DE3220587C2 - Verfahren und Vorrichtung zum Schneiden und Aufspulen von Bändchen, insbesondere aus klebstoffbeschichteten Folien - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Schneiden und Aufspulen von Bändchen, insbesondere aus klebstoffbeschichteten Folien

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Karlheinz 3250 Hameln Leifheit
Rainer Dipl.-Ing. 3252 Bad Münder Schaumäker
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Vits Maschinenbau GmbH
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Stahlkontor Weser Lenze & Co Kg 3251 Aerzen De GmbH
Stahlkontor Weser Lenze & Co Kg 3251 Aerzen GmbH
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    • B65HHANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
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Abstract

Bei einem Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von schmalen Bändchen wird eine breite Folie zunächst in nicht gewickelte Hilfsstreifen mit Zwischenbreite aufgeteilt. Diese Hilfsstreifen werden danach in schmale Folienbänder aufgetrennt. Die Auftrennung der nicht gewickelten Hilfsstreifen in schmale Folienbänder und das sich anschließende Aufspulen dieser schmalen Folienbänder erfolgt seitlich neben der breiten Folienbahn in gestaffelt angeordneten Trenn- und Spulvorrichtungen.

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens.
Schmale Folienbänder werden für verschiedene Einsatzzwecke verwendet, beispielsweise als Aufreißbändchen für Verpackungen etc.
Das Aufwickeln derartiger Bändchen ist problematisch. Sie reißen vergleichsweise oft und jeder Bandriß führt zu einer Produktionsunterbrechung. Da die Bändchen bei einer gegenseitigen Berührung leicht reißen und verwirren, können bisher als Ausgangsmaterial für die Bändchen nur relativ schmale Folienstreifen verwendet werden und es ist auch die Anzahl der daraus zu gewinnenden Bändchen gering. Andererseits können aber nur breite Folienbahnen rationell mit Klebstoff beschichtet werden. Beim Stand der Technik werden die breiten gewickelten Rollen zunächst aufgetrennt in schmalere Rollen. Die schmaleren Rollen werden dann entsprechend der gewünschten Bändchenbreite aufgeschnitten und auf den Spulstellen aufgewickelt. Eine solche, bisher für beschichtete Bändchen als unerläßlich angesehene Handhabung ist sehr zeitaufwendig und nur
diskontinuierlich möglich.
Das Auftrennen von breiten Warenbahnen in schmalere Einzelbahnen ist aus verschiedenen Druckschriften bekennt (z. B. US-PS 18 10 677, US-PS 40 93 140, US-PS 39 49 948). Die bekannten Verfahren betreffen lediglich die Aufteilung von breiten Ausgangsbahnen in schmalere, jedoch stabile Streifen, bei denen nicht die Probleme auftreten, wie sie im Zusammenhang mit schmalen Bändchen vorstehend erläutert wurden, ίο Es ist ferner bekannt (DE-OS 29 52 400), aus einer breiten Folie eine Vielzahl von Bändchen dadurch herzustellen, daß die Ausgangsbahn an einer einzigen Stelle in die gewünschten Bändchenbreiten aufgeteilt wird. Bei diesen bekannten Verfahren werden die Fäden oder Bändchen auf in unterschiedlichen Etagen und hintereinander in Förderrichtung angeordneten Spulvorrichtungen aufgespult Bei diesem Verfahren müssen die schmalen Bändchen über vergleichsweise lange Strekken geführt werden. Dies ist bereits bei unbeschichteten Folienbändchen problematisch, für mit Klebstoff beschichtete Folienbänder jedoch überhaupt nicht möglich. Beim Reißen eines einzigen Bändchens wird automatisch die Produktion aller übrigen Bändchen gleicher Breite erheblich behindert Da beim Aufspulen schmalcr, mit Klebstoff beschichteter Bändchen ein Abreißen eines Bändchens nicht ausgeschlossen werden kann, ist mit der bekannten Vorrichtung das Aufspulen schmaler, mit Klebstoff beschichteter Bändchen vollständig ausgeschlossen, während das Aufspulen unbeschichteter Bändchen ebenfalls problematisch ist, selbst wenn dabei nicht so häufig Abrisse auftreten.
Ausgehend von den bekannten Verfahren liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung zu schaffen, welche die Nachteile der bisher bekannten Herstellungsverfahren vermeiden und eine Herstellung von schmalen Folienbändern aus einer breiten Ausgangsbahn kontinuierlich ermöglichen, wobei gerissene Bändchen ohne Behinderung der anderen Bändchen und ohne Stillsetzen der Herstellungsanlage wieder angelegt werden können sollen. Dabei soll eine Erhöhung der Anzahl der Spulstellen für die Bändchen und eine Erhöhung der Wickelgeschwindigkeit ermöglicht werden.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch die Merkmale des Kennzeichnungsteils von Anspruch 1. Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind in den Unteransprüchen beschrieben.
