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Vorrichtung zur Reinigung von Gasen.
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Zusatz zum Patent 267784.
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Die Reinigung von Luft oder Gasen von niitgerissenen Staubteilchen
findet bisher unter anderem-auch dadurch statt, daß die zu reinigenden Gase, in
einen dünnen Schleier zerlegt, senkrecht gegen cinen Wasserspiegel prallen oder
dadurch, daß die Gase ohne weitere Zerlegung an wasserbenetzten Flächen entlang
gefülirt oder gegen, sie geleitet werden.
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Im ersten Falle wird der Wasserspiegel bcim Anprall der Gasc gegen
diesen zerstört und es treten Wirbelungen auf, so daß die Reinigung nur schr unvollständig
stattfinden kann.
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Läßt man die Gase ohne weiteres gegen benetzte Flächen strömen oder
an diesen vorbeistreidien, so werden selbstverständlich nur diejenigen Staubteilchen
ausgeschicden werden können, welche sich an der Berührungsstelle des Gases Init
der wasserbenetzten Fläche befinden. Der weitaus größte Teil der Gase kommt aber
mit diser Fläche nicht in Berührung, und daraus folgt ohne weiteres, daß auch dieses
System zur. Reinigung von Gasen oder Luft nuir schr mangelhaft arbeiten kann.
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Zwecks Erzielung ciner vollkommenen Reinigung ist der gewiesene Weg
der. sämtliche Gasteilchen und somit auch sämtiliche Staubtcilchen mit einer wasserbenezten
unzerstörbaren Fläche in Berührung zu bringen.
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Je intensiver diese Berübrung, um so größer ist die Aussicht, daß
alle Staubteilchen von der wasserbenetzen Fläche festgehalten werden. Die innigste
Berührung erzielt mandurch Stoß der Gase gegen cine solche Fläche, und zwar müssen
vor dem Stoße die zu reiuigenden Gase in Schleier, Bänder oder dünne Strahlen zerlegt
werden, damit daß alle Gasteilchen glcichmäßig zum Stoß gelangen, welcher Stoß zweckmäßig
schiefwinklig stattfindet, damit dei zum Stoß gebrachten Gasteilchen seitlich ausweichen
können, ohne die nachströmenden in i ihrer Bewegung zu stören.
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Die im folgenden näher beschriebene Erfindung erfüllt diese Bedingungen
vollkommien und bedeuted daher cinen großen Fortschritt auf dem Gebiete der Entstaubung
von Gas oder Luft.
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Die Wirkung des in der Patentschrift 267784 bechriebene Dampfreinger
beruht darauf, daß sämtliche dampfteilechn mit vollster Energie zum Stoß gebracht
werden (Zeile 34 bis 35, Seite r) und daß auf der dazu benutzten Stoßplatte eine
fließende Wasserschicht sich bildet gegen welche auch die testen Beimengungen des
Dampfes durch Stoß getrieben werden und mit ihr nach unten abfließen (Zeilc 11 bis
13, Blatt 2, der Patentschrift 267784).
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Diese flicßende Wasserschicht wird bei der Reinigung von Dampf durch
das vom Dampfe mitgerisene Wasser gebildet, welches gegen die Platte geschleudert
wird.
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Um den in obiger Patentschrift beaschircbenen
Reiniger
auch zur Reinigung von trockenen Gasen, Luft usw. von Staub- und sonstigen festen
Teilchen verwendbar zu machen, wird die Stoßwirkung beibchalten und die fließende
Wasserschicht, welche bei Dampf selbsttätig sich bildet, im Reiniger besonders hergestellt.
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Eine Wassersäule wird in cin Band, cinen dünnen Schleier oder in
feine Tropfen zerlegt, welche auf dic Prallplatte fließen und au ihr hinunterriesseln.
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In der beiliegenden Zeichung sind in Fig. 1 und 2 zwei beispielswiese
Ausführungsformen eines derartigen Luftreiigers dargestcllt.
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In einem kreisförmig oder ähnlich gestaltoten Behälter befindet sich
die aus einer kreisförmigen bzw. ciner der Behälterform entsprechenden Düse bestehend
Luftverteilungseinrichutng b. in welche durch Rohr c die ungereinigte Luft bzw.
das ungereinigte trockene Gas einströmt. Die in einen Schleier zerlegte Luft oder
Gas strömt durch Düse c1 aus.
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Unter diesem Verteilungsapparat ist die cine Prallplatte d angebracht,
gegen welche die aus der Düse c1 ausströmende Luft schiefwinklig stößt.
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Die lichte Weite des Behälters a ist ein Vielfaches von derjenigen
des Lufrtzuführuagskanals c. Der innere Teil des Luftverteilungskörpers, biem vorliegenden
Ausführungsbeispield der konisch gebildete Kopf c. ist hohl und mit einem Wasserzuführungsrohr
f verbunden. Tu diesen Kopf strömt tlurch Rohr f Wasser ciii: an der unteren Seite
liat Kopf e einen rignförmigen eugen Spalt g, durch welchen das Wasser als runder
Schleier von geringer Stiirkc auf die Prallplatte d fließt. Anstatt des Spaltes
kann der untere Teil auch mit einer Anzahl feincr Öffnungen zum Ausfließen des Wassers
versehen sein.
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Der aus Düse c1 austretende Luftschlcier stößt schicfwinkog gegen
die flicßdende Wasserschicht auf der Prallfläche d. Durch den Stoßwerden die von
der Luft eingeführtten Staubteilchen in das Wasser geschlcudert und von letzterem
sofort abgeführt. Die Luft kehrt nach dem Stoß die Bewegungsrichtung um und strömt
in der Richtug des Pfeils h von der Platte d ab und durch das Rohr i nach der Verwendungsstelle.
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Das Schmutzwasser fließt nach dem unteren Teil k des Behälters a.
die schweren Staubteilchen und Unreinigkeiten siken als feier Schlamm nach unten
und können durch verschließbare Öffntungen l entfernt werden.
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Das im oberen Teil von k befindliche rcine Wasser flicßt durch Rohr
m in den Behälter, aus welchem es durch eine Pumpe in den oberhalb des Reinigers
angebrachten zweiten Bchälter o gepumpt werden kann.
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Aus diesem fließt es dem Kopfe e zu. Das Wasser beschreibt somit
cinen Kreisaluf; der Wasserverlust ist hierbei ein geringer.
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Bei der in Fig. 2 dargestellten zweiten Ausführungsform des Luftreiigers
ist der Bebälter a von rechltckiger Form. Der Luftverteiler c ist l>eiiu Lufteintritt
viereckig und läuft in einen Schlitz c1 aus.
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Diesem Schlitz gegenüber befindet sich cine Prallplatte d, auf welche
aus dem Wasserkasten o Wasser durch den Spalt rideselt.
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Die Wirkung ist die gleiche, wie oben für die Ausführungsform in
Fig. 1 beschrichen wurde.
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Der Zweck der Erfindung ist das Festhalten und Abführen der trockener
Staubteilchen.
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Wendet man anstatt Wasser eie Flüssigkeit an, die mehr oder weniger
» kelbrig « ist, beispielsweise cine Mischung von Wasser und Glyzerin. so wird die
Wirkung erhöht, so daß auch die sogenannten Sonnenstäubechen, aus welchen der in
der Luft shcwebende Staub großenteils besteht, mit Sicherheit ausgeschieden werden.