DE3404008A1 - Verfahren zum befestigen von metalldraehten an metallischen anschlusstraegern - Google Patents

Verfahren zum befestigen von metalldraehten an metallischen anschlusstraegern

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DE3404008A1 DE19843404008 DE3404008A DE3404008A1 DE 3404008 A1 DE3404008 A1 DE 3404008A1 DE 19843404008 DE19843404008 DE 19843404008 DE 3404008 A DE3404008 A DE 3404008A DE 3404008 A1 DE3404008 A1 DE 3404008A1
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Gerd 7014 Kornwestheim Bäßler
Horst 7141 Schwieberdingen Staib
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Robert Bosch GmbH
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Robert Bosch GmbH
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01RELECTRICALLY-CONDUCTIVE CONNECTIONS; STRUCTURAL ASSOCIATIONS OF A PLURALITY OF MUTUALLY-INSULATED ELECTRICAL CONNECTING ELEMENTS; COUPLING DEVICES; CURRENT COLLECTORS
    • H01R43/00Apparatus or processes specially adapted for manufacturing, assembling, maintaining, or repairing of line connectors or current collectors or for joining electric conductors
    • H01R43/04Apparatus or processes specially adapted for manufacturing, assembling, maintaining, or repairing of line connectors or current collectors or for joining electric conductors for forming connections by deformation, e.g. crimping tool
    • H01R43/048Crimping apparatus or processes

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Connections Effected By Soldering, Adhesion, Or Permanent Deformation (AREA)

