DE339102C - Dampfturbinenanlage mit zwei parallel geschalteten, uebersetzten Hochdruckturbinen - Google Patents
Dampfturbinenanlage mit zwei parallel geschalteten, uebersetzten HochdruckturbinenInfo
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01D—NON-POSITIVE DISPLACEMENT MACHINES OR ENGINES, e.g. STEAM TURBINES
- F01D15/00—Adaptations of machines or engines for special use; Combinations of engines with devices driven thereby
- F01D15/02—Adaptations for driving vehicles, e.g. locomotives
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Description
Die Erfindung betrifft Dampf turbinenanlagen, bei denen ein schnellaufender Hochdruckteil
durch ein Übersetzungsgetriebe, dauernd oder vorübergehend (z„ B. für verminderte Last),
seine Leistung an die Welle der langsamer laufenden Niederdruckturbine abgibt. Durch
die verschiedenen Drehzahlen des Hochdruck- und des Niederdruckteiles sollte in beiden die
höchste Wirtschaftlichkeit erreicht werden.
ίο Es ist auch bekannt, solche Anlagen in der besonderen Weise auszuführen, daß zwei
getrennte, parallel geschaltete Hochdruckturbinen gemeinsam auf das Zahnrad einer
Niederdruckturbine arbeiten und gemeinsam oder einzeln ihren Abdampf in die Niederdruckturbine
gewöhnlicher Bauart senden.
Die vorliegende Erfindung will nun eine Verbesserung derart eingerichteter Turbinenanlagen
herbeiführen. Sie besteht darin, daß die Niederdruckturbine mitdoppelterStrömung,
' z. B. als Zweistromturbine der bekannten Trommelbauart, ausgeführt und dabei jede
ihrer Strömungshäliten den Abdampf einer
eigenen, mit Übersetzung vorgeschalteten Hochdruckturbine erhält. Die Zweistromturbinen
der Trommelbauart dürfen dabei nicht wie bisher mit zusammenhängenden Zudampfräumen versehen sein, sondern müssen
in bekannter Weise eine zusätzliche Einrichtung zur Trennung derselben erhalten.
Durch diese Anordnung kann nun in einfacher Weise die insbesondere für den Kriegsschiffsbetrieb
höchsterwünschte Wirkung erreicht werden, daß beim Abschalten der einen Hochdruckturbine (Übergang auf kleinere
Fahrt) ganz von selbst und gleichzeitig eine Niederdruckhälfte abgeschaltet wird.
Bei den bisherigen Turbinen war dies nicht der Fall, vielmehr blieben die Niederdruckquerschnitte
unverändert, so daß nach Abschalten einer Hochdruckturbine eine wesentliche Drucksenkung und ungünstigere Druckverteilung
und Dampfausnutzung in der gesamten Niederdruck- und übrigbleibenden Hochdruckturbine eintrat. Zudem mußte
die leer laufende Hochdruckturbine durch Schließen ihres großen Abdampfventils und
Öffnen einer Vakuumleitung eigens an den Kondensator angeschlossen werden.
Im Gegensatz hierzu bleibt bei der vorliegenden Anordnung die Druckverteilung in
der im Betrieb befindlichen Hoch- und Niederdruckhälfte vom Ab- und Zuschalten der anderen
Hoch- und Niederdruckhälfte unberührt.
Die Erfindung ermöglicht daher eine Lösung des zwar in der Theorie, aber bei vielstufigen
Turbinen praktisch noch nicht gelösten Problems, eine gewisse Mengenregelung durch
sämtliche Stufen der Turbine hindurch zu verwirklichen (hier im Verhältnis von ungefähr
ι zu 1Z2).
Fig. ι zeigt das Schema einer solchen Turbinenanlage. Die schnellaufende Hochdruckturbine
ι erhält vom Ventil 7 Frischdampf und gibt ihren Abdampf durch Rohr 10
an die eine Hälfte 12 der Niederdruckturbine, beispielsweise einer Doppelstromturbine 12 bis 13
mit getrennten Einlaßräumen, ab. Entsprechend gilt für die andere Hochdruckturbine 2 das
Einlaßventil 8 und Abdampfrohr 11. Man
erkennt nun, daß beim Abschalten einer Hochdruckturbine (z. B. i) hier ganz von selbst die
zugehörige Hälfte der Doppelstromturbine (12) abgeschaltet wird, ohne daß dazu ein besonderes
Ventil in deren Zudampfleitung 10 geschlossen werden braucht.
In Anbetracht des beträchtlichen Durchmessers dieser Überstromleitung stellt dies
einen Vorteil dar, insbesondere, da bisher für ähnliche Umschaltungen, z. B. bei Schiffsturbinenanlagen,
umständliche Bewegungsund Verblockungseinrichtungen angeordnet werden mußten. Es fallen also auch diese
fort.
