
Stufen zugeführt (die Stufenzahl kann gleich oder ver
schieden von M sein), welches mit einer Rate von R/2K ge
taktet wird. Die vom Eingangssignal und den Ausgangssigna
len von jeder Stufe des Schieberegisters 473 gebildeten
(M+1) Abtastwerte werden einer anderen Gewichtungs- und
Summierschaltung 474 zugeführt, die gleich der Schaltung
471 ist. Die Schaltung 474 unterdrückt ein erstes harmoni
sches Spektrum von G(K+1) und liefert das Signal G(K+1)
in expandierter Form als Abtastmatrix mit ebensovielen
Abtastwerten wie die Abtastmatrix von GK.
In einer Addierschaltung 475 wird diese expandierte Form
von GK+1 subtrahiert von GK, nachdem GK im Schieberegister
470 und einer Verzögerungsschaltung 476 verzögert worden
ist. Die Verzögerung des Signals GK um M-Zyklen im Schiebe
register 470 kompensiert die M/2-Zyklenverzögerung des
mittleren Abtastwertes für die Gewichtungs- und Summier
schaltung 471 hinsichtlich des Eingangssignals GK für die
Spektralanalysatorstufe nach Fig. 4 und hinsichtlich der
gleichen M/2-Periodenverzögerung zwischen G(K+1) * und dem
mittleren Abtastwert für die Gewichtungs- und Summierschal
tung 474. Die Verzögerungsschaltung 476 bringt eine Ver
zögerung zur Kompensation von Verzögerungen, die bei der
Addition in den Gewichtungs- und Summierschaltungen 471
und 474 auftreten, und die Verzögerungsschaltung 476 kann
einfach durch eine Verlängerung des Schieberegisters 470
um die erforderliche Anzahl weiterer Stufen realisiert
werden. Das Ausgangssignal LK von der Addierschaltung 475
ist eine der gesuchten Spektralanalysekomponenten, deren
untere Frequenzgrenze durch die Tiefpaßfilterung in der
K-ten Spektralanalysatorstufe gemäß Fig. 4 bestimmt wird
und dessen obere Frequenzgrenze durch die Tiefpaßfilte
rung in der vorangehenden Spektralanalysatorstufe, falls
eine solche vorhanden ist, bestimmt ist.
In Fig. 5 ist eine Möglichkeit zur Verringerung der Anzahl
der Schieberegisterstufen, die im erfindungsgemäßen
Spektrumanalysator verwendet werden, dargestellt. Die
Proben zur Definition von G(K+1) *, die gewichtet und
summiert werden, um die Tiefpaßfilterung zu bewirken,
die der Interpolation von G(K+1) zugeordnet ist, werden
von der mit Abgriffen versehenen Verzögerungsleitungs
anordnung gewonnen, die zur Unterstützung der anfängli
chen Tiefpaßfilterung von G(K+1) in der folgenden Spektral
analysatorstufe dient, und nicht durch Verwendung des
Schieberegisters 473.
Fig. 5 zeigt anhand eines Beispiels, wie dies etwa zwi
schen der Analysatorstufe nullter Ordnung, die zur Erzeu
gung von L₀ verwendet wird, und der nachfolgenden Analysa
torstufe durchgeführt wird. Die Elemente 570-0, 571-0,
575-0 und 576-0 sind diejenigen Elemente in der Spektral
analsystorstufe nullter Ordnung, welche den Elementen
470, 471, 475 und 476 der Spektralanalysatorstufe K-ter
Ordnung nach Fig. 4 entsprechen. Die Elemente 570-1 und
571-1 der Spektralanalysenstufe erster Ordnung sind analog
den Elementen 570-0 und 571-0 der Spektralanalysenstufe
nullter Ordnung, außer daß sie mit der halben Rate getak
tet werden. Die vier vom Eingang und den ersten drei Aus
gängen des Schieberegisters 570-1 entnommenen Abtastwerte
werden parallel mit einer Taktrate R/2 zugeführt. Zwischen
sie werden Nullen eingeschachtelt, und die Ergebnisse wer
den in zwei Phasenbeziehungen durch ein siebener Filter
gewichts-Muster ABCDCBA gewichtet, um ein paar aufeinander
folgender Abtastwerte zu erzeugen, die in der Subtrahier
schaltung 575-0 mit der Taktrate R vom verzögerten Signal
G₀ subtrahiert werden.
Der frühere Abtastwert jedes Paares aufeinanderfolgender
Abtastwerte, die vom verzögerten Signal G₀ subtrahiert
werden sollen, wird durch Multiplizieren des Eingangs
signals des Schieberegisters 570-1 und seiner ersten drei
Ausgangssignale mit Hilfe der Filtergewichte A, C, C und
A in den Gewichtsschaltungen 580, 581, 582 und 583 und
anschließendes Summieren der gewichteten Abtastwerte in
der Summierschaltung 587 erhalten. Die dazwischengefügten
Nullen würden bei dieser Positionierung von G₁ gegenüber
dem Filtergewichtsmuster an die mit B, D, B zu gewichten
den Stellen fallen. Der spätere Abtastwert jedes Paares
aufeinanderfolgender Abtastwerte, die vom verzögerten
Signal G₀ zu subtrahieren sind, wird erhalten durch Multi
plizierung des Eingangssignals des Schieberegisters 570-1
und seiner ersten beiden Eingangssignale mit den Filter
gewichten B, D und B in den Gewichtungsschaltungen 584,
585 und 586 und anschließendes Summieren der gewichteten
Abtastwerte in der Summierschaltung 588. Die dazwischen
gefügten Nullen würden an Stellen fallen, die für diese
Positionierung von G gegenüber dem Filtergewichtsmuster
mit A, C, C, A zu gewichten sind. Ein mit der Taktrate R
betriebener Multiplexer 589 wählt abwechselnd zwischen Ab
tastwerten an den Ausgängen der Summierschaltungen 587
und 588 aus und liefert einen Abtastwertfluß, der in der
Subtrahierschaltung 575-0 vom verzögerten Signal G₀ zu
subtrahieren ist.
Fig. 6 zeigt in weiteren Einzelheiten eine Stufe der
Signalsynthetisierschaltung nach Fig. 3. Die Abtastwerte
von GK′ (oder verzögert und verändert GΩ) werden im Multi
plexer 692 mit Nullen verschachtelt, und das resultierende
expandierte Signal wird als Eingangssignal einem Schiebe
register 693 mit M (oder einer anderen Zahl <1) Stufen
zugeführt und mit der expandierten Abtastrate getaktet.
Das Eingangssignal des Schieberegisters 693 und die Aus
gangssignale von seinen Stufen werden einer Gewichtungs-
und Summierschaltung 694 zugeführt. Das Spektrum GK′
(oder GΩ), das mit der doppelten Rate neu abgetastet wird
und dann eine harmonische Struktur hat, gelangt anschlie
ßend von der Gewichtungs- und Summierschaltung 694 zu
einer Addierschaltung 695, wo es mit dem veränderten
Signal L(K-1) kombiniert wird und zeitlich verzögert wird,
um mit den neu abgetasteten und gefilterten Abtastwerten
GK′ (oder GΩ) ausgerichtet zu sein, mit denen es addiert
wird. Der Multiplexer 692, das Schieberegister 693 und
die Gewichtungs- und Summierschaltung 694 können im Multi
plexbetrieb arbeiten, um beim Spektralanalyseprozeß als
Elemente 472, 473 und 474 zu dienen.
An dieser Stelle ist es zweckmäßig, die Charakteristik der
Tiefpaßfilterung zu betrachten, die beim Tiefpaßfiltern
des Spektralanalyseverfahrens und bei der Expandierung
der Spektralanalyse und Signalsynthese benutzt werden.
