DE337590C - Anordnung zur isolierten Untersuchung eines einzelnen Ohres und zur Feststellung einseitiger Taubheit - Google Patents

Anordnung zur isolierten Untersuchung eines einzelnen Ohres und zur Feststellung einseitiger Taubheit

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DE337590C
DE337590C DE1919337590D DE337590DD DE337590C DE 337590 C DE337590 C DE 337590C DE 1919337590 D DE1919337590 D DE 1919337590D DE 337590D D DE337590D D DE 337590DD DE 337590 C DE337590 C DE 337590C
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    • A61B5/12Audiometering
    • A61B5/121Audiometering evaluating hearing capacity
    • AHUMAN NECESSITIES
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Description

  • Anordnung zur isolierten Untersuchung eines einzelnen Ohres und zur Feststellung einseitiger Taubheit. Bei allen bisherigen Untersuchungsmethoden zur Funktionsprüfung des Ohres besteht -die Schwierigkeit, das zweite Ohr vom Hörakt au.szuschl!ießen. Je höher ein Ton ist, desto leichter kann er durch die Kopfknochenleitun:g zur Wahrnehmung gelangen. Die bisherigen Apparate zur Feststellung der einseitigen Taubheit von B a v a n y, V o ß und N e u m a n n bezwecken, durch Erzeugung eines starken Lärms in dem einen Ohr die Hörfähigkeit dieses Ohres für den Augenblick auszuschalten. Eine vollständige Ertaubang wind dadurch nicht erreicht, vielmehr besteht der Nachteil, daß noch vorhandene Hörreste auf -dem zu untersuchenden Ohre verdeckt werden können.
  • Die Erfindung schließt das. zweite Ohr mit absoluter Sicherheit vom Mithören aus, indem sie eine -direkte Erregung )des spezifischen Endorgans des Gehörapparates auf elektrischem Wege mit Ausschluß von Luft- bzw. Knochenleitung herbeiführt. Das kann erfolgen, indem die Trommelfellmembran oder die Membran des runden Fensters oder die Gehörknöchelchen direkt zum Tönen gebracht werden .oder indem diese- in Schwingungen versetzt werden, welche sich dann auf die Perl- bzw. Endolymphe und damit auf .das Cortische Organ übertragen.
  • Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur isolierten Untersuchung eines einzelnen Ohres und zur Feststellung einseitiger Taubheit mit Hilfe des elektrischen Stromes. Die Erfindung geht von dem Gedanken aus, d'aß die feine Membran ,des Trommelfells durch elektrostatische Kräfte eine Anziehung erfährt, wenn sie einen Pol einer Spannungsquelle bildet und-, wenn ihr .dicht gegenüber der zweite Pol dieser Spannungsquelle angeordnet ist.
  • Ein Weg zur praktischen Anwendung dieses Gedankens besteht darin, daß in den Gehörgang ein isolierter Metallkörper- möglichst bis in ,die Nähe des Trommelfells herangebracht wird. Zwischen dem isolierten 'Metallkörper und dem Körper des Patienten wird sodann eine Spannung erzeugt, die zweckmäßig von wechselnder Richtung ist. Durch die wechselnde Spannung wird d@äs Trommelfell in Schwingungen versetzt. Durch Veränderung der Frequenz der Wechselstromspannung kann erreicht werden, daß die Schwingungen der Membran hörbar werden oder sich auf die Endolymphe fortpflanzen, und der Patient .maß, falls er nicht taub ist, einen Ton wahrnehmen. Auf diese Weise kann d'ie Hörfähigkeit des Ohres bei allen hörbaren Tönen festgestellt werden. Der isolierte Metalleiter, der in das Ohr geschoben wird, kann nach Art .der Instrumente, die für das Ohr benutzt werden, ausgebildet. sein. - In dem dem Trommelfell zugekehrten Ende ist zweckmäßig als Konduktor eine kleine Kugel vorgesehen, um die Kapazität möglichst zu erhöhen. Anstatt Wechselströme mit hörbarer Frequenz einwirken zu lassen, können auch Sprechströme zur Einwirkung auf Kreis, Konduktor, Trommelfell gebracht werden.
  • Auf der Zeichnung ist ein Ausführungs-Beispiel der Erfindung dargestellt. Es ist hierbei in ein Mikrophon, b die Batterie des Mikrophonkreises. Das. Mikrophon wirkt über den Transformator t auf den Kreis, der den Konduktor h einerseits und anderseits den Patienten enthält. Außerdem können noch Hilfsspannungen in dem Körperkreis vorgesehen sein. Der Patient wird während der Untersuchung zweckmäßig, um. unnötige Spannungsverluste zu vermeiden, auf einen Isolierschemel gesetzt. Ar# Stelle des Mikrophons können auch Tonerzeuger anderer Art vorgesehen sein. Für den Fall, daß das Trommelfell bei dem Patienten zerstört ist, kann mit Hilfe dieses Apparates festgestellt werden, ob -der Patient noch auf andere Weise Gehörwahrnehmungen hat, indem ein besonders klein konstruierter Konduktor in die Nische des runden Fensters gebracht wird und entweder die Membran des runden Fensters zum Tönen oder durch ihre Schwingungen die Peri- bzw. Endolymphe in Bewegung gesetzt wird.

Claims (3)

  1. PATENT-ANSPRÜCIIR: i. Anordnung zur isolierten Unterstichun,g eines einzelnen Ohres und' zur Feststellung einseitiger Taubheit, dadurch gekennzeichnet, .daß zwischen einem Metallkörper oder sonstigen Elektrizitätsträger, der in die Nähe des Trommelfells oder einer anderen erreichbaren, mit dem Gehörgang in Verbindung stehenden Membran gebracht wird und dem Trommelfell bzw. der betreffende Membran eine veränderbare Spannung angelegt wird.
  2. 2. Anordnung zur isolierten Untersuchung eines einzelnen Ohres und zur Feststellung einseitiger Taubheit nach Anspruch i, dadurch- gekennzeichnet, daß .die veränderbare Spannung durch Unterbrechung eines Gleichstromes erzeugt wird.
  3. 3. Anordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannungserzeugung mittels Sprechströme durch Transformation der Ströme eines Mikrophonkreises hervorgerufen wird. q:. Anordnung nach Anspruch i, dadurch :gekennzeichnet, daß in dein Körperkreis noch zusätzliche elektrische Kräfte vorgesehen sind.
DE1919337590D 1919-09-04 1919-09-04 Anordnung zur isolierten Untersuchung eines einzelnen Ohres und zur Feststellung einseitiger Taubheit Expired DE337590C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19618961A1 (de) * 1996-05-10 1997-11-13 Implex Gmbh Gerät zur elektromechanischen Stimulation und Prüfung des Gehörs

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DE19618961A1 (de) * 1996-05-10 1997-11-13 Implex Gmbh Gerät zur elektromechanischen Stimulation und Prüfung des Gehörs
US5833626A (en) * 1996-05-10 1998-11-10 Implex Gmbh Spezialhorgerate Device for electromechanical stimulation and testing of hearing
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