DE3150355C2 - Werkzeughaltereinsatz, insbesondere für Bohrstangen - Google Patents
Werkzeughaltereinsatz, insbesondere für BohrstangenInfo
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Abstract
Bei einem einstellbaren Einsatz ist ein Werkzeughalterschaft in eine Schraubeinstellhülse geschraubt, die einen Flansch mit einer nach hinten weisenden Fläche aufweist. Die nach hinten weisende Fläche befindet sich mit einer nach vorne weisenden Fläche eines an einer Bohrstange befestigten Bundrings in einem Drehgleitsitz. Die nach hinten und nach vorne weisenden Flächen werden durch eine Feder in Anlage gehalten, welche zwischen einer hinteren Fläche des Bundrings und einem auf die Einstellhülse geschraubten Einstellring zusammengedrückt wird.
Description
- Die Erfindung betrifft einen Werkzeughaltereinsatz nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs. Ein solcher Werkzeughaltereinsatz, der aus der DE-OS 24 09 143 bekannt ist, eignet sich besonders zur Verwendung an einer Bohrstange.
- Derartige Werkzeughaltereinsätze sind so ausgebildet, daß sie eine genaue und schnelle Einstellung des Schneideinsatzes an einer Bohrstange erlauben. Sie bestehen üblicherweise aus einem schaftförmigen Werkzeughalter mit einem Schneideinsatz an einem Ende und einem Schraubgewinde am anderen Ende. Das Schraubgewinde ist in eine Einstellhülse eingeschraubt, welche drehbar in einem Bundring angeordnet ist, der mit der Bohrstange verbolzt ist. Der Werkzeughalter, die Hülse und der Bund sind derart zusammenmontiert, daß das Spiel zwischen diesen Bauteilen minimiert wird. Dies wird üblicherweise durch Verwendung eines Federrings erreicht, welches die Bauteile zusammendrückt. Diese Werkzeughaltereinsätze haben sich zwar im Gebrauch als zweckmäßig erwiesen, sie erlauben aber keine Einstellung der durch den Federring auf die verschiedenen Bauteile ausgeübten Spannung. Dies bedeutet, daß die Toleranzen an den verschiedenen Bauteilen relativ eng sein müssen, um sicherzustellen, daß die Bauteile richtig belastet werden. Schwierigkeiten treten aber besonders durch den Verschleiß auf, der bei Gebrauch zwischen den Bauteilen entsteht.
- Bei einem anderen bekannten Einsatz (US 34 34 376, Fig. 5), welcher eine Einstellung der auf die Bauteile ausgeübten Last ermöglicht, sind die Elemente zur Einstellung der Belastung unmittelbar auf dem Schraubgewinde des Werkzeughalters montiert, wobei diese drehfrei gegenüber der Einstellmutter oder Einstellhülse gehalten werden. Um dort die Last durch Drehung eines der Lasteinstellelemente relativ zur Einstellhülse einzustellen, müssen zuerst die Lasteinstellelemente teilweise auseinandergebaut, das Element in die gewünschte Stellung gedreht und dann die Elemente wieder zusammengebaut werden. Dies ist sowohl kompliziert als auch zeitaufwendig.
- Aufgabe der Erfindung ist es, einen Werkzeughaltereinsatz der eingangs angegebenen Art dahingehend weiterzubilden, daß die Spannung, unter der die Bauteile durch die Feder aneinandergepreßt werden, auf leichte Weise eingestellt werden kann.
- Diese Aufgabe wird bei dem gattungsgemäßen Werkzeughaltereinsatz durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs gelöst.
- Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung beschrieben. Darin zeigt
- Fig. 1 eine Schnittansicht eines einstellbaren Werkzeughaltereinsatzes, welcher in einer Bohrstange montiert ist,
- Fig. 2 eine aufgelöste Darstellung des Werkzeughaltereinsatzes sowie
- Fig. 3 eine weitere vergrößerte Schnittansicht des Werkzeughaltereinsatzes.
- Wie im Detail aus der Zeichnung hervorgeht, umfaßt die in Fig. 1 dargestellte Bohrstange 1 einen einstellbaren Werkzeughaltereinsatz 7, welcher in einer Öffnung bzw. Bohrung 3 in der Bohrstange 1 angeordnet ist. Die Bohrung 3 weist eine Keilnut 5 auf, welche mit einem Keil 13 auf dem Schaft 11 eines Werkzeughalters 9 ausgerichtet ist, wodurch der Werkzeughalter drehfest gehalten wird, wenn er in der Bohrstange 1 montiert ist.
- Das hintere Ende bzw. der Schaft 11 des Werkzeughalters 9 ist mit einem Schraubgewinde versehen; das gegenüberliegende vordere Ende ist als Sitz zur Aufnahme eines Schneideinsatzes 15 ausgebildet. Der Schneideinsatz 15 ist vorzugsweise umsteckbar. Wie aus der Zeichnung hervorgeht, ist der Schneideinsatz 15 auf dem Aufnahmesitz durch eine Klemme 17 gehalten. Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist zwischen der Klemme 17 und dem Schneideinsatz 15 ein austauschbarer Spanbrecher 19 angeordnet. Der Schraubgewindeschaft 11 des Werkzeughalters 9 ist in eine mit einem Innengewinde versehene Einstellhülse 21 geschraubt. Die Einstellhülse 21 besitzt in der Nähe ihres vorderen Endes einen Flansch 23. Auf der nach vorne weisenden Fläche des Flansches 23 ist u. a. ein Sechskant-Vorsprung 22 zum Drehen der Einstellhülse 21 vorgesehen. Der hintere Abschnitt des Flansches 23 umfaßt einen kegelstumpfförmigen Abschnitt mit einer nach hinten weisenden Fläche 39, welche an einer nach vorne weisenden bzw. vorwärtsgerichteten Fläche 37 eines Bundrings 35 anliegt. Der hintere Abschnitt der Einstellhülse 21 weist Außengewindegänge 25 auf. Auf diesen Außengewindegängen 25 ist ein Einstellring 27 und zwischen dem Einstellring 27 und dem Bundring 35 ist ein Federring 29 angeordnet, welcher am Bundring 35 und am Einstellring 27 anliegt. Der Federring 29 ist drehfrei zur Einstellhülse 21 durch eine am Federring 29 vorgesehene Zunge 31 gehalten, welche in eine Nut 33 der Hülse 21 eingreift. Dieser gesamte Aufbau ist über Schrauben 41 an der Bohrstange 1 befestigt, welche in die Bohrstange eingeschraubt sind und in Aussparungen des Bundrings 35 eingreifen.
- Aus der eine aufgelöste Darstellung des einstellbaren Werkzeughaltereinsatzes 7 zeigenden Fig. 2 geht hervor, daß die Einstellhülse 21 Innengewindegänge 43 und den sich nach außen erstreckenden Flansch 23 aufweist. An der vorderen Fläche des Flansches befindet sich eine Meßskala 45, welche zusammen mit einer Meßskala 51 an der Vorderfläche des Bundrings 35 eine Noniusskala bildet. Hinter dem Flansch 23 befinden sich auf der Einstellhülse 21 in Umfangsrichtung verlaufende Schlitze 47, denen sich die Außengewindegänge 25 anschließen. Gemäß der Darstellung weist der Bundring 35 zwei Aussparungen 49 am Ringumfang auf, mit denen die Schrauben zur Befestigung des Einsatzes an der Bohrstange 1 zusammenwirken. Es geht weiter hervor, daß der Bundring die nach vorne weisende Fläche 37 aufweist, die eine Kegelstumpffläche ist und mit einer Kegelstumpffläche an der Einstellhülse zusammenwirkt.
- Die Einstellhülse 21 wird in die Bohrung des Bundrings 35 geschoben und danach wird der Federring 29 über die Außengewindegänge 25 der Einstellhülse 21 angeordnet. Der Federring 29 besitzt die Zunge 31, die in die Axialnut 33 eingreift, welche in der Außenfläche der Einstellhülse 21 ausgebildet ist. Der Federring 29 ist dadurch drehfrei zur Einstellhülse 21 gehalten, wodurch ein Fressen des Federrings in den Außengewindegängen 25 vermieden ist.
- Dann wird der Einstellring 27 auf die Außengewindegänge der Einstellhülse 21 aufgeschraubt. Wie aus Fig. 2 hervorgeht, besitzt der Einstellring 27 Innengewindegänge 55 und Kerben 53 an seinem Außenumfang zur Erleichterung der Drehung des Einstellrings 27. Der Einstellring 27 wird derart auf die Einstellhülse 21 geschraubt, daß der Federring 29 zusammengedrückt und dadurch die Einstellhülse 21 in Druckanlage mit dem Bundring 35 gehalten wird.
- Der Werkzeughalter 9 mit dem Schaft bzw. Schraubgewindeschaft 11 wird in die Innengewindegänge 43 der Einstellhülse 21 eingeschraubt. Der umsteckbare Schneideinsatz 15 wird in die den Einsatz aufnehmende Tasche 59 am vorderen Ende des Werkzeughalters 9 angeordnet. Der Spanbrecher 19 wird auf die Deckfläche des umsteckbaren Schneideinsatzes 15 gelegt und diese beiden Bauelemente werden durch die Klemme 17 in die den Einsatz aufnehmende Tasche verklemmt. Die Klemme wird dabei durch eine Klemmschraube 57 in Anlage mit der Deckfläche des Spanbrechers 19 gedrückt.
- Am hintersten Ende des Schraubgewindeschafts 11 befindet sich der Keil 13. Zusätzlich besitzt der hinterste Abschnitt des Schraubgewindeschafts eine glatte Umfangsfläche 16 für einen Gleitsitz in der Bohrung 3 der Bohrstange 1.
- Am deutlichsten geht aus Fig. 3 hervor, wie jegliches Spiel zwischen den Bauteilen beseitigt wird. Danach ist der Einstellring 27 auf die Außengewindegänge der Einstellhülse 21 aufgeschraubt. Zwischen dem Flansch 23 der Einstellhülse 21 und dem Einstellring 27 sind der Federring 29 und der Bundring 35 angeordnet.
- Der Federring 29 ist gegen den Bundring gedrückt, wodurch die nach hinten weisende Fläche 39 des Flansches 23 in eine feste Anlage mit der nach vorne weisenden Fläche 37 des Bundrings 35 gedrückt wird. Ersichtlich befinden sich lediglich diese Kegelstumpfflächen in Anlage und verbleibt zwischen den horizontalen Flächen des Bundrings und des Flansches ein Raum 61. Auf diese Weise ist die Einstellhülse 21 in der Bohrung des Bundrings zentriert.
- Während durch den Druck des Federrings 29 die Einstellhülse 21 in feste Anlage mit dem Bundring 35 gedrückt wird, wird dadurch auch die Einstellhülse 21 in Axialrichtung gestreckt. Die Einstellhülse besitzt die Schlitze 47, welche zwischen dem Einstellring 27 und dem Flansch 23 angeordnet sind. Wenn die Einstellhülse 21 in Druckanlage an den Bundring 35 gebracht wird, bedingt dies eine Aufweitung der Breite der Schlitze 47, wodurch jegliches Spiel, welches zwischen den Innengewindegängen 43 der Einstellhülse 21 und dem Schraubgewindeschaft 11 des Werkzeughalters 9 vorhanden war, ausgeschlossen ist.
- Ersichtlich sind in einfacher Weise durch Drehen der Einstellhülse 21 exakte Einstellungen der Axialposition des Werkzeughalters 9 möglich. Während dieser Lageeinstellungen drehen sowohl der Federring 29 und der Einstellring 27 mit der Einstellhülse, wodurch die ursprüngliche Belastung auf die Bauteile des Einsatzes aufrechterhalten bleibt. Einstellungen der aufgebrachten Belastung werden in einfacher Weise durch Drehen des Einstellrings 27 bewirkt, wobei die Einstellhülse 21 festgehalten wird.
Claims (1)
- Werkzeughaltereinsatz, insbesondere für Bohrstangen, mit einem schaftförmigen Werkzeughalter für einen Schneideinsatz, mit einer auf ein Außengewinde des Werkzeughalters aufgeschraubten Einstellhülse, die mit einem Flansch an der einen Seite eines ortsfesten Bundrings anliegt, und mit einem auf die Einstellhülse aufgesetzten Federring, der sich einerseits an der anderen Seite des Bundrings und andererseits an einem bundförmigen Anschlag der Einstellhülse abstützt, dadurch gekennzeichnet, daß der bundförmige Anschlag als Einstellring (27) ausgebildet ist, der auf Außengewindegängen (25) der Einstellhülse (21) aufgeschraubt ist.
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