DE3418276C2 - - Google Patents
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- H—ELECTRICITY
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- H02P—CONTROL OR REGULATION OF ELECTRIC MOTORS, ELECTRIC GENERATORS OR DYNAMO-ELECTRIC CONVERTERS; CONTROLLING TRANSFORMERS, REACTORS OR CHOKE COILS
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Description
Die Erfindung betrifft eine Schutzschaltung zum Blockier
schutz eines kollektorlosen Gleichstrommotors, die einen
Leistungstransistor in Reihe mit jeder Statorwicklung,
der zur Kommutierung des Stromes von einem Hall-
Generator, insbesondere Hall-IC, ansteuerbar ist, und der in
Abhängigkeit von einer in den Statorwicklungen induzierten
Steuerspannung ein- und ausgeschaltet wird, sowie ein Verzö
gerungsglied aufweist, das in der Anlaufphase des Gleichstrommotors
die Kommutierungs-Ansteuerung der Leistungstransistoren
unabhängig von der Steuerspannung ermöglicht.
Eine derartige Schutzschaltung ist aus der DE-OS 32 03 691 A 1
bekannt. Diese bekannte Schaltung eignet sich jedoch nur
für Motoren geringerer Leistung. Dies liegt daran, daß hier
der Basis jedes Leistungstransistors die Kollektor/Emitter-
Strecke eines Transistors vorgeschaltet ist, wobei die Basen
dieser vorgeschalteten Transistoren mit dem Mittenabgriff
einer als Anlauf-Verzögerungsglied fungierenden RC-Reihen
schaltung verbunden sind. Ein über die induzierte Steuer
spannung angesteuerter Blockierschutz-Transistor ist eben
falls mit den Basen der Vorschalt-Transistoren verbunden, so
daß die Kommutierungsfunktion bei Vorhandensein der Steuer
spannung über die dann von dem Blockierschutz-Transistor
durchgeschalteten Vorschalt-Transistoren ermöglicht und bei
Ausfall der Steuerspannung durch Sperren des Blockierschutz-
Transistors unterbunden wird. Bei der bekannten Schaltung
treten nun insbesondere in dem Fall Probleme auf, wenn der
Motor in einem blockierten Zustand eingeschaltet wird, denn
im Einschaltmoment sind die Vorschalt-Transistoren über den
Kondensator des Verzögerungsgliedes durchgeschaltet, so daß
- je nach Rotorstellung durch den Mall-Generator angesteu
ert - auch einer der Leistungstransistoren durchgeschaltet
ist. Durch die Aufladung des Kondensators gehen die Vor
schalt-Transistoren nun langsam in ihren Sperrzustand über,
so daß auch der jeweilige Leistungstransistor langsam
sperrt. Dieser Vorgang dauert aber so lang, daß die in den
Halbleiter-Schaltelementen, d. h. insbesondere in dem Lei
stungstransistor auftretende Verlustleistung bei Motoren
größerer Leistung zu deren thermischer Zerstörung führen
würde.
Eine weitere Schutzschaltung ist aus der DE-OS 32 03 829 A 1
bekannt. Bei dieser wird zur Vermeidung einer thermischen
Überlastung der Statorwicklung bei einer Blockierung ein
Transistor leitend, dessen Emitter-Kollektor-Strecke in
Serie zu den Statorwicklungen und den diesen zugeordneten
Speisetransistoren liegt, und dessen Basis die in den Sta
torwicklungen induzierte Spannung führt. Diese Schaltung
ist daher ebenfalls nur für Motoren mit sehr geringer
Leistungsaufnahme geeignet. Bei Motoren höherer Leistung
besteht daher die Gefahr der Überhitzung und damit der
Zerstörung des Blockierschutztransistors. Ebenso ergeben
sich bei größeren Motoren Schwierigkeiten in der Anlauf
phase. Dies ist darauf zurückzuführen, daß aufgrund des
erforderlichen höheren Antriebsmomentes ein für den selbst
tätigen Anlauf vorgesehenes RC-Glied wesentlich größer
dimensioniert werden müßte, wozu aber der im Motor zur
Verfügung stehende Raum nicht ausreichen würde.
Ausgehend von dem eingangs beschriebenen Stand der Technik
liegt der Erfindung daher die Aufgabe zugrunde, die Schutz
schaltung so zu verbessern, daß sie sich auch für Motoren
höherer Leistung eignet.
Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß ein Thyri
stor zwischen einer Plus- und einer Minusleitung angeordnet
und zusätzlich mit seiner Anode an der Basis eines Vor
schalt-Transistors angeschlossen ist, daß der Emitter dieses
Vorschalt-Transistors mit den Basisanschlüssen der
Leistungstransistoren verbunden ist, daß aus der Steuerspan
nung ein digitales Schaltsignal gewonnen wird, das einem
Steueranschluß des Thyristors zugeführt wird, daß bei einem
"L"-Pegel des Schaltsignals der Thyristor sperrt und der
Vorschalt-Transistor sowie der jeweils stromführende Lei
stungstransistor durchgesteuert sind und daß bei einem
"H"-Pegel des Schaltsignals der Thyristor durchgeschaltet
ist und der Vorschalt-Transistor und die Leistungstransisto
ren gesperrt sind. Der Thyristor schaltet hierbei erfin
dungsgemäß über den Vorschalt-Transistor die Basisströme der
Leistungstransistoren derart schnell ab, daß thermische
Zerstörungen dieser Halbleiterelemente vorteilhafterweise
auch bei hohen Motorleistungen praktisch ausgeschlossen
sind.
