DE33545C - Neuerungen an Gaserzeugungsund anderen Oefen - Google Patents

Neuerungen an Gaserzeugungsund anderen Oefen

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DE33545C
DE33545C DENDAT33545D DE33545DA DE33545C DE 33545 C DE33545 C DE 33545C DE NDAT33545 D DENDAT33545 D DE NDAT33545D DE 33545D A DE33545D A DE 33545DA DE 33545 C DE33545 C DE 33545C
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DENDAT33545D
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G. STIMPFL in Freudenthal bei Franken markt, Oberösterreich
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F27FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
    • F27BFURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS IN GENERAL; OPEN SINTERING OR LIKE APPARATUS
    • F27B1/00Shaft or like vertical or substantially vertical furnaces
    • F27B1/08Shaft or like vertical or substantially vertical furnaces heated otherwise than by solid fuel mixed with charge

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Vertical, Hearth, Or Arc Furnaces (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENT
KLASSE 4O: Hüttenwesen.
(Oberösterreich).
Diese Erfindung bezieht sich auf gewisse Neuerungen in der Erzeugung von gewöhnlichem und stickstoffarmem Brenngas, von Leuchtgas, Koks und allen übrigen Producten der trockenen Destillation, betrifft aber auch Neuerungen in der Gewinnung von calcinirten, abgerösteten oder reducirten Erzen und deren Nebenpro ducten insoweit, als diese Neuerungen auf genannte metallurgische Processe angewendet werden können.
Der hierzu in Verwendung kommende schachtförmige Apparat ist in zwei (von seiner horizontalen Querschnittsfigur abhängigen) verschiedenen Ausführungsformen skizzirt:
a) als schachtförmiger Ofen von viereckigem Horizontalquerschnitt mit intermittirenden Material-Rutschbahnen und liegenden inneren Schachtheizröhren (Blatt I, Fig. 1 bis 3, Blatt II, Fig. ι bis 8);
b) als schachtförmiger Ofen von rundem Horizontalquerschnitt mit continuirlichen Material-Rutschbahnen und stehenden bezw. stehenden und liegenden inneren Schachtheizröhren (Blatt I, Fig. 4 bis 6, Blatt III, Fig. 16 bis 24).
Form- und Gröfsenverhältnisse eines derartigen schachtförmigen Apparates, sowie dessen übrige Einrichtung richten sich in der Praxis nach der Beschaffenheit der darin zur Aufgabe kommenden Materialien und durchzuführenden Processe.
Die Figuren der beiliegenden Zeichnungen, Blatt I, II und III, sind blofse Skizzen, welche einzig nur zur Erläuterung des in der Beschreibung und in den Patent-Ansprüchen Gesagten (bezw. als Neuerung Angeführten) dienen sollen.
Beschreibung zu Blatt I.
Fig. ι und 2 beziehen sich auf einen Generator mit. viereckigem Horizontalquerschnitt. Der von der Gicht bis hinab zum Rost mit Material erfüllte schachtförmige Apparat theilt sich in den Entgasungsraum G, den Vergasungsraum g und den Aschenfall bezw. Schlackenherd i.
EE.. . sind den Schachtraum G in der Mitte durchquerende dachförmige Rutschbahnen (Theiler oder Sättel). Dieselben werden aus feuerfester Thonerde oder sonst entsprechendem Material (bezw. in Eisen, wie bei E1 E.2 Es, unter Umständen auch mit Wasserkühlung versehen) verschiedenartig constrain.
ce... sind seitlich im Schachttheil G eingesetzte Rutschbahnen (Treppen), welche verschiedenartig in Eisen oder, wie bei ex e1: aus feuerfesten Steinen construirt werden können.
