DE3233438C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur pulsationsfreien För
derung eines flüssigen Mediums von einem Vorratsbehälter zu
einem Verbraucher mittels mindestens zwei durch unmittelbar auf
die Verdränger der Pumpen wirkende Druckflüssigkeit angetriebene
Balgpumpen mit einander überdeckenden Bereichen gleicher För
derströme, deren Druckseiten über ein Umschaltorgan abwechselnd
mit dem Verbraucher oder dem Vorratsbehälter verbindbar sind,
wobei in die Rückführleitung zum Vorratsbehälter ein Drossel
organ eingeschaltet ist, dessen Widerstand an den Widerstand
des Verbrauchers anpaßbar ist.
Eine derartige Vorrichtung ist bei einer Straßenmarkiermaschine
mit Verdrängerpumpen zur Förderung des Markiermaterials bekannt
(DE-OS 30 07 116). Dabei werden die Verdrängerpumpen, deren Stahl
bälge ja für Pumpzwecke flexibel sein müssen, mechanisch angetrie
ben, also nur auf einer Seite vom Flüssigkeitsdruck belastet. Diese
Pumpen sind nur für Drücke bis maximal etwa 50 bar einsetz
bar, da mit zunehmender nur auf einer Kolbenseite erfolgender Druck
belastung die Lastspielhäufigkeit und damit die Lebensdauer der
Balgen abnimmt, abgesehen davon, daß die bei hohen Drücken durch
die dabei auftretenden hohen Kräfte erforderliche kräftige Aus
führung der mechanischen Antriebselemente wirtschaftlich nicht
mehr vertretbar ist.
Durch die vorliegende Erfindung soll deshalb vor allem die Aufgabe
gelöst werden, bei einer Vorrichtung der eingangs genannten
Art, eine praktische Lösung für einen Antrieb der Verdränger der
Balgpumpen durch auf die Verdränger wirkende Druckflüssigkeit
zu schaffen, um die Anordnung auch für höhere Drücke der zu för
dernden Flüssigkeit etwa bis zu 300 bar und mehr, wie sie bei
spielsweise in der Hochdruck-Spritztechnik üblich sind, einsetz
bar zu machen.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, den
Druck- oder Förderhub mittels einer Druckflüssigkeit zu be
wirken, wobei zur Zuführung der Druckflüssigkeit zu den Verdrän
gern der Balgpumpen auf der Seite der Verdränger, die nicht dem
Fördermedium beaufschlagt ist, zwischen den als Kurvenscheiben mit
Förderhubnocken ausgebildeten Antrieb für die Verdränger und die
Verdränger Servoventile angeordnet sind, mit denen die aus dem
Hilfskreislauf entnommene Druckflüssigkeit so geregelt wird, daß
die Hubgeschwindigkeit der Verdränger der Hubgeschwindigkeit der
Schieber der Servoventile entspricht und daß der Rück- oder Saughub
durch mechanische Kraftübertragung erfolgt, wobei die Rückhubkraft
von auf den Kurvenscheiben angeordneten Rückhubnocken für die Kur
venrolle der Schieber der Servoventile auf die Schieber und von dort
auf die mit den Verdrängern verbundenen Ventilgehäuse der Servo
ventile übertragen wird.
Verallgemeinert wirkt der mechanische Antrieb also auf einen
Regler, mit dem eine Hilfsenergie geregelt wird, die eine Hub
bewegung des Pumpenverdrängers bewirkt. Die Stellung des Verdrän
gers wird auf den Regler zurückgeführt und die Hilfsenergie und
damit die Stellung des Verdrängers solange geregelt, bis die Soll-
Ist-Differenz am Regler Null ist und der Verdränger die der
Stellung des Antriebes entsprechende Stellung einnimmt.
