DE3211567C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Schutz von Schraubspindelantrieben mit
den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1.
Eine solche Vorrichtung ist aus der US 33 27 826 bekannt. Bei dieser bekannten
Vorrichtung ist eine Ventilspindel undrehbar, aber axial verschieblich innerhalb einer
Motorwelle angeordnet, in der auch die mit der Motorwelle drehbare, aber gegen
axiale Bewegungen relativ zur Motorwelle gesicherte Spindelmutter aufgenommen ist.
Die Anordnung ist so getroffen, daß dann, wenn das Ventilglied während des Schließvorganges
zur Anlage an den Ventilsitz kommt, die axiale Bewegung der Gewindespindel
unterbrochen wird. Der weiterhin erfolgende Drehantrieb der Wandermutter
führt dazu, daß diese auf der nunmehr feststehenden Gewindespindel gegen den
Widerstand der Tellerfedern aufsteigt, bis die Drehbewegung der Motorwelle durch
Auftreffen des scheibenförmigen Bremselementes auf eine feste Bremsfläche
abgebremst wird.
Die bekannte Vorrichtung wirkt nur in einer axialen Richtung. Das scheibenförmige
Bremselement des axial beweglichen Gewindegliedes oder Wandermutter wirkt mit
einer starr angeordneten Bremsfläche zusammen. Dabei werden die Teile des
Antriebes in einem hohen Maße beansprucht. Um die Federanordnung ausreichend
zur Wirkung zu bringen, muß zwischen dem Bremselement und der Bremsfläche
auch ein ausreichender Sicherheitsabstand vorgesehen sein.
Eine andere Vorrichtung zum Schutz von Schraubspindelantrieben zeigt die US
39 94 178. Bei dieser bekannten Vorrichtung wirkt der Motor über ein Schneckengetriebe
auf eine Wandermutter, wobei die Vorrichtung, wie bei dem Gegenstand
der US 33 27 826, der Motorwelle zugeordnet ist. Bei der Vorrichtung nach der
US 39 94 178 ist die Schutzwirkung in beiden axialen Richtungen vorhanden,
indem zwei entgegengesetzt wirksame Federpakete und zwei Bremsflächen
beiderseits des scheibenförmigen Bremselementes der Motorwelle vorgesehen sind.
Auch hier wirken jedoch die Federpakete jeweils direkt und ausschließlich auf die
Motorwelle ein, so daß es nicht möglich ist, einen exakten Wert für die übermäßige
Belastung festzusetzen, bei dem die Schutzvorrichtung wirksam wird. In
diesem bekannten Fall beeinflussen sich die beiden Federpakete gegenseitig. Auch
hier sind wie bei der anderen bekannten Vorrichtung die Bremsflächen starr und
fest angeordnet. Deshalb müssen auch hier ausreichend große Abstände zwischen
Bremselement und Bremsfläche vorgesehen werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung mit den Merkmalen
des Oberbegriffs des Anspruchs 1 so weiterzubilden, daß die Schutzwirkung in
beiden axialen Auswanderungsrichtungen der Drehspindel gleichermaßen wirksam
ist und außerordentlich rasch, vorzugsweise innerhalb einer einzigen Umdrehung
und auf dynamische Weise den Schraubspindelantrieb zum Stillstand abbremst.
Diese Aufgabe wird durch die Lehre des Anspruchs 1 gelöst.
Im Vergleich zu dem Gegenstand der US 33 27 826 ist die Vorrichtung zum
Schutz von Schraubspindelantrieben gemäß der Erfindung, bezogen auf die beiden
axialen Richtungen, symmetrisch ausgebildet. Der Ansatzpunkt der Vorrichtung
läßt sich in jeder axialen Richtung außerordentlich exakt ein- und auf die Belastungszustände
abstellen, die einen vorbestimmten übermäßig hohen Wert
übersteigen. Dies ist die Folge davon, daß die beiden Federgruppen bei Belastungszuständen,
die unterhalb des vorgegebenen übermäßig hohen Wertes
liegen, jeweils gleichzeitig sowohl an der Spindel als auch an festen Begrenzungsanschlägen anliegen.