Das an der Gicht durch eine beliebig entsprechende, also auch mechanischeBeschickungsvorrichtung zur Aufgabe kommende Material stürzt auf den obersten Sattel E, um von dort, nach rechts und links getheilt, über die seitlich im Schacht eingesetzten Rutschplatten e e . . . nach dem nächsten· Theile E u. s, f., zuletzt über die Treppensteine C1 ex (wie in Fig. 3 angedeutet) in ununterbrochener Säule durch den Schacht niederzugehen. Die Anzahl, Construction und Anordnung der Rutschbahn im Schacht ist hauptsächlich von der Beschaffenheit des zur Aufgabe kommenden Materials und durchzuführenden Ofenprocesses abhängig.
a a . . . und AA... sind seitlich bezw. mitten in den Schachtraum G eingeschobene
Heizrohre, w^lcjie. ims- Eisen, feuerfester Thonerde oder sonsV'5 entsprechendem Material gefertigt sein 'können'/·., Man construirt dieselben am zweckmäfsigstepi ,. zürn Auswechseln im Ofen, ari ihrer Oberfläche mit Rippenringen und innen mit einem zweiten Rohrmantel versehen. Unter einander verbindet man diese Heizrohre mittelst Muffen etc. und (in den Kanälen nii. . . laufenden) Stutzen aus Kesselblech oder sonst passendem Material in entsprechender Weise. Die Mittelrohre AA... erscheinen durch Querwände in vier gleich grofse Räume getheilt, von welchen je ein unterer, linker oder rechter Raumtheil mit dem darüber gelegenen linken oder rechten Raumtheil abwechselnd an einem der beiden Rohrenden in Communication steht.
Eine bedeutende Vereinfachung erfährt die Einrichtung des schachtförmigen Apparates durch die Combination der inneren Heizrohre aa . . . bezw. AA . . . mit den Rutschbahnen; in diesem Falle erhalten die inneren Schachtheizrohre eine den Treppen, Theilern oder Sätteln entsprechende eckige oder kastenartige Form.
ss sind zwei eiserne, luft- oder wassergekühlte, fest oder drehbar eingerichtete Rostrohre, welche beliebig auch durch andere (der Beschaffenheit des Aufgabematerials und Ofenprocesses entsprechende) Rostvorrichtungen bezw. durch einen verticalen Schlackenschlitz ersetzt oder ganz weggelassen werden können. • In dem Umfassungsgemäuer des Vergasungsraumes g bezeichnen η η . . . Kanäle, durch welche die Abhitze einer benachbarten Wärmeverbrauchsstelle (bezw. die Verbrennungsgase einer eigenen Hülfsfeuerung oder die heifsen Gase aus dem schachtförmigen Apparate selbst) geleitet wird, um sodann (oder bei Hinweglassung der Kanäle η η . . . im Umfassungsgemäuer des Vergasungsraumes g gleich directe) durch das System der inneren Schachtheizrohre a a ... und AA. .., so\vie der Verbindungskanäle η 11 . . . im Umfassungsgemäuer des Entgasungsraumes G nach aufwärts zu ziehen und schliefslich bei A y durch das Rohr m in mehr oder weniger abgekühltem Zustande nach der Esse zu entweichen bezw. mittelst eines Strahlgebläses etc. dahin abgesaugt zu werden.
Die in den Kanälen η η . . . um den Verbrennungsraum g circulirenden Abhitzgase wirken mit der ihnen eigenen Wärme durch das Umfassungsgemäuer desselben und reduciren die infolge Transmission in diesem Schachttheile entstehenden Wärmeverluste auf ein Minimum.
Bei Uebertritt der Abhitze in das System der inneren Schachtheizrohre aa ... und AA... des Entgasungsraumes G wirkt dieselbe mit der ihr eigenen Wärme durch die Wandungen der Heizrohre auf das den Schachttheil G erfüllende Material. Hierdurch wird die von oben nach unten nach dem Gegenstromprincip stetig fortschreitende Entgasung bezw. Vorwärmung des im Schachtraum G niedergehenden Brennstoffes vollzogen.
Die über den untersten Sattel E des Generators nach dem Vergasungsraum g niedergehenden glühenden Koks oder Kohlen verbrennen mit dem Sauerstoff der aus dem Winderhitzungsapparat L kommenden (oder sonstwie zugeleiteten) atmosphärischen Luft zu Kohlehoxyd, während gleichzeitig die im Entgasungsraum G aus den aufgegebenen Rohstoffen entwickelten flüchtigen Destillationsprodücte (sofern dieselben nicht etwa behufs anderweitiger Verwendung direct aus dem' Ofen abgezogen werden) bei . ihrer ..Passage nach g durch die glühenden Koks- eine Umsetzung in brennbare Gase erfahren.
Sämmtliche Gase vereinigen sich in dem freien Raum unterhalb des letzten Theilers E, um von dort durch den Kanal V aus dem Generator nach dem Verbrauchsorte abzuziehen.