Besteht der Verbraucher beispielsweise aus einer Spritzpistole,
die nach dem Innenmischsystem arbeitet, bei der also das von dem
Pumpensystem geförderte Spritzgut mit Hilfe von Druckluft zer
stäubt wird, so muß die Drossel in der Rücklaufleitung eben
falls aus einem Spritzsystem gebildet werden, das in bezug auf
die Erzeugung des Gegendruckes die gleichen Eigenschaften auf
weist, wie die Verbraucher-Spritzpistole. Da bei Spritzpistolen,
die nach dem Innenmischsystem arbeiten, der Gegendruck in der
Zufuhrleitung abhängt, ist auch von dem Druck der in die Misch
kammer der Spritzpistole eingespeisten Druckluft und weil der
Druck der Druckluft in Abhängigkeit von der Viskosität und vom
Spritzbild vom Bedienungspersonal häufig geändert wird, muß es
sich auch bei dem in der Rücklaufleitung verwendetem Spritzsystem
um ein solches mit Innenmischung handeln und die zur Zerstäubung
verwendete Druckluft sollte mit der Druckluft der Verbraucher-
Spritzpistole gekoppelt sein, so daß stets bei beiden Spritzsyste
men die Druckluft gleichen Druck aufweist. Wird ferner die Düsen
größe in der Verbraucher-Spritzpistole geändert, so muß auch
die Düsengröße in dem in der Rücklaufleitung eingesetzten
Spritzsysteme im gleichen Sinne geändert werden. Nur durch diese
Maßnahme läßt sich erreichen, daß sowohl in der Verbraucher
leitung als auch in der Rücklaufleitung zum Vorratsbehälter
stets die gleichen Druckverhältnisse herrschen.
Abgesehen davon, daß die Verspritzung von Spritzgut über die
Rücklaufleitung in den Vorratsbehälter zurück aus vielerlei
Gründen - beispielsweise wegen der Austrocknung des Spritzgutes -
zu beanstanden, tritt noch folgender negative Effekt auf:
Da der Durchlaßquerschnitt des in der Rücklaufleitung als Drossel
eingesetzten Spritzsystems gleich dem Durchlaßquerschnitt der
Verbraucher-Spritzpistole ist, erfolgt mit dem langsam an
schwellenden Rückförderstrom jeweils bei Beginn des Förderhubes
der einzelnen Zylinder auch ein entsprechend langsames Anschwel
len des Druckes bis zur vollen Größe. Ursache hierfür ist nicht
nur die mehr oder weniger starke Kompressibilität des Förder
mediums und die Elastizität des gesamten Systems, sondern auch die
geöffnete Drossel, durch die während des Einsetzens der Strömung
und dem damit einhergehenden Druckaufbau bereits Fördermedium
hindurchfließt. Je langsamer jedoch der Druckanstieg pro Drehwin
keleinheit der Antriebswelle, um so größer ist der bis zum Aufbau
des Enddruckes erforderliche Gesamtdrehwinkel der Antriebswelle.
Da jedoch nur ein bestimmter Drehwinkel im Überschneidungsbereich
für den Druckaufbau in der Rücklaufleitung zur Verfügung steht,
bedeutet dies, daß das Fördermedium weniger kompressibel sein darf
als bei einem System, bei dem der Druckaufbau gegen eine geschlos
sene Drossel erfolgen würde. Bei dem bisher bekannten System mit
offener Drossel ist die zulässige Kompressibilität des Förder
mediums bei im Hinblick auf Pulsationsfreiheit einwandfreier
Funktion des Pumpensystems geringer als bei einem Pumpensystem
bei dem der Druckaufbau gegen eine anfangs geschlossene Drossel
erfolgen würde.
Zur Vermeidung dieser Nachteile wird in weiterer Ausgestaltung der
vorliegenden Erfindung ein Drosselsystem vorgeschlagen, bei dem
das in die Rückführungsleitung zum Vorratsbehälter eingeschaltete
an den Widerstand des Verbrauchers anpaßbare Drosselorgan als
vom Gegendruck in der Verbraucherleitung gesteuerter Druckregler
ausgebildet ist.
Der Druckregler soll dabei eine durch einen elastischen Balg
oder eine Membrane in zwei voneinander getrennte Räume unter
teilte Kammer aufweisen, von denen die eine Kammer mit dem Ver
braucher und dem Pumpendruckanschluß verbunden ist und die an
dere Kammer mit dem Vorratsbehälter und dem Pumpenrücklaufanschluß
und daß mit dem elastischen Balg oder der Membrane ein Stellglied
in Verbindung steht, durch das der Rücklauf des flüssigen Medi
ums in den Vorratsbehälter geregelt wird. Dabei kann das Stell
glied ein Ventilkegel sein, der in Wirkverbindung mit der Zulauf
öffnung der Rückführungsleitung zu Vorratsbehälter steht.
