DE3343630A1 - Gemischbildner - Google Patents

Gemischbildner

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DE3343630A1
DE3343630A1 DE19833343630 DE3343630A DE3343630A1 DE 3343630 A1 DE3343630 A1 DE 3343630A1 DE 19833343630 DE19833343630 DE 19833343630 DE 3343630 A DE3343630 A DE 3343630A DE 3343630 A1 DE3343630 A1 DE 3343630A1
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Germany
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throttle valve
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mixture
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DE19833343630
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English (en)
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Dieter 4060 Viersen Thönneßen
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Pierburg GmbH
Robert Bosch GmbH
Original Assignee
Pierburg GmbH
Robert Bosch GmbH
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Publication date
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02MSUPPLYING COMBUSTION ENGINES IN GENERAL WITH COMBUSTIBLE MIXTURES OR CONSTITUENTS THEREOF
    • F02M19/00Details, component parts, or accessories of carburettors, not provided for in, or of interest apart from, the apparatus of groups F02M1/00 - F02M17/00
    • F02M19/12External control gear, e.g. having dash-pots
    • F02M19/124Connecting rods between at least two throttle valves
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02MSUPPLYING COMBUSTION ENGINES IN GENERAL WITH COMBUSTIBLE MIXTURES OR CONSTITUENTS THEREOF
    • F02M7/00Carburettors with means for influencing, e.g. enriching or keeping constant, fuel/air ratio of charge under varying conditions
    • F02M7/12Other installations, with moving parts, for influencing fuel/air ratio, e.g. having valves
    • F02M7/22Other installations, with moving parts, for influencing fuel/air ratio, e.g. having valves fuel flow cross-sectional area being controlled dependent on air-throttle-valve position
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02MSUPPLYING COMBUSTION ENGINES IN GENERAL WITH COMBUSTIBLE MIXTURES OR CONSTITUENTS THEREOF
    • F02M7/00Carburettors with means for influencing, e.g. enriching or keeping constant, fuel/air ratio of charge under varying conditions
    • F02M7/23Fuel aerating devices
    • F02M7/24Controlling flow of aerating air
    • F02M7/28Controlling flow of aerating air dependent on temperature or pressure

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Control Of The Air-Fuel Ratio Of Carburetors (AREA)

Description

  • Die Erfindung betrifft einen Gemischbildner mit einer be-
  • triebsparameterabhängig elektronisch gesteuerten Kraftstoffzugabe in einen stromab einer willkürlich betätigbaren Drosselklappe in einem Motoransaugrohr befindlichen Venturi-Bereich.
  • Bei einem aus der DE-OS 29 17 825 bekannten Gemischbildner gelangt der Kraftstoff über elektronisch angesteuerte Düsen direkt in den stromab der Drosselklappe befindlichen Venturi-Bereich. Grundsätzlich hat diese Betriebsweise gegenüber normalen Festlufttrichter-Vergasern den wesentlichen Vorteil, daß in allen Betriebsbereichen ein größerer Unterdruck zur Verfügung steht und die Kraftstoffzugabe mittels weniger Elemente an einer zentralen Zumeßstelle erfolgt.
  • Aufgrund der Veränderbarkeit und der Größe des Unterdruckes im Ansaugbereich muß eine sehr exakte Steuerung der Kraftstoff-Düsen vorgesehen werden, was im Zusammenhang mit einer exakten Kraftstoffdosierung zu Problemen führen kann.
  • Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen derartigen Gemischbildner mit relativ einfachen Mitteln so auszubilden, daß in allen Betriebsphasen in leicht überschaubarer Weise eine exakt reproduzierbare Kraftstoffdosierung möglich ist, und zwar ohne Beeinflussung durch Druckschwankungen im Motoransaugrohr.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine über zumindest eine feste Drosselstelle in einen Vorzerstäuber in den VenturiBereich mündende, eingangsseitig membrangesteuerte Gleichdruckstrecke mit einem gegenüber dem Atmosphärendruck verminderten Unterdruck, durch eine in die Gleichdruckstrecke mündende Kraftstoff-Nadeldüse mit einer Dosiernadel und durch einen in Abhängigkeit mehrerer Betriebsparameter von einem Steuergerät elektronisch ansteuerbaren, mit der Dosiernadel verbundenen Verstellmotor erreicht.