Fig. 3 soll die Zweckmäfsigkeit der oben beschriebenen eigenthümlichen Schachteinrichtungen für continuirlich zu betreibende Gaserzeugungs- bezw. Rost-, Reductions- und Schmelzöfen oder ähnliche Apparate im allgemeinen klar machen.
EE... sind (in beliebig entsprechender Anzahl) den Schacht in Mitte durchquerende Rutschbahnen (Theiler oder Sättel) mit darunter in das Schachtinnere ausmündenden-Schlitzen bezw. Formöffnungen LL... oder Kanälen d und V behufs Einführung von Gasen, Dämpfen bezw. zerstäubten flüssigen oder festen Reagentien in solchen Oefen bezw. Abführung von Gasen und Dämpfen aus denselben.
Die selbstthätige Bildung und Aufrechterhaltung von Gassammeiräumen in Mitte der den Ofen ununterbrochen erfüllenden Materialsäule durch die Rutschbahnen oder Theiler EE... veranschaulicht Fig. 3 in ihren.untersten Theilen bei L und V.
MM... sind mechanische Ruhr- oder Fort-: Schaufelungseinrichtungen, welche durch eine gemeinschaftliche stehende Welle mit Spindel-; oder Kegelradgetriebe etc. continuirlich oder intermittirend in rotirende Bewegung gesetzt^ werden können, um das im Schacht über Rutschbahnen (bezw. unter einander communi-: cirenden herdförmigen Abtheilungen) niedergehende Material vor Sinterung zu bewahren oder den aufsteigenden Oxydatiöns- oder Reductionsgasen gleichmäfsig zugänglich zu machen. ■ Die Wahl der Construction und des Materials für solche Rühr- oder Fortschaufelungseinrichtungen richtet sich nach der Beschaffenheit des:
zur Aufgabe- kommenden Materials und dem betreffenden Ofenprocefs.
Behufs Carburirung stickstoffarmer Brenngase (bezw. Chlorirung von abgerösteten silberhaltigen Kiesen, Fahlerzen etc.) bedient man sich an Stelle des untersten Luftschlitzes L in Fig. 3 eines darin eingesetzten Düsenapparates, durch welchen zerstäubte flüssige Kohlenwasserstoffe (bezw. dergleichen concentrirte Salzlösungen etc.) in den Ofen geblasen werden, während oben durch den Kanal F die carburirten Brenngase (bezw. die flüchtigen Pro.ducte des chlorirenden Röstprocesses) aus dem Ofen abziehen.
Fig. 4 zeigt die Anordnung eines Systems liegender Schachtheizrohre in Verbindung mit der continuirlichen Rutschbahn r eines schachtförmigen Apparates von rundem Horizontalquerschnitt. Diese kastenartigen Heizrohre cc... stellen sich als Theile der schraubengängigen Rutschbahn r dar, welche, ähnlich den Stufen einer freitragenden Treppe an einander gereiht, in das Umfassungsgemäuer des Ofens eingesetzt erscheinen; dieselben werden durch Zwischenwände a a . . . in je zwei mit einander communicirende Räume getheilt, welche selbst wieder mit den nach oben und unten benachbarten Heizrohren cc... in geeigneter Verbindung stehen.
Diese in beliebig entsprechender Weise aus feuerfester Thonerde, Eisen oder sonst passendem Material zu construirenden Heizrohre cc ... können auch für sich als selbstständiges, von der Rutschbahn r unabhängiges Rohrsystem in den schachtförmigen Apparat eingesetzt werden bezw. unter Weglassung sämmtlicher Querwände zu einem einzigen, durch die ganze Länge der Rutschbahn r ununterbrochen fortlaufenden schraubengängigen Schachtheizrohr in entsprechender Weise vereinigt werden.
Wenn nun die Abhitzgase einer benachbarten Verbrauchsstelle bezw. die Verbrennungsgase einer eigenen Hülfsfeuerung oder die aus dem schachtförmigen Apparat abziehenden heifsen Gase selbst durch dieses System mit einander communicirender Heizrohre cc ... im Ofenschacht nach aufwärts circuliren, während umgekehrt das an der Gicht aufgegebene Material nach den Schraubengängen der Rutschbahn r über die Treppentheile cc... im Schachttheil G niedergeht, erfährt dasselbe eine von oben nach unten nach dem Gegenstromprincip stetig fortschreitende Entgasung bezw. Vorwärmung. Dieser Entgasungs- bezw. Vorwärmungsprocefs gewinnt an Intensität, wenn gleichzeitig ein anderer Theil der Abhitze das Säulenrohr F2 durchzieht. Ein derartig eingerichteter Apparat würde in diesem Falle beiderlei Systeme von inneren Schachtheizrohren, liegende und stehende, in sich vereinigen.