Es wird also erfindungsgemäß eine verstellbare Drossel vorge
schlagen, deren Verstellung und damit Einstellung des Druckes
abgeleitet wird vom Gegendruck in der Leitung zum Verbraucher.
Die Drossel ist mit einer Vorrichtung gekoppelt, in welcher beide
Gegendrücke verglichen werden und die bei Vorhandensein einer
Druckdifferenz die Drossel in dem Sinne verstellt, daß die
Abweichung des Gegendruckes in der Rücklaufleitung vom Gegendruck
in der Verbraucherleitung abgebaut wird. Kommt nach Beendigung
des Überschneidungsbereiches der beiden Förderströme aus den
beiden Zylindern des Pumpensystems der Rücklaufstrom in der Rück
laufleitung zum Erliegen, dann wird die Drossel unter Wirkung des
Gegendruckes in der Verbraucherleitung ganz geschlossen. Jeweils
bei Beginn der Förderhube der einzelnen Zylinder - also jeweils
bei Beginn des Überschneidungsbereiches der beiden Förderströme -
erfolgt dann ein Druckaufbau in der Rücklaufleitung gegen die
geschlossene Drossel.
Anhand der beiliegenden Zeichnungen, auf denen in schematischer
Darstellung
Fig. 1 die erfindungsgemäße Anordnung bei einer Straßenmarkier
maschine,
Fig. 2 den Antrieb der Balgen durch eine Druckflüssigkeit
mittels Servoventilen und
Fig. 3 das Drosselsystem
zeigen soll, soll die Erfindung nachfolgend noch erläutert werden.
zeigen soll, soll die Erfindung nachfolgend noch erläutert werden.
In der Prinzipskizze der Fig. 1 mit einer Auftragseinrichtung
für eine Straßenmarkiermaschine gemäß der erfindungsgemäßen An
ordnung, werden durch ein auf der Fahrbahn abrollendes Rad 1
Förderhubnocken 10 angetrieben, durch die über Servoventile 13
Balgpumpen 2, 3 betätigt werden, die zum Antrieb mit Druckflüssig
keit beaufschlagt werden. Die Pumpen saugen aus einem Material
behälter 4 das Markierungsmaterial an und fördern dieses über
ein Umschaltorgan 5 abwechselnd zur Spritzpistole 6. Zwischen
Umschaltorgan und Spritzpistole bzw. Rückführungsleitung zum
Vorratsbehälter ist ein an den Widerstand des Verbrauchers an
paßbares Drosselorgan 7 eingeschaltet, welches als vom Gegendruck
in der Verbraucherleitung gesteuerter Druckregler ausgebildet
ist. Dieses in Fig. 1 ganz allgemein noch mit II gekennzeichnete
Drosselorgan ist in Fig. 3 noch gesondert dargestellt.
Das Antriebssystem für die Pumpen, welches in Fig. 1 mit I
gekennzeichnet ist, ist in Fig. 2 in seinen Einzelheiten darge
stellt. Man erkennt, daß die Hubbewegung der Fördernocke 10
über eine Kurvenrolle 11 auf den Schieber 12 eines Zwei-Kanten-
Servoventils 13 übertragen wird. Das Gehäuse 14 ist direkt
oder über eine Kolbenstange 15 oder über andere Verbindungs
elemente mit der Bodenplatte 16 des Balges 17 verbunden, der den
Verdränger im Pumpenzylinder 18 bildet. Über den Anschluß 19
wird dem Ringraum 20 im Gehäuse 14 des Servoventils Druckmedium
zugeführt. Der durch die Einschnürung des Steuerschiebers 12
und des Gehäuses 14 gebildete Ringraum 23 ist über den Anschluß
21 und die Leitung 22 mit dem Innenraum 24 des Balges verbunden.
Ein weiterer Ringraum 25 im Gehäuse 14 ist über den Anschluß 26
mit dem drucklosen Vorratsbehälter des Druckmediums verbunden.