Das erfindungsgemäße Verfahren bzw. die zugehörige Vorrichtung erlauben es, aus einer beliebig großen Ausgangsbahnbreite eine beliebige Anzahl von schmalen Bändchen herzustellen. Selbst bei einer sehr großen Anzahl von Bändchen kann kein Verwirren der Bändchen auftreten und es ist stets sichergestellt, daß bei einem Bändchenriß ein Wiederanlegen des gerissenen Bändchens einfach möglich ist, ohne daß die gesamte Produktion gestoppt werden muß. Dies ermöglicht es, das Verfahren im unmittelbaren Anschluß an den Extrusions- und Beschichtungsvorgang kontinuierlich zu betreiben. Es kann eine hohe Produktionsgeschwindigkeit erreicht werden. So kann beispielsweise bei Aufstellung von 16 Spulschränken mit je 12 Spulstellen und Bändchcnbreitcn zwischen 1 bis 12 mm die Ausgangsbreite der Folienbahn über 2000 mm breit sein. Dabei ist es möglich, die Hilfsstreifen unterschiedlich breit auszubilden und auch unterschiedliche Breiten der endgültigen schmalen Folienbänder zu erzeugen.
Ein Reißen der Hilfsstreifen erfolgt wegen deren Breite nur sehr seilen. Selbst wenn jedoch ein Hilfsstrei-
fen abreißen sollte, können die übrigen Hilfsstreifen weiterverarbeitet und der gerissene Hilfsstreifen leicht wieder angelegt werden.
Die Anzahl der unter einem Winkel zur Laufrichtung der breiten Folienbahn angeordneten Abzugs- und Längsschneidvorrichtungen mit den zugeordneten Spulstellen richtet sich nach der maximalen Anzahl der zu schneidenden Bändchen.
Nachstehend wird ein bevorzugtes Ausführungsöeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung im einzelnen beschrieben. Es zeigt
F i g. 1 eine Seitenansicht einer schematisch dargestellten Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens,
F i g. 2 eine Draufsicht auf einen Teilbereich der Vorrichtung gemäß F i g. 1,
F i g. 3 eine Ansicht gemäß III in F i g. 1 von der Abzugs- und Längsschneidvorrichtung mit Spulstellenschrank.
Die mit Klebstoff beschichtete breite Folienbahn 1 kommt von einer nicht dargestellten Produktionsmaschine oder einer Vorratsrolle 2 einer Abwickelmaschine 3, die eine Abtast- und Abirennwaize 4 aufweist. Die breite Folienbahn 1 wird von dem angetriebenen Abzugswalzenpaar 5 abgezogen und läuft in einer horizontalen Ebene nach Abführung von Hilfsstreifen 20,21,22 und 23 mit einem Reststreifen 24 zu einer Abfall- oder Hilfswickelstelle 7, welche durch eine Aufwickelvorrichtung 8 gebildet wird. Vor jeder der Umlenkwalzen 6, über die die Hilfsstreifen 20 bis 23 laufen, befindet sich jeweils eine Längsschneidvorrichtung 9, welche die jo Hilfsstreifen von der breiten Folienbahn 1 abtrennt. Es ist auch möglich, die Längsschneidvorrichtungen gemeinsam nebeneinander hinter dem Abzugswalzenpaar 5 anzuordnen und die breite Folienbahn 1 bereits hinter dem Abzugswalzenpaar in die verschiedenen Hilfsstrei- J5 fen 20 bis 23 und den Reststreifen 24 aufzuteilen. Die Hilfsstreifen werden in jedem Fall über die Umlenkwalzen 6 jeweils einer Abzugs- und Längsschneidvorrichtung 11 sowie einem Spulstellenschrank 12 zugeführt.
Aus F i g. 2 ist die Aufstellung eines Teils der Aggregate ersichtlich. Die Hilfsstreifen 20 und 21 werden an den gezeigten Stationen jeweils einer Abzugs· und Längsschneidvorrichtung 11 zugeführt. Die Hilfsstreifen 20 und 21 werden in Bändchen 14 aufgeteilt und jeweils über Separiervorrichtungen 15 den Spulköpfen 16 der Spulschränke 11 zugeführt
F i g. 3 zeigt die Seitenansicht der Abzugs- und Längsschneidvorrichtuiig mit dem Spulstellenschrank 12. Von der breiten Folienbahn 1 wird der Hilfsstreifen 21 nach der Umlenkwalze 6 über eine weitere Umlenkwalze 17 in die Abzugs- und Längsschneidvorrichtung 11 geführt. Die Abzugs- und Längsschneidvorrichtung besteht aus einem Umlenkwalzenpaar 18, welches so ausgeführt ist, daß eine einwandfreie Bahnführung möglich ist, ferner aus dem Tastkopf 19 für die Bahnkantenführung, der Längsschneidvorrichtung 30 und dem angetriebenen Abzug 31. Der nicht dargestellte Antrieb des Abzugs 31 ist unter Berücksichtigung der gewünschten Bandspannung synchron zur Laufgeschwindigkeit der breiten Folienbahn und damit zur Laufgeschwindigkeit der Hilfs- t>o streifen geregelt. Der in Bändchen 14 aufgeteilte Hilfsstreifen 21 wird über eine bekannte Separiervorrichtung 15 den einzelnen Spulköpfen 16 zugeführt und aufgewickelt.
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Hierzu 3 Blatt Zeichnungen

Claims (5)

Patentansprüche:
1. Verfahren zum Herstellen und Aufspulen von schmalen Folienbändern aus einer breiten, vorzugsweise mit Klebstoff beschichteten Folienbahn, bei dem die Folienbahn in Streifen aufgetrennt wird, dadurch gekennzeichnet, daß kontinuierlich zunächst die breite Folienbahn (1) in nicht aufgewickelte Hilfsstreifen (20; 21; 22; 23) mit Zwischenbreiten aufgeteilt wird, daß die Hilfsstreifen (20; 21; 22; 23) über Umlenkwalzen (6) quer zur Laufrichtung der breiten Folienbahn (i) abgeführt werden, daß die Abtrennung der Hilfsstreifen (20; 21; 22; 23) an hintereinander angeordneten Trennstellen und danach die Aufteilung der Hilfsstreifen in die Breite der endgültigen schmalen Folienbänder (14) erfolgt
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfsstreifen (20; 21; 22; 23) seitlich abgeführt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein nach Abtrennung aller Hilfsstreifen (20; 21; 22; 23) verbleibender Reststreifen (24) bis hinter die letzte Umlenkwalze (6) für den letzten Hilfsstreifen (23) geführt und aufgewickelt wird.
4. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß seitlich neben der Folienbahn (1) jeweils neben der Umlenkwalze (6) eine Trenneinrichtung (11) zum Auftrennen der Hilfsstreifen (20; 21; 22; 23) in die schmalen Folienbänder (14) angeordnet ist, neben der ebenfalls seillich von der Folienbahn eine Spulvorrichtung (12) zum Aufspulen der schmalen Folienbänder angeordnet ist, wobei die Trennvorrichtung und die zugehörigen Spulvorrichtungen gruppenweise jeweils parallel zueinander angeordnet sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Trenneinrichtungen (10) und Spulvorrichtungen (12) zu beiden Seiten der Folienbahn (1) angeordnet sind.
DE19823220587 1982-06-01 1982-06-01 Verfahren und Vorrichtung zum Schneiden und Aufspulen von Bändchen, insbesondere aus klebstoffbeschichteten Folien Expired DE3220587C2 (de)

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DE3220587A1 (de) 1983-12-01

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