Das aus Eisen oder feuerfester Thonerde
Q'
entsprechend zu corjstrmrende- Schachtheiz-, rohr F2 -■-'-·■■ ■ —^ ■'-·■■■ '
erhitzungs
teren bei , 3
längs den Schraubengängen im Rohr F3 nach, abwärts, während die Abhitzgase einer benachbarten Wärmeverbrauchsstelle durch das verticale Schachtheizrohr F2 in zwei concentrischen, das Luftrohr F3 in sich einschliefsenden Säulen nach aufwärts steigen, um bei F2 1 aus dem Ofen nach der Esse zu entweichen. .
Durch Anordnung von hohlen, mit dem in-· neren Säulen- oder Spindelrohr communicirenden Schraubengängen im Lufterhitzungsapparat F3. kann eine weitere Vermehrung der Heizflächen' für die zu erwärmende Luft erzielt werden.
Bei Hinweglassung des Lufterhitzungsapparates kann das Säulenrohr F2 zweckmäfsig auch die in Fig. 6 ersichtliche Einrichtung eines stehenden Schachtheizrohres mit darin einge-. schobener Schraube erhalten.
Fig. 5 ist ein Generator von rundem Horizontalquerschnitt mit schraubengängiger Rutschbahn, welche zum leichteren Verständnifs der Figur unter Weglassung des Systems der liegenden Schachtheizrohre gezeichnet erscheint; derselbe theilt sich auch hier wieder in den Entgasungs- oder Vorwärmeraum G, den Vergasungsraum g und den Aschen- bezw. den. Schlackenherd i.
Durch den Schachttheil G des Apparates zieht die continuirliche schraubengängige Rutschbahn r in einem entsprechenden (hier rechten) Winkel um das Säulenrohr F2, durch welches1 Abhitzgase einer benachbartenWärmeverbrauchs-, stelle circuliren und die ihnen eigene Wärmedurch den Röhrenmantel der Säule an das den Schachttheil G erfüllende Material trans-: mittlren. Hierdurch wird die von oben nach unten nach dem Gegenstromprincip stetig fortschreitende Entgasung bezw. Vorwärmung des in diesen Raum niedergehenden Brennstoffes bewerkstelligt.
Die schraubengängige Rutschbahn r kann auch intermittirend bezw. stufenförmig sich ab-., setzend mit unter den einzelnen Theilen ausmündenden Schlitzen, Formöffnungen oder Raumlöchern etc. construirt werden.
Durch die weitere Anordnung eines parallel mit der Rutschbahn r in Schraubengängen laufenden Systems von liegenden Schachtheizröhren erhält der Entgasungs- bezw. Vorwärmprocefs im Generator eine besondere Intensität.
w ist ein wassergekühlter eiserner Rutschbalken (Treppenstein), der beliebig auch ' aus anderem entsprechend feuerfesten Material con-, struirt werden kann. Ueber denselben geht, das entgaste bezw. vorgewärmte Brennmaterial in den Vergasungsraum g nieder; die denselben erfüllenden glühenden Koks verbrennen^
mit dem Sauerstoff der durch die Schlitze \ \ zwischen den gekühlten eisernen Roströhren ss aufsteigenden heifsen Luft zu Kohlenoxyd, während gleichzeitig die im Entgasungsraum G aus den aufgegebenen Rohbrennstoffen entwickelten flüchtigen Destillationsproducte, sofern dieselben nicht etwa behufs anderweitiger Verwendung direct aus diesem Ofentheil abgezogen werden, bei ihrer Passage nach g durch die glühende Koksschicht eine mehr oder weniger vollständige Umsetzung in brennbare Gase erfahren.
Bei Rohbrennstoffen mit leicht verschlackenden Aschentheilen werden die Kohlensäure, Theer- und Wasserdämpfe etc. enthaltenden Destillationsproducte zweckmäfsig direct aus dem Entgasungsraum G unter den Rost des Generators gesaugt, um sich bei ihrem Aufstieg im Vergasungsraum g in Brenngas umzusetzen.
