DE313692C - - Google Patents

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DE313692C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B64AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
    • B64CAEROPLANES; HELICOPTERS
    • B64C39/00Aircraft not otherwise provided for

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
  • Transmission Devices (AREA)

Description

KLASSE
GRUPPEN 0
(HUGO JUNKERS in DESSAU. Eindeckerflugzeug mit selbsttragenden Flügeln. Patentiert im Deutschen Reiche 'vom 23. März 1918 ab.
Die bisher bekannten Eindeckerflugzeuge bestehen in der Hauptsache aus dem Mittelrumpf und den zu beiden Seiten an diesem angebrachten Tragflügelhälften. Die Anord-
nung . ist, dabei also so getroffen, daß diese Tragflügelhälften unter sich keinen unmittelbaren Zusammenhang haben und daß sie auch mit dem Rumpf, von dem sie aus Herstellungs- und Transportrücksichten leicht lösbar
ίο sein sollen, keine konstruktive Einheit bilden. Der Eigenart dieses Aufbaues entsprechend, stellt, beim Eindecker der Rumpf gewissermaßen das Rückgrat des ganzen Flugzeuges dar, an dem alle übrigen Konstruktionsteile
letzten Endes ihren Halt finden und in dem alle äußeren und inneren, im Flugzeug wirksamen Kräfte zusammenlaufen und ihren Ausgleich finden. Gleichzeitig bildet der Rumpf eine Art Fundament für die vom Flugzeug
ao zu tragenden Lasten, wie Personen, Motoren, Behälter u. dgl. Er bietet diesen Teilen also nicht nur eine Umhüllung, sondern nimmt auch unmittelbar deren Gewicht auf. Steht, das Flugzeug am Boden, so wird der Rumpf durch
das in der Regel unmittelbar an ihn angeschlossene Fahrgestell gestützt und trägt seinerseits wieder die seitlich an ihn angeschlossenen Flügel. Im Fluge überträgt umgekehrt der Rumpf die Gewichte der in ihm eingeschlossenen Lasten wie auch die Propellerzugkraft durch die an ihm angebrachten Spanntürme und weiterhin durch die Spanndrähte und Flügelholme auf die seitlich an ihn angeschlossenen Tragflügelhälften. Diese bisher bei Eindeckern allgemein übliche Bauart ist insofern grundsätzlich unvollkommen, als bei ihr noch viel zu sehr die bei Landfahrzeugen üblichen Gesichtspunkte betont werden, während die im Fluge auftretenden ■ Kräftewirkungen, die wesentlich anders geartet sind als bei Landfahrzeugen, erst in zweiter Linie Berücksichtigung finden. Vor allem hat diese Baurat den Nachteil, daß im Fluge die Kraftübertragung von· den die Tragwirkung (Auftrieb) erzeugenden Elementen, den Flügeln, auf die zu tragenden Lasten erst durch mehrere Zwischenelemente hindurch geleitet werden muß. Ähnliches gilt vom Ausgleich des in der Flugrichtung wirkenden Luftwiderstandes der Tragflügel durch den Propellerzug. ■
Erfindungsgemäß soll der Aufbau des Ein-. deckerflugzeuges dem im Fluge auftretenden, also dem der eigentlichen Bestimmung des Flugzeuges < entsprechenden Kräfteverlauf ' da- , durch wesentlich besser angepaßt werden, daß die vom Flugzeug zu tragenden Lasten möglichst unmittelbar vom Tragflügel aufgenommen werden und daß auch die auf das Flugzeug einwirkenden Kräfte möglichst schon im Tragflügel selbst ihren Ausgleich finden. Zu diesem Zweck wird der Tragflügel als sogenannter selbsttragender Flügel ohne äußere Verspannung ausgeführt; gleichzeitig wird die — jetzt im Flügelinnern liegende — Tragkonstruktion, welche vor'aUem die im Flügel auftretenden Biegungskräfte aufzunehmen hat (z. B. die Holme), über die ganze Breite des Flugzeuges durchgeführt, also nicht, wie bisher üblich, am Rumpf unterbrochen. Diese durchlaufende Tragkonstruktion des Flügels wird nun an Stelle des Rumpfes als eine Art Fundament zur unmittelbaren Aufnahme der Gewichte der im
Flugzeug mitzuführenden Lasten ausgebildet. Eine solche Verwendung des Tragflügels als Fundament für die Lasten bzw. als eine Art ■Rückgrat des ganzen Flugzeuges wird hierbei dadurch begünstigt, daß die jetzt über die ganze Breite des Flugzeuges durchlaufenden Flügelholme o. dgl. gegen die Mitte des Flügels hin, wo sich die Lasten naturgemäß zusammendrängen, schon mit Rücksicht auf das hier
ίο seinen Höchstwert annehmende Biegungsmoment des Flügels sehr kräftig ausgeführt werden müssen.
Können die Lasten nicht unmittelbar auf die Flügeltragkonstruktion aufgesetzt werden, so werden an. die durchlaufenden Flügelhauptträger (Holme oder Fachwerkträger) Hilfsgerüste u. dgl. angeschlossen, auf welche sich die betreffenden Lasten stützen.
