DE3416092C2 - - Google Patents
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verteilerventil für den
Anschluß von mindestens zwei Wasserverbrauchern gemäß dem
Oberbegriff des unabhängigen Patentanspruchs 1.
Ein Verteilerventil dieser Art ist im Stand der Technik durch
die DE-AS 11 15 543 bekannt geworden.
Bei diesem ist im Ventilgehäuse ein sowohl translatorisch als
auch rotatorisch beweglicher Kolbenschieber zur Steuerung ei
nes axialen und zweier seitlicher Anschlußstutzen zur Bildung
von Strömungswegen angeordnet. Bei Verwendung des Ventils als
Verteilerventil ist dem axialen Anschlußstutzen der Zufluß von
Kalt- oder Warmwasser zugeordnet, von dem aus dann das zuströ
mende Wasser je nach Einstellung des Kolbenschiebers auf die
seitlichen Anschlußstutzen verteilt wird. Bei diesem bekannten
Verteilerventil kann jedoch keine einstellbare Freigabe eines
Volumenstromes zum einen Abfluß bei vollem Volumenstrom zum
anderen Abfluß vorgenommen werden.
Durch die DE-AS 10 49 178 ist ein fußbetätigtes Ventil bekannt
geworden, mit dem Mischwasser einer Zapfstelle zugeführt wer
den kann. Der Anteil an Kalt- und Warmwasser wird durch zwei
Drosselschrauben fix eingestellt. Dieses Ventil ist ein Misch
ventil mit zwei Eingängen und einem Abgang und lediglich für
einen Verbraucher vorgesehen.
Zudem sind auf dem Markt sogenannte Doppelventile erhältlich.
Diese dienen dazu, einerseits einer Einlochbatterie und ander
seits einem anderen Wasserverbraucher, wie einer Geschirr
waschmaschine das Brauchwasser zuzuführen. Solche Doppelven
tile sind üblicherweise unter dem Waschtisch in einer für
einen Abfalleimer bestimmten Nische angeordnet. Deshalb bleibt
der Abgang für diesen zweiten Wasserverbrauch in der Regel
immer offen und dadurch bleibt auch der flexible Schlauch zu
diesem immer unter Druck. Damit wird der heute geforderten Si-
cherheit keine Rechnung getragen.
In der DE-C 28 08 348 wurde vorgeschlagen, in den Wasserweg zu
einem zweiten Verbraucher ein selbständiges Absperrorgan ein
zubauen, um diesen Wasserweg zu steuern. Für die Betätigung
dieses Absperrorgans ist ein an der Mischbatterie ein Bedienungs
element für die Fernbedienung dieses Absperrorgans angebraut.
Das Bedienungselement ist ein Zug- oder Drehgriff, zur Betäti
gung eines Bowdenzuges, mit dem die Stellung des Zug- oder
Drehgriffes auf das selbständige Absperrorgan übertragen wird.
Dies bringt bezüglich der erwähnten Sicherheit eine Verbesse
rung, die Installation selbst wird aber dadurch umfangreicher
und damit verteuert, weil zum Absperren der Mischbatterie ein
weiteres Absperrorgan notwendig ist.
Es ist deshalb eine Aufgabe der Erfindung, ein Verteilerventil
der genannten Art zu schaffen, das sich für den Anschluß un
terschiedlicher Wasserverbraucher besonders eignet.
Erfindungsgemäß wird dies durch die Merkmale im kennzeichnen
den Teil des unabhängigen Patentanspruchs 1 erreicht. Beson
ders vorteilhafte Ausbildungsformen sind in den abhängigen An
sprüchen definiert.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachstehend anhand
der Zeichnung beschrieben. Es zeigt
Fig. 1 einen Aufriß eines Ventils gemäß einer ersten
Ausführungsform,
Fig. 2 eine Schnittansicht gemaß einer vertikalen Schnitt
ebene in Fig. 1, und
Fig. 3 eine Schnittansicht gemaß der Schnittlinie III-III
in Fig. 1 bei einer modifizierten Ausführungsform.
Das Ventilgehäuse 1 gemäß Fig. 1 und 2 zeigt alle Anschlüsse für
Zulauf, Abgänge und Betätigungsorgane in derselben Projek
tionsebene. Der Anschlußstutzen 2 für den Brauchwasseran
schluß liegt achsgleich mit einer Abdeckhaube 28 für das
Einstellorgan. Der Anschlußstutzen 3 für die Einbaubatterie
(nicht dargestellt) hat seine Öffnung nach oben gegen den
oberen Bildrand und der Anschlußstutzen 4 für den zweiten
Wasserverbraucher hat seine Öffnung nach unten gerichtet.
Eine Anbauhülse 29 für die Ventilbetätigung ist auf der
gleichen Seite des Ventilgehäuses 1 angeordnet wie die Ab
deckhaube 28.