Sämmtliche Gase vereinigen sich in dem freien Raum unterhalb des Rutschbalkens W-, um von dort durch den Kanal V nach dem Verbrauchsort abzuziehen.
Fig. 6 bezieht sich auf einen schachtförmigen Erzröstofen von rundem Horizontalquerschnitt mit continuirlicher Rutschbahn r.
Der Theiler oder Sattel E vertritt hier gleichmäfsig die Stelle eines Rostes; durch das stehende Schachtheizrohr F2 circuliren Abhitzgase einer benachbarten Wärmeverbrauchsstelle, während die erzeugten Röstgase (wie in Fig. 18, Blatt III, angedeutet) durch den Parry'sehen Trichter abziehen oder in beliebig anderer entsprechender Weise aus dem Ofen abgeleitet werden können. Durch den Kanal \ treten die für den betreffenden Röstprocefs nöthigen Mengen atmosphärischer Luft bezw. Reductions- oder Generatorgase in den Apparat ein. T bezeichnet einen trichterförmigen (mittelst einer Schiebervorrichtung im Boden verschliefsbaren) Sammelraum für die abgerösteten Erze. Bei reducirenden Röstprocessen können die an der Gicht aufsteigenden kohlenoxydreichen Gase zweckmäfsig im Säulenrohr F2 nach abwärts in eine Verbrennungskammer geleitet werden, um von dort durch ein mit der Rutschbahn r combinirtes System von liegenden Schachtheizröhren (wie in Fig. 4 bei cc... beschrieben) wieder durch den Ofen nach aufwärts zu circuliren und schliefslich, nach Abgabe des gröfsten Theiles ihrer eigenthümlichen Wärme, in die Esse zu entweichen.
Beschreibung zu Blatt II.
Die Figuren dieses Blattes beziehen sich auf ein Generatorpaar mit viereckigem Horizontalquerschnitt behufs Erzeugung von stickstoffarmen Brenngasen (bezw. Wassergas) unter Benutzung überhitzter Destillations-oder Wasserdämpfe im Gemisch mit der zur Aufrechthaltung dieses Zersetzungsprocesses nöthigen atmosphärischen Luft. '«·', t ·.'■■■ · -*"/">■'■ ,."·■ j
Die hier skizzirten Oefen sind als eine blofse (insbesondere für gröfseres Brennmaterial, wie Scheitholz, Brockentorf etc. berechnete) Modification des in Blatt I, Fig. 1 und 2, beschriebenen schachtförmigen Apparates anzusehen und aus demselben dadurch entstanden zu denken, dafs durch die ganze Höhe des Schachtes . (die Rutschbahnen EE..., Blatt I, Fig. i, der Länge nach an ihrer Kante theilend) eine Mittelmauer gezogen wurde, um so aus einem Apparate (nach Fig. 1 und 2, Blatt I) zwei Generatoren von der Construction Fig. 1 bis 8, Blatt II, zu erhalten.
Fig. ι und 2 dieses Blattes zeigen bei A eine gasdicht schliefsende Aufgabevorrichtung, welche für solche schachtförmigen Apparate eine Beschickung selbst mit langem Scheitholz zulässig macht. Die Einrichtung dieser Aufgabevorrichtung erhellt ohne Weiteres aus der Zeichnung; ihre Haupteigenthümlichkeit besteht in einem Doppelfülltrichter mit gemeinschaftlicher (zweckmäfsig dem Querschnitt desSchachtinnern entsprechenden) Mündung, welche durch eine einzige Klappe (Wechselklappe) bald für den einen, bald für den anderen Trichtertheil geöffnet oder geschlossen werden kann. Die Füllöffnungen des Doppeltrichters, sowie der Mitteltheil desselben sind mit Eisendeckel unter Sandverschlufs etc. bedeckt. Sämmtliche Theile dieser Aufgabevorrichtung werden zweckmäfsig in Eisen (in besonderen Fällen theilweise mit Chamottefütterung) construirt.
In Fig. 2 ist die Wechselstellung der gemeinschaftlichen Klappe des Aufgabeapparates A in punktirten Linien angedeutet.
