DE33036C - Mittelst flüssiger Kohlensäure betriebene Rohrpost - Google Patents

Mittelst flüssiger Kohlensäure betriebene Rohrpost

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DE33036C
DE33036C DENDAT33036D DE33036DA DE33036C DE 33036 C DE33036 C DE 33036C DE NDAT33036 D DENDAT33036 D DE NDAT33036D DE 33036D A DE33036D A DE 33036DA DE 33036 C DE33036 C DE 33036C
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DE
Germany
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carbonic acid
pneumatic tube
carbon dioxide
liquid carbon
liquid
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DENDAT33036D
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A. wikart in Einsiedeln, Schweiz
Publication of DE33036C publication Critical patent/DE33036C/de
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65GTRANSPORT OR STORAGE DEVICES, e.g. CONVEYORS FOR LOADING OR TIPPING, SHOP CONVEYOR SYSTEMS OR PNEUMATIC TUBE CONVEYORS
    • B65G51/00Conveying articles through pipes or tubes by fluid flow or pressure; Conveying articles over a flat surface, e.g. the base of a trough, by jets located in the surface
    • B65G51/04Conveying the articles in carriers having a cross-section approximating that of the pipe or tube; Tube mail systems

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Fluid Mechanics (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Feeding, Discharge, Calcimining, Fusing, And Gas-Generation Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Einrichtung einer Rohrpost oder Depeschenbeförderung .auf pneumatischem Wege war bisher bedingt durch die Anwendung von Luftpumpe, Druckpumpe, Blasebalg, Ejector, Exhaustor oder Dampf. Das vorliegende Verfahren besteht darin, die die Depeschen, Briefe etc. enthaltende Kugel oder länglich cylinderförmige Kapsel mittelst des durch Reaction von ausströmendem Kohlensäuregas, aus flüssiger Kohlensäure . sich . frei entwickelnd, hervorgebrachten Druckes zu befördern.
Das Leitungsrohr,- die Kapseln und die übrigen '. Theile sind wie die bisher . bekannten eingerichtet; es findet bei der vorliegenden .Depeschenbeförderung jedoch die Beförderung der Kapsel selbst von dem ihr fest angehängten Apparate aus statt. Es können hierbei, im Gegensatz zu der bisherigen Beförderungsweise, mehrere derartige Depeschenkapseln der Reihenfolge nach in das Leitungsrohr eingesetzt und, sich selbst überlassen, weiter befördert werden.
An der Bestimmungsstation angekommen, ist die Aufnahmebüchse derartig eingerichtet, dafs der sie bedeckende Deckel gepolstert den Stofs der mit einiger Vehemenz aus der Leitung heraustretenden Kapsel und ihres Beförderers aufnimmt.
Die in den Behälter E eingelassene flüssige Kohlensäure kann übrigens nach einigen Versuchen (es hängt das Quantum derselben von der Länge der Leitung und Schwere der Kapsel ab) so normirt werden, dafs die Kapsel nicht allzusehr in die Aufnahmebüchse hineingeschnellt wird.
Auf beiliegender Zeichnung ist A die Depeschenkapsel; dieselbe kann kugel- oder cylinderförmig eingerichtet sein. . An -ihrem der Aufgabestation zugekehrten Ende ist - dieselbe durch ein sogenanntes Kugel- oder Universalscharnier. B mit dem Beförderer C verbunden. Letzterer besteht im wesentlichen aus einer hohlen Halbkugel-D, welche bei D1 mit dem Ansatz. D2. scharnierförmig verbunden ist.
Der ,durch diese . beiden Theile gebildete hohle Raum ist so beschaffen, dafs er eine ziemlich an die innere Wandung des Hohlkörpers sich anschliefsende Kugel E umfafst, d. h. nicht herausfallen lä'fst, wenn der aus den beiden Theilen D und D2 gebildete Hohlkörper mit ihr in eine Röhre eingesetzt wird. Der am hinteren Ende des Hohlkörpers angebrachte Knopf D* bildet einen Theil des Kugelgelenkes B.
Die Hohlkugel E ist in ungefähr einem Drittel der Höhe ihres hohlen Raumes mit einer Querwand E3 versehen, wodurch der Hohlraum in zwei Hohlräume E1 und E2 getheilt wird. Der untere kleinere Theil wird durch eine mit einer Schraube F verschliefsbare Oeffnung mit Quecksilber gefüllt, wodurch der Kugel das Bestreben mitgetheilt wird, sich stets in einer normalen Lage zur Quecksilberfüllung zu erhalten.