Aufgrund der Ausbildung erfolgt die Abbremsung der Spindel dynamisch, da die
Bremsflächen nachgiebig angeordnet sind und die Anordnung so getroffen ist, daß
die Bremskraft nach Einsetzen der Bremswirkung außerordentlich rasch ansteigt.
Aufgrund der Nachgiebigkeit der Bremsflächen können diese in außerordentlich
geringem Abstand von der Bremsscheibe der Spindel angeordnet sein. Dadurch
erfolgt die dynamische Abbremsung mit außerordentlich kurzer Ansprechzeit und
hoher Bremswirkung.
Die Unteransprüche 2 bis 9 betreffen Merkmale, die zur vorteilhaften Weiterbildung der
Lehre des Anspruchs 1 dienen.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand schematischer Zeichnungen
an zwei Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 einen axialen Schnitt durch eine Schutzvorrichtung
gemäß der Erfindung in einer ersten Ausführungsform.
Fig. 2 einen Querschnitt entlang der Schnittlinie II-II der
Fig. 1 und
Fig. 3 im Ausschnitt und in ähnlicher Darstellung wie Fig. 1
ein abgewandeltes Ausführungsbeispiel der Schutzvorrichtung.
In den Fig. 1 und 2 ist ein Spindelantrieb 10 gezeigt.
In einem Maschinenbett 12 ist ein hin- und herschiebbarer Teil
14 geführt und gelagert. Mit diesem ist eine Gewindemutter
oder Spindelmutter 16 fest verbunden. Eine mittels Kugeln in
die Mutter 16 eingreifende Gewindespindel 18 kann in der einen
oder anderen Drehrichtung angetrieben werden, um den Teil 14
in der einen oder anderen Richtung zu verschieben.
Die Spindel 18 ist im mittleren Bereich durch Lager 20, 22 und
nahe dem von der Spindelmutter 16 abgewandten Ende durch
Lager 24 gelagert. Nahe dem freien Ende der Spindel 18 ist eine
Riemenscheibe 26 auf der Spindel mit Hilfe einer Keilbuchse 28
drehfest angeordnet, wobei die Buchse mit Hilfe einer Mutter 66
festgespannt werden kann. Auf der Maschinenbasis ist ein Antriebsmotor
30 angeordnet, der in beiden Drehrichtungen angetrieben
werden kann und eine Riemenscheibe 32 aufweist, die
über Treibriemen 34 mit der Riemenscheibe 26 verbunden ist.
Die Lager 20, 22 sind gemeinsam in einem Lagerkäfig 36 in Form
eines zylindrischen Körpers mit einem hinterschnittenen ringförmigen
Flansch 38 an einem Ende aufgenommen. Die Lager 20
und 22 sind in den Lagerkäfig 36 eingepaßt und liegen an dem
Flansch 38 an, gegen den sie mit Hilfe einer Spannmutter 40 in
Anlage gehalten werden. Der Lagerkäfig 36 ist in einer
zylindrischen Hülse 42 axial verschiebbar gelagert, welche
Hülse genau die gleiche Länge wie der Lagerkäfig 36 aufweist,
wie dies aus Fig. 1 ersichtlich ist. Die Hülse 42 ist ihrerseits
in einer zylindrischen Öffnung 43 in der Basis 12 der
Maschine angeordnet, die konzentrisch zur Spindel 18 vorgesehen
ist. Die Hülse 42 ist in der Bohrung 43 gegen axiale Bewegung
durch ein Halteglied 44 gesichert, das mit einem
zylindrischen Abschnitt 46 in die zylindrische Bohrung 43 der
Maschinenbasis eingreift. Das Ende des zylindrischen Abschnittes
46 greift an dem einen Stirnende der Hülse 42 an.
Die Halteeinrichtung 44 ist an der Maschinenbasis mit Schraubbolzen
48 festgelegt.
Innerhalb des zylindrischen Teils 46 der Halteeinrichtung 44
ist ein Stapel von Tellerfedern 50 angeordnet, der gegen eine
flache Ringscheibe 52 innerhalb des Abschnittes 46 mittels
einer Schulter 54 vorgespannt ist, wobei die Schulter 54 an
einem radial erweiterten Teil 56 der Halterung 44 vorgesehen
ist. Die Ringscheibe 52 liegt an den in Fluchtung liegenden
Enden des Käfigs 36 und der Hülse 42 an.
Die Maschinenbasis weist eine zweite zylindrische Öffnung 57
von kleinerem Durchmesser auf, die konzentrisch zur Öffnung
oder Bohrung 43 angeordnet ist. Beide Öffnungen 57, 43 sind durch
eine Schulter 58 voneinander getrennt. In der Bohrung 57 ist
ein zweiter Stapel von Tellerfedern 60, der in der Bohrung
unter Druck an einer in die Bohrung 57 eingelegten Ringscheibe
62 anliegt. Der unter Druck stehende Stapel von Tellerfedern 60 stützt
sich am anderen Ende an einer Innenschulter 64 der Maschinenbasis
ab. Der Ring 62 liegt an den ebenfalls in Fluchtung
stehenden Stirnflächen des Lagerkäfigs 36 und der Hülse 42 an.
Die Ringscheiben 52 und 62 werden durch die Federpakete 50
und 60 gegen die entgegengesetzten Enden der Hülse 42 und des
Lagerkäfigs 36 gepreßt, die exakt die gleichen Längen aufweisen.
Damit wird der Lagerkäfig 36 gegen jede axiale Bewegung
gesichert, es sei denn, die axialen Kräfte übersteigen
die Vorspannung der Federpakete 50 oder 60. In dieser eingefangenen
Arbeitsstellung werden die Enden des Käfigs 36 in
Fluchtung mit den Enden der Hülse 42 durch die Ringscheiben 52
und 62 gehalten.
Die inneren Laufflächen der Lager 20, 22 und 24 sowie die
Riemenscheibe 26 sind an der Spindel 18 befestigt und in ihren
Stellungen auf der Spindel axial festgelegt, so daß sie sich
nicht in axialer Richtung bewegen können. Die Festlegung erfolgt
mit Hilfe der Spannmutter 66 am Gewindeende der Spindel 18
und mit Hilfe von Abstandshülsen 68 und 70 zwischen der keilförmigen
Spannhülse 28 und dem inneren Laufring des Lagers 24
bzw. zwischen den inneren Laufringen der Lager 24 und 20. Es
wird bemerkt, daß das Lager 20 in direktem Kontakt mit dem
Lager 22 steht und daß das Lager 22 an einer Schulter 72 der
Spindel 18 anliegt.
Eine kreisförmige Scheibe 74 ist auf der dem Teil 14 zugewandten
Seite der Riemenscheibe 26 angeordnet. Die Scheibe 74
wird axial verschiebbar in einer zylindrischen Ausnehmung 76
des erweiterten Teils 56 der Halteeinrichtung 44 unterstützt.
Die äußere zylindrische Wand der Ausnehmung 76, in der die
Scheibe 74 gleiten kann, ist mit der Spindel 18 konzentrisch,
so daß auch die Scheibe 74 mit Spindel 18 konzentrisch angeordnet
ist. Die Scheibe weist eine Ausnehmung auf, in der
ein kreisförmiges Bremselement oder eine Bremsscheibe 80 angeordnet
ist.
Vier segmentartige Blockteile 82, 84, 86 und 88 sind Intervallen
von 90° kranzartig an dem erweiterten Teil 56 der Halteeinrichtung
44 mit Hilfe von Schraubbolzen 90 befestigt. Diese
Blöcke sind von gleicher Größe und Form und ungeben die Riemenscheibe
26. Ihre axiale Dicke, d. h. der Abstand zwischen ihren
Stirnflächen 92 und 94 ist geringfügig größer als die Dicke
der Riemenscheibe 26, wobei dieser Unterschied genau vorherbestimmt
ist. Die Blöcke 82 bis 88 sind so angeordnet, daß ihre
inneren Stirnflächen 92 in einer Ebene liegen mit geringem
Abstand in Richtung auf das Teil 14 versetzt gegenüber der
inneren Stirnfläche der Riemenscheibe 26. Ebenso liegen ihre
äußeren Flächen 94 in einer Ebene, die ihrerseits einen geringen
Abstand in Richtung nach außen gegenüber der äußeren
Stirnfläche der Riemenscheibe 26 aufweist.
Ein Zylinder 100 weist ein geschlossenes Ende 102 und eine
zylindrische Wand 104 auf, die mit der Spindel 18 konzentrisch
angeordnet und in Längsrichtung im Bereich des offenen Endes
geschlitzt ist. Dadurch entstehen Mantelabschnitte 106, 108, 110,
112, 114, 116 (Fig. 2) welche über die Blöcke 82 bis 88 greifen,
in einer Weise, wie dies Fig. 2 zeigt. Diese Mantelsegmente
des Zylinders 100 sind mit der Scheibe 74 fest über Schraubbolzen
118 verbunden, so daß die Scheibe 74 in bezug auf den
Zylinder koaxial unterstützt ist. In dem Zylinder 100 ist auf
der Außenseite der Riemenscheibe 26 ein Kolben 120 mit Dichtung
122 verschiebbar gelagert. Der Kolben 120 weist auf
seiner innenliegenden Seite eine Ausnehmung 124 auf, in der
das freie Ende der Spindel 18 ungehindert aufgenommen werden
kann. Ein zweites kreisförmiges Bremselement oder eine Bremsscheibe
126 ist in dem Zylinder 100 axial verschiebbar aufgenommen
und liegt an der nach innen weisenden Stirnfläche
des Kolbens an. Die Blöcke 82 bis 88 erstrecken sich durch die
Fenster zwischen den Mantelabschnitten und in den Zylinder 100.
Die Bremselemente 80 und 126 liegen jeweils den axialen Stirnflächen
der Antriebsscheibe 26 gegenüber, ebenso wie den
radial innen liegenden Stirnflächenabschnitten der Blöcke 82
bis 88.
Ein Stift 130 im Zylinderkopf 100 ist in einer Bohrung 132
des Kolbens 120 verschiebbar aufgenommen und verhindert eine
relative Drehung des Kolbens 120 gegenüber dem Zylinder 100.
Eine Belüftungsöffnung 140 im Kopf des Zylinders 100 kann an
eine Druckluftquelle angeschlossen werden. Der Anschluß erfolgt
im dargestellten Beispiel über ein Dreiwegeventil 142, das
über eine Elektromagnetspule 144 gegen die Wirkung der Feder
146 umgeschaltet werden kann. Das Ausströmen der Druckluft
aus dem Zylinder wird durch ein Rückschlagventil 148 verhindert.
Wenn die Elektromagnetspule 144 abgeschaltet ist, sorgt die
Feder 146 dafür, daß das Ventil 142 die in Fig. 1 gezeigte
Stellung einnimmt. Dadurch wird der Eintritt weiterer Druckluft
von der Druckluftquelle in den Zylinder 100 verhindert. Die
in dem Zylinder oder in der zwischen dem Zylinder und dem
Kolben begrenzten Druckmittelkammer von veränderlichem
Volumen eingefangene Druckluft kann in dieser Stellung langsam
durch die Drossel 150 ausströmen.
Wenn Druckluft dem Zylinder 100 zugeführt wird, wird der
Kolben 120 so bewegt, daß sich das Bremselement 126 an die
Fläche 94 der Segmentblöcke 82 bis 88 anlegt. Dabei zieht
der Zylinder 100 die Scheibe 74 mit der Bremsscheibe 80 in
Anlage an die Flächen 92 dieser Blöcke. In der normalen Arbeitsstellung
der Teile befinden sich die Bremselemente 80
und 126 mit ihren bremswirksamen Flächen in einem geringen
vorbestimmten Abstand von den gegenüberliegenden Flächen der
Riemenscheibe 26. Wenn der Servoantrieb betätigt wird, wird
die Elektromagnetspule 144 eingeschaltet, so daß Druckluft
über das Ventil 142 in die Druckmittelkammer innerhalb des
Zylinders 100 gelangt.
Ein Begrenzungsschalter 160 ist in einer Ausnehmung 162 der
Maschinenbasis 12 aufgenommen und weist ein Betätigungsglied
164 auf, das durch eine Öffnung der Hülse 42 ragt. Eine Ringnut
166 am äußeren Umfang des Lagerkäfigs 36 nimmt die Spitze
des Betätigungsgliedes 164 auf. Jede axiale Bewegung des
Käfigs 36 aus der Arbeitsstellung führt dazu, daß die Nut 166
außer Fluchtung mit der Spitze des Betätigungsgliedes 164
gelangt, so daß das Betätigungsglied 164 nach außen gedrängt wird
und der Stellungsschalter einen normalerweise geschlossenen
elektrischen Kreis öffnet.
Im Betrieb wird der Elektromotor 30 in einer durch eine
Steuereinrichtung vorgeschriebenen Weise betrieben. Die
Spindel wird dabei über den Riemenantrieb gedreht. Die Spindelmutter
16 und der bewegliche Maschinenteil 14 werden dabei
nach rechts oder nach links verschoben, und zwar in Abhängigkeit
von der Drehrichtung der Spindel 18. Wenn das Maschinenglied
14 oder ein anderer damit verbundener Teil auf einen
Bewegungswiderstand trifft erhöht der Servomotor aufgrund der
Steuerung automatisch sein Ausgangsdrehmoment. Der axiale Druck
auf die Mutter 16 wird entsprechend erhöht, um so den Bewegungswiderstand
für das Maschinenteil 14 zu überwinden. Wenn
der axiale Widerstand anormal hoch wird und die Vorspannung
des Federstapels 50 oder 60 übersteigt beginnt der Käfig 36
in der Hülse 42 zu gleiten. Aufgrund dieser Gleitbewegung kann
der Maschinenteil 14 gegenüber dem Hindernis stehenbleiben.
Die weiterhin drehende Spindel 18 bewegt sich mit dem Käfig 36
in der entsprechenden axialen Richtung. Da das Drehmoment des
sich relativ langsam bewegenden Maschinenteils 14 niedrig ist
im Vergleich zum Drehmoment des mit hoher Umdrehungszahl
laufenden Antriebssystems müssen die Maschinenkräfte, die durch
plötzliche Zunahme des axialen Widerstandes auftreten, nur
einen kleinen Anteil des Momentes des gesamten Antriebssystems
aufnehmen, so daß Zerstörungskräfte vermieden werden können.
Da der Weg den die Spindel 18 axial zurücklegen kann, augenscheinlich
durch die Federstapel 50 und 60 und andere Begrenzungen
innerhalb der Maschinen eingeschränkt ist, muß die
Drehung des Antriebssystems außerordentlich rasch gestoppt und
die relativ hohen Drehmomente rasch aufgenommen und abgeleitet
werden, vorzugsweise innerhalb einer einzigen Umdrehung.
Wenn der übermäßige Widerstand gegenüber der Bewegung während
einer Drehung im Gegenuhrzeigersinn (Fig. 2) erfolgt, beginnt
die axiale Auswanderung der Spindel 18 in einer Richtung, in
der die Stirnseite 96 der Riemenscheibe 32 in Bremskontakt mit
der Bremsscheibe 126 gelangt. Das Zeitelement, das erforderlich
ist, um den Spalt zwischen den beiden Teilen zu überwinden,
ist außerordentlich kurz. Es entspricht etwa beispielsweise
einem Vierzigstel einer Umdrehung. Bei einer Drehzahl
von 1600 U/Min. ist diese Zeit kleiner als eine
tausendstel Sekunde. Da es sich bei dem Erfindungsgegenstand
um ein mechanisches System handelt kann seine Funktion durch
elektrisches Versagen oder Verzögerungen nicht beeinträchtigt
werden, so daß der Bremseingriff augenblicklich sichergestellt
ist.
Der Bremseingriff erzeugt augenblicklich ein hohes Bremsmoment.
Dieses wird durch den Kolbendruck innerhalb des
Zylinders 100 mitbestimmt. Eine Drehung des Zylinders 100 und
der daran befestigten Teile 74 wird durch den Eingriff der
geschlitzten Bereiche des Zylindermantels 104 mit den Blöcken
82 bis 88 verhindert. Entsprechend wird die Drehung des
Kolbens 120 durch den Stift 130 verhindert. Wenn die axiale
Auswanderungsbewegung der Spindel 18 sich fortsetzt, wird die
Bremsscheibe 126 von ihrer Anlage an der Anschlagfläche 94
der Segmente 82 bis 88 durch die Stirnfläche 96 der Riemenscheibe
abgehoben.
Die zwischen Kolben 120 und Zylinder 100 eingefangene Luft
kann über das Rückschlagventil 148 nicht entweichen. Die Luft
wird also durch die Relativbewegung zwischen Kolben 120 und
Zylinder 100 weiter zusammengepreßt. Der Luftdruck steigt
somit rapide, so daß auch die Bremswirkung der Scheibe 126
außerordentlich rasch zunimmt.
Ein anfänglicher Luftdruck von etwa 4,2 kg/cm² kann beispielsweise
auf einen Wert von über 12 kg/cm² anwachsen, wenn das
Kolbenkopfspiel entsprechend reduziert ist. Die daraus erfolgende
hohe Bremskraft oder das hohe Bremsmoment kann die
Drehenergie rasch abführen, so daß der Servomotor selbst dann,
wenn er noch unter Antrieb steht, abgewürgt werden kann.
Es ist ersichtlich, daß bei einer Drehung im Uhrzeigersinne
gemäß Fig. 2 die Spindel axial nach rechts auswandert (Fig. 1)
wenn das Element 14 auf einen übermäßigen Bewegungswiderstand
trifft. Der Eingriff der Stirnfläche 98 der Riemenscheibe mit
der Bremsscheibe 80 führt dazu, daß der Zylinder 100 nach
rechts bewegt wird, wobei der Kolben durch Anlage der Bremsscheibe
126 an der Stirnfläche der Segmente 82 bis 88 festgelegt
bleibt. Die Bremswirkung wird in diesem Falle durch
die Scheibe 80 hervorgerufen. Hierbei wird erneut die innerhalb
der Druckmittelkammer eingeschlossene Druckluft weiter
rasch komprimiert, mit einer rasch folgenden Erhöhung der
Bremswirkung.
Auf diese Weise wird das Maschinenglied 14 gegen den Einfluß
übermäßiger Kräfte in beiden axialen Richtungen geschützt.
Wenn der Lagerkäfig 36 sich in der einen oder anderen axialen
Richtung bewegt greift die eine oder andere Seite der Nut 166
an dem Betätigungsglied 164 des Stellungsschalter 160 an, so
daß ein normalerweise geschlossener elektrischer Kreis geöffnet
wird. Das elektrische Fehlersignal führt dazu, daß
der Elektromagnet 144 des Ventils 142 ausgeschaltet wird.
Durch Federwirkung wird das Ventil 142 in einer Stellung umgeschaltet,
in der die Druckluft aus der Kammer im Zylinder
100 gedrosselt abgelassen wird. Die Drosselwirkung wird durch
die Drosselöffnung 150 bestimmt. Die Folge ist, daß während
des Bremsvorganges nur sehr wenig Luft entweichen kann, so daß
die Bremswirkung nicht beeinträchtigt wird. Der Stellungsschalter
160 kann auch dazu verwendet werden, andere Maschinenantriebe
elektrisch auszuschalten, die sonst zu einer Zerstörung
an dem Teil 14 oder der Maschine führen können, einschließlich
des Servomotors 30.
Im Falle des Wirksamwerdens einer solchen Schutzfunktion befindet
sich am Ende der Schutzwirkungen einer der Federstapel
50 oder 60 in einem erheblich zusammengepreßten Zustand. Dieser
Druck ist wirksam an der Kontaktstelle der Maschinenteile mit
dem Hindernis. Wenn die Bedienungsperson nun versucht das
Hindernis zu entfernen könnte das Maschinenteil 14 unter der
Wirkung dieses Druckes schnappartig zurückfedern und zu Verletzungen
oder Schäden führen. Da jedoch bei der beschriebenen
Ausführungsform die Druckluft fortgesetzt über die Drosselöffnung
150 entweichen kann, vermindert sich der Druck im
Zylinder 100. Damit vermindert sich auch die Bremswirkung bis
zu dem Zeitpunkt, daß der Druck des Federstapels 50 oder 60
ausreicht, um die Spindel und den Servomotor anzutreiben und
zurückzuführen. Damit kann der Käfig 36 in die normale, durch
die Federstapel bestimmte Arbeitsstellung zurückkehren. Die
Gefahren, die durch den Reaktionsdruck an dem Maschinenhindernis
ausgehen, werden so automatisch beseitigt. Die Wegnahme
der Bremswirkung ermöglicht auch die Verwendung des
Servomotors 30, um das Maschinenglied von dem Hindernis wegzuführen.
In Fig. 3 ist im Ausschnitt in ähnlicher Darstellung wie Fig. 1
ein abgewandeltes Ausführungsbeispiel gezeigt. Dieses unterscheidet
sich nur in wenigen Punkten von dem Ausführungsbeispiel
nach Fig. 1 und 2. So ist in diesem Ausführungsbeispiel
die Druckmittelkammer, die durch den Zylinder und den
Kolben und den zugehörigen Druckmittelkreis bestimmt wird,
ersetzt durch einen Ringteil 200 mit einem zylindrischen
Mantel 204, der in Längsrichtung geschlitzt ist, um Segmente
ähnlich den Segmenten 106 bis 116 in Fig. 1 und 2 zu bilden,
wobei in Fig. 3 nur ein Segment 208 gezeigt ist. Die Mantelsegmente
übergreifen Segmentblöcke 282 und 286 in der gleichen
Weise wie dies anhand der Fig. 2 beschrieben ist. Schraubbolzen
290 sind mit der Scheibe 74 verbunden, wobei der Ring
200 auf den Schraubbolzen verschiebbar ist. Die Schraubbolzen
290 verlaufen parallel zur Spindel 19, so daß der
Ring 200 konzentrisch zur Spindel gehalten ist. Der Ring 200
weist eine Ausnehmung auf, in der das Bremselement 126
montiert ist. Die Bremsscheiben 126 und 80 stehen in der
gleichen Beziehung zu der Riemenscheibe 26 und den Segmentblöcken,
wie dies zuvor beschrieben worden ist. Federn 210
auf den Bolzen 290 werden zwischen den Bolzenköpfen 212 und
dem Ring 200 zusammengepreßt, um den Ring 200 und die Scheibe
74 gegeneinanderzuziehen mit der Folge, daß die Bremselemente
126 und 80 im Ruhezustand sich gegen die Stirnflächen
der Blocksegmente legen. Die bei dem vorigen Beispiel
über den Druckmittelzylinder gelieferte Vorspannung für die
Bremselemente wird hier durch die Federn 210 nach Fig. 3
erzeugt. Die Arbeitsweise der Vorrichtung nach Fig. 3 ist
ähnlich der nach Fig. 1 und 2. Jedoch weist die einfachere
Ausführungsform nach Fig. 3 nicht die Möglichkeit auf, automatisch
den Bremsdruck aufzuheben. Um dennoch eine sichere
Rückführung der Teile in die Ausgangsstellung zu ermöglichen
ist die Spindel 18 verlängert und weist einen Schlitz 220
für ein Werkzeug auf, so daß die Spindel 18 manuell nach einer
Auslösung der Schutzwirkung zurückgeführt werden kann.
Alternativ dazu könnten auch die Schraubbolzen 290 betätigt
werden, um die Druckwirkung der Federn 210 aufzuheben.
Claims (9)
1. Vorrichtung zum Schutz von Schraubspindelantrieben, bestehend aus einem Motor
für die mit einem axial beweglichen Gewindeglied in Eingriff stehende Drehspindel,
gegen übermäßige Belastungen in Fällen, in denen der axial bewegliche
Teil des Antriebes gegen ein Hindernis läuft, bei der die drehbar und nur bei
Auflaufen des axial beweglichen Gewindegliedes gegen ein Hindernis in axialer
Richtung in einem begrenzten Umfange und gegen die Vorspannung einer gestellfest
abgestützten Federanordnung elastisch bewegbare Drehspindel ein scheibenförmiges
Bremselement einer Bremseinrichtung aufweist, die nach vorbestimmter
axialer Bewegung der Drehspindel wirksam wird, dadurch gekennzeichnet,
daß die Federanordnung in beiden axialen Richtungen
vorspannend wirksam ist und aus zwei entgegengesetzt wirkenden Federgruppen
(50, 60) besteht, die während normaler Belastungszustände beide jeweils mit demselben
Ende sowohl an der Drehspindel (18) als auch - in ihrer jeweiligen Wirkrichtung
- an einem gegenüber der Drehspindel (18) festen Begrenzungsanschlag (42) angreifen,
und daß die Bremseinrichtung zwei jeweils in einem vorbestimmten
axialen Abstand von dem scheibenförmigen Bremselement (26) in dessen der normalen
Belastung entsprechenden Stellung angeordnete Bremsgegenelemente
(80, 126) aufweist, die durch Trageinrichtungen (74, 120) unterstützt sind, welche
jeweils dem Bremskontaktdruck des scheibenförmigen Bremselementes (26) mit
elastischem Widerstand axial nachgeben können.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jedes
Bremsgegenelement
(80, 126) in der Stellung normaler Belastung der Drehspindel
(18) unter Vorspannung in Anlage an einem Bewegungsbegrenzungsanschlag
(82 bis 88) anliegt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Bremseinrichtung so ausgebildet ist, daß der elastische Widerstand eines
Bremsgegenelementes (80, 126) gegen die axiale Bewegung durch das mit
diesem Bremsgegenelemente (80, 126) in Kontakt tretende Bremselemente (26) mit Zunahme
der Entfernung des Bremsgegenelementes (80, 126) von seinem Bewegungsbegrenzungsanschlag
(82 bis 88) ansteigt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Trageinrichtungen für die beiden Bremsgegenelemente (80, 126) aus dem
Kolben (120) bzw. dem Zylinder (100) einer Kolben/Zylindereinheit (100, 120) bestehen, die so
angeordnet ist, daß sich das Volumen der mit einem Druckfluid gefüllten
Zylinderkammer bei jeder axialen Auswanderungsbewegung eines der beiden
Bremsgegenelemente (80, 126) verringert.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch eine Einrichtung
(142, 116), welche anspricht, wenn die Drehspindel (18) in der einen oder der
anderen Richtung einen für ihre Abbremsung ausreichenden axialen Weg ausgewandert
ist, und den Druck in der Zylinderkammer automatisch entlastet.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
Einrichtung ein elektromagnetisch betätigbares Umschaltventil (142) aufweist,
das bei normaler Belastung der Drehspindel (18) die Zylinderkammer über ein
Rückschlagventil (148) mit einer Druckfluidquelle verbindet, und einen Unterbrecher-
Stellungsschalter (160, 164), der auf die Auswanderung der Drehspindel
(18) in beiden axialen Richtungen anspricht und das Umschaltventil (142)
in eine die Zylinderkammer über eine Drosselöffnung (150) entlastende Stellung
umschaltet.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der
Stellungsschalter (160, 164) bei Ansprechen auf den Motor (30) der Drehspindel
(18) abschaltet.
8. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Trageinrichtungen (75, 204) für die beiden Bremsgegenelemente (80, 126) unter
der Wirkung von elastischen Vorspannfedern (210) stehen.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß eine
Einrichtung (220) vorgesehen ist, um nach einer axialen Auswanderung der
Drehspindel (18) diese durch manuelles Drehen in ihre Normalstellung zurückzuführen.
Applications Claiming Priority (1)
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| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: THE OLOFSSON CORP., LANSING, MICH., US |
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