G ist wieder der Entgasungsraum, g der Vergasungsraum, i der Aschenfall; e e ελ e2 bezeichnen seitlich im Schachte eingesetzte bezw. im Umfassungsgemäuer desselben ausgesparte Rutschbahnen; w ist ein ringsum laufender (aus einzelnen Rutschbalken combinirter), wassergekühlter Eisenkasten; s s sind dergleichen Röstrohre; ff. . . bezeichnen Abzüge für die Bodenfeuchtigkeit; η η . . . sind im Mauerwerk des Generators liegende Kanäle, durch welche die Abhitzgase einer benachbarten Wärmeverbrauchsstelle (aus einer der beiden Regenerativkammern tretend) in zwei getheilten Strömen um den Vergasungsraum g circuliren, sodann (oder bei Hinweglassung dieser Kanäle gleich direct) durch das System der inneren Schachtheizrohre a a . . . nach aufwärts steigen und schliefslich in dem gemeinsamen Rohr m aus dem Ofen nach der Esse entweichen.
Unterhalb der Rutschbahn ^1 ziehen durch den Kanal d die flüchtigen Producte der trockenen Destillation aus dem Entgasungsraum G nach der anderen Regenerativkammer in den Kanal ^1 und durch die Züge'%'% unter
die wassergekühlten Rostrohre s s. Die im Regenerator bis nahe zur Dissociation überhitzten Destillations- und Wasserdämpfe setzen sich (im Gemische mit der zur Aufrechterhaltung des y.ergasungsprocesses nöthigen atmosphärisch,en Luft) bei ihrem weiteren Aufstieg im yergasungsraum g mit den diesen Raum erfüllenden glühenden Koks oder Kohlen in Kohlenoxyd und Wasserstoff etc. um, welche Gasmengen aus dem Sammelraum .unterhalb des wassergekühlten Rutschkastens n> durch den Kanal F nach dem Verbrauchsorte abziehen.
Nach Fig. 8 .werden die fluchtigen Destillationspro ducte aus dem Entgasungsraum G mittelst eines Körting'.schen Strahlapparates D in einen Recuperator R R gesaugt, um aus ,demselben (bis nahe zur Dissociation überhitzt) durch den Kanal ^1 ,unter den .Generatorrost zu treten.
Fig. 9 ibis 11 .skizziren (in yergröfsertem Mafsstabe) den oben in Fig. 2 bei C mit dem Generator in Verbindung stehenden horizontalen Lufterhitzungsapparat. Derselbe ist in seiner Einrichtung mit jenem in Fig. 4, Blatt I, ■bei F2 erwähnten yerticalen Lufterhitzungsap.parat identisch. C ist das Leitungsrohr für die von der Wärmeverbrauchsstelle durch den Kanal F nach dem Regenerator R abziehenden Rauchgase, welche das schraubengängige Luftcirculationsrohr L in zwei concentrischen Gassträngen c und C1 umspülen.
In Fig. 12 bis 14 ist (in yergröfsertem Mafsstabe) eine seitliche geschlossene Rutschbahn skizzirt, welche gleichzeitig zum Schütze eines inneren liegenden Schachtheizrohres α (gegen die zerstörende Einwirkung von schädlichen .,Ofengasen, insbesondere von Schwefeldämpfen) dienen soll; eine gleichzeitig mit der Rutschbahn verbundene Heifsluftleitung iiu... könnte in besonderen Fällen mit zum Vortheil gereichen.
Fig. ι 5 zeigt (in vergröfsertem Mafsstabe) die Einrichtung eines liegenden Schachtheiz- bezw. Gasleitungs- oder Flugstaubsammelrohres a mit geripptem, einfachem Röhrenmantel m und der darin eingesetzten Schraube J1 mit der Spindel, s.'
Kommen die in dem schachtförmigen Apparat ,erzeugten stickstoffarmen Heizgase (mit der ihnen eigenthümlichen hohen Temperatur) nicht .unmittelbar nach ihrem Austritt aus dem Generator, Fig· ι und 2, zur Verbrennung, so leitet ,man dieselben zweckmäfsig an Stelle der (für diesen Fall ohnehin mangelnden) Abhitzgase durch die inneren Schachtheizrohre a a . . . nach dem Verbrauchsorte ab, während das Dampfluftgemisch für den Zersetzungsprocefs im Vergasungsraum g (unter Hinweglassung der Regeneratoren) durch einen in die Zwischenwand der beiden Generatoren eingesetzten Verticalkanal unter die Roste ss geblasen werden kann.