Je nach axialer Stellung des Schiebers 12 im Gehäuse 14 steht der
Ringraum 20 über einen von der Steuerkantenpaarung 27 gebildeten
Ringspalt mit Ringraum 23 in Verbindung und Ringraum 23 mit
über einen von der Steuerkantenpaarung 28 gebildeten Ringspalt mit
Ringraum 25. Die Ringspalte werden hierbei nicht nur durch die
axialen Abstände der Steuerkante gebildet, sondern auch durch
die stets vorhandenen Durchmesserunterschiede von Schieber und
Gehäusebohrung. Eine vollkommene Dichtheit bei positiver Über
deckung der Steuerkanten wird nicht vorausgesetzt und ist ins
besondere bei Verschleiß auch nicht gegeben.
In der Neutralstellung des Schiebers 12 relativ zum Gehäuse 14
ist die aus dem Raum 20 durch die Steuerkantenpaarung 27 in den
Raum 23 einströmende Druckmediummenge äquivalent zur Menge des
aus Raum 23 über die Steuerkantenpaarung 28 in den Raum 25 aus
strömenden Druckmediums. In den Balgraum 24 strömt kein Medium,
d. h. der Balgboden 16 steht still. Der Steuerschieber 12 wird in
folge Drehung der Förderhubnocke 10 in Richtung des ausgezoge
nen Pfeiles relativ zum Gehäuse 14 verschoben, so daß der Spalt
querschnitt bei 27 größer und der Spaltquerschnitt bei 28 kleiner
wird. Dadurch wird auch der Druckmediumstrom bei 27 größer und
der bei 28 kleiner, so daß die Differenz beider Ströme über die
Leitung 22 zum Balg 24 strömt. Balgboden und Kolbenstange 15 mit
Gehäuse 14 setzen sich in Pfeilrichtung in Bewegung und "folgen"
dem Schieber 12, um wieder die relative Neutralstellung zu
erreichen.
Da beim Rückhub bzw. Saughub des Balges in Richtung des ge
strichelten Pfeiles im Vergleich zum Förderhub nur sehr geringe
Kräfte auftreten, ist für den Rückhub keine Unterstützung durch
eine Hilfsenergie erforderlich. Der Rückhub erfolgt deshalb
zweckmäßig direkt durch die Rückhubnocke 29, die über die Kur
venrolle 11 den Steuerschieber 12 gegen den Anschlag 30 des
Gehäuses 14 und dann das Gehäuse mit Kolbenstange 15 und Balg
boden 16 in Richtung des gestrichelten Pfeiles in die Ausgangs
stellung zieht und auf diese Weise den Rück- bzw. Saughub aus
führt. Dabei führt zunächst der Schieber 12 unter der Wirkung
der Rückhubnocke 29 eine Bewegung in Richtung des gestrichelten
Pfeiles allein aus bis zum Anschlag 30 im Gehäuse. Der Weg
zwischen Neutralstellung des Schiebers und dem Anschlag 30 muß
dabei so bemessen sein, daß der Ringspalt bei 27 so weit verrin
gert und der Ringspalt bei 28 so weit vergrößert wird, daß die
Summe des weiterhin durch den Ringspalt bei 27 hindurchströmenden
Druckmediums und des beim Saughub aus dem Balgraum 24 über die
Leitung 22 herausgedrückten Mediums ohne Schwierigkeiten durch
den Ringspalt bei 28 in die Rückleitung 26 zum Vorratsbehälter
gelangen kann. Selbstverständlich kann der Anschlag 30 und
die Übertragung der Zugkraft von der Rückhubnocke 29 auf die
Kolbenstange 15 auch anders realisiert werden als dargestellt,
da es in der Praxis oft nicht vorteilhaft sein dürfte, mechanische
Kräfte, wobei Querkräfte auftreten können, über Schieber und
Gehäuse eines Servoventils zu übertragen.