Description

  • Verfahren zum Befestigen von Metalldrähten an metal-
  • lischen Anschlußträgern Stand der Technik Die Erfindung geht aus von einem Verfahren zum Befestigen von Metalldrähten, insbesondere sehr dünnen Metalldrähten, an metallischen Anschlußträgern nach der Gattung des Hauptanspruchs. Es ist bekannt, metallische Werkstücke unter Zufuhr von Wärme und Druck zur Verbindungsstelle zu verschweißen oder durch eine Lötstelle zu verbinden. Mitunter finden diese Vorgänge auch unter dem Einfluß hochfrequenter Schwingungen statt (DE-PS 21 61 023). Auch das Schweißen ohne Zufuhr von Wärme, nur unter dem Einfluß von hohem Druck ist schon unter dem Begriff galtpreßschweißen bekanntgeworden. Man kann z.B. Metallfolien an wesentlich dickeren Stromzuführungsleitern befestigen, indem man die zu verbindenden Teile einem Walz- oder Preßvorgang bei solchem Druck unterwirft, daß Folie und Stromzuführungsleiter mechanisch fest verbunden sind. Ferner sind Klemmen zum mechanischen Festlegen und elektrischen Anschließen isolierter Leiter bekannt, ohne daß hierbei zuerst die Isolation vom Leiter entfernt werden muß. Diese Klemmen haben im allgemeinen zwei einseitig miteinander verbundene, sich gegenüberstehende und durch den Leiter aufspreizbare Klemmbacken, die zwischen sich einen Klemmspalt definieren und beim Einführen des Leiters in den Klemmspalt die Leiterisolation durchdringen (DE-?S 12 57 239). Außerdem gibt es die sogenannten Quetschverbindungen zum Befestigen von blanken Leitern in der geschlitzten Hülse eines Kabelschuhes durch Kontaktpressung, bei der auf Kabelschuh und Leiter ein hoher Druck ausgeübt wird, so daß eine bleibende Verformung des Materials eintritt. Eine solche Verbindung ist beispielsweise durch die DE-PS 10 6o 005 bekannt geworden.
  • Alle diese bekannten Verfahren führen beim Befestigen von Metalldrähten, insbesondere sehr dünnen Metalldrähten, an metallischen Anschlußträgern zu einer unerwünschten Schwächung und erhöhten Brüchigkeit des Drahtes im Bereich der Verbindungsstelle infolge Einkerbung und Veränderung des Drahtgefüges. Diese Erscheinungen sind einerseits auf die zum Befestigen angewandte erhebliche Wärmemenge zurückzuführen. Andererseits haben sie ihre Ursache, insbesondere beim Kaltpreßschweißen, in den hier erforderlichen hohen Schweißdrücken.
  • Vorteile der Erfindung Das erfindungsgemäße Verfahren mit den kennzeichnenden Merkmalen des Hauptanspruchs hat demgegenüber den Vorteil, daß auf einfache Weise eine mechanisch feste und elektrisch gut leitende Verbindung zwischen Draht und Anschlußträger herstellbar ist, ohne daß der Draht einer Strukturveränderung ausgesetzt ist oder eine wesentliche Veränderung, insbesondere Verengung, seiner Querschnittsfläche durch Einkerbung erfährt.
  • Damit sind auch Änderungen des spezifischen Widerstandes längs des Drahtquerschnitts ausgeschlossen. Diese Vorteile sind darauf zurückzuführen, daß der Anschlußträger bei dem Verbindungsprozeß etwa bis zum Erreichen seiner Material-Erweichungstemperatur erhitzt wird, so daß bereits ein relativ geringer Druck ausreicht, um den Träger so weit zu verformen, daß das Drahtende ohne wesentliche Querschnittsverengungen und Strukturveränderungen in der Aussparung festgeklemmt wird. Bei diesem Prozeß entsteht eine bleibende Verformung des Trägers, was bedeutet, daß die Klemmkraft und damit die Zugfestigkeit der Verbindung erhalten bleibt.
  • Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen des im Hauptanspruch angegebenen Verfahrens möglich. So können beispielsweise isolierte Metalldrähte ohne vorherige Abisolierung verwendet werden, indem man den Anschlußträger mindestens soweit erwärmt, daß die Isolierstoffummantelung des Metalldrahtes im Bereich der Anschlußstelle schmilzt bzw. verdampft. Eine für das Verfahren besonders geeignete Ausbildung des Anschlußträgers wird ferner darin gesehen, daß der Träger über einen Teil seiner Länge einen Schlitz zur Aufnahme des Drahtendes hat, und daß zum Festklemmen des Drahtes die Schlitzbreite durch einen auf die geschlitzte Zone ausgeübten Druck bei gleichzeitiger Erwärmung dieser Zone verkleinerbar ist.
  • Zeichnung In der Zeichnung zeigen Figur 3 einen Anschlußträger mit daran befestigtem Metalldraht sowie ein Werkzeug zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens, Figuren 2 bis 5 vier Anschlußträger mit unter schiedlicher Formgebung der zur Aufnahme des Drahtendes dienenden Schlitzes, Figur 6 ein vergrößertes Schliffbild des Anschlußträgers und des darin befestigten Drahtendes.
  • Beschreibung der Ausführungsbeispiele Der Anschlußträger 1 besteht aus einer flachen Metallzunge oder Metallfahne, die mit ihrem einen Ende an einem Träger 2, beispielsweise an einem Spulenträger, befestigt ist. An seinem freien Ende hat der Träger 1 eine schlitzförmige Aussparung 3, in die das Ende 4 eines Anschlußdrahtes 5 der Spulenwicklung eingelegt und durch Verengung des Schlitzes 3 festgeklemmt werden kann. Der Schlitz 3 ist zum freien Ende des Trägers 1 hin offen, um das Einlegen des Drahtendes 4 zu erleichtern. Der Schlitz 3 kann unterschiedliche Ausbildung haben. Seine Kanten können parallel zueinander verlaufen oder, wie in Figur 3 gezeigt, unter einem spitzen Winkel zueinander geneigt sein, derart, daß die Schlitzbreite zum freien Ende des Trägers 1 hin kontinuierlich zunimmt. Die Schlitzkanten können entweder glatt sein (Figur 2 und 3) oder eine geriffelte bzw. gewellte Kontur aufweisen um die Klemmwirkung zwischen Drahtende 4 und Anschlußtrage 1 zu verbessern.
  • Wie aus den Figuren 1 und 2 ersichtlich, ist der Draht 5 zu einer Spirale 6 mit mehreren Windungen geformt, die auf den Anschlußträger 1 aufgesteckt ist. Der von der Drahtspirale 6 umschlungene Teil des Trägers J hat eine geringere Breite als derjenige Teil, in welchem der Schlitz 3 ausgebildet ist. Der Übergang ist als Schulter 7 ausgebildet, an der sich die letzte Windung der Spirale 6 abstützt. Das Drahtende 4 erhält hierdurch eine Vorspannung in Richtung des Schlitzendes, die es in seiner Sollage fixiert. Die Schulter 7 kann als rechtwinkliger Übergang zwischen den der Schulter benachbarten Außenkanten des Anschlußträgers 1 ausgebildet sein. Sie kann aber auch hakenartig geformt sein, wie dies in Figur 2 gezeigt ist.
  • Um eine elektrisch leitende, unlösbare Verbindung zwischen Anschlußträger 1 und Draht 5 herzustellen wird das im Schlitz 3 befindliche Drahtende 4 im Träger festgeklemmt. Dies geschieht dadurch, daß auf die beiden Schlitzbacken 8, 9 des Trägers 1 eine Kraft einwirkt, die so gerichtet und bemessen ist, daß eine Verengung des Schlitzes 3 stattfindet, wobei die Schlitzkanten einander angenähert bzw. in Berührung miteinander gebracht werden. Wesentlich ist dabei, daß diese Verformung des Trägers nicht kalt, sondern in erwärmtem Zustand erfolgt, bei Temperaturen, die unterhalb der Schmelztemperatur des Trägerwerkstoffes liegen. Diese Warmverformung hat den Vorteil, daß wesentlich geringere Kräfte erforderlich sind, um eine Klemmverbindung zwischen Draht und Anschlußträger herzustellen, daß ferner die struktur abhängigen Eigenschaften von Träger und Draht kaum verändert werden, und daß schließlich keine inneren Spannungen im Gefüge des Trägers und damit auch kein nachträgliches Auffedern der Schlitzbakken 8, 9 mit Lockerung der Klemmverbindung auftreten können. Durch das Erweichen des Trägermetalls im Bereich der Schlitzbacken werden die auf das Draht ende 4 einwirkenden Kräfte soweit reduziert, daß das festzuklemmende Draht ende zwar eine gewisse Verformung jedoch keine Schwächung durch Einkerbung verfährt. Die Querschnittsgröße und somit auch der spezifische Widerstand des Drahtmaterials bleiben weitgehend erhalten.
  • Einen besonderen Vorteil bietet das Verfahren bei Verwendung isolierter, beispielsweise lackisolierter, Dünndrähte. Durch die Zufuhr von Wärme über die Schlitzbacken 7, 8 des Anschlußträgers 1 kommt die Lackschicht des Drahtes zum Schmelzen und Verdampfen, wobei der flüssige Lack nach außen verdrängt wird. Dadurch entsteht beim Befestigungsvorgang eine: gut leitende Kontaktverbindung zwischen Draht und Anschlußträger, ohne daß die Isolierschicht vorher in einem besonderen Arbeitsgang entfernt zu werden braucht.
  • Das Weichverformen des Anschlußträgers geschieht vorzugsweise durch Widerstandserwärmung mittels fester und einer beweglichen Elektrode. In Figur 1 ist das Elektrodenpaar einer Widerstandsmaschine dargestellt und mit 10, 11 bezeichnet. Die untere, fest angeordnete Elektrode 10 hat eine plane Stirnfläche 12, auf welche der Klemmbacken 9 des Anschlußträgers 1 aufgelegt wird. Die obere Elektrode 11 ist in Richtung des Doppelpfeils 13 beweglich. Ihre Stirnfläche 14 kann mit einer vorwählbaren Kraft auf den Klemmbacken 8 des Anschlußträgers 1 einwirken.
  • Sobald die Elektrode 11 mit ihrer Stirnfläche 14 auf dem Backen 8 aufsitzt, erfolgt die Schweißstromfreigabe, wobei Stromstärke und Zeit so gewählt sind, daß das Metall des Anschlußträgers 1 insbesondere im Bereich der Schlitzbacken 8, 9 eine Erweichung durch die von den Elektroden ausgehende Wärme erfährt.
  • Überschreitet der Erweichungsgrad des Materials eine bestimmte Schwelle so geben die Schlitzbacken 8, 9 des Trägers 1 dem Druck der Elektroden 10, 11 nach und legen sich unter Schließung des Schlitzes 3 aneinander an. Dabei wird das Drahtende 4 zwischen die Backen eingeklemmt. Durch die Verformung entstehen zwischen den Schlitzbacken 8, 9 und dem übrigen Teil des Anschlußträgers Schultern 15, 16, die in Figur i dargestellt sind.
  • Anstelle von widerstandserhitzten Elektroden könnten zur Warmverformung des Anschlußträgers 1 auch Stempel verwendet werden, die eine eingebaute Heizung haben oder von außen beheizt werden. Die Widerstandserhitzung hat jedoch den Vorteil, daß die dem Anschlußträger zugeführte Wärmemenge sehr genau dosierbar ist.
  • Das Schliffbild nach Figur 6 zeigt den Anschlußträger 1 und das darin eingebettete Draht ende 4 nach vollzogener Warmverformung im Maßstab 80 : 1. In dem Gefüge des Trägerwerkstoffes ist lediglich im Bereich des Schlitzendes eine Veränderung in Form einer geringfügigen Auffaserung festzustellen, die auf die in diesem Bereich bei der Warmverformung des Trägers auftretenden Dehnungskräfte zurückzuführen sein dürfte.
  • Das Draht ende 4 ist an der Klemmstelle gequetscht und etwas verdichtet. Es hat einen länglich ovalen Querschnitt mit einer dem Schlitzende zugekehrten Verrundung und einer in den Schlitz 3 hineinverlaufenden Spitze. Die Schlitzkanten liegen einander im Abstand von wenigen /um gegenüber, d.h. der Schlitz 3 ist praktisch geschlossen.
  • Die Warmverformung wurde unter Verwendung von Molybdän-Flachform-Elektroden mit einer Elektrodenkraft von 180 N und einer Stromzeit von 4 Perioden einer Wechselstromfrequenz von 50 Hz bei einer Stromstärke von 1,4 KA durchgeführt. Die Elektroden lagen dabei in einer Länge von 2,4 mm auf den Schlitzbacken 8, 9 auf. Die Quetschhöhe beträgt 1,2 mm bei einer Schlitzbreite von 0,5 mm und einer Schlitzlänge von 1,5 mm. Der 4,5 mm lange Anschlußträger besteht aus 0,8 mm dickem Bandmessing CuZn37.

