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Elektrisches Heizgerät. Die Erfindung betrifft ein elektrisches Heizgerät
und bezweckt, den Heizkörper mittels einer Druckvorrichtung auf die Auflagefläche
gleichmäßig aufzudrücken. Hierdurch wird der Vorteil erreicht, daß eine vollkommen
gleichmäßige Wärmeübertragung über die ganze Fläche des Heizkörpers und der Unterlage
erzielt wird. Es ergibt sich so eine sehr wirksame Beheizung des ganzen Gerätes.
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Die Druckvorrichtung kann in . bekannter Weise in der Weise ausgebildet
sein, daß eine durch die Wandung des Heizgerätes eingeführte Schraube, ein Keil
o, dgl. zur Ausübung des Druckes benutzt wird. Dieses Organ wird gemäß der Erfindung
in einer solchen Neigung zum Heizkörper angeordnet und' wirkt mit einer innerhalb
des Gerätes z. B. an der Spitze eines Bügeleisens angebrachten Schrägfläche, an
-welche sich der Heizkörper anlegt, in solcher Weise zusammen, daß sich ein gleichmäßiger
Auflagedruck über den ganzen Heizkörper ergibt.
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Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung an Hand
eines elektrischen Plätteisens. Es bezeichnet i den Körper des Bügeleisens, in dessen
Hohlraum der Heizkörper 3 eingeschoben wird. Auf den Heizkörper wird eine Druckplatte
4 auf-. gesetzt, welche mittels der Schraube 5 auf den Heizkörper gepreßt wird.
Die Schraube 5 ist durch den Körper des Bügeleisens vorzugsweise unter dem Winkel
von 45' eingeführt und stößt auf eine ebenfalls unter dem Winkel von 45° geneigte
Auflagefläche 6, die an der Druckplatte 4" angebracht ist. Die Druckplatte 4 und
gegebenenfalls auch der Heizkörper 3 sind an ihren vorderen Enden 'mit einer Schrägfläche
7 versehen, welche sich gegen eine entsprechende Schrägfläche an der Innenseite.
des Bügeleisens i legt. Die Neigung dieser Schrägfläche wird zweckmäßig zu 30° gewählt.
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Die Wirkung einer solchen Druckvorrichtung äußert sich in der Weise,
daß die von der Schraube 5 aasgeübte Kraft vermittels der Auflagefläche 6 derart
zerlegt wird, .daß am Angriffspunkt der Schraube 5 und an der Stelle der Schrägfläche
7 je die Hälfte der aufgewendeten Druckkraft der Schraube zur Wirkung kommt. Es
ergibt sich so eine vollständig gleichmäßige Kraftverteilung über die ganze Fläche
der Platte 4 und demgemäß ein allseitig gutes Anpressen der Platte und des Heizkörpers
aneinander und auf die Auflagefläche des Bügeleisens.
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Durch entsprechende Einstellung der Schraube kann dieser Druck nach
Belieben geregelt werden.
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Es läßt sich natürlich auch denken, daß bei anderer Wahl der @ Winkel
für die Schraube .und die Schrägfläche eine gleichmäßige Druckverteilung erreicht
wird.
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Die Auflageplatte wird zweckmäßig aus Gußeisen hergestellt und der
Heizkörper erhält eine längliche plattenförmige Gestalt.
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Gemäß der Erfindung ergibt sich außer der Erzielung eines gleichmäßigen
Druckes noch der weitere Vorteil, daß der Angriffspunkt
der Druckschraube
beliebig gewählt werden kann, während bei den sonst üblichen senkrechten Druckschrauben
der Druck nur dann gleichmäßig wird, wenn die Schraube in der Mitte der Druckplatte
angreift.
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Andererseits wird. gegenüber den bekannten Anordnungen mit mehreren
Druckschrauben eine wesentliche Vereinfachung der ganzen Bauart erzielt insofern,
als nur eine einzige Druckschraube erforderlich ist. Auch üben irgendwelche Fehler
in der Fabrikation bezüglich der Anordnung der Schraube keinerlei ungünstige Rückwirkung
auf die Druckverteilung aus, weil die Schrägfläche an der Spitze der Druckplatte
und des Bügeleisens ein Schaukeln - der Druckplatte unmöglich macht.
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Günstig ist es, eine Schicht aus einem den Unebenheiten sich anschmiegenden
Material zwischen der Druckplatte und dem Heizkörper bzw. zwischen dem Heizkörper
und der Auflagefläche des Bügeleisens vorzusehen. Zweckmäßig wird für diese Schicht
ein Material gewählt, das gleichzeitig gut wärmeleitend ist, ohne bei den vorkommenden
Temperaturen zu schmelzen. Hierfür kann beispielsweise Zink- oder Aluminiumfolie
gewählt werden.
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Die Erfindung ist natürlich nicht auf Bügeleisen beschränkt, sondern
kann entsprechenderweise auch bei allen anderen Arten von elektrischen Heizgeräten,
z. B. bei Kochtöpfen, Heizpfatten, Öfen usw., mit, Vorteil Verwendung finden.