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Lippenschutz
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Die Erfindung bezieht sich auf einen Lippenschutz, insbesondere zum
Einsatz während einer ärztlichen, vorzugsweise chirurgischen Behandlung der Zähne
und/oder des Mund- oder Rachenraumes.
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Bekannt geworden ist beispielsweise eine Vorrichtung zur Abgrenzung
eines größeren oder kleineren Operations- oder Behandlungsgebietes in der Mundhöhle
(DE-AS 22 04 933). Diese Vorrichtung ist mit einem aus elastischem Material bestehenden
Abdecktuch zum Umspannen des zu behandelnden Gebietes und mit einer Spannvorrichtung
zur Lagefixierung des Abdecktuches im applizierten Zustand versehen. Das besondere
an dieser Vorrichtung ist, daß sie aus einem die Behandlungsstelle wenigstens teilweise
umschließenden, mit dem Abdecktuch verbundenen aufblasbaren Rahmenstück besteht.
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Ein Lippenschutz während komplizierter, vorzugsweise chirurgischer
Eingriffe ist mit dieser Vorrichtung nicht möglich.
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Bekannt geworden ist weiterhin ein Mundstück zum Schutz des oberen
Zahnsystems von Patienten (DE-OS 30 13 687). Dieses Mundstück besteht aus einem
gebogenen Schalenelement mit dem wenigstens der Hauptteil der Außenseite der oberen
Zahnreihe, das untere Endender Zähne und wenigstens der untere Teil der
Innenseite
der Zähne abdeckbar ist, wobei Befestigungsmittel vorgesehen sind, durch die das
Schalenelement lösbar in Eingriff mit der oberen Zahnreihe gehalten werden kann.
Im einzelnen bestehen die Befestigungsmittel aus einem nachgiebigen stab- oder schlaufenförmigen
Schlaufenelement, das die einander gegenüberliegenden hinteren Teile des Schalenelementes
verbindet und nachgiebig nach unten und nach vorne um einen im wesentlichen quer
verlaufenden Achsenbereich biegbar ist, um dadurch mit seinem ursprünglich hinteren
gekrümmten Teil bis zum Boden der Rinne zwischen der Vorderseite des unteren Zahnsystems
und der Innenseite der Unterlippe des Patienten so einsetzbar zu sein, daß ein nach
unten gerichteter nachgiebiger Druck ausgeübt wird, dessen Gegendruck das Schalenelement
in Eingriff mit dem oberen Zahnsystem des Patienten hält.
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Hiermit ist zwar ein Schutz der oberen Zahnreihe möglich, jedoch sind
bei chirurgischen Eingriffen die Lippen, vorzugsweise die' untere Lippe, Verletzungen
ausgesetzt, die beispielsweise dadurch verursacht werden können, daß ein Behandlungsinstrument
abrutscht oder in einem Winkel zum Einsatz kommen muß, bei dem zumindest eine der
Lippen besonders gefährdet ist.
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Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Lippenschutz,
insbesondere für empfindliche Patienten, aber auch solche Patienten zu schaffen,
deren Lippen bei notwendigen Eingriffen im Mund-und Rachenraum besonders gefährdet
sind.
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Es wurde gefunden, daß sich diese Aufgabe in einfacher Weise durch
einen im Querschnitt U-förmigen Schutzkörper aus weichem, elastischem Material lösen
läßt, dessen Kuntur einer Lippe anpassbar und dessen Innenbereich zur Aufnahme dieser
Lippe ausgebildet ist.
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Ein derartiger Lippenschutz läßt sich mit Vorteil auch für solche
Patienten empfehlen, die von noch in der Ausbildung stehenden angehenden Ärzten
behandelt werden.
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Der Lippenschutz bedeutet weiterhin eine psychologische Hilfe bei
ängstlichen Patienten oder Kindern, insbesondere, wenn die behandelnden Ärzte um
das Anlegen eines solchen Lippenschutzes gebeten werden.
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Der erfindungsgemäße Lippenschutz läßt sich in verschiedenen Größen
zur Verfügung stellen und ist in gewissen Grenzen den besonderen Erfordernissen
des Einzelfalles angepasst.