Als Steuerspannung wird vorzugsweise die Summe aus der an
der jeweiligen antriebsstromlosen Wicklung anliegenden
Betriebsspannung und der in dieser induzierten Gegen-EMK
verwendet. Für den Fall, daß die Summe der Spannungen größer
als die Betriebsspannung ist, wird das der jeweils stromfüh
renden Wicklung zugeordnete Halbleiter-Schaltelement durch
gesteuert, und für den Fall, daß die Gegen-EMK Null wird
oder einen bestimmten Abschaltspannungswert unterschreitet,
wird das jeweilige Halbleiter-Schaltelement gesperrt. Dem
nach erfolgt das Abschalten des Motors in Abhängigkeit von
der Höhe der in der jeweiligen antriebsstromlosen Wicklung
erzeugten Gegen-EMK, was deshalb vorteilhaft ist, da die
Gegen-EMK hinsichtlich ihrer Größe unmittelbar abhängig ist
von der Drehzahl des Motors. Erfindungsgemäß ist es demnach
möglich, nicht nur eine Abschaltung beim Stillstand des Mo
tors zu erreichen, sondern auch bereits dann, wenn die Dreh
zahl des Motors eine Mindestdrehzahl unterschritten hat.
In der Anlaufphase des Gleichstrommotors erfolgt eine An
laufüberbrückung mittels des Verzögerungsgliedes derart, daß
für die Zeitspanne, in der der Spannungswert der Gegen-EMK
Null oder dem Abschaltspannungswert ist, das jeweilige,
der stromführenden Wicklung zugeordnete Halbleiter-Schalt
element durchgesteuert ist. Hierdurch wird verhindert, daß
beim Anlaufen des Motors aus dem Stillstand ein ungewolltes
Abschalten auftreten kann.
Weiterhin ist es erfindungsgemäß vorteilhaft, wenn in der
Anlaufphase eine Anlaufstrom-Begrenzungsschaltung wirksam
ist, die in Abhängigkeit von einer bestimmten Höhe des
Anlaufstromes die Halbleiter-Schaltelemente solange sperrt
und durchsteuert, bis die Gegen-EMK in den Motorwicklungen
derart ausgeprägt ist, daß nur noch ein begrenzter Motor
strom fließen kann. Dabei wird die Tatsache berücksichtigt,
daß die Gegen-EMK der Betriebsspannung entgegengerichtet
ist, so daß hierdurch eine automatische Begrenzung des durch
die Wicklungen fließenden Stromes erfolgt.
Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind in den
Unteransprüchen gekennzeichnet.
Anhand des in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiels
wird nunmehr die Erfindung näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine Kommutierungsschaltung eines zweisträngi
gen, zweipulsigen kollektorlosen Gleichstrom
motors mit einer eingebauten erfindungsgemäßen
Schutzschaltung,
Fig. 2 ein erfindungsgemäßes Verzögerungsglied, das
als Integrierglied realisiert ist,
Fig. 3 ein erfindungsgemäßes Verzögerungsglied,
bestehend aus einer Timer-Schaltung,
Fig. 4 den Verlauf der Betriebsspannung U V und der
Gegen-EMK U i iun Abhängigkeit von der Drehzahl,
Fig. 5 den Verlauf der Kollektor-Emitterspannung des
Transistors 9 in Fig. 1,
Fig. 6 den Verlauf der Spannung U p am nicht invertieren
den Eingang des Operationsverstärkers 21 in
Fig. 1,
Fig. 7 den Verlauf der Spannung U N am invertierenden
Eingang des Operationsverstärkers 21,
Fig. 8 den Verlauf der Ausgangsspannung U A des Opera
tionsverstärkers 21,
Fig. 9 den Verlauf der Ausgangsspannung U des Zeitglie
des gemäß Fig. 1,
Fig. 10 den Verlauf der Zündspannung U G am Thyristor ge
mäß Fig. 1,
Fig. 11 die Beeinflussung der Abschaltdrehzahl durch
den Widerstand 29 gemäß Fig. 1.
Zunächst soll die allgemeine Funktionsweise kurz erläu
tert werden.
Bei Anlauf eines Motors ist dessen Stromaufnahme wesent
lich höher als im Nennbetrieb und oft unerwünscht, da
dies z. B. bei gleichzeitigem Anlassen mehrerer Motoren
zu einer meist starken Belastung der Spannungsquelle
führt. Um diese erhöhte Stromaufnahme zu verhindern, ist
eine Anlaufstrombegrenzung eingebaut, die bei Überschrei
ten eines vorgegebenen Stromwertes die Stromzuführung zu
den Wicklungen unterbricht bzw. begrenzt.
Weiterhin ist es üblich, daß die Kommutierungsschaltung
von kollektorlosen Gleichstrommotoren mittels digital
schaltender Hall-IC's erfolgt, wobei jedoch es im Rahmen
der Erfindung liegt, auch andere Schaltelemente zu
verwenden.
Um bei einer Blockierung des Motors durch irgendwelche
Einflüsse dessen Zerstörung aufgrund zu starker Er
hitzung der Wicklungen bzw. der elektronischen Bauteile
infolge des ansteigenden Motorstroms zu verhindern, er
halten die bekannten Motoren eine Abschaltautomatik. Nach
der automatischen Abschaltung kann der Motor nach Be
seitigung der Blockierung und kurzzeitiger Abschaltung
der anliegenden Spannung wieder in Betrieb genommen
werden.
Im folgenden wird nun die Erfindung näher erläutert.
Es wird hierbei zunächst von einem zweipulsigen, zweipoli
gen, kollektorlosen Gleichstrommotor ausgegangen. Zwei
pulsig bedeutet in diesem Zusammenhang, daß den Wick
lungen 1, 2 (Fig. 1) des Motors zwei Impulse pro Rotor
drehung zugeführt werden.
Die Erfindung ist aber keinesfalls auf Motoren dieser
Bauart beschränkt, sondern kann
ohne Einschränkung auch bei Motoren höher
pulsiger und höherpoliger Bauart verwendet werden.
Während des Betriebes des Motors werden durch das Zusam
menwirken von Rotor und Rotorstellungssensor Rotorstel
lungssignale erzeugt, mit Hilfe derer die Statorwicklun
gen 1, 2 angesteuert werden. Dabei ist ein Rotorstel
lungssensor als digial schaltendes Hall-IC 3 ausgebildet,
dessen Ausgang 3 a je nach Rotorstellung die logischen
Werte "L" oder "H" annehmen kann. Der Wert "L" bedeutet,
daß am Ausgang 3 a Nullpotential anliegt, wohingegen beim
Wert "H" nahezu die gesamte Betriebsspannung U V liegt.
Im folgenden wird nun auf die Kommutierungseinrichtung
eingegangen werden, die in Fig. 1 dargestellt ist. Liegt
am Ausgang 3 a des Hall-IC 3 Nullpotential, also der Wert
"L", dann hat dies zur Folge, daß dieses Potential an
Basisanschlüssen von Transistoren 4 und 15 über deren Vor
widerstände 6 und 33 anliegt. Dadurch werden die Tran
sistoren 4 und 15 gesperrt. Durch die Sperrung der Kollek
tor-Emitter-Strecke der Transistoren 4 und 15 liegt nun
jeweils an den Kollektoren dieser Transistoren der "H"-
Pegel an. Hierbei ist vorausgesetzt, daß im normalen Be
trieb leitende Transistoren 8 und 9 der erfindungsge
mäßen Schaltung bzw. einer Anlaufstrombegrenzungsstufe,
die später beschrieben wird, durchgesteuert sind.
Aufgrund des hohen Kollektorpotentials von Transistor 4
erfolgt über den Widerstand 7 die Durchsteuerung des
Transistors 5, so daß der Wicklungsstrom der Wicklung 1
fließen kann. Dies erfolgt ausgehend von einer Plus-
Leitung 10 über Wicklung 1, Transistor 5 und im wesent
lichen über einen sehr niederohmigen Widerstand 11 zur
Minusleitung 34.
Außerdem wird über einen Widerstand 12 ein Transistor 13
durchgeschaltet, was aber zur Folge hat, daß das Basis
potential eines Transistors 14 auf Nullpotential gelegt
wird. Dadurch wird ein Durchschalten von Transistor 14
verhindert, die Wicklung 2 kann nicht vom Strom durch
flossen werden.
Hat sich der Rotor des Motors um eine halbe Umdrehung
weitergedreht, ändert sich das Magnetfeld des Rotor
magneten, das dem Hall-IC 3 gegenübersteht. Dadurch
ändert sich dessen Ausgangspotential am Ausgang 3 a von "L"
auf "H", d. h. nahezu die gesamte Betriebsspannung U V liegt
am Ausgang 3 a an. Dadurch steuern die Transistoren 4 und
15 durch, und der Transistor 5 wird aufgrund des an sei
ner Basis anliegenden Minuspotentials gesperrt. Der Wick
lungsstrom der Wicklung 1 wird dadurch unterbrochen. Eben
so wird an die Basis von Transistor 13 Nullpotential gelegt,
was zu dessen Sperrung führt. Dadurch steigt dessen Kol
lektorpotential an, und der Transistor 14 kann durchschal
ten. Der Wicklungsstrom der Wicklung 2 fließt nun aus
gehend von der Plusleitung 10 zur Wicklung 2, über die
Kollektor-Emitter-Strecke von Transistor 14 und auch hier
im wesentlichen über den sehr niederohmigen Widerstand 11
zur Minusleitung 34.
Diese Umschaltung von einer Wicklung zur anderen erfolgt
nach jeder halben Rotordrehung.
Während des Laufes des Motors entsteht in den Wicklungen
1, 2 eine Gegen-EMK, die der angelegten Betriebsspannung U V
entgegenwirkt. Diese Induktionsspannung U i wird zu den Zeit
punkten, in denen die jeweilige Statorwicklung nicht er
regt ist, über Dioden 16 bzw. 17 ausgekoppelt. Es ent
steht also, wenn z. B. der Transistor 5 gerade gesperrt
ist, am Punkt B eine Spannung U B , die sich aus der Addition
von Betriebsspannung U v und der in Wicklung 1 induzierten
Spannung U i zusammensetzt. Ebenso verhält es sich mit der
Wicklung 2, wenn Transistor 14 gesperrt ist und aufgrund
des dann leitenden Transistors 5 die Wicklung 1 strom
führend ist.
Diese addierte Spannung U B ist höher als die Betriebsspannung U V
und wird dem Emitter eines Transistors 18 zugeführt. An
der Basis des Transistors 18 liegt die Betriebsspannung U V
an, so daß nun aufgrund der negativen Basis-Emitter-Span
nung U BE der Transistor 18 durchgesteuert wird. Dies ist
auch in Fig. 5 zwischen den Zeitpunkten t 0 und t 1 dar
gestellt. Dies hat zur Folge, daß die aus Betriebsspan
nung U V und induzierten Spannung U i zusammengesetzte Spannung U B an der
Serienschaltung der Widerstände 19, 20 entsprechend der Stellung
des Mittenanschlusses vom Widerstand 29 anliegt. Eine am
Verbindungspunkt C zwischen der Serienschaltung der Wi
derstände 19 und 20, entsprechend dem Teilerverhältnis
anliegende Spannung wird abgenommen und dem invertieren
den Eingang 21 e eines Operationsverstärkers 21 zugeführt.
Am nicht invertierenden Eingang 21 f des Operationsverstär
kers 21 liegt eine feste Bezugsspannung an, die ebenfalls
an einem Spannungsteiler abgenommen wird, und zwar am ge
meinsamen Verbindungspunkt D von Widerständen 22, 23. Der
zweite Anschluß des Widerstandes 22 ist über eine Verpol
schutzdiode 24 mit der Plus-Leitung 10 verbunden, während
der zweite Anschluß des Widerstandes 23 mit der Minus-Lei
tung 34 verbunden ist.
