DE330554C - Vorrichtung zur Ausnutzung des Ladegewichts offener Gueterwagen - Google Patents
Vorrichtung zur Ausnutzung des Ladegewichts offener GueterwagenInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61D—BODY DETAILS OR KINDS OF RAILWAY VEHICLES
- B61D3/00—Wagons or vans
- B61D3/005—Wagons or vans convertible
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- Transportation (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
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Description
Bei der Verfrachtung von stückigem, in der
Hauptsache von im Verhältnis zum Gewicht voluminösem Gut, wie Brennholz, Koks, Briketts,
Kohle, Torf ο. dgl., auf offenen Güterwagen läßt sich das ίο-Tonnen- bzw. 15-Tonnen-Ladegewicht
nicht ausnutzen, weil nur ein verhältnismäßig niedriger Schüttkegel erreichbar ist. Infolgedessen ist ein weitaus
größerer Wagenpark erforderlich als dem Gewicht der tatsächlich zu verfrachtenden
Stückgüter entspricht, bzw. tritt eine Hemmung der Verladung da ein, wo kein genügend
großer Wagenpark zur Verfügung steht, wie es beispielsweise infolge der Kriegsereignisse
und deren Begleiterscheinungen bei den deutschen Eisenbahnverwaltungen der Fall ist.
Man hat den Übelstand der mangelnden Ausnutzungsfähigkeit offener Güterwagen bei
Stückgutverfrachtung auch schon erkannt
so und sich in solchen Fällen dadurch zu helfen
gesucht, daß man durch Lattenverschalung einen Kastengüterwagen aus dem. offenen
Wagen geschaffen hat. Indessen treten hierbei, namentlich wenn kleinstüc-kiges Gut verladen
wird, erhebliche Verluste auf dem Transporte ein, indem Gutteile durch die Lattenschlitze
durchgleiten. Anderseits verteuert die Lattenverschalung den Güterwagen ganz bedeutend, und es ist sehr schwierig, die
wertvollen Latten, Bretter oder Bohlen —· die ja, damit sie leicht anbringbar und wegnehmbar
sind, nur vorübergehend an den Wagen befestigt werden —"ausreichend gegen Diebstahl
zu sichern.
Man könnte nun daran denken, eine Einhüllung des Oberteils des offenen Güterwagens
mittels Plane, Zelttücher o. dgl. herbeizuführen, ähnlich wie solche zum Schütze von offen verladenen Gütern gegen
Regen und Schnee vielfach verwendet werden. Wegen der hohen Beanspruchung, die diese
Stoffbahnen aushalten müßten, wenn sie als Abschlußwände der Stückgutladung dienen
sollten, wäre aber mit einem sehr raschen Verschleiß zu rechnen, ganz abgesehen davon,
daß derartige Stoffe zur Zeit überhaupt nicht oder wenigstens nicht zu annehmbaren Preisen
zur Verfügung stehen.
Der angestrebte Zweck wird erfindungsgemäß dadurch auf einfachste Weise erreicht,
daß als Abschluß des offenen Güterwagens käfigartig zusammengefügte, an den Kanten
versteifte Drahtnetze verwendet werden. Die Maschen der Netze können hierbei stets so
gewählt werden, daß sie einen Durchtritt der kleinstückigen Güter verhindern. Bei Nichtgebrauch
können die an den Güterwagen abnehmbar befestigten Drahtnetze zusammengerollt
und diebessicher aufbewahrt werden, wenn das überhaupt — im Gegensatz zu den
wertvolleren Bohlen und Brettern bzw. Latten — erforderlich erscheint.
In Fig. ι der beiliegenden Zeichnung ist schematisch gezeigt, wie verhältnismäßig gering
nur die Beladung des Güterwagens a bisher sein konnte, wenn es sich um stückiges
und im Verhältnis zum Gewicht voluminöses Gut handelte, weil der von diesem Gut gebildete Schüttikegel s eine bessere Ausnutzung
des Ladegewichts nicht zuläßt. Im Gegensatz hierzu veranschaulicht die Fläche s1 den
Querschnitt der jetzt erreichbaren Beladung,
wenn dabei Abschlußwände von der Höhew
zur Verwendung gelangen.
In den Fig. 2 bis 4 ist ein mit einer be,ispielsweisen
Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes versehener offener Güterwagen dargestellt. Hierbei sind die Fig. 2
und 3 Querschnitte nach A-B bzw. C-D der Fig. 4, und letztere eine Seitenansicht des
Güterwagens.
Die zur Verladung von Stückgut auf dem offenen Güterwagen α dienende Vorrichtung
besteht aus an den Kanten versteiften Drahtnetzwänden b, welche von außen- oder innenseitig
an den Bordwätiden d befestigten Schienen g getragen werden. In dem dargestellten
Beispiel sind die Netze b zwecks Kantenversteifung mit Drahtseilen f durchzogen, die
in Haken e der Schienen g eingelegt sind. Die Netze werden dadurch verspannt, daß an
den Bordwänden d befestigte Haken h die unteren Seile / niederhalten. Die Kantenversteifung
ist erforderlich, weil sich die Netze infolge der auf sie wirkenden Belastung durch
das Gewicht der Ladung an den Kanten ketterilinienartig aus- bzw. einwölben und dadurch
zum Verlust von Gut Anlaß geben würden.
Hierbei können die Stirn- und Seitenwände je für sich von einem Drahtnetz'gebildet werden,
oder aber ein einziges Drahtnetz zieht sich käfigartig um den ganzen Boden bzw. das an ihm atifgerichtete Gestell herum.
Claims (3)
- Patent-An Sprüche:ι. Vorrichtung zur Ausnutzung des Ladegewichts offener Güterwagen bei stückigem und in der Hauptsache bei im Verhältnis zum Gewicht sehr voluminösem Gut, wie Brennholz, Koks, Briketts, Kohle, Torf u. dgl., gekennzeichnet durch eine leicht abnehmbare, käfigartige Umschließung des Wagenbodens mittels an den Kanten versteifter Drahtnetze (b).
- 2. Vorrichtung nach Anspruch i, gekennzeichnet durch über dem Wagenboden aufgerichtete und mit Haken Qi) versehene Schienen (g), an denen die an den Kanten versteiften Drahtnetze (&) verspannt werden.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Drahtnetze (&) an den Ober- und Unterkanten von Drahtseilen (/) durchzogen sind..Hierzu ι Blatt Zeichnungen..CEQWCKT IN J)EB
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE330554T | 1919-08-12 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE330554C true DE330554C (de) | 1920-12-17 |
Family
ID=6191114
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1919330554D Expired DE330554C (de) | 1919-08-12 | 1919-08-12 | Vorrichtung zur Ausnutzung des Ladegewichts offener Gueterwagen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE330554C (de) |
-
1919
- 1919-08-12 DE DE1919330554D patent/DE330554C/de not_active Expired
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