An ihrem der Aufgabestation zugewendeten Ende ist dieselbe mit einem umgekehrt U-förmigen Rohransatz versehen. Derselbe ist in eine Oeffnung G eingeschraubt und so eingesetzt, dafs er normal zur Quecksilberfüllung und in der Längsachse des Leitungsrohres steht.
An irgend einer Stelle dieses umgekehrten U-Rohres, z. B. bei H, ist ein Hahn eingesetzt, welcher, nachdem der Hohlraum E1 mit flüssiger
Kohlensäure nahezu gefüllt worden ist, verschlossen und erst bei der Beförderung, der Rohrpost geöffnet wird.
Wird nun der hier vorbeschriebene Apparat (es ist selbstverständlich, dafs die hier beschriebenen und kugelförmig dargestellten beiden Theile A und C ebenso gut cylinderförrnig eingerichtet sein können) in das Leitungsrohr zur Beförderung an irgend einer Station eingesetzt, und öffnet man, nachdem er ganz im Rohr sitzt, den Hahn H, so wird die in den gasförmigen Zustand übergehende flüssige Kohlensäure durch Reaction den Beförderer und mit ihm die Depeschenkapsel nach hinten schleudern, d. h. der Empfangsstation zutreiben und dabei die vor ihm befindliche Luft die an den Seiten befindlichen Aussparungen zurückpassiren lassen (s. Fig. 5).
Die beiden Behälter mögen nun bei ihrem Durchgang durch das Leitungsrohr aufwärts oder abwärts gehen oder Knie passiren, der Köhlensäurebehälter wird stets so zu stehen kommen, dafs weder die flüssige Kohlensäure durch das U-Rohr ausfliefsen kann, noch die Wirkung der Reaction einen Augenblick beeinträchtigt wird.
Die in den Fig. 4 und 5 dargestellte Variante beruht genau auf demselben hier vorbeschriebenen Princip, nur ist die innere Einrichtung des hier cylinderförmig dargestellten Beförderers (welcher indessen ebenso gut in der hier vorbeschriebenen kugelförmigen Gestalt eingerichtet werden kann) eine andere. Der cylinderförmige Behälter C wird durch irgend eine verschliefsbare Oeffnung J mit flüssiger Kohlensäure gefüllt.
An irgend einer Stelle der der Aufgabestation zugewendeten Seite des Cylinders ist eine Oeffnung K angebracht, in welche ein kleiner Rohransatz eingeschraubt ist. Auf diesen Rohransatz wird ein leicht beweglicher Gummischlauch M gezogen, welcher an seinem anderen Ende in eine Gummihohlkugel M1 endigt. Diese ist an ihrem oberen, dem Schlauch gegenüberstehenden Ende mit einem kleinen, mit der OefFnung K correspondirenden Loch versehen. Diese Hohlkugel, welche einerseits an ihrem unteren Theil etwas beschwert werden kann, andererseits durch das Schlauchgewicht schon beschwert ist, wird auf der eingetriebenen flüssigen Kohlensäure stets schwimmen, gleichviel welche Lage der Cylinder bezw. der Beförderer einnehmen wird, und mit ihrer Oeffnung frei in den Hohlraum reichen.
Beim Oeffnen des am äufseren Theil des Rohransatzes L angebrachten Hahnes wird die flüssige Kohlensäure, sich verflüchtigend, den durch die in der Gummi- oder anderen Hohlkugel M1 befindliche Oeffnung tretenden Schlauch als Kohlensäuregas passiren, durch L austreten und den Kohlensäurebehälter mit der mit ihm durch ein Universalscharnier verbundenen Depeschenkapsel der Empfangsstation durch, die stattfindende Reaction zutreiben.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Eine Rohrpost, bei welcher die Beförderung durch den Reactionsdruck ausströmender Kohlensäure bewirkt wird, bestehend aus einem Behälter C zur Aufnahme der flüssigen Kohlensäure, welcher von dem im Raum E1 eingelassenen Quecksilber stets in normaler Lage erhalten wird, in Verbindung mit dem U-förmigen Rohre U, dem Hahn H und der den Raum C umgebenden Hülle D, die mittelst eines Universalscharnieres an der Depeschenkapsel A befestigt ist oder nicht.
  2. 2. An der unter 1. genannten Rohrpost die Anordnung eines mit dem Ausströmungsrohr L verbundenen Schwimmers M1, durch welchen ■ die im Behälter C befindliche flüssige Kohlensäure verhindert wird, in flüssigem Zustande durch das Rohr L auszutreten.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT33036D Mittelst flüssiger Kohlensäure betriebene Rohrpost Expired - Lifetime DE33036C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3634861A (en) * 1969-02-04 1972-01-11 Olof Henrik Hallstrom Cargo-conveying cartridge for pneumatic cylindrical tube conveying system

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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