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In einem ersten Ausführungsbeispiel ist der U-förmige Schutzkörper
nur zum Schutz einer der beiden Lippen bestimmt.
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In einem anderen Ausführungsbeispiel steht dieser Schutzkörper mit
U-förmigem Querschnitt mit einem bügelartigen Halter in Wirkverbindung, der zwischen
die gegenüberliegende Lippe und die dahinterliegende Zahnreihe einsteckbar ist.
Diesffl Halter kann aus elastischem Edelstahldraht, aber auch aus anderen geeigneten
Materialien hergestellt sein. Seine Anbringung am Lippenschutz ist so, daß eine
leichte Anpassung an Besonderheiten eines Patienten möglich ist. Weiterhin gestattet
dieser aus Lippenschutz und Bügel bestehende Schutzkörper auf einfache Weise, den
Öffnungswinkel des offenzuhaltenden Mundes vorzugeben bzw. während des Eingriffes
einzuhalten.
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Bei einem dritten Ausführungsbeispiel weist der Schutzkörper mit U-förmigem
Querschnitt eine im wesentlichen ringförmige Kontur zum Schutz beider Lippen auf,
dessen Innenbereiche zur Aufnahme beider Lippen ausgebildet sind.
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Von Vorteil ist, wenn der Schutzkörper, gleichlaufend zu seinem Innenrand,
wenigstens eine Einlage aus elastischem Stahldraht o.dgl. enthält. Diese Einlage
sorgt gegebenenfalls
für einen sicheren Sitz des Lippenschutzes
und bietet darüber hinaus einen weiteren Schutz gegen Verletzungen.
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Die Ansprüche 5 - 7 kennzeichnen besonders vorteilhafte Ausbildungsformen
der elastischen Einlage.
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Eine Besonderheit des Lippenschutzes ist im Anspruch 8 gekennzeichnet.
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Anspruch 9 kennzeichnet das hauptsächlich verwendete Material.
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Nachfolgend werden Äusführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnung
beschrieben.
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Es zeigt: Figur 1 ein erstes Ausführungsbeispiel eines Lippenschutzes,
Figur 2 einen Querschnitt durch den Lippenschutz nach Figur 1, Figur 3 ein zweites
Ausführungsbeispiel, Figur 4 ein drittes Ausführungsbeispiel und Figur 5 einen Querschnitt
durch Figur 4 entlang der Linie V, V.
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Ein Schutzkörper 1 gemäß Figur 1 ist im Querschnitt entlang der Linie
II, II in Figur 2 dargestellt. Der Schutzkörper 1 besteht aus elastischem Material,
beispielsweise Latex oder ein entsprechendes im medizinischen Bereich bewährtes
elastisches, gegebenenfalls geschäumtes Kunststoffprodukt. Der Querschnitt 4 des
Schutzkörpers 1 ist im wesentlichen U-förmig. Der äußere Außenrand 11 des Schutzkörpers
1 reicht gemäß Figur 2 entlang des äußeren Bereiches der Unterlippe 14 abwärts.
Der innere Außenrand 10 ist zwischen der Lippe 14 und der dahinterliegenden Zahnreihe
15 angeordnet. Es gibt Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Schutzkörper,
auch derjenigen, die in Verbindung mit den anderen Figuren erläutert werden, die
mehr oder weniger weit mit ihren inneren
und äußeren Außenrändern
10 und 11 heruntergezogen sind. In einzelnen Ausführungsbeispielen hat es sich als
vorteilhaft.
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erwiesen, wenn einer der Außenränder 10, 11 länger als der andere
Außenrand 11 bzw. 10 ausgebildet wird.
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Um einen weiteren Schutz der Lippe zu gewährleisten, können, gleichlaufend
zur Längsrichtung des Schutzkörpers 1 elastische Einlagen, beispielsweise eine Einlage
8 aus elastischem Stahldraht vorgesehen sein. Gemäß Figur 2 kann diese elastische
Einlage 8 aus Stahldraht im Grunde des U-förmigen Schutzkörpers angeordnet sein.
In anderen Ausführungsbeispielen können allein oder zusätzlich. zur Einlage 8 weitere
elastische Einlagen 12 an den äußeren Bereichen des inneren Außenrandes 10 bzw.
des äußeren Außenrandes 11 vorgesehen werden.