Die Tiefpaßfilterung erfolgt phasenlinear, und damit ist
das Muster der Filtergewichte symmetrisch um den (die)
mittleren Abtastwert(e). Die Filtergewichte summieren
sich zu 1, um tiefe Frequenzen im Hochpaßspektrum L₀ und
in den Bandpaßspektren L₁, L₂, L₃ . . . weitgehend zu unter
drücken. Erfolgt die Spektralanalyse oktavenweise und
die Dezimierung bei der Neucodierung des durch die Tief
paßfilterung in jeder Spektralanalysatorstufe entfernten
Unterbandes um den Faktor 2, dann ist es wünschenswert,
Frequenzen unter zwei Dritteln der Oktavenmittenfrequenz
bei der Tiefpaßfilterung zu entfernen. Eine stufenförmige
Frequenzcharakteristik des Filters (also ein steiler Ab
fall der Filterkennlinie) führt zu Überschwingungen in den
gefilterten Signalen, wodurch der Dynamikbereich sowohl
der von der Spektralanalysatorstufe extrahierten Funktion
G(K+1) als auch der durch Subtraktion des expandierten
Signals G(K+1) von GK erzeugte Funktion L(K+1) vergrößert
wird. Dies ist ein Beispiel für das Gibbs′sche Phänomen,
welches durch Verwendung eines weniger abrupten Abbruches
der Fourier-Reihe gemäßigt werden kann. Es ist eine Anzahl
von Abbruchsfenstern (truncation windows) bekannt, die eine
Filterkurve mit verringertem Gibbs′schen Phänomen ergeben,
beispielsweise nach Bartlett, Hanning, Hamming, Blackman
und Kaiser. Es sei hier auf Kapitel 5.5 des Buches
"DIGITAL SIGNAL PROCESSING" von A.V. Oppenheim und
R.W. Schäfer verwiesen, erschienen bei Prentice-Hall Inc.,
Englewood Cliffs, N.J., 1975: die Überschrift dieses
Kapitels lautet "Design of FIR Filters Using Windows" und
steht auf den Seiten 239 bis 251.
In der Praxis wird die Anzahl der Abtastwerte bei der Tief
paßfilterung gewöhnlich auf wenige begrenzt. Bei einer
Filterung unter Verwendung einer ungeraden Zahl von Abtast
werten umfaßt das Filterausgangssignal eine direkte Kompo
nente und eine Serie von Kosinusoberwellen, und bei einem
eine gerade Anzahl von Abtastwerten benutzenden Filter um
faßt das Filterausgangssignal eine direkte Komponente und
eine Serie von Sinusoberwellen. Die gewünschte Kennlinie
wird auf die beste Übereinstimmung approximiert, wobei
mit Hilfe eines Computers die Gewichtsfaktoren nach einem
Trial- und Error-Verfahren ausgewählt werden.
Man kann gemäß der Erfindung auch Spektren mit gleichem
Q und anderen als Oktavenbreiten erzeugen, jedoch erscheint
dies weniger zweckmäßig. Die Dezimierung des Tiefpaßfilter-
Ausgangssignals zur Auswahl jedes dritten Abtastwertes und
das Wegfiltern von Frequenzen unterhalb der Hälfte der
Mittenfrequenz des Bandpaßspektrums zur Erzeugung eines
Tiefpaßverhaltens führt zu einem Satz von Bandpaßspektren,
deren Bandbreite zunehmend um ein Drittel statt beispiels
weise um die Hälfte schmaler wird.
Die Abtastwert-Änderungsschaltungen 345 bis 351 nach
Fig. 3 können verschiedene Formen haben, und einige von
ihnen können durch direkte Verbindungen ersetzt werden.
Zur Entfernung von Hintergrundrauschen niedrigen Pegels
in den verschiedenen Spektren kann beispielsweise jede
der Veränderungsschaltungen 345 bis 351 eine Basislinien-
Begrenzungsschaltung 700 gemäß Fig. 7 enthalten. Solch
eine Begrenzungsschaltung 700 läßt sich einfach realisie
ren durch Fallenlassen der letztstelligen Bits des Signals.
Fig. 8 zeigt eine Schaltung, die für jede der Veränderungs
schaltungen 345 bis 351 für einen Spektrumsequilizer be
nutzt werden kann. Ein Drehschalter 897 ist so verdrahtet,
daß er für jede von mehreren Wellenstellungen einen Binär
code ergibt. Dieser Code wird über eine Verriegelungsein
richtung 898 einem 2-Quadranten-Multiplizierer zugeführt
zur Multiplikation der Eingangsspektrums-Abtastwerte, so
daß Ausgangsspektrums-Abtastwerte entstehen, die zur Er
zeugung von G0′ synthetisiert werden können. Die Verriege
lungseinrichtung 898 erhält den Codeeingang zum Multipli
zierer 889, während die Einstellung des Drehschalters 897
verändert wird. Man kann jedes Oktavenspektrum unterteilen
mit Hilfe von Digitalfiltern, bei denen dieselbe Abtast
rate benutzt wird wie bei der Ableitung des Oktaven
spektrums oder eine halbierte Abtastrate, und anschließend
die Verstärkungen der Spektralunterteilungen 37545 00070 552 001000280000000200012000285913743400040 0002003423484 00004 37426einzeln einge
stellt werden. Die Unterteilung der Oktaven in Zwölftel
ergibt individuelle Ton- oder Halbtoneinstellungen von
beispielsweise codierten Musiksignalen.
Die Änderungsschaltungen können ROM-Speicher zur Speicherung
nichtlinearer Übertragungsfunktionen sein. Beispielsweise
kann in jeder der Abtastwert-Veränderungsschaltungen 345
bis 351 einer Übertragungseinrichtung ein ROM-Speicher
990 verwendet werden, der eine logarithmische Form des
Eingangssignals speichert (Fig. 9), und in jeder der ent
sprechenden Abtastwert-Veränderungsschaltungen einer
Empfangseinrichtung kann ein ROM-Speicher 1091 verwendet
werden, der eine exponentielle Form des Eingangssignals
speichert (Fig. 10), so daß man eine Preemphasis des
Signals vor der Übertragung und eine Deemphasis nach dem
Empfang erhält. Es können auch andere komplementäre Pre
emphasis- und Deemphasiskennlinien in den ROM-Verände
rungsschaltungen der Sender- und Empfänger-Spektral
analyse-Signalsynthetisierschaltungen gespeichert werden.
Fig. 11 zeigt eine Abwandlung des Spektrumsanalysator und
Signalsynthesesystems nach Fig. 3, wobei die Verzögerungen
zwischen Analyse und Synthese aufgeteilt sind, so daß
Spektralabtastwerte ohne Zeitverschiebung für die Verarbei
tung geliefert werden. Eine solche Ausrichtung ist bei
spielsweise erwünscht in einem Kompansionssystem, wo die
Spektralanalyse zur Trennung von Signalen in Spektren vor
der Kompansion benutzt wird, so daß die kompandierten
Spektren zur Unterdrückung von Verzerrungen, die während
schneller Signalkompression oder -expansion erzeugt wer
den, gefiltert werden können. Die Amplitude des ursprüng
lichen, dem Analog/Digital-Konverter 305 in Fig. 3 zuge
führten Signals kann festgestellt werden, um in der Schal
tung 1130 ein Kompansionssteuersignal CC zu erzeugen,
welches jedem der Kompander 1110, 1111, 1112, 1113, 1114,
1115, 1116 zugeführt wird, um die von ihnen kompandierten
Signale mit schnellem Anstieg und langsamen Abfall zu
kompandieren (fast-attack, slow-decay compansion). Die
Kompander 1111 bis 1116 können im wesentlichen aus digita
len 2-Quadranten-Multiplizierern bestehen, bei denen das
Steuersignal CC von einem Analog/Digital-Konverter abge
leitet wird, der den üblichen Analogschaltungen nachge
schaltet ist, um das zu kompandierende Signal festzustel
len und daraufhin ein analoges Kompansionssteuersignal
zu erzeugen.