Die Spannungsteiler 19, 20 bzw. 22, 23 weisen dabei ein
solches Widerstandsverhältnis auf, daß im Normalbetrieb,
d. h. bei störungsfreiem Lauf des Motors am invertieren
den Eingang 21 e eine höhere Spannung anliegt als am nicht
invertierenden Eingang 21 f (siehe Fig. 6 und 7).
Dies hat zur Folge, daß am Ausgang 21 a des Operations
verstärkers 21 Nullpotential ("L"-Pegel) anliegt
(Fig. 8). Dieses Potential ist über einen Widerstand 25
an den Gate-Anschluß eines Thyristors 26 geführt und
gleichzeitig auch an den Kollektoranschluß des Tran
sistors 28. Durch diesen "L"-Pegel wird verhindert, daß
der Thyristor 26 zündet. Durch die Sperrung der Anoden-
Kathoden-Strecke des Thyristors 26 liegt an der Basis des
Transistors 8 der "H"-Pegel an. Dies führt dazu, daß die
ser während des störungsfreien
Laufes durchgesteuert ist und über den ebenfalls durch
gesteuerten Transistor 9 die Betriebsspannung U V an die
Kollektoren der Transistoren 4 und 13 anliegt.
Wird der Motor durch irgendwelche Einflüsse blockiert
oder unterschreitet er eine bestimmte Drehzahl, so muß
eine automatische Abschaltung in Kraft treten. Dies ist
deshalb erforderlich, weil z. B. bei Stillstand des Mo
tors infolge des ansteigenden Motorstromes eine thermi
sche Zerstörung der Wicklungen 1, 2 bzw. der Leistungs
transistoren 5 bzw. 14 erfolgen kann. Dies ist darauf
zurückzuführen, daß mit abnehmender Drehzahl bzw. bei
Stillstand des Motors die Gegen-EMK abnimmt bzw. nicht
mehr vorhanden ist. Dadurch tritt eine Erhöhung des
Stromes mit damit verbundener Wärmeentwicklung ein, was
zu einer Zerstörung der Bauteile führen kann.
Die erfindungsgemäße Schutzschaltung arbeitet mittels der
im Nennbetrieb an den Wicklungen 1, 2 entstehenden Gegen-
EMK. Sind diese vorhanden, ist sie außer Be
trieb. Sind sie nicht vorhanden bzw. unterschreiten diese
einen vorgegebenen Wert, so tritt sie in Kraft.
Wird nun der Motor zum Stillstand gebracht, so entfallen
in den Wicklungen 1, 2 die Gegen-EMK. Dadurch
liegt nunmehr z. B. bei gerade leitendem Transistor 5 und
eingeschalteter Wicklung 1 am Punkt B zwischen den beiden
Wicklungen über die Wicklung 2 die Betriebsspannung U V an.
Somit liegt sowohl am Emitter als auch an der Basis des
Transistors 18 etwa gleiches Potential, was dazu führt,
daß seine Kollektor-Emitter-Strecke gesperrt wird, sobald
seine erforderliche Basis-Emitter-Spannung unterschrit
ten wird. Dies geschieht zum Zeitpunkt t 1 der Fig. 5.
Diese Sperrung hat ein Absinken des Potentials am Punkt C
des Spannungsteilers 19, 20 auf Null zur Folge. Dieses
Nullpotential wird dem invertierenden Eingang 21 e des
Operationsverstärkers 21 zugeführt (Fig. 7). Da am nicht
invertierenden Eingang 21 f eine fest durch den Spannungs
teiler 22, 23 eingestellte positive Spannung anliegt
(Fig. 6), erscheint nunmehr an seinem Ausgang das logi
sche Signal "H" (Fig. 8, Zeitpunkt t 1). Dieses Signal
wird über den Widerstand 25 dem Gate-Anschluß des
Thyristors 26 zugeführt und leitet damit die Zündung die
ses Thyristors 26 ein (Fig. 10, Zeitpunkt t 1). Es erfolgt
somit dessen Durchschaltung, so daß die Basis des
Transistors 8 über einen Widerstand 27 an die Minus
leitung 34 gelegt wird. Dies führt zu einer Sperrung des
Transistors 8, sobald dessen erforderliche Basis-Emitter-
Spannung unterschritten wird. Damit wird die Versorgungs
spannung U V für die Basen der Transistoren 5 und 14 unter
brochen, so daß diese Transistoren in den sperrenden Zu
stand übergehen und somit den Stromfluß für beide Wick
lungen 1, 2 unterbrechen. Bei diesen Betrachtungen wird
davon ausgegangen, daß der Transistor 28 sich in ge
sperrtem Zustand befindet.
Die oben beschriebenen Zustände bleiben erhalten, bis
eine Abschaltung der Betriebsspannung vorgenommen wird
(Fig. 4, Zeitpunkt t 2).
Um eine Beeinflussung der Abschaltdrehzahl vornehmen zu
können, sind Widerstände 29 bzw. 30 vorgesehen. Der
Widerstand 29 ist dabei zwischen den Punkt B und den
positiven Versorgungsspannungsanschluß über der Diode 24
gelegt. Der veränderbare Mittenanschluß ist mit dem
Emitter des Transistors 18 verbunden.
Mit Hilfe dieses Widerstandes 29 kann die Spannung U R am
Punkt R der Schaltung eingestellt werden. Ist z. B. der
Mittenkontakt des Widerstandes 29 in seiner unteren Stel
lung, so liegt am Emitter des Transistors 18 die Span
nung U B des Punktes B an. Wird der Abgriff des Widerstandes
nach oben verändert, so verringert sich die Spannung U R .
