DE34086C - Neuerung in dem Verfahren zur Darstellung von Ammoniumsulfat aus Torfmoor. (I - Google Patents

Neuerung in dem Verfahren zur Darstellung von Ammoniumsulfat aus Torfmoor. (I

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DE34086C
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DENDAT34086D
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Frau Johanna Agnes Rosalie Grouven, geb. huenicke, in Leipzig, martha grouven und ELIsabeth Therese Wilhelmine Grouven, letztere beiden vertreten durch ihren Vormund Rechtsanwalt Dr. jur. A. gentzsch in Leipzig
Publication of DE34086C publication Critical patent/DE34086C/de
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01CAMMONIA; CYANOGEN; COMPOUNDS THEREOF
    • C01C1/00Ammonia; Compounds thereof
    • C01C1/02Preparation, purification or separation of ammonia
    • C01C1/08Preparation of ammonia from nitrogenous organic substances

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  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
4%As-
Wie in genanntem Patente beschrieben, kommt der gesammte Stickstoff des Torfmoors aus dem Ammoniumofen in Form von kohlensaurem Ammoniak, welches nach Condensation des beigesellten Wasserdampfes in einer Lösung erhalten wird, deren Titer 15 bis 20 g Stickstoff pro 1 1 entspricht.
Diese continuirlich producirte und stets gleichmäfsig ausfliefsende Lösung wird behufs Umwandlung in Ammoniumsulfat in einem Rührbottich mit äquivalenten Mengen von gebranntem und gemahlenem Gyps bei 50 bis 6o° C. behandelt. Zeitdauer dieser Digestion, sowie auch das Nähere über die Abscheidung des gebildeten kohlensauren Kalks mittelst Filterpresse ist in derselben Patentschrift zu lesen.
Von der chemisch , längst bekannten Thatsache ausgehend, dafs Strontiumsulfat bezw. fein gemahlener Cölestin sich gegen Ammoniumcarbonatlösung ähnlich verhalte wie schwefelsaurer Kalk (gebrannter Gyps), ist seit 1882 in der Probefabrik des Dr. Grouven zu Bürgerhof bei Lauenburg versucht worden, in vorgenannter Procedur den Gyps durch Cölestinmehl zu ersetzen.
Dabei hat sich ergeben, dafs die Umsetzung zwar ebenfalls bei einer Temperatur von 50 bis 6o° C. und einer 1J/2 bis 3 pCt. Stickstoff entsprechenden Concentration der Ammoniaklösung am besten geht, doch nicht so schlank verläuft wie die des Gypses.
Während letzterer, in äquivalenter Menge mit Ammoniumcarbonatlösung gemischt, sich nahezu vollständig umsetzt, bleibt vom Cölestinmehl unter gleichen Umständen und bei jeder noch so langen Digestionsdauer ca. Y8 unzersetzt zurück.
Die Zersetzung des Restes schreitet aber weiter fort, sobald man die gebildete Sulfatlösung gänzlich abgiefst (deplacirt) und frische Ammoniumcarbonatlösung zugiebt. Nach zweibis dreimaliger Wiederholung dieser Operation findet sich aller Cölestin umgesetzt und das Sediment nur aus Strontiumcarborjat von schwerem krystallinischen Korn bestehend.
Offenbar ist demnach, dafs die Ammoniumcarbonatlösung bei einem gewissen Gehalt an Ammoniumsulfat ihre Lösungsfähigkeit für Strontiumsulfat totat verliert.
Die damit offenbarten Thatsachen mufsten natürlich die Basis sein für die Anwendung des Cölestins überhaupt und für die Construction zweckdienlicher Fabrikapparate.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    Zum Zwecke der Ammoniumsulfatbildung aus Ammoniumcarbonatlösung, wie solche aus Ammoniakfabriken meines Systems hervorgeht, der Ersatz des in dem Haupt-Patente No. 270g zur Anwendung gebrachten Gypses durch Cölestinmehl.
    Das dabei eingeschlagene Verfahren, wiederholt frische Lösungen von Ammoniumcarbonat auf das Cölestinmehl einwirken zu lassen, unter vorheriger Entfernung (Deplacirung) der erzeugten Ammoniumsulfatlösung und bei einer Temperatur und Concentration, wie beschrieben.
DENDAT34086D Neuerung in dem Verfahren zur Darstellung von Ammoniumsulfat aus Torfmoor. (I Expired - Lifetime DE34086C (de)

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