Der Rumpf des Flugzeuges dient also jetzt mit dem Teile, der diese Lasten umschließt, nur noch als widerstandsverringernde Hülle, nicht mehr als Träger dieser Teile und noch weniger als Träger des Flügels. Der nach hinten auslaufende, das Verbindungsglied von Hauptragfläche und Schwanzfläche bildende Rumpfteil kann dabei — ebenso wie die übrigen Lasten — unmittelbar an die durchlaufenden Flügelhauptträger oder an ein mit ihnen verbundenes Hilfsgerüst angeschlossen werden und so die an ihm angreifenden Gewichts- und Steuerkräfte auf kürzestem Wege auf den Haupttragflügel weiterleiten.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele für den Gegenstand der Erfindung dargestellt.
Fig. ι und 2 zeigen das Gerippe eines kleinen Einsitzerflugzeuges, und zwar Fig. 1 in Seitenansicht, Fig. 2 von vorn.
Die Fig. 3 bis 6 betreffen ein großes Flugzeug, und zwar zeigen Fig. 3 einen Grundriß, Fig. 4 eine Vorderansicht mit Schnitt nach Linie IV bis IV der Fig. 3, Fig. 5 einen Längsschnitt durch den Flügel nach Linie' V bis V der Fig. 3, und Fig. 6 einen Längsschnitt durch den Rumpf nach Linie VI bis VI der Fig. 3.
Der in Fig. 1 in seinen Umrissen punktiert angedeutete Flügel 1 enthält in seinem Innern die in diesem Beispiel als Stabfachwerk ausgebildete Tragkonstruktion, welche aus den Längsholmen 2 und den dazwischen angeordneten Diagonalstäben 3 besteht. Ferner sind zwischen den Holmen des Obergurtes und ebenso zwischen denen des Untergurtes Fachwerkstäbe 4 und 5 angeordnet. Die Holme 2 und die zwischen ihnen liegenden Verbindungsstäbe laufen, wie aus Fig. 2 ersichtlich, über die ganze Breite des Flugzeuges durch. Die Gewichte der im Flugzeug unterzubringenden Lasten werden nun dadurch möglichst unmittelbar auf diese Tragkonstruktion des Flügels übergeleitet, daß an diese ' Tragkonstruktion Hilfsgerüste angeschlossen werden, auf welche sich diese Lasten stützen. Das Gewicht des Motors 30 wird durch das aus den eigentlichen Motorträgern 7 und den Streben,8, 9, 10, 11 bestehende Hilfsgerüst auf den Flügel übertragen, das Gewicht des Flugzeugführers, welcher in dem Stuhl 33 sitzt, durch das Hilfsgerüst 16 bis 21. Dieses letztere Hilfsgerüst trägt gleichzeitig die Steuerung 25, 26. Der mit den Füßen zu bedienende Hebel 27 des Seitensteuers ist unmittelbar im Flügelgerüst gelagert. Zur besseren Versteifung des" Ganzen sind die Motor und Führer tragenden ' Gerüste unter sich durch Stäbe. 12 bis 15 verbunden. Dabei sind 'einzelne Gerüstelemente ,zweckmäßig rahmenartig ausgebildet, z. B. 18, 22. Über diese Rahmen wird die Rumpfverkleidung gelegt. Der Brennstoffbehälter 35 ist zwischen dem Flügelfachwerk gelagert, sein Gewicht wird also vom Flügel unmittelbar getragen. Der Rumpf selbst dient für alle diese Lasten nur noch als Umhüllung, welche vor allem den Zweck hat, den Luftwiderstand des Flugzeuges im Fluge nach Möglichkeit zu verringern. Ebenso wie 'das Motorgewicht wird auch die Propellerzugkraft durch das den Motor tragende Hilfsgerüst unmittelbar auf den Tragflügel weitergeleitet. Der die Steuerflächen 37, 38 tragende rück- go wärtige Teil 40 des Rumpfes' ist unmittelbar an das rahmenartig ausgebildete Element 18 des am Flügel befestigten Hilfsgerüstes angeschlossen, so daß auch das Gewicht dieses Rumpfteiles und der Steuerflächen sowie die auf diese Flächen einwirkenden Luftkräfte auf möglichst kurzem Wege zum Tragflügel hingeleitet werden. . '
Bei dem Flugzeug nach Fig. 3 und 6 sitzen die weit nach vorn gerückten Motoren 30 mit ihren Trägern 7 auf einem Hilfsgerüst, welches von den Fachwerkstäben 8 und 12 gebildet wird und das sich wieder an die quer über das ganze Flugzeug verlaufende Tragkonstruktion 2, 3 des Tragflügels 1 anschließt. Für die Bemannung des Flugzeuges sind im vorderen Teil des Rumpfes "Sitze 33, 34 vorgesehen, welche in ein, besonderes, unmittelbar an die Haupttragkonstruktion des Flügels 1 sich anschließendes Hilfsgerüst 13 bis 23 eingebaut sind. Die über die rahmenartig ausgebildeten Fachwerkglieder 17 und 21 gelegte Rumpfhülle ■ 41 dient auch hier wieder nur zur Verringerung, des Luftwiderstandes, nicht aber zur Aufnahme und Weiterleitung des Gewichtes der Bemannung. Die Motoren sind mit einer widerstandsverringernden Hülle 36 .umgeben.

Claims (4)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Eindeckerflugzeug mit selbsttragenden Flügeln, dadurch gekennzeichnet, daß die
    über die ganze Breite des' Flugzeuges durchlaufende Tragkonstruktion des Flügels (z. B. die Holme) das Fundament für die auf dem Flugzeug befindlichen größeren Lasten, wie Personen, Motoren, Behälter, Fahrgestell und für sonstige Teile bildet, wobei der solche Teile umscMießende Rumpf im wesentlichen nur noch als Hülle, nicht als Träger für diese Teile dient.
  2. 2. Eindeck'erflugzeug mit selbsttragenden Flügeln nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß an die über die ganze Breite des Flugzeuges 'durch1 auf enden Flügel- - längsträger Hilfsgerüste angeschlossen sind, welche die Gewichte der vom Flugzeug zu tragenden Lasten und die auf diese Lasten einwirkenden oder von ihnen ausgehenden Kräfte unmittelbar nach dem Tragflügel hinleiten.
  3. 3. Eindeckerflugzeugjmit selbsttragenden Flügeln nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der nach hinten ausladende, die Steuerflächen tragende Rumpfteil unmittelbar an die Tragkonstruktion des Haupttragflügels bzw. an ein mit ihr verbundenes Hilfsgerüst angeschlossen ist.
  4. 4. Eindeckerflugzeug mit selbsttragenden Flügeln nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß einzelne Elemente der an1 den Tragflügel angeschlossenen Hilfsgerüste rahmenartig ausgebildet sind, zum Zweck, die Verkleidung der vom Gerüst zu tragenden Lasten unmittelbar am Hilfsgerüst befestigen zu können.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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