Da zur Durchschaltung des Transistors 18 eine gewisse
Differenz zwischen Betriebsspannung U V und der Gegen-EMK
vorhanden sein muß, bedeutet dies, daß die Spannung U B
höher sein muß als vorher. In Fig. 11 ist dies nochmals
dargestellt. Ohne Widerstand 29 bzw. mit eingebautem
Widerstand 29, aber bei ganz nach unten gedrehtem Abgriff,
würde die erforderliche Basis-Emitter-Spannung des Tran
sistors 18 am Punkt 1 unterschritten. Dies bedeutet die
Abschaltung des Motors bei einer Drehzahl n 1.
Wird der Abgriff des Widerstande 29 nach oben verändert,
so verringert sich die Spannung U R . Da der Transistor 18
stets bei der gleichen Schaltschwelle sperrt bzw. durch
schaltet, muß die ausgekoppelte Gegen-EMK höher sein als
vorher. Punkt 2 zeigt die zum Durchschalten des Tran
sistors 18 erforderliche Spannung, wozu aber eine Gegen-
EMK entsprechend Punkt 3 notwendig ist. Diese Gegen-EMK
kann aber nur bei einer Drehzahl n 2 erreicht werden, die
größer ist als n l. Die Abschaltung des Motors kann also
zu höheren Drehzahlen hin verlegt werden.
Wird dagegen ein Widerstand 30 zwischen der Basis des
Transistors 18 und der Minus-Leitung 34 eingefügt, so kann
die Abschaltdrehzahl hin zu kleineren Drehzahlen verlegt
werden.
Bei den folgenden Erläuterungen wird zunächst die
ebenfalls eingebaute Anlaufstrombegrenzung
nicht in Betracht gezogen, da sie separat beschrieben
wird. Es ist lediglich darauf hinzuweisen, daß der Tran
sistor 9 als durchgeschaltetes Bauteil zu betrachten ist.
Wird die Betriebsspannung U V eingeschaltet, so ist zunächst
davon auszugehen, daß sich die in den Motorwicklungen 1,
2 entstehende Gegen-EMK mit zunehmender Drehzahl des Mo
tors vom Wert Null auf ihren Maximalwert aufbaut.
Zu Beginn der Drehung ist also die Gegen-EMK an den
Austastdioden 16, 17 gleich oder nahezu Null (Fig. 4,
Zeitpunkt t 3).
Dies hat zur Folge, daß der Transistor 18 nicht durchge
steuert hat, so daß, wie bereits beschrieben, das Null
potential am Punkt C des Spannungsteilers 19, 20 an
liegt. Dadurch ist der invertierende Eingang 21 e
des Operationsverstärkers 21 negativer als der nicht
invertierende Eingang 21 f (Fig. 6 und 7, Zeitpunkt
t 3). Als Folge dessen erscheint am Ausgang des Opera
tionsverstärkers 21 der Wert logisch "H" (Fig. 8,
Zeitpunkt t 3), was zur Zündung des Thyristors 26 und
damit zur Sperrung des Transistors 8 führen würde. Dies
hätte dann die Sperrung der Transistoren 5 und 14 zur
Folge, so daß der Anlaufvorgang sofort unterbrochen wäre.
Um dies zu verhindern, ist eine soge
nannte Anlaufüberbrückung vorgesehen, mittels der die
kritische Anlaufphase, in der die an den Wicklungen 1,
2 entstehende Gegen-EMK noch zu gering ist, um den Aus
gang des Operationsverstärkers 21 der Abschaltautomatik
vom Wert logisch "H" auf "L" zu schalten, überbrückt
werden kann. Diese Anlaufüberbrückung besteht aus einer
Verzögerungsstufe 31, die beim Anlegen der Betriebsspan
nung über einen gewissen Zeitraum hinweg eine positive Ausgangs
spannung abgibt.
Diese positive Ausgangsspannung der Verzögerungsstufe 31
ist über den Widerstand 32 der Basis des Transistors 28
zugeführt, der infolge der anliegenden positiven Basis-
Emitter-Spannung durchsteuert und damit "L"-Potential
an den Gate-Anschluß des Thyristors 26 anlegt. Dies hat
zur Folge, daß das vom Ausgang des Operationsverstär
kers 21 her ebenfalls am Gate-Anschluß anliegende "H"-
Signal unterdrückt wird, so daß die Zündung des Thyri
stors 26 nicht erfolgen kann. Durch die Sperrung des
Thyristors 26 ist der Transistor 8 leitend, so daß die
Schaltung nach der eingangs beschriebenen Kommutierungs
schaltung arbeitet.
Mit zunehmender Drehung des Rotors steigt auch die Ge
gen-EMK in den Motorwicklungen 1, 2 an. Wird die für
Transistor 18 erforderliche Basis-Emitter-Spannung über
schritten, schaltet er durch. Dadurch steigt das
Potential am Punkt C der Reihenschaltung 19, 20 an. Dies
geschieht entsprechend Fig. 5 ff zum Zeitpunkt t 4.
Überschreitet die Spannung, die am invertierenden Ein
gang 21 e anliegt, die am nicht invertierenden Eingang
21 f anliegende Spannung, dann wechselt die Ausgangs
spannung des Operationsverstärkers 21 von logisch "H"
auf "L" (Fig. 6, 7, 8). Dies bedeutet, daß der Thyristor
26 vom Operationsverstärker 21 ausgehend nicht mehr ge
zündet werden kann und deshalb die mittels Verzögerungs
glied 31 realisierte Anlaufüberbrückung nicht mehr er
forderlich ist. Die Anlaufüberbrückung durch das Verzö
gerungsglied 31 muß also solange wirksam sein, bis die
in den Wicklungen 1, 2 wirksame Gegen-EMK ausreicht,
um den Operationsverstärker 21 von logisch "H" auf "L"
zu schalten. Nach Ablauf der Verzögerungsstufe 21
dessen Ausgang auf "L", und es erfolgt die Sperrung des
Transistors 28, und damit ist die Abschaltautomatik wie
der für den Blockierschutz betriebsbereit. Dies ist etwa
zum Zeitpunkt t 5 der Fig. 9 der Fall.