Die Kompander 1110, 1111, 1112, 1113, 1114, 1115 und 1116
arbeiten mit den Spektren L₀, L₁, L₂, L₃, L₄, L₅ und G₆,
nachdem diese unter Verwendung von Verzögerungsschaltungen
1100, 1101, 1102, 1103, 1104 und 1106 zur zeitlichen Aus
richtung ihrer jeweiligen Abtastwerte differentiell ver
zögert worden sind. Die Verzögerungsschaltungen 1120,
1121, 1122, 1123, 1124 und 1125 verschieben dann die kom
pandierten Signale L0′, L1′, L2′, L3′, L4′, L5′ und G6′
in geeigneter Weise für den Signalsynthesevorgang unter
Verwendung der Elemente 352 bis 363 gemäß Fig. 3.
Die Verzögerungen in den Verzögerungsschaltungen 1106 und
1125 betragen im wesentlichen M/2-Zyklen der R/2K-Taktrate,
wobei K fünf oder 16M-Zyklen der Basistaktrate R ist, und
diese Verzögerung tritt auf bei der Zusammenstellung der
Abtastwerte für die Gewichtungs- und Summierungsschaltung
474 der letzten Spektralanalysatorstufe 335. Diese Verzöge
rung von 16M-Zyklen wird um die Verzögerungszeit D₁ ver
längert, um die Additionszeiten in den Expansionsschaltun
gen 338 und 352 auszugleichen, und sie wird durch eine
Verzögerungszeit D₂ weiter verlängert, um die zusätzlichen
Zeiten in der Verzögerungs- und Subtrahierschaltung 334
und in der Addierschaltung 353 auszugleichen. Es sei ange
nommen, daß alle Additionsvorgänge mit der Basistaktrate
R ausgeführt werden und D₁ und D₂ lassen sich durch Zahlen
dieser Taktzyklen ausdrücken.
Die Verzögerung in der Verzögerungsschaltung 1104 ist
länger als 16M + D₁ + D₂ Zyklen der Taktrate R, und zwar
um die Differenz zwischen der Zeit, die zur Entwick
lung von L₅ aus G₅ benötigt wird, und der Zeit, die zur
Entwicklung von L₄ aus G₅ benötigt wird. Die zur Entwick
lung von L₅ aus G₅ benötigte Zeit beträgt M Zyklen von
R/2⁵-Taktraten, um zweimal Abtastwerte zur Gewichtung und
Summation zu sammeln, oder 32M-Zyklen der Basistaktrate
plus 2D₁ für zwei Sätze von Abtastwertsummationen plus
D₂ für die Abtastsubtraktion. Die für die Entwicklung von
L₄ aus G₅ benötigte Zeit beträgt M/2 Zyklen von R/2⁴-Takt
raten zum Sammeln von Abtastwerten zur Gewichtung und Sum
mation oder 8M-Zyklen der Basistaktrate plus D₁ zur Abtast
wertsummation plus D₂ zur Abtastwertsubtraktion. Man
braucht 24M + D₁ Zyklen der Basistaktrate zusätzliche Ver
zögerung, um die Abtastwerte L₄ zeitlich mit den Abtast
werten L₅ auszurichten. Somit hat die Verzögerungsschal
tung 104 eine Gesamtverzögerung von 40M + 2D₁ + D₂ Zyklen
der Basistaktrate R. Ähnliche Berechnungen ergeben, daß
die Zyklen der Basistaktrate R,um welche die Abtastwerte
in den Verzögerungsschaltungen 103, 102, 101 und 100 ver
zögert werden, 52M + 3D₁ + D₂, 58M + 4D₁ + D₂, 61M + SD₁
+ D₂ bzw. (62 1/2)M + 6D₁ + D₂ betragen.
Die von der Verzögerungsschaltung 1124 zusätzlich zu der Ver
zögerung durch die Verzögerungsschaltung 1125 benötigte
Verzögerung ist diejenige Zeit, die für die Expansion in
der Schaltung 354 und die für die Addition in der Addier
schaltung 355 benötigte Verzögerung D₂ gebraucht wird. Die
erstgenannte Verzögerung beträgt M/2 Zyklen der Taktrate
R/2⁴ zum Sammeln von Abtastwerten für die Gewichtung und
Summierung, 8M-Zyklen der Basistaktrate R plus der für
die Summierung beim Gewichtungs- und Summierungsprozeß
benötigten Verzögerung D₁. Die Gesamtverzögerung in der
Verzögerungsschaltung 1124 beträgt dann 24M + D₁ + D₂.
Durch ähnliche Berechnungen ergeben sich die Gesamtver
zögerungen in den Verzögerungsschaltungen 1123, 1122,
1121 und 1120 in Zyklen der Basistaktrate R ausgedrückt
zu 28M + 3D₁ + 3D₂, 30M + 4D₁ + 4D₂, 31M + 5D₁ + 5D₂ bzw.
(31 1/2)M + 6D₁ + 6D₂.
Ähnliche Berechnungen lassen sich zur Bestimmung der Ge
samtverzögerungen in den Verzögerungsschaltungen 340 bis
344 der Fig. 3 verwenden unter der Annahme, daß die Ände
rungsschaltungen 345 bis 351 alle dieselben Verzögerungen
haben. Die Verzögerungsschaltungen 340, 341, 342, 343,
344 und 345 haben jeweils Verzögerungen, in Zyklen der
Basistaktrate R ausgedrückt, von 77M + 12D₁ + 7D₂,
76M + 10D₁ + 6D₂, 72M + 8D₁ + 5D₂, 64M + 6D₁ + 4D₂ und
48M + 4D₁ + 3D₂.
Die im Spektralanalysator angewandte digitale Filterung
ist eine Art oder Spezies hierarchischer Filterung von
allgemeinem Interesse, indem eine Tiefpaß- oder Bandpaß
filterung, die sich über viele viele Abtastwerte er
streckt, mit einer relativ kleinen Anzahl von zu irgend
einer Zeit gewichteten und summierten Abtastwerten durch
geführt wird.
Obgleich die Erfindung auch brauchbar ist für die Ver
wendung des Spektrums einer eindimensionalen Signalinfor
mation, wurde die Burt-Pyramide entwickelt zur Analysie
rung primär der Raumfrequenzen zweidimensionaler Bild
informationen. Die Erfindung erlaubt eine Realzeit-
Spektralanalyse der Raumfrequenzen einer sich verändern
den Bildinformation, wie sie in aufeinanderfolgenden
Videobildern bei einer Fernsehdarstellung auftritt.
Wie in der Fernsehtechnik bekannt ist, treten aufeinander
folgende Videovollbilder (im NTSC-Format) nacheinander
mit einer Vollbildrate von 30 Vollbildern pro Sekunde auf.
Jedes Vollbild besteht aus einem Raster von 525 ineinander
verschachtelten Horizontalablenkzeilen. Die aufeinander
folgenden ungeradzahligen Horizontalablenkzeilen eines
Vollbildes werden während einer ersten Halbbildperiode
nacheinander gesendet. Die aufeinanderfolgenden geradzah
ligen Ablenkzeilen eines Vollbildes werden nacheinander
während einer zweiten Halbbildperiode übertragen, welche
auf die erste Halbbildperiode folgt. Darauf folgt die
erste Halbbildperiode des nächstfolgenden Vollbildes. Die
Dauer jeder Halbbildperiode beträgt 1/60-stel Sekunde.
Jedoch muß man eine Speicherung für mindestens die Anzahl
der Bildelemente in einer Halbbildzeit vorsehen, um das
volle Raumfrequenzspektrum des Bildes in verzögerter Real
zeit definieren zu können.
