DE3336373C2 - - Google Patents
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B22—CASTING; POWDER METALLURGY
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- B22D11/059—Mould materials or platings
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- Mechanical Engineering (AREA)
- Continuous Casting (AREA)
Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung einer
Kokille für das Stranggießen von Stahl, insbesondere von Brammen,
entsprechend der im Oberbegriff des Anspruchs 1 beschriebenen Art.
Derartige Verfahren sind nach der DE-PS 9 69 000 bekannt. Dabei wird
auf die Kokillenkühlmittelseite, also auf die Außenseite, eine
Schicht aus einem schlechten Wärmeleiter aufgebracht, bei dem es
sich insbesondere um Eisen handeln soll. Die Ausdehnung der Auf
bringung umfaßt dabei den unteren Kühlbereich, so daß nach Ausbil
dung der erstarrten Strangschale die Kühlwirkung schwächer werden
soll.
Aus Gründen des Verschleißschutzes wird nach der DE-PS 26 34 633
die gesamte Innenwand der Kokille gleichmäßig galvanisch mit Nickel
beschichtet, ohne daß örtliche Differenzierungen erfolgen.
Vom erstgenannten Stand der Technik ausgehend liegt der Erfindung
die Aufgabe zu Grunde, die Kokillenhaltbarkeit zu steigern und die
Beschichtungswerkstoffe dabei sparsam einzusetzen.
Diese Aufgabenstellung löst die Erfindung durch die Vorschläge der
Patentansprüche.
Die erfindungsgemäße Verfahrensweise führt überraschenderweise zu
erheblichen Haltbarkeitssteigerungen bei einer Kokille, obwohl
deren Innenwand mit unbeschichteter Kupferfläche dem Gießspiegel
ausgesetzt ist. Dieses Ergebnis überrascht insofern, als nach dem
Stand der Technik zur Verschleißminderung dem Gießspiegel eine be
schichtete Innenwand gegenüberstehen sollte. Abweichend hiervon
setzt der Beschichtungsbereich der Erfindung erst erheblich tiefer
ein. Die sonst im Gießspiegelbereich in der Beschichtung auf
tretenden Risse, die sich bis in die Kupferschicht fortsetzen und
die Gefahr eines Durchbruchs der Wasserkühlung begründen, werden
dadurch vermieden.
Von erheblicher Bedeutung für das erfindungsgemäße Ergebnis ist die
Ausführung der Beschichtung derart, daß der Obergang vom be
schichteten zum unbeschichteten Abschnitt frei von jeglichen Ände
rungen des Innenmaßes der Kokille bleibt. Dadurch wird erreicht,
daß die sonst auftretenden erheblichen Reibungswiderstände vermie
den werden. Somit kann an dieser Stelle die Beschichtung auch nicht
abreißen oder flüssiger Stahl zwischen die Beschichtung und die
Kupferwand eindringen, wie es sonst häufig zu besorgen ist.
Für die Ausbildung des stufenfreien Oberganges ist von besonderer
Bedeutung, daß die Beschichtung über die Beschichtungsgrenze
hinausgehend zunächst noch einen Teil der nicht zu beschichtenden,
kupfernden Innenwand einbezieht, wodurch die spätere mechanische
Abtragung den Obergang in der Innenwand in zuverlässiger Weise
stufenlos gestalten läßt.
Der nicht zu beschichtende Kokillenabschnitt wird zweckmäßig mit
einer Klebefolie abgedeckt, wobei indes die unteren Randzonen aus
gespart bleiben. Dies führt dazu, daß die untere Randzone des nicht
zu beschichtenden Abschnittes gleichfalls zunächst mit beschichtet
wird. Hierdurch ist im besonderen Maße gewährleistet, daß die an
schließende mechanische Abtragung einen nicht mehr wahrnehmbaren
Übergang vom Kupfer zur Beschichtung ergibt.
Zur mechanischen Abtragung, die der Beschichtung vorausgeht, wird
nach einem weiteren Merkmal der Erfindung am Übergang eine Nutbahn
in die Kokillenwand eingearbeitet, von welcher aus der sich an
schließende, später zu beschichtende Abschnitt abgehobelt werden
kann.
Auf diese Weise wird die Höhenlage der Beschichtung präzise einge
halten.
Zur weiteren Veranschaulichung der Erfindung wird auf die sich auf
ein Ausführungsbeispiel beziehenden, schematischen Zeichnungen Be
zug genommen. Darin zeigen:
Fig. 1 eine für die erfindungsgemäße Behandlung vorbereitete,
jedoch noch nicht beschichtete Kokillenwand im schema
tischen Querschnitt,
Fig. 2 die Kokillenwand gemäß Fig. 1 in beschichtetem Zustand
und
Fig. 3 die erfindungsgemäß fertig bearbeitete Kokillenwand.
Die Darstellungen zeigen lediglich den dem Innern der Kokille zuge
wendeten Teil der Wand, so daß die weitere Ausbildung der Wand
zeichnerisch nicht dargestellt ist. Weiterhin ist für die zeich
nerische Darstellung bei allen drei Figuren in der vertikalen
Richtung ein kleinerer Abbildungsmaßstab als in der horizontalen
Richtung gewählt worden, um die erfindungsgemäßen Merkmale besser
veranschaulichen zu können.
Fig. 1 zeigt die Kokillenwand vor der galvanischen Beschichtung.
Man erkennt einen oberen Abschnitt 5 sowie einen unteren Abschnitt 6,
wobei der letztgenannte Abschnitt eine mechanische Bearbeitung
erfahren hat. Im Zuge dieser Bearbeitung ist eine Dicke s + δ
abgetragen worden, die geringfügig, und zwar um das Maß δ, dicker
als die endgültig vorgesehene Beschichtung s ist. Im Abschnitt 5
angrenzenden Bereich ist eine Hinterschneidung 8 erkennbar, die in
der bereits beschriebenen Weise eine bessere Verankerung des ab
geschiedenen Werkstoffes ermöglicht. Diese Hinterschneidung umfaßt
jedoch noch nicht den Kantenbereich 9, so daß sich hier jedenfalls
keine Spitze bilden kann, die unter dem Gesichtspunkt des Wärme
entzuges und des Verschleißes unbefriedigend sein würde.
Der nicht für die Beschichtung vorgesehene Abschnitt 5 erstreckt sich
in vertikaler Richtung weiter, als es dem Schwankungsbereich 10 des
Gießspiegels entspricht. Er ist zum Zwecke der Vorbereitung der
galvanischen Beschichtung mit einem Klebeband 11 abgedeckt, welches
bis etwa 1 cm zur Unterkante 4 des genannten Abschnittes reicht.
Dies führt dazu, daß bei der Beschichtung zunächst die untere
Randzone des Abschnittes 5 mit erfaßt wird.
Den Zustand unmittelbar nach der Beschichtung zeigt Fig. 2. Die
Gesamtdicke der Beschichtung besteht nun aus s + δ + ε. Dabei
ist ε noch ein geringes Übermaß, so daß für die anschließende
Bearbeitung der gesamten Kokilleninnenwand eine Abtragung auch im
Beschichtungsbereich erfolgt. Diese Abtragung wird in einer Stärke von
δ + ε vorgenommen, nachdem der Klebstreifen 11 entfernt wurde.
Die Beschichtung 3 geht dann auf die vorgesehene Beschichtungsdicke
s zurück, wie es in Fig. 3 schematisch dargestellt ist. In die
im Beispielsfall aus Nickel bestehende Beschichtung 3 sind Hart
stoffpartikel 7 als dispergierte Phase eingebunden.
Der Gesamtaufbau der Kokillenwand sieht gemäß Fig. 3 im Anschluß an
die Oberkante 1 des einlaufseitigen Endes den sich bis zur Höhenlage
4 erstreckende Abschnitt 5 vor, der somit tiefer reicht, als es dem
Gießspiegel 2 in seiner tiefsten Stellung entspricht. Die Beschichtung
3 des Abschnittes 6 schließt sich dank der vorgenommenen mechanischen
Bearbeitung völlig nahtlos an den unbeschichtet gebliebenen Abschnitt
5 an, so daß das vorgesehene Innenmaß durch den Übergang zum beschich
teten Abschnitt keinerlei Störung aufweist. Dies gewährleistet nicht
nur einen unbehinderten Ablauf der Absenkung der erstarrten Strang
schale, sondern zugleich eine besonders gute Haltbarkeit, da für
das Eindringen von flüssigem Stahl kein Spalt besteht. Im Betrieb
zeigt der obere Abschnitt gegenüber den vom Gießspiegel ausgehenden
Reaktionen eine sehr gute Widerstandsfähigkeit, so daß die sonst
bei einer Beschichtung auftretenden, tiefgreifenden Risse unter
bleiben. Der beschichtete Abschnitt 6 ist demgegenüber von sehr
guter Verschleißbeständigkeit.
Claims (3)
1. Verfahren zur Herstellung einer Kokille für das Stranggießen von
Stahl, insbesondere von Brammen, bei welcher die aus Kupfer be
stehende Kokillenwand im unteren Kühlbereich eine Beschichtung
aus Metall aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
daß zunächst die Innenwand der Kokille bis zu einer den tiefsten Gießspiegel unterschreitenden Höhenlage mechanisch in einer Dicke abgetragen wird, die gering fügig über der vorgesehenen, ungefähren endgültigen Be schichtungsdicke der zum Einsatz kommenden Kokille liegt,
daß dann die Beschichtung im wesentlichen mit Nickel über die untere Kante des nicht zu beschichtenden Ab schnittes der Innenwand der Kokille hinausgehend gal vanisch abgeschieden wird, wobei die Dicke der Beschich tung größer als die Dicke der vorangegangenen mechanischen Abtragung ist,
daß anschließend die gesamte Innenwand mechanisch um wenigstens eine derartige Dicke abgearbeitet wird, so daß der Übergang von der unbeschichteten zur be schichteten Innenwand ohne Änderung des Innenmaßes der Kokille erfolgt.
daß zunächst die Innenwand der Kokille bis zu einer den tiefsten Gießspiegel unterschreitenden Höhenlage mechanisch in einer Dicke abgetragen wird, die gering fügig über der vorgesehenen, ungefähren endgültigen Be schichtungsdicke der zum Einsatz kommenden Kokille liegt,
daß dann die Beschichtung im wesentlichen mit Nickel über die untere Kante des nicht zu beschichtenden Ab schnittes der Innenwand der Kokille hinausgehend gal vanisch abgeschieden wird, wobei die Dicke der Beschich tung größer als die Dicke der vorangegangenen mechanischen Abtragung ist,
daß anschließend die gesamte Innenwand mechanisch um wenigstens eine derartige Dicke abgearbeitet wird, so daß der Übergang von der unbeschichteten zur be schichteten Innenwand ohne Änderung des Innenmaßes der Kokille erfolgt.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Schutz von einer Beschichtung bei dem nicht zu
beschichtenden Kokillenabschnitt unter Aussparung der
unteren Randzonen durch Abdeckung mit einer Klebefolie
vorgenommen wird.
3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß für die mechanische Abtragung eine Nutbahn am Über
gang zu dem zu beschichtenden Abschnitt in die Kokillen
innenwand eingearbeitet wird, von welcher aus der sich
anschließende, später zu beschichtende Abschnitt abge
hobelt wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19833336373 DE3336373A1 (de) | 1983-10-06 | 1983-10-06 | Kokille fuer das stranggiessen von stahl und verfahren zu ihrer herstellung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE19833336373 DE3336373A1 (de) | 1983-10-06 | 1983-10-06 | Kokille fuer das stranggiessen von stahl und verfahren zu ihrer herstellung |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3336373A1 DE3336373A1 (de) | 1985-04-25 |
| DE3336373C2 true DE3336373C2 (de) | 1990-10-31 |
Family
ID=6211163
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19833336373 Granted DE3336373A1 (de) | 1983-10-06 | 1983-10-06 | Kokille fuer das stranggiessen von stahl und verfahren zu ihrer herstellung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3336373A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| RU2186654C1 (ru) * | 2001-02-16 | 2002-08-10 | Открытое акционерное общество "Новолипецкий металлургический комбинат" | Способ восстановления рабочих стенок кристаллизатора |
| RU2624878C2 (ru) * | 2015-10-20 | 2017-07-07 | Федеральное государственное бюджетное образовательное учреждение высшего образования "Кубанский государственный технологический университет" (ФГБОУ ВО "КубГТУ") | Способ восстановления рабочей поверхности стенок кристаллизатора |
Families Citing this family (4)
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| DE4007647C2 (de) * | 1990-03-10 | 2000-01-13 | Egon Evertz | Verfahren zur Herstellung einer Kokille für das Stranggießen von Stahl |
| GB9621427D0 (en) | 1996-10-15 | 1996-12-04 | Davy Distington Ltd | Continuous casting mould |
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| DE2634633C2 (de) * | 1976-07-31 | 1984-07-05 | Kabel- und Metallwerke Gutehoffnungshütte AG, 3000 Hannover | Stranggießkokille aus einem Kupferwerkstoff, insbesondere zum Stranggießen von Stahl |
| DE3038289A1 (de) * | 1980-10-10 | 1982-05-27 | Egon 5650 Solingen Evertz | Verfahren zum abscheiden von metallschichten auf den waenden von kokillen |
-
1983
- 1983-10-06 DE DE19833336373 patent/DE3336373A1/de active Granted
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3336373A1 (de) | 1985-04-25 |
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