Die Verzögerungsstufe 31 der Anlaufüberbrückung kann ent
weder als Integratorschaltung (Fig. 2) ausgeführt sein
oder als monostabile Kippstufe (Fig. 3).
Ist die Anlaufüberbrückung als Integratorschaltung vor
gesehen (Fig. 2), wird sie durch einen beschalteten
Operationsverstärker 35 realisiert. Hierbei ist der Aus
gang des Operationsverstärkers 35 über einen Kondensator
36 auf den invertierenden Eingang 35 e zurückgeführt,
der dann über einen Widerstand 37 mit einer stabilisier
ten Spannungsquelle U V verbunden ist. Der nicht invertieren
de Eingang 35 f ist zum einen über einen Widerstand
38 ebenfalls mit der stabilisierten Spannungsquelle U V ver
bunden und zum anderen über einen Widerstand 39 mit der
Minus-Leitung 34.
Wird die Betriebsspannung U V zugeschaltet, so wird der
Integrator 35 eingeschaltet. Es entsteht eine Ausgangs
spannung nach Fig. 9, Kurve a, die ausgehend von einem Maximal
wert linear auf Null absinkt und dadurch nach einer be
stimmten Zeit den Transistor 28 sperrt.
Ist die Anlaufüberbrückung als monostabile Kippstufe
ausgeführt, so kann dies z. B. entsprechend Fig. 3 durch
einen Timer (Typ SE 555) 40 realisiert sein. Dieser ist
von seinem Eingang 40 e ausgehend über einen Kondensator
41 mit Nullpotential und über einen Widerstand 42 mit
Pluspotential verbunden. Wird die Betriebsspannung U V ein
geschaltet, lädt sich der Kondensator 41 auf, und am
Ausgang 40 a des Timers erscheint eine Rechteckspannung
(Fig. 9, Kurve b). Die zeitliche Dauer dieser Spannung
ist abhängig von der Zeitkonstante der Beschaltung durch
einen Kondensator 43 und einen Widerstand 44. Diese Span
nung schaltet bis zum Ablauf des Timers den Transistor 28 durch.
Wie bereits erwähnt, ist die Schaltung mit einer Anlauf
strombegrenzung ausgestattet, die es erlaubt, den hohen
Anlaufstrom während der Anlaufphase zu begrenzen. Hierzu
sind die Emitter der Transistoren 5 und 14 miteinander
verbunden und über einen Wider
stand 11, dem eine Reihenschaltung von Widerständen
46, 47 parallelgeschaltet ist, an die Minus-Leitung 34 angeschlossen. Das Teiler
verhältnis dieser Parallelschaltung ist dabei so bemes
sen, daß die Wicklungsströme im wesentlichen über den
Widerstand 11 fließen.
Am Verbindungspunkt E zwischen den Widerständen 46 und
47 ist die Basis eines Transistors 48 angeschlossen, des
sen Emitter mit der Minus-Leitung 34 und dessen Kollek
tor sowohl mit einem Widerstand 49 als auch der Basis des
Transistors 9 verbunden ist. Das andere Ende des
Widerstandes 49 ist mit dem Kollektor des Transistors 9 und u. a.
über die Diode 24 mit der Plusleitung 10 verbunden.
Fließt nun, wie während des Anlaufes üblich, ein hoher
Strom durch die Motorwicklungen 1, 2, so fließt entspre
chend dem Teilerverhältnis der größte Teil des Stromes
durch den niederohmigen Widerstand 11 und ein gering
fügig kleiner Teil durch die Serienschaltung der Wider
stände 46, 47. Der Widerstand 47 ist dabei so bemessen,
daß z. B. bei einem Wicklungsstrom von ca. 4 A der Spannungsabfall
an ihm so groß wird, daß der Transistor 48 durchsteuert und dadurch
die Basis des Transistors 9 in Richtung Nullpotential zieht. Dadurch
wird er gesperrt und unterbricht mit einer Kollektor-Emitter-
Strecke die Basisströme der Transistoren 5 und 14, die
dadurch in den sperrenden Zustand übergehen. Dies hat zur
Folge, daß die Wicklungsströme unterbrochen werden, so
daß nun kein Spannungsabfall an der Widerstandskombi
nation 11, 46, 47 mehr auftritt. Der Transistor 48 wird
wieder gesperrt, so daß aufgrund seines ansteigenden
Kollektorpotentials der Transistor 9 wieder durchsteuert
und damit die Basisströme für die Transistoren 5 und 14
wieder freigibt. Dieser Vorgang wiederholt sich nun, bis
eine entsprechende Drehzahl des Motors erreicht ist.
Dann fließt infolge der inzwischen angestiegenen Gegen-
EMK in den Wicklungen 1, 2 ein soweit verringerter Motor
strom, daß der Spannungsabfall an dem Widerstand 47
nicht mehr ausreicht, um den Transistor 48 durchzusteuern.
Durch geeignete Wahl der Widerstände 11, 46, 47 ist es
möglich, die Höhe des Anlaufstromes zu verändern, wobei
insbesondere durch die Verwendung eines verstellbaren
Widerstandes 47 der Anlaufstrom stufenlos eingestellt
werden kann.