  • Bei einem solchen Gemischbildner, der nichts mit einem sogenannten Gleichdruckvergaser zu tun hat, wird nur in einem Bypass zum Hauptluftstrom ein Gleichdruck hergestellt, um konstante Druckverhältnisse an der Kraftstoffdüse sicherzustellen und die Nadel steuerung zu vereinfachen. Bei konstantem Förderdruck an der Nadeldüse muß der freie Düsenquerschnitt nur dem veränderlichen Luftdurchsatz und nicht dem sich gegenläufig verändernden Saugrohrdruck angepaßt werden. Der in die Gleichdruckstrecke gelangende Kraftstoff wird dann über die feste Drosselstelle in den Vorzerstäuber im Venturi-Bereich gesaugt, wo besonders große Unterdruckverhältnisse und Luftgeschwindigkeiten vorliegen. Während in den Leerlauf- und unteren Teillastbereichen ohnehin ein großer Saugrohrunterdruck herrscht, ergibt sich ein solcher in den oberen Teillast- und Vollastbereichen durch den Venturi-Unterdruck im Vorzerstäuber. Der Luftdurchsatz durch die Gleichdruckstrecke ist relativ klein und zumindest kleiner als der Leerlauf-Luftdurchsatz; da somit die Nadelkontur nur dem Luftdurchsatz des Hauptluftstroms angepaßt werden muß, ist eine feinere Anpassung der Kraftstoffdosierung möglich.
  • In weiterer Ausgestaltung ist der Verstellmotor als ein umpolbarer, schnell verstellbarer Elektromotor mit federzentrierter Mittelstellung ausgebildet. Dadurch läuft der Verstellmotor automatisch in die Mittelstellung, sobald das Ansteuersignal entfällt bzw. die elektrische Versorgung ausfällt. Hierdurch ergibt sich insoweit eine Notlaufeigenschaft, als der Verstellmotor in einem solchen Betriebsfall keine undefinierte Stellung der Dosiernadel bewirkt.
  • Vorzugsweise wird als Verstellmotor ein Glockenankermotor benutzt, der ein sehr geringes Trägheitsmoment hat und sich somit sehr schnell verstellen läßt, um eine unverzügliche Berücksichtigung von sich ändernden Betriebsparametern vornehmen zu können. Außerdem ermöglicht ein solcher Motor, insbesondere wenn er als Zweiwicklungsdrehsteller ausgebildet ist, ein leichtes Anfahren einer definierten Stellung, so daß auf eine Stellungsrückmeldung verzichtet werden kann.
  • Grundsätzlich wäre es möglich, die Dosiernadel mechanisch nur durch den Verstellmotor anzusteuern. Es wird jedoch bevorzugt, eine von dem Verstellmotor übersteuerbare mechanische Steuerverbindung zwischen der Drosselklappe und der Dosiernadel vorzusehen. In diesem Zusammenhang kann ein drehzentrierter Verstellmotor unmittelbar in der mechanischen Steuerverbindung mitdrehend angeordnet werden. Durch diese Maßnahmen erfolgt eine Vorsteuerung der Dosiernadel durch die Stellung der Drosselklappe, und alle erforderlichen Abweichungen hiervon werden nach Erfassen der notwendigen Betriebsparameter durch entsprechende Ansteuerung des Verstellmotors in der Steuerverbindung berücksichtigt.
  • Durch diese Maßnahmen ergeben sich hervorragende Notlaufeigenschaften, da der federzentrierte Verstellmotor bei einem Ausfall der Motoransteuerung ein definiertes Koppelglied in der mechanischen Steuerverbindung darstellt.
  • Um besonders gute Notlaufeigenschaften zu erzielen, wird es ferner bevorzugt, eine dem wiew-iligen Luftdurchsatz angepaßte und im Straßenteillastbereich dem erwünschten Lambda-Verlauf entsprechende Nadelkontur der Dosiernadel vorzusehen. In diesem Fall ist auch ohne korrigierende Übersteuerung durch den Verstellmotor ein ausreichender Notlauf gewährleistet.