Bei getrenntem, in beiden Generatoren regelxnäfsig mit einander abwechselndem Luft- und Wass.erbetrieb hätten die aus dem Luftgenerator abziehenden Luftheizgase zur Erwärmung der Regeneratoranlagen zu dienen,: während ,das aus dem jeweiligen Wassergenerator entweichende Wassergas (wie oben beschrieben) seinen Weg durch das System der inneren Schachtheizrohre des schachtförmigen Apparates nehmen könnte.
Beschreibung zu Blatt III.
Fig. 16 bis 28 skizziren einen Generator von rundem Horizontalquerschnitt in Verbindung mit einem eigentümlich construirten Recuperator.
Dieser schachtförmige Apparat dient zur Erzeugung ,stickstoffarmer Brenngase unter Benutzung von überhitzten Destillations- bezw. Wasserdämpfen im Gemisch mit der zur Aufrechterhaltung des Vergasungsprocesses nöthigen Menge atmosphärischer Luft.
Ein Körting'scher Strahlapparat saugt die gas- und dampfförmigen Destillationsproducte aus dem Entgasungsraum G des Generators durch den Kanal d, Fig. 16 (bezw. durch den Parry'sehen Trichter A, Fig. 18), in den Recuperator R R, yon wo sie, bis nahe zur Dissociation überhitzt, durch die Kanäle \ ^1 fe^s» Fig. 25 bis 28, im Aschenfall i, Fig. 16 bis 24, ,unter die wassergekühlten Roströhren ss treten ,und sich bei ihrem weiteren Aufstieg im Vergasungsraum g mit den diesen Raum erfüllenden glühenden Koks in Kohlenoxyd und Wasserstoff etc. umsetzen.
Der Haupttheil der im Vergasungsraum g erzeugten stickstoffarmen Brenngase zieht entweder mittelst des horizontalen Kanales F1, Fig. 16, durch das System der liegenden Schachtheizrohre (wie in Fig. 4, Blatt I, beschrieben) und durch das Säulenrohr F2 im Entgasungsraum G des Generators nach aufwärts, um an der Gicht in dem gemeinsamen Rohr F3 aus dem Apparat nach dem Verbrauchsort abgeleitet zu werden, oder durch die beiden seitlichen Schlitze pp, Fig. 18, nach abwärts, um in dem Kanalsystem n1 n1 . . . (den Reactionsraum g von aufsen umspülend) wieder aufwärts zu steigen und nun erst (wie oben beschrieben) in das System der Hegenden und stehenden Schachtheizröhren einzutreten, während die zur Heizung des Recuperators RR nöthige Menge stickstoffarmen Brenngases durch den Mittelkanal p} nach dem Verbrennungsraum N abgesaugt wird, um yon dort durch die Züge M2W2..., Fig. 25 bis 28, Un(In1M1... in den Recuperator R R allmälig aufzusteigen, sodann in das Kanalsystem η η . . . (behufs Erwärmung des Schachtraumes G von aufsen)
überzutreten,'und endlich durch das Rohr m unterhalb .der :Gicht nach der Esse zu entweichen.
Wird das durch ρl nach N absgesaugte stick-' stoffarme Brenngas unverbrannt im Recuperator •weitergeleitet, so vereinigt sich dasselbe unterhalb der Gicht mit dem aus F2 kommenden Heizgas, um gemeinsam durch das Rohr F3 nach dem Verbrauchsorte abzugehen.