Die Abdeckhaube 28 verdeckt die mit einem Schraubenschlitz
versehene Spindel 5 für das Absperrventil 6. Dieses Absperr
ventil 6 arbeitet mit einer Ventildichtung 7 gegen einen ge
häusefesten Ventilsitz 6a. Mit der Spindel 5 ist ein
Flansch 8 einstückig verbunden. Dieser Flansch 8 weist eine
obere zylindrische Partie 9 und eine daran anschließende
konische Partie 10 auf. An der entsprechenden Stelle besitzt
das Ventilgehäuse 1 eine zylindrische Bohrung 11 mit einem
Durchmesser, der um weniges größer ist als derjenige der
genannten zylindrischen Partie 9 am Flansch 8.
Zum Öffnen des Absperrventils 6 wird die Spindel 5 über das
Gewinde 12 nach rechts in der Zeichnung verschoben. Dies be
wirkt, die Freigabe des Querschnittes für den zweiten Wasser
weg zum Abgang 4. Der erste Wasserweg zum Abgang 3 bleibt
durch die zylindrischen Partien 9, 11 vorerst verschlossen.
Erst bei weiterer Betätigung der Spindel 5 und Vergrößerung
des Hubes wird auch der Querschnitt für den ersten Wasser
weg zum Abgang 5 freigegeben. Mittels der konischen Partie
10 läßt sich der Volumenstrom für den Abgang 3 nach Wunsch
einstellen, ohne daß dadurch der Volumenstrom für den zweiten
Wasserweg beeinflußt würde.
Im zweiten Wasserweg befindet sich ein weiteres Absperrventil
14. Dieses Absperrventil 14 wird durch eine Membrane 13 einer
Bauart, wie sie in ähnlicher Ausführung bei magnetbetätigten
Ventilen Verwendung finden, gesteuert. Im vorliegenden Fall
wird die Membrane 13 durch einen Bowdenzug 27, der über eine
Kupplung 15 mit dem Dichtzapfen 16 verbunden ist, betätigt.
Durch Ziehen des Bowdenzuges 27 wird der Dichtzapfen 16 von
der Steuerbohrung 17 abgehoben. Das durch die kleinere Düse
18 einfließende Wasser kann ungehindert durch die Steuerbohrung
17 abfließen. Damit fällt der Druck im Steuerraum 14a rechts
der Membrane 13 und die Membrane 13 hebt sich selbständig
vom Sitz 19 ab.
Ein Druck auf das Kabel 25 des Bowdenzuges 27 bewirkt das
Schließen der Steuerbohrung 17 mittels des Dichtpfropfens 16.
Dadurch wird im Steuerraum 14a wieder der Eingangsdruck aufge
baut und das Ventil wird dicht verschlossen.
In der Anbauhülse 29 befindet sich die Kupplung 15 zwischen
dem Kabel 25 des Bowdenzuges 27 und dem Druckbolzen 23 für
den Dichtpfropfen 16. Die Kupplung 15 umfaßt ein Gehäuse 20
mit eingebauter Druckfeder 21 und einer verschieblich gehal
terten Druckplatte 22. Der Druckbolzen 23 ist mit dem Gehäuse 20
einstückig verbunden und trägt am freien Ende den Dicht
pfropfen 16 aus einem elastischen Material.
Der Endnippel 24 des Bowdenzuges 27, an dem das Kabel 25 starr
gehaltert ist, ist im Gehäuse 20 mittels eines sich nach der
Seite hin öffnenden Schlitzes 26 eingehängt.
Die Druckfeder 21 bewirkt, daß der Anpreßdruck des Dicht
pfropfens 16 auf die Membrane 13 in etwa konstant bleibt
und unabhängig von der Betätigungskraft ist und sie schützt
auch das Absperrventil bei schlagartiger Betätigung.
Das Betätigungselement für den Bowdenzug 27 kann ein Zugknopf
oder ein Stellhebel 40 in einem Führungselement 41 mit einem
Führungsschlitz 42 sein, das auf der oberen Fläche eines
Spültisches 43 angeordnet ist. Das Betätigungselement könnte
ebensogut auch in die Mischbatterie integriert werden, wie
dies beispielsweise zur Betätigung des Ablaufstöpsels schon
bekannt ist.
Anstelle eines Zugknopfes oder Stellhebels könnte auch ein
Drehknopf vorgesehen sein.
Gemäß der Variante in Fig. 3 ist die Anbauhülse
nach hinten in Fig. 1 gerichtet. Die Betätigung des Druckbolzens
23 mit dem Dichtpfropfen 16 entgegen der Kraft der Feder 21,
erfolgt mittels eines Keils 31, der gegen eine keilförmige
Führung 52 eines Druckzapfens 33 arbeitet. Im übrigen ist
der Aufbau des Gehäuses 1, des Bowdenzuges 27 und Endnippels
24 derselbe, nur daß hier dann der Endnippel 24 in einen
Schlitz 55 in einer Verlängerung 34 des Keils 31 eingreift.