Außer der Steigerung der Wirtschaftlichkeit und der Vereinfachung der Bedienung und
Regelung hat die vorliegende Anordnung gegenüber bekannten Ausführungen Vorteile
hinsichtlich Reserve bei Störungen in einer Hälfte, ferner hinsichtlich der Möglichkeit, verschiedene
Kondensatoren zu benutzen, also beim Leckwerden eines derselben ohne Benutzung großer Umschalteschieber noch einen zweiten
unbeschädigten zur Verfügung zu haben. Diese Vorteile fallen unter anderem vom militärischen
Standpunkt aus ins Gewicht.
Die vorliegende Anordnung dient vorteilhaft für Land- und Schiffsturbinen größerer
Leistung. Bei letzteren wird in bekannter Weise durch Rückwärtsturbinen (mit 1, 2, 12
oder 13 vereinigt) oder durch elektrische oder hydrodynamische Übertragung allenfalls mit
weiterer Übersetzung umgesteuert.
Eine besonders vorteilhafte Schiffsanlage vorliegender Art ergibt sich nach Fig. 2, wenn
die Niederdruckturbine 12 bis 13 durch elektrische oder durch Transformatorübertragung 18
auf die Schraubenwelle übersetzt und allein umgesteuert wird, während z. B. die Ritzel 3
und 5 der Hochdruckturbinen 1, 2 durch ein größeres Zahnrad 4 direkt die Sekundärwelle 20
(Schraubenwelle) antreiben. Das Manövrieren erfolgt dann durch ein Vorwärts- und ein
Rückwärts ventil (9 und 21), welch letzteres den Frischdampf direkt in eine zusätzliche
Curtisstufe der Niederdruckturbine 12,13 führt, unter Umgehung der alsdann leer mitlaufenden
Hochdruckturbinen 1, 2. Mit dem Rückwärtsventil 21 wird die Betätigung der elektrischen
oder hydraulichen Umsteuerung der Niederdruckturbine in geeigneter Weise gekuppelt,
verblockt ο. dgl.
Bei Verwendung der Anlage für Landzwecke (Turbodynamo) kann die Regelung so eingerichtet
werden, daß bis zu einer gewissen Belastungsgrenze, z. B. 0,5 bis 0,7 der Vollast,
der Regler nur auf die eine Hochdruckturbine, z. B. i, Dampf gibt, so daß diese Seite unter
Umständen eine gewisse Überlastung erfährt, und daß erst von der genannten Belastungsgrenze
ab die Hochdruckturbine 2 allmählich oder plötzlich durch den Regler Frischdampf
erhält. In letzterem Fall kann die Einrichtung so getroffen sein, daß von der genannten Belastungsgrenze
ab beide Hochdruckseiten (und dementsprechend beide Niederdruckseiten) weiterhin ungefähr gleich belastet werden.
Dies geht bei Drosselregelung durch Öffnung eines Verbindungsventils zwischen ϊ und 2 "sehr
einfach zu erreichen, bei Düsenregelung durch geeignete gleichmäßige Verteilung der vom
Regler einzuschaltenden Düsen auf die^beiden Hochdruckseiten. Der Regler kann z. B. von 1
wieder mehrere Düsen schließen, gleichzeitig aber eine größere Anzahl in 2 öffnen. Mit
Kurvenscheiben, Steuernocken und -kolben läßt sich dies an den Düsenregelungen leicht
verwirklichen.
Claims (2)
1. Dampfturbinenanlage, bestehend aus zwei parallel geschalteten Hochdruckturbinen,
welche durch Vermittelung eines Reduktionsgetriebes gemeinsam auf die von der Niederdruckturbine direkt oder
indirekt angetriebene Welle arbeiten und ihren Abdampf in diese Niederdruckturbine
senden, dadurch gekennzeichnet, daß die Niederdruckturbine eine getrennte doppelte
Dampfströmung1 aufweist, deren eine Seite von der einen Hochdruckturbine und deren
andere Seite von der anderen Hochdruckturbine gespeist wird.
2. Dampfturbinenanlage nach Anspruch 1, insbesondere für Schiffe, dadurch gekennzeichnet,
daß beim Umsteuern nur die Niederdruckturbine Frischdampf erhält, und daß diese Turbine dann durch ein *
elektrisches oder hydrauliches Getriebe die Arbeitswelle antreibt, während die beiden
durch Zahnräder (3, 4, 5) die Schraubenwelle direkt antreibenden Hochdrucktürbinen
bei Rückwärtsfahrt leer mitlaufen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE339102T | 1915-07-27 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE339102C true DE339102C (de) | 1921-07-12 |
Family
ID=6223289
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1915339102D Expired DE339102C (de) | 1915-07-27 | 1915-07-27 | Dampfturbinenanlage mit zwei parallel geschalteten, uebersetzten Hochdruckturbinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE339102C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1262075B (de) * | 1963-11-11 | 1968-02-29 | Stal Laval Turbin Ab | Gasturbinenaggregat |
-
1915
- 1915-07-27 DE DE1915339102D patent/DE339102C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1262075B (de) * | 1963-11-11 | 1968-02-29 | Stal Laval Turbin Ab | Gasturbinenaggregat |
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