Fig. 25 bis 28 erläutern einen aus besonders geformten, entsprechend feuerfesten Steinen erbauten Recuperator oder Erhitzungsapparat für Gase und Dämpfe. Die aus dem oberen Schachttheil G des Generators, Fig. 16 bis 24, kommenden flüchtigen Destillationsproducte werden mittelst eines Körting'schen Strahlapparates bei c?j in den Recuperator gesaugt und durch ein System von verticalen Röhren \ \. . . nach abwärts in die Sammelkanäle ^1 ^1 ... bezw. den Hauptkanal ^3 in den Aschenfall i unter die wassergekühlten Roströhren s s des Generators geblasen. Ein. in horizontalen Lagen angeordnetes System von rechtwinklig sich kreuzenden Längs- und Querkanälen Ti1 7Z1 . . ., in welchem heifse, aus N kommende, durch die Züge W2 n., . . . allmälig aufsteigende Verbrennungsgase circuliren, umschliefst die oben erwähnten verticalen Züge \ \ . . .; diese letzteren werden (behufs Hintenhaltung von Gasdiffusionen) durch Röhren oder in einander stofsende Röhrenstutzen von eckigem oder rundem Querschnitt aus entsprechend feuerfestem Material ausgesetzt. Die in den verticalen Kanälen zwischen Mauerwerk und Rohreinsatz verbleibenden Zwischenräume werden hierbei mit einer passenden, das Volumen kaum oder nicht ändernden, in Weifsglut nur schwach sinternden Mörtelmasse sorgfältig ausgestofsen. In gewissen Fällen stattet man die verticalen Kanäle ^ ^ ... mit Schrauben oder Schnecken aus. Durch Anordnung von seitlichen, in die Füchse W2K2... (an der äufseren freien Recuperatorwand) mündenden und gasdicht verschliefsbaren Oeffnungen kann eine bequeme Reinigung der horizontalen Kanäle W1 W1 ... erzielt werden, die verticalen Züge sind hingegen durch beliebige Construction eines beweglichen, in einem Eisenrahmen ruhenden, auf Rollen etc. laufenden (oder nach Art der Treibherdhauben abhebbaren) Recuperatorgewölbes direct (behufs Reinigung oder Austausch der Schneckeneinsätze etc.) zugänglich zu machen oder bei festem Gewölbe mittelst eines Körting'schen Strahlgebläses bequem zu säubern. Die Dimensionen des Recuperators haben sich nach den jeweiligen Betriebsverhältnissen zu richten. Zweckmäfsig wird man dem Recuperator eine dem Generator nahezu gleichkommende Höhe geben, so dafs die flüchtigen Producte der trockenen Destillation aus dem Entgasungsraum G durch den Abzug d, Fig. 16 (mit Vermeidung einer längeren Leitung), sozusagen direct in den Recuperator R R eintreten können. Ein Dampfbezw. Luftstrahlapparat würde sich in solchem Falle zweckmäfsig zu Unterst (an Stelle des Mittelkanales W1) im Recuperator anordnen lassen.
Fig. 22 bis 23 stellen (in vergröfsertem Mafsstabe) die Einrichtung eines stehenden Schachtheizrohres F2, Fig. 20, mit darin eingeschobener Schraube dar.
In Fig. 25 bei s ist die Einrichtung eines eisernen, wassergekühlten Rostrohres erläutert. Das Kühlwasser fliefst durch das Spindelrohr der eingesetzten Schraube nach rückwärts, um sodann, längs den Schraubengängen circulirend, wieder vorn aus dem Rohr s auszutreten...

Claims (4)

Patent-Ansprüche:
1. Die Anordnung von inneren röhren- oder kastenartigen, liegenden oder stehenden Schachterhitzungsvorrichtungen in oder aufser Combination mit intermittirenden oder continuirlichen Materialrutschbahnen in der durch die Zeichnung dargestellten Verbindung und den in der Beschreibung angeführten Variationen.
2. Die Anordnung von Rutschbahnen, Theilern oder Sätteln, welche den Schacht in der Mitte durchqueren oder seitlich in denselben eingesetzt sind, und darunter ausmündenden Schlitzen oder Formöffnungen behufs Einführung von Reagentien in die Oefen oder von Kanälen zur Abführung von Gasen und Dämpfen aus denselben in der durch die Zeichnung dargestellten Verbindung und den in der Beschreibung angeführten Variationen.
3. Die Anordnung einer mechanischen Rührvorrichtung, bestehend aus einer oder mehreren unterhalb oder zwischen den intermittirenden Rutschbahnen im Schacht eingesetzten Mischwalzen, welche von aufsen durch einen entsprechenden Mechanismus um ihre horizontale Achse in rotirende Bewegung gesetzt werden können.
4. Die Anordnung röhrenförmiger Luft-, Gasoder Kühlwasser-Leitungsvorrichtungen mit schraubengängigen Circulationskanälen in der durch die Zeichnung dargestellten Verbindung und den in der Beschreibung angeführten Variationen.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
DENDAT33545D Neuerungen an Gaserzeugungsund anderen Oefen Expired - Lifetime DE33545C (de)

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