Um die vorgeschlagene für höchste Drücke geeignete Pumpenausfüh
rung verwendbar zu machen auch für derart hohe Fördermittel-Tem
peraturen, für die herkömmliche Arbeitsmedien wie Hydrauliköl
nicht mehr einsetzbar sind, empfiehlt sich die Verwendung eines
Sperrmediums, das für die infrage kommenden Temperaturen geeig
net ist. Und zwar soll dann das im Servoventil 13 geregelte
Druckmedium einem vor unschädlichen Temperaturen geschützten
Zwischenbehälter zugeführt werden, in dem der Druck und die Ver
drängung auf ein temperaturbeständiges Medium übertragen wird,
das auch den Balgraum 24 ausfüllt und mit diesem in Verbindung
steht, und das von dem über das Servoventil geregelte Arbeits
medium im Zwischenbehälter 31 durch einen Kolben 32 oder eine
Membrane getrennt ist. Eine Anordnung mit einem derartigen Zwischen
behälter hat ferner ganz allgemein den Vorteil, daß bei einer
Beschädigung des Balges 17 das durch das Servoventil 13 geregeltes
Arbeitsmedium, das sich ständig um Umlauf durch den Arbeits
kreislauf befindet, nicht durch eindringendes evtl. mit abrasiven
Partikeln durchsetztes Fördermedium verunreinigt werden kann.
Damit in den Räumen 33 und 43 vor und hinter dem Schieber in
folge von Leckage vom Arbeitsmedium am Schieber vorbei kein
Druckaufbau erfolgen kann, der die Funktion des Servoventils
verhindern würde, stehen diese Räume über Leckagebohrungen mit
der drucklosen Rückleitung 26 in Verbindung.
Bei dem in Fig. 3 dargestellten Drosselorgan wird ein in einer
Kammer untergebrachter elastischer Balg 34 oder eine Membran
von der einen Seite mit dem Gegendruck der Verbraucherleitung
beaufschlagt und von der anderen Seite von dem Gegendruck in der
Rücklaufleitung zum Vorratsbehälter. Der durch den Balg oder
die Membran abgegrenzte Raum 35 kann von dem Fördermedium auf
dem Weg von der Pumpe zum Verbraucher durchströmt werden oder
aber ist mit einer Verbindungsleitung mit der Leitung von der
Pumpe zum Verbraucher verbunden. In den anderen von dem Balg
oder der Membran abgegrenzten Raum 36 mündet die Rücklaufleitung
des Pumpensystems. In diesem Raum 36 ist auch die eigentliche
Drossel 37 untergebracht. Die Drossel besteht aus der Öffnung
38 zur Rücklaufleitung 39, die zum Vorratsbehälter führt, und dem
Stellglied 40, das mit der Membran bzw. dem Boden des Balges
verbunden ist. Auf die Fläche 41 wirkt der Gegendruck des Förder
mediums in der Leitung zum Verbraucher. Zwischen den beiden Über
schneidungsbereichen der beiden Förderströme findet kein Rückfluß
des Fördermediums von der Pumpe zum Vorratsbehälter statt. Dann
bewegt sich das Stellglied 40 unter der Wirkung des Druckes auf
die Fläche 41 gegen die Öffnung 38 und verschließt diese.
Setzt bei Beginn des Überschneidungsbereiches der beiden Förder
ströme der Rückfluß zum Vorratsbehälter ein, erfolgt ein Druck
anstieg in Raum 36 und damit an der Membran- oder Balgfläche 42.
Da das in den Raum 36 eindringende Fördermedium nicht über die
geschlossene Drossel entweichen kann, wird der Druck auf die
Fläche 42 schließlich größer als der Druck auf die Fläche 41.
Infolge der Druckdifferenz bewegt sich die Membran bzw. der
Boden des Balges zusammen mit dem Stellglied 40 weg von der Öff
nung 38, so daß sich diese öffnet, und einen Durchlaß zur Leitung
39 zum Vorratsbehälter freigibt. Die Drossel 37 wird jedoch nur
so weit geöffnet, daß durch die Drosselung des durch die Drossel
hindurchströmenden Mediums ein Druck in Kammer 36 entsteht, der
dem Druck in Kammer 35 gleich ist. Bei einer Druckschwankung in
der Leitung zum Verbraucher stellt sich über die Druckdifferenz
an der Membran bzw. den Balgflächen 41, 42 sofort eine neue
Drosselstellung ein, die für den gleichen Gegendruck in der Rück
laufleitung zum Vorratsbehälter sorgt.
Besteht der Verbraucher, wie eingangs beschrieben, aus einer
druckluftbetriebenen Spritzpistole mit Innenmischung, so besteht
bei dem vorgeschlagenen Drosselsystem keine Notwendigkeit mehr,
in der Rücklaufleitung ein gleichartiges Spritzsystem mit all
den erwähnten Nachteilen einzusetzen. Ändert sich der Druck in
der Verbraucherleitung z. B. durch Erhöhung des Luftdruckes in
der Spritzpistole, so wird in der Drossel die gleiche Druckän
derung in der Rücklaufleitung zum Vorratsbehälter vollzogen.
Dadurch, daß der Druckaufbau in der Rückförderleitung zum Vor
ratsbehälter bei Beginn eines jeden einzelnen Förderhubes der
Pumpenzylinder gegen eine geschlossene Drossel erfolgt, ist der Druck
aufbau wesentlich rascher als bei einer geöffneten Drossel wie
bei dem bekannten Pumpensystem. Eine mit einem derartigen Drossel
system ausgerüstete Pumpe eignet sich demnach wegen des nur be
grenzt zur Verfügung stehenden sogenannten Vorkompressionshubes
der einzelnen Zylinder für Fördermedien mit wesentlich höherer
Kompressibilität, als es bei der bisher bekannten Pumpe mit
geöffneter Drossel der Fall ist.
Claims (3)
1. Vorrichtung zur pulsationsfreien Förderung eines flüssigen
Mediums von einem Vorratsbehälter zu einem Verbraucher mit
tels mindesens zwei durch unmittelbar auf die Verdränger
der Pumpe wirkende Druckflüssigkeit angetriebene Balgpumpen
mit einander überdeckenden Bereichen gleicher Förderströme,
deren Druckseiten über ein Umschaltorgan abwechselnd mit
dem Verbraucher oder dem Vorratsbehälter verbindbar sind,
wobei in die Rückführleitung zum Vorratsbehälter ein Dros
selorgan eingeschaltet ist, dessen Widerstand an den Wider
stand des Verbrauchers anpaßbar ist, dadurch gekennzeichnet,
daß der Druck- oder Förderhub mittels einer Druckflüssigkeit
erfolgt, wobei zur Zuführung der Druckflüssigkeit zu den
Verdrängern (16, 17) der Balgpumpen auf der Seite (24) der
Verdränger, die nicht mit dem Fördermedium beaufschlagt ist,
zwischen den als Kurvenscheiben (10) mit Förderhubnocken
ausgebildeten Antrieb für die Verdränger und die Verdränger
Servoventile (13) angeordnet sind, mit denen die aus dem
Hilfskreislauf entnommene Druckflüssigkeit so geregelt wird,
daß die Hubgeschwindigkeit der Verdränger (16, 17) der Hubge
schwindigkeit der Schieber (12) der Servoventile (13) ent
spricht und daß der Rück- oder Saughub durch mechanische
Kraftübertragung erfolgt, wobei die Rückhubkraft von auf
den Kurvenscheiben (10) angeordnete Rückhubnocken (29)
für die Kurvenrolle (11) der Schieber (12) der Servoventile
(13) auf die Schieber und von dort auf die mit den Ver
drängern (16, 17) verbundenen Ventilgehäuse (14) oder Servoventile (13) übertragen
wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das
in die Rückführleitung zum Vorratsbehälter eingeschaltete
an den Widerstand des Verbrauchers anpaßbare Drosselorgan
als vom Gegendruck in der Verbraucherleitung gesteuerter
Druckregler ausgebildet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der
Druckregler eine durch einen elastischen Balg (34) oder eine
Membrane in zwei voneinander getrennten Räumen (35, 36)
unterteilten Kammer aufweist, von denen die eine Kammer
(35) mit dem Verbraucher und dem Pumpendruckanschluß verbun
den ist und die andere Kammer (36) mit dem Vorratsbehälter
und dem Pumpenrücklaufanschluß und daß mit dem elastischen
Balg (34) oder der Membrane ein Stellglied (40) in Verbindung
steht, durch das der Rücklauf des flüssigen Mediums in den
Vorratsbehälter geregelt wird.
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|---|---|---|---|
| DE19823233438 DE3233438A1 (de) | 1982-09-09 | 1982-09-09 | Anordnung zur pulsationsfreien foerderung eines fluessigen mediums |
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| DE3233438A1 DE3233438A1 (de) | 1984-03-15 |
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Country Status (1)
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1982
- 1982-09-09 DE DE19823233438 patent/DE3233438A1/de active Granted
Also Published As
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |