DE320546C - Kugelfoermiger Reflektor zur Projektion - Google Patents
Kugelfoermiger Reflektor zur ProjektionInfo
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Classifications
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- G—PHYSICS
- G03—PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
- G03B—APPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
- G03B21/00—Projectors or projection-type viewers; Accessories therefor
- G03B21/14—Details
- G03B21/20—Lamp housings
- G03B21/2066—Reflectors in illumination beam
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Description
Es ist bekannt, kugelförmige Reflektoren zur Projektion anzuwenden, bei denen in einem
Hohlkörper eine oder mehrere Lichtquellen derart angeordnet' sind, daß die Lichtstrahlen
nicht unmittelbar durch das Objektiv projiziert werden können. Versieht man den Reflektor mit einer diffus reflektierenden
Innenfläche, so dient diese diffuse Reflektion dazu, die unter verschiedenen Winkeln darauf
einfallenden Strahlen so zu kombinieren, daß die reflektierten Teile dieser Strahlen sich in
ein einziges reflektiertes Bündel vereinigen, in welchem die einzelnen Strahlenkomponenten
nicht auseinandergehalten werden können.
Abweichend hiervon verfolgt der Erfindungsgegenstand andere Ziele, indem er anstrebt,
die Richtung jedes Lichtstrahls, welcher unreflektiert durch die Austrittsöffnung fällt,
zu beeinflussen. Die Gesamtsumme dieser Strahlen bildet je nach der besonderen Umrißform
der Austrittsöffnung eine Pyramide oder einen Kegel, der aus Lichtstrahlen besteht
und nach der Erfindung seine Spitze annähernd im Mittelpunkt der Kugel hat. Zu diesem Zweck wird die Lichtquelle im Zentrum
des Reflektors oder ein wenig exzentrisch angeordnet. Gleichzeitig wird vor der Austrittsöffnung ein Kondensor vorgesehen. Hierdurch
wird erreicht, daß die Grenzen des Lichtkegels verhältnismäßig scharf abgegrenzt sind.
Eine verbesserte Ausführungsform des neuen Reflektors besteht darin, daß die Unterbreehungsstellen
der Reflektorwandung, wie. sie zur Einführung des elektrischen Leitungs- : drahtes oder zur Belüftung des Kugelinneren
notwendig sind, durch Hilfsreflektoren überdeckt sind. Durch diese Hilfsreflektoren wird
• die optische Kontinuität der Kugel trotz der vorhandenen mechanischen Diskontinuität aufrecht
erhalten.
Die Erfindung ist auf den Zeichnungen veranschaulicht. '
Fig. ι ist ein schematischer mittlerer senkrechter
Schnitt durch einen Reflektor und veranschaulicht die Grundlage der Erfindung.
Fig. 2 ist eine ähnliche Darstellung einer Reflektorlampe gemäß der Erfindung in Ver-
: bindung mit einem Projektionslinsensystem.
Fig. 3 ist ein vertikaler mittlerer Schnitt durch eine abgeänderte Ausführungsform eines
Reflektors.
In der schematischen Fig. 1, welche die Grundlage der Erfindung erläutert, bezeichnete
■ den Reflektor, welcher als Glaskugel ausgebildet ist, die auf ihrer ganzen inneren Fläche,
wie durch die dicke Linie B angedeutet ist, versilbert ist mit Ausnahme eines rechteckigen
Stückes C, welches unversilbert gelassen ist und die Öffnung bildet, durch welche die zur
Projektion dienenden Lichtstrahlen austreten. Die Lichtquelle ist bei D angedeutet, während
der Mittelpunkt der Kugel mit A1 bezeichnet ist.
Es ist zu bemerken, daß, wenn die Lichtquelle sich bei A1. befände und wenn die
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Konstruktion der sphärischen reflektierenden Fläche vollkommen wäre, dann die Gesamtmenge
des durch die öffnung C austretenden Lichts diejenige sein würde, welche umschlossen
wird von der Pyramide, die auf der Basis C mit der Spitze in A1 errichtet wird, vermehrt
um diejenige Lichtmenge, welche innerhalb einer ähnlichen Pyramide liegt, d'e ihre Spitze
bei ^1 hat und deren Basis auf der reflektierenden
Fläche diametral gegenüber der öffnung C liegt. Diese zweite pyramidenförmige
L:chtmenge würde durch die Öffnung C austreten, da sie von der der öffnung C gegenüber
liegenden Fläche reflektiert wird. Das übrige Licht, welches unte: den angenommenen
Bedingungen praktisch nicht zur Verwendung kommen könnte, würde wiederholte Reflexionen
erfahren innerhalb de; Kugel von deren Mittelpunkt nach der reflektierenden Fläche und
zurück, da jeder Einfallwinkel normal zur reflektierenden Fläche stehen würde.
Obgleich die erwähnten Bedingungen in der Praxis unerreichbar sind, weil teils die Schwierigkeiten
der Fabrikation entgegenstehen, und weil außerdem die Lichtquelle nicht einen absoluten Punkt ohne jede Ausdehnung
bildet, wird es doch vorgezogen, die Lichtquelle mit Absicht aus dem wahren Mittelpunkt
der Kugel herauszurücken, d. h. von diesem Punkt mehr zu entfernen, als es der
Fall sein würde, wenn die Herausrückung lediglich auf Zufall und auf Herstellungsschwierigkeiten
beruhte und wenn die Absicht dahin ginge, die Lichtquelle genau zentral anzuordnen. Der Abstand zwischen der Lichtquelle
D und dem Mittelpunkt A1, der in Fig. ι angedeutet ist, soll nicht eine zweckmäßige
Herausrückung der Lichtquelle aus dem Kugelmittelpunkt maßstäblich darstellen. Es ist ersichtlich, daß bei einer Herausriickung
der Lichtquelle aus dem Mittelpunkt bis in die Lage D ein Lichtstrahl entlang der gebrochenen
Linie D1 verlaufen kann, indem er wiederholte Reflexionen erfährt. Der Lauf
des in der Richtung D1 austretenden Strahls kann als typisches Beispiel für den Lauf der
großen Mehrzahl der Lichtstrahlen dienen. Andere Strahlen werden von der Lichtquelle D
auf geradem Wege nach vorn austreten, wie z. B. durch die gestrichelten Linien D2 angedeutet
ist, und unmittelbar eine pyramidenförmige Lichtmasse bilden. Ein weiteres pyramidenförmiges
Lichtbündel wird diesem Bündel durch nur einmalige Reflexion an der Fläche gegenüber der öffnung C hinzugefügt werden.
Die in Fig. 2 dargestellte Konstruktion er- ι läutert die Anwendung der Erfindung auf diejenige
Art von elektrischen Lampen, bei ■ welcher eine kleine MetallkugeL welche bei E
angedeutet ist, auf heller Weißglühhitze inner- ; halb einer luftleeren Glasglocke gehalten wird.
Die Glasglocke ist mit A bezeichnet und die Versilberung auf ihrer Innenfläche trä^t
wiederum die Bezeichnung B, wie in Fig. 1. Um den Verlust des Lichts zu vermeiden,
welches absorbiert werden würde, wo es auf den Hals der Glasglocke A2 auf trifft, ist an
diesem Punkt im Innern der Lampe ein Reflexionsschirm F vorgesehen, welcher bei B1
versilbert ist und eine Kugelkrümmung besitzt, deren Mittelpunkt im Mittelpunkt der Glaskugel
liegt. Die Lichtquelle E befindet sich nach der Darstellung der Zeichnung im Mittelpunkt
der Kugel, aber :'n Wirklichkeit empfiehlt
es sich, sie ein wenig aus der genauen Mittellage herauszurücken.
Der austietende Lichtstrahl gelangt nach einem Kondensor G und wird von diesem
du ch einen Kinematographenfilm oder einen ähnl'c1. en durchsichtigen Körper H nach einer
Projektionslinse / geworfen. Die Anordnung des Kondensors, des Films und der Projektionslime
bildet jedoch keinen Teil der vorliegenden Erfindung.
In Fig. 3 ist eine reflektierende Haube dargestellt, in welche eine elektrische Lampe eingeführt
und im Mittelpunkt der Haube angebracht werden kann. Die Haube besteht aus zwei Teilen B2, B3, so daß sie in einer Ebene
durch den Mittelpunkt der Kugel leicht auseinandergenommen werden kann. Eine öffnung
K ist am Boden der Haube vorgesehen, welche dazu dient, den Eintritt von kalter
Luft zu gestatten, und eine ähnliche Öffnung L befindet sich auf der Oberseite der Haube für
den Austritt der heißen Luft. Diese obere Öffnung ist überdeckt von einer Ablenkplatte M,
welche ähnlich der Platte B1 in Fig. 2 ist, und die bei O dargestellte Lampe hat im
Innern ebenfalls eine Ablenkplatte B1 ähnlich der Ablenkplatte B1 der Fig. 2. Die beiden
Ablenkplatten M und B1 in Fig. 3 dienen dazu, die optische Kontinuität der Kugel
aufrechtzuerhalten trotz vorhandener mechanischer Diskontinuität, welche letztere erforderlich
ist, um Ventilation und Lagerung des Glühfadens zu ermöglichen.
Die Konstruktion des in Fig. 3 dargestellten Reflektors soll in Form eines Beispiels veran~
schaulichen, auf welche Punkte das Augenmerk gerichtet werden muß, wenn ein Reflektor
gemäß vorliegender Erfindung hergestellt werden soll, um die Vornahme von Erneuerungen der
Lampe im Innern des Reflektors zu ermöglichen. Die Anpassung der Erfindung an diese
Bedingungen kann auf· verschiedenerlei Weise erfolgen, wie' sich für den Fachmann ohne
weiteres ergibt, ohne daß es der Benutzung der in Fig. 3 angedeuteten besonderen Mittel
bedürfte. iao
Bei der Überführung der Erfindung in die Praxis werden die unvermeidbaren Unregel-
mäßigkeiten im Reflektor und der Umstand, daß die Lichtquelle nicht im strengen Sinne
einen Punkt bildet, dahin zusammenwirken, daß selbst, wo jede mögliche Anstrengung gemacht
ist, um die Lichtquelle in den Mittelpunkt der Kugel zu verlegen, ein Strahl in der Weise
eine wiederholte Zahl von Reflexionen erfährt, daß seine Reflexionsebene allmählich eine
Drehung um den Mittelpunkt der Kugel erfährt, bis der Strahl entweder durch Absorption
bei den wiederholten Reflexionen aufgezehrt ist, oder bis er unter Umständen zur Austrittsöffnung gelangt und auf diese
Weise den Hauptstrahl verstärkt. Deshalb empfiehlt es sich, die Lichtquelle mit Absicht
in einem gewissen Abstande vom Mittelpunkt anzuordnen.
An Stelle eines möglichst genau sphärisch gemachten Reflektors kann auch ein Reflektor
benutzt werden, dessen Oberfläche aus einer Zahl von schmalen Flächen oder sonstigen
gestalteten Reflektoren gebildet wird, wobei die Anordnung dieser Teilreflektoren zueinander
so gewählt ist, daß eine Oberfläche entsteht, welche im .wesentlichen Kugelgestalt besitzt.
Alle öffnungen, welche außer der eigentlichen Projektionsöffnung vorhanden sind,
sollen so klein wie nur möglich gehalten werden.
Wenn die austretenden Lichtstrahlen für kinematographische oder ähnliche Zwecke benutzt
werden sollen, dann muß jeder Teil des Reflektors, dessen Form erheblich von derjenigen
der Kugel abweicht, wie z. B. der Halsteil einer Glaskugel, nicht versilbert sein,
denn das durch Reflexion an solchen Teilen entstehende diffuse Licht würde Unscharfe bei
der Abbildung herbeiführen.
Claims (2)
1. Kugelförmiger Reflektor zur Projektion, dadurch gekennzeichnet, daß die Lichtquelle
im Zentrum des Reflektors oder ein wenig exzentrisch dazu angeordnet ist und daß vor der Austrittsöffnung ein Kondensor
vorgesehen ist.
2. Ausführungsform des Reflektors nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Unterbrechungsstellen der Reflektorwandung durch Hilfsreflektoren [B1M) überdeckt
sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB320546X | 1916-01-04 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE320546C true DE320546C (de) | 1920-04-26 |
Family
ID=10332456
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1917320546D Expired DE320546C (de) | 1916-01-04 | 1917-01-03 | Kugelfoermiger Reflektor zur Projektion |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE320546C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1144942B (de) * | 1955-09-19 | 1963-03-07 | Philips Nv | Filmprojektionsgeraet |
-
1917
- 1917-01-03 DE DE1917320546D patent/DE320546C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1144942B (de) * | 1955-09-19 | 1963-03-07 | Philips Nv | Filmprojektionsgeraet |
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