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Der Querschnitt gemäß Figur 2 ist in Verbindung mit der Unterlippe
14 dargestellt. Ohne am Kern der Erfindung etwas zu ändern, kann der Schutzkörper
1 auch zum Schutze der in Figur 2 nicht dargestellten Oberlippe 13 (Figur 5) eingesetzt
werden.
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Eine Abwandlung der Erfindung ist in Figur 3 in vereinfachter schematischer
Weise dargestellt. Ein Schutzkörper 2 ist mit einem bügelartigen Halter 6 versehen,
der zwischen die der durch den Schutzkörper 2 zu schützenden Lippe gegenüberliegenden
Lippe und der dahinterliegenden Zahnreihe einklemmbar ist. Der Bügel 6 kann ebenfalls
aus elastischem Stahldraht oder einem entsprechenden Material bestehen. Dieser Bügel
6 hat nicht nur die Aufgabe, den Schutzkörper 2 auf der zu schützenden Lippe zu
halten, sondern gegebenenfalls auch die Öffnung des Mundes, beispielsweise bei längeren
Eingriffen, in dem gewünschten.Öffnungswinkel sicherzustellen.
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Die Figuren 4 und 5 zeigen beispielsweise ein weiteres Ausführungsbeispiel
der Erfindung mit einem Schutzkörper 3, derim
wesentlichen ringförmig
ausgebildet ist, und zum Schutze beider Lippen dient. Die Zahnreihen 15 sowie die
Zunge 16 sind erkennbar.
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Figur 5 zeigt den Schutzkörper 3 im Schnitt entlang der Linie V, V.
Die ringförmige Kontur 7 gemäß Figur 4 ist in Figur 5 dadurch angedeutet,daß die
im Querschnitt dargestellten Bereiche des Schutzkörpers 3 durch zwei durchgezogene
Linien miteinander verbunden sind.
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In Fugur 1 ist eine elastische Einlage 8 entlang des Innenrandes
des dort gezeigten Schutzkörpers 1 dargestellt. Diese Einlage kann, ohne am Kern
der Erfindung etwas zu ändern, auch im Beispiel nach den Figuren 4 und 5 zum Einsatz
kommen.
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Gemäß Figur 5 sind Jedoch lediglich im äußeren Außenrand 11 und im
inneren Außenrand 10 elastische Einlagen, beispielsweise aus Stahldraht 12 angeordnet.
Der Innenbereich 5 des Schutzkörpers 3 ist zur Aufnahme der Oberlippe 13 bzw. der
Unterlippe 14 ausgebildet.
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Im Bereich des Schutzkörpers 3, der gemäß Figur 4 die Unter lippe
14 schützt, ist angedeutet, daß der äußere Außenrand 11 weiter nach unten herabgezogen
sein kann, als der innere Außenrand 10. Ohne am Kern der Erfindung etwas zu ändern,
kann die ungleiche Höhe der Außenränder auch für die Oberlippe von Vorteil sein.
Es ist auch möglich, daß die jeweils inneren Außenränder tiefer herabgezogen sind
als die äußeren Außenränder des Schutzkörpers.
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Der bügelartige Halter 6 gemäß Figur 3 kann einstückig entweder mit
der Stahldrahteinlage 8 oder einer der Stahldrahteinlagen 12 ausgebildet sein.
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Der Innenbereich 5 des Lippenschutzes weist in der Regel eine glatte
Oberfläche aus.
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Der erfindungsgemäße Lippenschutz kann als einmal benutzbarer Wegwerfartikel,
aber auch so ausgebildet sein, daß er, vorzugsweise bei Benutzung durch denselben
Patienten, auf übliche Weise zu reinigen ist.
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Liste der verwendeten Bezeichnungen
1. Schutzkörper 2. Schutzkdrper 3. Schutzkörper 4. Querschnitt 5. Innenbereich 6.
bügelartiger Halter 7. ringförmige Kontur 8. Stahldrahteinlage 9. Innenrand 10.
innerer Außenrand 11. äußerer Außenrand 12. Stahldrahteinlage 13. Oberlippe 14.
Unterlippe 15. Zahnreihe 16. Zunge