Wie bereits erwähnt, ist
die Schutzschaltung einschließlich der Anlaufstrombe
grenzungsstufe nicht nur für zweipulsige, zweipolige Mo
toren geeignet, sondern auch für höherpulsige und höher
polige Motoren. Es ist hier lediglich entsprechend der
bereits oben beschriebenen Schaltung die Gegen-EMK aller
Stränge auszukoppeln und am Punkt B zur Verfügung zu
stellen. Außerdem ist der Emitter des Transistors 8 mit
den der beschriebenen Schaltung äquivalenten Punkten zu
verbinden, damit die Steuerung der Basisströme der Lei
stungstransistoren erfolgen kann. Drüber hinaus sind
um die Anlaufstrombe
grenzung wirksam werden zu lassen, die Wicklungsströme
über entsprechend obiger Schaltung angeordnete Wider
stände 11, 46, 47 zu führen.
Die Dioden 24 und 24 a in der Schaltung nach Fig. 1 sind Verpolschutzdioden, die die
Motorsteuerung gegen versehentlichen Falschanschluß der
Betriebsspannung schützen. Ein Kondensator 50 zwischen
der Plus- und Minus-Leitung dient der Glättung der an
liegenden Gleichspannung sowie der teilweisen Funkent
störung. Eine Zenerdiode 51 parallel zum Hall-IC 3 dient
zur Stabilisierung der Spannung am Hall-IC.
Die Zenerdiode 52, die parallel zum Widerstand 20 ange
bracht sein kann, dient dazu, daß die Spannung am inver
tierenden Eingang 21 e des Operationsverstärkers begrenzt
werden kann. Dadurch ist es möglich, die Schaltung bei
geeigneter Widerstandskombination von 19, 20 für einen
wesentlich höheren Betriebsspannungsbereich zu verwenden.
Die erfindungsgemäße Schaltung kann zumindest teilweise
als integrierter Baustein oder in Hybridtechnik ausge
bildet sein, wodurch sich eine wesentliche Platzerspar
nis ergibt und eine erhöhte Betriebssicherheit erreicht
wird.
Claims (14)
1. Schutzschaltung zum Blockierschutz eines kollektorlosen
Gleichstrommotors, die aufweist:
einen Leistungstransistor in Reihe mit jeder Stator wicklung, der zur Kommutierung des Stromes von einem Hall-Generator, insbesondere Hall-IC, ansteuerbar ist, und der in Abhängigkeit von einer in den Statorwicklun gen induzierten Steuerspannung ein- und ausgeschaltet wird, und
ein Verzögerungsglied, das in der Anlaufphase des Gleichstrommotors die Kommutierungs-Ansteuerung der Leistungstransistoren unabhängig von der Steuerspannung ermöglicht,
dadurch gekennzeichnet, daß ein Thyristor (26) zwischen einer Plus- und einer Minuslei tung (10, 34) angeordnet und zusätzlich mit seiner Anode an der Basis eines Vorschalt-Transistors (8) angeschlossen ist,
daß der Emitter dieses Vorschalt-Transistors (8) mit den Basisanschlüssen der Leistungstransistoren (5, 14) verbunden ist,
daß aus der Steuerspannung (U B) ein digitales Schaltsig nal gewonnen wird, das einem Steueranschluß des Thyri stors (26) zugeführt wird,
daß bei einem "L"-Pegel des Schaltsignals der Thyristor (26) sperrt und der Vorschalt-Transistor (8) sowie der jeweils stromführende Leistungstransistor (5, 14) durchgesteuert sind und
daß bei einem "H"-Pegel des Schaltsignals der Thyristor (26) durchgeschaltet ist und der Vorschalt-Transistor (8) und die Leistungstransistoren (5, 14) gesperrt sind.
einen Leistungstransistor in Reihe mit jeder Stator wicklung, der zur Kommutierung des Stromes von einem Hall-Generator, insbesondere Hall-IC, ansteuerbar ist, und der in Abhängigkeit von einer in den Statorwicklun gen induzierten Steuerspannung ein- und ausgeschaltet wird, und
ein Verzögerungsglied, das in der Anlaufphase des Gleichstrommotors die Kommutierungs-Ansteuerung der Leistungstransistoren unabhängig von der Steuerspannung ermöglicht,
dadurch gekennzeichnet, daß ein Thyristor (26) zwischen einer Plus- und einer Minuslei tung (10, 34) angeordnet und zusätzlich mit seiner Anode an der Basis eines Vorschalt-Transistors (8) angeschlossen ist,
daß der Emitter dieses Vorschalt-Transistors (8) mit den Basisanschlüssen der Leistungstransistoren (5, 14) verbunden ist,
daß aus der Steuerspannung (U B) ein digitales Schaltsig nal gewonnen wird, das einem Steueranschluß des Thyri stors (26) zugeführt wird,
daß bei einem "L"-Pegel des Schaltsignals der Thyristor (26) sperrt und der Vorschalt-Transistor (8) sowie der jeweils stromführende Leistungstransistor (5, 14) durchgesteuert sind und
daß bei einem "H"-Pegel des Schaltsignals der Thyristor (26) durchgeschaltet ist und der Vorschalt-Transistor (8) und die Leistungstransistoren (5, 14) gesperrt sind.
2. Schutzschaltung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß als
Steuerspannung (U B) die Summe aus der an der jeweiligen
antriebsstromlosen Statorwicklung (1, 2) anliegenden
Betriebsspannung (U V) und der in dieser induzierten
Gegen-EMK-Spannung (U i) verwendet wird, wobei für den
Fall, daß die Summe der Spannungen größer als die
Betriebsspannung ist, das digitale Schaltsignal den
"L"-Pegel aufweist, und für den Fall, daß die Gegen-EMK
Null wird oder einen bestimmten Abschaltspannungswert
unterschreitet, das digitale Schaltsignal den "H"-Pegel
besitzt.