Claims (9)

  1. Ansprüche 1. Verfahren zum Befestigen von Metalldrähten, insbesondere sehr dünnen Metalldrähten, an metallischen Anschlußträgern, bei welchem das Drahtende durch eine im Anschlußträger vorgesehene Aussparung geführt und der Träger anschließend einer Verformung zum Festklemmen des Drahtendes in der Aussparung unterzogen wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Verformung des Anschlußträgers (1) in erwärmtem Zustand bei einer Temperatur unterhalb der Schmelztemperatur des Trägerwerkstoffes erfolgt.
  2. 2. Verfahren zum Befestigen von isolierten Metalldrähten an metallischen Anschlußträgern nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlußträger (1) mindestens soweit erwärmt wird, daß die Isolierstoffummantelung des Metalldrahtes (5) im Bereich der Anschlußstelle schmilzt bzw. verdampft.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlußträger (1) aus Metallen bzw. Metallegierungen mit guter elektrischer Leitfähigkeit wie Kupfer, Aluminium, Messing oder Tombak besteht.
  4. 4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Erweichen des Anschlußträger-Werkstoffes durch Widerstandserwärmung erfolgt.
  5. 5. Metallischer Anschlußträger für das Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger (1) über einen Teil seiner Länge einen Schlitz (3) zur Aufnahme des Drahtendes (4) hat, und daß zum Festklemmen des Drahtendes die Schlitzbreite durch eine auf die geschlitzte Zone des Trägers einwirkende Kraft bei gleichzeitiger Erwärmung dieser Zone verkleinerbar ist.
  6. 6. Metallischer Anschlußträger nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der im Träger (1) ausgebildete Schlitz (3) zum freien Ende des Trägers hin offen ist, und daß die beiden Schlitzkanten zum Festklemmen des Drahtendes (4) durch Kraft- und Wärmeeinwirkung auf die Schlitzbacken (8, 9) des Trägers einander annäherbar bzw. in Berührung miteinander bringbar sind.
  7. 7. Metallischer Anschlußträger nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlitzkanten eine geriffelte, gezahnte oder gewellte Kontur haben.
  8. 8. Metallischer Anschlußträger nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger (1) eine Schulter (7) hat, an der sich der den Träger spiralförmig umschlingende Draht. (5) mit seiner letzten, in das Drahtende (4) übergehenden Spirale abstützt, derart, daß das Drahtende eine Vorspannung in Richtung des Schlitzendes erhält.
  9. 9. Metallischer Anschlußträger nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Schulter hakenförmig ausgebildet ist.
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