  • Vorzugsweise ist ein zumindest den Drosselklappenwinkel, die zeitliche Drosselklappen-Winkeländerung, die Motortemperatur und die Drehzahl erfassendes Steuergerät zum Ansteuern des Verstellmotors vorhanden. In weiterer Ausgestaltung ist es zweckmäßig, einen mit dem Steuergerät elektrisch verbundenen Drosselklappenansteller vorzusehen. Alle Abweichungen der durch die mechanische Steuerverbindung zwischen der Drosselklappe und der Dosiernadel vorgegebenen Abhängigkeiten können nach Erfassen der notwendigen Betriebsparameter durch das Steuergerät, das vorzugsweise einen Mikro-Prozessor enthält, erfaßt bzw. errechnet und für das Nachsteuern der Dosiernadel bzw. das Über- bzw. Untersteuern der mechanischen Steuerverbindung herangezogen werden. Zu den Abweichungen gehören beispielsweise die Kennfeldanpassung, die Beschleunigung, der Schub, die Temperatur, die Höhe, die Lambda-Regelung usw. . Als Betriebsparameter können außer den oben genannten beispielsweise auch die Lufttemperatur, der Saugrohrdruck, die Drehzahländerung, das Signal der Lambda-Sonde usw. berücksichtigt werden.
  • In weiterer Ausgestaltung ist ein von einer Membrandose gesteuertes Nadelventil an dem mit der Atmosphäre verbundenen Einlaß der Gleichdruckstrecke vorhanden. Hierdurch lassen sich in einfacher Weise ausreichend gleichförmige Gleichdruckverhältnisse erzielen.
  • Die Erfindung wird nachfolgend an zeichnerisch dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen: Fig. 1 In einem schematischen Längsschnitt einen erfindungsgemäßen Gemischbildner; Fig. 2 in einem schematischen Blockdiagramm die Signalverarbeitung; Fig. 3 in einer Detailansicht die Anordnung des Verstellmotors in der mechanischen Steuerverbindung; Fig. 4 die Anordnung gemäß Fig. 3, in einer Seitenansicht; Fig. 5 eine Ausführungsform eines mittenzentrierten Verstellmotors, in einem schematischen Schnitt; und Fig. 6 in einer schematischen Darstellung den Verstellbereich des mittenzentrierten Verstellmotors gemäß Fig. 5.
  • Gemäß Fig. 1 befindet sich in einem in Pfeilrichtung durchströmten Motoransaugrohr 1 eine schwenkbare Drosselklappe 2, die von einem Fahrer beispielsweise entgegen der Wirkung einer nicht dargestellten Rückstellfeder in Pfeilrichtung d.h. im Öffnungssinne, willkürlich verstellt werden kann.
  • Die Drosselklappe 2 befindet sich auf einer Schwenkwelle 3, der ein Winkelgeber 4, beispielsweise ein optischer, magnetischer oder ohmscher Winkelgeber, zugeordnet ist. Mit Hilfe dieses Winkelgebers 4 ist es möglich, die jeweilige Drosselklappenstellung und deren zeitliche Stellungsveränderung zu erfassen.
  • Im Unterschied zu üblichen Festlufttrichter-Vergasern befindet sich stromab der Drosselklappe 2 ein Venturi-Bereich 5 mit einem darin angeordneten Vorzerstäuber 6, in den eine Gleichdruckstrecke 7 über eine Drosselstelle 8 einmündet.
  • Eingangsseitig ist die Gleichdruckstrecke 7 mit einem Nadelventil 9 versehen, das mittels einer Membrandose 11 einen Luft-Einlaß 10 mehr oder weniger stark mit der Gleichdruckstrecke 7 verbindet. Die Membrandose 11 ist über einen Kanal 12 mit der Gleichdruckstrecke 7 so verbunden, daß die Membrandose 11 das Nadelventil weiter öffnet bzw. schließt, wenn der Unterdruck in der Gleichdruckstrecke 7 ansteigt bzw. abfällt. Auf diese Weise ergeben sich weitgehend gleichförmige Gleichdruckverhältnisse in der Gleichdruckstrecke 7.
  • In die Gleichdruckstrecke 7 mündet eine Nadeldüse 13, die sich am Auslaß eines in eine Schwimmerkammer 16 ragenden Tauchrohres 15 befindet. Eine longitudinal bewegbare, profilierte Dosiernadel 14 greift mehr oder weniger weit in die Nadeldüse 13 ein, um hierdurch den freien Düsenquerschnitt zu steuern. Die Dosiernadel 14 ist mit einem in Fig. 1 lediglich angedeuteten Nadelantrieb 17 verbunden und kann mittels einer in Fig. 1 angedeuteten Feder in Schließrichtung vorgespannt sein. Die Dosiernadel 14 wird von einem elektrischen Verstellmotor betätigt, der in Fig. 2 mit dem Bezugszeichen 19 und in den weiteren Figuren mit dem Bezugszeichen 26 belegt ist.