Da die Membrane 13 nur in einer Richtung dichtet, kann bei
abgestelltem zweiten Verbraucher und geschlossenem Absperrventil
14 der Druck im Abgang 4 auf den niedrigsten Druck
im Raum 14a abgebaut werden. Bei defekter Membrane 13, d. h.
wenn die flexible Partie einen Defekt aufweist, wird das
zweite Absperrventil 14 automatisch gesperrt. Ein derartiger
Aufbau bringt somit die Möglichkeit, daß die gesamte Wasser
zufuhr über dieses Ventil gesperrt werden kann, daß zudem
die Wasserzufuhr zum zweiten Wasserverbraucher selektiv ge
sperrt oder geöffnet werden kann und zudem, daß die Wasser
zufuhr zum ersten Wasserverbraucher einstellbar ist und sich
bei geöffnetem zweitem Wasserweg selektiv sperren läßt.
Claims (11)
1. Verteilerventil für den Anschluß von mindestens zwei
Wasserverbrauchern, mit einem Ventilgehäuse (1), mit
einem Zuflußstutzen (2) und zwei Abflußstutzen (3, 4)
zur Bildung von Wasserwegen zu den beiden Verbrauchern
und mit einem im Ventilgehäuse (1) angeordneten, die
beiden Wasserwege sperrenden Absperrventil (6), dadurch
gekennzeichnet, daß das Absperrventil (6) mit einem für
die einstellbare Freigabe eines Volumenstroms zum einen
Abfluß (3) bei vollem Volumenstrom zum anderen Abfluß
(4) ebenfalls im Ventilgehäuse (1) befindlichen Dosier
ventil (9, 10, 11) kombiniert ist.
2. Verteilerventil nach Patentanspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Absperrventil (6) und das Dosierven
til (9, 10, 11) auf einer gemeinsamen Ventilspindel (5)
angeordnet sind.
3. Verteilerventil nach Patentanspruch 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Dosierventil aus einem ersten koni
schen Abschnitt (10) und einem zweiten zylindrischen
Abschnitt (9) an der Ventilspindel (5) und einem hohl
zylindrischen Abschnitt (1) im Ventilgehause (1) ge
bildet ist, wobei der zylindrische Abschnitt (9) an
der Ventilspindel (5) in den hohlzylindrischen (11)
Abschnitt im Ventilgehäuse (1) mit geringem Spiel ein
schiebbar ist.
4. Verteilerventil nach einem der Patentansprüche l bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß im Wasserweg zum zweiten Ab
flußstutzen (4) eine weiteres Absperrventil (14) ange
ordnet ist, daß zur Fernbetätigung dieses weiteren Ab
sperrventils (14) ein Bowdenzug (27) vorhanden ist, für
dessen Betätigung ein Handgriff vorhanden ist, und daß
der Handgriff oberhalb eines Spültisches angeordnet ist.
5. Verteilerventil nach Patentanspruch 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß, der Handgriff als Zugknopf ausgebildet
ist.
6. Verteilerventil nach Patentanspruch 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Handgriff als Drehgriff ausgebildet
ist.
7. Verteilerventil nach Patentanspruch 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Handgriff (40) auf die Platte des
Spültisches (43) aufgebaut ist.
8. Verteilerventil nach Patentanspruch 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Handgriff in den Körper einer Misch
batterie eingebaut ist.
9. Verteilerventil nach einem der Patentansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß im Wasserweg zum zweiten
Abflußstutzen (4) ein weiteres Absperrventil (14) an
geordnet ist, und daß zur Betätigung ein Magnetanker
vorhanden ist und daß die Magnetspule in den Speise
stromkreis für einen elektrischen Wasserverbraucher
geschaltet ist.
10. Verteilerventil nach einem der Patentansprüche 4 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß das weitere Absperrventil
(14) durch einen mittels einer Membrane (13) verschließ
baren Ventilsitz (19) gebildet ist, und daß die Membrane
(13) eine zentrale Steuerbohrung (17) aufweist, daß
ferner zur Betätigung des Absperrventils (14) ein un
ter der Kraft einer jeder (21) gegen die Steuerbohrung
(17) gepreßter Pfropfen (16) vorhanden ist und daß der
genannte Bowdenzug (27) mit Mitteln zur Betätigung des
Pfropfens (16) versehen ist.
11. Verteilerventil nach einem der Patentansprüche 4 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß beim Schließen des Absperr
ventils 14 durch den Bowdenzug 27 eine durch die Feder
21 vorbestimmte maximale Kraft auf die Membrane 13 nicht
überschritten wird.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
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Publications (2)
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE19843416092 Granted DE3416092A1 (de) | 1983-05-05 | 1984-04-30 | Ventil fuer den anschluss von zwei wasserverbrauchern |
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| Country | Link |
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Families Citing this family (1)
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Family Cites Families (3)
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|---|---|---|---|---|
| DE1049178B (de) * | 1957-05-28 | 1959-01-22 | P F Forbach Appbau | Fussbetaetigtes Ventil |
| DE1115543B (de) * | 1961-02-17 | 1961-10-19 | Hansa Metallwerke Ag | Misch- oder Verteilungsventil mit einem sowohl drehbeweglichen als auch axial hin- und herbeweglichen Kolbenschieber |
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-
1984
- 1984-04-30 DE DE19843416092 patent/DE3416092A1/de active Granted
Also Published As
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|---|---|
| DE3416092A1 (de) | 1984-11-08 |
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