3. Schutzschaltung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß in
der Anlaufphase eine Anlaufstrombegrenzungsschaltung
(9; 46, 47, 48, 49) wirksam ist, die in Abhängigkeit
von einer bestimmten Höhe des Anlaufstroms die Lei
stungstransistoren (5, 14) sperrt bzw. durchsteuert, bis
die erzeugte Gegen-EMK-Spannung (U i) in den Statorwick
lungen (1, 2) derart ausgeprägt ist, daß nur noch ein
begrenzter Motorstrom fließen kann.
4. Schutzschaltung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die
Steuerspannung (U B) zwischen den Statorwicklungen (1,
2) und den mit diesen mit ihrer Kollektor-Emitter-
Strecke in Reihe geschalteten Leistungstransistoren
(5, 14) abgegriffen und zum Gewinn des digitalen
Schaltsignals auf den Emitter eines Schalt-Transistors
(18) geleitet wird, dessen Kollektor mit einem inver
tierenden Eingang (21 e) eines Operationsverstärkers
(21) verbunden ist und dessen Basis etwa auf dem
Potential der Betriebsspannung (U V) liegt, wobei an
einem nicht-invertierenden Eingang (21 f) des Opera
tionsverstärkers (21) eine feste Bezugsspannung an
liegt und der das digitale Schaltsignal liefernde
Ausgang (21 a) des Operationsverstärkers (21) mit dem
Steueranschluß des Thyristors (26) verbunden ist.
5. Schutzschaltung nach einem oder Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß das
Verzögerungsglied eine Verzögerungsstufe (31) auf
weist, die beim Anlegen der Betriebsspannung (U V) über
einen gewissen Zeitraum hinweg eine positive Ausgangs
spannung abgibt, die an der Basis eines Anlauf-Transi
stors (28) anliegt, dessen Kollektor-Emitter-Strecke
zwischen dem Steueranschluß des Thyristors (26) und
der Minus-Leitung (34) liegt, so daß beim Durchschal
ten des Anlauf-Transistors (28) ein am Ausgang (21 a)
des Operationsverstärkers (21) anstehender "H"-Pegel
dadurch unterdrückt wird, daß am Steueranschluß des
Thyristors (26) über den Anlauf-Transistor (28) ein
"L"-Pegel ansteht und hierdurch der Thyristor (26) in
seinem gesperrten Zustand gehalten wird.
6. Schutzschaltung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die
Verzögerungsstufe (31) als Integrator (35, 36, 37)
oder als monostabile Kippstufe (40) ausgebildet ist.
7. Schutzschaltung nach einem der Ansprüche 3 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß die
Anlaufstrombegrenzungsschaltung eine zwischen den
Emittern der Leistungstransistoren (5, 14) und der
Minus-Leitung (34) angeordnete Parallelschaltung aus
einem niederohmigen Widerstand (11) und zwei in Reihe
geschalteten, hochohmigen Widerständen (46, 47) auf
weist, wobei zwischen den hochohmigen Widerständen
(46, 47) die Basis eines ersten Steuer-Transistors
(48) angeschlossen ist, dessen Kollektor-Emitter-
Strecke zwischen der Plus- und Minus-Leitung (10, 34)
liegt und weiterhin mit seinem Kollektor mit der Basis
eines zweiten Steuer-Transistors (9) verbunden ist,
dessen Emitter mit dem Kollektor des Vorschalt-
Transistors (8) und dessen Kollektor mit der Plus-
Leitung (10) verbunden ist, so daß bei Durchschaltung
des ersten Steuer-Transistors (48) der zweite Steuer-
Transistor (9) sperrt und damit über den Vorschalt-
Transistor (8) der Basisstrom der Leistungstransisto
ren (5, 14) unterbrochen wird und diese gesperrt
werden.
8. Schutzschaltung nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß der
Abgriff der Steuerspannung (U B) jeweils über eine Diode
(16, 17) sowie vorzugsweise über einen veränderbaren
Widerstand (29) erfolgt.
9. Schutzschaltung nach einem der Ansprüche 4 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß der
Kollektor des Schalt-Transistors (18) über eine
Reihenschaltung von Widerständen (19, 20) mit der
Minus-Leitung (34) verbunden ist und der invertierende
Eingang (21 e) des Operationsverstärkers (21) zwischen
den als Spannungsteiler wirkenden Widerständen (19,
20) angeschlossen ist.
10. Schutzschaltung nach einem oder Ansprüche 4 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß der
nicht-invertierende Eingang (21 f) des Operationsver
stärkers (21) über einen Spannungsteiler aus Wider
ständen (22, 23) auf die feste Bezugsspannung geschal
tet ist.
11. Schutzschalter nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, daß die
Basen der Transistoren (5, 14, 8, 28, 13, 15) jeweils
über Basiswiderstände angeschlossen sind.
12. Schutzschalter nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
gekennzeichnet durch eine zumindest
teilweise Ausbildung als integrierter Baustein oder in
Hybridtechnik.
13. Schutzschalter nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, daß die
Basis jedes Leistungstransistors (5, 14) über eine
Kollektor-Emitter-Strecke eines Kommutierungs-
Transistors (4, 13) mit der Minus-Leitung (34) verbun
den ist, wobei die Basis des ersten Kommutierungs-
Transistors (4) unmittelbar und die Basis des zweiten
Kommutierungs-Transistors (13) mittelbar über einen
Inverter-Transistor (15) von dem Hall-IC (3) angesteu
ert werden.
14. Schutzschalter nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet, daß der
über seine Basis von dem Hall-IC (3) angesteuerte
Inverter-Transistor (15) mit seiner Kollektor-Emitter-
Strecke zwischen der Basis des zweiten Kommutierungs-
Transistors (13) und der Minus-Leitung (34) liegt.
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |