DE326508C - Verfahren zur Verhuetung oder raschen Beseitigung von Rundfeuer und UEberschlaegen bei elektrischen Maschinen mit Stromwender - Google Patents

Verfahren zur Verhuetung oder raschen Beseitigung von Rundfeuer und UEberschlaegen bei elektrischen Maschinen mit Stromwender

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DE326508C
DE326508C DE1914326508D DE326508DD DE326508C DE 326508 C DE326508 C DE 326508C DE 1914326508 D DE1914326508 D DE 1914326508D DE 326508D D DE326508D D DE 326508DD DE 326508 C DE326508 C DE 326508C
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electrodes
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IVER SKJOEDE
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    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02KDYNAMO-ELECTRIC MACHINES
    • H02K13/00Structural associations of current collectors with motors or generators, e.g. brush mounting plates or connections to windings; Disposition of current collectors in motors or generators; Arrangements for improving commutation
    • H02K13/14Circuit arrangements for improvement of commutation, e.g. by use of unidirectionally conductive elements

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)

Description

  • Verfahren zur Verhütung oder raschen Beseitigung von Rundfeuer und Überschlägen bei elektrischen Maschinen mit Stromwender. Bei Gleichstrommaschinen, insonderheit solchen, die mit hoher Spannung arbeiten, besteht die Gefahr, daß bei Kurzschlüssen Überschläge auftreten, welche unter Umständen bedeutende Beschädigungen herbeiführen können. Es ist nun- bekannt, durch entsprechende Bemessung der Maschine, wie -B. niedrige Segmentspannung und durch Verwendung isolierender Schilde, Scheiben u. dgl., diese Gefahr zu verhindern, immerhin, jedoch nur innerhalb gewisser Grenzen und: Spannungen. Die Erfindung bezweckt statt oder neben den bisher bekannten Mitteln die Rundfeuergefahr dadurch zu vermeiden bzw. unschädlich zu machen, daß bei auftretendem Rundfeuer, oder bei Überschlägen, oder bei gefährlichen Überlastungen _ in den Hauptstromkreis der Maschine entweder mit Hilfe eines Automaten oder durch den sich an der Maschine bildenden Lichtbogen ein Stromweg geschaffen wird, der eine wesentliche Herabsetzung der Maschinenspannung, z. 13. durch Einschalten einer Gegenerregerwicklung, herbeiführt. Dabei ist es gleichgültig, ob die Maschine vorher eine Compoundwicklung oder Gegencompoundwicklung oder eine die gleiche Wirkung ergebende Vorrichtung, z. B. durch Bürstenverschiebung, besaß oder nicht. Gegenüber der bisher bekannten Herabsetzung der Spannung durch selbsttätige Schwächung des Stromes der Nebenschlußwicklung besitzt diese Vorrichtung den großen Vorteil, daß. die Schwächung viel schneller und in Abhängigkeit von dem- auftretenden Strom bzw. der vorhandenen Spannung stattfindet.
  • Während man sich bisher bemühte, das Auftreten von Lichtbogen durchs Einbau isolierender Konstruktionsteile wie z. B. Isolierscheiben usw. zu verhindern, beabsichtigt die Erfindung dem etwa auftretenden Lichtbogen einen für die Maschine unschädlichen oder erwünschten Weg zu geben, derart, .daß wichtige- oder wertvolle Teile nicht von dein Lichtbogen getroffen werden, daß dagegen der. Strom den gewünschten Weg über geeignete Elektroden nimmt; wobei er außerdem über geeignete Wicklungen oder Widerstände geleitet werden kann, um eine Schwächung des Magnetfeldes herbeizuführen bzw. das Abreißen des Lichtbogens zu erleichtern. Den Schutz wichtiger Teile gegen Verbrennung erzielt man am besten dadurch, daß man Metallteile hinzuschaltet öder hinzufügt, die dem Strom bzw. dem Lichtbogen einen besseren Weg bieten als es ohne sie der Fall wäre. Derartige Metallteile werden. -dann zweckmäßig so hergestellt, daß sie leicht auswechselbar sind. Sie können dabei sowohl an dem Bürstenhalter, an dem Bürstenbolzen, an dem Maschinengestell, oder auch von diesen -Teilen isoliert, oder mit einer Gegenerregerwicklung verbunden, angeordnet werden. Zweckmäßig wird man diesen Metallteilen, die mit Funkenentziehern bei Schaltern oder den Hörnern bei Blitzableitern vergleichbar sind, eine solche Form geben, daß sie ein leichtes Erlöschen des Lichtbogens herbei- ,führen. Dabei kann jedoch ihre Form selbst wesentlich von der bei Schaltern üblichen Hörnerform abweichen, um den gewünschten Schutz der gefährdeten Teile der Maschine zu erzielen.
  • Neben diesen Metallteilen, die dem Strom bzw. Lichtbogen den gewünschten Weg' weisen sollen, kann es von Vorteil sein, die bekannten Schutzmittel=gegen Überschläge, wie z. B. Schutzschilde, anzuwenden, um dem Lichtbogen den Weg von Bürste zu Bürste oder von Bürste zu Gestell zu erschweren. Auch eine Isolierung des Maschinengestelles oder einzelner Teile desselben, wie z. B. Lager oder Bürstenträger., können die Wirkung der beschriebenen -Vorrichtung wesentlich unterstützen.
  • Die Einwirkung des Stromes auf das Magnetfeld kann sowohl direkt mit Hilfe einer Wicklung auf den Wende-, Haupt- oder Hilfspolen oder dem Joch erzielt werden, als auch indirekt mit Hilfe dieser Wicklungen über einen Transformator (Fig. 7) oder eine Erregermaschine (Fig. 8) herbeigeführt werden. Die Wirkung der einen Teil dieser Erfindung bildenden Funkenstrecke ist nur teilweise zu vergleichen mit der Funkenstrecke eines Blitzableiters. Der Hauptunterschied besteht darin, daß in dem vorliegenden Fall nicht eine Überspannung an, den Maschinenklemmen, sondern ein an dem Kommutator bzw. an-den Bürsten sich- bildender Lichtbogen den Überschlag- einleitet. Es wird also hier mit wesentlich. größeren Luftstrecken, als man sie bei Überspannungsschutz unter Voraussetzung gleicher Spannungen anzuwenden pflegt, gearbeitet werden.
  • Unter »künstlicher Weg« ist hier ein solcher zu verstehen, der über eine Hilfswicklung oder Widerstände irgendwelcher Art oder auch nur über besondere Elektroden, die z. B. zum Schutze von Maschinenteilen dienen können, geführt wird.
  • Die beschriebenen Vorrichtungen gelten für Stromerzeuger und Umformer jeder Art, z. B. für Motorgeneratoren, Kaskadenumformer und Einankerumformer. Bei den beiden letzteren würde dann die Herabsetzung der Spannung in bekannter Weise durch eine im Drehstromkreis vorhandene Selbstinduktion mit Hilfe der Magneterregung erzielt werden.
  • Fig. i zeigt die Schaltung einer Compoundmaschine. Darin bezeichnet a den Kollektor, b und b. die Bürsten, c die Compoundwicklung, e die Nebenschlußerregerwicklung und w die Anschlüsse an- das Netz. Zu dieser bekannten Schaltung sind Elektroden d hinzugefügt, zwischen welchen bei auftretenden Überschlägen an dem Kollektor sich -in der Hauptsache der Lichtbogen bilden wird: Die Compoundwicklung c schaltet sich dabei ab und es tritt eine Verminderung der Maschinenspannung ein. . Außerdem kann die Herabsetzung der Spannung dadurch beschleunigt werden, daß. die Maschine einen besonders starken Spannungsabfall z. B. durch Bürstenverschiebung erhält. Die Elektroden d, die hier nur schematisch angedeutet sind, können mannigfache Formen erhalten, um empfindliche Teile der Maschine, z. B. Bürsten, Kollektorfahnen und den Kollektor selbst, gegen Verbrennung zu schützen.
  • Fig. 2 gleicht in bezug auf Kollektor a, Bürsten b und b1, Compoundwicklung c; Erregerwicklung e und Elektroden d der Fig.i. Neu ist hierbei eine Hilfswicklung f, die im Falle des Auftretens eines Lichtbogens zwischen den Elektroden d der Compoundwicklung c und der Erregerwicklung e entgegen-`virkt. g sind Widerstände, durch die ein unerwünscht hohes Ansteigen der Stromstar-. ken in den betr. Hilfsstromkreisen vermieden wird. h ist ein selbsttätiger Schalter, der beim Auftreten eines Lichtbogens zwischen den Elektroden d in Tätigkeit tritt und parallel zu dem über d fließenden, Hilfsstromkreis einen zweiten Hilfsstromkreis parallel schaltet. _ Statt durch den Hilfsstromkreis könnte der Schalter h auch durch dun Arbeitsstrom der Maschine direkt oder indirekt betätigt werden, wie in Fig.3 angedeutet ist. Die hier schematisch dargestellte Maschine besitzt keine Compound-Wicklung, aber eine Gegenerregerwicklung f, die sowohl durch die Elektroden d als auch durch die Schalter ii eingeschaltet werden kann.
  • Fig. d. zeigt die Schaltung eines Einankerumförmers, wobei l seine Schleifringe, k eine dreiphasige Drosselspule und i die Sekundärwicklung des den Umformer speisenden Transformators ist. Die Wirkung des Elektroden d ist die gleiche wie bei Fig. i- bis 3, jedoch ist hier eine Blasspule z vorgesehen, die ein schnelles Erlöschen des Lichtbogens herbeiführen soll. Neu ist hier außerdem ein Schalter m, .der beim Fließen eines Stromes in dem Hilfskreis über d eine während des normalen Betriebes kurzgeschlossene Gegenerregerwicklung f öffnet.
  • Fig.5 zeigt schematisch eine fäumliche Anordnung der Elektroden d. Diese sind dabei teils an der einen Bürste b, teils an dem Lager n angebracht, welches mit einer Erdplatte o und den Bürsten der anderen Polarität b1 verbunden ist.
  • Fig. 6 zeigt eine ähnliche Anordnung wie Fig. 5. Hierbei sind die Elektroden d und dl an den Bürsten beider Polarität b und b, angebracht. Das Lager n bekommt keine besonderen Elektroden. Ein etwaiger Lichtbogen würde sich zwischen den beiden Elektroden d und d, oder zwischen der oberen Elektrode d' und dem Läger n bilden. Die -unteren Bürsten b,. nebst der unteren Elektrode dl sind an eine Erdplatte -o angeschlossen. Das Lager n selbst ist durch eine Isolierung p von der Erde getrennt und nur über eine Gegenerregung erzeugende Wicklung f an die Erdplatte o angeschlossen.
  • In Fig. 7 bezeichnet wiederum a den Kollektor, b und b, die Bürsten, n das Lager und p dessen Isolierung: g sind bekannte Schutzwände aus Isoliermaterial,` um ein Überschlagen von Bürste zu Bürste zu erschweren. r ist die Primärwicklung eines Hilfstransformators, welcher über die Sekundärwicklung s die Gegenerregerwicklung f speist, sobald ein Überschlag zwischen der oberen Bürste b und dem Lager n stattfindet. Die Wirkung ist dabei die gleiche wie in Fig. 6, nur wird in dem einen -Fall die Gegenerregerwicklung f direkt, , in dem anderen Fall indirekt über einen Hilfstransformator mit den Wicklungen r und s gespeist. Fig. 8 besitzt eine besondere Erregermaschine t, die durch die Erregerwicklung u beim Auftreten eines Stromes zwischen den Elektroden d erregt wird und nun ihrerseits eine -Gegenerregung auf die Hauptmaschine ausübt, indem sie die Gegenerregerwicklung v speist. .

Claims (5)

  1. PATENT-ANsPRÜcHE: z. Verfahren zur Verhütung oder raschen Beseitigung von Rundfeuer und Überschlägen bei Maschinen mit Stromwender, gemäß welchem dem etwa auftretenden Überstrom über gut leitende Elektroden, die er unter Lichtbogenbildung überbrückt, ein Nebenweg geboten wird, --dadurch gekennzeichnet, daß letzterer zweckmäßig über die Maschinenspannung oder die Funkenbildung vermindernde Haupt- oder Hilfserregerwicklungen sowie unter Umständen noch über Ohmsche oder . induktive Widerstände führt.
  2. 2. Elektroden für das Verfahren nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß sie so geformt und angeordnet sind, daß sie wichtige Maschinenteile vor Verbrennung durch Rundfeuer schützen- öder das Erlöschen des Lichtbogens begünstigen.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß die Einschaltung des Nebenweges außer durch den Lichtbogen der Elektroden noch durch einen selbsttätigen Sehalter erfolgt. q..
  4. Verfahren nach Anspruch.z, dadurch gekennzeichnet, daß die auf Verminderung der Spannung oder Funkenbildung hinwirkende Erregerwicklung vom Überstrom mittelbar, nämlich mit Hilfe eines Transformators oder einer Erregermaschine, beeinflußt wird.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß der zwischen den Elektroden auftretende Überstrom durch ein Relais o. dgl. eine Gegencompoundwicklung einschaltet, die das durch eine einfache Wicklung oder durch eine solche und eine Compoundwicklung erzeugte Hauptfeld schwächt.
DE1914326508D 1914-03-01 1914-03-01 Verfahren zur Verhuetung oder raschen Beseitigung von Rundfeuer und UEberschlaegen bei elektrischen Maschinen mit Stromwender Expired DE326508C (de)

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DE (1) DE326508C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE744625C (de) * 1940-05-31 1944-01-21 Siemens Ag Kommutierungseinrichtung
DE1147675B (de) * 1958-12-19 1963-04-25 Bbc Brown Boveri & Cie Schaltung an einer Gleichstrommaschine zur Einleitung der Entregung und Abschaltung derselben bei Auftreten eines Rundfeuers

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE744625C (de) * 1940-05-31 1944-01-21 Siemens Ag Kommutierungseinrichtung
DE1147675B (de) * 1958-12-19 1963-04-25 Bbc Brown Boveri & Cie Schaltung an einer Gleichstrommaschine zur Einleitung der Entregung und Abschaltung derselben bei Auftreten eines Rundfeuers

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