  • Gemäß Fig. 2 ist der Verstellmotor 19 ggf. über eine gegenseitige Steuerverbindung mit einem elektronischen Steuergerät 18, wie einem Mikroprozessor, verbunden, das eingangsseitig mit verschiedenen Eingangssignalen 21 bis 25 beaufschlagt werden kann. Die Eingangssignale stellen verschiedene Betriebsparameter dar, und es kann sich hierbei beispielsweise um den Drosselklappen-Winkel, die Drosselklappen-Winkeländerung, die Motortemperatur, die Drehzahl sowie das Signal eines Leerlaufschalters handeln. Wie es bereits ausgeführt wurde, können auch weitere Betriebsparameter erfaßt werden. Außerdem ist gemäß Fig. 2 ein Drosselklappenansteller 20 ggf. auch über eine gegenseitige Steuerverbindung mit dem elektronischen Steuergerät 18 verbunden. Dieser auf die Drosselklappe 2 einwirkende Drosselklappen-Ansteller 20 ermöglicht durch die Veränderung der Stellung der vom Fahrer freigegebenen Drosselklappe wiederum eine Beeinflussung des Verstellmotors und damit der Nadeldüse bzw. der Kraftstoffdosierung.
  • Wie es aus den Fig. 3 und 4 ersichtlich ist, kann der Verstellmotor, hier mit 26 bezeichnet, unmittelbar in einer mechanischen Steuerverbindung zwischen der Schwenkwelle 3 der Drosselklappe 2 und der hier nicht dargestellten Dosiernadel 14 bzw. dem in Fig. 1 dargestellten Nadelantrieb 17 angeordnet sein. Gemäß den Fig. 3 und 4 sitzt der Verstellmotor 26 auf der Schwenkwelle 3, und der Motorausgang ist mit einem Schwenkhebel 27 verbunden, an dem ein Antriebshebel 28 angelenkt ist, die unmittelbar mit dem Nadelantrieb 17 aus Fig. 1 verbunden sein kann. Somit ist der Verstellmotor 26 mit der mechanischen Steuerverbindung mitdrehbar, und er kann je nach elektronischer Ansteuerung für ein Übersteuern oder Untersteuern der mechanischen Steuerverbindung sorgen.
  • Damit beim Ausfallen der elektrischen Versorgung bzw. der Ansteuersignale der Verstellmotor 26 eine neutrale Mittelstellung einnimmt, bei der keine Übersteuerung oder Untersteuerung der mechanischen Steuerverbindung auftritt, ist es zweckmäßig, einen federzentrierten Verstellmotor 26 vorzusehen, wie er beispielhaft in Fig. 5 dargestellt wird.
  • Während das Gehäuse des Verstellmotors an einer Seite mit der Schwenkwelle 3 verbunden ist, ist die drehbare Welle 29 des Verstellmotors ausgangsseitig mit dem Schwenkhebel 27 verbunden. Der eigentliche Motorteil 30 sorgt dafür, daß sich die Welle 29 in Abhängigkeit von der Motoransteuerung mehr oder weniger weit dreht. Gemäß Fig. 6 kann die Motordrehung von einer Mittelstellung ausgehend in positivem und negativem Drehsinn um jeweils etwa 900 erfolgen. Die Drehbewegung erfolgt gegen die Wirkung zweier rückstellender Federn 31, 32, die auf der Welle 29 sitzen und an entgegengesetzten Seiten eines Anschlags 33 des Motorgehäuses anliegen. Ein mit der Welle 29 verbundener Mitnehmer 34 sorgt dafür, daß beim Drehen des Motors die eine oder die andere Feder ausgelenkt wird. Dadurch ist es möglich, daß beim Wegfall der Motoransteuerung die jeweils ausgelenkte Feder den Motor in die Mittenstellung zurückdreht. Auf diese Weise wird erreicht, daß der nicht angesteuerte Verstellmotor 26 lediglich als ein definiertes mechanisches Koppelglied der mechanischen Steuerverbindung zwischen der Drosselklappe und der Dosiernadel fungiert.
  • Wie bereits erwähnt wurde, ist die Nadelkontur der Dosiernadel 14 so gestaltet, daß sich auf der Straßenteillast-Kurve der gewünschte Lambda-Verlauf ergibt (Notlaufeigenschaft). Für alle anderen Kennfeldpunkte sowie für Start, Warmlauf, Beschleunigung usw. wird das gewünschte Lambda mit Hilfe des Verstellmotors durch das elektronische Steuergerät eingestellt. Daraus werden Steuersignale für den Verstellmotor 19 bzw. 26 und evtl. für den an sich bekannten Drosselklappen-Ansteller 20 abgeleitet. Mit Hilfe des Drosselklappen-Anstellers lassen sich eine Leerlauffüllungsregelung, eine Schubabschaltung sowie eine Füllungsanpassung für Start und Warmlauf realisieren. Ohne Drosselklappen-Ansteller würde die Füllungsanpassung für Start und Warmlauf in bekannter Weise mit Hilfe eines Dehnstoffelementes, einer Bimetallfeder mit Stufenscheibe o.ä. Vorrichtungen durchgeführt werden.
  • Nachfolgend werden die Funktionen für die einzelnen Betriebszustände beschrieben: 1. Leerlauf: Der gesamte Leerlauf-Luftdurchsatz setzt sich aus dem Luftdurchsatz durch die leicht geöffnete Drosselklappe 2 und dem maximalen Luftdurchsatz der Gleichdruckstrecke 7 zusammen, wobei letzterer kleiner als der Hauptluftstrom im Leerlaufzustand ist. Dabei öffnet die Steuermembran der Membrandose 11 das Nadelventil 9 für die Gleichdrucksteuerung auf den maximalen Wert, damit der Druck in der Gleichdruckstrecke nicht abfällt und im wesentlichen konstant bleibt. Die Dosiernadel 14 der Kraftstoffdüse nimmt dabei die dem jeweiligen Drosselklappen-Winkel entsprechende Stellung ein. Sofern eine Leerlauffüllungsregelung vorgesehen ist, wird die Füllung durch Verstellung der Drosselklappe 2 geregelt. Dadurch erfolgt gleichzeitig auch eine Anpassung der Kraftstoffmenge mit Hilfe der Dosiernadel 14 (anderer Kennfeldpunkt).
  • 2. Straßenteillast, Teillast: Aus mindestens zwei Meßwerten wird ein dem Motor entsprechendes Kennfeld gebildet. Als Meßwerte können beispielsweise die Drehzahl sowie die Drosselklappen-Stellung oder die Drehzahl sowie der Saugrohrdruck benutzt werden. Für jeden Kennfeld-Punkt wird im elektronischen Steuergerät 18 ein dem Motor angepaßter Ansteuerungswert für den Verstellmotor 19 bzw. 26 festgelegt. Hierdurch ist es möglich, für jeden Kennfeld-Punkt ein optimales Gemisch zu erhalten, und damit einen verbrauchsoptimierten, abgasoptimierten und leistungsoptimierten Betrieb zu gewährleisten. Entsprechend weiterer Motoreinflüsse, wie der Temperatur, der Höhe (Luftdruck) usw., kann das Kennfeld weiter verändert werden.
  • 3. Vollast: Für die maximale Leistung bei Vollast ist es lediglich erforderlich, die jeweiligen Stellungen der Dosiernadel 14 in Abhängigkeit von der Drehzahl vorzugeben.
  • Bei Vollast besteht gegenüber Gleichdruckvergasern oder Vollast-Anreicherungen durch Schließen einer Vordrossel (Starterklappe) bei Festlufttrichter-Vergasern hier der Vorteil, daß der Ansaugstrom nicht gedrosselt wird und somit kein Leistungsverlust entsteht.
  • 4. Start t Warmlauf: Für den Start erfolgt die Gemischanpassung durch weiter res Öffnen der Dosiernadel 14, und die hierfür erforderlichen Werte werden vom elektronischen Steuergerät 18 entsprechend der Motorparameter, wie der Motortemperatur, der Saugrohrtemperatur od.dgl. vorgegeben.
  • Die Füllungserhöhung erfolgt entweder durch die Leerlauffüllungs-Regelung (mit Hilfe eines elektronisch angesteuerten Drosselklappen-Stellgliedes, z.B. eines Drosselklappen-Anstellers) oder durch eine mechanische Verstellung der Drosselklappe, wie durch ein auf den Drosselhebel einwirkendes Dehnstoffelement oder durch eine Bimetallfeder und eine Stufenscheibe, was von Vergasern mit koventioneller Startautomatik bekannt ist.
  • 5. Beschleunigungsanreicherung: Bei einer Beschleunigung wird aus den Meßwerten der zeitlichen Drosselklappen-Winkeländerung und/oder der zeitlichen Drehzahländerung ein Wert errechnet, um den die Dosiernadel 14 weiter geöffnet wird. Diese Anreicherung kann auch temperaturabhängig gemacht werden.
  • 6. Schubabschaltung / Motorabstellen: Bei diesen Funktionen wird die Dosiernadel 14 vollständig in Schließstellung gebracht. Im Falle eines vorhandenen Drosselklappen-Anstellers kann zusätzlich die Drosselklappe 2 weiter geschlossen werden.
  • Der erfindungsgemäße Gemischbildner ermöglicht somit eine zentrale, genaue und betriebsparameterabhängig bedarfsgerechte Kraftstoffdosierung in einem Bereich großen Unterdruckes und großer Luftstromgeschwindigkeiten. Es ist eine sehr gute Kennfeldanpassung durch elektronische Steuerung möglich, wobei gleichzeitig gute Notlaufeigenschaften erhalten bleiben. Außerdem ist der neue Gemischbildner einfach und kompakt aufgebaut.
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Claims (9)

  1. "Gemischbildner" Patentansprüche: 1 JGemischbildner mit einer betriebsparameterabhängig elektronisch gesteuerten Kraftstoffzugabe in einen stromab einer willkürlich betätigbaren Drosselklappe in einem Motoransaugrohr befindlichen Venturi-Bereich, gekennzeichnet durch eine über zumindest eine feste Drosselstelle (8) in einen Vorzerstäuber (6) in dem Venturi-Bereich (5) mündende, eingangsseitig membrangesteuerte Gleichdruckstrecke (7) mit einem gegenüber dem Atmosphärendruck verminderten Unterdruck, durch eine in die Gleichdruckstrecke mündende Kraftstoff-Nadeldüse (13) mit einer Dosiernadel (14) und durch einen in Abhängigkeit mehrerer Betriebsparameter von einem Steuergerät (18) elektronisch ansteuerbaren, mit der Dosiernadel verbundenen Verstellmotor (19, 26).
  2. 2. Gemischbildner nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen umpolbaren, schnell verstellbaren Elektromotor mit federzentrierter Mittelstellung als Verstellmotor (19, 26).
  3. 3. Gemischbildner nach Anspruch -1 oder 2, gekennzeichnet durch einen Glockenankermotor als Verstellmotor (19, 26).
  4. 4. Gemischbildner nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet durch eine von dem Verstellmotor (19, 26) übersteuerbare mechanische Steuerverbindung zwischen der Drosselklappe (2) und der Dosiernadel (14).
  5. 5. Gemischbildner nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der drehzentrierte Verstellmotor (19, 26) unmittelbar in der mechanischen Steuerverbindung mitdrehbar angeordnet ist.
  6. 6. Gemischbildner nach Anspruch 4 oder 5, gekennzeichnet durch eine dem jeweiligen Luftdurchsatz angepaßte und im Straßenteillastbereich dem erwünschten Lambda-Verlauf entsprechende Nadelkontur der Dosiernadel (14).
  7. 7. Gemischbildner nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, gekennzeichnet durch ein zumindest den Drosselklappen-Winkel, die zeitliche Drosselklappen-Winkeländerung, die Motortemperatur und die Drehzahl erfassendes Steuergerät (18) zum Ansteuern des Verstellmotors (19, 26).
  8. 8. Gemischbildner nach Anspruch 7, gekennzeichnet durch einen mit dem Steuergerät (18) verbundenen Drosselklappenansteller (20).
  9. 9. Gemischbildner nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, gekennzeichnet durch ein von einer Membrandose (11) gesteuertes Nadelventil (9) an dem mit der Atmosphäre verbundenen Einlaß der Gleichdruckstrecke.
DE19833343630 1983-12-02 1983-12-02 Gemischbildner Withdrawn DE3343630A1 (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2574481A1 (fr) * 1984-12-07 1986-06-13 Pierburg Gmbh & Co Kg Carburateur a diffuseur fixe
US11268455B2 (en) * 2016-09-09 2022-03-08 Walbro Llc Throttle body with fluid flow control

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