Eine als fortschreitende Abtastung bekannte Technik kennt
man in der Fernsehtechnik, um aus einem NTSC-Videosignal
Vollbilder mit den gesamten 525 aufeinanderfolgenden Zei
len mit einer Rate von 60 Vollbildern pro Sekunde abzulei
ten. Bei dieser Technik wird jedes aufeinanderfolgende
NTSC-Halbbild für eine Halbbildperiode von 1/60-stel Sekun
de verzögert. Auf diese Weise sind die aufeinanderfolgen
den Ablenkzeilen eines gleichzeitig auftretenden ungerad
zahligen Halbbildes mit den aufeinanderfolgenden Ablenk
zeilen eines unmittelbar vorangehenden geradzahligen Halb
bildes verschachtelt, welches um eine Halbbildperiode ver
zögert worden ist, so daß man ein ganzes Vollbild von
Bildelementen während des gleichzeitig auftretenden unge
radzahligen Halbbildes jedes der aufeinanderfolgenden
Vollbilder erhält. In ähnlicher Weise sind die aufeinander
folgenden Ablenkzeilen eines gleichzeitig auftretenden
geradzahligen Halbbildes mit den aufeinanderfolgend auf
tretenden Ablenkzeilen eines unmittelbar vorangehenden
ungeradzahligen Halbbildes verschachtelt, welches um eine
Halbbildperiode verzögert worden ist, um ein volles Voll
bild von Bildelementen während dieser gleichzeitig auf
tretenden geradzahligen Halbbildperiode jedes der aufein
anderfolgenden Vollbilder zu ergeben.
Die oben beschriebene fortschreitende Abtasttechnik ist
besonders nützlich für die Erzeugung hochaufgelöster Bild
wiedergaben, wie sie als High Definition Television (HDTV)
bekannt ist, was derzeit in der Fernsehtechnik entwickelt
wird. Die Erfindung eignet sich auch für HDTV, um bessere
Bildwiedergaben zu liefern.
Fig. 12 zeigt einen Spektralanalysator gemäß der Erfindung
zur Verarbeitung von Signalen, die eine zweidimensionale
Information darstellen, wie etwa die Raumfrequenz-Bildin
formation, die in aufeinanderfolgenden, fortschreitend ab
getasteten Fernsehvollbildern enthalten ist. Alternativ
kann eine solche zweidimensionale Information auch von einer
ohne Zeilensprung arbeitenden Fernsehkamera erhalten werden
oder von einer mit Zeilensprung arbeitenden Kamera mit
nachgeschaltetem Speicher.
Anhand von Fig. 12 sei aus Gründen der Einfachheit der Be
schreibung die monochrome Verarbeitung der Leuchtdichte
signale erläutert, jedoch kann die zu beschreibende Tech
nik auch individuell auf die Primärfarben von Farbfernseh
signalen oder auf die aus diesen durch algebraische Matri
zierung abgeleiteten Signale angewandt werden. Ein Original
videosignal wird in Rasterabtastformat einem Analog/Digital-
Konverter 1205 zur Abtastung (falls unabgetastet) oder zur
Neuabtastung (falls bereits abgetastet) und zur endgülti
gen Digitalisierung zugeführt. Die digitalisierten Video
abtastwerte sind als Signal mit G₀ bezeichnet und enthal
ten das vollständige zweidimensionale Raumfrequenzspektrum
des ursprünglichen Signals und dessen aufgrund der Abtast-
Vorgänge zugehörige Oberwellenspektren. Diese Oberwellen
spektren sind symmetrisch um die jeweilige Abtastfrequenz
und deren Oberwellen. Die Oberwellenspektren werden in der
nachfolgend erläuterten Weise spezifisch behandelt. Die
allgemeine Tatsache ihres Vorhandenseins, wird erwähnt,
weil die Oberwellenspektren beim Entwurf der zweidimensio
nalen Tiefpaß-Raumfrequenzfilter berücksichtigt werden
müssen, die der Spektralanalysator gemäß Fig. 12 verwendet.
Der Grund liegt darin, daß diese Oberwellenspektren Anlaß
zu Fremdfrequenzen bei der Spektralanalyse und bei der
darauf aufbauenden Signalsynthese geben.
In der Spektralanalysatorstufe 1210 erster Ordnung wird
aus G₀ ein Hochpaßspektrum L₀ abgetrennt. Dieses Hochpaß
verhalten wird im wesentlichen bewirkt durch Tiefpaßfil
tern von G₀ und Verzögerung von G₀ gegenüber seiner zeit
lichen Lage, mit der es aus dem A/D-Konverter 1205 kommt,
um dasselbe Maß, um welches die tieferfrequenten Anteile
von G₀ im Tiefpaßfilter-Ausgangssignal verzögert sind, und
durch Subtraktion des tiefpaßgefilterten Ausgangssignals
von dem verzögerten Signal G₀. Mit der Annahme, daß die
Spektralanalyse oktavenweise erfolgt, wird die Grenzfre
quenz des zweidimensionalen Tiefpaß-Raumfrequenzfilters
1211 gleich der obersten Frequenz des nächsten zu analysie
renden Bandpaßspektrums L₁ von Oktavbreite gewählt, also
bei vier Drittel seiner Mittenfrequenz. In der Dezimier
schaltung 1212 werden abwechselnde Reihen und Spalten von
Abtastwerten eliminiert, um das tiefpaßgefilterte Signal
G₀ mit der Raumfrequenzrate R/2 abzutasten, und dieses
Signal mit reduzierter Abtastrate wird als Tiefpaßausgangs
signal der Stufe 1210 für die weitere Spektralanalyse ge
liefert. Das tiefpaßgefilterte Signal G₀ mit reduzierter
Abtastrate wird dann nach den Methoden interpoliert, die
von R. W. Schafer und L. R. Rabiner in ihrem Aufsatz
"A Digital Signal Processing Approach to Interpolation"
auf den Seiten 692 bis 702 der Zeitschrift PROCEEDINGS
OF THE IEEE, Band 61, Nr. 6, vom Juni 1973 beschrieben
sind. In der Expansionsschaltung 1213 werden die in der
Dezimierschaltung 1212 eliminierten Abtastwerte durch Nul
len ersetzt, um ein Eingangssignal für ein weiteres zwei
dimensionales Tiefpaß-Raumfrequenzfilter 1214 zu bilden.
Dieses Filter kann dieselben Abtastgewichtskoeffizienten
benutzen wie das anfängliche Tiefpaßfilter, aber es hat
in jedem Falle im wesentlichen dieselbe Grenzfrequenz wie
dieses. Das resultierende Signal hat eine Abtastmatrix
gleicher Ausdehnung wie diejenige des Signals G₀, welches
in der Verzögerungsschaltung 1215 verzögert ist, und es
wird vom verzögerten Signal G₀ in der Subtrahierschaltung
1216 subtrahiert, um ein Hochpaß-Ausgangssignal L₀ zu er
geben. L₀ ist nicht nur der Hochpaßteil von G₀, sondern
es enthält auch niedrigerfrequente Phasenfehlerkorrektur
terme, wie oben erwähnt, die bei der Rücksynthese des
Videosignals aus der Spektralanalyse benutzt werden, um die
durch die Neuabtastung G₀ bei niedriger Abtastrate in der
Dezimierschaltung 12 eingeführten Fehler zu kompensieren.
Diese Trennung des Signals in einen Tiefpaßteil, der mit
der halben Rate neu abgetastet wird, und in einen Hochpaß
teil, wird in jeder Spektralanalysatorstufe wiederholt.
Jede aufeinanderfolgende Spektralanalysatorstufe erhält
als Eingangssignal das neu abgetastete Tiefpaß-Ausgangs
signal der vorangehenden Spektralanalysatorstufe, wobei
die Abtastrate in jeder aufeinanderfolgenden Spektral
analysatorstufe gegenüber derjenigen der vorangehenden
Stufe halbiert wird. Das Hochpaß-Ausgangssignal jeder
Spektralanalysatorstufe 1220, 1230, 1240, 1250, 1260 nach
der anfänglichen Stufe 1210 hat eine obere Grenze, welche
durch die Tiefpaßcharakteristik der vorangehenden Stufe
bestimmt ist, und daher sind diese "Hochpaß"-Ausgangs
signale tatsächlich Bandpaßspektren absinkender Raumfre
quenz mit gleichem Q. Die Dezimierung der Ausgangssignale
der anfänglichen Tiefpaßfilter in jeder Stufe, die mit
einem Faktor von 2 erfolgt, und die Grenzfrequenz der
Tiefpaßfilter in jeder Stufe, die zwei Drittel der Mit
tenfrequenz der von ihr bewirkten Spektralanalyse beträgt,
sind Faktoren, welche diese Spektren mit gleichem Q
sinkende Oktaven der zweidimensionalen Raumfrequenz sein
läßt.
Das dezimierte Tiefpaß-Ausgangssignal G₁ der Spektral
analysatorstufe 1210 wird von ihrer Dezimierschaltung
1212 als Eingangssignal der nächstfolgenden Spektral
analysatorstufe 1220 zugeführt. Die Spektralanalysator
stufe 1220 hat Elemente 1221, 1222, 1223, 1224 und 1226
analog den Elementen 1211, 1212, 1213, 1214, 1215 und 1216
der Spektralanalysatorstufe 1210; die Unterschiede der
Arbeitsweise rühren daher, daß die Abtastfrequenz in der
Stufe 1220 in beiden Dimensionen bezüglich der Stufe
1210 halbiert sind. Die Tiefpaßfilter 1221 und 1224
haben Gewichtskoeffizienten gleich denjenigen der Tiefpaß
filter 1211 bzw. 1214; jedoch wird durch die Halbierung
der Abtastrate in der Stufe 1220 im Vergleich zur Stufe
1210 die Grenzfrequenz der Filter 1221 und 1224 im Ver
gleich zu den Filtern 1211 und 1214 halbiert. Die Verzöge
rung vor der Subtraktion in der Verzögerungsschaltung 1225
ist zweimal so lang wie in der Verzögerungsschaltung 1215;
nimmt man an, daß diese Verzögerungen durch Taktung in
einem Schieberegister oder dergleichen bewirkt werden,
dann sind die Verzögerungsstrukturen die gleichen, wobei
das Verzögerungsverhältnis 2 : 1 durch das Verhältnis 1 : 2
der jeweiligen Verzögerungstaktraten in den Verzögerungs
schaltungen 1225 und 1215 gegeben ist. Das Hochpaß-Aus
gangssignal L₁ der Spektralanalysatorstufe 1220 ist ein
Bandpaßspektrum von Raumfrequenzen unmittelbar unterhalb
des Spektrums L₀.
Das dezimierte Tiefpaß-Ausgangssignal G₂ der Spektralanaly
satorstufe 1220 wird von seiner Dezimierschaltung 1222
als Eingangssignal der Spektralanalysatorstufe 1230 zuge
führt. Das Bandpaßspektrum L₂ eine Oktave unterhalb L₁
ist das Hochpaß-Ausgangssignal der Spektralanalysatorstufe
1230 aufgrund ihres Eingangssignals G₂. Die Spektralanaly
satorstufe 1230 enthält Elemente 1231, 1232, 1233, 1234,
1235 bzw. 1236 entsprechend den Elementen 1221, 1222, 1223,
1224, 1225 und 1226 der Spektralanalysatorstufe 1220 mit
Ausnahme der halbierten Abtastraten.
Das dezimierte Tiefpaß-Ausgangssignal G₃ der Spektralanaly
satorstufe 1230 wird von ihrer Dezimierschaltung 1232 als
Eingangssignal der nachfolgenden Spektralanalysatorstufe
1240 zugeführt. Das Bandpaßspektrum L₃ eine Oktave unter
halb von L₂ ist das Hochpaß-Ausgangssignal der Spektral
analysatorstufe 1240 aufgrund ihres Eingangssignal G₃. Die
Spektralanalysatorstufe 1240 enthält Elemente 1241, 1242,
1243, 1244, 1245 bzw. 1246 entsprechend den Elementen 1231,
1232, 1233, 1234, 1235 und 1236 der Spektralanalysator
stufe 1230, mit Ausnahme der halbierten Abtastraten.
Das dezimierte Tiefpaß-Ausgangssignal G₄ der Spektralanaly
storstufe 1240 wird von ihrer Dezimierschaltung 1242 als
Eingangssignal der nächstfolgenden Spektralanalysatorstufe
1250 zugeführt. Das Bandpaßspektrum L₄ eine Oktave unter
halb von L₃ ist das Hochpaß-Ausgangssignal der Spektral
analysatorstufe 1250 aufgrund ihres Eingangssignals G₄.
Die Spektralanalysatorstufe 1250 enthält Elemente 1251,
1252, 1253, 1254, 1255 bzw. 1256 entsprechend den Elemen
ten 1241, 1242, 1243, 1244, 1245 und 1246 der Spektral
analysatorstufe 1240, mit Ausnahme der halbierten Abtast
raten.
Das dezimierte Tiefpaß-Ausgangssignal G₅ der Spektral
analysatorstufe 1250 wird von ihrer Dezimierschaltung
1252 als Eingangssignal der nachfolgenden Spektralanalysa
torstufe 1260 zugeführt. Das Bandpaßspektrum L₅ eine
Oktave unterhalb von L₄ ist das Hochpaß-Ausgangssignal der
Spektralanalysatorstufe 1260 aufgrund ihres Eingangssignals
G₅. Die Spektralanalysatorstufe 1260 enthält Elemente
1261, 1262, 1263, 1264, 1265 und 1266 entsprechend den
Elementen 1251, 1252, 1253, 1254, 1255 und 1256 der
Spektralanalysatorstufe 1250 mit Ausnahme der halbierten
Abtastraten.
Das dezimierte Tiefpaß-Ausgangssignal GΩ, welches von der
Dezimierschaltung der letzten Spektralanalysatorstufe ge
liefert wird, hierbei ist GΩ G₆, das von der Dezimierschal
tung 1262 der Spektralanalysatorstufe 1260 geliefert wird,
ist ein restliches Spektral-Tiefpaß-Ausgangssignal. Es
dient als Grundlage für die Neusynthese der Signale durch
Summierung interpolierter Spektralbandpaßsignale der
späteren Spektralanalysatorstufen und des "Schlußstein"-
Hochpaß -Spektralausgangssignals der anfänglichen Spektral
analysatorstufe. L₀, L₁, L₂, L₃, L₄ und L₅ sind zeitlich
verschoben und werden mit zunehmenden Verzögerungsbeträ
gen geliefert. Das restliche Tiefpaßspektrum GΩ (hier G₆)
folgt zeitlich dem letzten Bandpaßspektrum LΩ-1 (hier L₅)
mit entgegengesetzter Zeitverschiebung.
Wie hier beschrieben wird, erfordern die Verfahren der
Signalsynthese aus Spektralkomponenten auch, daß die Spek
tralkomponenten L₀, L₁, L₂, L₃, L₄ und L₅ gegenseitig die
se entgegengesetzte Zeitverschiebung haben. Vor der Be
schreibung der Durchführung der Spektralanalyse und
Synthese der daraus gewonnenen Signale sei der Aufbau der
Spektralanalysatorstufen genauer erläutert. Zunächst seien
die anfänglichen zweidimensionalen Tiefpaßfilter beschrie
ben.
Wie in der Filtertechnik bekannt ist, können zweidimensio
nale Filter nicht trennbarer Natur oder alternativ trenn
barer Natur sein. Trennbare Filterung in der ersten und
zweiten Dimension läßt sich durchführen, indem zunächst
in einer ersten Richtung gefiltert wird, wobei ein erstes
eindimensionales Filter benutzt wird, und dann in einer
zweiten Richtung gefiltert wird, die rechtwinklig zur
ersten Richtung verläuft, indem ein zweites eindimensiona les Filter benutzt wird. Da die jeweiligen Tiefpaßfilter- Kennlinien zweier getrennt hintereinandergeschalteter ein dimensionaler Filter, die ein trennbares zweidimensionales Tiefpaßfilter bilden, völlig unabhängig voneinander sind, kann also die Kern- oder Rumpffunktion und Struktur jedes dieser Tiefpaßfilter ähnlich derjenigen sein, wie sie im Zusammenhang mit den Fig. 2a und 2b und den Fig. 3 bis 11 beschrieben worden ist.
ersten Richtung verläuft, indem ein zweites eindimensiona les Filter benutzt wird. Da die jeweiligen Tiefpaßfilter- Kennlinien zweier getrennt hintereinandergeschalteter ein dimensionaler Filter, die ein trennbares zweidimensionales Tiefpaßfilter bilden, völlig unabhängig voneinander sind, kann also die Kern- oder Rumpffunktion und Struktur jedes dieser Tiefpaßfilter ähnlich derjenigen sein, wie sie im Zusammenhang mit den Fig. 2a und 2b und den Fig. 3 bis 11 beschrieben worden ist.
Im Falle von Fernsehbildern, die aus dem Raster horizonta
ler Ablenkzeilen gebildet sind, sind die beiden rechtwink
ligen Richtungen eines trennbaren Filters vorzugsweise
die horizontale und vertikale Richtung. Verwendet man eine
trennbare zweidimensionale Tiefpaßfilterung bei der Reali
sierung der Erfindung, dann lassen sich gewisse Vorteile
bei der Durchführung der horizontalen Tiefpaßfilterung vor
der vertikalen Tiefpaßfilterung erreichen, während man
andere Vorteile erhält, wenn man die vertikale Tiefpaß
filterung vor der horizontalen Tiefpaßfilterung vornimmt.
Nimmt man beispielsweise die horizontale Filterung und
Dezimierung zuerst vor, dann reduziert sich die Anzahl
der Bildelement-Abtastwerte pro horizontaler Ablenkzeile,
welche durch die vertikale Kernfunktion während der nach
folgenden Vertikalfilterung zu verarbeiten ist, um die
Hälfte. Nimmt man jedoch erst die vertikale Filterung
vor, dann kann man dieselbe Verzögerungsstruktur benutzen,
die erforderlich ist, um die relativ lange, für die Ver
tikalfilterung benötigte Verzögerung zu ergeben und auch
um die jeweiligen Kompensationsverzögerungen (1215, 1225,
1235, 1245, 1255 und 1265) für die Weiterleitung der je
weiligen Signale G₀ bis G₅ zum positiven Anschluß jeder
entsprechenden Subtrahierschaltung 1216, 1226, 1236, 1246,
1256 und 4266 der Stufen 1210, 1220, 1230, 1240, 1250 und
1260 des in Fig. 12 gezeigten Spektralanalysators zu ergeben.
Die Gesamtfilteransprache (Verteilung der Eingangsproben
in einer Positionsmatrix) trennbarer zweidimensionaler
Raumfrequenzfilter kann quadratisch oder rechteckig im
Querschnitt parallel zur Raumfrequenzebene sein. Jedoch
können Filteransprachen nicht trennbarer Filter andere
Querschnitte haben. Kreisförmige und elliptische Quer
schnitte sind von besonderem Interesse für die Filterung
rasterabgetasteter Fernsehsignale, da Filteransprachen
mit solchen Querschnitten zur Reduzierung übermäßiger
diagonaler Auflösung in den Fernsehsignalen benutzt wer
den können. Die Gleichmäßigkeit der Bildauflösung in allen
Richtungen ist wichtig beispielsweise in Fernsehsystemen,
wo das Bild zwischen Kamera und Wiedergabevorrichtung
verdreht wird.
Nachstehend ist eine Matrix von Filtergewichten mit einem
Muster angegeben, das eine Quadrantensymmetrie und ein
lineares Phasenverhalten aufweist, Filtercharakteristika,
die besonders geeignet zur Verwendung als die 2-D-Tief
paßfilter 1211, 1221, 1231, 1241, 1251 bzw. 1261 und die
2-D-Tiefpaßfilter 1214, 1224, 1234, 1244, 1254 und 1264
nach Fig. 12 eignen.
Eine Kernfunktionsmatrix mit diesem Muster von Gewichts
faktoren verarbeitet ihrerseits jeden von aufeinander
folgenden Bildabtastwerten, wobei jeder Bildabtastwert
bei der Verarbeitung in seiner Position einem zentral
gelegenen Gewichtsfaktor J der Matrix entspricht. In einem
Tiefpaßfilter hat der Gewichtsfaktor J den relativ höch
sten Größenwert, und jeder der anderen Gewichtsfaktoren
hat einen Größenwert, der zunehmend kleiner wird, je wei
ter er von der Mittelposition weg liegt. Daher haben die
Gewichtsfaktoren A in den Ecken den niedrigsten Größen
wert.
Im Falle eines nicht trennbaren zweidimensionalen Filters
sind die spezifischen gewählten Werte der Pegelgrößen von
A, B, C, D, E, F, G, H und J völlig unabhängig voneinander.
Im Falle eines zweidimensionalen trennbaren Filters er
geben sich die Pegelgrößen der Gewichtsfaktoren jedoch aus
dem Kreuzprodukt der jeweiligen Werte der horizontalen
und vertikalen eindimensionalen Kerngewichtsfaktoren, und
die jeweiligen Werte A, B, D, D, E, F, G, H und J sind
nicht völlig unabhängig voneinander.
Eine Anordnung zur Synthetisierung eines elektrischen
Signals aus Komponentenspektren, wie sie generell in
Fig. 13 gezeigt ist, ist von Bedeutung für die Erfindung.
Die Spektralkomponenten G6′, L5′, L4′, L3′, L2′, L1′ und
L0′ sind Entsprechungen ihrer nicht mit Strich versehenen
Gegenstücke, die vom Spektralanalysator nach Fig. 12 ge
liefert werden. Die Spektralkomponenten L₀, L₁, L₂, L₃,
L₄, G₆ und L₅ werden zeitlich zunehmend später von dem
Spektralanalysator nach Fig. 12 geliefert und müssen dif
ferentiell verzögert werden, um G0′, L5′, L4′, L3′, L2′,
L1′ und L0′ zunehmend später für die Signalsynthetisier
schaltung nach Fig. 13 zu liefern.
Fig. 13 zeigt eine Signalsynthetisierschaltung mit einer
Mehrzahl aufeinanderfolgenden Signalsynthesestufen 1360,
1365, 1370, 1375, 1380, 1385. Bei der Verwendung zur
Interpolation expandiert jede Stufe die Abtastwertmatrix
einer Spektralkomponente, so daß sie die gleiche Ausdehnung
wie die in der Raumfrequenz nächsthöhere Spektralkomponente
hat, so daß sie zu dieser Spektralkomponente addiert wer
den kann. Die Expansion der Abtastwertmatrix erfolgt durch
Verschachtelung der Abtastpunkte in der Matrix mit Nullen
und Tiefpaßfilterung des Ergebnisses zur Entfernung von
Oberwellenstrukturen. Die Tiefpaßfilterung hat vorzugswei
se dieselbe Filtercharakteristik wie die Tiefpaßfilterung
beim entsprechenden Interpolationsvorgang im Spektralanaly
sator nach Fig. 12.
Die Tiefpaßfilterung bei der Interpolation in der Signal
synthetisierschaltung unterdrückt Oberwellen der durch
nichtlineare Verarbeitung veränderten Signale GΩ oder LK,
die in den Veränderungsschaltungen auftreten können (wie
sie im Zusammenhang mit Fig. 3 beschrieben sind), welche
zwischen den Spektralanalysator nach Fig. 12 und die Synthe
tisierschaltung nach Fig. 13 eingefügt sind. Solche nicht
linearen Vorgänge verursachen sichtbare Aliasing-Fehler im
synthetisierten Bildgemisch, wenn nicht die Tiefpaßfilte
rung durch die Interpolationsprozesse erfolgte, welche
bei der Signalsynthese vorgenommen werden.
Bei der Synthetisierschaltung nach Fig. 13 werden zwischen
die Abtastwerte des Tiefpaßspektrums G6′ in der Expansions
schaltung 1361 Nullen eingefügt, und dann werden sie durch
das zweidimensionale Tiefpaß-Raumfrequenzfilter 1362 ge
schickt, das ähnlich dem Filter 1265 beim Spektrumanalysa
tor nach Fig. 12 ist. Die Abtastwerte des Ausgangssignals
des Filters 1362 werden in einer Addierschaltung 1363 zu
Abtastwerten von L5′ zu einem Signal G5′ addiert, welches
ähnlich oder identisch mit dem hypothetischen zeitlich
verzögerten Abbild von G₅ ist. Dann werden die Abtastwerte
G5′ in der Expansionsschaltung 1366 mit Nullen verschach
telt. Dieses Signal wird durch das Tiefpaßfilter 1367 ge
schickt, welches ähnlich dem Tiefpaßfilter 1254 nach
Fig. 12 ist, und in einer Addierschaltung 1368 zu L4′
addiert, wobei G4′ entsteht, welches gleich oder identisch
mit einem zeitlich verzögerten Abbild von G₄ ist. Die Ab
tastwerte von G4′ werden in der Expansionsschaltung 1371
mit Nullen verschachtelt und das Ergebnis wird in einem
Filter 1372, welches ähnlich dem Filter 1244 in Fig. 12
ist, tiefpaßgefiltert. Das Ausgangssignal des Filters
1372 wird in einer Addierschaltung 1373 zu L3′ addiert
und das entstehende Signal G3′ ist ähnlich oder identisch
mit einem verzögerten Abbild von G₃. Die Abtastwerte von
G3′ werden in der Expansionsschaltung 1376 mit Nullen ver
schachtelt, und das Ergebnis wird in einem Filter 1377,
welches ähnlich dem Filter 1234 in Fig. 12 ist, tiefpaß
gefiltert. Das Ausgangssignal des Filters 1377 wird in
einer Addierschaltung 1378 zu L2′ addiert, wobei G2′ ent
steht, welches ähnlich oder identisch einem verzögerten
Abbild von G₂ ist. In einer Expansionsschaltung 1381 wer
den Nullen zwischen die Abtastwerte G₂ eingefügt, und das
Ergebnis wird in einem Filter 1382 tiefpaßgefiltert. Das
Ausgangssignal des Filters 1382 wird in einer Addierschal
tung 1383 zu L1′ addiert, wobei G1′ entsteht, welches ähn
lich oder gleich G₁ mit Verzögerung ist. Die Abtastwerte
von G1′ werden zur Interpolation einer Expansionsschaltung
1386 und einem Tiefpaßfilter 1387, welches ähnlich dem
Filter 1214 nach Fig. 12 ist, zugeführt. Das Ausgangssignal
des Filters 1387 wird in einer Addierschaltung 1388 mit
L0′ zu G0′ addiert, dem synthetisierten Signal, welche
daßelbe Bild, möglicherweise mit Änderungen, wiedergibt,
welches durch G₀ beschrieben wird.
Während die zweidimensionale Realisierung der Erfindung
sich besonders für die Bildverarbeitung des Raumfrequenz
spektrums von Bildern in Realzeit eignet, so versteht es
sich, daß die zweidimensionale Information, auf welche
sich die Erfindung bezieht, nicht auf das Raumfrequenz
spektrum zweidimensionaler Bilder beschränkt ist. Bei
spielsweise kann eine der beiden Dimensionen der Raumfre
quenzinformation und die andere der beiden Dimensionen
einer Zeitfrequenzinformation entsprechen.
Weiterhin eignet sich die Erfindung zur Analyse des Real
zeit-Frequenzspektrums von Informationen, die durch mehr
als zwei Dimensionen definiert sind. Im Falle einer drei
dimensionalen Information können beispielsweise alle drei
Dimensionen Rauminformationen entsprechen, oder alternativ
können zwei der Dimensionen Raumfrequenzen entsprechen,
während die dritte Dimension einer Zeitinformation ent
spricht. Von Interesse ist in diesem Zusammenhang eine
Bildverarbeitungseinrichtung, die auf das Auftreten von
Bewegung in einem wiedergegebenen Fernsehbild reagiert.
In diesem Fall bleibt das Raumfrequenzspektrum des wieder
gegebenen Bildes, das den stationären Gegenständen ent
spricht, von Videovollbild zu Vollbild der Videoinforma
tion dasselbe, während der Teil des Raumfrequenzspektrums
des Wiedergabebildes, der bewegten Objekten entspricht,
sich von Vollbild zu Vollbild der Bildinformation ver
ändert. Ein Spektralanalysator gemäß der Erfindung kann
auch bei solchen Bildverarbeitungseinrichtungen verwendet
werden, die 3-D-Tiefpaßfilter benutzen. Zwei der drei
Dimensionen dieser Tiefpaßfilter sind räumlich und ent
sprechen zwei Raumdimensionen der zwei Tiefpaßfilter in
jeder Stufe des zweidimensionalen Spektralanalysators
nach Fig. 12. Die dritte Dimension ist zeitlich und ent
spricht den Feinstrukturcharakteristika des dreidimensio
nalen Spektrums aufgrund von Änderungen, die durch die
Bewegung von Objekten in den Werten der Amplitudenpegel
der entsprechenden Bildelemente des Wiedergabebildes von
Vollbild zu Vollbild verursacht werden.
Bei der vorstehenden Beschreibung von Ausführungsformen
der Erfindung ist angenommen worden, daß das zeitliche
Signal G₀ ein Basisbandsignal mit einem Frequenzspektrum
ist, welches Information einer oder mehrerer Dimensionen
definiert. Bekanntermaßen wird solche Basisbandinforma
tion häufig in Frequenzmultiplexformat übertragen, wobei
die Basisbandinformation durch die Seitenbänder einer
Trägerfrequenz dargestellt wird, welche mit einer Basis
bandinformationskomponente moduliert ist. Durch Verwendung
geeigneter Modulatoren und Demodulatoren bezüglich der
Übertragungseinrichtungen 100-1. . .100-N aus Fig. 1 können
G₀ und/oder irgendeines der Signale G₁. . .GN und/oder
irgendeines der Signale L₀. . .LN-1 Frequenzmultiplex
signale sein.
Der Ausdruck "Schieberegister" ist in den Ansprüchen für
Einrichtungen verwendet, welche die äquivalente Funktion
ausführen, also beispielsweise ein seriell einzuspeichern
der und auszulesender Speicher.
Claims (9)
1. Analysatoranordnung zur Verarbeitung eines Original
signals, z. B. bei einer Videosignalübertragung, unter Zerlegung
in (N+1) Teilspektren (N = ganze Zahl <1), wobei das Original
signal aufeinanderfolgenden Tiefpaßfilterungen unterworfen
wird, bei denen zunehmend niedriger aufgelöste Darstellungen
des Originalsignals entstehen, die zur Bildung der Teilspektren
mit der jeweils nächsthöher aufgelösten Darstellung subtraktiv
vereinigt werden, während das letzte Teilspektrum durch die
niedrigst aufgelöste Darstellung des Originalsignals gebildet
wird,
gekennzeichnet durch eine Pipelinestruktur in Form einer Kaska denschaltung von N getakteten Signalfiltern (100-1. . .100-N) mit jeweils
gekennzeichnet durch eine Pipelinestruktur in Form einer Kaska denschaltung von N getakteten Signalfiltern (100-1. . .100-N) mit jeweils
- - einem Tiefpaßfilter (102) für Signalabtastwerte (GK-1),
- - einem Signalunterabtaster (Dezimator 104) zur Lieferung tief paßgefilterter Abtastwerte (GK) verringerter Abtastrate an einen Ausgang des Signalfilters (100-1. . .) als gegenüber des sen Eingangssignal niedriger aufgelöste Darstellung,
- - einer Koppelschaltung (104, 106, 108, 109), die an einem ersten Ausgang (Ausgang von 109) ein Signal entsprechend dem Ein gangssignal des Tiefpaßfilters (102) und an einem zweiten Aus gang (Ausgang von 108) über eine die Abtastrate wieder herauf setzende Expandierschaltung (106) mit nachgeschaltetem weite ren Tiefpaßfilter (Interpolationsfilter 108) ein Signal ent sprechend dem tiefpaßgefilterten Signal liefert, wobei diese beiden Ausgangssignale mit gleicher Abtastrate auftreten und gleichzeitig Darstellungen desselben Signals zum selben Abtastzeitpunkt bilden,
- - und einer Subtrahierschaltung (110), deren Eingänge an die Ausgänge der Koppelschaltung (104. . .109) angeschlossen sind und die an ihrem Ausgang das jeweilige Teilspektrum liefert, und durch eine Taktgeberschaltung zur Erzeugung einer Mehrzahl von Taktsignalen zunehmend niedrigerer Taktfrequenz zur ent sprechenden Taktung der jeweils niedriger aufgelöste Signaldar stellungen liefernden Signalfilter (100-1. . .).
2. Anordnung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein in
der Koppelschaltung (100-1. . .) zwischen deren zweiten Ausgang
und den Ausgang des Signalunterabtasters (Dezimator 104) ge
schaltetes Interpolationsfilter (108) zur Umwandlung des tief
paßgefilterten unterabgetasteten Signals niedrigerer Abtast
rate als die Abtastrate des Eingangssignals des Tiefpaßfilters
(102) in ein tiefpaßgefiltertes Signal mit gleicher Abtastrate
wie das Eingangssignal des Tiefpaßfilters (102).
3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß das Originalsignal (G₀) ein Videosignal im Rasterabtast
format ist und eine ständig fortlaufende Reihe digitaler Abtast
werte umfaßt, welche für jedes von mit einer Fernseh-Vollbild
frequenz aufeinanderfolgenden Vollbildern die jeweiligen Bild
daten festlegen, und daß jedes der Signalfilter (100-1. . .) ein
zweidimensionales Abtastfilter ist, welche die ihm als Eingangs
signal angelegten Bilddaten eines jeden der aufeinanderfolgen
den Videovollbilder filtert.
4. Anordnung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Signalfilter (100-1. . .100-N) alle gleich
und so aufgebaut sind, daß sie eine Mehrzahl von Signalabtast
werten gewichten und kombinieren, und daß die Taktgeberschal
tung als zunehmend niedrigere Taktfrequenzen jeweils die halbe
Taktfrequenz der nächsthöheren erzeugt.
5. Anordnung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens eines der Signalfilter (100-1. . .) ein nicht
trennbares zweidimensionales Filter ist.
6. Anordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die Rasterabtastung der Bilddaten jedes der aufeinanderfolgen
den Video-Vollbilder in Horizontalrichtung und in Vertikal
richtung verläuft und
daß mindestens eines der Tiefpaßfilter (102) ein trennbares
zweidimensionales Filter ist, bestehend aus einem ersten bzw.
einem zweiten eindimensionalen Filter zur Filterung jeweils der
Bilddaten eines jeden der aufeinanderfolgenden Videovollbilder
in Horizontalrichtung bzw. in Vertikalrichtung.
7. Anordnung zur Synthese von N+1 Mengen von Abtastwerten
entsprechend zunehmend niedriger aufgelösten Darstellungen eines
Originals in N+1 getrennten Teilspektren (N = ganze Zahl <1),
wobei die erste Abtastwertmenge dem höchstfrequenten Teil
spektrum entspricht und die zweite bis (N+1)-te Abtastwertmenge
mit ansteigender Ordnungszahl fortschreitend niedrigfrequenten
Teilspektren entspricht,
mit N Signalkombinierschaltungen, deren erste das durch die Abtastwertmenge der höchsten Ordnungszahl dargestellte und an einem ersten Eingang zugeführte Signal additiv mit dem durch die Abtastwertmenge der zweithöchsten Ordnungszahl dargestell ten und an einem zweiten Eingang zugeführten Signal vereinigt und deren folgende jeweils die vereinigten Signale von der unmittelbar vorangehenden Kombinierschaltung an einem ersten Eingang additiv mit der an einem zweiten Eingang zugeführten, durch die Abtastwertmenge der nächstniedrigeren Ordnungszahl dargestellten Signal vereinigen,
gekennzeichnet durch folgende Merkmale zur Realisierung einer synthetisierenden Pipeline-Struktur, welche die N+1 Abtastwert mengen als getrennte zeitliche Folgen von Abtastwerten empfängt und daraus ein zusammengesetztes fortlaufendes Zeitsignal synthetisiert, wobei zumindest die ersten N Abtastwertfolgen einer mit zunehmender Ordnungszahl niedrigeren Auflösung ent sprechen und wobei die N+1 Abtastwertfolgen zueinander unter schiedliche Zeitverzögerung haben:
mit N Signalkombinierschaltungen, deren erste das durch die Abtastwertmenge der höchsten Ordnungszahl dargestellte und an einem ersten Eingang zugeführte Signal additiv mit dem durch die Abtastwertmenge der zweithöchsten Ordnungszahl dargestell ten und an einem zweiten Eingang zugeführten Signal vereinigt und deren folgende jeweils die vereinigten Signale von der unmittelbar vorangehenden Kombinierschaltung an einem ersten Eingang additiv mit der an einem zweiten Eingang zugeführten, durch die Abtastwertmenge der nächstniedrigeren Ordnungszahl dargestellten Signal vereinigen,
gekennzeichnet durch folgende Merkmale zur Realisierung einer synthetisierenden Pipeline-Struktur, welche die N+1 Abtastwert mengen als getrennte zeitliche Folgen von Abtastwerten empfängt und daraus ein zusammengesetztes fortlaufendes Zeitsignal synthetisiert, wobei zumindest die ersten N Abtastwertfolgen einer mit zunehmender Ordnungszahl niedrigeren Auflösung ent sprechen und wobei die N+1 Abtastwertfolgen zueinander unter schiedliche Zeitverzögerung haben:
- a) dem ersten Eingang zumindest der zweiten bis N-ten Kombi nierschaltung (z. B. 355, 357, 359, 361, 363 in Fig. 3) ist jeweils eine erste Koppelschaltung (354, 356, 358, 360, 362) vorgeschaltet, welche die einer niedrigeren Auflösung ent sprechende Abtastwertfolge in eine die gleiche Signaldar stellung bildende, der nächsthöheren Auflösung entsprechende Abtastwertfolge umwandelt;
- b) dem zweiten Eingang zumindest der zweiten bis N-ten Kombi nierschaltung sind zweite Koppelschaltungen (z. B. 344, 343, 342, 341, 340) vorgeschaltet, deren Laufzeiten so bemessen sind, daß die an den beiden Eingängen einer jeden Kombinier schaltung empfangenen Abtastwerte zeitgleiche Signalteile des Originalsignals darstellen;
- c) der Ausgang der N-ten Kombinierschaltung (363) ist mit einem Ausgangsanschluß zur Entnahme des synthetisierten Originalsignals versehen.
8. Anordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß
die unterschiedlichen Zeitverzögerungen der N Abtastwertfolgen
mit zunehmender Ordnungszahl der Abtastwertfolge zunehmen.
9. Anordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß
das synthetisierte zusammengesetzte Zeitsignal ein Videosignal
im Rasterabtastformat ist, bestehend aus einer ständig fort
laufenden Reihe digitaler Abtastwerte, welche für jedes von mit
einer Fernseh-Vollbildfrequenz aufeinanderfolgenden Vollbildern
die jeweiligen Bilddaten festlegen.
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: GENERAL ELECTRIC CO., SCHENECTADY, N.Y., US |
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| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8320 | Willingness to grant licences declared (paragraph 23) | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |